Fig. 746.
Fig. 746.
— Stengel aufrecht, meist einfach; Knäuel nicht von Blätt. umgeben (Fig.747); Hüllblätt. weiß bis blaßgelb. 7–10. Sandfelder, Teichränder, zerstr.
Gelblichweißes R.,G. lúteo-albumL.
Fig. 747.
Fig. 747.
6.Pfl. mit Ausläufern; Stengel einfach; Hüllblätt. weiß od. rosa. H. 7–20 cm. 5. 6. Heiden, Hügel, häufig(Antennária dioécaGærtner)
Katzenpfötchen,G. dioécumL.
— Pfl. ohne Ausläufer; Stengel oben ästig; Hüllblätt. schneeweiß. H. 40–60 cm. 7. 8. Angepfl. und verw.
Perlblütiges R.,G. margaritáceumL.
Sandfelder, Weg- und Waldränder, meist häufig. 7–10.
H. arenáriumDC.
1.Blätt. ungeteilt, kahl; Köpfchen aufrecht, fast kugelig. 8. 9. Zum Küchengebrauche bisweilen angebaut
Estragon,A. dracúnculusL.
— Blätt. geteilt
2
2.Bltnboden lang behaart; Köpfchen fast kugelig
9
— Bltnboden kahl; Köpfchen kugelig bis länglich
3
3.Blätt. schneeweiß-filzig od. zuletzt kahl, mit kurzen, schmalen Zipfeln; Randbltn des Köpfchens mit Stbblätt. und Stempeln; Köpfchen längl., filzig; Bltn gelb. 9. 10. Meeresstrand und selten an salzhaltigen Stellen des Binnenlandes
Strand-B.,A. marítimaL.
— Blätt. wenigstens nicht oberseits weißfilzig; Randbltn nur mit Stempeln
4
4.Blätt. am Grunde geöhrt(am Grunde des Blattstiels jederseits ein kleines Läppchen)
6
— Blätt. nicht geöhrt; Köpfchen fast kugelig
5
5.Stengel krautig, 8–30 cm hoch; Blattzipfel lanzettl. bis linealisch-lanzettl.; Hüllblätt. zerschlitzt-hautrandig; Köpfchen kahl. 7. 8. Salzhaltige Triften (Staßfurt, Artern)
Geschlitzter B.,A. laciniátaWilld.
— Stengel unten holzig, 30–100 cm hoch; Blätt. sehr fein zerteilt, mit fast borstlich. Zipfeln; äußere Hüllblätt. länglich-lanzettl., spitz; Köpfchen behaart. 9–11. Angepflanzt
Eberreis,A. abrótanumL.
6.Blätt. einfach fiedert., mit breiten, tief eingeschnittenen Zipfeln, unterseits weißfilzig; Köpfchen längl.-eif., außen filzig. 8. 9. Zäune, Wege, häufig
Gemeiner B.,A. vulgárisL.
— Blätt. 2–3fach fiedert., mit linealischen Zipfeln; Köpfchen kugelig od. eif.
7
7.Hüllblätt. außen grauhaarig; Blätt. unterseits weißfilzig, oberseits graugrün; Köpfchen nickend; Blkr. hellgelb. 7. 8. Steinige Hügel, sehr zerstr., in Norddeutschl. fehlend
Römischer B.,A. pónticaL.
— Hüllblätt. außen kahl; Blkr. rötlich
8
8.Pfl. mit niederliegenden nichtblühenden und aufsteigenden bltntragenden Stengeln; Blätt. anfangs seidenhaarig, später kahl. 8–10. Wegränder, Hügel, meist gemein
Feld-B.,A. campéstris
— Stengel einzeln, straff aufrecht; Blätt. zerstr. behaart od. kahl; Köpfchen in kurzen, gedrängten Trauben. 8. 9. Sandige Orte, selten an der Weichsel und in Bayern
Besen-B.,A. scopáriaW. u. K.
9.(2.) Blätt. nebst dem Stengel seidig-filzig, mit lanzettl., stumpfen Zipfeln, am Grunde nicht geöhrt; äußere Hüllblätt. filzig; Blkr. hellgelb. 7–9. Dorfstraßen, Weinberge, oft angepfl.
Wermut,A. absínthiumL.
— Blätt. kahl od. etwas graufilzig, mit lineal. Zipfeln
10
10.Äußere Hüllblätt. kahl; Blätt. kahl; Stengel behaart; Köpfchen erbsengroß (Fig.748); Blkr. goldgelb. 9. Salzhaltige Triften, zwischen Staßfurt und Bernburg, bei Artern
Felsen-B.,A. rupéstrisL.
Fig. 748.
Fig. 748.
— Äußere Hüllblätt. filzig; Blätt. dünn grünfilzig od. kahl; Köpfchen kleiner. 9. 10. Felsige, unbebaute Orte. Nur im Elsaß unweit Kolmar
Kampfer-B.,A. camphorátaVillars
Gräben, Wege, längs der Nordseeküste. 7. 8.
C. coronopifóliaL.
1.Blätt. fiederteilig
3
— Blätt. ungeteilt
2
2.Blätt. vom Grunde bis zur Mitte klein- und dicht-, über der Mitte tiefer und entfernter gesägt, nicht durchscheinend punktiert; Köpfchen etwa 1½ cm breit. 7–9. Sumpfwiesen, Gebüsch, häufig
Sumpf-G.,A. ptármicaL.
— Blätt. vom Grunde bis zur Spitze ziemlich gleichmäßig scharf gesägt, durchscheinend punktiert; Köpfchen kleiner, zahlreicher. 7–9. Wie vor. Nur im östlichen Gebiet
Knorpelzähnige G.,A. cartilagíneaLedebour
3.Blätt. im Umriß länglich-eif., mit gezähntem Mittelstreifen (Blattspindel) (Fig.749); Fiederblättchen linealisch, fast kammartig gezähnt; Bltn weiß od. gelblichweiß. 7. 8. Sonnige, steinige Hügel, gern auf Kalk. In Mitteldeutschland westlich der Elbe u. im südlichen Gebiet
Edel-G.,A. nóbilisL.
Fig. 749.
Fig. 749.
— Blätt. im Umriß lanzettlich bis linealisch, mit höchstens an der Spitze etwas gezähnt. Mittelstreifen (Fig.750); Fiederblättch. länglich-lanzettlich, 2–3spaltig od. gefied. 5spaltig; Bltn weiß.(Ändert mit schmal linealischen Blattzipfeln und kleineren Köpfchen ab =A. setáceaW. u. K.). 6–10. Wiesen, Triften, gemein
Schaf-G.,A. millefóliumL.
Fig. 750.
Fig. 750.
1.Zungenbltn gelb, selt. fehlend; Blattzipfel sparsam gesägt; Spreublätt. schmal rautenf.; Fr. fast 2schneid., schmal geflüg. 6–9. Hügel, Weg- u. Ackerränder, zerstr.
Färber-H.,A. tinctóriaL.
— Zungenbltn weiß
2
2.Spreublätt. stumpf, am Rande und an der Spitze breit trockenhäut. (Fig.751b); Röhre der Scheibenbltn kegelf., stielrund; Fr. fast 3kantig, auf der einen Seite nicht od. undeutl. gestreift. 7–10. Angebaut und verw.
Römische Kamille,A. nóbilisL.
— Spreublätt. spitz od. stachelspitzig; Röhre der Scheibenbltn zusammengedrückt; Fr. beiderseits deutlich gestreift
3
3.Spreublätt. linealisch-borstl. (Fig.752b), zwischen den randständ. Bltn oft fehlend; Bltnboden verlängert kegelf.; Hüllblätt. an der Spitze etwas aufrecht; Fr. fast stielrund. Pfl. spärlich behaart. 6–10. Äcker, Wege, Zäune, verbreitet
Stinkende H.,A. cótulaL.
— Spreublätt. längl. od. lanzettl.
4
4.Bltnboden fast halbkugelig; Spreublätt. plötzlich in eine lange Stachelspitze zugespitzt; Blattzipfel ganzrand. 7–9. Äcker. In Bayern und zuweilen hier und da eingeschleppt
Österreichische H.,A. austríacaJacquin
— Bltnboden verlängert, kegel- od. fast walzenf.
5
5.Spreublätt. stumpfl., stachelspitzig gezähnelt (Fig.752a). Pfl. zottig behaart, gewürzig riechend. 5–8. Sonnige Hügel, Äcker. In Posen, Schlesien und sonst vielfach eingeschleppt
Russische H.,A. ruthénicaM. B.
Fig. 751.
Fig. 751.
— Spreublätt. zugespitzt und stachelspitzig (Fig.751a); Hüllblätt. an der Spitze zurückgebogen. Pfl. weniger stark behaart als vor. und nicht aromatisch riechend. 5–10. Äcker, Wegränder, gemein
Acker-H.,A. arvénsisL.
Zwischen einzelnen Arten dieser Gattung, sowie zwischen dieser undMatricaria inodorakommen Bastarde vor.
Fig. 752.
Fig. 752.
Blätt. abstehend, doppelt fiedert., mit linealischen Zipfeln. 5–8. Zuweilen der Wurzel wegen gebaut.
A. officinárumHayne
1.Bltnboden gewölbt od. halbkugelig, markig; Blattzipfel fadenf., unterseits gefurcht; Fr. mit Längsrippen; Pfl. geruchlos. 6–10. Äcker, gemein.(Chrysánthemum inodórumL.)
Falsche K.,M. inodóraL.
— Bltnboden kegelf., hohl (Fig.753). Pfl. stark gewürzig riechend
2
2.Zungenbltn fehlend; Köpfchen grünlichgelb; Scheibenbltn 4zähnig. 6–8. Häufig eingeschleppt und sich massenhaft vermehrend.(Chrysánthemum suavéolensAschrs.)
Strahllose K.,M. discoidéaDC.
Fig. 753.
Fig. 753.
— Zungenbltn vorhanden; Scheibenbltn 5zähnig. 5–8. Äcker, meist häufig.(Chrysánthemum chamomíllaBernhardi)
Echte K.,M. chamomíllaL.
Bastard:M. chamomilla×inodora.
1.Köpfchen ohne Zungenbltn, in dichten Doldentrauben. 7–9. Wegränder, Ackerraine, häufig
Rainfarn,T. vulgáreL.
— Köpfchen mit langen Zungenbltn(Chrysánthemum)
2
2.Stengel (meist) 1köpfig; Blätt. einfach, gezähnt, die unt. eingeschnitten gesägt; Fr. mit innen häutigem, schief abgeschnittenem, an der Spitze schwarzbraunem Krönchen. 7. 8. Bayrische Alpen, bis München herabkommend
Schwarzwälder R.,T. atrátumSchultz bip.
— Bltn in Doldentrauben; Blätt. fiedert. bis gefiedert
3
3.Zungenbltn linealisch-längl.; Blätt. im Umriß längl., die mittl. sitzend, mit gesägtem Mittelstreifen; Fr. 5kantig. 6–8. Sonnige Hügel, Gebüsch, im mittl. und südl. Gebiet
Trauben-R.,T. corymbósumSchultz bip.
— Zungenbltn rundlich, kurz; Blätt. im Umriß eif., alle gestielt, mit nicht gesägtem Mittelstreifen; Fr. 10kantig. 6–8. Zierpfl., zuweilen verw.
Mutterkraut,T. parthéniumSchultz bip.
Zungenbltn gelb; Bltnstiele nach oben verdickt. Pfl. kahl, blaugrün. 7–10. Unter der Saat, stellenweise häufig, in anderen Gegenden ganz fehlend
Saat-W.,Ch. ségetumL.
Zungenbltn weiß; unt. Blätt. langgestielt, gekerbt, obere sitzend; Stengel meist 1köpfig. 6–10. Wiesen, gemein(Leucánthemum vulgáreLamarck)
Weiße W.,Ch. leucánthemumL.
Blätt. kahl, unterseits auf den Nerven weichhaarig. 5. 6. Moorige Wälder und Waldblößen der höheren Gebirge
H. alpínaCassini
Grabenränder, feuchte Äcker, gern auf Ton und Kalk. 3. 4.
T. fárfaraL.
1.Blätt. 3eckig-herzf., unterseits dicht schneeweiß-filzig
3
— Blätt. rundl.-herzf., unterseits dünn grau-wollig od. dünn wollig-filzig
2
2.Bltn rötlich; Blätt. unterseits graugrün, am Grunde mit abgerundeten Lappen (Fig.754). 3. 4. Feuchte Wiesen, Ufer, nicht selten
Rote P.,P. officinálisMœnch
Fig. 754.
Fig. 754.
— Bltn gelblich weiß; Blätt. winklig, ungleich stachelspitz. gezähnt (Fig.755), unterseits weißlich. 3. Flußufer, feuchte Stellen in Wäldern der höheren Gebirge.
Weiße P.,P. albusGærtner
Fig. 755.
Fig. 755.
3.Bltn rötlichweiß; Lappen des Blattgrundes auseinandertretend, ganz od. fast ganz 2spalt. (Fig.757). 4. 5. Geröll und Flußufer der Alpen und Voralpen und mit den Flüssen in die Ebene herabsteigend
Schnee-P.,P. níveusBaumgarten
Fig. 756.
Fig. 756.
— Bltn hellgelb; Lappen des Blattgrundes einwärts gekrümmt, vorn verbreitert, 2–3lappig (Fig.756). 4. Flußufer, Meeresstrand, sehr zerstr.(P. spúriusRchb.)
Filzige P.,P. tomentósusDC.
Fig. 757.
Fig. 757.
1.Grundst. Blätt. elliptisch od. eif., etwas in den Stiel herablaufend, zuw. ganz fehlend
3
— Grundst. Blätt. tief-herzf., langgestielt
2
2.Pfl. mit langen, unterirdischen Ausläufern; mittlere Blätt. am Grunde des Blattstiels geöhrt, obere stengelumfassend, alle weichhaarig (Fig.758). 5. 6. Gebirgswälder, sehr zerstr.
Echte G.,D. pardaliánchesL.
Fig. 758.
Fig. 758.
— Pfl. ohne Ausläufer; Blätt. (außer den grundst.) rundl., grobgezähnt, mit tiefherzf. Grunde stengelumfassend (Fig.759). 6–8. Alpen, sonst angepfl. und verw.
Herzblättrige G.,D. cordifóliumSternberg
Fig. 759.
Fig. 759.
3.Grundst. Blätt. vorhanden, mittl. Blätt. gestielt, am Grunde nicht geöhrt (Fig.760), obere sitzend. Pfl. m. Ausläufern. 4. 5. Bei Diedenhofen i. Lothringen
Wegerich-G.,D. plantagíneumL.
Fig. 760.
Fig. 760.
— Grundst. Blätt. fehl.; unt. Blätt. viel kl. als d. übrig., d. folgend. zahlr., herzf., d. ob. längl., stengelumfassend (Fig.761). Ausläuf. fehl. 7. 8. Abhänge u. Schluchten höherer Gebirge
Österr. G.,D. austríacumJacquin
Fig. 761.
Fig. 761.
Waldwiesen, Heiden, Triften, verbreitet, in Posen fehlend. 6. 7.
A. montánaL.
1.Hüllkelch am Grunde mit einigen (zuw. nur 1–2) kleinen Blättch. (Außenhülle); Hüllblätt. an der Spitze meist gefleckt
6
— Hüllkelch am Grunde ohne »Außenhülle«; Hüllblätt. an der Spitze nicht gefleckt(Cinerária)
2
2.Stengel klebrig zottig, dick, hohl, oberwärts ästig, dicht beblättert; Blätt. halb stengelumfassend, lanzettl.; Bltn goldgelb; Fr. kahl. 6. 7. Sumpf- und Moorwiesen, Torfstiche. Im nördlichen Gebiet zerstr., im südlichen nur im Elsaß.
Moor-K.,S. palústerDC.
— Stengel spinnwebig-wollig oder fast kahl, einfach, oberwärts entfernt beblättert
3
3.Frkn. behaart
5
— Frkn. kahl
4
4.Untere Blätt. herz-eif., alle ungleich gezähnt, wellig-kraus od. seltener(var.rivulárisW. u. K.)flach; Bltn goldgelb. 5. 6. Feuchte Wiesen, Torfstiche, selten. Im Thüringer Wald, Erzgebirge, Lausitzer Gebirge, in der oberschlesischen Ebene und in den Sudeten
Krauses K.,S. crispátusDC.
— Untere Blätt. nicht herzf., allmählich in den Blattstiel verschmälert, kaum gezähnt; Bltn gelb. 6. Moore der bayrischen Hochebene
Wiesen-K.,S. praténsisDC.
5.Bltn hellgelb; Hüllkelch fast kahl; unt. Blätt. allmählich in den Blattstiel verschmälert, ganzrand. od. etwas gekerbt (Fig.762b); Pfl. wenig wollig. 5. 6. Sonnige Hügel, selt.
Feld-K.,S. campésterDC.
— Bltn goldgelb; Hüllkelch wollig; unt. Blätt. plötzlich in den langen Stiel zusammengezogen, gekerbt od. gezähnt (Fig.762a), alle unterseits weißwollig. Pfl. oberwärts spinnwebig-flockig. 5. 6. Bergwälder, besonders auf Kalk. Im mittl. und südl. Gebiet, sehr zerstr.
Spatel-K.,S. spathulifóliusDC.
Fig. 762.
Fig. 762.
6.(1.) Blätt. ungeteilt(bei Nr. 16 der Stiel zuw. mit klein. Seitenlapp.)
15
— Blätt. fiederspaltig bis fiederteilig
7
7.Zungenbltn fehlen (Fig.763); ob. Blätt. mit geöhrtem Grunde stengelumfassend; Außenhülle meist 10blättrig. 2–11. Bebautes Land, gemein
Gemeines K.,S. vulgárisL.
Fig. 763.
Fig. 763.
— Zungenbltn vorhanden, zuweil. kurz u. zurückgerollt
8
8.Zungenbltn flach abstehend (Fig.764)
10
— Zungenbltn zurückgerollt, selten (im Sonnenschein u. vor der Bestäubung) flach ausgebreitet
9
Fig. 764.
Fig. 764.
9.Pfl. drüsig klebrig; Außenhülle locker, halb so lang als die Hüllblätt.; Fr. behaart, zuletzt kahl. 6–10. Sandfelder, Waldschläge, häufig
Klebriges K.,S. viscósusL.
— Pfl. zerstr. wollhaarig, zuletzt kahl, drüsenlos; Außenhülle angedrückt, etwa ⅙ so lang als die Hüllblätt.; Köpfchen klein; Fr. kurzhaarig. 6–8. Sandfelder, Waldblößen, häufig
Wald-K.,S. silváticusL.
10.Mittelstreifen des Blattes (Blattspindel) gezähnt (d. h. zwischen den größeren Blattlappen befinden sich kleinere, zahnartige — Vergl. Fig.749); Außenhülle 6–12blättr.
14
— Mittelstreifen des Blattes mehr ganzrandig
11
11.Außenhülle 4–6blättr., halb so lang als die breiten, verkehrt-eif. Hüllblätt.; Blattzipfel linealisch, nach vorn gerichtet, gezähnt od. fiederspalt. (Fig.765), die unt. klein, ungeteilt, öhrchenf.; Fr. alle kurzhaarig. Wurzelstock kriechend. 7–9. Gebüsche, Gräben, Waldränder, im südlichen Gebiet zerstr. Nach Norden seltener werdend
Rankenblättriges K.,S. erucifóliusL.
Fig. 765.
Fig. 765.
— Außenhülle 1–2blättr., sehr kurz; randst. Fr. kahl; obere Blätt. mit geteilten Öhrchen stengelumfassend; Wurzelstock kurz
12
12.Fr. der Scheibenbltn dicht kurzhaarig; unt. Blätt. leierf. fiedert., mit mäßig großen Endlappen, obere fiedert., mit fast senkrecht abstehenden Zipfeln; Köpfchen in ziemlich dichten, aufrechtästigen Doldentrauben. 7. 8. Wegränder, sonnige Hügel, häufig
Jakobs-K.,S. jacobǣaL.
— Fr. der Scheibenbltn sparsam behaart oder kahl; Endlappen der Blätt. meist groß
13
13.Seitenzipfel der Blätt. fast senkrecht abstehend, längl.-verkehrt-eif., Endlappen sehr groß, eif. od. herz-eif. (Fig.766); Stengel von der Mitte an mit langen, abstehenden, fast blattlosen Ästen. 7. 8. Wiesen, Ufer, sehr zerstr. Nur in Nord- und Mitteldeutschl.(S. barbaraeifóliusKrocker)
Gespreiztästiges K.,S. erráticusBertoloni
Fig. 766.
Fig. 766.
— Seitenzipfel der Blätt. stark vorwärts gerichtet, fast linealisch, Endlappen ziemlich groß, längl. (Fig.767); Stengel nur an der Spitze mit aufrecht abstehenden Ästen; Köpfchen größer als bei den beiden vor. 7. 8. Feuchte Wiesen, zerstr., stellenweise häufig
Wasser-K.,S. aquáticusHudson
14.(10.) Blätt. beiderseits zottig, kraus; Blattzipfel eif., gezähnt; Haarkr. an der Fr. bleibend. 5. 6. und 9–11. Sandfelder, Waldränder. Eine allmählich nach dem Westen vordringende Pfl.
Frühlings-K.,S. vernálisW. u. K.
— Blätt. kahl od. unterseits etwas wollig; Blattzipfel längl., die oberen zusammenfließend; Haarkr. abfällig. 5. 6. Nur auf steinigen Abhängen bei Mering in der bayrischen Hochebene
Berg-K.,S. nebrodénsisL.
Fig. 767.
Fig. 767.
15.6. Blätt: längl. bis lanzettl.
17
— Blätt. herzf. od. fast 3eckig, höchstens 1½mal so lang als breit, gestielt; Fr. kahl
16
16.Blätt. so lang als breit, unterseits nur auf den Adern kurzhaar., alle gestielt; Blattstiel breitgeflügelt. 7. Sumpfwiesen, Waldsümpfe höherer Gebirge. Alpen und Voralpen, bayr. Wald
Voralpen-K.,S. subalpínusKoch
— Blätt. 1½mal so lang als breit, unterseits etwas spinnwebig-filzig, die oberen sitzend; Blattstiel ungeflügelt. 7. 8. Nur in der Bodenseegegend, in der bayrischen Hochebene und auf den Alpen
Herzförmiges K.,S. cordátusKoch
17.Zungenbltn 10–20; Außenhülle 10blättr., halb so lang als die Hüllblätt.; Blätt. scharf gesägt. 7. 8. Sumpfwiesen, feuchte Gebüsche, zerstr.
Sumpf-K.,S. paludósusL.
— Zungenbltn 5–8; Außenhülle 3–5blättr.
18
18.Blätt. mit vorwärts gerichteten Zähnen, derb, untere gestielt; obere mit breitem Grunde sitzend; Zungenbltn 7–8.; Hüllkelch 10–12blättr. 8. 9. Flußufer, Weidengebüsch, sehr zerstr.
Türken-K.,S. saracénicusL.
— Blätt. mit gerade abstehend. Zähnen; Zungenbltn meist 5
19
19.Blätt. unterseits kurzhaarig, mit verdickten, gewimperten Spitzchen der Zähne, mittl. und obere in einen breit geflügelten Stiel verschmälert, der am Grunde ohrf. verbreitert ist; Hüllkelch 10–20blättr. 7. 8. Bergwälder, sehr zerstr.
Hain-K.,S. nemorénsisL.
— Blätt. ziemlich kahl, mit meist ungewimperten Zähnen, mittl. und obere in einen schmal geflügelten Blattstiel verschmälert, der am Grunde kaum verbreitert ist; Hüllkelch walzl., fast 2mal läng. als breit, meist 8blättr. 7–9. Laubwälder, zerstr., in Norddeutschland sehr selten
Fuchs-K.,S. fúchsiiGmelin
Bastarde:S. silvaticus×viscosus;S. silvaticus×vulgaris;S. vernalis×vulgarisu. a.
Bltn orange; Köpfchen 3–5 cm breit; Fr. fast alle kahnf.; Blätt. vorn breiter. H. 30–50 cm. 6–10. Häufig in Gärten und zuweilen verwildert
Garten-R.,C. officinálisL.
Bltn hellgelb; Köpfchen bis 2 cm breit; äußere Früchte linealisch, gerade, geschnäbelt, mittl. kahnf., innere kreisf. eingerollt; Blätt. lanzettl. H. 10–20 cm. 6–10. Äcker, Schutt, in Süddeutschl.
Acker-R.,C. arvénsisL.
Blätt. fiedersp.; Blkr. weißl.; Stbbeutel blau. 6–8. Weinberge, Hügel, sehr zerstr. und oft unbeständig
E. sphærocéphalusL.
1.Bltn gelblichweiß (sehr selten purpurn); Köpfchen endst., gehäuft, von großen bleichgelben Blätt. umhüllt; Blätt. stengelumfassend. Pfl. gelbgrün. 7–9. Feuchte Wiesen, häufig
Kohl-K.,C. oleráceumScopoli
— Bltn purpurn, selten weiß (aber nicht gelblich)
2
2.Blattfläche oberseits kahl od. kurzhaarig, aber nicht von kleinen Stacheln rauh
5
— Blattfläche oberseits fein bestachelt
3
3.Blätt. mit ihren Rändern am Stengel nicht herablaufend, stengelumfassend, unterseits filzig; Köpfchen kugelig, sehr groß, Hüllkelch spinnwebig-wollig. 7–9. Dürre Hügel, Wald- und Wegränder, selten. In Mittel- und Süddeutschl.
Woll-K.,C. erióphorumScopoli
— Blätt. mit ihren Rändern am Stengel mehr od. weniger herablaufend
4
4.Blätt. unterseits dünn graufilzig, mit schräg gestellten Zipfeln und dadurch kraus; Äste meist zahlreich, bogig aufsteigend; Köpfchen eif. od. längl.; Fr. bauchig, kastanienbraun. 6–9. Weg- und Ackerränder, unbebaute Orte, gemein
Lanzenblättrige K.,C. lanceolátumScopoli
— Blätt. unterseits weißwollig, fast flach; Äste steif aufrecht; Köpfchen kugelig; Fr. kleiner, schmal, silbergrau. 6. 7. Waldwege, Holzschläge, seltener als vor. (C. nemorále Rchb.)
Wald-K.,C. silváticumTausch
5.Stengel durch die mit ihren Rändern herablaufenden Blätt. geflügelt (zuweilen nur unten od. oben)
11
— Stengel nicht geflügelt, da die Blätt. nicht od. (S. C. arvense!) kaum herablaufen
6
6.Stengel sehr kurz (höchstens 20 cm lang), meist 1köpfig; Blätt. rosettig, in einen geflügelten Stiel verschmälert, mit fast 3spalt. Zipfeln; Köpfchen groß, kurz gestielt oder fast am Boden sitzend. 7–9. Trockene Hügel, kalkliebend. Verbreitet
Erd-K.,C. acāūleAllioni
— Stengel 30–125 cm hoch
7
7.Saum der Blkr. bis zum Grunde 5teilig; Stbfäden fast kahl; Köpfchen klein, zahlreich; Blätt. zuweil. etwas herablaufend, ungeteilt od. buchtig fiederspalt., meist wellig-kraus; Stengel ästig, fast kahl. 7–9. Äcker, Wege, Schutt, häufig
Acker-K.,C. arvénseScopoli
— Saum der Blkr. bis zur Mitte 5spaltig; Stbfäden behaart; Stengel 1–4köpfig
8
8.Blätt. unterseits schneeweiß-filzig, oberseits kahl, lang zugespitzt, ungeteilt od. die mittl. fiedersp.; Stengel reichblättr.; blühende Köpfchen etwa 5 cm lang. 7. 8. Feuchte Wiesen der höheren Gebirge, sonst nur in Schleswig, bei Stralsund und Erfurt
Verschiedenblättrige K.,C. heterophýllumAllioni
— Blätt. unterseits grün od. spinnwebig-wollig; Stengel oberwärts blattlos; Köpfchen kleiner
9
9.Köpfchen zu 2–4 gehäuft, am Ende des weißfilzigen Stieles, selten einzeln; Blätt. beiderseits grün, kurzhaarig, den Stengel mit einem Öhrchen umfassend; Wurzelfasern fadenf. 6. 7. Wiesen, im östl. und südl. Deutschl.
Bach-K.,C. rivuláreLink
— Köpfchen zu 1–3, ihre Stiele von der Mitte des Stengels ausgehend (jeder Stiel trägt nur 1 Köpfchen); Blätt. unterseitsspinnwebig-wollig, den Stengel halb umfassend (aber nicht mit einem Öhrchen)
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10.Stengel schon von der Mitte an blattlos, 1–3köpf.; Blätt. über dem Grunde nicht zusammengezogen, tief fiedert.; Wurzelfasern in der Mitte verdickt. 6–8. Wiesen, Triften, selten
Knollen-K.,C. bulbósumDC.
— Stengel erst oberwärts blattlos, 1köpfig; Blätt. über dem verbreiterten Grunde stielart. verschmälert, ungeteilt od. etwas buchtig; Wurzelfasern nicht verdickt. 6. Moorige Wiesen. Ostfriesland, Oldenburg und bei Hüls unweit Krefeld
Englische K.,C. ánglicumDC.
11.(5.) Köpfchen in sehr kurz gestielten Knäueln; Stengel bis oben beblätt., dornig geflügelt, wie die Blätt. spinnwebig-filzig. 7–9. Sumpfwiesen, Gräben, häufig
Sumpf-K.,C. palústreScopoli
— Köpfchen einzeln am Ende der Stiele; Stengel oberwärts fast blattlos; Blätt. wenig herablaufend
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12.Blätt. graugrün, unterseits nur meist dünn spinnwebig, ziemlich dornig gewimpert, unt. buchtig-gezähnt bis fiedersp., herablaufend, mittl. am Grunde verschmälert; Hüllblätt. schwarzgekielt, die mittl. nach vorn wenig verschmälert und dann kurz zugespitzt (Fig.768); Wurzelfasern spindelf. verdickt. H. ½-1½ m. 7–9. Wiesen im östlichen Gebiet, selten, zuweilen eingeschleppt
Graue K.,C. canumMoench
Fig. 768.
Fig. 768.
— Blätt. hellgrün, unterseits spinnwebig-wollig, fein gewimpert, ungeteilt, untere am Grunde verschmälert, mittl. am Grunde etwas breiter, darüber fast geigenf. verschmälert; Hüllblätt. lang zugespitzt (Fig.769); Wurzelfasern nicht verdickt. H. 30–50 cm. 6. 7. Nur bei Dirschel (Schlesien)
Ungarische K.,C. pannónicumGaudin
Die Gattung Cirsium ist sehr reich an Bastarden.
Fig. 769.
Fig. 769.
Zierpfl. in Gärten und zuweilen daraus verw. 7. 8.
S. mariánumGærtner
Zuweilen als Gemüsepfl. gebaut. 7. 8.
C. scólymusL.
1.Hüllblätt. über dem Grunde etwas eingeschnürt und daselbst zurückgeknickt, alle stechend; Köpfchen über 3 cm br., einzeln, nickend; Blätt. fiedert., beiderseits grün, derb. 7. 8. Hügel, Triften, Wegränder, häufig
Nickende D.,C. nutansL.
— Hüllblätt. nicht eingeschnürt, aufrecht od. zurückgebogen; Köpfchen höchstens 2 cm br.
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2.Köpfchen fast walzenförmig, zahlreich, gehäuft, sitzend; Blätt. unterseits weißlich-wollig; Bltn blaßrosa. 6–8. Wege, unbebaute Stellen. Nur an Marschdeichen von Husum bis Dithmarschen
Schmalköpfige D.,C. tenuiflórusCurtis
— Köpfchen rundl. od. eif.
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3.Stengel und Bltnstiele oberwärts blattlos; Blätt. lanzettl., fast kahl; Köpfchen einzeln, nickend. 7. 8. Felsige Orte auf Kalk, sehr zerstr.
Berg-D.,C. deflorátusL.
— Stengel und Bltnstiele meist bis zur Spitze beblätt. und stachelig geflügelt
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4.Obere Blätt. ungeteilt, eif. od. lanzettl., unt. bis zur Mittelrippe fiedert. od. buchtig gelappt, unterseits spinnwebig-wollig; Stengel nicht kraus geflügelt; Köpfchen gehäuft. 7. 8. Wiesen der höheren Gebirge
Kletten-D.,C. personátaJacquin
— Alle Blätt. fiedersp., die oberen zuweilen nur etwas gebuchtet; Stengel kraus geflügelt
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5.Blätt. tief fiedersp., beiderseits grün, ziemlich lang- und derbstachelig; Köpfchen meist einzeln, kurz gestielt. 6–9. Weg- und Ackerränder, meist häufig
Stachel-D.,C. acanthoídesL.
— Blätt. buchtig fiedersp., unterseits dünnfilzig, ziemlich kurz und weichstachelig; Köpfchen meist gehäuft. 7–9. Zäune, Gebüsche, Wegränder, häufig
Krause D.,C. crispusL.
Bastarde:C. acanthoides×crispus;C. acanthoides×nutans;C. crispus×nutansu. a.
Stengel etwas wollig; Köpfchen einzeln, groß. 7. 8. Unbebaute Orte, Wege, meist häufig
O. acánthiumL.
1.Hüllblätt. einfarbig, grün, kahl, mit hakiger Spitze, länger als die Bltn; Köpfchen in Doldentrauben. 7. 8. Wüste Plätze, Zäune, häufig
Große K.,L. officinálisAllioni
— Innere Hüllblätt. an der Spitze rötlich
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2.Innere Hüllblätt. stumpfl., mit kurzer, gerad. Stachelspitze; Hüllkelch dicht spinnwebig-wollig; Köpfch. in Doldentrauben. 7. 9. Wegränder, Ufer, verbreitet
Filz-K.,L. tomentósaLamarck
— Alle Hüllblätt. an der Spitze hakig; Köpfchen traubig (übereinander stehend)
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3.Köpfchen zieml. klein (1 cm br.), meist etwas wollig; Bltn länger als d. Hüllblätt.; Fr. fast glatt, unten etwas querrunzelig. 7. 8. Schutt, Wegränder, nicht selten
Kleine K.,L. minorDC.
— Köpfchen 2 cm br., die oberen gedrängt übereinander stehend an langen, rutenf., überhängend. Ästen; Bltn etwa so lang als die Hüllblätt.; Fr. oberwärts etwas runzlig. 8. Laubwälder, Gebüsche, sehr zerstr.
Hain-K.,L. nemorósaKörnicke
Bastarde:L. minor×tomentosa; L. minor×nemorosa; L. officinalis×tomentosa.
Innere Hüllblätt. silberweiß; Stengel sehr kurz, mit einem einzigen 4½-7 cm breiten, dicht am Boden sitzend. Köpfchen, zuw.(var. cauléscensLamarck)bis 30 cm verlängert; Haarkrone doppelt so lang als die Fr. 7. 8. Dürre Hügel, Abhänge, gern auf Kalk. Zerstr., im westl. und nordwestl. Gebiet fehlend
Große E.,C. acāūlisL.
Innere Hüllblätt. strohgelb; Stengel 15–50 cm hoch, mehrköpfig; Köpfchen kleiner; Haarkrone so lang als die Fr. 7–9. Wie vor., zerstr.
Kleine E.,C. vulgárisL.
Wiesen, Gebüsche, häufig. 7–9.
S. tinctóriaL.
Blätt. fiedert., mit linealischen, ganzrand. Zipfeln; Hüllblätt. graufilzig. 7–9. Sandige Hügel, zerstr., besonders im mittl. Gebiet
J. cyanoídesRchb.
Blätt. ungeteilt, kahl. Zuweilen im großen gebaut. 7. 8.
C. tinctóriusL.
Zuweilen auf Äckern gebaut. 6–8.
C. benedíctusL.
1.Obere Hüllblätt. in einen langen Dorn auslaufend (Fig.770)
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