Der Misanthrop.

Der Misanthrop.O Einsamkeit, Du stilles Land,Der Träume und des Friedens Du,Die Dankbarkeit mich Dir verband,Dir dank’ ich meine süße Ruh’!Du gabst mir wieder alles das,Was ich verloren hielt,Die Liebe, die ich schon als HaßIn meiner Brust gefühlt.All das, was Edles ich geglaubt,Dir dank’ ich’s nun allein,DenGlauben mir nun keiner raubt,Denn einsam will ich sein!Wer weiß, ob nicht in jener WeltEin Geist wird einsam sein,Ob jedem Geist nicht eine WeltBeschieden auch wird sein.Es lebe stille Einsamkeit!Du gabst mir süße Ruh!Ich weihe mich der Dankbarkeit,Mein einziger Freund sei’st Du.

O Einsamkeit, Du stilles Land,Der Träume und des Friedens Du,Die Dankbarkeit mich Dir verband,Dir dank’ ich meine süße Ruh’!Du gabst mir wieder alles das,Was ich verloren hielt,Die Liebe, die ich schon als HaßIn meiner Brust gefühlt.All das, was Edles ich geglaubt,Dir dank’ ich’s nun allein,DenGlauben mir nun keiner raubt,Denn einsam will ich sein!Wer weiß, ob nicht in jener WeltEin Geist wird einsam sein,Ob jedem Geist nicht eine WeltBeschieden auch wird sein.Es lebe stille Einsamkeit!Du gabst mir süße Ruh!Ich weihe mich der Dankbarkeit,Mein einziger Freund sei’st Du.

O Einsamkeit, Du stilles Land,Der Träume und des Friedens Du,Die Dankbarkeit mich Dir verband,Dir dank’ ich meine süße Ruh’!Du gabst mir wieder alles das,Was ich verloren hielt,Die Liebe, die ich schon als HaßIn meiner Brust gefühlt.All das, was Edles ich geglaubt,Dir dank’ ich’s nun allein,DenGlauben mir nun keiner raubt,Denn einsam will ich sein!Wer weiß, ob nicht in jener WeltEin Geist wird einsam sein,Ob jedem Geist nicht eine WeltBeschieden auch wird sein.Es lebe stille Einsamkeit!Du gabst mir süße Ruh!Ich weihe mich der Dankbarkeit,Mein einziger Freund sei’st Du.

O Einsamkeit, Du stilles Land,Der Träume und des Friedens Du,Die Dankbarkeit mich Dir verband,Dir dank’ ich meine süße Ruh’!

Du gabst mir wieder alles das,Was ich verloren hielt,Die Liebe, die ich schon als HaßIn meiner Brust gefühlt.

All das, was Edles ich geglaubt,Dir dank’ ich’s nun allein,DenGlauben mir nun keiner raubt,Denn einsam will ich sein!

Wer weiß, ob nicht in jener WeltEin Geist wird einsam sein,Ob jedem Geist nicht eine WeltBeschieden auch wird sein.

Es lebe stille Einsamkeit!Du gabst mir süße Ruh!Ich weihe mich der Dankbarkeit,Mein einziger Freund sei’st Du.

Wirklichkeit.Grüne Matten, Staub und Asche,Menschenauge, schön und groß,Ist es wahr, daß solchem GlanzeDrohet der Vernichtung Loos? —O verwesen und vernichten!Doch Vernichtung ist es nichtNur verpuppen wie die RaupeSoll der Mensch sein Angesicht.Sag’, was ist Dir, süßes Kindchen,Und was widert jetzt Dich an?Macht’s die Aehnlichkeit der Raupe,Daß Dir geht ein Ekel an?Süßes Kindchen, Menschenräupchen,Mach kein bitterbös Gesicht,Und verbitt’re drum das LebenDeinen Mite-Raupen nicht. —

Grüne Matten, Staub und Asche,Menschenauge, schön und groß,Ist es wahr, daß solchem GlanzeDrohet der Vernichtung Loos? —O verwesen und vernichten!Doch Vernichtung ist es nichtNur verpuppen wie die RaupeSoll der Mensch sein Angesicht.Sag’, was ist Dir, süßes Kindchen,Und was widert jetzt Dich an?Macht’s die Aehnlichkeit der Raupe,Daß Dir geht ein Ekel an?Süßes Kindchen, Menschenräupchen,Mach kein bitterbös Gesicht,Und verbitt’re drum das LebenDeinen Mite-Raupen nicht. —

Grüne Matten, Staub und Asche,Menschenauge, schön und groß,Ist es wahr, daß solchem GlanzeDrohet der Vernichtung Loos? —O verwesen und vernichten!Doch Vernichtung ist es nichtNur verpuppen wie die RaupeSoll der Mensch sein Angesicht.Sag’, was ist Dir, süßes Kindchen,Und was widert jetzt Dich an?Macht’s die Aehnlichkeit der Raupe,Daß Dir geht ein Ekel an?Süßes Kindchen, Menschenräupchen,Mach kein bitterbös Gesicht,Und verbitt’re drum das LebenDeinen Mite-Raupen nicht. —

Grüne Matten, Staub und Asche,Menschenauge, schön und groß,Ist es wahr, daß solchem GlanzeDrohet der Vernichtung Loos? —

O verwesen und vernichten!Doch Vernichtung ist es nichtNur verpuppen wie die RaupeSoll der Mensch sein Angesicht.

Sag’, was ist Dir, süßes Kindchen,Und was widert jetzt Dich an?Macht’s die Aehnlichkeit der Raupe,Daß Dir geht ein Ekel an?

Süßes Kindchen, Menschenräupchen,Mach kein bitterbös Gesicht,Und verbitt’re drum das LebenDeinen Mite-Raupen nicht. —

Fernweh.Gold’ne Sonne mit den Strahlen,Komm und nimm mich an Dein HerzUnd von Deinem Licht getragen,Steige mit mir himmelwärts!Zeige mir dort Deine Wesen,Deinen großen Wunderraum,Und damit ich’s nicht verrathe,Laß mich’s schauen wie im Traum!Oder nimm mich in die HöheNur ein tausend Meilen mit,Daß von dort aus ich es sehe,Wie die Erde klein aussieht!

Gold’ne Sonne mit den Strahlen,Komm und nimm mich an Dein HerzUnd von Deinem Licht getragen,Steige mit mir himmelwärts!Zeige mir dort Deine Wesen,Deinen großen Wunderraum,Und damit ich’s nicht verrathe,Laß mich’s schauen wie im Traum!Oder nimm mich in die HöheNur ein tausend Meilen mit,Daß von dort aus ich es sehe,Wie die Erde klein aussieht!

Gold’ne Sonne mit den Strahlen,Komm und nimm mich an Dein HerzUnd von Deinem Licht getragen,Steige mit mir himmelwärts!Zeige mir dort Deine Wesen,Deinen großen Wunderraum,Und damit ich’s nicht verrathe,Laß mich’s schauen wie im Traum!Oder nimm mich in die HöheNur ein tausend Meilen mit,Daß von dort aus ich es sehe,Wie die Erde klein aussieht!

Gold’ne Sonne mit den Strahlen,Komm und nimm mich an Dein HerzUnd von Deinem Licht getragen,Steige mit mir himmelwärts!

Zeige mir dort Deine Wesen,Deinen großen Wunderraum,Und damit ich’s nicht verrathe,Laß mich’s schauen wie im Traum!

Oder nimm mich in die HöheNur ein tausend Meilen mit,Daß von dort aus ich es sehe,Wie die Erde klein aussieht!

Ufergemälde.Es heulet der Sturm,Es tobet die See,Es peitschet der WindDie See in die Höh.Es steuert ein FahrzeugAm seegrünen Strand,Es steiget die MannschaftMit Beben ans Land.Ein Weib ist dazwischen,Das Kind auf dem Arm,Drückt’s fester und flehet:Daß Gott sich erbarm’!Gerettet, bewahretVon göttlicher Hand,Bewahrt vor dem Abgrund,Der Tiefe Gestrand.Am Ufer ich bete,Mit Blumen geschmückt,Mein Kind ist kalt,Mein Haupt ist gebückt.Sie sagen, ’s wär todt,O Vater, o nein,Du lässest nicht halb nurGerettet uns sein!Im Schrecken nur schloß esDie Aeugelein zu,O rettender GottGelobet seist Du!Belebe mein Kindlein,Mein Herz und mein Blut,Sonst wollte ich lieberHinab in die Fluth;Zurück in die Tiefe,In Wassers Gewalt,Wo unser NothschußIn Klüften verhallt’.Das Auge sie hebetZum Himmel empor,Da schlaget, horch plötzlichEin Schrei an ihr Ohr.Ei, sieh’ da, das Kindlein,Das Kind ist erwacht,Sein Mund hat geschrieen.Sein Aug’ hat gelacht!Es sinkt in die KnieeDie Mutter am StrandUnd rufet ganz trunken!O sehet doch Gottes Hand!Die Männer, sie wendenVerwundert sich umUnd geben das KindleinIn die Runde herum.Sie heißen es JederWillkommen am Land!Und murmeln dazwischenO sehet doch Gottes Hand!

Es heulet der Sturm,Es tobet die See,Es peitschet der WindDie See in die Höh.Es steuert ein FahrzeugAm seegrünen Strand,Es steiget die MannschaftMit Beben ans Land.Ein Weib ist dazwischen,Das Kind auf dem Arm,Drückt’s fester und flehet:Daß Gott sich erbarm’!Gerettet, bewahretVon göttlicher Hand,Bewahrt vor dem Abgrund,Der Tiefe Gestrand.Am Ufer ich bete,Mit Blumen geschmückt,Mein Kind ist kalt,Mein Haupt ist gebückt.Sie sagen, ’s wär todt,O Vater, o nein,Du lässest nicht halb nurGerettet uns sein!Im Schrecken nur schloß esDie Aeugelein zu,O rettender GottGelobet seist Du!Belebe mein Kindlein,Mein Herz und mein Blut,Sonst wollte ich lieberHinab in die Fluth;Zurück in die Tiefe,In Wassers Gewalt,Wo unser NothschußIn Klüften verhallt’.Das Auge sie hebetZum Himmel empor,Da schlaget, horch plötzlichEin Schrei an ihr Ohr.Ei, sieh’ da, das Kindlein,Das Kind ist erwacht,Sein Mund hat geschrieen.Sein Aug’ hat gelacht!Es sinkt in die KnieeDie Mutter am StrandUnd rufet ganz trunken!O sehet doch Gottes Hand!Die Männer, sie wendenVerwundert sich umUnd geben das KindleinIn die Runde herum.Sie heißen es JederWillkommen am Land!Und murmeln dazwischenO sehet doch Gottes Hand!

Es heulet der Sturm,Es tobet die See,Es peitschet der WindDie See in die Höh.Es steuert ein FahrzeugAm seegrünen Strand,Es steiget die MannschaftMit Beben ans Land.Ein Weib ist dazwischen,Das Kind auf dem Arm,Drückt’s fester und flehet:Daß Gott sich erbarm’!Gerettet, bewahretVon göttlicher Hand,Bewahrt vor dem Abgrund,Der Tiefe Gestrand.Am Ufer ich bete,Mit Blumen geschmückt,Mein Kind ist kalt,Mein Haupt ist gebückt.Sie sagen, ’s wär todt,O Vater, o nein,Du lässest nicht halb nurGerettet uns sein!Im Schrecken nur schloß esDie Aeugelein zu,O rettender GottGelobet seist Du!Belebe mein Kindlein,Mein Herz und mein Blut,Sonst wollte ich lieberHinab in die Fluth;Zurück in die Tiefe,In Wassers Gewalt,Wo unser NothschußIn Klüften verhallt’.Das Auge sie hebetZum Himmel empor,Da schlaget, horch plötzlichEin Schrei an ihr Ohr.Ei, sieh’ da, das Kindlein,Das Kind ist erwacht,Sein Mund hat geschrieen.Sein Aug’ hat gelacht!Es sinkt in die KnieeDie Mutter am StrandUnd rufet ganz trunken!O sehet doch Gottes Hand!Die Männer, sie wendenVerwundert sich umUnd geben das KindleinIn die Runde herum.Sie heißen es JederWillkommen am Land!Und murmeln dazwischenO sehet doch Gottes Hand!

Es heulet der Sturm,Es tobet die See,Es peitschet der WindDie See in die Höh.

Es steuert ein FahrzeugAm seegrünen Strand,Es steiget die MannschaftMit Beben ans Land.

Ein Weib ist dazwischen,Das Kind auf dem Arm,Drückt’s fester und flehet:Daß Gott sich erbarm’!

Gerettet, bewahretVon göttlicher Hand,Bewahrt vor dem Abgrund,Der Tiefe Gestrand.

Am Ufer ich bete,Mit Blumen geschmückt,Mein Kind ist kalt,Mein Haupt ist gebückt.

Sie sagen, ’s wär todt,O Vater, o nein,Du lässest nicht halb nurGerettet uns sein!

Im Schrecken nur schloß esDie Aeugelein zu,O rettender GottGelobet seist Du!

Belebe mein Kindlein,Mein Herz und mein Blut,Sonst wollte ich lieberHinab in die Fluth;

Zurück in die Tiefe,In Wassers Gewalt,Wo unser NothschußIn Klüften verhallt’.

Das Auge sie hebetZum Himmel empor,Da schlaget, horch plötzlichEin Schrei an ihr Ohr.

Ei, sieh’ da, das Kindlein,Das Kind ist erwacht,Sein Mund hat geschrieen.Sein Aug’ hat gelacht!

Es sinkt in die KnieeDie Mutter am StrandUnd rufet ganz trunken!O sehet doch Gottes Hand!

Die Männer, sie wendenVerwundert sich umUnd geben das KindleinIn die Runde herum.

Sie heißen es JederWillkommen am Land!Und murmeln dazwischenO sehet doch Gottes Hand!

Die Heimchen.Hörst Du, wie die Heimchen zirpen?Wird es Dir nicht heimlich so?Ist es nicht, als wenn Dir riefenFreundesstimmen irgendwo?Düst’re Nacht im Krankenzimmer,Stürme draußen, Stürme drin,Feuersbrunst am dunklen Himmel,Heiße Gluth um Herz und Sinn.Sehnend mich nach neuer Schöpfung,Mich nach ros’gem Morgenlicht,Saß ich still beim Lampenscheine,Kummer in dem Angesicht.Horch da, plötzlich Heimchen sangen,Traulich, heimlich ward es so,Als wenn Freundesstimmen riefen,Tröstend, hoffend irgendwo!Heimchentöne, Heimchenworte,Klangvoll fing’s zu sprechen an:Wer dieKehlchen singen lehrte,Derauch Heilung schaffen kann! —

Hörst Du, wie die Heimchen zirpen?Wird es Dir nicht heimlich so?Ist es nicht, als wenn Dir riefenFreundesstimmen irgendwo?Düst’re Nacht im Krankenzimmer,Stürme draußen, Stürme drin,Feuersbrunst am dunklen Himmel,Heiße Gluth um Herz und Sinn.Sehnend mich nach neuer Schöpfung,Mich nach ros’gem Morgenlicht,Saß ich still beim Lampenscheine,Kummer in dem Angesicht.Horch da, plötzlich Heimchen sangen,Traulich, heimlich ward es so,Als wenn Freundesstimmen riefen,Tröstend, hoffend irgendwo!Heimchentöne, Heimchenworte,Klangvoll fing’s zu sprechen an:Wer dieKehlchen singen lehrte,Derauch Heilung schaffen kann! —

Hörst Du, wie die Heimchen zirpen?Wird es Dir nicht heimlich so?Ist es nicht, als wenn Dir riefenFreundesstimmen irgendwo?Düst’re Nacht im Krankenzimmer,Stürme draußen, Stürme drin,Feuersbrunst am dunklen Himmel,Heiße Gluth um Herz und Sinn.Sehnend mich nach neuer Schöpfung,Mich nach ros’gem Morgenlicht,Saß ich still beim Lampenscheine,Kummer in dem Angesicht.Horch da, plötzlich Heimchen sangen,Traulich, heimlich ward es so,Als wenn Freundesstimmen riefen,Tröstend, hoffend irgendwo!Heimchentöne, Heimchenworte,Klangvoll fing’s zu sprechen an:Wer dieKehlchen singen lehrte,Derauch Heilung schaffen kann! —

Hörst Du, wie die Heimchen zirpen?Wird es Dir nicht heimlich so?Ist es nicht, als wenn Dir riefenFreundesstimmen irgendwo?

Düst’re Nacht im Krankenzimmer,Stürme draußen, Stürme drin,Feuersbrunst am dunklen Himmel,Heiße Gluth um Herz und Sinn.

Sehnend mich nach neuer Schöpfung,Mich nach ros’gem Morgenlicht,Saß ich still beim Lampenscheine,Kummer in dem Angesicht.

Horch da, plötzlich Heimchen sangen,Traulich, heimlich ward es so,Als wenn Freundesstimmen riefen,Tröstend, hoffend irgendwo!

Heimchentöne, Heimchenworte,Klangvoll fing’s zu sprechen an:Wer dieKehlchen singen lehrte,Derauch Heilung schaffen kann! —

Der Barde.Für eine Dame schön und hold,Für Minnetreu und Minnesold,Des Barden höchstes Gut,Verspritzen wir das Blut.Der Barde liebet Ehr’ und Recht,Er ist der Erste im Gefecht,Für Mortimer von Lewellyn[1]Bis in den Tod die Barden ziehn.Für Wales, unser Vaterland,Gesegnet schön von Gottes HandFür seine Berge und grüne SeenDie Barden Alle für Einen stehn.Anmerkung[1]Der letzte der selbstständig regierenden Fürsten von Wales.

Für eine Dame schön und hold,Für Minnetreu und Minnesold,Des Barden höchstes Gut,Verspritzen wir das Blut.Der Barde liebet Ehr’ und Recht,Er ist der Erste im Gefecht,Für Mortimer von Lewellyn[1]Bis in den Tod die Barden ziehn.Für Wales, unser Vaterland,Gesegnet schön von Gottes HandFür seine Berge und grüne SeenDie Barden Alle für Einen stehn.

Für eine Dame schön und hold,Für Minnetreu und Minnesold,Des Barden höchstes Gut,Verspritzen wir das Blut.Der Barde liebet Ehr’ und Recht,Er ist der Erste im Gefecht,Für Mortimer von Lewellyn[1]Bis in den Tod die Barden ziehn.Für Wales, unser Vaterland,Gesegnet schön von Gottes HandFür seine Berge und grüne SeenDie Barden Alle für Einen stehn.

Für eine Dame schön und hold,Für Minnetreu und Minnesold,Des Barden höchstes Gut,Verspritzen wir das Blut.

Der Barde liebet Ehr’ und Recht,Er ist der Erste im Gefecht,Für Mortimer von Lewellyn[1]Bis in den Tod die Barden ziehn.

Für Wales, unser Vaterland,Gesegnet schön von Gottes HandFür seine Berge und grüne SeenDie Barden Alle für Einen stehn.

Anmerkung[1]Der letzte der selbstständig regierenden Fürsten von Wales.

Anmerkung

[1]Der letzte der selbstständig regierenden Fürsten von Wales.

[1]Der letzte der selbstständig regierenden Fürsten von Wales.

Am Rhein.Auf Bergeshöh’Den Pfad entlang,Auf off’ner SeeBeim Harfenklang.Im Frührothschein,Bei blauer Luft,Am Rhein, am RheinBeim Kräuterduft.Im HimmelsraumDen Vögelschwarm,Im Hirn den Traum,Ganz sonder Harm.Im AbendrothDas Thal hinab,Und dann, dann todt,Allein, im Grab.

Auf Bergeshöh’Den Pfad entlang,Auf off’ner SeeBeim Harfenklang.Im Frührothschein,Bei blauer Luft,Am Rhein, am RheinBeim Kräuterduft.Im HimmelsraumDen Vögelschwarm,Im Hirn den Traum,Ganz sonder Harm.Im AbendrothDas Thal hinab,Und dann, dann todt,Allein, im Grab.

Auf Bergeshöh’Den Pfad entlang,Auf off’ner SeeBeim Harfenklang.Im Frührothschein,Bei blauer Luft,Am Rhein, am RheinBeim Kräuterduft.Im HimmelsraumDen Vögelschwarm,Im Hirn den Traum,Ganz sonder Harm.Im AbendrothDas Thal hinab,Und dann, dann todt,Allein, im Grab.

Auf Bergeshöh’Den Pfad entlang,Auf off’ner SeeBeim Harfenklang.

Im Frührothschein,Bei blauer Luft,Am Rhein, am RheinBeim Kräuterduft.

Im HimmelsraumDen Vögelschwarm,Im Hirn den Traum,Ganz sonder Harm.

Im AbendrothDas Thal hinab,Und dann, dann todt,Allein, im Grab.

Die Judenkirsche.(Physallis Alkekengi).Ein kleines, ernstes Bäumlein,Streckt seine Zweige aus,Es ließ nicht gern sich essenUnd Haß war drum sein Loos!Roth sind die schönen Früchte,Die Blüthen weiß wie Schnee,Es zeuget die GeschichteVon Bäumchens Schmerzensweh!

Ein kleines, ernstes Bäumlein,Streckt seine Zweige aus,Es ließ nicht gern sich essenUnd Haß war drum sein Loos!Roth sind die schönen Früchte,Die Blüthen weiß wie Schnee,Es zeuget die GeschichteVon Bäumchens Schmerzensweh!

Ein kleines, ernstes Bäumlein,Streckt seine Zweige aus,Es ließ nicht gern sich essenUnd Haß war drum sein Loos!Roth sind die schönen Früchte,Die Blüthen weiß wie Schnee,Es zeuget die GeschichteVon Bäumchens Schmerzensweh!

Ein kleines, ernstes Bäumlein,Streckt seine Zweige aus,Es ließ nicht gern sich essenUnd Haß war drum sein Loos!

Roth sind die schönen Früchte,Die Blüthen weiß wie Schnee,Es zeuget die GeschichteVon Bäumchens Schmerzensweh!

Sympathie und Antipathie.O, menschliche Wohlfahrt und menschliche Freiheit,Euch beide die Seele mit Liebe umfaßt,O menschliches Elend und menschliche Bosheit,Wie seid ihr mir beide so tief doch verhaßt.Und sollt ich die Ersten auch niemals erblicken,Und schlügen die Letzten mir stets ins Gesicht,Ich häng’ an den Ersten mit ew’gem Entzücken,Im Leben verlocken die Letzten mich nicht! —

O, menschliche Wohlfahrt und menschliche Freiheit,Euch beide die Seele mit Liebe umfaßt,O menschliches Elend und menschliche Bosheit,Wie seid ihr mir beide so tief doch verhaßt.Und sollt ich die Ersten auch niemals erblicken,Und schlügen die Letzten mir stets ins Gesicht,Ich häng’ an den Ersten mit ew’gem Entzücken,Im Leben verlocken die Letzten mich nicht! —

O, menschliche Wohlfahrt und menschliche Freiheit,Euch beide die Seele mit Liebe umfaßt,O menschliches Elend und menschliche Bosheit,Wie seid ihr mir beide so tief doch verhaßt.Und sollt ich die Ersten auch niemals erblicken,Und schlügen die Letzten mir stets ins Gesicht,Ich häng’ an den Ersten mit ew’gem Entzücken,Im Leben verlocken die Letzten mich nicht! —

O, menschliche Wohlfahrt und menschliche Freiheit,Euch beide die Seele mit Liebe umfaßt,O menschliches Elend und menschliche Bosheit,Wie seid ihr mir beide so tief doch verhaßt.

Und sollt ich die Ersten auch niemals erblicken,Und schlügen die Letzten mir stets ins Gesicht,Ich häng’ an den Ersten mit ew’gem Entzücken,Im Leben verlocken die Letzten mich nicht! —

Das scheintodte Kind.Nocturno.Stürmisch ist die NachtKind im Grab erwacht,Seine schwache KraftEs zusammenrafft.Machet auf geschwindRuft das arme Kind,Sieht sich ängstlich um:Finster ist’s und stumm.Ueberall ist’s zu,„Mutter, wo bist Du?“Stoßet aus den Schrei,Horchet still dabei;Und in seiner QualKlopft es noch einmalSieht sich grausend um:Finster ist’s und stumm.Streckt die Aermlein aus,Hämmert schnell drauf los,Ruft entsetzt und laut:„Hört, ich bin nicht todt!“Lehnt sein Haupt am Arm:„Daß sich Gott erbarm’,Lebt man ewig so?Und wo stirbt man, wo?Ach, man hört mich nicht,Gott, ach nur ein Licht!“Sieht sich nochmals um!Finster bleibt’s und stumm.Stier und starr es tappt,Und am Sarg’ es klappt,Horch, da strömt sein BlutDurch des Nagels Hut;Aus dem warmen Quell,Sprudelt’s rasend schnellEndlich stirbt das Kind,Froh die Engel sind!Stürmisch ist die Nacht,Blätter rauschen sacht,Niemand sah sich um:Finster blieb’s und stumm!

Stürmisch ist die NachtKind im Grab erwacht,Seine schwache KraftEs zusammenrafft.Machet auf geschwindRuft das arme Kind,Sieht sich ängstlich um:Finster ist’s und stumm.Ueberall ist’s zu,„Mutter, wo bist Du?“Stoßet aus den Schrei,Horchet still dabei;Und in seiner QualKlopft es noch einmalSieht sich grausend um:Finster ist’s und stumm.Streckt die Aermlein aus,Hämmert schnell drauf los,Ruft entsetzt und laut:„Hört, ich bin nicht todt!“Lehnt sein Haupt am Arm:„Daß sich Gott erbarm’,Lebt man ewig so?Und wo stirbt man, wo?Ach, man hört mich nicht,Gott, ach nur ein Licht!“Sieht sich nochmals um!Finster bleibt’s und stumm.Stier und starr es tappt,Und am Sarg’ es klappt,Horch, da strömt sein BlutDurch des Nagels Hut;Aus dem warmen Quell,Sprudelt’s rasend schnellEndlich stirbt das Kind,Froh die Engel sind!Stürmisch ist die Nacht,Blätter rauschen sacht,Niemand sah sich um:Finster blieb’s und stumm!

Stürmisch ist die NachtKind im Grab erwacht,Seine schwache KraftEs zusammenrafft.Machet auf geschwindRuft das arme Kind,Sieht sich ängstlich um:Finster ist’s und stumm.Ueberall ist’s zu,„Mutter, wo bist Du?“Stoßet aus den Schrei,Horchet still dabei;Und in seiner QualKlopft es noch einmalSieht sich grausend um:Finster ist’s und stumm.Streckt die Aermlein aus,Hämmert schnell drauf los,Ruft entsetzt und laut:„Hört, ich bin nicht todt!“Lehnt sein Haupt am Arm:„Daß sich Gott erbarm’,Lebt man ewig so?Und wo stirbt man, wo?Ach, man hört mich nicht,Gott, ach nur ein Licht!“Sieht sich nochmals um!Finster bleibt’s und stumm.Stier und starr es tappt,Und am Sarg’ es klappt,Horch, da strömt sein BlutDurch des Nagels Hut;Aus dem warmen Quell,Sprudelt’s rasend schnellEndlich stirbt das Kind,Froh die Engel sind!Stürmisch ist die Nacht,Blätter rauschen sacht,Niemand sah sich um:Finster blieb’s und stumm!

Stürmisch ist die NachtKind im Grab erwacht,Seine schwache KraftEs zusammenrafft.

Machet auf geschwindRuft das arme Kind,Sieht sich ängstlich um:Finster ist’s und stumm.

Ueberall ist’s zu,„Mutter, wo bist Du?“Stoßet aus den Schrei,Horchet still dabei;

Und in seiner QualKlopft es noch einmalSieht sich grausend um:Finster ist’s und stumm.

Streckt die Aermlein aus,Hämmert schnell drauf los,Ruft entsetzt und laut:„Hört, ich bin nicht todt!“

Lehnt sein Haupt am Arm:„Daß sich Gott erbarm’,Lebt man ewig so?Und wo stirbt man, wo?

Ach, man hört mich nicht,Gott, ach nur ein Licht!“Sieht sich nochmals um!Finster bleibt’s und stumm.

Stier und starr es tappt,Und am Sarg’ es klappt,Horch, da strömt sein BlutDurch des Nagels Hut;

Aus dem warmen Quell,Sprudelt’s rasend schnellEndlich stirbt das Kind,Froh die Engel sind!

Stürmisch ist die Nacht,Blätter rauschen sacht,Niemand sah sich um:Finster blieb’s und stumm!

Logik.Es hört ein wack’rer KriegersmannSich dies Geschichtchen einmal an,Dem Tod konnt er ins Antlitz sehn,Doch jetzt im Aug’ ihm Thränen stehn.Ein Leichenhaus, ein Leichenhaus,Ruft er aus vollem Halse aus,Wir wollen nicht auf bloßen ScheinBeseitigt und begraben sein!Wir wollen, alle Wetter auch,Nicht halten an dem dummen Brauch,Daß man mit uns zu Grabe rennt,Als wenn man’s nicht erwarten könnt’!Für Todte haben Gelder wir,Und um Lebend’ge handelt’s hier!Man sühnt wohl solche GrausamkeitNicht mehr in aller Ewigkeit.Für Tänzer giebt es Raum und Zeit —O, tiefbethörte Menschlichkeit!So lang’ nicht Leichenhäuser sind,Seid alle ihr so schlecht als blind!

Es hört ein wack’rer KriegersmannSich dies Geschichtchen einmal an,Dem Tod konnt er ins Antlitz sehn,Doch jetzt im Aug’ ihm Thränen stehn.Ein Leichenhaus, ein Leichenhaus,Ruft er aus vollem Halse aus,Wir wollen nicht auf bloßen ScheinBeseitigt und begraben sein!Wir wollen, alle Wetter auch,Nicht halten an dem dummen Brauch,Daß man mit uns zu Grabe rennt,Als wenn man’s nicht erwarten könnt’!Für Todte haben Gelder wir,Und um Lebend’ge handelt’s hier!Man sühnt wohl solche GrausamkeitNicht mehr in aller Ewigkeit.Für Tänzer giebt es Raum und Zeit —O, tiefbethörte Menschlichkeit!So lang’ nicht Leichenhäuser sind,Seid alle ihr so schlecht als blind!

Es hört ein wack’rer KriegersmannSich dies Geschichtchen einmal an,Dem Tod konnt er ins Antlitz sehn,Doch jetzt im Aug’ ihm Thränen stehn.Ein Leichenhaus, ein Leichenhaus,Ruft er aus vollem Halse aus,Wir wollen nicht auf bloßen ScheinBeseitigt und begraben sein!Wir wollen, alle Wetter auch,Nicht halten an dem dummen Brauch,Daß man mit uns zu Grabe rennt,Als wenn man’s nicht erwarten könnt’!Für Todte haben Gelder wir,Und um Lebend’ge handelt’s hier!Man sühnt wohl solche GrausamkeitNicht mehr in aller Ewigkeit.Für Tänzer giebt es Raum und Zeit —O, tiefbethörte Menschlichkeit!So lang’ nicht Leichenhäuser sind,Seid alle ihr so schlecht als blind!

Es hört ein wack’rer KriegersmannSich dies Geschichtchen einmal an,Dem Tod konnt er ins Antlitz sehn,Doch jetzt im Aug’ ihm Thränen stehn.

Ein Leichenhaus, ein Leichenhaus,Ruft er aus vollem Halse aus,Wir wollen nicht auf bloßen ScheinBeseitigt und begraben sein!

Wir wollen, alle Wetter auch,Nicht halten an dem dummen Brauch,Daß man mit uns zu Grabe rennt,Als wenn man’s nicht erwarten könnt’!

Für Todte haben Gelder wir,Und um Lebend’ge handelt’s hier!Man sühnt wohl solche GrausamkeitNicht mehr in aller Ewigkeit.

Für Tänzer giebt es Raum und Zeit —O, tiefbethörte Menschlichkeit!So lang’ nicht Leichenhäuser sind,Seid alle ihr so schlecht als blind!

Natur und Mensch.Es blinken die Sterne hinab auf das MoosEs regt sich das Blättlein im Moose,Im Schatten der Palme dort riesengroß,Dort wächst eine purpur’ne Rose:O Blättlein mein, so frisch und klein,O duftiges, purpurnes Röselein!Es blinken die Sterne hinab auf das Moos,Es hüpfet ein Vöglein im Moose,Im Schatten der Palme dort riesengroß,Erblühet die Wundermimose:O Röslein mein, Mimöslein mein,Und lustiges, hüpfendes Vögelein.Es funkeln die Sterne hinab auf das MoosEs birgt ein Gesicht sich im Moose,Ein weinend Gesicht, und riesengroßDie Thräne, allüberall große: —Und Thräne und Blut bis zum Himmel reicht,Und allerlei Schönheit auf einmal erbleicht.

Es blinken die Sterne hinab auf das MoosEs regt sich das Blättlein im Moose,Im Schatten der Palme dort riesengroß,Dort wächst eine purpur’ne Rose:O Blättlein mein, so frisch und klein,O duftiges, purpurnes Röselein!Es blinken die Sterne hinab auf das Moos,Es hüpfet ein Vöglein im Moose,Im Schatten der Palme dort riesengroß,Erblühet die Wundermimose:O Röslein mein, Mimöslein mein,Und lustiges, hüpfendes Vögelein.Es funkeln die Sterne hinab auf das MoosEs birgt ein Gesicht sich im Moose,Ein weinend Gesicht, und riesengroßDie Thräne, allüberall große: —Und Thräne und Blut bis zum Himmel reicht,Und allerlei Schönheit auf einmal erbleicht.

Es blinken die Sterne hinab auf das MoosEs regt sich das Blättlein im Moose,Im Schatten der Palme dort riesengroß,Dort wächst eine purpur’ne Rose:O Blättlein mein, so frisch und klein,O duftiges, purpurnes Röselein!Es blinken die Sterne hinab auf das Moos,Es hüpfet ein Vöglein im Moose,Im Schatten der Palme dort riesengroß,Erblühet die Wundermimose:O Röslein mein, Mimöslein mein,Und lustiges, hüpfendes Vögelein.Es funkeln die Sterne hinab auf das MoosEs birgt ein Gesicht sich im Moose,Ein weinend Gesicht, und riesengroßDie Thräne, allüberall große: —Und Thräne und Blut bis zum Himmel reicht,Und allerlei Schönheit auf einmal erbleicht.

Es blinken die Sterne hinab auf das MoosEs regt sich das Blättlein im Moose,Im Schatten der Palme dort riesengroß,Dort wächst eine purpur’ne Rose:O Blättlein mein, so frisch und klein,O duftiges, purpurnes Röselein!

Es blinken die Sterne hinab auf das Moos,Es hüpfet ein Vöglein im Moose,Im Schatten der Palme dort riesengroß,Erblühet die Wundermimose:O Röslein mein, Mimöslein mein,Und lustiges, hüpfendes Vögelein.

Es funkeln die Sterne hinab auf das MoosEs birgt ein Gesicht sich im Moose,Ein weinend Gesicht, und riesengroßDie Thräne, allüberall große: —Und Thräne und Blut bis zum Himmel reicht,Und allerlei Schönheit auf einmal erbleicht.

Poniatowsky.Ich saß am Fuß des BergesUnd träumte mancherlei,Die kleine, frische Elster,Sie plätscherte vorbei.Was hast Du zu erzählen,Du schmales Silberband,Was wir nicht schon gehöret,Was uns nicht schon bekannt?Was Dir bekannt geworden,Durch der Geschichte Mund,Das waren bunte Muscheln,Doch Perlen beut mein Grund.Ich saß am Fuß des Berges,Und träumte mancherleiDie kleine frische Elster,Sie plätscherte vorbei.Komm her, laß Dir erzählen,Du fremdes Menschenkind,Einstmalen Roß und ReiterIn mir versunken sind.Versteh’ mich recht, dem Polen,Die Hoffnung gänzlich sank;Er stürzt sich in die Tiefe,Es hieß: daß er ertrank;Erlebtin meinen Fluthen,Singt nächtlich einen Sang,Wie ein Gebet so klingt es,Doch traurig, weh und bang;Erlebtin meinen Fluthen,Und weint um’s Vaterland,Die Thränen werden zu Perlen,Man fischt sie an das Land.

Ich saß am Fuß des BergesUnd träumte mancherlei,Die kleine, frische Elster,Sie plätscherte vorbei.Was hast Du zu erzählen,Du schmales Silberband,Was wir nicht schon gehöret,Was uns nicht schon bekannt?Was Dir bekannt geworden,Durch der Geschichte Mund,Das waren bunte Muscheln,Doch Perlen beut mein Grund.Ich saß am Fuß des Berges,Und träumte mancherleiDie kleine frische Elster,Sie plätscherte vorbei.Komm her, laß Dir erzählen,Du fremdes Menschenkind,Einstmalen Roß und ReiterIn mir versunken sind.Versteh’ mich recht, dem Polen,Die Hoffnung gänzlich sank;Er stürzt sich in die Tiefe,Es hieß: daß er ertrank;Erlebtin meinen Fluthen,Singt nächtlich einen Sang,Wie ein Gebet so klingt es,Doch traurig, weh und bang;Erlebtin meinen Fluthen,Und weint um’s Vaterland,Die Thränen werden zu Perlen,Man fischt sie an das Land.

Ich saß am Fuß des BergesUnd träumte mancherlei,Die kleine, frische Elster,Sie plätscherte vorbei.Was hast Du zu erzählen,Du schmales Silberband,Was wir nicht schon gehöret,Was uns nicht schon bekannt?Was Dir bekannt geworden,Durch der Geschichte Mund,Das waren bunte Muscheln,Doch Perlen beut mein Grund.Ich saß am Fuß des Berges,Und träumte mancherleiDie kleine frische Elster,Sie plätscherte vorbei.Komm her, laß Dir erzählen,Du fremdes Menschenkind,Einstmalen Roß und ReiterIn mir versunken sind.Versteh’ mich recht, dem Polen,Die Hoffnung gänzlich sank;Er stürzt sich in die Tiefe,Es hieß: daß er ertrank;Erlebtin meinen Fluthen,Singt nächtlich einen Sang,Wie ein Gebet so klingt es,Doch traurig, weh und bang;Erlebtin meinen Fluthen,Und weint um’s Vaterland,Die Thränen werden zu Perlen,Man fischt sie an das Land.

Ich saß am Fuß des BergesUnd träumte mancherlei,Die kleine, frische Elster,Sie plätscherte vorbei.

Was hast Du zu erzählen,Du schmales Silberband,Was wir nicht schon gehöret,Was uns nicht schon bekannt?

Was Dir bekannt geworden,Durch der Geschichte Mund,Das waren bunte Muscheln,Doch Perlen beut mein Grund.

Ich saß am Fuß des Berges,Und träumte mancherleiDie kleine frische Elster,Sie plätscherte vorbei.

Komm her, laß Dir erzählen,Du fremdes Menschenkind,Einstmalen Roß und ReiterIn mir versunken sind.

Versteh’ mich recht, dem Polen,Die Hoffnung gänzlich sank;Er stürzt sich in die Tiefe,Es hieß: daß er ertrank;

Erlebtin meinen Fluthen,Singt nächtlich einen Sang,Wie ein Gebet so klingt es,Doch traurig, weh und bang;

Erlebtin meinen Fluthen,Und weint um’s Vaterland,Die Thränen werden zu Perlen,Man fischt sie an das Land.

Das Mädchen an der Donau.Genrebild.Frischer strahlt im MorgenglanzeUns’re junge Erde noch,Und das Mädchen pflückt zum Kranze,Klettert auf der Berge Hoch.Schön ist’s auf der Berge Rücken,Schön im schatt’gen Thalesgrund,Und es lächelt voll EntzückenStill des Mädchens kleiner Mund.Auf der Höhe steh’n noch Reben,Von der Trauben Zahl gebückt,Und ein Körbchen dicht daneben,Dem das Mädchen näher rückt.Schnell sie nimmt und stecket denkendVon den Beeren in den Mund,Und das kleine Köpfchen senkend,Blickt sie abwärts in den Grund.Bricht noch saft’ge Trauben viele,Vollgepflückt schon’s Körbchen steht,Doch sie ist noch nicht am Ziele,Still und rasch sie weiter geht.Zu dem Strome, der hinunterIn die weite Eb’ne eilt,Unser Mädchen, rasch und munter,Gern beim wilden Strom verweilt.Heller strahlen ihre Blicke,Fröhlich färbt die Wange sich,Und auf ein’ge AugenblickeSetzt das wilde Mädchen sich.Stiert hinunter in die Welle,Stiert hinunter in die Fluth,In den Augen spiegelhelle,Eine schöne Thräne ruht.

Frischer strahlt im MorgenglanzeUns’re junge Erde noch,Und das Mädchen pflückt zum Kranze,Klettert auf der Berge Hoch.Schön ist’s auf der Berge Rücken,Schön im schatt’gen Thalesgrund,Und es lächelt voll EntzückenStill des Mädchens kleiner Mund.Auf der Höhe steh’n noch Reben,Von der Trauben Zahl gebückt,Und ein Körbchen dicht daneben,Dem das Mädchen näher rückt.Schnell sie nimmt und stecket denkendVon den Beeren in den Mund,Und das kleine Köpfchen senkend,Blickt sie abwärts in den Grund.Bricht noch saft’ge Trauben viele,Vollgepflückt schon’s Körbchen steht,Doch sie ist noch nicht am Ziele,Still und rasch sie weiter geht.Zu dem Strome, der hinunterIn die weite Eb’ne eilt,Unser Mädchen, rasch und munter,Gern beim wilden Strom verweilt.Heller strahlen ihre Blicke,Fröhlich färbt die Wange sich,Und auf ein’ge AugenblickeSetzt das wilde Mädchen sich.Stiert hinunter in die Welle,Stiert hinunter in die Fluth,In den Augen spiegelhelle,Eine schöne Thräne ruht.

Frischer strahlt im MorgenglanzeUns’re junge Erde noch,Und das Mädchen pflückt zum Kranze,Klettert auf der Berge Hoch.Schön ist’s auf der Berge Rücken,Schön im schatt’gen Thalesgrund,Und es lächelt voll EntzückenStill des Mädchens kleiner Mund.Auf der Höhe steh’n noch Reben,Von der Trauben Zahl gebückt,Und ein Körbchen dicht daneben,Dem das Mädchen näher rückt.Schnell sie nimmt und stecket denkendVon den Beeren in den Mund,Und das kleine Köpfchen senkend,Blickt sie abwärts in den Grund.Bricht noch saft’ge Trauben viele,Vollgepflückt schon’s Körbchen steht,Doch sie ist noch nicht am Ziele,Still und rasch sie weiter geht.Zu dem Strome, der hinunterIn die weite Eb’ne eilt,Unser Mädchen, rasch und munter,Gern beim wilden Strom verweilt.Heller strahlen ihre Blicke,Fröhlich färbt die Wange sich,Und auf ein’ge AugenblickeSetzt das wilde Mädchen sich.Stiert hinunter in die Welle,Stiert hinunter in die Fluth,In den Augen spiegelhelle,Eine schöne Thräne ruht.

Frischer strahlt im MorgenglanzeUns’re junge Erde noch,Und das Mädchen pflückt zum Kranze,Klettert auf der Berge Hoch.

Schön ist’s auf der Berge Rücken,Schön im schatt’gen Thalesgrund,Und es lächelt voll EntzückenStill des Mädchens kleiner Mund.

Auf der Höhe steh’n noch Reben,Von der Trauben Zahl gebückt,Und ein Körbchen dicht daneben,Dem das Mädchen näher rückt.

Schnell sie nimmt und stecket denkendVon den Beeren in den Mund,Und das kleine Köpfchen senkend,Blickt sie abwärts in den Grund.

Bricht noch saft’ge Trauben viele,Vollgepflückt schon’s Körbchen steht,Doch sie ist noch nicht am Ziele,Still und rasch sie weiter geht.

Zu dem Strome, der hinunterIn die weite Eb’ne eilt,Unser Mädchen, rasch und munter,Gern beim wilden Strom verweilt.

Heller strahlen ihre Blicke,Fröhlich färbt die Wange sich,Und auf ein’ge AugenblickeSetzt das wilde Mädchen sich.

Stiert hinunter in die Welle,Stiert hinunter in die Fluth,In den Augen spiegelhelle,Eine schöne Thräne ruht.

Das rothe Blümlein.Ein rothes Blümlein auf grüner Au,Ein kleines Wölkchen an Himmels Blau,Ein feines Mägdlein im leichten Kahn,Es eilet, es eilet die Fluth hinan.Das Blümlein zittert auf grüner Au,Das Wölkchen am Himmel wird schwarz und grauDas Mägdlein bebet im leichten Kahn,Und mächtiger eilet die Fluth hinan.Das Blümlein zerstoben auf grüner Au,Das Wölklein verschwunden am himmlischen Blau.Das Mägdlein versunken im leichten Kahn,Es steiget die Fluth die Höhen hinan.Was stürmst Du, Fluth, den Himmel hinan?Was willst Du, Du gräulicher Wassersmann? —O stolzer Knabe, sei ruhig, sei still,Dein Spiel und Dein Traum und Dein Lieb ich will! —Mein Spiel ist hin, und mein Traum ist hin,Was kömmt Dir thörichter Mann in den Sinn!Mein Lieb lebt unter der brausenden Fluth,Und nimmer verlischt uns’re Liebesgluth.Das rothe Blümlein, das war mein Spiel,Dem Wölkchen am Himmel traut’ ich so viel,Dem Mägdlein folgte mein ganzes Herz,Durch Hütte und Kerker und Noth allerwärts:Und schlägt die Woge auch über ihm her,Das Mägdlein erstehet aus Nacht und Meer.Ich seh’ es behalten so wohl auf dem Grund,Als wie es mir noch vor den Augen stund.

Ein rothes Blümlein auf grüner Au,Ein kleines Wölkchen an Himmels Blau,Ein feines Mägdlein im leichten Kahn,Es eilet, es eilet die Fluth hinan.Das Blümlein zittert auf grüner Au,Das Wölkchen am Himmel wird schwarz und grauDas Mägdlein bebet im leichten Kahn,Und mächtiger eilet die Fluth hinan.Das Blümlein zerstoben auf grüner Au,Das Wölklein verschwunden am himmlischen Blau.Das Mägdlein versunken im leichten Kahn,Es steiget die Fluth die Höhen hinan.Was stürmst Du, Fluth, den Himmel hinan?Was willst Du, Du gräulicher Wassersmann? —O stolzer Knabe, sei ruhig, sei still,Dein Spiel und Dein Traum und Dein Lieb ich will! —Mein Spiel ist hin, und mein Traum ist hin,Was kömmt Dir thörichter Mann in den Sinn!Mein Lieb lebt unter der brausenden Fluth,Und nimmer verlischt uns’re Liebesgluth.Das rothe Blümlein, das war mein Spiel,Dem Wölkchen am Himmel traut’ ich so viel,Dem Mägdlein folgte mein ganzes Herz,Durch Hütte und Kerker und Noth allerwärts:Und schlägt die Woge auch über ihm her,Das Mägdlein erstehet aus Nacht und Meer.Ich seh’ es behalten so wohl auf dem Grund,Als wie es mir noch vor den Augen stund.

Ein rothes Blümlein auf grüner Au,Ein kleines Wölkchen an Himmels Blau,Ein feines Mägdlein im leichten Kahn,Es eilet, es eilet die Fluth hinan.Das Blümlein zittert auf grüner Au,Das Wölkchen am Himmel wird schwarz und grauDas Mägdlein bebet im leichten Kahn,Und mächtiger eilet die Fluth hinan.Das Blümlein zerstoben auf grüner Au,Das Wölklein verschwunden am himmlischen Blau.Das Mägdlein versunken im leichten Kahn,Es steiget die Fluth die Höhen hinan.Was stürmst Du, Fluth, den Himmel hinan?Was willst Du, Du gräulicher Wassersmann? —O stolzer Knabe, sei ruhig, sei still,Dein Spiel und Dein Traum und Dein Lieb ich will! —Mein Spiel ist hin, und mein Traum ist hin,Was kömmt Dir thörichter Mann in den Sinn!Mein Lieb lebt unter der brausenden Fluth,Und nimmer verlischt uns’re Liebesgluth.Das rothe Blümlein, das war mein Spiel,Dem Wölkchen am Himmel traut’ ich so viel,Dem Mägdlein folgte mein ganzes Herz,Durch Hütte und Kerker und Noth allerwärts:Und schlägt die Woge auch über ihm her,Das Mägdlein erstehet aus Nacht und Meer.Ich seh’ es behalten so wohl auf dem Grund,Als wie es mir noch vor den Augen stund.

Ein rothes Blümlein auf grüner Au,Ein kleines Wölkchen an Himmels Blau,Ein feines Mägdlein im leichten Kahn,Es eilet, es eilet die Fluth hinan.

Das Blümlein zittert auf grüner Au,Das Wölkchen am Himmel wird schwarz und grauDas Mägdlein bebet im leichten Kahn,Und mächtiger eilet die Fluth hinan.

Das Blümlein zerstoben auf grüner Au,Das Wölklein verschwunden am himmlischen Blau.Das Mägdlein versunken im leichten Kahn,Es steiget die Fluth die Höhen hinan.

Was stürmst Du, Fluth, den Himmel hinan?Was willst Du, Du gräulicher Wassersmann? —O stolzer Knabe, sei ruhig, sei still,Dein Spiel und Dein Traum und Dein Lieb ich will! —

Mein Spiel ist hin, und mein Traum ist hin,Was kömmt Dir thörichter Mann in den Sinn!Mein Lieb lebt unter der brausenden Fluth,Und nimmer verlischt uns’re Liebesgluth.

Das rothe Blümlein, das war mein Spiel,Dem Wölkchen am Himmel traut’ ich so viel,Dem Mägdlein folgte mein ganzes Herz,Durch Hütte und Kerker und Noth allerwärts:

Und schlägt die Woge auch über ihm her,Das Mägdlein erstehet aus Nacht und Meer.Ich seh’ es behalten so wohl auf dem Grund,Als wie es mir noch vor den Augen stund.

Der deutsche Tribun.Es stand ein zierlicher JünglingAuf einem Hügel von Stein,„O dürfte ich,“ rief er, „hinüber —Hinüber bis über den Rhein!“„Der Strom zu meinen Füßen,Mit seinem lieblichen Grund,Steh’ träumerisch ich am Ufer,Schon manche so lange Stund’!„Wohl bin ich ein echter Deutscher,Verbannet, doch ohne Grund,Ein Deutscher schon tausend Jahre —!“Und spöttisch gar lächelt sein Mund.„Ein Deutscher, trotz schwarzer Locken,Der Falte in Mitten der Stirn,Dem trübe und bleichen Antlitz,Und einem so glühenden Hirn! —“Wer war’s, der sich so sinnigAn jenen Fels hat gelehnt?So wahrhaft sich und so innigNach Deutschland hat gesehnt?Er war es, der wackere Börne,In dessen Brust es so schwül,Der Deutschland so ernsthaft liebte,Mit südlichem Gefühl! —Den Deutschland einst verstoßen,In Deutschland einst verpönt,Und der sich darum nicht minderNach Deutschland hat gesehnt.

Es stand ein zierlicher JünglingAuf einem Hügel von Stein,„O dürfte ich,“ rief er, „hinüber —Hinüber bis über den Rhein!“„Der Strom zu meinen Füßen,Mit seinem lieblichen Grund,Steh’ träumerisch ich am Ufer,Schon manche so lange Stund’!„Wohl bin ich ein echter Deutscher,Verbannet, doch ohne Grund,Ein Deutscher schon tausend Jahre —!“Und spöttisch gar lächelt sein Mund.„Ein Deutscher, trotz schwarzer Locken,Der Falte in Mitten der Stirn,Dem trübe und bleichen Antlitz,Und einem so glühenden Hirn! —“Wer war’s, der sich so sinnigAn jenen Fels hat gelehnt?So wahrhaft sich und so innigNach Deutschland hat gesehnt?Er war es, der wackere Börne,In dessen Brust es so schwül,Der Deutschland so ernsthaft liebte,Mit südlichem Gefühl! —Den Deutschland einst verstoßen,In Deutschland einst verpönt,Und der sich darum nicht minderNach Deutschland hat gesehnt.

Es stand ein zierlicher JünglingAuf einem Hügel von Stein,„O dürfte ich,“ rief er, „hinüber —Hinüber bis über den Rhein!“„Der Strom zu meinen Füßen,Mit seinem lieblichen Grund,Steh’ träumerisch ich am Ufer,Schon manche so lange Stund’!„Wohl bin ich ein echter Deutscher,Verbannet, doch ohne Grund,Ein Deutscher schon tausend Jahre —!“Und spöttisch gar lächelt sein Mund.„Ein Deutscher, trotz schwarzer Locken,Der Falte in Mitten der Stirn,Dem trübe und bleichen Antlitz,Und einem so glühenden Hirn! —“Wer war’s, der sich so sinnigAn jenen Fels hat gelehnt?So wahrhaft sich und so innigNach Deutschland hat gesehnt?Er war es, der wackere Börne,In dessen Brust es so schwül,Der Deutschland so ernsthaft liebte,Mit südlichem Gefühl! —Den Deutschland einst verstoßen,In Deutschland einst verpönt,Und der sich darum nicht minderNach Deutschland hat gesehnt.

Es stand ein zierlicher JünglingAuf einem Hügel von Stein,„O dürfte ich,“ rief er, „hinüber —Hinüber bis über den Rhein!“

„Der Strom zu meinen Füßen,Mit seinem lieblichen Grund,Steh’ träumerisch ich am Ufer,Schon manche so lange Stund’!

„Wohl bin ich ein echter Deutscher,Verbannet, doch ohne Grund,Ein Deutscher schon tausend Jahre —!“Und spöttisch gar lächelt sein Mund.

„Ein Deutscher, trotz schwarzer Locken,Der Falte in Mitten der Stirn,Dem trübe und bleichen Antlitz,Und einem so glühenden Hirn! —“

Wer war’s, der sich so sinnigAn jenen Fels hat gelehnt?So wahrhaft sich und so innigNach Deutschland hat gesehnt?

Er war es, der wackere Börne,In dessen Brust es so schwül,Der Deutschland so ernsthaft liebte,Mit südlichem Gefühl! —

Den Deutschland einst verstoßen,In Deutschland einst verpönt,Und der sich darum nicht minderNach Deutschland hat gesehnt.

Die Jagd.Hell der Himmel ist erleuchtet.Sonnenstrahlen hin und her,Frischer Thau den Rasen feuchtet,Silbern glänzt das Jagdgewehr.Eine Jagd ist’s! Blutig jagendEilt der Jäger durch den Wald,Für das Böse Alles wagend,Mordruf weit und breit erschallt!Aufgescheucht flieh’n junge Rehe,Von dem blut’gen Schauplatz fort,Doch der Jäger Todes-NäheEilet nach von Ort zu Ort.Mit der Hast, dem wilden GrimmeDer das Böse gern beschönt,Der betäubend jene StimmeErnsten Mahnens nicht verhöhnt.Bei dem blut’gen Reh danebenSteht der Schütze blutig roth:Räche, Gott, mein schuldlos Leben,Fleht das Thier vor seinem Tod.Trotzig glänzt des Waidmann’s MieneBei des jungen Rehes Blut,Und es war, als wenn’s ihm schieneHeute hätt’ er Glück und Gut! —„O daß ich den Bock erwische!“Und so sprengt er rasend fort,Und bleibt hängen im Gebüsche,Und das Roß trabt weiter fort.Schleift den Jäger zu der Haide,Wo das Thier getroffen liegt,Still am Boden liegen Beide,Schuldlos Reh hat obgesiegt!Endlich macht es eine Runde,Endlich steht das muth’ge Roß,Und in selbiger SekundeGeht des Jägers Büchse los.Trifft des Jägers stiere Blicke,Schmerz durchzuckt sein Angesicht:Jäger, traue Deinem Glücke,Deiner wilden Jagdlust nicht!

Hell der Himmel ist erleuchtet.Sonnenstrahlen hin und her,Frischer Thau den Rasen feuchtet,Silbern glänzt das Jagdgewehr.Eine Jagd ist’s! Blutig jagendEilt der Jäger durch den Wald,Für das Böse Alles wagend,Mordruf weit und breit erschallt!Aufgescheucht flieh’n junge Rehe,Von dem blut’gen Schauplatz fort,Doch der Jäger Todes-NäheEilet nach von Ort zu Ort.Mit der Hast, dem wilden GrimmeDer das Böse gern beschönt,Der betäubend jene StimmeErnsten Mahnens nicht verhöhnt.Bei dem blut’gen Reh danebenSteht der Schütze blutig roth:Räche, Gott, mein schuldlos Leben,Fleht das Thier vor seinem Tod.Trotzig glänzt des Waidmann’s MieneBei des jungen Rehes Blut,Und es war, als wenn’s ihm schieneHeute hätt’ er Glück und Gut! —„O daß ich den Bock erwische!“Und so sprengt er rasend fort,Und bleibt hängen im Gebüsche,Und das Roß trabt weiter fort.Schleift den Jäger zu der Haide,Wo das Thier getroffen liegt,Still am Boden liegen Beide,Schuldlos Reh hat obgesiegt!Endlich macht es eine Runde,Endlich steht das muth’ge Roß,Und in selbiger SekundeGeht des Jägers Büchse los.Trifft des Jägers stiere Blicke,Schmerz durchzuckt sein Angesicht:Jäger, traue Deinem Glücke,Deiner wilden Jagdlust nicht!

Hell der Himmel ist erleuchtet.Sonnenstrahlen hin und her,Frischer Thau den Rasen feuchtet,Silbern glänzt das Jagdgewehr.Eine Jagd ist’s! Blutig jagendEilt der Jäger durch den Wald,Für das Böse Alles wagend,Mordruf weit und breit erschallt!Aufgescheucht flieh’n junge Rehe,Von dem blut’gen Schauplatz fort,Doch der Jäger Todes-NäheEilet nach von Ort zu Ort.Mit der Hast, dem wilden GrimmeDer das Böse gern beschönt,Der betäubend jene StimmeErnsten Mahnens nicht verhöhnt.Bei dem blut’gen Reh danebenSteht der Schütze blutig roth:Räche, Gott, mein schuldlos Leben,Fleht das Thier vor seinem Tod.Trotzig glänzt des Waidmann’s MieneBei des jungen Rehes Blut,Und es war, als wenn’s ihm schieneHeute hätt’ er Glück und Gut! —„O daß ich den Bock erwische!“Und so sprengt er rasend fort,Und bleibt hängen im Gebüsche,Und das Roß trabt weiter fort.Schleift den Jäger zu der Haide,Wo das Thier getroffen liegt,Still am Boden liegen Beide,Schuldlos Reh hat obgesiegt!Endlich macht es eine Runde,Endlich steht das muth’ge Roß,Und in selbiger SekundeGeht des Jägers Büchse los.Trifft des Jägers stiere Blicke,Schmerz durchzuckt sein Angesicht:Jäger, traue Deinem Glücke,Deiner wilden Jagdlust nicht!

Hell der Himmel ist erleuchtet.Sonnenstrahlen hin und her,Frischer Thau den Rasen feuchtet,Silbern glänzt das Jagdgewehr.

Eine Jagd ist’s! Blutig jagendEilt der Jäger durch den Wald,Für das Böse Alles wagend,Mordruf weit und breit erschallt!

Aufgescheucht flieh’n junge Rehe,Von dem blut’gen Schauplatz fort,Doch der Jäger Todes-NäheEilet nach von Ort zu Ort.

Mit der Hast, dem wilden GrimmeDer das Böse gern beschönt,Der betäubend jene StimmeErnsten Mahnens nicht verhöhnt.

Bei dem blut’gen Reh danebenSteht der Schütze blutig roth:Räche, Gott, mein schuldlos Leben,Fleht das Thier vor seinem Tod.

Trotzig glänzt des Waidmann’s MieneBei des jungen Rehes Blut,Und es war, als wenn’s ihm schieneHeute hätt’ er Glück und Gut! —

„O daß ich den Bock erwische!“Und so sprengt er rasend fort,Und bleibt hängen im Gebüsche,Und das Roß trabt weiter fort.

Schleift den Jäger zu der Haide,Wo das Thier getroffen liegt,Still am Boden liegen Beide,Schuldlos Reh hat obgesiegt!

Endlich macht es eine Runde,Endlich steht das muth’ge Roß,Und in selbiger SekundeGeht des Jägers Büchse los.

Trifft des Jägers stiere Blicke,Schmerz durchzuckt sein Angesicht:Jäger, traue Deinem Glücke,Deiner wilden Jagdlust nicht!

Amerika.Amerika, Du Land der Träume,Du Wunderwelt, so lang und breit,Wie schön sind Deine Kokosbäume,Und Deine rege Einsamkeit!Mit Deinen blau und rothen Vögeln,Mit Deinem stolzen Blumenheer,Mit Deinen tausend Schiff’ und Segeln,Von denen voll Dein weites Meer!Mit Deinen smaragdgrünen Blättern,Mit Deiner duftig kühlen Nacht,Zu nahn Dir auf des Schiffes Brettern,D’ran hab’ als Kind ich schon gedacht!Trotz Deiner prächtig bunten Schlangen,Trotz Deiner heißen Sonnengluth,Gilt Dir mein eifriges Verlangen,Das mächtig nun und nimmer ruht!

Amerika, Du Land der Träume,Du Wunderwelt, so lang und breit,Wie schön sind Deine Kokosbäume,Und Deine rege Einsamkeit!Mit Deinen blau und rothen Vögeln,Mit Deinem stolzen Blumenheer,Mit Deinen tausend Schiff’ und Segeln,Von denen voll Dein weites Meer!Mit Deinen smaragdgrünen Blättern,Mit Deiner duftig kühlen Nacht,Zu nahn Dir auf des Schiffes Brettern,D’ran hab’ als Kind ich schon gedacht!Trotz Deiner prächtig bunten Schlangen,Trotz Deiner heißen Sonnengluth,Gilt Dir mein eifriges Verlangen,Das mächtig nun und nimmer ruht!

Amerika, Du Land der Träume,Du Wunderwelt, so lang und breit,Wie schön sind Deine Kokosbäume,Und Deine rege Einsamkeit!Mit Deinen blau und rothen Vögeln,Mit Deinem stolzen Blumenheer,Mit Deinen tausend Schiff’ und Segeln,Von denen voll Dein weites Meer!Mit Deinen smaragdgrünen Blättern,Mit Deiner duftig kühlen Nacht,Zu nahn Dir auf des Schiffes Brettern,D’ran hab’ als Kind ich schon gedacht!Trotz Deiner prächtig bunten Schlangen,Trotz Deiner heißen Sonnengluth,Gilt Dir mein eifriges Verlangen,Das mächtig nun und nimmer ruht!

Amerika, Du Land der Träume,Du Wunderwelt, so lang und breit,Wie schön sind Deine Kokosbäume,Und Deine rege Einsamkeit!

Mit Deinen blau und rothen Vögeln,Mit Deinem stolzen Blumenheer,Mit Deinen tausend Schiff’ und Segeln,Von denen voll Dein weites Meer!

Mit Deinen smaragdgrünen Blättern,Mit Deiner duftig kühlen Nacht,Zu nahn Dir auf des Schiffes Brettern,D’ran hab’ als Kind ich schon gedacht!

Trotz Deiner prächtig bunten Schlangen,Trotz Deiner heißen Sonnengluth,Gilt Dir mein eifriges Verlangen,Das mächtig nun und nimmer ruht!

Das Wäldchen.Ein Wäldchen sich erhebt,Sproßt fröhlich himmelan,Ob unser eins noch lebt,Wenn einst die Axt daran?Man pflanzt den Berg mit Wein,Der Muskateller bringt,Ob wir noch lebend sein,Wenn er im Becher blinkt?Ein Rosenknöspchen blüht,Und morgen auf es bricht,Ob es mein Aug’ noch siehtWeiß Gott, ich weiß es nicht!

Ein Wäldchen sich erhebt,Sproßt fröhlich himmelan,Ob unser eins noch lebt,Wenn einst die Axt daran?Man pflanzt den Berg mit Wein,Der Muskateller bringt,Ob wir noch lebend sein,Wenn er im Becher blinkt?Ein Rosenknöspchen blüht,Und morgen auf es bricht,Ob es mein Aug’ noch siehtWeiß Gott, ich weiß es nicht!

Ein Wäldchen sich erhebt,Sproßt fröhlich himmelan,Ob unser eins noch lebt,Wenn einst die Axt daran?Man pflanzt den Berg mit Wein,Der Muskateller bringt,Ob wir noch lebend sein,Wenn er im Becher blinkt?Ein Rosenknöspchen blüht,Und morgen auf es bricht,Ob es mein Aug’ noch siehtWeiß Gott, ich weiß es nicht!

Ein Wäldchen sich erhebt,Sproßt fröhlich himmelan,Ob unser eins noch lebt,Wenn einst die Axt daran?

Man pflanzt den Berg mit Wein,Der Muskateller bringt,Ob wir noch lebend sein,Wenn er im Becher blinkt?

Ein Rosenknöspchen blüht,Und morgen auf es bricht,Ob es mein Aug’ noch siehtWeiß Gott, ich weiß es nicht!

Wollte Gott.Die dunkelgrünen TannenAuf grünem Rasenland,Darüber SonnenstrahlenUnd Himmel ausgespannt.Die Sonne ist gesunken,Die Senner gehn nach Haus,Zerlumpte, bleiche Leute,Sie sehn gespenstisch aus.Ihr schönen grünen Tannen,Ihr glänzt im Abendroth,O wollte Gott, so hingeAn euren Zweigen Brot!

Die dunkelgrünen TannenAuf grünem Rasenland,Darüber SonnenstrahlenUnd Himmel ausgespannt.Die Sonne ist gesunken,Die Senner gehn nach Haus,Zerlumpte, bleiche Leute,Sie sehn gespenstisch aus.Ihr schönen grünen Tannen,Ihr glänzt im Abendroth,O wollte Gott, so hingeAn euren Zweigen Brot!

Die dunkelgrünen TannenAuf grünem Rasenland,Darüber SonnenstrahlenUnd Himmel ausgespannt.Die Sonne ist gesunken,Die Senner gehn nach Haus,Zerlumpte, bleiche Leute,Sie sehn gespenstisch aus.Ihr schönen grünen Tannen,Ihr glänzt im Abendroth,O wollte Gott, so hingeAn euren Zweigen Brot!

Die dunkelgrünen TannenAuf grünem Rasenland,Darüber SonnenstrahlenUnd Himmel ausgespannt.

Die Sonne ist gesunken,Die Senner gehn nach Haus,Zerlumpte, bleiche Leute,Sie sehn gespenstisch aus.

Ihr schönen grünen Tannen,Ihr glänzt im Abendroth,O wollte Gott, so hingeAn euren Zweigen Brot!

Was ist das Beste?Ein Liedlein tönt von Ferne:Was ist das Liebste Dir? —Die Augen und die Sterne,Sie sind das Liebste mir.Ein Liedlein tönt von Ferne:Was ist das Schönste hier? —Das Schönste und das Liebste,Das ist der Himmel mir! —Und sprich, was ist das GrößteUnd Allertreu’ste Dir? —Das Größte ist der Glaube,Das Treu’ste Tugend mir.Und weiter tönt es ferne:Was ist das Beste hier?Das Beste ist die Mutter,Das Allerliebste mir!

Ein Liedlein tönt von Ferne:Was ist das Liebste Dir? —Die Augen und die Sterne,Sie sind das Liebste mir.Ein Liedlein tönt von Ferne:Was ist das Schönste hier? —Das Schönste und das Liebste,Das ist der Himmel mir! —Und sprich, was ist das GrößteUnd Allertreu’ste Dir? —Das Größte ist der Glaube,Das Treu’ste Tugend mir.Und weiter tönt es ferne:Was ist das Beste hier?Das Beste ist die Mutter,Das Allerliebste mir!

Ein Liedlein tönt von Ferne:Was ist das Liebste Dir? —Die Augen und die Sterne,Sie sind das Liebste mir.Ein Liedlein tönt von Ferne:Was ist das Schönste hier? —Das Schönste und das Liebste,Das ist der Himmel mir! —Und sprich, was ist das GrößteUnd Allertreu’ste Dir? —Das Größte ist der Glaube,Das Treu’ste Tugend mir.Und weiter tönt es ferne:Was ist das Beste hier?Das Beste ist die Mutter,Das Allerliebste mir!

Ein Liedlein tönt von Ferne:Was ist das Liebste Dir? —Die Augen und die Sterne,Sie sind das Liebste mir.

Ein Liedlein tönt von Ferne:Was ist das Schönste hier? —Das Schönste und das Liebste,Das ist der Himmel mir! —

Und sprich, was ist das GrößteUnd Allertreu’ste Dir? —Das Größte ist der Glaube,Das Treu’ste Tugend mir.

Und weiter tönt es ferne:Was ist das Beste hier?Das Beste ist die Mutter,Das Allerliebste mir!

Kennst Du das LandWo die Lianen blühnUnd himmelhochSich rankt des Urwalds Grün?Wo Niagara aus dem Felsen bricht,Und Sonnengluth den freien Scheitel sticht? —Kennst Du das LandWohin Märtyrer ziehn,Und wo sie stillWie Alpenröslein glühn?Kennst Du das Land, kennst Du es nicht?Die zweite Heimath ist’s, so mancher spricht!

Kennst Du das LandWo die Lianen blühnUnd himmelhochSich rankt des Urwalds Grün?Wo Niagara aus dem Felsen bricht,Und Sonnengluth den freien Scheitel sticht? —Kennst Du das LandWohin Märtyrer ziehn,Und wo sie stillWie Alpenröslein glühn?Kennst Du das Land, kennst Du es nicht?Die zweite Heimath ist’s, so mancher spricht!

Kennst Du das LandWo die Lianen blühnUnd himmelhochSich rankt des Urwalds Grün?Wo Niagara aus dem Felsen bricht,Und Sonnengluth den freien Scheitel sticht? —Kennst Du das LandWohin Märtyrer ziehn,Und wo sie stillWie Alpenröslein glühn?Kennst Du das Land, kennst Du es nicht?Die zweite Heimath ist’s, so mancher spricht!

Kennst Du das LandWo die Lianen blühnUnd himmelhochSich rankt des Urwalds Grün?Wo Niagara aus dem Felsen bricht,Und Sonnengluth den freien Scheitel sticht? —

Kennst Du das LandWohin Märtyrer ziehn,Und wo sie stillWie Alpenröslein glühn?Kennst Du das Land, kennst Du es nicht?Die zweite Heimath ist’s, so mancher spricht!

Fest-Romanze.Reich bekränzet glänzt die Stadt,Bunte Fahnen, Flaggen wehen,Ehrenpforten blühend stehen,Und des Fürsten Stirn ist glatt.Gases Flammen, wie im Traum,Böllerschüsse und Raketen,Macht die Gegend rings erröthen,Und das Jauchzen endet kaum.Ueber’m Knotenstock gebückt,Steht ein Greis mit langen Haaren,Düster seine Züge waren:„Thor und Thoren sind geschmückt“ —Spricht er lächelnd — „doch fürwahr,Ehrenhafter würd’ es klingen,Würde Dir ein Vivat bringenUnsrer Bettler große Schaar!“

Reich bekränzet glänzt die Stadt,Bunte Fahnen, Flaggen wehen,Ehrenpforten blühend stehen,Und des Fürsten Stirn ist glatt.Gases Flammen, wie im Traum,Böllerschüsse und Raketen,Macht die Gegend rings erröthen,Und das Jauchzen endet kaum.Ueber’m Knotenstock gebückt,Steht ein Greis mit langen Haaren,Düster seine Züge waren:„Thor und Thoren sind geschmückt“ —Spricht er lächelnd — „doch fürwahr,Ehrenhafter würd’ es klingen,Würde Dir ein Vivat bringenUnsrer Bettler große Schaar!“

Reich bekränzet glänzt die Stadt,Bunte Fahnen, Flaggen wehen,Ehrenpforten blühend stehen,Und des Fürsten Stirn ist glatt.Gases Flammen, wie im Traum,Böllerschüsse und Raketen,Macht die Gegend rings erröthen,Und das Jauchzen endet kaum.Ueber’m Knotenstock gebückt,Steht ein Greis mit langen Haaren,Düster seine Züge waren:„Thor und Thoren sind geschmückt“ —Spricht er lächelnd — „doch fürwahr,Ehrenhafter würd’ es klingen,Würde Dir ein Vivat bringenUnsrer Bettler große Schaar!“

Reich bekränzet glänzt die Stadt,Bunte Fahnen, Flaggen wehen,Ehrenpforten blühend stehen,Und des Fürsten Stirn ist glatt.

Gases Flammen, wie im Traum,Böllerschüsse und Raketen,Macht die Gegend rings erröthen,Und das Jauchzen endet kaum.

Ueber’m Knotenstock gebückt,Steht ein Greis mit langen Haaren,Düster seine Züge waren:„Thor und Thoren sind geschmückt“ —

Spricht er lächelnd — „doch fürwahr,Ehrenhafter würd’ es klingen,Würde Dir ein Vivat bringenUnsrer Bettler große Schaar!“

Atheismus.Es gleitet das Schiff durch pechschwarze Klippen,Schon gähnt es der bannende Abgrund an —O wollte die Mannschaft den Himmel erblicken —Der Himmel allein sie erretten kann.Nichts and’res kann retten — verhüllen die SterneWeinend ihr Haupt und strahlen euch nicht —Und Wetterwolken bedecken am TageDer heiteren Sonne weitreichendes Licht. —Auch außer dem Wetter, im eigenen HerzenBeginnt ein Kampf um das Ja und das Nein —Um Höhe und Tiefe und Helle und Dunkel,Um höheres oder niederes Sein. —Um Leben für immer, um Sterben für immer —Um ewigen Unsinn und ewigen Zweck —O verlöscht nicht das Licht bei der finsteren Brandung —Das Schiff der unglücklichen Menschheit ist leck.

Es gleitet das Schiff durch pechschwarze Klippen,Schon gähnt es der bannende Abgrund an —O wollte die Mannschaft den Himmel erblicken —Der Himmel allein sie erretten kann.Nichts and’res kann retten — verhüllen die SterneWeinend ihr Haupt und strahlen euch nicht —Und Wetterwolken bedecken am TageDer heiteren Sonne weitreichendes Licht. —Auch außer dem Wetter, im eigenen HerzenBeginnt ein Kampf um das Ja und das Nein —Um Höhe und Tiefe und Helle und Dunkel,Um höheres oder niederes Sein. —Um Leben für immer, um Sterben für immer —Um ewigen Unsinn und ewigen Zweck —O verlöscht nicht das Licht bei der finsteren Brandung —Das Schiff der unglücklichen Menschheit ist leck.

Es gleitet das Schiff durch pechschwarze Klippen,Schon gähnt es der bannende Abgrund an —O wollte die Mannschaft den Himmel erblicken —Der Himmel allein sie erretten kann.Nichts and’res kann retten — verhüllen die SterneWeinend ihr Haupt und strahlen euch nicht —Und Wetterwolken bedecken am TageDer heiteren Sonne weitreichendes Licht. —Auch außer dem Wetter, im eigenen HerzenBeginnt ein Kampf um das Ja und das Nein —Um Höhe und Tiefe und Helle und Dunkel,Um höheres oder niederes Sein. —Um Leben für immer, um Sterben für immer —Um ewigen Unsinn und ewigen Zweck —O verlöscht nicht das Licht bei der finsteren Brandung —Das Schiff der unglücklichen Menschheit ist leck.

Es gleitet das Schiff durch pechschwarze Klippen,Schon gähnt es der bannende Abgrund an —O wollte die Mannschaft den Himmel erblicken —Der Himmel allein sie erretten kann.

Nichts and’res kann retten — verhüllen die SterneWeinend ihr Haupt und strahlen euch nicht —Und Wetterwolken bedecken am TageDer heiteren Sonne weitreichendes Licht. —

Auch außer dem Wetter, im eigenen HerzenBeginnt ein Kampf um das Ja und das Nein —Um Höhe und Tiefe und Helle und Dunkel,Um höheres oder niederes Sein. —

Um Leben für immer, um Sterben für immer —Um ewigen Unsinn und ewigen Zweck —O verlöscht nicht das Licht bei der finsteren Brandung —Das Schiff der unglücklichen Menschheit ist leck.

Stimmung.Düster liegt die Welt mir da,Wie ein ödes Meer.Und der Abgrund ist so nah,Und er reizt mich sehr.Drin vergessen und versenken,Selbst das Schöne mit,Nichts mehr fühlen, nichts mehr denken,Erde, wir sind quitt! —Keine Lust ist’s, keine Wonne,Aber mehr als das! —Keinen Schatten, keine Sonne, —Keine Lieb’, kein Haß! —In dem Nichts die Freiheit lieget,Nicht Notwendigkeit —Und von fern es schon besiegetAlles „Muß“ und Leid.Düster liegt die Welt mir da,Wie ein ödes Meer,Aller Welten End’ ist nah,Und es reizt mich sehr.

Düster liegt die Welt mir da,Wie ein ödes Meer.Und der Abgrund ist so nah,Und er reizt mich sehr.Drin vergessen und versenken,Selbst das Schöne mit,Nichts mehr fühlen, nichts mehr denken,Erde, wir sind quitt! —Keine Lust ist’s, keine Wonne,Aber mehr als das! —Keinen Schatten, keine Sonne, —Keine Lieb’, kein Haß! —In dem Nichts die Freiheit lieget,Nicht Notwendigkeit —Und von fern es schon besiegetAlles „Muß“ und Leid.Düster liegt die Welt mir da,Wie ein ödes Meer,Aller Welten End’ ist nah,Und es reizt mich sehr.

Düster liegt die Welt mir da,Wie ein ödes Meer.Und der Abgrund ist so nah,Und er reizt mich sehr.Drin vergessen und versenken,Selbst das Schöne mit,Nichts mehr fühlen, nichts mehr denken,Erde, wir sind quitt! —Keine Lust ist’s, keine Wonne,Aber mehr als das! —Keinen Schatten, keine Sonne, —Keine Lieb’, kein Haß! —In dem Nichts die Freiheit lieget,Nicht Notwendigkeit —Und von fern es schon besiegetAlles „Muß“ und Leid.Düster liegt die Welt mir da,Wie ein ödes Meer,Aller Welten End’ ist nah,Und es reizt mich sehr.

Düster liegt die Welt mir da,Wie ein ödes Meer.Und der Abgrund ist so nah,Und er reizt mich sehr.

Drin vergessen und versenken,Selbst das Schöne mit,Nichts mehr fühlen, nichts mehr denken,Erde, wir sind quitt! —

Keine Lust ist’s, keine Wonne,Aber mehr als das! —Keinen Schatten, keine Sonne, —Keine Lieb’, kein Haß! —

In dem Nichts die Freiheit lieget,Nicht Notwendigkeit —Und von fern es schon besiegetAlles „Muß“ und Leid.

Düster liegt die Welt mir da,Wie ein ödes Meer,Aller Welten End’ ist nah,Und es reizt mich sehr.

Ein Frauenbild.Auf dem weichen grünen RasenKniet ein Frauenbild,Ihre Arme gegen Himmel,Lächelt sie so mild;Sanft sich ihre Lippen regen,Lispeln hörbar kaum,Ihre Blicke schweifen trunkenIn des Himmels Raum!„Großer Gott, Du hast willfahretMeinem still’ Gebet,Großer Gott, nur Dank und FreudeSei von Dir gefleh’t.“Englein steigen auf und nieder,Und der Morgen graut,Und das Herz der Jungfrau bebet,Und die Rose thaut.Einen Blick noch zu dem Himmel,Einen Dankesblick,Einen Blick erhab’ner Klarheit,Ruh’ und Seelenglück.Und das Haupt die Jungfrau birgetIn dem weichen Gras,Andachtsschauer hebt die Seele,Und ihr Aug’ wird naß.„Gieb mir eins noch, Gott der Gnade,Laß michdankbarsein,Treu und dankbar, Gott der Gnade,Und mein Herz bleib’ rein!“Wißt ihr wohl, wer so erglühetSprach das Dankgebet?Die’s gewesen, lieber Leser,Selber vor Dir steht.

Auf dem weichen grünen RasenKniet ein Frauenbild,Ihre Arme gegen Himmel,Lächelt sie so mild;Sanft sich ihre Lippen regen,Lispeln hörbar kaum,Ihre Blicke schweifen trunkenIn des Himmels Raum!„Großer Gott, Du hast willfahretMeinem still’ Gebet,Großer Gott, nur Dank und FreudeSei von Dir gefleh’t.“Englein steigen auf und nieder,Und der Morgen graut,Und das Herz der Jungfrau bebet,Und die Rose thaut.Einen Blick noch zu dem Himmel,Einen Dankesblick,Einen Blick erhab’ner Klarheit,Ruh’ und Seelenglück.Und das Haupt die Jungfrau birgetIn dem weichen Gras,Andachtsschauer hebt die Seele,Und ihr Aug’ wird naß.„Gieb mir eins noch, Gott der Gnade,Laß michdankbarsein,Treu und dankbar, Gott der Gnade,Und mein Herz bleib’ rein!“Wißt ihr wohl, wer so erglühetSprach das Dankgebet?Die’s gewesen, lieber Leser,Selber vor Dir steht.

Auf dem weichen grünen RasenKniet ein Frauenbild,Ihre Arme gegen Himmel,Lächelt sie so mild;Sanft sich ihre Lippen regen,Lispeln hörbar kaum,Ihre Blicke schweifen trunkenIn des Himmels Raum!„Großer Gott, Du hast willfahretMeinem still’ Gebet,Großer Gott, nur Dank und FreudeSei von Dir gefleh’t.“Englein steigen auf und nieder,Und der Morgen graut,Und das Herz der Jungfrau bebet,Und die Rose thaut.Einen Blick noch zu dem Himmel,Einen Dankesblick,Einen Blick erhab’ner Klarheit,Ruh’ und Seelenglück.Und das Haupt die Jungfrau birgetIn dem weichen Gras,Andachtsschauer hebt die Seele,Und ihr Aug’ wird naß.„Gieb mir eins noch, Gott der Gnade,Laß michdankbarsein,Treu und dankbar, Gott der Gnade,Und mein Herz bleib’ rein!“Wißt ihr wohl, wer so erglühetSprach das Dankgebet?Die’s gewesen, lieber Leser,Selber vor Dir steht.

Auf dem weichen grünen RasenKniet ein Frauenbild,Ihre Arme gegen Himmel,Lächelt sie so mild;

Sanft sich ihre Lippen regen,Lispeln hörbar kaum,Ihre Blicke schweifen trunkenIn des Himmels Raum!

„Großer Gott, Du hast willfahretMeinem still’ Gebet,Großer Gott, nur Dank und FreudeSei von Dir gefleh’t.“

Englein steigen auf und nieder,Und der Morgen graut,Und das Herz der Jungfrau bebet,Und die Rose thaut.

Einen Blick noch zu dem Himmel,Einen Dankesblick,Einen Blick erhab’ner Klarheit,Ruh’ und Seelenglück.

Und das Haupt die Jungfrau birgetIn dem weichen Gras,Andachtsschauer hebt die Seele,Und ihr Aug’ wird naß.

„Gieb mir eins noch, Gott der Gnade,Laß michdankbarsein,Treu und dankbar, Gott der Gnade,Und mein Herz bleib’ rein!“

Wißt ihr wohl, wer so erglühetSprach das Dankgebet?Die’s gewesen, lieber Leser,Selber vor Dir steht.

Kanarienvögleins Traum!Es bettet sich das VögeleinIn seinem eignen Flaum,Es hüllet sich das Köpfchen ein,Und träumt den schönsten Traum.Vom blauen Himmel — lebenslang —Vom dunkelgrünen Hain,Von seinem eigenen Gesang,Harmonisch klingend, rein;Von einer schönern bessern WeltBei stetem Sonnenschein,Aus Morgenroth gewebt ein Zelt,Darunter Groß und Klein;Des Sängers gleichgestimmte Brust,So treu und hochgesinnt,In Wonne, überird’scher Lust,Vereint die Künstler sind:Ein schön Duett, so kühn, so zart,Wird aufgeführet bald,Kein einz’ger Mißton, rauh und hart,Aus ihren Kehlen schallt:Nur himmlisch Licht, Gerechtigkeit,Nur Klarheit, Himmels Bild,Verschwunden Unbill, Neid und Leid,Nur Englein strahlend mild!Kanaria’s Flug, Kanaria’s TraumIm Himmel Sieben schwebt,Erwachend aus dem eignen FlaumDas Vöglein sich erhebt.Des Käfigs Wand, des Käfigs Luft! —Das Vöglein faßt sich schnell:Die Wirklichkeit ist enge Kluft,Der Traum ein Lebensquell.

Es bettet sich das VögeleinIn seinem eignen Flaum,Es hüllet sich das Köpfchen ein,Und träumt den schönsten Traum.Vom blauen Himmel — lebenslang —Vom dunkelgrünen Hain,Von seinem eigenen Gesang,Harmonisch klingend, rein;Von einer schönern bessern WeltBei stetem Sonnenschein,Aus Morgenroth gewebt ein Zelt,Darunter Groß und Klein;Des Sängers gleichgestimmte Brust,So treu und hochgesinnt,In Wonne, überird’scher Lust,Vereint die Künstler sind:Ein schön Duett, so kühn, so zart,Wird aufgeführet bald,Kein einz’ger Mißton, rauh und hart,Aus ihren Kehlen schallt:Nur himmlisch Licht, Gerechtigkeit,Nur Klarheit, Himmels Bild,Verschwunden Unbill, Neid und Leid,Nur Englein strahlend mild!Kanaria’s Flug, Kanaria’s TraumIm Himmel Sieben schwebt,Erwachend aus dem eignen FlaumDas Vöglein sich erhebt.Des Käfigs Wand, des Käfigs Luft! —Das Vöglein faßt sich schnell:Die Wirklichkeit ist enge Kluft,Der Traum ein Lebensquell.

Es bettet sich das VögeleinIn seinem eignen Flaum,Es hüllet sich das Köpfchen ein,Und träumt den schönsten Traum.Vom blauen Himmel — lebenslang —Vom dunkelgrünen Hain,Von seinem eigenen Gesang,Harmonisch klingend, rein;Von einer schönern bessern WeltBei stetem Sonnenschein,Aus Morgenroth gewebt ein Zelt,Darunter Groß und Klein;Des Sängers gleichgestimmte Brust,So treu und hochgesinnt,In Wonne, überird’scher Lust,Vereint die Künstler sind:Ein schön Duett, so kühn, so zart,Wird aufgeführet bald,Kein einz’ger Mißton, rauh und hart,Aus ihren Kehlen schallt:Nur himmlisch Licht, Gerechtigkeit,Nur Klarheit, Himmels Bild,Verschwunden Unbill, Neid und Leid,Nur Englein strahlend mild!Kanaria’s Flug, Kanaria’s TraumIm Himmel Sieben schwebt,Erwachend aus dem eignen FlaumDas Vöglein sich erhebt.Des Käfigs Wand, des Käfigs Luft! —Das Vöglein faßt sich schnell:Die Wirklichkeit ist enge Kluft,Der Traum ein Lebensquell.

Es bettet sich das VögeleinIn seinem eignen Flaum,Es hüllet sich das Köpfchen ein,Und träumt den schönsten Traum.

Vom blauen Himmel — lebenslang —Vom dunkelgrünen Hain,Von seinem eigenen Gesang,Harmonisch klingend, rein;

Von einer schönern bessern WeltBei stetem Sonnenschein,Aus Morgenroth gewebt ein Zelt,Darunter Groß und Klein;

Des Sängers gleichgestimmte Brust,So treu und hochgesinnt,In Wonne, überird’scher Lust,Vereint die Künstler sind:

Ein schön Duett, so kühn, so zart,Wird aufgeführet bald,Kein einz’ger Mißton, rauh und hart,Aus ihren Kehlen schallt:

Nur himmlisch Licht, Gerechtigkeit,Nur Klarheit, Himmels Bild,Verschwunden Unbill, Neid und Leid,Nur Englein strahlend mild!

Kanaria’s Flug, Kanaria’s TraumIm Himmel Sieben schwebt,Erwachend aus dem eignen FlaumDas Vöglein sich erhebt.

Des Käfigs Wand, des Käfigs Luft! —Das Vöglein faßt sich schnell:Die Wirklichkeit ist enge Kluft,Der Traum ein Lebensquell.

Gegen die Vivisektion.Ein unbekanntes Band der Seelen kettetDen Menschen an das arme Thier,Das Thier hat einen Willen —ergoSeele —Wenn auch ’ne kleinere als wir.Ein Mensch, mißbrauchend die Gewalt und Stärke,Ein lebend Herz zerreißen — wie?Wer gleicht denn hier dem wilden Thiere,Ist es der Mensch, ist es das Vieh? —

Ein unbekanntes Band der Seelen kettetDen Menschen an das arme Thier,Das Thier hat einen Willen —ergoSeele —Wenn auch ’ne kleinere als wir.Ein Mensch, mißbrauchend die Gewalt und Stärke,Ein lebend Herz zerreißen — wie?Wer gleicht denn hier dem wilden Thiere,Ist es der Mensch, ist es das Vieh? —

Ein unbekanntes Band der Seelen kettetDen Menschen an das arme Thier,Das Thier hat einen Willen —ergoSeele —Wenn auch ’ne kleinere als wir.Ein Mensch, mißbrauchend die Gewalt und Stärke,Ein lebend Herz zerreißen — wie?Wer gleicht denn hier dem wilden Thiere,Ist es der Mensch, ist es das Vieh? —

Ein unbekanntes Band der Seelen kettetDen Menschen an das arme Thier,Das Thier hat einen Willen —ergoSeele —Wenn auch ’ne kleinere als wir.

Ein Mensch, mißbrauchend die Gewalt und Stärke,Ein lebend Herz zerreißen — wie?Wer gleicht denn hier dem wilden Thiere,Ist es der Mensch, ist es das Vieh? —

O erkläret mir das RäthselDer umringenden Natur,Zu den Wundern, zeiget, gebetMir nur eine einz’ge Spur!Unbegriffen, unverstanden,Seh ich sehnsuchtsvoll mich um,Fragend all das Welten Chaos:Und das Chaos bleibet stumm.

O erkläret mir das RäthselDer umringenden Natur,Zu den Wundern, zeiget, gebetMir nur eine einz’ge Spur!Unbegriffen, unverstanden,Seh ich sehnsuchtsvoll mich um,Fragend all das Welten Chaos:Und das Chaos bleibet stumm.

O erkläret mir das RäthselDer umringenden Natur,Zu den Wundern, zeiget, gebetMir nur eine einz’ge Spur!Unbegriffen, unverstanden,Seh ich sehnsuchtsvoll mich um,Fragend all das Welten Chaos:Und das Chaos bleibet stumm.

O erkläret mir das RäthselDer umringenden Natur,Zu den Wundern, zeiget, gebetMir nur eine einz’ge Spur!

Unbegriffen, unverstanden,Seh ich sehnsuchtsvoll mich um,Fragend all das Welten Chaos:Und das Chaos bleibet stumm.

Welten Chaos, Menschen ChaosChaos in des Menschen-Brust,Heil’ge Liebe, glühend Hassen,Düster Gram und heit’re Lust!Wie es lodert, wie es flammet,Finstre Wolke, schwanker Kahn,Heil’ger Muth und süßes Hoffen:Bleibet in dem morschen Kahn!

Welten Chaos, Menschen ChaosChaos in des Menschen-Brust,Heil’ge Liebe, glühend Hassen,Düster Gram und heit’re Lust!Wie es lodert, wie es flammet,Finstre Wolke, schwanker Kahn,Heil’ger Muth und süßes Hoffen:Bleibet in dem morschen Kahn!

Welten Chaos, Menschen ChaosChaos in des Menschen-Brust,Heil’ge Liebe, glühend Hassen,Düster Gram und heit’re Lust!Wie es lodert, wie es flammet,Finstre Wolke, schwanker Kahn,Heil’ger Muth und süßes Hoffen:Bleibet in dem morschen Kahn!

Welten Chaos, Menschen ChaosChaos in des Menschen-Brust,Heil’ge Liebe, glühend Hassen,Düster Gram und heit’re Lust!

Wie es lodert, wie es flammet,Finstre Wolke, schwanker Kahn,Heil’ger Muth und süßes Hoffen:Bleibet in dem morschen Kahn!


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