„Um das Rhinozeros zu sehen,Erzählte mir mein Freund,Beschloß ich auszugehen“ usw.
„Um das Rhinozeros zu sehen,Erzählte mir mein Freund,Beschloß ich auszugehen“ usw.
„Um das Rhinozeros zu sehen,Erzählte mir mein Freund,Beschloß ich auszugehen“ usw.
„Um das Rhinozeros zu sehen,
Erzählte mir mein Freund,
Beschloß ich auszugehen“ usw.
ein literarisches Denkmal errichtete. Im Herbste desselben Jahres kam es nach Nürnberg, im Frühling 1748 nach Augsburg, wo es Joh. Ridinger sehr gut abzeichnete und radierte.
Auffallend spät erschienen Kamele in Deutschland. Die erste auf uns gekommene Nachricht, die sich auf ein solches Tier bezieht, datiert aus dem Jahre 1487. Erst als es der Großherzog Ferdinand II. von Toskana 1622 auf seinem Landgute San Rossore bei Pisa zu Zuchtzwecken einführte, wurden alle Tierbuden und Tiergärten damit versorgt. Um dieses Tier, das beständig mit dem zweihöckerigen Trampeltier verwechselt wurde, wand sich wie um die vorigen ein ganzer Kranz von Fabeln. Am meisten wurde von unseren trinkfesten Vorfahren die Tatsache angestaunt, „daß der Romdarius auch zu Sommerszeiten 3 Monate ohne Sauffen leben kann“.
Von den übrigen, wohl in jeder größeren Menagerie vorhandenen Tieren ist das Lama außer in Spanien, wo es bald nach der Eroberung Perus durch Pizzaro gezeigt wurde, zuerst 1558 in Antwerpen zur Schau gestellt worden, das Krokodil 1566 in Nürnberg, der Elch 1586 ebenfalls in Nürnberg, das Stachelschwein, das seine totbringenden Stacheln auf den Gegner schießen sollte, 1627, der indische „Riesenbüffel“ 1745, der afrikanische Strauß schon 1450 auf der Frankfurter Messe, das Zebra um 1670, der Eisbär 1754 als „crulanischer (wahrscheinlich grönländischer) Meer-Löwe oder weißer Walfisch-Bär“. Verhältnismäßig spät und selten — wohl weil ihre Ernährung mit frischem Fleisch sehr kostspielig war — waren große Raubtiere zu sehen, so 1584 in Nürnberg ein Löwe, 1611 ein Löwe und ein Tiger. Um so beliebter und verbreiteter waren seit dem Ende des 18. Jahrhunderts auf allen deutschen Jahrmärkten verschiedene Robben, besonders deren kleinster Vertreter, der Seehund als angeblich „menschenfressendes Ungeheuer“ zu sehen. Auch größere Affen wurden damals als Satyre oder wilde Männer bei uns gezeigt.
Um die Mitte des 18. Jahrhunderts, mit der Zeit der Aufklärung, begann die Blütezeit der Wandermenagerien, als deren erste die des „Herrn Dalmatine, eines geborenen Dalmatiners“ von 1750–1760 Deutschland durchzog. Deren uns erhaltene Anpreisungszettel wimmeln von unrichtigen, abenteuerlichen Angaben und Übertreibungen von der Gefährlichkeit der gezeigten Tiere. Besonders mit der Herkunft derselbennahm man es damals nicht genau. Ums Jahr 1800 erschien in Nürnberg die Menagerie Anton Alpi & Co. mit zwei Elefanten, zwei Eisbären, einem „großen breitgestreiften König der Tiger aus Bengalen“, einem „Pander oder gefleckten bengalischen Tiger“, einer Hyäne, einem „Kasoar“, einem „Condor aus Afrika, man nennet ihn auch den Lämmer-Geyer oder Geyer-König“, einem „Eremiten oder Einsiedleraffen“, einem kanadischen Biber — „seine Nahrung besteht bloß in Holz“ — und „zwey junge Cangoru, welche — wie der Königstiger — noch nie in Deutschland lebendig gesehen worden sind“. Weniger phantastisch waren die Ankündigungen der zwischen 1813 und 1815 Deutschland bereisenden Menagerie Simonelli. Sie besaß einen von den damaligen Zoologen zu den Faultieren gerechneten Lippenbären und als Glanzstück einen jungen „großen Barbaro männlichen Geschlechts, welcher die Negerinnen wegraubt; er ist vom Geschlecht der Waldmänner. Von dem Barbaro kommt der wahre Orang-Outang oder Waldmann her. Dieser Barbaro, erst 4 Jahre alt, ist bereits 41⁄2Fuß hoch, seine vollkommene Größe ist 6 oder 7 Fuß; dieses Tier, das man sehr jung auf der Insel Madagaskar bey dem Cap der guten Hoffnung gefangen hat, ist jetzt gezähmt, jedoch hält man es aus Furcht des Zufalls in einem wohlbehaltenen Käfig an einer guten Kette so, daß es den Zuschauern gar nicht schaden kann.“ Es mag dies ein Schimpanse auf Westafrika gewesen sein.
Seit den 1820er Jahren wuchs die Zahl der Wandermenagerien ins Ungemessene. Unter diesen übertraf alle an Reichhaltigkeit des Inhalts und Eleganz der Ausstattung das berühmte Institut der holländischen Familie van Aken, das zwei Jahrzehnte hindurch alle Tierfreunde des Kontinents in Entzücken versetzte und 1840 an den Zoologischen Garten von Amsterdam überging. Um 1830 kamen die Dressuren der großen Raubtiere, besonders des Löwen auf; da war es ein Mitglied der Familie van Aken, der von der Damenwelt vergötterte „kühne Anton“, dem sogar die Bändigung eines bengalischen Tigers gelang. Nicht minder berühmt war sein Zeitgenosse Henri Martin aus Marseille, dessen Lieblingslöwe „Coburg“, der gewöhnlich das Zimmer mit ihm teilte, einen unrühmlichen Tod fand, indem er an einem verschluckten Pantoffel starb. In unserer Zeit hat erst der unternehmende Karl Hagenbeck in Stellingen sowohl den Import als die Dressur fremdländischer Tiere auf den Gipfel getrieben. Darin wird er auch von keinem amerikanischen Nebenbuhler übertroffen, die ja sonst von allem „the biggest in the world“ zu haben behaupten.