NACHTSEELE

NACHTSEELE

Meine Seele ist betrübt am Ende,Ist betrübt von all der Müdigkeit,Matt von ihrer Unzulänglichkeit,Matt ist sie und auch betrübt am Ende,Und mein Antlitz harrt auf deine Hände.Herr, es harrt auf deine reinen Hände,Harrt auf ihre engelreine Kühle,Harret auf des Friedensringes Spende,Harret, dass es ihren frischen Odem fühle,Einem Schatze gleich im Meeresgrunde.Und ich harre, dass ich bald gesunde,Dass ich nicht am Sonnenlichte sterbe,Hoffnungslos im Sonnenlicht verderbe,Dass mein Blick sich kühlt, der fieberwunde,Drinnen so viel Arme Schlaf begehren!Drinnen so viel Schwäne ziehn auf Meeren,Schwäne, die ins Ungewisse fliegenUnd den kranken Hals vergeblich biegen,Drinnen Kranke gehn und Rosen brechenAuf verschneiten Gartenflächen.Herr, mein Antlitz lechzt nach deinen Händen,Die gleich eisigen Engeln Kühlung spenden;Und nach ihnen lechzen wie nach WasserbächenMeiner Blicke dürre Haiden,Wo so viele müde Lämmer weiden!

Meine Seele ist betrübt am Ende,Ist betrübt von all der Müdigkeit,Matt von ihrer Unzulänglichkeit,Matt ist sie und auch betrübt am Ende,Und mein Antlitz harrt auf deine Hände.

Herr, es harrt auf deine reinen Hände,Harrt auf ihre engelreine Kühle,Harret auf des Friedensringes Spende,Harret, dass es ihren frischen Odem fühle,Einem Schatze gleich im Meeresgrunde.

Und ich harre, dass ich bald gesunde,Dass ich nicht am Sonnenlichte sterbe,Hoffnungslos im Sonnenlicht verderbe,Dass mein Blick sich kühlt, der fieberwunde,Drinnen so viel Arme Schlaf begehren!

Drinnen so viel Schwäne ziehn auf Meeren,Schwäne, die ins Ungewisse fliegenUnd den kranken Hals vergeblich biegen,Drinnen Kranke gehn und Rosen brechenAuf verschneiten Gartenflächen.

Herr, mein Antlitz lechzt nach deinen Händen,Die gleich eisigen Engeln Kühlung spenden;Und nach ihnen lechzen wie nach WasserbächenMeiner Blicke dürre Haiden,Wo so viele müde Lämmer weiden!


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