AMEN

AMEN

Die Stunde naht, o Herr; nun benedeieDen ausgelöschten Schlaf der Knechte.Ich harre, Herr, dass deine RechteIn Kellerhöhlen Rosen streue.Ich höre, dass von deinem Hauch gesundeMein Herz, nun endlich sicher vor Verrat,Ein Osterlamm, das sich im Sumpf vertrat,Und tief in warmen Fluten eine Wunde.Ich harre, Herr, auf Nächte sonder Ende,Auf eine unheilbare Schwäche,Dein Ebenbild auf schwüler WasserflächeUnd streck' nach deinem Schatten meine Hände.Und deiner Nächte, Vater, will ich harren,Auf dass sich die Begierden all, die schwülen,Und Träume in dem feuchten Abend kühlenUnd dann in einem Eispalast erstarren ...

Die Stunde naht, o Herr; nun benedeieDen ausgelöschten Schlaf der Knechte.Ich harre, Herr, dass deine RechteIn Kellerhöhlen Rosen streue.

Ich höre, dass von deinem Hauch gesundeMein Herz, nun endlich sicher vor Verrat,Ein Osterlamm, das sich im Sumpf vertrat,Und tief in warmen Fluten eine Wunde.

Ich harre, Herr, auf Nächte sonder Ende,Auf eine unheilbare Schwäche,Dein Ebenbild auf schwüler WasserflächeUnd streck' nach deinem Schatten meine Hände.

Und deiner Nächte, Vater, will ich harren,Auf dass sich die Begierden all, die schwülen,Und Träume in dem feuchten Abend kühlenUnd dann in einem Eispalast erstarren ...


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