Chapter 3

Mein lieber Herr Kürbis, unterbrach ihnBiribinker, ich sehe, daß sie eine eben so verzweiffelte Wuth zum raisonniren haben, als die tugendhafte und preciöse Mirabella, ihre Geliebte. Warum haben sie denn verlangt, daß ich in dem feurigen Brunnen baden sollte, wenn ich nicht in den Pallast hinein gehen darf? Noch einmal, mein lieber Freund, sorgen sie nicht für meine Treue, und sagen sie mir lieber: wie ich mich zu verhalten habe, wenn ich in den Pallast komme? Sie haben hiezu wenig Unterricht nöthig, antwortete der Kürbis, denn sie werden nirgend keinen Widerstand finden; alle Thüren werden sich ihnen von selbst eröfnen, und wenn sie irgend etwas zu besorgen haben, so muß es nur (wie ich schon gesagt, und wie sie sich so ungern sagen lassen) von ihrem eigenen Herzen seyn. Aber was für eine Mine,denken sie, daß mir der altePadmanabamachen werde, fragte der Prinz? So viel ich an der Bewegung der Gestirne merke, erwiederte der Kürbis, so ist es bereits um Mitternacht, um welche Zeit der Alte in tiefem Schlaf zu liegen pflegt. Allein gesetzt auch, daß er aufwachen sollte, so haben sie von seinem Zorn nichts zu besorgen; alle seine Macht vermag nichts gegen die Zauber-Kraft ihres Namens, und nach den Vortheilen, die sie bisher über ihn erhalten haben, zu urtheilen, können sie allerdings hoffen, diesesmal nicht weniger glücklich zu seyn.

Es mag gehen wie es will, versetzteBiribinker, so bin ich entschlossen das Abentheuer mit dem unsichtbaren Schloß zu bestehen; denn es liesse sich doch sonst keine vernünftige Ursache angeben, warum ich in des Wallfisches Bauch gekommen seyn sollte. Gute Nacht, Herr Kürbis, bis wir uns wieder sehen.

Viel Glücks, tapferer und liebenswürdigerBiribinker, rief ihm der wortreiche Kürbis nach; fahre wohl, du Blume und Zierde allerFeen-Ritter, und möge das Abentheuer, dem du so muthig entgegen gehst, einen Ausgang gewinnen, dergleichen noch kein Mährchen gehabt hat, seitdem es Feen und Ammen in der Welt gibt. Gehe, weiser Königs-Sohn, wohin dich dein Schicksal zieht; aber hüte dich die Warnungen eines Kürbis zu verachten, der dein guter Freund ist, und vielleicht tieffere Blicke in die Zukunft thut, als irgend ein Calender-Macher in der Christenheit.

Der Kürbis merkte nicht, indem er diese schöne Abschieds-Rede hielt, daß der Prinz schon durch den ersten Schloßhof gegangen war, ehe er noch zu reden aufgehört hatte.Biribinkerwar jetzt ganz und gar von dem Abentheuer eingenommen, das er vor sich hatte, und seine Einbildungs-Kraft, die in dem feurigen Bad einen ausserordentlichen Schwung erhalten hatte, stellte ihm die schöne Salamandrin, die er bald zu sehen hofte, mit so unwiderstehlichen Reitzungen vor, daß er sich des Wunsches nicht enthalten konnte, seinem Milchmädchen nur dieses einzige mal noch ungetreuseyn zu können. Unter diesen Gedanken kam er durch den zweyten Hof in ein Vorhaus, aus welchem ihm ein grosses Getümmel entgegen schallte. Er lauschte ein wenig, und vernahm, daß es eine Menge von krächzenden Weiber-Stimmen waren, die in einem heftigen Wortwechsel begriffen schienen. So neugierig als er von Kindheit auf gewesen war, konnte er sich nicht enthalten, zu sehen, wem diese anmuthigen Stimmen zugehörten. Er öfnete die Thür eines grossen und überaus prächtigen Saals, und entsetzte sich nicht wenig, da er ihn mit fünfzig oder sechzig der allerhäßlichsten kleinen Zwerginnen angefüllt sah, die nur immer die bürleske Einbildung einesCalotoderHogarthzu ersinnen fähig wäre.

Der armeBiribinkerglaubte beym ersten Anblick, daß er zu einem Hexen-Sabbath gekommen sey, und er würde unfehlbar vor Abscheu in Ohnmacht gefallen seyn, wenn er nicht zu gleicher Zeit vor Lachen über so poßierliche Figuren hätte bersten mögen. Diese schönen Nymphen, die in der That nichts geringersals junge Gnomiden waren, von denen die jüngste kaum achtzig Jahre haben mochte, wurden seiner kaum gewahr, so eilten sie alle auf ihn zu, so schnell als es ihre krummen Beine zuliessen. Sie kommen eben recht, PrinzBiribinker, rief ihm eine von den häßlichsten entgegen, einen Streit zu entscheiden, worüber wir einander bey nahe in die Haare gekommen wären. Sie zanken sich doch nicht, hoffe ich, welche unter ihnen die schönste sey? sagteBiribinker. Und warum nicht? erwiederte dieGnomide; sie haben es ersten Streichs errathen. Aber denken sie nur, mein schöner Prinz, nachdem ich es würklich schon dahin gebracht habe, daß mir alle übrige den Vorzug eingestehen, so untersteht sich dieses Fratzen-Gesicht, diese kleine Pagode hier, mir den goldnen Apfel noch streitig zu machen. O! mein angenehmster junger Prinz, schrie die Angeklagte, indem sie ihn in die Waden kneipte, welches vermuthlich, ihrer Absicht nach, eine Liebkosung seyn sollte; ich darf es kühnlich auf ihr Urtheil ankommen lassen. Sehen sie uns beyde nur recht an, betrachten sie uns Stück vor Stück,und thun sie den Ausspruch nach ihrem Gewissen, wofern ich mir zu viel schmeichlen würde, wenn ich sagte nach ihrem Herzen. Begreiffen sie, PrinzBiribinker, sagte die erste, wie man die Unverschämtheit so weit treiben kan? Fürs erste, so ist sie kaum eines Daumens Breite kleiner als ich, und sie werden gestehen, daß das keinen Unterscheid macht; was ihren Buckel betrift, so hoffe ich, der meinige darf sich noch immer neben dem ihren sehen lassen, und meine Füsse sind, wie sie sehen, immer so breit und wohl um zwey gute Mannsdaumen länger als die ihrige. Ich weiß wohl, daß sie sich sehr viel auf den Umfang und die Schwärze ihres Busens zu gut thut, aber sie werden doch bekennen müssen, fuhr sie fort, indem sie ihr Halstuch abnahm, daß der meinige, wo nicht völlig so ansehnlich, doch ungleich schwärzer ist als der ihrige. Mag er doch! rief die andere, einen so kleinen Vorzug kan ich dir leicht eingestehen, da ich in allen andern Stücken den Vortheil über dich habe.

Sie lachen, mein liebster PrinzBiribinker, und es kan in der That nichts lächerlicherseyn, als die Eitelkeit dieser Meerkatze hier. Ich schäme mich, daß ich genöthiget seyn soll, mich selbst zu loben, aber sehen sie einmal, um wie viel meine Beine krümmer und stumpichter sind als die ihrigen? Ich will von allem übrigen nichts sagen; man müßte nur blind seyn, wenn man nicht beym ersten Anblick sehen sollte, daß meine Augen kleiner und matter sind als die ihrigen, daß meine Backen um die Helfte aufgedunsener sind, und meine Unter-Lippe viel weiter herunter hangt; auch nichts von der ungleich grössern Länge meiner Ohren zu gedenken, und daß ich wenigstens fünf oder sechs Warzen mehr im Gesicht habe als sie, und daß die Haare an den meinigen länger sind; wir wollen auf einen Augenblick das alles beyseite setzen, und nur von der Nase reden. Es ist wahr, die ihrige ist eine von den grösten, die man sehen mag, und man könnte in Versuchung gerathen, sie die Schönste zu nennen, wenn man die meinige nicht gesehen hat: Aber man braucht ja keinen Maaßstab, um zu finden, daß meine Nase wenigstens einer halben Spanne lang weiter über den Mund herab hängtals die ihrige. Die Schamhaftigkeit erlaubt mir nicht, setzte sie mit einem entsetzlich zärtlichen Blick hinzu, von andern Schönheiten zu reden, die nur einem glücklichen Liebhaber sichtbar werden dürfen; aber sie können versichert seyn, daß ich in diesem Stück nicht weniger Ursache habe, mich der Freygebigkeit der Natur zu berühmen, als in Absicht dessen, was ihnen in die Augen fällt, und ich hoffe – Mademoiselle, riefBiribinker, so bald er vor Lachen reden konnte; ich unterstehe mich eben nicht, mich für einen Kenner auszugeben; aber in der That, es kan ihrer Freundin nicht Ernst seyn, wenn sie sich, was die Schönheit betrift, mit ihnen in einen Wettstreit einlassen will; der Vorzug, den sie in diesem Stück haben, ist augenscheinlich, und es ist unmöglich, daß der gute Geschmack der HerrenGnomenihnen hierüber nicht vollkommene Gerechtigkeit widerfahren lassen sollte.

Die ersteGnomideschien durch diese Entscheidung nicht wenig beleidiget zu seyn, alleinBiribinker, der vor Ungedult brannte, dieschöne Salamandrin zu sehen, bekümmerte sich wenig um alles, was sie zwischen ihren langen Zähnen murmelte, und zog sich wieder zurück, nachdem er der ganzen liebreitzenden Gesellschaft eine gute Nacht gewünscht hatte. Statt der Antwort schickten sie ihm ein lautes Gelächter nach, um dessen Bedeutung er sich wenig bekümmerte, da er jetzo den Pallast vor sich stehen sahe, dessen unbegreifliche Schönheit seine ganze Aufmerksamkeit auf sich zog. Nachdem er ihn eine geraume Weile voller Bewunderung betrachtet hatte, sahe er, daß die beyden Flügel der Pforte sich aufthaten. Er konnte dieses nicht anders als für ein Zeichen ansehen, daß seine Unternehmung mit dem glücklichsten Ausgang bekrönt werden würde. Er gieng also mit hofnungsvollem Muth hinein, und befand sich, nachdem er eine Treppe hinauf gestiegen war, in einem grossen Vorsaal, aus dem er in eine Reyhe von Zimmern kam, von deren Schimmer er, ungeachtet der Veränderung, die das Feuer-Bad in seiner Natur hervor gebracht hatte, fast verblendet wurde.

Allein so mannigfaltig und ausserordentlich alle die schönen Dinge waren, die von allen Seiten seinen Augen entgegen strahlten, so vergaß er doch alles andere über den Gemählden einer unvergleichlich schönen jungen Salamandrin, womit alle diese Zimmer behangen waren. Er zweiffelte nicht, daß es die Geliebte des altenPadmanabaseyn werde und diese Copien, worein sie in allen nur ersinnlichen Stellungen, Anzügen und Gesichtspuncten, bald wachend, bald schlafend, bald als Diana, bald als Venus, Hebe, Flora, oder eine andere Göttin vorgestellt war, gaben ihm eine solche Idee von dem Urbilde, daß er bey der blossen Erwartung seiner bevorstehenden Glückseligkeit vor Entzückung und Wonne hätte zerfliessen mögen. Ins besondere konnte er nicht satt werden, eine grosse Tafel anzuschauen, worein sie in einem Bade von Flammen saß, von Liebesgöttern bedient, die durch das Anschauen ihrer überirrdischen Schönheit ausser sich selbst gesetzt schienen.Biribinkerwußte nicht, ob er die Schönheit des Gegenstands, oder die Kunst der Mahlerey am meisten bewundern sollte,und mußte sich selbst gestehen, daßTitianundGuidogegen die Salamandrischen Mahler in Absicht des Colorit nur Sudler seyen. Der Eindruck, den dieses Gemählde auf ihn machte, war so lebhaft, daß er mit äusserster Ungedult diejenige zu sehen wünschte, die in einem leblosen Nachbilde schon so unwiderstehliche Begierden einflößte. Er durchsuchte also eine Menge von Zimmern, ohne daß er jemand fand, er durchsuchte den ganzen Pallast von oben bis unten, und wiederhohlte es zwey oder dreymal; aber da war keine Seele zu hören noch zu sehen. Endlich ward er einer halb geöfneten Thüre gewahr, die in den ausserordentlichsten Lustgarten führte, den er jemals gesehen hatte. Alle Bäume, Gewächse und Blumen, Alleen, Lauben und Springbrunnen in diesem Garten waren von lauterm Feuer, jedes brannte in seiner natürlichen Farbe, mit einem eben so anmuthigen als durchdringenden Glanz, und die Würkung, die das Ganze machte, übertraf in der That alles, was sich die Einbildungs-Kraft prächtiges vorstellen kan.

Biribinkerwarf nur einen flüchtigen Blick auf dieses majestätische Schauspiel, denn er gewahrte am Ende des Gartens einen Pavillion, in welchem er seine schöne Salamandrin zu finden hofte. Er flog dahin, und die Thüre öfnete sich abermal von selbst, um ihn durch einen grossen Saal in ein Cabinet einzulassen, wo er niemand sah als einen Greisen von majestätischem Ansehen, mit einem langen schneeweissen Bart, der auf einem Ruhebette in tiefem Schlafe zu liegen schien. Er zweiffelte nicht, daß es der altePadmanabasey, und ob er gleich versichert war, daß er keine Gewaltthätigkeit von ihm zu besorgen hatte, so konnte er sich doch nicht erwehren, ein wenig zu zittern, da er sich, mit den Absichten, die er hatte, so nah bey diesem Zauberer und an einem Orte sah, wo alles demselben zu Gebot stund. Doch der Gedanke, daß ihn das Schicksal nun einmal dazu ausersehen habe, die Bezauberungen des Padmanaba zu zerstören, und das Verlangen, die schöne Salamandrin zu sehen, gaben ihm in wenig Augenblicken seinen ganzen Muth wieder. Er war im Begriff sich demRuhebette zu nähern, um sich eines Säbels zu bemächtigen, der neben dem Alten auf einem Küssen lag, als er merkte, daß er mit dem Fuß an etwas stieß, ob er gleich nicht sahe, was es seyn könnte. Er stutzte, und da er die Hände zu Hülfe nahm, so fühlte er den artigsten kleinen Fuß, der je gewesen ist, auf einem Polster ausgestreckt. Eine so unverhofte Entdeckung machte ihn neugierig, das Bein kennen zu lernen, dem ein so artiger Fuß zugehörte; dennBiribinkerschloß in diesem Falle wie Sanct Thomas von Aquino selbst geschlossen haben würde, nehmlich, daß, wo man einen Fuß finde, man nach dem ordentlichen Lauf der Natur berechtiget sey ein Bein zu erwarten. Er setzte also seine Beobachtungen fort, und entdeckte endlich von Schönheit zu Schönheit in der unsichtbaren Figur, die er vor sich hatte, ein junges Frauenzimmer, die in einem tiefen Schlaf versenkt zu seyn schien, und (nach dem Zeugniß des einzigen Sinnes, der ihm ihr Daseyn verrathen hatte, zu urtheilen) von einer so vollkommenen Schönheit war, daß sie nichts geringers als entweder Venus oder die schöneSalamandrin selbst seyn konnte. In dem nehmlichen Augenblick, da er diese Entdeckung machte, ließ sich eine muntere Symphonie von allen möglichen Instrumenten hören, ohne daß man weder Instrumente noch Musicanten sah.

Biribinkererschrack und bebte von der schönen Unsichtbaren zurück, denn sein erster Gedanke war, daß dieses Getöse den schlafenden Zauberer aufwecken würde; aber er entsetzte sich noch weit mehr, da er sah, daßPadmanabaverschwunden war.

Dieser Zauberer war alt genug um klug zu seyn; er wußte schon lange, wie gefährlich ihmBiribinkereinst seyn würde, und die Furcht vor einem Prinzen, der dazu gebohren schien, seine Bezauberungen aufzulösen, war der stärkste Beweggrund gewesen, warum er seine Residenz in des Wallfisches Bauch aufgeschlagen hatte. Allein auch in dieser Freystatt hielt er sich und seine schöne Salamandrin, die nun der einzige Gegenstand seiner Sorgen war, nicht für sicher genug; und da ihm einegeheime Ahnung vorher sagte, daß ihnBiribinkerbis in des Wallfisches Bauch verfolgen würde, so glaubte er nicht genug Vorsicht gebrauchen zu können, um das Unglück zu verhüten, womit ihn die überraschende Erscheinung eines so furchtbaren Gegners bedräute. In dieser Absicht hatte er seine Geliebte mit einem geheimnisvollen Talisman bewafnet, der die gedoppelte Eigenschaft hatte, sie allen andern Augen als den seinigen unsichtbar zu machen, und so bald er berührt wurde, eine zauberische Musik hervor zu bringen. Käme auch Biribinker, (dachte der alte Padmanaba) aller Schwierigkeiten ungeachtet, in den Bauch des Wallfisches, ja selbst in den unsichtbaren Pallast, so würde ihm doch die schöne Salamandrin unsichtbar seyn; und entdeckte er sie auch, trotz ihrer Unsichtbarkeit, so würde doch, so bald er den Talisman berührte, das musicalische Getöse sein Daseyn verrathen, und ihnPadmanabanoch zeitig genug in den Stand setzen, seinem Unstern zuvor zu kommen. Diese Vorsicht war desto nöthiger, da der gute Alte seit mehrern Jahren mit einer Art von Schlafsuchtbehaftet war, die ihn nöthigte, alle Tage wenigstens sechszehen Stunden von vier und zwanzig zu verschlafen. Das geringe Zutrauen, das ihm seine vorige Liebste zu ihrem ganzen Geschlecht übrig gelassen hatte, bewog ihn, die schöne Salamandrin während der ganzen Zeit seines Schlummers in einen bezauberten Schlaf zu versenken, aus welchem niemand als er sie erwecken konnte. Der einzigeBiribinkerwürde unter gewissen Umständen und Bedingungen, die nehmliche Macht gehabt haben, undPadmanaba, (so wollt es das Schicksal!) würde in eben demselben Augenblick die seinige, wenigstens über die schöne Salamandrin gänzlich verlohren haben; und da alles dieses während daß der Alte schlief, gar leicht hätte begegnen können, so hatte er den Talisman, der ihn erwecken sollte, so weißlich angebracht, daßBiribinker, (in so fern man ihm auch nur eine mittelmäßige Neugierigkeit zutrauen konnte) ihn nothwendig finden mußte.

Kaum hatteBiribinker, in dem nehmlichen Augenblick, da er entdeckte, daß derschöne Fuß (der zu diesem Abentheuer Anlaß gegeben) einem eben so schönen jungen Frauenzimmer zugehöre, den fatalen Talisman berührt, so fieng, wie schon gemeldet worden, der Talisman zu musiciren an, undPadmanabaerwachte. Er warf, wie leicht zu erachten ist, keinen sehr freundlichen Blick auf unsern Prinzen; allein, da er mit Gewalt nichts gegen ihn vermochte, so blieb ihm nichts übrig, als sich auf der Stelle unsichtbar zu machen, und mit aller nur möglichen Eilfertigkeit auf die Verhinderung des Vorhabens bedacht zu seyn, welches er, ohne in einem übertriebenen Grad argwöhnisch zu seyn, beyBiribinkervoraus setzen konnte.

Inzwischen hatte sich dieser Prinz, dem es bey Gelegenheit nicht an Muth fehlte, wieder aus der ersten Bestürzung erhohlt, worein ihn das unsichtbare Concert und die Verschwindung desPadmanabagesetzt hatten. So gefährlich als es ihm schien, in einem solchen Ort gar zu neugierig zu seyn, so wollte er doch wissen, was aus dem alten Zauberer gewordensey. Er suchte ihn also im Garten so wohl als in allen Zimmern und Winkeln des Schlosses, nachdem er die Vorsicht gebraucht hatte, sich vorher mit dem Säbel zu bewafnen, denPadmanabazurück gelassen hatte, und auf dessen beyden Seiten er so viel talismannische Figuren eingegraben fand, daß er sich mit diesem Gewehr vor dem ZaubererMerlinselbst nicht gefürchtet hätte. Da er aber weder den Alten noch jemand andern finden konnte, so zweiffelte er nun nicht länger, daßPadmanabaentflohen sey, und ihm seinen Pallast und seine Schöne zur Beute überlassen habe. In diesen Gedancken kehrte er triumphirend zurück, warf seinen Säbel auf das Ruhebette, und sich selbst zu den Füssen der liebenswürdigen Unsichtbaren, die er zu seiner unbeschreiblichen Freude noch immer schlafend fand, ungeachtet die Musik des berührten Talismans mit der angenehmsten Abwechslung von Allegro und Andante immer fort daurte. Man weißt nicht, ob es den zauberischen Einflüssen eines von diesen Andante, (welches in der That nicht zärtlicher hätte seyn können, wenn es vonJomelliselbst gesetzt gewesen wäre) oder einem Zweifel, der (wie es zu gehen pflegt) bey ihm entstund, ob er auch dem Zeugniß eines einzigen Sinnes glauben dürfe, und ob nicht diese unvergleichliche Schöne, die er auf dem Sopha gefunden zu haben glaubte, ein blosses Blendwerk seyn möchte, dergleichen in bezauberten Pallästen nicht ungewöhnlich sind – Man weiß nicht, sage ich, ob es der einen oder der andern von diesen Ursachen zuzuschreiben war, daßBiribinkerdurch neue Beobachtungen sich der Wahrheit eines so ausserordentlichen Phänomenons zu versichern anfieng. In kurzem fügte er auch noch Versuche hinzu, und beydes so wohl, als die heftigste Symptomen einer Leidenschaft, die in kurzem bis zum äussersten Grad der Schwärmerey und des Taumels stieg, liessen ihm endlich keinen Zweiffel mehr übrig, daß er würklich die schöne Salamandrin in seinen Armen habe, deren sichtbare Gestalt ihn in den Zimmern des Pallasts so sehr entzückt hatte. Dieser Gedanke, und das bezaubernde Colorit, womit sein Gedächtniß die Unvollkommenheit des fünften Sinnesergänzte, dessen er sich alleine bedienen konnte, setzte ihn zu sehr ausser sich selbst, als daß er sich in diesen Augenblicken seines geliebten Milchmädchens, seiner Entschliessungen, und der Warnungen des Kürbis hätte erinnern können. Kurz, er wurde immer kühner, und die zunehmende Dunkelheit des Zimmers, die er für eine Aufmunterung seiner Unternehmungen hielt, mit der Musik des Talismans, welche immer zärtlicher wurde, war in der That nicht geschickt, seine Entzückung auf einen mäßigern Grad herab zu stimmen. Es findet sich hier eine abermalige kleine Lücke in dem Original dieser merkwürdigen Geschichte, deren Ausfüllung wir denBentleysundScriblerisunserer Zeit überlassen wollen, ohne uns auch nur mit Vermuthungen über den Innhalt derselben aufzuhalten.Biribinker, fährt die Geschichte fort, erwachte eben aus einer Betäubung, welche gewissen Indianischen Philosophen so angenehm zu seyn scheint, daß sie in eine immerwährende Dauer derselbigen den höchsten Grad der Glückseligkeit setzen, als er gewahr wurde, daß die schöne Unsichtbarealle seine Liebkosungen mit ungemeiner Lebhaftigkeit erwiederte. Er schloß hieraus, daß sie erwacht seyn müsse, und unterließ nicht, ihr in der erhabenen Sprache, die er sich im Bienenstock der FeeMelisotteangewöhnt hatte, alle die zärtlichen Sachen vorzusagen, welche Cristalline und Mirabella in ähnlichen Umständen von ihm gehört hatten. Die Unsichtbare beantwortete diese schönen Erklärungen, Lobsprüche, Ausruffungen und Betheurungen mit Seufzern, Verkleinerung ihrer Reitzungen und Zweiffeln an seiner Beständigkeit, die ein weniger entzückter Liebhaber als esBiribinkerwar, hätte unzeitig und im Mund einer so liebenswürdigen Person unnatürlich finden können. Allein der Prinz, der in diesen Augenblicken gar nicht aufgelegt war Schlüsse zu machen, begnügte sich bloß, in dem gewöhnlichen Wege, wie man dergleichen Zweiffel zu zerstreuen pflegt, die Beweise seiner Zärtlichkeit zu verdoppeln. Sie gab ihm alle Aufmerksamkeit, die er nur immer wünschen konnte, ohne desto besser überzeugt zu seyn. Haben sie nicht, sagte sie ihm, Mirabellen und Cristallineneben so geliebt wie mich? Haben sie nicht einer jeden von ihnen eben so viel zärtliches vorgesagt, eben so viel Betheurungen gemacht, eben so viele Beweise gegeben, ohne daß weder die eine noch die andere, so reitzend sie ihnen auch in der ersten Berauschung ihrer Sinnen vorkamen, fähig war, über das Milchmädchen, das sie sich in den Kopf gesetzt haben, nur einen einzigen Tag lang die Oberhand zu behalten. Ach!Biribinker! das Schicksal meiner Vorgängerinnen sagt mir nur allzu deutlich, was das meinige seyn wird; und wie können sie verlangen, daß ich bey einer so traurigen Gewißheit, sie in wenigen Stunden wieder zu verlieren, gleichgültig bleiben soll?Biribinkerantwortete ihr hierauf mit den lebhaftesten und feyerlichsten Versicherungen einer ewigen und eben so unbegrenzten Liebe, als es ihre Reitzungen seyen. Er behauptete, daß sie sich selbst beleidige, indem sie sich mit den beyden Feen vergleiche, die, wie er sagte, nicht liebenswürdig genug gewesen waren, ihm etwas mehr als einen flüchtigen Geschmack beyzubringen, und schwur ihr bey allen Liebesgöttern, daß von demAugenblick an, da er das Glück gehabt habe, ihr Bild im grossen Saal zu erblicken, das Milchmädchen, welches sie in so unnöthige Besorgnisse setze, nicht mehr Gewalt über sein Herz gehabt habe, als ein jedes anders Milchmädchen in der Welt. Diese Versicherungen beruhigten die schöne Unsichtbare nur schwach, undBiribinkersahe sich genöthigt alle seine Figuren zu erschöpfen, um die Hartnäckigkeit ihres Unglaubens zu überwinden. O! rief er, schönste Unsichtbare, warum kan ich nicht den ganzen Erdkreiß und alle vier Elemente mit ihren Bewohnern auf einmal zu Zeugen der unveränderlichen Treue machen, die ich ihnen schwöre! – Wir alle sind Zeugen, rief eine Menge von weiblichen und männlichen Stimmen, die ihm von Personen, die um ihn herum stunden, in die Ohren schallten.Biribinker, der wohl nicht vermuthet hatte, daß man ihn beym Wort nehmen würde, fuhr mit einiger Bestürzung auf, und wollte sehen, woher diese Stimmen kämen; aber o! Himmel! welche Zunge könnte beredt genug seyn, die Bestürzung und das Entsetzen auszudrücken, woreinihn der Anblick setzte, den eine plötzliche Erheiterung des Zimmers seinen weit ofnen Augen darstellte? Er sah, o! Wunder! o! Abentheuer! o! schreckenvoller Anblick! er sahe sich in eben dem Cabinet, welches schon zweymal ein Zeuge seiner treulosen Unbeständigkeit gewesen war; an statt der schönen Salamandrin fand er sich in die Arme der häßlichenGnomideverwickelt, welcher er vor etlichen Stunden den Preiß zuerkannt hatte; und was seine Beschämung und seinen Schmerz hätte tödlich machen mögen, er sah sich um und um von allen denjenigen umgeben, die er sich am wenigsten zu Zuschauern wünschen konnte, und sie waren grausam genug, in eben dem Augenblick, da er sich mit grauemvollem Eckel aus den Armen seiner mißgeschafnen Schönen loß wickeln wollte, in ein so lautes Gelächter auszubrechen, daß der ganze Pallast davon wiederhallte. Zur Rechten des Ruhbettes sahe er (o! wie gern hätte er sich in diesem Augenblick blind und unsichtbar zu seyn gewünscht!) die FeeCristalline, welche den kleinenGrigrian der Hand hatte; zur Linken die schöneMirabellamit ihrem geliebtenFlox, der in der That als Salamander eine bessere Mine hatte als in der Gestalt eines dicken Kürbis; aber was die Qual des unglücklichenBiribinkersauf den äussersten Grad vermehrte, war der Anblick der FeeCaprosinemit seinem schönenMilchmädchen, und des altenPadmanabamit der schönenSalamandrinan der Hand; welche beyderseits auf einer goldfarbigen Wolke, die von kleinen Sylphen getragen wurde, sassen, und mit höhnischem Lächeln auf ihn hinunter sahen. Glück zu! PrinzBiribinker, sagte die FeeCristalline; in der That, nun vergebe ich ihnen, daß sie so ungedultig von mir wegeilten; wer einer solchen Eroberung zueilt, kan sich nicht genug beschleunigen. Sie erinnern sich noch wohl, PrinzBiribinker, nahm jetztGrigridas Wort, daß ich eben keine Ursache habe mich ihnen verpflichtet zu glauben; denn wenn es an ihnen gelegen wäre, so möchte ich wohl ewig eine Hummel geblieben seyn; aber es wäre zu grausam, ihrer in den Umständen, worinn sie sind, noch zu spotten. Sehen sie selbige als eineStrafe an, die sie in mehr als einer Betrachtung verdient haben. Wenn auch die Schöne, bey der wir sie auf eine so unvermuthete Art überraschten, ihrer nicht von allen Seiten so würdig wäre, als sie ist, fuhrMirabellamit einer boßhaften Mine fort, so haben sie wenigstens den Vortheil, daß sie keinePreciöseist. Was mich betrift, setzte dergewesene Kürbishinzu, so könnte ich zwar bedauren, daß ich meine wieder erlangte Gestalt und den Besitz der schönenMirabellaihrem Unglück zu danken habe; allein nachdem ich als Kürbis großmüthig genug gewesen war, sie vor den Folgen einer neuen Untreue zu warnen, so werden sie mich nicht verdenken können, wenn ich mich als Salamander erfreue, daß sie meine Warnungen verachtet haben. Siehe, unglücklicher, aber mit Recht bestrafterBiribinker, meckerte jetzt die FeeCaprosine, wiewohl dichCaramussalgegen meinen Zorn geschützt hat. Siehe hier die liebenswürdige PrinceßinGalactine, die du als Milchmädchen liebtest, und deren Besitz ein allzu günstiges Schicksal, alles meines Hasses ungeachtet, dirzugedacht hatte, wenn du durch eine dreymal wiederhohlte Untreue dich ihrer nicht selbst unwürdig gemacht hättest. Wenn Mitleiden dir helfen könnte, armer Prinz, sagte das schöne Milchmädchen, so würdest du, so wenig du es auch von mir verdient haben magst, weniger unglücklich seyn; denn ich sehe wohl, daß deine Strafe härter ist als dein Verbrechen, und daß die Feen und Zauberer wenigstens eben so viel Schuld an deinem Unfall haben, als du selbst.

Bey diesen Worten sahe der allzu unglücklicheBiribinkerauf, heftete einen Blick voll unbeschreiblicher Empfindungen auf sein geliebtes Milchmädchen, und sank mit einem Seufzer, worinn er seine Seele auszuhauchen schien, wieder zurück, ohne das Vermögen zu haben, nur ein Wort hervor zu bringen. Lerne, rief ihm der altePadmanabavon der andern Seite zu, lerne, bewundernswürdigerBiribinker, seltnes Muster der Weißheit und der Beständigkeit, daß der altePadmanabanicht alt genug ist, deine Verwegenheit unbestraft zu lassen; und möge deine Geschichte, inimmerwährender Zeitfolge von einer Amme der andern überliefert, der späten Nachwelt zum Beispiel dienen, wie gefährlich es ist, den grossenCaramussalum sein Schicksal zu befragen, und vor seinem achtzehnten Jahr ein Milchmädchen zu sehen.

Kaum hattePadmanabaden Mund wieder zugethan, so hörte man auf einmal ein fürchterliches Donnern, mit Sturmwind und Blitzen begleitet, wodurch der ganze Pallast, wie in einem Erdbeben erschüttert, und die ganze Gesellschaft, den einzigen verzweiflungsvollenBiribinkerausgenommen, in Furcht gesetzt wurde! Denn selbst der alte Padmanaba merkte, daß dieses Ungewitter von einer Macht herkomme, die der seinigen überlegen war. Auf einmal flog die Decke des Zimmers und das ganze Dach des Pallasts hinweg, und man sah, unter Donnern und Blitzen, den grossenCaramussal, auf einem Hippogryfen sitzend, herab steigen, und zwischen der Fee Caprosine und dem alten Padmanaba seinen Platz auf einer Wolke nehmen. Der PrinzBiribinkerist genug gestraft, riefCaramussalmit majestätischer Stimme; das Schicksal ist befriediget, und ich nehme ihn in meinen Schutz. Verschwinde, nichtswürdiger Wechselbalg, fuhr er fort, indem er dieGnomidemit seinem Stab berührte, und sie, Prinz Biribinker, wählen sie unter diesen vier Schönen, welche sie wollen; die Salamandrin, die Sylphide, die Ondine, oder die Sterbliche; diejenige, so ihr Herz wählen wird, soll ihre Gemahlin seyn, und sie von der Unbeständigkeit heilen, die bisher, wie man gestehen muß, ihr Fehler gewesen ist –Padmanabawürde, vor Verdruß über eine so unerwartete Entwicklung, gerne mit den Zähnen geknirscht haben, wenn er welche gehabt hätte. Was die Schönen betrift, so hatten sie alle ihre Augen mit Erwartung auf den Prinzen geheftet, und besonders sahe man der jungen Salamandrin, die noch kein Wort gesprochen hatte, ganz deutlich an, daß sie lieber gesehen hätte, wenn der altePadmanaba, an statt die garstige Gnomide an ihren Platz zu schieben, ihr erlaubt hätte, ihre eigene Stelle selbst zu vertreten.

AberBiribinker, der in einem Augenblick von dem äussersten Grad der Schaam und der Verzweiflung auf den höchsten Grad der Glückseligkeit übergieng, bedachte sich keinen Augenblick, wie er wählen wollte. Ob gleich die elementarischen Damen sein Milchmädchen an Schönheit weit hinter sich zurück liessen, so konnten doch alle ihre Reitzungen in Gegenwart seiner geliebten Galactine mehr nicht als einen flüchtigen Blick von ihm erhalten. Er warf sich vor dieser anmuthsvollen Creatur nieder, und bat mit den Ausdrücken einer so aufrichtigen Reue, einer so wahren Liebe um die Vergebung seiner Schuld, daß sie nicht so unbarmherzig seyn konnte, ihm nicht wenigstens die Hofnung, daß sie sich noch erbitten lassen werde, zu erlauben.Caramussal, dem er sich gleichfalls zu Füssen warf, hob ihn auf, nahm ihn bey der Hand, und führte ihn der Princeßin Galactine zu.

Empfangen sie hier, liebenswürdige Princeßin, den PrinzenCacamiellovon meiner Hand, denn dieses ist nunmehr seinName, da die Absichten, warum ich ihm den andern geben ließ, erfüllt sind;BiribinkerundMilchmädchensind nun nicht mehr, und nachdem beyde dem Eigensinn ihres Gestirns genug gethan, und der Feerey ihre Gebühr bezahlt haben, so bleibt mir nichts übrig, als den PrinzenCacamielloseinen königlichen Eltern zurück zu geben, und durch ein ewiges Band mit der PrinzeßinGalactinezu vereinigen.

Ihr, schöne Feen, fuhr er fort, indem er sich zu Cristallinen und Mirabellen wandte, habt, wie ich hoffe, Ursache mit mir vergnügt zu seyn, da ihr durch meine Veranstaltung eure Gestalt und eure Liebhaber wieder erhalten habt; weil es aber unbillig wäre, daß ich allein leer ausgienge, so entlade ich hier den altenPadmanabaaller seiner Sorgen, indem ich die schöne Salamandrin, die bey ihm nichts zu thun hat, als unsichtbar zu seyn und zu schlafen, zur Belohnung meiner Mühe, für mich selbst behalte.

Mit diesen Worten schlug der grosseCaramussalmit seinem Stabe dreymal in dieLuft, und auf einmal befand er sich mit dem Prinzen und der Princeßin im Cabinet des Königs, der, wie man denken kan, eine grosse Freude hatte, seinen Sohn und Erben so groß und schön mit einer so schönen Princeßin und mit einem so schönen Namen wieder zu sehen.

Bald darauf wurde das Beylager mit grosser Feyerlichkeit und Pracht vollzogen; das neue Ehepaar liebte sich so lange als es konnte, und zeugete Söhne und Töchter; und nachdem endlich der alte König in dieneunzehnte Weltabgereißt war, so regierte KönigCacamielloso weißlich an seiner statt, daß die Unterthanen keinen Unterschied spürten.

Er machte seinen FreundFlox, zur Belohnung der guten Dienste, die er ihm als Kürbis geleistet hatte, zu seinem ersten Vezier, und die schöneMirabellanebst der FeeCristallineunterliessen niemals bey Hofe zu erscheinen, so oft die Königin in die Wochen kam.

Sie brachten jedesmal den kleinenGrigrimit, welcher, ungeachtet seiner Häßlichkeit, bey den meisten Hof-Damen einen Beyfall erhielt, der ihren Liebhabern nicht gleichgültig war.

Das muß man gestehen, sagten sie alle auseinem Munde, daßGrigrimit allerseiner Häßlichkeit der kurzweiligsteGesellschafter von derWelt ist!

Ende.

Ende.

Anmerkungen zur Transkription:Der vorliegende Text wurde anhand der 1904 erschienenen Ausgabe nahezu originalgetreu wiedergegeben. Rechtschreibung und Zeichensetzung entsprechen den damaligen Gepflogenheiten und wurden durchgängig beibehalten. Dies gilt ebenfalls für unterschiedliche Schreibweisen, selbst wenn dadurch Inkonsistenzen entstehen.Die Buchausgabe wurde in Frakturschrift gesetzt; zur Heraushebung einiger Passagen in der Einleitung wurde Antiqua-Schrift verwendet. Im vorliegenden Text wurden diese Stellenkursivhervorgehoben. Insbesondere Eigennamen wurdengesperrtdargestellt, allerdings nicht konsequent durchgängig; dies wurde hier beibehaltengesperrt dargestellt; diese Stellen wurden hier inFettdruckumgewandelt. Rein französischsprachige Zitate sind mit „Guillemets“ (« ») umgeben.Gegenüber dem Originaltext vorgenommene Korrekturen:# S.V: fehlender Satzpunkt wurde eingefügt.# S.12: “Histiorie” → “Historie”

Anmerkungen zur Transkription:

Der vorliegende Text wurde anhand der 1904 erschienenen Ausgabe nahezu originalgetreu wiedergegeben. Rechtschreibung und Zeichensetzung entsprechen den damaligen Gepflogenheiten und wurden durchgängig beibehalten. Dies gilt ebenfalls für unterschiedliche Schreibweisen, selbst wenn dadurch Inkonsistenzen entstehen.

Die Buchausgabe wurde in Frakturschrift gesetzt; zur Heraushebung einiger Passagen in der Einleitung wurde Antiqua-Schrift verwendet. Im vorliegenden Text wurden diese Stellenkursivhervorgehoben. Insbesondere Eigennamen wurdengesperrtdargestellt, allerdings nicht konsequent durchgängig; dies wurde hier beibehaltengesperrt dargestellt; diese Stellen wurden hier inFettdruckumgewandelt. Rein französischsprachige Zitate sind mit „Guillemets“ (« ») umgeben.

Gegenüber dem Originaltext vorgenommene Korrekturen:

# S.V: fehlender Satzpunkt wurde eingefügt.# S.12: “Histiorie” → “Historie”


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