Chapter 8

siehe BildunterschriftUnschön wirkende,durch Ernährungsrückgang bedingteAltersfalten.

Unschön wirkende,durch Ernährungsrückgang bedingteAltersfalten.

siehe BildunterschriftKünstlerisch schön wirkende,durch das Seelenleben bedingteAltersfalten.

Künstlerisch schön wirkende,durch das Seelenleben bedingteAltersfalten.

Weiter werden die Merkmale welche das Schicksal, die Kämpfe des Geistes und der Seele dem Antlitz aufdrücken, behandelt, es wird gezeigt, wie häufig wiederholte vorübergehende Ausdrucksformen des Antlitzes allmählich dauernde Veränderungen hervorrufen, wie auch hier der Geist es ist, der sich den Körper baut. Die einzelnen vorübergehenden Veränderungen des Mienenspiels werden ausführlich behandelt und analysiert und ihre Entstehung auf rein sinnliche Reize zurückgeführt. Das Mienenspiel des Kindes wird in seiner rein elementaren Form dem durch Erziehung und konventionelle Rücksichten modifizierten Gesichtsausdruck des Erwachsenen gegenübergestellt. Es wird gezeigt, wie beim Kinde noch rein sinnliche Eindrücke vorherrschen, während im späteren Alter die seelischen Eindrücke, die Arbeit des Geistes und die Lebensschicksale das Gesicht immer mehr modifizieren und ihre unverwischbaren Spuren darin hinterlassen. Die Art und Weise, wie das Gesicht auf plötzliche reelle oder ideelle Reize reagiert, wird an photographischen Aufnahmen in drastischer Form demonstriert.

Der Verfasser verwirft die künstliche Hervorbringung gewollter Gesichtsausdrücke als unzuverlässig, er hat sein Material ausschließlichnach wirklich vorhandenen geistigen Erregungengesammelt. Das, was der Verfasser bietet, macht daher Anspruch auf absolute Naturwahrheit.

Der künstlerische Standpunkt wird darüber nicht vernachlässigt. Der Verfasser weist immer wieder darauf hin, welche Veränderungen des Gesichtsausdruckes durch das Seelenleben, welche durch rein zufälligen körperlichen Bau bedingt sind, welche unserm Schönheitssinn entsprechen und welche nicht. Auch der Schönheitssinn und die Verschönerungsversuche anderer Rassen werden berücksichtigt.

Knabe, anderthalb Jahre alt.

Derselbe, acht Jahre alt.

Derselbe erwachsen, neunzehn Jahre alt.

siehe BildunterschriftErika S. Süßer Geschmack.

Erika S. Süßer Geschmack.

siehe BildunterschriftErika S. Widerwärtiger Geschmack.

Erika S. Widerwärtiger Geschmack.

Ohne den Boden der Allgemeinverständlichkeit zu verlassen, deduziert der Verfasser die Entwicklung und die notwendigen Folgen der Veränderungen des Antlitzes vomstreng wissenschaftlichen Standpunkte aus und wirft, zuweilen nicht ohne treffenden Sarkasmus, die Lehren der „Physiognomiker“ über Bord.

Für diejenigen, welche sich vom künstlerischen Standpunkte aus, seien es darstellende oder bildende Künstler, mit dem Gesichtsausdruck zu befassen haben, dürfte das Buch bald ein unentbehrlicher Ratgeber werden, für jeden Gebildeten, der sich mit den Gesetzen der äußeren Ausdrucksweise unseres Seelenlebens bekannt machen will, wird das Studium des Buches eine anregende und lohnende Lektüre bilden.

════════════════════BESPRECHUNG.════════════════════

Der Wert der physiognomischen Forschung ergibt sich ohne weiteres aus der Wahrnehmung, daß das Mienenspiel des Menschen in seinen Grundzügen bei allen Völkern das gleiche ist, daß aber Gesichtszüge wie auch Gesichtsausdruck mit der fortschreitenden Kultur gewisse Veränderungen erfahren haben, aus denen sich wichtige Schlüsse auf den vorherrschenden oder den augenblicklichen Gemütszustand ziehen lassen. Dr. Krukenberg zeigt nun an einer großen Anzahl vorzüglicher Bilder, daß der Grad, in dem sich seelische oder körperliche Reize im Gesicht zu erkennen geben, durch mehrere Faktoren bestimmt wird; dieser hängt nämlich von ihrer Stärke, von ihrer Plötzlichkeit und, soweit sie den Gesichtsausdruck dauernd verändern, außerdem noch von ihrer Nachhaltigkeit ab. Nicht nur Künstler, Richter und Ärzte, die der Physiognomik von Berufs wegen ihre Aufmerksamkeit zu schenken haben, sondern jeder Gebildete, der etwas tiefer in die Geheimnisse "Spiegels der Seele" eindringen möchte, wird in dem schönen Werke reiche Anregung finden.Köln. Zeitung 1913. 1206.

════════════════════INHALTSVERZEICHNIS.════════════════════

I. Einleitung. — II. Literaturverzeichnis. — III. Historisches. Kritik der bisherigen Schriften über Physiognomik. — IV. Mimik der Tiere. — V. Entwicklung der Physiognomie. Anthropologisches. Entwicklung der einzelnen Rassenmerkmale. Entwicklung des Individuums. Geschlechtsmerkmale. Altersmerkmale. Pathologisches. — VI. Entstehung des menschlichen Mienenspiels. Entwicklungsgeschichte. Physiologie. Ausfallerscheinungen. Pathologie. — VII. Die Haut. — VIII. Das Auge. — IX. Das Ohr. — X. Die Nase. — XI. Der Mund. — XII. Zusammenfassung der einzelnen Ausdrucksweisen. Register.

Angeborene Blindheit.

Erika S. Wut.

Fünfjähriges ausgehungertes Kind.

Dasselbe, vier Monate später nach Nahrungszufuhr.

BESTELLZETTEL.Der Unterzeichnete bestellt bei der Buchhandlung von.........................................................................................................................aus dem Verlag vonFerdinandEnke inStuttgartKRUKENBERG, Der Gesichtsausdruck des Menschen.Geh. M. 6.—, in Leinw. geb. M. 7.40.Ort und Datum:Name:.........................................................................................................................

Erika S. Rührung (seelischer Schmerz).

Die Schönheit des weiblichen KörpersDen Müttern, Ärzten und Künstlern gewidmet.VonDr. C. H. STRATZ.Zweiundzwanzigste, vermehrte und verbesserte AuflageMit 303 Abbildungen und 8 Tafeln. Lex. 8o. 1913. geh. M. 18.—, in Leinw. geb. M. 20.—Die vorliegende Auflage der "Schönheit" ist um mehr als 30 neue Abbildungen durchwegPhotographien nach dem Leben bereichert und auch textlich erweitert worden. Die früherenAuflagen des Werkes haben in der Presse die wärmste Anerkennung gefunden.Das Werk kann in seinem geschmackvollen Gewande auch zu Geschenken für Künstler, Kunstfreunde,Ärzte und Mütter, für welche Kreise es geschrieben ist, bestens empfohlen werden.

Zu beziehen durch jede Buchhandlung oder vom Verlag von FERDINAND ENKE in Stuttgart.

Druck der Union Deutsche Verlagsgesellschaft in Stuttgart.


Back to IndexNext