QUOD LICET
Der berühmte Architekt führte seine geliebte junge Frau zu ihrer Namenstagfeier, Bessie, in das Oratorium „Heilige Elisabeth“ von Franz Liszt. Ich sagte ihr, sie würde dabei, trotz derverstecktenaber nichtoffenbarenSchönheiten, vor Langweile krank werden! Sie sagte ängstlich-befreit zu ihm: „Hörst du?!“ Nein, er hörtenichts. Nun stelle ich es mir vor, wennich, um das „Heilige-Elisabeth-Oratorium“ zu hören,meineGeliebte zu ihrem Namenstage hineinbrächte! „Dieser schamlose Egoist Altenberg führt diese unglückliche Person in dieses urlangweilige schreckliche Oratorium, noch dazu angeblich zu ihrer Namenstagfeier, sie heißt nebbich Lisabeta, weil der Hund selbst nämlich es gern hören will! Ah da schau her!“ Beim berühmten Architekten hingegen jedoch sagen sie: „Was sagen Sie, was für ein reizender zarter aufopfernder Mensch! Bringt seine Frau an ihrem Namenstage zu dem herrlichen Oratorium „Heilige Elisabeth“ und scheut keine Kosten!“
Moral: Non licetJovi, quod licetbovi!