Chapter 79

[317]„Der Feldarzt.“ Beilage zur Allg. Wiener med. Ztg. 1875, Nr. 1–8. Hier sei bemerkt, dass Durchbohrung des Trommelfells auch als Selbstverstümmlung vorkommt.Karlinski(Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1888, pag. 66) berichtet über drei solche Beobachtungen.[318]„Krankheiten des Halses.“ Pitha-Billroth’s Handbuch. III, I, pag. 58. Ebenso konnteBert(Arch. de physiol. norm. et path. 1869) durch Zerdrücken der Trachea bei Thieren sofortigen Tod bewirken.[319]„Zur Kenntniss der Entstehungsarten von Kehlkopffracturen.“ Wiener med. Wochenschr. 1887, Nr. 44 und 45.[320]In den Berichten des Wiener Stadtphysikates aus den Siebziger-Jahren wird ein vonRokitanskysecirter Fall mitgetheilt, wo bei einem älteren an Herzverfettung leidenden Mann, der sich erhängt hatte, eine Ruptur der linken Herzkammer gefunden wurde. Eine solche fand auchHaumedereiner mündlichen Mittheilung zufolge bei einem an Haemorrhagia cerebri gestorbenen Individuum. In der Pariser Société de médecine légale wurde im Jahre 1886 über einen vonMonier(Annal. d’hygiène publ. XV, pag. 77) mitgetheilten Fall verhandelt, der ein angeblich erdrosseltes Kind betraf, bei dessen Section man eine unvollständige Querruptur der Vorderwand der linken Kammer gefunden hatte.Brouardeluntersuchte das aufbewahrte Herz und fand, dass die Ruptur von einer ulcerösen Endokarditis und Myokarditis ausgegangen war und die Erhebungen machten es wahrscheinlicher, dass das Kind nicht erdrosselt, sondern aus seinem Bettchen herausgefallen war, neben welchem man es sterbend am Boden liegend gefunden hatte.[321]Eine von uns obducirte, von einem Gerüst gestürzte Taglöhnerin starb erst nach 6 Stunden, obgleich die Obduction ausser intermeningealer Hämorrhagie und Rupturen der Leber und Milz, auch eine Ruptur des Herzbeutels und des linken Herzohres ergab. NachSchuster(l. c.) erfolgte der Tod bei 82 Fällen von Herzrupturen 24mal augenblicklich, 29mal nach wenigen Minuten, so zwar, dass einzelne der Verletzten noch eine Strecke zu gehen oder zu laufen vermochten, in den übrigen Fällen erst nach längerer, selbst Stunden und Tage betragender Zeit. V. auch unseren Fallpag. 282. Isolirte Einrisse der Innenwand des Herzens oder des Septums sind selten, doch haben wir sie wiederholt, allerdings stets combinirt mit Verletzungen anderer Organe, beobachtet. Einmal fanden wir auch eine Zerreissung der mittleren Aortenklappe. Solche isolirte Einrisse können möglicherweise ausheilen. In einem vonN. Rosenthal(Berliner klin. Wochenschrift. 1883, Nr. 15) mitgetheilten Falle hatte ein zwischen Puffer gerathener Arbeiter einen fingerweiten Riss des Septum ventriculorum durch 8 Tage überlebt.[322]Ausführliche Angaben über die reiche Literatur des noch vielfach controversen Gegenstandes undOppenheim’s eigene Untersuchungen finden sich in dessen Artikel „Railway-spine“ in der zweiten Auflage von Eulenburg’s Real-Encyclopädie. XVI, pag. 384, in jedem Jahrgang des Virchow-Hirsch’schen Jahresberichtes und in der vonS. Placzekübersetzten Monographie vonPage: „Eisenbahnverletzungen in forensischer und klinischer Beziehung.“ Berlin 1892.Vibert, „Traumatische Neurosen bei Kindern“.Virchow’s Jahresb. 1892, I, 459 undDerselbe,Knapp,Higier, ebenda 1893, 478. Besonders instructiv über den gegenwärtigen Standpunkt der Lehre von den „traumatischen Neurosen“ sind die am XII. Congress für innere Medicin vorgetragenen ReferateA. Strümpell’s undK. Wernicke’s über diesen Gegenstand (Wiener med. Wochenschr. 1893, Nr. 23 und 25).[323]Bei einem Manne, dem ein Zuckerhut auf die rechte Bauchseite gefallen und der unter Erscheinungen von Perforations-Peritonitis gestorben war, fanden wir Ruptur einer derlinkenLeistengegend anlagernden Schlinge des oberen Ileums. Die Ruptur war bohnengross und sass an der dem Gekrösansatze gegenüberliegenden Darmwand und ihr gegenüber fanden sich zwei dem Gekrösansatze parallel verlaufende, je 3 Cm. lange, zackige, mässig suffundirte Schleimhautrisse. Der Fall ist von Interesse, weil die Ruptur wahrscheinlich durch Contrecoup zu Stande gekommen ist und weil er beweist, dass ebenso wie im Magen, auch im Darm durch heftige Erschütterungen isolirte Schleimhautrisse entstehen können. Auch isolirte Einrisse des Peritonealüberzuges kommen vor.[324]Roserhat seine Anschauungen in dieser Richtung in dem Satze zusammengefasst: „Wer nicht von Geburt aus eine Hernie hat, bekommt auch nie eine solche.“ NachWernher: „Geschichte und Theorie des Mechanismus der Bruchbildung“ (Langenbeck’s Archiv. XIV, 2. und 3. Heft) zeigt die äussere Leistenhernie, wenigstens beim männlichen Geschlecht, in den ersten fünf Lebensjahren die grösste absolute Verhältnisszahl der Frequenz, fällt aber von da an sehr rasch bis zum 10. Jahre und in einem grösseren Verhältnisse, als die Abnahme der Bevölkerungszahl erklären kann. Am Ende des zweiten Quinquenniums ist die Zahl der neuentstandenen Leistenhernien am kleinsten geworden, steigt aber von da wieder und erreicht bei beiden Geschlechtern in dem Alter von 25–30 Jahren die grösste absolute und relative Höhe.[325]Friedreich’s Blätter f. ger. Med. 1873, pag. 26. Vide auch ein Gutachten vonNussbaum, ibid. 1869, pag. 156 und vonSocin, Schweizer Correspondenzblatt. 1887, Nr. 18.[326]Ein forensisches Interesse hat auch die Thatsache, dass fremde Körper verschiedener Art auch in unzüchtiger Absicht in den eigenen und fremden After eingeführt werden (Fälle vide u. A. beiTardieu, Attent. aux moeurs. 1878, pag. 231, und den unerhörten vonC. Majerin Friedreich’s Blättern f. gerichtl. Med. 1882, pag. 457, in welchem ein 16jähriges Mädchen aus Geilheit 4 Kindern durch Bohren mit den Fingern den Mastdarm zerrissen und das Gleiche auch an einer Kalbin und an einem jungen Schwein ausgeführt hatte). Von Verbrechern wird das Rectum nicht gar selten als Depôt für gestohlene Gegenstände, Feilen etc. benützt. (Albert, Lehrb. der Chir. III, 565.) Endlich gehört hierher auch die Simulation, respective künstliche Erzeugung von Mastdarmvorfall, wie sie vonTillenbaumbei galizischen Recruten beobachtet wurde. („Der Militärarzt.“ Nr. 7 und 8; Beilage zu Nr. 16 der Wiener med. Wochenschr. 1878.) Eine ausführliche Zusammenstellung von Mastdarmverletzungen bringtMantzel, Vierteljahrschrift f. gerichtl. Med. 1893, V, 249. Einen 10 Cm. langen Mastdarmvorfall nach Quetschung der Kreuzbeingegend durch einen Scheunthorflügel hatHirschberg(Berliner klin. Wochenschr. 1894, Nr. 14) beobachtet.[327]Als Ursachen der Gangrän des Penis gibtFournier(Le Semaine méd. 1883, Nr. 50) an: Diabetes (insbesondere Verletzungen bei Diabetikern), Typhus, Malaria, acute Exantheme, Trauma, Paraphimosis, Constrictionen durch Ringe, Ligaturen, Bajonnethülsen etc., Ligaturen des Präputiums (um Bettpissen zu verhindern, in einem Fall, um Befruchtungen zu vermeiden!), Phlegmone, fremde Körper in der Urethra. Ob nach übermässigem Coitus oder Onanie Gangrän entstehen könnte, lässtFournierunentschieden. Eine seiner Beobachtungen spricht dafür: Ein junger Mann war nach mannigfachen Excessen im Bordell eingeschlafen und wurde während des Schlafes von einem Mädchen intensiv masturbirt. Am anderen Tage Gangrän, die Penis und Scrotum ergriff und am neunten Tage tödtlich endete.Fournierberichtet auch über einen Fall von foudroyanter Gangrän des Penis, für welche gar keine Ursache nachgewiesen werden konnte.[328]Bezüglich dieser Apparate bemerktMartin(„Ueber Scheiden- und Gebärmuttervorfälle.“ Berliner klin. Wochenschr. 1872, IX, 30), dass schonHohldie Ansicht zurückwies, dass die Gebärmutter von der Scheide getragen werde. Die eigentlichen Träger der Gebärmutter seien die an Muskelfasern sehr reichen Lig. sacro-uterina und pubo-vesico-uterina. Die Lig. uteri lata und rotunda sind ihrer Lage und Schlaffheit wegen zur Stütze des Uterus in Betreff des Höhestandes nicht geeignet.[329]Uebrigens zeigen gerade solche Fälle die Dehnbarkeit des Begriffes der „eigenthümlichen Leibesbeschaffenheit“. Da wir nämlich zugeben müssen, dass beiallenFrauen, die bereits geboren haben, eine grössere Disposition zur Acquirirung von Vorfällen besteht, als bei solchen, die noch nicht entbunden haben, eine solche Disposition aber dann eine natürliche Folge physiologischer Vorgänge ist und daher ebenso wie Schwangerschaft und Geburt als ein im Bereiche des Normalen liegender Zustand aufgefasst werden muss, so könnte darüber gestritten werden, ob ein solcher Zustand noch als „eigenthümliche Leibesbeschaffenheit“ im Sinne der Strafprocessordnung genommen werden kann, da das Gesetz höchst wahrscheinlich nur pathologische, nicht aber auch physiologische Zustände dabei im Auge gehabt haben mag, wenn auch viele dieser, wie z. B. das Pubertätsstadium, Wochenbett etc., zweifellos eine grössere Empfindlichkeit gegen gewisse Schädlichkeiten bedingen, als dies ausserhalb derselben der Fall ist.[330]Auch bei forensischer Beurtheilung von Verletzungen der Genitalien ist die chirurgische Erfahrung im Auge zu behalten, dass nach Operationen an den Geschlechtsorganen, selbst nach geringfügigen, sich häufiger fieberhafte Zustände einstellen, als nach anderen. Es scheint, dass das Auftreten solcher Processe vorzugsweise mit einer acuten Erkrankung der Nieren zusammenhängt (acute Nephritis, Pyelitis), welche wieder der Aufnahme septischer Stoffe von der Wunde aus ihre Entstehung verdankt.[331]Vide auchHögyes, „Ueber den Verlauf der Athembewegungen während der Erstickung“. Arch. f. experim. Path. 1876, undStricker, Vorlesungen über allgemeine und experimentelle Pathologie. 1877, I, 177.[332]Eine Reihe anderer derartiger Beobachtungen haben wir in der Wiener med. Presse, 1878, Nr. 11–12, zusammengestellt.[333]Vide E.Hofmann, Vierteljahrschr. f. gerichtl. Med. XXV, pag. 231;Eberty, Ebenda. 1892, III, pag. 175: Samenerguss mit Erection noch 4–6 Stunden nach dem Tode, undHeel, Ueber postmortale Ejaculationen. Dissert. Würzb. 1893.[334]Kotelevski,Hoppe-Seyleru. A. Vide auch unsere Leichenerscheinungen. Eine Ausnahme macht der Tod durch Luftembolie, wie er namentlich nach Verletzungen der Halsvenen und post partum von den Uterusvenen aus erfolgen kann. Das Blut erscheint dann in den Luftblasen enthaltenden Gefässgebieten, besonders, wie wir erst unlängst bei einer Puerpera sahen, im rechten Herzen hellroth.[335]Ueber das „Verhalten von Blutergüssen in serösen Höhlen“ hatPenzoldt(Arch. f. klin. Med. XVIII, pag. 642) interessante Versuche angestellt, welche ergaben, dass das in die Pleurahöhle und in den Bauchfellsack ergossene Blut nicht sofort gerinnt, sondern einige Zeit, selbst bis 24 Stunden, flüssig bleibt.[336]Neuere Untersuchungen über die Ursache des Flüssigbleibens des Blutes bei der Erstickung und anderen Todesarten bringtCorinin der oben (pag. 369) citirten Arbeit.[337]Experimentalpathologisches über das Lungenödem vonWelchund S.Mayers. Med. Centralbl. 1878, pag. 726. Wie schonHallerangab, hört das rechte Herz später zu schlagen auf als das linke und davon wurde auch die Häufigkeit des Lungenödems am Leichentische hergeleitet. F.Falk, Zur Pathogenese des Lungenödems (Virchow’s Archiv. 1883, XCI) scheint sich dieser Anschauung anzuschliessen, indem er zwei Fälle von Herzverletzung (Schuss des linken, Ruptur des rechten Ventrikels) bei jungen, gesunden Männern nebeneinanderstellt, die beide innerhalb ¼ Stunde zum Tode führten und hervorhebt, dass im ersten Falle Lungenödem, im zweiten aber keines gefunden wurde.[338]Ueber diese Erscheinung vide insbesondere die Arbeit vonBetzoldundGscheidlen: „Die Locomotion des Blutes durch die glatten Muskelfasern der Gefässe.“ Unters. aus dem Würzburger physiol. Laborat. 1867, II, Heft 347.[339]Aehnliche Angaben inVirchow’s „Sectionstechnik“, 1876, pag. 38. NachStrassmann’s Untersuchungen („Die Todtenstarre am Herzen.“ Vierteljahrschrift f. gerichtl. Med. 1889, XLI, pag. 300) findet sich auch bei Erstickung, Blausäurevergiftung und mancher anderen gewaltsamen Todesart, selbst bei der Strychninvergiftung unmittelbar nach dem Tode das Herz beiderseits in Diastole, weich und blutgefüllt, ebenso wie bei dem Tode durch primäre Herzlähmung. Durch die Todtenstarre ändert sich aber dieses Verhältniss auch bei primärer Herzlähmung (wenn diese nicht durch parenchymatöse Degeneration veranlasst wurde) wesentlich, indem man dann den linken Ventrikel fest contrahirt und grösstentheils oder ganz seines Inhaltes entleert findet.[340]Doch können solche wie Suffusionen aussehende Blutungen auch erst bei der Herausnahme der Brustaorta aus den dabei durchtrennten Gefässen, insbesondere den Intercostalarterien, entstehen.[341]Observat. de suffocatis satura. 1753, und De infantibus in partu suffocatis. 1760; v.Schwarz, „Die vorzeitigen Athembewegungen“. 1858, pag. 20.[342]„Sur le mécanisme de la production des ecchymoses sous-pleurales dans l’asphyxie aigue.“ Arch. de physiol. norm. et path. Januar 1894.[343]Ueber den Entstehungsmechanismus der Verletzungen des Kehlkopfes und des Zungenbeins beim Erhängen. Wiener med. Blätter. 1882, Nr. 24 und 25.[344]Beim typischen Erhängen ist der Kopf nach vorn, beim atypischen nach der dem Knoten entgegengesetzten Seite geneigt. In Folge dieses Umstandes ist das Kinn, respective die betreffende Seite des Unterkiefers dem Halse stark genähert, wodurch es geschehen kann, dass diese Theile auf den Rand des Hemdbesatzes oder des Hemdkragens etc. zu liegen kommen und gewissermassen gegen diesen angedrückt werden. Sind letztere steif, so können dadurch furchenartige Eindrücke entstehen, deren Deutung als Drosselmarken nicht unmöglich wäre![345]Der Bericht über diese Versuche findet sich in den „Mittheilungen des Vereines der Aerzte von Niederösterreich“ vom März 1876.[346]Hierher gehören auch die Beobachtungen vonQuinckeundWasylewskiüber mechanische Vagusreizung (Virchow’s Jahrb. pro 1875, II, 88 und pro 1876, I, 234).[347]Doch müssen wir ausdrücklich bemerken, dass auch in Fällen, wo der sogenannte Knoten der Schlinge unmittelbar hinter dem Ohr lag, an der abgenommenen Leiche der entsprechende Eindruck, respective der Winkel der Strangfurchenenden vor dem Ohre liegen kann, weil, wenn die Leiche abgenommen wird, die zugeschnürt gewesenen Theile wieder in ihre frühere Lage zurückkehren. Man muss sich daher, um die Lage und den Verlauf des Stranges richtig zu verstehen, den Hals zugeschnürt, respective die Theile des Halses in jene Lage zurückgebracht denken, welche sie während der Suspension hatten.[348]CasperundLimanhaben niemals eine sugillirte Strangfurche gesehen, dagegen hat sieNeyding(Vierteljahrschr. f. gerichtl. Med. 1871, XII, 349) fünfmal beobachtet, und zwar bei unzweifelhaften Selbstmördern.[349]„Ueber die localen Befunde beim Selbstmord durch Erhängen.“ Vierteljahrschrift f. gerichtl. Med. 1881, XXXV, pag. 201 (mit 2 Tafeln). AuchNobiling(Aerztl. Intelligenzbl. 1884, Nr. 20) fand bei einem corpulenten Mann, der sich an einer mit Draht umflochtenen Rebschnur erhängt hatte und dabei etwa 15 Cm. hoch gefallen war, die Kopfnicker, die am Zungenbein sich inserirenden und die obersten hinteren Halsmuskeln zur Hälfte durchrissen und suffundirt.[350]E. Hofmann, Ueber postmortale Rupturen des Sternocleidomastoideus. Wiener med. Wochenschr. 1888, Nr. 39.[351]Literatur vide beiSimon: „Ueber die Zerreissung der Intima carotis bei Erhängten.“ Virchow’s Archiv. XI; ferner:Faber, Deutsche Zeitschr. f. Staatsarzneikunde.“ 1870, Heft 1. Neuere Beobachtungen dieser Art hatH. Friedbergpublicirt und daran werthvolle Bemerkungen geknüpft („Gutachten“, pag. 222; P. Börner’s Deutsche med. Wochenschr. 1876, Nr. 16, 18 und 22, und Virchow’s Archiv. 1878, LXXIV).[352]„Zur Kenntniss der Befunde am Halse von Erhängten.“ Wiener med. Presse. 1882, Nr. 48 u. ff.[353]Näheres über die verschiedenen Hängemethoden v.G. Hammond: „On the proper method of executing the sentence of death by hanging.“ The New York med. Record. 1882, pag. 426.A. Calcinsin den Berichten der gerichtsärztlichen Gesellschaft von New-York. 1882, pag. 254, undFriedreich, Handbuch der gerichtsärztlichen Praxis. 1844, II, 1218. Auch den Artikel „Hinrichtung“ in Eulenburg’s Real-Encyclopädie.[354]Aehnlicher Befunde bei durch den Strang Hingerichteten erwähntTaylor, l. c. II, 40.[355]Ganz unmöglich ist die Sache nicht. Beweis dessen die sensationelle AffaireGouffet(Virchow’s Jahresber. 1890, I, pag. 496), der in der Wohnung einer Prostituirten von dieser und ihren hinter einem Vorhang versteckten Geliebten in raffinirter Weise mittelst eines vorbereiteten Apparates aufgehängt wurde. Die Sache ging so schnell, dass, nach Geständniss der Thäter, G. keinen Laut von sich gab und keine Spur von Gegenwehr merken liess. Auch erwähntv. Krafft-Ebing(Friedreich’s Blätter. 1893, pag. 393) einer schwachsinnigen Frau, die sich widerstandslos von ihrem Manne durch Erhängen auf einem Baumast tödten liess.[356]Literatur über solche Fälle nebst Mittheilung eines Falles von Selbstmord, bei welchem Hände und Füsse gebunden waren und der Strick zwischen den Schenkeln durchgezogen war, findet sich inBernt’s Beiträgen zur gerichtlichen Arzneikunde. IV, pag. 120.Taylorerwähnt eines Mannes, der sich vor dem Erhängen die Füsse mit einem Sacktuch zusammengebunden und ausserdem mit zwei Eisenstücken beschwert hatte.[357]F. Strassmann(Vierteljahrschr. f. gerichtl. Med. XLVI, 97) gelang es, postmortal einen hyperämischen Hautstreifen zu erzeugen, obgleich die betreffende Hautpartie hypostatisch nicht geröthet war. Trotzdem muss Hypostase bestanden haben, da trotz gewöhnlicher Stranganlegung die Erscheinung nur auf der einen Halbseite zu Stande kam. Bei 12 suspendirten Leichen erzielteStrassmannachtmal Fracturen der Kehlkopfhörner und eine Fractur des Zungenbeines; einmal war die Fractur etwas suffundirt! Aehnliche Resultate erhieltPatenko(l. c.).[358]Seitdem haben wir aber wiederholt auch bei einem notorischen Selbstmörder einen ähnlichen Verlauf der doppelten Strangfurche beobachtet. Doch betrug die Distanz nur wenige Centimeter. Ferner fanden wir eine doppelte Strangfurche, trotzdem der Betreffende an einem einfachen Strick hing, bei einem Manne, der, wie die Localbesichtigung ergab, zuerst an einem Nagel und weil dieser ausgerissen war, an einem Comptoirgitter sich erhängt hatte. Erwähnung verdient auch hier der vonOrfila(l. c. II, 357) notirte Fall, in welchem sich bei einem Erhängten deshalb eine horizontal um den Hals und eine zweite gewöhnlich verlaufende Strangrinne ergab, weil derselbe den Strang von hinten nach vorn um den Hals gelegt, die Enden am Vorderhalse gekreuzt, dann hinter den Ohren nach aufwärts geführt und daran sich suspendirt hatte. Solche Fälle haben wir wiederholt obducirt und ausserdem einen, wo sich zwei circulär und ziemlich parallel um den Hals verlaufende, zwischen Kehlkopf und Zungenbein sich kreuzende, im Nacken einen Querfinger von einander entfernte rinnenförmige Strangfurchen und noch eine dritte, wie beim typischen Erhängen verlaufende, ergaben, weil der Betreffende den Strick sich von vorn um den Hals gelegt, die Enden über den Nacken zurückgeführt, am Vorderhals gekreuzt und dann erst am Nagel befestigt hatte. Derartige Fälle wurden auch vonFreund, Wiener klin. Wochenschr. 1893, Nr. 7, undErhardt(Vierteljahrschr. f. gerichtl. Med. 1894, 102) beschrieben und abgebildet.[359]Da bekanntlich in verschiedenen Gewerben verschiedene Methoden der Knoten- und Schlingenbildung üblich sind (Seilerknoten, Matrosenknoten etc.), so wäre es denkbar, dass die Art der Knotenbildung den Thäter verrathen kann. Einen solchen Fall (Artillerieknoten) bringtTardieu(Schmidt’s Jahrb. 1875, Nr. 2, 179). In unserer Sammlung besitzen wir eine Schlinge, woran sich eine „Seidenknüpferin“ erhängt hatte. Der Knoten daran ist ebenso kunstgerecht geknüpft, wie er sich an den Fransen von Shawltüchern zu finden pflegt.[360]„Du suicide par strangulation sans suspension.“ Troyes 1851; Schmidt’s Jahrb. 1852, LXXV, 264.[361]Zur experimentellen Pathologie des zehnten Gehirnnerven. Arch. f. experim. Path. 1883, VII. Siehe auch:Alpiger-Störck, „Shock nach Kehlkopfexstirpation.“ Langenbeck’s Archiv. 1890, XL, Heft 4, undTamassia, „Sulla irritazione cardiaco-respiratoria di Brown-Séquard.“ 1891.[362]Bei Neugeborenen können Hämatome unter der Scheide der Kopfnicker durch Torsion des Kopfes bei Selbsthilfe oder durch den Geburtsact als solchen entstehen. Aber auch bei Erwachsenen, die eines plötzlichen natürlichen Todes starben, haben wir sie wiederholt gesehen. Sie können zwar entstehen beim Zusammenstürzen durch zufällige Zerrung, sich aber auch postmortal mit Ruptur von Muskelfasern durch die aufpag. 533erwähnten Manipulationen bilden.[363]Ch. T. Hiecke, De suspensorum in vitam restitutorum morte subitanea ejusque causa, Jena 1799, hat bereits diese häufige Thatsache besprochen. Angaben über zwei in Wien Justificirte und auf der Anatomie wieder zu sich gekommene Gehenkte finden sich in der vonLamboyaus dem Lateinischen in’s Deutsche übersetzten AbhandlungAnton de Haen’s „Ueber die Art des Todes der Ertrunkenen, Erhängten und Erstickten“. Wien 1772, pag. 79.[364]Moebius(Münchener med. Wochenschr. 1892, Nr. 36 und 1893, Nr. 127) hält die Krämpfe und die Amnesie für hysterische Symptome, die auch bei anderen Selbstmordsformen vorkommen und durch die heftige Gemüthserschütterung veranlasst werden, welcher AnschauungWagner(ibid. 1893, Nr. 5 und pag. 129) widerspricht. Auch vonSeydel(Vierteljahrschr. f. gerichtl. Med. 1894, pag. 89) wird über Wiederbelebung einer Erhängten berichtet, bei welcher heftige eklamptische Anfälle, kleine und nach erlangtem Bewusstsein vollständige retroactive Amnesie beobachtet wurde.[365]„Zur Lehre vom Ertrinkungstode.“ Virchow’s Archiv. XLVII.[366]Leçons sur la Physiol. comparée de la respiration. Paris 1870; ausserdemCerardini, „Della morte da sommersione“. Firenze 1873 undBergeronundMontano, Annal. d’hygiène publ. 1877, pag. 332.[367]BrouardelundLoye(Recherches expérim. sur la mort par submersion brusque. Arch. de Physiol. 1889, 1., 2. und 3.) bestimmten bei ihren Versuchen den Zeitpunkt und die Menge des Eindringens der Ertränkungsflüssigkeit durch graphische Darstellung an einer rotirenden Trommel. Sie notirten bei einem 25 Kilo schweren Hunde: in der 1. Phase (7 Sec.) Eindringen von 210 Ccm. Flüssigkeit; in der 2. (23 Sec.) war nichts eingedrungen; in der 3. (15 Sec.) 407 Ccm.; nach 2 Minuten folgten 45 Ccm., 90 in der 3. Minute und 30 in den restlichen 40 Secunden. Der grösste Theil wird daher in der 3. Phase innerhalb weniger Secunden eingeathmet.[368]NachBrouardelundLoye(l. c.) ist das Blut sofort nach dem Tode coagulirt, die Gerinnsel lösen sich aber nach dem Tode rasch. Die Flüssigkeit des Blutes sei daher nur eine Leichenerscheinung.Coutagne(1891) hat diese an sich unhaltbare Angabe durch positive Beobachtungen widerlegt.[369]A. Paltauf(Berliner klin. Wochenschr. 1892, Nr. 13) versuchte dieses auf chemischem Wege und fand, dass selbst das Meerwasser trotz seiner 0·35 Procent Chlornatrium noch um mindestens ebenso viel an Salzgehalt hinter dem der Transsudate zurückbleibt.[370]Zu den gewöhnlichen Befunden gehört bei Ertrunkenen ein Oedem der aryepiglottischen Falten. Ob dieses während des Ertrinkens oder, wie wahrscheinlich, erst postmortal durch Imbibition mit Wasser zu Stande kommt, ist noch unerwiesen.[371]Bougier(Virchow’s Jahrb. 1885, I, 529) hat dieses Verhalten an Leichen verfolgt, die in dem neuen Appareil frigorifique der Pariser Morgue in gefrorenen Zustand versetzt wurden. Bei frischen Leichen Ertrunkener fand er einen bis in die feinsten Bronchiolen reichenden Eisbaum, der in einem Falle kleine Pflanzentheilchen enthielt, und beträchtliche Eisklumpen im Magen, dagegen bei in fuchsingefärbtes Wasser oder in Jodkalium- oder Ferrocyankalium-Lösung gelegten und dann dem Gefrieren ausgesetzten Leichen die betreffenden Flüssigkeiten nur in den Bronchien, niemals aber im Lungengewebe oder im Magen.[372]„Zur Verwerthung der Ohrenprobe für die Diagnose des Ertrinkungstodes.“ Friedreich’s Blätter. 1876, pag. 289.[373]„Das Schleimhautpolster der Paukenhöhle beim Fötus und Neugeborenen und dieWreden-Wendt’sche Ohrenprobe.“ Wiener med. Blätter. 1883, Nr. 26 u. s. f.[374]Es kann auch vorkommen, dass Jemand, der durch eine andere Ursache zusammenstürzt, unter Wasser oder eine andere Flüssigkeit geräth und erst in dieser stirbt. Alle jene Ursachen, welche in natürlicher Weise plötzliche Bewusstlosigkeit oder plötzlichen Tod bewirken können, wie Apoplexien, Herzlähmung, epileptischer Anfall, Ohnmacht u. dergl., können auch eintreten, während Jemand am oder im Wasser etc. sich befindet, und es ist insbesondere der natürliche Tod im Bade keine Seltenheit. Gleiches kann aber auch aus gewaltsamen Ursachen geschehen, so z. B. bei Kopfverletzungen oder wie beim Ausräumen von Cloaken durch giftige Gase. Da bei den Betroffenen, selbst wenn die Ursache des Zusammenstürzens für sich allein den Tod in wenigen Augenblicken zu bewirken im Stande gewesen wäre, doch die Agonie in der Flüssigkeit sich abspielt, insbesondere in dieser noch Athembewegungen erfolgen, so finden sich auch bei solchen Leichen die Zeichen des Ertrinkungstodes und es kann mitunter recht schwer sein, die Frage zu beantworten, woran der Untersuchte zunächst gestorben ist. Bei einer jungen, in ihrem von innen verschlossenen Badezimmer unter Wasser todt gefundenen Frau ergab sich auffallend rothes Blut und roth gefärbte Organe. Der Verdacht auf Kohlenoxydvergiftung wurde durch die spectrale Untersuchung bestätigt. Das giftige Gas stammte aus dem Heizapparat. Am 24. Januar 1881 obducirten wir einen im Eis des Donaucanals eingefroren gefundenen alten, marastischen Mann. Angeblich lag Selbstmord durch Ertrinken vor. Es fanden sich jedoch massenhafte Gerinnsel im Herzen und den grossen Gefässen, woraus auf einen protrahirten Tod geschlossen werden musste, und zwar entweder auf natürlichen Tod durch Marasmus oder auf Erfrieren. — Den BeobachtungenNaegeli’s zufolge (Correspondenzbl. f. Schweizer Aerzte. 1880, Nr. 2) scheint die Ursache des Verunglückens Badender häufig darin zu liegen, dass, weil sie mit vollem Magen in’s Wasser gingen, während des Schwimmens Erbrechen und consecutive Aspiration des Erbrochenen eintritt.[375]A. Paltauf(l. c.) weist auf diese Möglichkeit hin und wir haben einen zweifellosen solchen Fall bei einem 19jährigen Burschen beobachtet, bei welchem sich an beiden Oberarmen deutliche, vom Anfassen herrührende Spuren fanden (s. auchpag. 568).[376]Einen interessanten Fall von bei einem im Wasser Verunglückten durch die Radschaufeln eines sich drehenden Mühlrades entstandener Gekrös- und Darmruptur bringtKratteraus dem Grazer Institute für Staatsarzneikunde (Friedreich’s Blätter. 1877, 1); ebenso Beispiele von mannigfachen, insbesondere durch Dampfschiffsräder veranlassten Beschädigungen von Wasserleichen:Delens, „Des fractures etc. que l’on rencontre sur les cadavres retirés de la Seine.“ (Annal. d’hygiène publ. 1878, pag. 433).[377]Hämmerle, Gesetzsammlung. 1869, pag. 57.[378]Die Leichen Ertrunkener tauchen desto früher auf, je günstiger die Fäulnissbedingungen sind. Im Sommer kann dieses schon nach 2–3 Tagen, seltener schon nach einigen Stunden, geschehen, während im Winter die Leichen wochen- und monatelang unter Wasser bleiben können. Die Fettentwicklung, sowie die Menge der im Körper zur Zeit des Todes gewesenen Luft (Lungen- und Darmluft) ist hierbei ebenfalls von Einfluss. Enthielt der Körper keine Luft, wie z. B. bei todtgeborenen Kindern, so bleibt derselbe verhältnissmässig länger unter Wasser, als wenn Lungen und insbesondere der Darm Luft enthalten hatten. In manchen Fällen können Wasserleichen unter Flösse etc. gerathen, oder durch andere Gegenstände festgehalten werden, welche Möglichkeit ebenfalls in Betracht gezogen werden muss. Gleiches kann eine Beschwerung der Leiche bewirken, wie sie bei Selbstmördern, aber auch bei Beseitigung von Leichen vorkommt. Dass selbst raffinirte derartige Vorkehrungen das Aufsteigen der Leiche nicht absolut verhindern, beweist der im August 1882 in Paris behandelte Fall Aubert, dessen Leiche nach 11 Tagen auftauchte, obgleich sie von den Mördern mit Bleiröhren umwickelt, in die Seine geworfen worden war. Meistens scheint zuerst der Oberkörper aufzutauchen, einestheils wegen der Residualluft in den Lungen, anderseits wegen der raschen Gasentwicklung im subcutanen Zellgewebe des Oberkörpers. In einem vonFreyermitgetheilten Falle (Virchow’s Jahrb. 1886, I, pag. 506) stand die Leiche im Wasser, was zusammengenommen mit den übrigen Umständen des Falles den Verdacht erregte, dass die Untersuchte erdrosselt und dann in das Wasser gebracht worden war. In einem unserer Fälle war aber die Leiche eines in einem See Ertrunkenen 3 Tage darnach plötzlich neben einem Schiffer, der nach ihr gesucht hatte, aufgetaucht und stand senkrecht im Wasser. Ob die Leiche mit dem Rücken oder mit der Vorderfläche nach oben gekehrt im Wasser schwimmt und schliesslich auftaucht, wird vielleicht von Zufälligkeiten abhängen.Lacassagne(Virchow’s Jahrb. 1891, I, pag. 520) behauptet, dass bei weiblichen Leichen meistens letzteres, bei männlichen ersteres der Fall ist, da sich bei jenen meist die Fersentheile, bei diesen meist die vorderen Partien der Beschuhung abgewetzt finden. Auf der Wiener Naturforscherversammlung hatHaberdaüber das Auftauchen der Wasserleichen und darüber angestellte Beobachtungen berichtet.[379]Mitunter werden die fester haftenden Haare an oder in der Haut abgerissen oder abgebrochen, wodurch die Hautstelle ein wie rasirtes Aussehen erhalten kann, ein Umstand, der bekanntlich im Tisza-Eszlár-Fall eine Rolle spielte. Siehe unser Gutachten darüber, sammt Abbildungen einer solchen Kopfhaut aus unserer Sammlung in der Wiener med. Wochenschr. 1883, Nr. 25 u. ff.[380]Das Schwurgericht Osnabrück fällte am 9. März 1878 das Todesurtheil über eine Frau, welche den vier Wochen alten Knaben ihrer Tochter dadurch getödtet hatte, dass sie ihm einen zugespitzten Flaschenkork in den Rachen einpresste.[381]Schmidt’s Jahrb. 1852, LXXIV, 242. Ebenso Versuche vonMattysen, Tardieu, sowie der med.-chir. Gesellschaft in London inTardieu’s: „Sur la pendaison etc.“, pag. 292 u. ff., daselbst, sowie inCasper-Liman’s Handb. II, 633, einschlägige Fälle.[382]RothundLex, Militärgesundheitspflege. 1875, II, 557.[383]O.Schultze, „Zur Lehre vom Stoffwechsel bei Inanition“. Arch. f. Anat. 1863, pag. 31; ebenso F. A.Falk, l. c. Eine fleissige Zusammenstellung der „Veränderungen der Gewebe durch Inanition“, insbesondere der Atrophie der Leber, enthält die Dissertation von G.Kulisch, Halle 1891.[384]So in England im berüchtigten „Penge-Fall“ 1877 und im Process gegen die FamilieBarms, die der gewerbsmässigen Kindervertilgung angeklagt war (Prager med. Wochenschr. 1879, pag. 399).[385]Eine ausführliche Darstellung der Theorien über die Ursache der Insolation findet sich in dem Werke vonJakubasch, „Sonnenstich und Hitzschlag“. Wien 1881.[386]Wiener med. Wochenschr. 1867, pag. 144. Siehe auch die Arbeiten vonFraenkel, Deutsche med. Wochenschr. 1889, Nr. 2 undSilbermann, Med. Centralbl. 1889, Nr. 29.[387]Ueber Verbrennungen durch schlagende Wetter, ein Mal 22, das andere Mal 14 Kohlengrubenarbeiter betreffend, berichtet K.Franz, Zeitsch. d. böhm. Aerzte. 1885, pag. 212 u. s. f., fernerBourget, Virchow’s Jahresb. 1877, II, 229.

[317]„Der Feldarzt.“ Beilage zur Allg. Wiener med. Ztg. 1875, Nr. 1–8. Hier sei bemerkt, dass Durchbohrung des Trommelfells auch als Selbstverstümmlung vorkommt.Karlinski(Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1888, pag. 66) berichtet über drei solche Beobachtungen.

[317]„Der Feldarzt.“ Beilage zur Allg. Wiener med. Ztg. 1875, Nr. 1–8. Hier sei bemerkt, dass Durchbohrung des Trommelfells auch als Selbstverstümmlung vorkommt.Karlinski(Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1888, pag. 66) berichtet über drei solche Beobachtungen.

[318]„Krankheiten des Halses.“ Pitha-Billroth’s Handbuch. III, I, pag. 58. Ebenso konnteBert(Arch. de physiol. norm. et path. 1869) durch Zerdrücken der Trachea bei Thieren sofortigen Tod bewirken.

[318]„Krankheiten des Halses.“ Pitha-Billroth’s Handbuch. III, I, pag. 58. Ebenso konnteBert(Arch. de physiol. norm. et path. 1869) durch Zerdrücken der Trachea bei Thieren sofortigen Tod bewirken.

[319]„Zur Kenntniss der Entstehungsarten von Kehlkopffracturen.“ Wiener med. Wochenschr. 1887, Nr. 44 und 45.

[319]„Zur Kenntniss der Entstehungsarten von Kehlkopffracturen.“ Wiener med. Wochenschr. 1887, Nr. 44 und 45.

[320]In den Berichten des Wiener Stadtphysikates aus den Siebziger-Jahren wird ein vonRokitanskysecirter Fall mitgetheilt, wo bei einem älteren an Herzverfettung leidenden Mann, der sich erhängt hatte, eine Ruptur der linken Herzkammer gefunden wurde. Eine solche fand auchHaumedereiner mündlichen Mittheilung zufolge bei einem an Haemorrhagia cerebri gestorbenen Individuum. In der Pariser Société de médecine légale wurde im Jahre 1886 über einen vonMonier(Annal. d’hygiène publ. XV, pag. 77) mitgetheilten Fall verhandelt, der ein angeblich erdrosseltes Kind betraf, bei dessen Section man eine unvollständige Querruptur der Vorderwand der linken Kammer gefunden hatte.Brouardeluntersuchte das aufbewahrte Herz und fand, dass die Ruptur von einer ulcerösen Endokarditis und Myokarditis ausgegangen war und die Erhebungen machten es wahrscheinlicher, dass das Kind nicht erdrosselt, sondern aus seinem Bettchen herausgefallen war, neben welchem man es sterbend am Boden liegend gefunden hatte.

[320]In den Berichten des Wiener Stadtphysikates aus den Siebziger-Jahren wird ein vonRokitanskysecirter Fall mitgetheilt, wo bei einem älteren an Herzverfettung leidenden Mann, der sich erhängt hatte, eine Ruptur der linken Herzkammer gefunden wurde. Eine solche fand auchHaumedereiner mündlichen Mittheilung zufolge bei einem an Haemorrhagia cerebri gestorbenen Individuum. In der Pariser Société de médecine légale wurde im Jahre 1886 über einen vonMonier(Annal. d’hygiène publ. XV, pag. 77) mitgetheilten Fall verhandelt, der ein angeblich erdrosseltes Kind betraf, bei dessen Section man eine unvollständige Querruptur der Vorderwand der linken Kammer gefunden hatte.Brouardeluntersuchte das aufbewahrte Herz und fand, dass die Ruptur von einer ulcerösen Endokarditis und Myokarditis ausgegangen war und die Erhebungen machten es wahrscheinlicher, dass das Kind nicht erdrosselt, sondern aus seinem Bettchen herausgefallen war, neben welchem man es sterbend am Boden liegend gefunden hatte.

[321]Eine von uns obducirte, von einem Gerüst gestürzte Taglöhnerin starb erst nach 6 Stunden, obgleich die Obduction ausser intermeningealer Hämorrhagie und Rupturen der Leber und Milz, auch eine Ruptur des Herzbeutels und des linken Herzohres ergab. NachSchuster(l. c.) erfolgte der Tod bei 82 Fällen von Herzrupturen 24mal augenblicklich, 29mal nach wenigen Minuten, so zwar, dass einzelne der Verletzten noch eine Strecke zu gehen oder zu laufen vermochten, in den übrigen Fällen erst nach längerer, selbst Stunden und Tage betragender Zeit. V. auch unseren Fallpag. 282. Isolirte Einrisse der Innenwand des Herzens oder des Septums sind selten, doch haben wir sie wiederholt, allerdings stets combinirt mit Verletzungen anderer Organe, beobachtet. Einmal fanden wir auch eine Zerreissung der mittleren Aortenklappe. Solche isolirte Einrisse können möglicherweise ausheilen. In einem vonN. Rosenthal(Berliner klin. Wochenschrift. 1883, Nr. 15) mitgetheilten Falle hatte ein zwischen Puffer gerathener Arbeiter einen fingerweiten Riss des Septum ventriculorum durch 8 Tage überlebt.

[321]Eine von uns obducirte, von einem Gerüst gestürzte Taglöhnerin starb erst nach 6 Stunden, obgleich die Obduction ausser intermeningealer Hämorrhagie und Rupturen der Leber und Milz, auch eine Ruptur des Herzbeutels und des linken Herzohres ergab. NachSchuster(l. c.) erfolgte der Tod bei 82 Fällen von Herzrupturen 24mal augenblicklich, 29mal nach wenigen Minuten, so zwar, dass einzelne der Verletzten noch eine Strecke zu gehen oder zu laufen vermochten, in den übrigen Fällen erst nach längerer, selbst Stunden und Tage betragender Zeit. V. auch unseren Fallpag. 282. Isolirte Einrisse der Innenwand des Herzens oder des Septums sind selten, doch haben wir sie wiederholt, allerdings stets combinirt mit Verletzungen anderer Organe, beobachtet. Einmal fanden wir auch eine Zerreissung der mittleren Aortenklappe. Solche isolirte Einrisse können möglicherweise ausheilen. In einem vonN. Rosenthal(Berliner klin. Wochenschrift. 1883, Nr. 15) mitgetheilten Falle hatte ein zwischen Puffer gerathener Arbeiter einen fingerweiten Riss des Septum ventriculorum durch 8 Tage überlebt.

[322]Ausführliche Angaben über die reiche Literatur des noch vielfach controversen Gegenstandes undOppenheim’s eigene Untersuchungen finden sich in dessen Artikel „Railway-spine“ in der zweiten Auflage von Eulenburg’s Real-Encyclopädie. XVI, pag. 384, in jedem Jahrgang des Virchow-Hirsch’schen Jahresberichtes und in der vonS. Placzekübersetzten Monographie vonPage: „Eisenbahnverletzungen in forensischer und klinischer Beziehung.“ Berlin 1892.Vibert, „Traumatische Neurosen bei Kindern“.Virchow’s Jahresb. 1892, I, 459 undDerselbe,Knapp,Higier, ebenda 1893, 478. Besonders instructiv über den gegenwärtigen Standpunkt der Lehre von den „traumatischen Neurosen“ sind die am XII. Congress für innere Medicin vorgetragenen ReferateA. Strümpell’s undK. Wernicke’s über diesen Gegenstand (Wiener med. Wochenschr. 1893, Nr. 23 und 25).

[322]Ausführliche Angaben über die reiche Literatur des noch vielfach controversen Gegenstandes undOppenheim’s eigene Untersuchungen finden sich in dessen Artikel „Railway-spine“ in der zweiten Auflage von Eulenburg’s Real-Encyclopädie. XVI, pag. 384, in jedem Jahrgang des Virchow-Hirsch’schen Jahresberichtes und in der vonS. Placzekübersetzten Monographie vonPage: „Eisenbahnverletzungen in forensischer und klinischer Beziehung.“ Berlin 1892.Vibert, „Traumatische Neurosen bei Kindern“.Virchow’s Jahresb. 1892, I, 459 undDerselbe,Knapp,Higier, ebenda 1893, 478. Besonders instructiv über den gegenwärtigen Standpunkt der Lehre von den „traumatischen Neurosen“ sind die am XII. Congress für innere Medicin vorgetragenen ReferateA. Strümpell’s undK. Wernicke’s über diesen Gegenstand (Wiener med. Wochenschr. 1893, Nr. 23 und 25).

[323]Bei einem Manne, dem ein Zuckerhut auf die rechte Bauchseite gefallen und der unter Erscheinungen von Perforations-Peritonitis gestorben war, fanden wir Ruptur einer derlinkenLeistengegend anlagernden Schlinge des oberen Ileums. Die Ruptur war bohnengross und sass an der dem Gekrösansatze gegenüberliegenden Darmwand und ihr gegenüber fanden sich zwei dem Gekrösansatze parallel verlaufende, je 3 Cm. lange, zackige, mässig suffundirte Schleimhautrisse. Der Fall ist von Interesse, weil die Ruptur wahrscheinlich durch Contrecoup zu Stande gekommen ist und weil er beweist, dass ebenso wie im Magen, auch im Darm durch heftige Erschütterungen isolirte Schleimhautrisse entstehen können. Auch isolirte Einrisse des Peritonealüberzuges kommen vor.

[323]Bei einem Manne, dem ein Zuckerhut auf die rechte Bauchseite gefallen und der unter Erscheinungen von Perforations-Peritonitis gestorben war, fanden wir Ruptur einer derlinkenLeistengegend anlagernden Schlinge des oberen Ileums. Die Ruptur war bohnengross und sass an der dem Gekrösansatze gegenüberliegenden Darmwand und ihr gegenüber fanden sich zwei dem Gekrösansatze parallel verlaufende, je 3 Cm. lange, zackige, mässig suffundirte Schleimhautrisse. Der Fall ist von Interesse, weil die Ruptur wahrscheinlich durch Contrecoup zu Stande gekommen ist und weil er beweist, dass ebenso wie im Magen, auch im Darm durch heftige Erschütterungen isolirte Schleimhautrisse entstehen können. Auch isolirte Einrisse des Peritonealüberzuges kommen vor.

[324]Roserhat seine Anschauungen in dieser Richtung in dem Satze zusammengefasst: „Wer nicht von Geburt aus eine Hernie hat, bekommt auch nie eine solche.“ NachWernher: „Geschichte und Theorie des Mechanismus der Bruchbildung“ (Langenbeck’s Archiv. XIV, 2. und 3. Heft) zeigt die äussere Leistenhernie, wenigstens beim männlichen Geschlecht, in den ersten fünf Lebensjahren die grösste absolute Verhältnisszahl der Frequenz, fällt aber von da an sehr rasch bis zum 10. Jahre und in einem grösseren Verhältnisse, als die Abnahme der Bevölkerungszahl erklären kann. Am Ende des zweiten Quinquenniums ist die Zahl der neuentstandenen Leistenhernien am kleinsten geworden, steigt aber von da wieder und erreicht bei beiden Geschlechtern in dem Alter von 25–30 Jahren die grösste absolute und relative Höhe.

[324]Roserhat seine Anschauungen in dieser Richtung in dem Satze zusammengefasst: „Wer nicht von Geburt aus eine Hernie hat, bekommt auch nie eine solche.“ NachWernher: „Geschichte und Theorie des Mechanismus der Bruchbildung“ (Langenbeck’s Archiv. XIV, 2. und 3. Heft) zeigt die äussere Leistenhernie, wenigstens beim männlichen Geschlecht, in den ersten fünf Lebensjahren die grösste absolute Verhältnisszahl der Frequenz, fällt aber von da an sehr rasch bis zum 10. Jahre und in einem grösseren Verhältnisse, als die Abnahme der Bevölkerungszahl erklären kann. Am Ende des zweiten Quinquenniums ist die Zahl der neuentstandenen Leistenhernien am kleinsten geworden, steigt aber von da wieder und erreicht bei beiden Geschlechtern in dem Alter von 25–30 Jahren die grösste absolute und relative Höhe.

[325]Friedreich’s Blätter f. ger. Med. 1873, pag. 26. Vide auch ein Gutachten vonNussbaum, ibid. 1869, pag. 156 und vonSocin, Schweizer Correspondenzblatt. 1887, Nr. 18.

[325]Friedreich’s Blätter f. ger. Med. 1873, pag. 26. Vide auch ein Gutachten vonNussbaum, ibid. 1869, pag. 156 und vonSocin, Schweizer Correspondenzblatt. 1887, Nr. 18.

[326]Ein forensisches Interesse hat auch die Thatsache, dass fremde Körper verschiedener Art auch in unzüchtiger Absicht in den eigenen und fremden After eingeführt werden (Fälle vide u. A. beiTardieu, Attent. aux moeurs. 1878, pag. 231, und den unerhörten vonC. Majerin Friedreich’s Blättern f. gerichtl. Med. 1882, pag. 457, in welchem ein 16jähriges Mädchen aus Geilheit 4 Kindern durch Bohren mit den Fingern den Mastdarm zerrissen und das Gleiche auch an einer Kalbin und an einem jungen Schwein ausgeführt hatte). Von Verbrechern wird das Rectum nicht gar selten als Depôt für gestohlene Gegenstände, Feilen etc. benützt. (Albert, Lehrb. der Chir. III, 565.) Endlich gehört hierher auch die Simulation, respective künstliche Erzeugung von Mastdarmvorfall, wie sie vonTillenbaumbei galizischen Recruten beobachtet wurde. („Der Militärarzt.“ Nr. 7 und 8; Beilage zu Nr. 16 der Wiener med. Wochenschr. 1878.) Eine ausführliche Zusammenstellung von Mastdarmverletzungen bringtMantzel, Vierteljahrschrift f. gerichtl. Med. 1893, V, 249. Einen 10 Cm. langen Mastdarmvorfall nach Quetschung der Kreuzbeingegend durch einen Scheunthorflügel hatHirschberg(Berliner klin. Wochenschr. 1894, Nr. 14) beobachtet.

[326]Ein forensisches Interesse hat auch die Thatsache, dass fremde Körper verschiedener Art auch in unzüchtiger Absicht in den eigenen und fremden After eingeführt werden (Fälle vide u. A. beiTardieu, Attent. aux moeurs. 1878, pag. 231, und den unerhörten vonC. Majerin Friedreich’s Blättern f. gerichtl. Med. 1882, pag. 457, in welchem ein 16jähriges Mädchen aus Geilheit 4 Kindern durch Bohren mit den Fingern den Mastdarm zerrissen und das Gleiche auch an einer Kalbin und an einem jungen Schwein ausgeführt hatte). Von Verbrechern wird das Rectum nicht gar selten als Depôt für gestohlene Gegenstände, Feilen etc. benützt. (Albert, Lehrb. der Chir. III, 565.) Endlich gehört hierher auch die Simulation, respective künstliche Erzeugung von Mastdarmvorfall, wie sie vonTillenbaumbei galizischen Recruten beobachtet wurde. („Der Militärarzt.“ Nr. 7 und 8; Beilage zu Nr. 16 der Wiener med. Wochenschr. 1878.) Eine ausführliche Zusammenstellung von Mastdarmverletzungen bringtMantzel, Vierteljahrschrift f. gerichtl. Med. 1893, V, 249. Einen 10 Cm. langen Mastdarmvorfall nach Quetschung der Kreuzbeingegend durch einen Scheunthorflügel hatHirschberg(Berliner klin. Wochenschr. 1894, Nr. 14) beobachtet.

[327]Als Ursachen der Gangrän des Penis gibtFournier(Le Semaine méd. 1883, Nr. 50) an: Diabetes (insbesondere Verletzungen bei Diabetikern), Typhus, Malaria, acute Exantheme, Trauma, Paraphimosis, Constrictionen durch Ringe, Ligaturen, Bajonnethülsen etc., Ligaturen des Präputiums (um Bettpissen zu verhindern, in einem Fall, um Befruchtungen zu vermeiden!), Phlegmone, fremde Körper in der Urethra. Ob nach übermässigem Coitus oder Onanie Gangrän entstehen könnte, lässtFournierunentschieden. Eine seiner Beobachtungen spricht dafür: Ein junger Mann war nach mannigfachen Excessen im Bordell eingeschlafen und wurde während des Schlafes von einem Mädchen intensiv masturbirt. Am anderen Tage Gangrän, die Penis und Scrotum ergriff und am neunten Tage tödtlich endete.Fournierberichtet auch über einen Fall von foudroyanter Gangrän des Penis, für welche gar keine Ursache nachgewiesen werden konnte.

[327]Als Ursachen der Gangrän des Penis gibtFournier(Le Semaine méd. 1883, Nr. 50) an: Diabetes (insbesondere Verletzungen bei Diabetikern), Typhus, Malaria, acute Exantheme, Trauma, Paraphimosis, Constrictionen durch Ringe, Ligaturen, Bajonnethülsen etc., Ligaturen des Präputiums (um Bettpissen zu verhindern, in einem Fall, um Befruchtungen zu vermeiden!), Phlegmone, fremde Körper in der Urethra. Ob nach übermässigem Coitus oder Onanie Gangrän entstehen könnte, lässtFournierunentschieden. Eine seiner Beobachtungen spricht dafür: Ein junger Mann war nach mannigfachen Excessen im Bordell eingeschlafen und wurde während des Schlafes von einem Mädchen intensiv masturbirt. Am anderen Tage Gangrän, die Penis und Scrotum ergriff und am neunten Tage tödtlich endete.Fournierberichtet auch über einen Fall von foudroyanter Gangrän des Penis, für welche gar keine Ursache nachgewiesen werden konnte.

[328]Bezüglich dieser Apparate bemerktMartin(„Ueber Scheiden- und Gebärmuttervorfälle.“ Berliner klin. Wochenschr. 1872, IX, 30), dass schonHohldie Ansicht zurückwies, dass die Gebärmutter von der Scheide getragen werde. Die eigentlichen Träger der Gebärmutter seien die an Muskelfasern sehr reichen Lig. sacro-uterina und pubo-vesico-uterina. Die Lig. uteri lata und rotunda sind ihrer Lage und Schlaffheit wegen zur Stütze des Uterus in Betreff des Höhestandes nicht geeignet.

[328]Bezüglich dieser Apparate bemerktMartin(„Ueber Scheiden- und Gebärmuttervorfälle.“ Berliner klin. Wochenschr. 1872, IX, 30), dass schonHohldie Ansicht zurückwies, dass die Gebärmutter von der Scheide getragen werde. Die eigentlichen Träger der Gebärmutter seien die an Muskelfasern sehr reichen Lig. sacro-uterina und pubo-vesico-uterina. Die Lig. uteri lata und rotunda sind ihrer Lage und Schlaffheit wegen zur Stütze des Uterus in Betreff des Höhestandes nicht geeignet.

[329]Uebrigens zeigen gerade solche Fälle die Dehnbarkeit des Begriffes der „eigenthümlichen Leibesbeschaffenheit“. Da wir nämlich zugeben müssen, dass beiallenFrauen, die bereits geboren haben, eine grössere Disposition zur Acquirirung von Vorfällen besteht, als bei solchen, die noch nicht entbunden haben, eine solche Disposition aber dann eine natürliche Folge physiologischer Vorgänge ist und daher ebenso wie Schwangerschaft und Geburt als ein im Bereiche des Normalen liegender Zustand aufgefasst werden muss, so könnte darüber gestritten werden, ob ein solcher Zustand noch als „eigenthümliche Leibesbeschaffenheit“ im Sinne der Strafprocessordnung genommen werden kann, da das Gesetz höchst wahrscheinlich nur pathologische, nicht aber auch physiologische Zustände dabei im Auge gehabt haben mag, wenn auch viele dieser, wie z. B. das Pubertätsstadium, Wochenbett etc., zweifellos eine grössere Empfindlichkeit gegen gewisse Schädlichkeiten bedingen, als dies ausserhalb derselben der Fall ist.

[329]Uebrigens zeigen gerade solche Fälle die Dehnbarkeit des Begriffes der „eigenthümlichen Leibesbeschaffenheit“. Da wir nämlich zugeben müssen, dass beiallenFrauen, die bereits geboren haben, eine grössere Disposition zur Acquirirung von Vorfällen besteht, als bei solchen, die noch nicht entbunden haben, eine solche Disposition aber dann eine natürliche Folge physiologischer Vorgänge ist und daher ebenso wie Schwangerschaft und Geburt als ein im Bereiche des Normalen liegender Zustand aufgefasst werden muss, so könnte darüber gestritten werden, ob ein solcher Zustand noch als „eigenthümliche Leibesbeschaffenheit“ im Sinne der Strafprocessordnung genommen werden kann, da das Gesetz höchst wahrscheinlich nur pathologische, nicht aber auch physiologische Zustände dabei im Auge gehabt haben mag, wenn auch viele dieser, wie z. B. das Pubertätsstadium, Wochenbett etc., zweifellos eine grössere Empfindlichkeit gegen gewisse Schädlichkeiten bedingen, als dies ausserhalb derselben der Fall ist.

[330]Auch bei forensischer Beurtheilung von Verletzungen der Genitalien ist die chirurgische Erfahrung im Auge zu behalten, dass nach Operationen an den Geschlechtsorganen, selbst nach geringfügigen, sich häufiger fieberhafte Zustände einstellen, als nach anderen. Es scheint, dass das Auftreten solcher Processe vorzugsweise mit einer acuten Erkrankung der Nieren zusammenhängt (acute Nephritis, Pyelitis), welche wieder der Aufnahme septischer Stoffe von der Wunde aus ihre Entstehung verdankt.

[330]Auch bei forensischer Beurtheilung von Verletzungen der Genitalien ist die chirurgische Erfahrung im Auge zu behalten, dass nach Operationen an den Geschlechtsorganen, selbst nach geringfügigen, sich häufiger fieberhafte Zustände einstellen, als nach anderen. Es scheint, dass das Auftreten solcher Processe vorzugsweise mit einer acuten Erkrankung der Nieren zusammenhängt (acute Nephritis, Pyelitis), welche wieder der Aufnahme septischer Stoffe von der Wunde aus ihre Entstehung verdankt.

[331]Vide auchHögyes, „Ueber den Verlauf der Athembewegungen während der Erstickung“. Arch. f. experim. Path. 1876, undStricker, Vorlesungen über allgemeine und experimentelle Pathologie. 1877, I, 177.

[331]Vide auchHögyes, „Ueber den Verlauf der Athembewegungen während der Erstickung“. Arch. f. experim. Path. 1876, undStricker, Vorlesungen über allgemeine und experimentelle Pathologie. 1877, I, 177.

[332]Eine Reihe anderer derartiger Beobachtungen haben wir in der Wiener med. Presse, 1878, Nr. 11–12, zusammengestellt.

[332]Eine Reihe anderer derartiger Beobachtungen haben wir in der Wiener med. Presse, 1878, Nr. 11–12, zusammengestellt.

[333]Vide E.Hofmann, Vierteljahrschr. f. gerichtl. Med. XXV, pag. 231;Eberty, Ebenda. 1892, III, pag. 175: Samenerguss mit Erection noch 4–6 Stunden nach dem Tode, undHeel, Ueber postmortale Ejaculationen. Dissert. Würzb. 1893.

[333]Vide E.Hofmann, Vierteljahrschr. f. gerichtl. Med. XXV, pag. 231;Eberty, Ebenda. 1892, III, pag. 175: Samenerguss mit Erection noch 4–6 Stunden nach dem Tode, undHeel, Ueber postmortale Ejaculationen. Dissert. Würzb. 1893.

[334]Kotelevski,Hoppe-Seyleru. A. Vide auch unsere Leichenerscheinungen. Eine Ausnahme macht der Tod durch Luftembolie, wie er namentlich nach Verletzungen der Halsvenen und post partum von den Uterusvenen aus erfolgen kann. Das Blut erscheint dann in den Luftblasen enthaltenden Gefässgebieten, besonders, wie wir erst unlängst bei einer Puerpera sahen, im rechten Herzen hellroth.

[334]Kotelevski,Hoppe-Seyleru. A. Vide auch unsere Leichenerscheinungen. Eine Ausnahme macht der Tod durch Luftembolie, wie er namentlich nach Verletzungen der Halsvenen und post partum von den Uterusvenen aus erfolgen kann. Das Blut erscheint dann in den Luftblasen enthaltenden Gefässgebieten, besonders, wie wir erst unlängst bei einer Puerpera sahen, im rechten Herzen hellroth.

[335]Ueber das „Verhalten von Blutergüssen in serösen Höhlen“ hatPenzoldt(Arch. f. klin. Med. XVIII, pag. 642) interessante Versuche angestellt, welche ergaben, dass das in die Pleurahöhle und in den Bauchfellsack ergossene Blut nicht sofort gerinnt, sondern einige Zeit, selbst bis 24 Stunden, flüssig bleibt.

[335]Ueber das „Verhalten von Blutergüssen in serösen Höhlen“ hatPenzoldt(Arch. f. klin. Med. XVIII, pag. 642) interessante Versuche angestellt, welche ergaben, dass das in die Pleurahöhle und in den Bauchfellsack ergossene Blut nicht sofort gerinnt, sondern einige Zeit, selbst bis 24 Stunden, flüssig bleibt.

[336]Neuere Untersuchungen über die Ursache des Flüssigbleibens des Blutes bei der Erstickung und anderen Todesarten bringtCorinin der oben (pag. 369) citirten Arbeit.

[336]Neuere Untersuchungen über die Ursache des Flüssigbleibens des Blutes bei der Erstickung und anderen Todesarten bringtCorinin der oben (pag. 369) citirten Arbeit.

[337]Experimentalpathologisches über das Lungenödem vonWelchund S.Mayers. Med. Centralbl. 1878, pag. 726. Wie schonHallerangab, hört das rechte Herz später zu schlagen auf als das linke und davon wurde auch die Häufigkeit des Lungenödems am Leichentische hergeleitet. F.Falk, Zur Pathogenese des Lungenödems (Virchow’s Archiv. 1883, XCI) scheint sich dieser Anschauung anzuschliessen, indem er zwei Fälle von Herzverletzung (Schuss des linken, Ruptur des rechten Ventrikels) bei jungen, gesunden Männern nebeneinanderstellt, die beide innerhalb ¼ Stunde zum Tode führten und hervorhebt, dass im ersten Falle Lungenödem, im zweiten aber keines gefunden wurde.

[337]Experimentalpathologisches über das Lungenödem vonWelchund S.Mayers. Med. Centralbl. 1878, pag. 726. Wie schonHallerangab, hört das rechte Herz später zu schlagen auf als das linke und davon wurde auch die Häufigkeit des Lungenödems am Leichentische hergeleitet. F.Falk, Zur Pathogenese des Lungenödems (Virchow’s Archiv. 1883, XCI) scheint sich dieser Anschauung anzuschliessen, indem er zwei Fälle von Herzverletzung (Schuss des linken, Ruptur des rechten Ventrikels) bei jungen, gesunden Männern nebeneinanderstellt, die beide innerhalb ¼ Stunde zum Tode führten und hervorhebt, dass im ersten Falle Lungenödem, im zweiten aber keines gefunden wurde.

[338]Ueber diese Erscheinung vide insbesondere die Arbeit vonBetzoldundGscheidlen: „Die Locomotion des Blutes durch die glatten Muskelfasern der Gefässe.“ Unters. aus dem Würzburger physiol. Laborat. 1867, II, Heft 347.

[338]Ueber diese Erscheinung vide insbesondere die Arbeit vonBetzoldundGscheidlen: „Die Locomotion des Blutes durch die glatten Muskelfasern der Gefässe.“ Unters. aus dem Würzburger physiol. Laborat. 1867, II, Heft 347.

[339]Aehnliche Angaben inVirchow’s „Sectionstechnik“, 1876, pag. 38. NachStrassmann’s Untersuchungen („Die Todtenstarre am Herzen.“ Vierteljahrschrift f. gerichtl. Med. 1889, XLI, pag. 300) findet sich auch bei Erstickung, Blausäurevergiftung und mancher anderen gewaltsamen Todesart, selbst bei der Strychninvergiftung unmittelbar nach dem Tode das Herz beiderseits in Diastole, weich und blutgefüllt, ebenso wie bei dem Tode durch primäre Herzlähmung. Durch die Todtenstarre ändert sich aber dieses Verhältniss auch bei primärer Herzlähmung (wenn diese nicht durch parenchymatöse Degeneration veranlasst wurde) wesentlich, indem man dann den linken Ventrikel fest contrahirt und grösstentheils oder ganz seines Inhaltes entleert findet.

[339]Aehnliche Angaben inVirchow’s „Sectionstechnik“, 1876, pag. 38. NachStrassmann’s Untersuchungen („Die Todtenstarre am Herzen.“ Vierteljahrschrift f. gerichtl. Med. 1889, XLI, pag. 300) findet sich auch bei Erstickung, Blausäurevergiftung und mancher anderen gewaltsamen Todesart, selbst bei der Strychninvergiftung unmittelbar nach dem Tode das Herz beiderseits in Diastole, weich und blutgefüllt, ebenso wie bei dem Tode durch primäre Herzlähmung. Durch die Todtenstarre ändert sich aber dieses Verhältniss auch bei primärer Herzlähmung (wenn diese nicht durch parenchymatöse Degeneration veranlasst wurde) wesentlich, indem man dann den linken Ventrikel fest contrahirt und grösstentheils oder ganz seines Inhaltes entleert findet.

[340]Doch können solche wie Suffusionen aussehende Blutungen auch erst bei der Herausnahme der Brustaorta aus den dabei durchtrennten Gefässen, insbesondere den Intercostalarterien, entstehen.

[340]Doch können solche wie Suffusionen aussehende Blutungen auch erst bei der Herausnahme der Brustaorta aus den dabei durchtrennten Gefässen, insbesondere den Intercostalarterien, entstehen.

[341]Observat. de suffocatis satura. 1753, und De infantibus in partu suffocatis. 1760; v.Schwarz, „Die vorzeitigen Athembewegungen“. 1858, pag. 20.

[341]Observat. de suffocatis satura. 1753, und De infantibus in partu suffocatis. 1760; v.Schwarz, „Die vorzeitigen Athembewegungen“. 1858, pag. 20.

[342]„Sur le mécanisme de la production des ecchymoses sous-pleurales dans l’asphyxie aigue.“ Arch. de physiol. norm. et path. Januar 1894.

[342]„Sur le mécanisme de la production des ecchymoses sous-pleurales dans l’asphyxie aigue.“ Arch. de physiol. norm. et path. Januar 1894.

[343]Ueber den Entstehungsmechanismus der Verletzungen des Kehlkopfes und des Zungenbeins beim Erhängen. Wiener med. Blätter. 1882, Nr. 24 und 25.

[343]Ueber den Entstehungsmechanismus der Verletzungen des Kehlkopfes und des Zungenbeins beim Erhängen. Wiener med. Blätter. 1882, Nr. 24 und 25.

[344]Beim typischen Erhängen ist der Kopf nach vorn, beim atypischen nach der dem Knoten entgegengesetzten Seite geneigt. In Folge dieses Umstandes ist das Kinn, respective die betreffende Seite des Unterkiefers dem Halse stark genähert, wodurch es geschehen kann, dass diese Theile auf den Rand des Hemdbesatzes oder des Hemdkragens etc. zu liegen kommen und gewissermassen gegen diesen angedrückt werden. Sind letztere steif, so können dadurch furchenartige Eindrücke entstehen, deren Deutung als Drosselmarken nicht unmöglich wäre!

[344]Beim typischen Erhängen ist der Kopf nach vorn, beim atypischen nach der dem Knoten entgegengesetzten Seite geneigt. In Folge dieses Umstandes ist das Kinn, respective die betreffende Seite des Unterkiefers dem Halse stark genähert, wodurch es geschehen kann, dass diese Theile auf den Rand des Hemdbesatzes oder des Hemdkragens etc. zu liegen kommen und gewissermassen gegen diesen angedrückt werden. Sind letztere steif, so können dadurch furchenartige Eindrücke entstehen, deren Deutung als Drosselmarken nicht unmöglich wäre!

[345]Der Bericht über diese Versuche findet sich in den „Mittheilungen des Vereines der Aerzte von Niederösterreich“ vom März 1876.

[345]Der Bericht über diese Versuche findet sich in den „Mittheilungen des Vereines der Aerzte von Niederösterreich“ vom März 1876.

[346]Hierher gehören auch die Beobachtungen vonQuinckeundWasylewskiüber mechanische Vagusreizung (Virchow’s Jahrb. pro 1875, II, 88 und pro 1876, I, 234).

[346]Hierher gehören auch die Beobachtungen vonQuinckeundWasylewskiüber mechanische Vagusreizung (Virchow’s Jahrb. pro 1875, II, 88 und pro 1876, I, 234).

[347]Doch müssen wir ausdrücklich bemerken, dass auch in Fällen, wo der sogenannte Knoten der Schlinge unmittelbar hinter dem Ohr lag, an der abgenommenen Leiche der entsprechende Eindruck, respective der Winkel der Strangfurchenenden vor dem Ohre liegen kann, weil, wenn die Leiche abgenommen wird, die zugeschnürt gewesenen Theile wieder in ihre frühere Lage zurückkehren. Man muss sich daher, um die Lage und den Verlauf des Stranges richtig zu verstehen, den Hals zugeschnürt, respective die Theile des Halses in jene Lage zurückgebracht denken, welche sie während der Suspension hatten.

[347]Doch müssen wir ausdrücklich bemerken, dass auch in Fällen, wo der sogenannte Knoten der Schlinge unmittelbar hinter dem Ohr lag, an der abgenommenen Leiche der entsprechende Eindruck, respective der Winkel der Strangfurchenenden vor dem Ohre liegen kann, weil, wenn die Leiche abgenommen wird, die zugeschnürt gewesenen Theile wieder in ihre frühere Lage zurückkehren. Man muss sich daher, um die Lage und den Verlauf des Stranges richtig zu verstehen, den Hals zugeschnürt, respective die Theile des Halses in jene Lage zurückgebracht denken, welche sie während der Suspension hatten.

[348]CasperundLimanhaben niemals eine sugillirte Strangfurche gesehen, dagegen hat sieNeyding(Vierteljahrschr. f. gerichtl. Med. 1871, XII, 349) fünfmal beobachtet, und zwar bei unzweifelhaften Selbstmördern.

[348]CasperundLimanhaben niemals eine sugillirte Strangfurche gesehen, dagegen hat sieNeyding(Vierteljahrschr. f. gerichtl. Med. 1871, XII, 349) fünfmal beobachtet, und zwar bei unzweifelhaften Selbstmördern.

[349]„Ueber die localen Befunde beim Selbstmord durch Erhängen.“ Vierteljahrschrift f. gerichtl. Med. 1881, XXXV, pag. 201 (mit 2 Tafeln). AuchNobiling(Aerztl. Intelligenzbl. 1884, Nr. 20) fand bei einem corpulenten Mann, der sich an einer mit Draht umflochtenen Rebschnur erhängt hatte und dabei etwa 15 Cm. hoch gefallen war, die Kopfnicker, die am Zungenbein sich inserirenden und die obersten hinteren Halsmuskeln zur Hälfte durchrissen und suffundirt.

[349]„Ueber die localen Befunde beim Selbstmord durch Erhängen.“ Vierteljahrschrift f. gerichtl. Med. 1881, XXXV, pag. 201 (mit 2 Tafeln). AuchNobiling(Aerztl. Intelligenzbl. 1884, Nr. 20) fand bei einem corpulenten Mann, der sich an einer mit Draht umflochtenen Rebschnur erhängt hatte und dabei etwa 15 Cm. hoch gefallen war, die Kopfnicker, die am Zungenbein sich inserirenden und die obersten hinteren Halsmuskeln zur Hälfte durchrissen und suffundirt.

[350]E. Hofmann, Ueber postmortale Rupturen des Sternocleidomastoideus. Wiener med. Wochenschr. 1888, Nr. 39.

[350]E. Hofmann, Ueber postmortale Rupturen des Sternocleidomastoideus. Wiener med. Wochenschr. 1888, Nr. 39.

[351]Literatur vide beiSimon: „Ueber die Zerreissung der Intima carotis bei Erhängten.“ Virchow’s Archiv. XI; ferner:Faber, Deutsche Zeitschr. f. Staatsarzneikunde.“ 1870, Heft 1. Neuere Beobachtungen dieser Art hatH. Friedbergpublicirt und daran werthvolle Bemerkungen geknüpft („Gutachten“, pag. 222; P. Börner’s Deutsche med. Wochenschr. 1876, Nr. 16, 18 und 22, und Virchow’s Archiv. 1878, LXXIV).

[351]Literatur vide beiSimon: „Ueber die Zerreissung der Intima carotis bei Erhängten.“ Virchow’s Archiv. XI; ferner:Faber, Deutsche Zeitschr. f. Staatsarzneikunde.“ 1870, Heft 1. Neuere Beobachtungen dieser Art hatH. Friedbergpublicirt und daran werthvolle Bemerkungen geknüpft („Gutachten“, pag. 222; P. Börner’s Deutsche med. Wochenschr. 1876, Nr. 16, 18 und 22, und Virchow’s Archiv. 1878, LXXIV).

[352]„Zur Kenntniss der Befunde am Halse von Erhängten.“ Wiener med. Presse. 1882, Nr. 48 u. ff.

[352]„Zur Kenntniss der Befunde am Halse von Erhängten.“ Wiener med. Presse. 1882, Nr. 48 u. ff.

[353]Näheres über die verschiedenen Hängemethoden v.G. Hammond: „On the proper method of executing the sentence of death by hanging.“ The New York med. Record. 1882, pag. 426.A. Calcinsin den Berichten der gerichtsärztlichen Gesellschaft von New-York. 1882, pag. 254, undFriedreich, Handbuch der gerichtsärztlichen Praxis. 1844, II, 1218. Auch den Artikel „Hinrichtung“ in Eulenburg’s Real-Encyclopädie.

[353]Näheres über die verschiedenen Hängemethoden v.G. Hammond: „On the proper method of executing the sentence of death by hanging.“ The New York med. Record. 1882, pag. 426.A. Calcinsin den Berichten der gerichtsärztlichen Gesellschaft von New-York. 1882, pag. 254, undFriedreich, Handbuch der gerichtsärztlichen Praxis. 1844, II, 1218. Auch den Artikel „Hinrichtung“ in Eulenburg’s Real-Encyclopädie.

[354]Aehnlicher Befunde bei durch den Strang Hingerichteten erwähntTaylor, l. c. II, 40.

[354]Aehnlicher Befunde bei durch den Strang Hingerichteten erwähntTaylor, l. c. II, 40.

[355]Ganz unmöglich ist die Sache nicht. Beweis dessen die sensationelle AffaireGouffet(Virchow’s Jahresber. 1890, I, pag. 496), der in der Wohnung einer Prostituirten von dieser und ihren hinter einem Vorhang versteckten Geliebten in raffinirter Weise mittelst eines vorbereiteten Apparates aufgehängt wurde. Die Sache ging so schnell, dass, nach Geständniss der Thäter, G. keinen Laut von sich gab und keine Spur von Gegenwehr merken liess. Auch erwähntv. Krafft-Ebing(Friedreich’s Blätter. 1893, pag. 393) einer schwachsinnigen Frau, die sich widerstandslos von ihrem Manne durch Erhängen auf einem Baumast tödten liess.

[355]Ganz unmöglich ist die Sache nicht. Beweis dessen die sensationelle AffaireGouffet(Virchow’s Jahresber. 1890, I, pag. 496), der in der Wohnung einer Prostituirten von dieser und ihren hinter einem Vorhang versteckten Geliebten in raffinirter Weise mittelst eines vorbereiteten Apparates aufgehängt wurde. Die Sache ging so schnell, dass, nach Geständniss der Thäter, G. keinen Laut von sich gab und keine Spur von Gegenwehr merken liess. Auch erwähntv. Krafft-Ebing(Friedreich’s Blätter. 1893, pag. 393) einer schwachsinnigen Frau, die sich widerstandslos von ihrem Manne durch Erhängen auf einem Baumast tödten liess.

[356]Literatur über solche Fälle nebst Mittheilung eines Falles von Selbstmord, bei welchem Hände und Füsse gebunden waren und der Strick zwischen den Schenkeln durchgezogen war, findet sich inBernt’s Beiträgen zur gerichtlichen Arzneikunde. IV, pag. 120.Taylorerwähnt eines Mannes, der sich vor dem Erhängen die Füsse mit einem Sacktuch zusammengebunden und ausserdem mit zwei Eisenstücken beschwert hatte.

[356]Literatur über solche Fälle nebst Mittheilung eines Falles von Selbstmord, bei welchem Hände und Füsse gebunden waren und der Strick zwischen den Schenkeln durchgezogen war, findet sich inBernt’s Beiträgen zur gerichtlichen Arzneikunde. IV, pag. 120.Taylorerwähnt eines Mannes, der sich vor dem Erhängen die Füsse mit einem Sacktuch zusammengebunden und ausserdem mit zwei Eisenstücken beschwert hatte.

[357]F. Strassmann(Vierteljahrschr. f. gerichtl. Med. XLVI, 97) gelang es, postmortal einen hyperämischen Hautstreifen zu erzeugen, obgleich die betreffende Hautpartie hypostatisch nicht geröthet war. Trotzdem muss Hypostase bestanden haben, da trotz gewöhnlicher Stranganlegung die Erscheinung nur auf der einen Halbseite zu Stande kam. Bei 12 suspendirten Leichen erzielteStrassmannachtmal Fracturen der Kehlkopfhörner und eine Fractur des Zungenbeines; einmal war die Fractur etwas suffundirt! Aehnliche Resultate erhieltPatenko(l. c.).

[357]F. Strassmann(Vierteljahrschr. f. gerichtl. Med. XLVI, 97) gelang es, postmortal einen hyperämischen Hautstreifen zu erzeugen, obgleich die betreffende Hautpartie hypostatisch nicht geröthet war. Trotzdem muss Hypostase bestanden haben, da trotz gewöhnlicher Stranganlegung die Erscheinung nur auf der einen Halbseite zu Stande kam. Bei 12 suspendirten Leichen erzielteStrassmannachtmal Fracturen der Kehlkopfhörner und eine Fractur des Zungenbeines; einmal war die Fractur etwas suffundirt! Aehnliche Resultate erhieltPatenko(l. c.).

[358]Seitdem haben wir aber wiederholt auch bei einem notorischen Selbstmörder einen ähnlichen Verlauf der doppelten Strangfurche beobachtet. Doch betrug die Distanz nur wenige Centimeter. Ferner fanden wir eine doppelte Strangfurche, trotzdem der Betreffende an einem einfachen Strick hing, bei einem Manne, der, wie die Localbesichtigung ergab, zuerst an einem Nagel und weil dieser ausgerissen war, an einem Comptoirgitter sich erhängt hatte. Erwähnung verdient auch hier der vonOrfila(l. c. II, 357) notirte Fall, in welchem sich bei einem Erhängten deshalb eine horizontal um den Hals und eine zweite gewöhnlich verlaufende Strangrinne ergab, weil derselbe den Strang von hinten nach vorn um den Hals gelegt, die Enden am Vorderhalse gekreuzt, dann hinter den Ohren nach aufwärts geführt und daran sich suspendirt hatte. Solche Fälle haben wir wiederholt obducirt und ausserdem einen, wo sich zwei circulär und ziemlich parallel um den Hals verlaufende, zwischen Kehlkopf und Zungenbein sich kreuzende, im Nacken einen Querfinger von einander entfernte rinnenförmige Strangfurchen und noch eine dritte, wie beim typischen Erhängen verlaufende, ergaben, weil der Betreffende den Strick sich von vorn um den Hals gelegt, die Enden über den Nacken zurückgeführt, am Vorderhals gekreuzt und dann erst am Nagel befestigt hatte. Derartige Fälle wurden auch vonFreund, Wiener klin. Wochenschr. 1893, Nr. 7, undErhardt(Vierteljahrschr. f. gerichtl. Med. 1894, 102) beschrieben und abgebildet.

[358]Seitdem haben wir aber wiederholt auch bei einem notorischen Selbstmörder einen ähnlichen Verlauf der doppelten Strangfurche beobachtet. Doch betrug die Distanz nur wenige Centimeter. Ferner fanden wir eine doppelte Strangfurche, trotzdem der Betreffende an einem einfachen Strick hing, bei einem Manne, der, wie die Localbesichtigung ergab, zuerst an einem Nagel und weil dieser ausgerissen war, an einem Comptoirgitter sich erhängt hatte. Erwähnung verdient auch hier der vonOrfila(l. c. II, 357) notirte Fall, in welchem sich bei einem Erhängten deshalb eine horizontal um den Hals und eine zweite gewöhnlich verlaufende Strangrinne ergab, weil derselbe den Strang von hinten nach vorn um den Hals gelegt, die Enden am Vorderhalse gekreuzt, dann hinter den Ohren nach aufwärts geführt und daran sich suspendirt hatte. Solche Fälle haben wir wiederholt obducirt und ausserdem einen, wo sich zwei circulär und ziemlich parallel um den Hals verlaufende, zwischen Kehlkopf und Zungenbein sich kreuzende, im Nacken einen Querfinger von einander entfernte rinnenförmige Strangfurchen und noch eine dritte, wie beim typischen Erhängen verlaufende, ergaben, weil der Betreffende den Strick sich von vorn um den Hals gelegt, die Enden über den Nacken zurückgeführt, am Vorderhals gekreuzt und dann erst am Nagel befestigt hatte. Derartige Fälle wurden auch vonFreund, Wiener klin. Wochenschr. 1893, Nr. 7, undErhardt(Vierteljahrschr. f. gerichtl. Med. 1894, 102) beschrieben und abgebildet.

[359]Da bekanntlich in verschiedenen Gewerben verschiedene Methoden der Knoten- und Schlingenbildung üblich sind (Seilerknoten, Matrosenknoten etc.), so wäre es denkbar, dass die Art der Knotenbildung den Thäter verrathen kann. Einen solchen Fall (Artillerieknoten) bringtTardieu(Schmidt’s Jahrb. 1875, Nr. 2, 179). In unserer Sammlung besitzen wir eine Schlinge, woran sich eine „Seidenknüpferin“ erhängt hatte. Der Knoten daran ist ebenso kunstgerecht geknüpft, wie er sich an den Fransen von Shawltüchern zu finden pflegt.

[359]Da bekanntlich in verschiedenen Gewerben verschiedene Methoden der Knoten- und Schlingenbildung üblich sind (Seilerknoten, Matrosenknoten etc.), so wäre es denkbar, dass die Art der Knotenbildung den Thäter verrathen kann. Einen solchen Fall (Artillerieknoten) bringtTardieu(Schmidt’s Jahrb. 1875, Nr. 2, 179). In unserer Sammlung besitzen wir eine Schlinge, woran sich eine „Seidenknüpferin“ erhängt hatte. Der Knoten daran ist ebenso kunstgerecht geknüpft, wie er sich an den Fransen von Shawltüchern zu finden pflegt.

[360]„Du suicide par strangulation sans suspension.“ Troyes 1851; Schmidt’s Jahrb. 1852, LXXV, 264.

[360]„Du suicide par strangulation sans suspension.“ Troyes 1851; Schmidt’s Jahrb. 1852, LXXV, 264.

[361]Zur experimentellen Pathologie des zehnten Gehirnnerven. Arch. f. experim. Path. 1883, VII. Siehe auch:Alpiger-Störck, „Shock nach Kehlkopfexstirpation.“ Langenbeck’s Archiv. 1890, XL, Heft 4, undTamassia, „Sulla irritazione cardiaco-respiratoria di Brown-Séquard.“ 1891.

[361]Zur experimentellen Pathologie des zehnten Gehirnnerven. Arch. f. experim. Path. 1883, VII. Siehe auch:Alpiger-Störck, „Shock nach Kehlkopfexstirpation.“ Langenbeck’s Archiv. 1890, XL, Heft 4, undTamassia, „Sulla irritazione cardiaco-respiratoria di Brown-Séquard.“ 1891.

[362]Bei Neugeborenen können Hämatome unter der Scheide der Kopfnicker durch Torsion des Kopfes bei Selbsthilfe oder durch den Geburtsact als solchen entstehen. Aber auch bei Erwachsenen, die eines plötzlichen natürlichen Todes starben, haben wir sie wiederholt gesehen. Sie können zwar entstehen beim Zusammenstürzen durch zufällige Zerrung, sich aber auch postmortal mit Ruptur von Muskelfasern durch die aufpag. 533erwähnten Manipulationen bilden.

[362]Bei Neugeborenen können Hämatome unter der Scheide der Kopfnicker durch Torsion des Kopfes bei Selbsthilfe oder durch den Geburtsact als solchen entstehen. Aber auch bei Erwachsenen, die eines plötzlichen natürlichen Todes starben, haben wir sie wiederholt gesehen. Sie können zwar entstehen beim Zusammenstürzen durch zufällige Zerrung, sich aber auch postmortal mit Ruptur von Muskelfasern durch die aufpag. 533erwähnten Manipulationen bilden.

[363]Ch. T. Hiecke, De suspensorum in vitam restitutorum morte subitanea ejusque causa, Jena 1799, hat bereits diese häufige Thatsache besprochen. Angaben über zwei in Wien Justificirte und auf der Anatomie wieder zu sich gekommene Gehenkte finden sich in der vonLamboyaus dem Lateinischen in’s Deutsche übersetzten AbhandlungAnton de Haen’s „Ueber die Art des Todes der Ertrunkenen, Erhängten und Erstickten“. Wien 1772, pag. 79.

[363]Ch. T. Hiecke, De suspensorum in vitam restitutorum morte subitanea ejusque causa, Jena 1799, hat bereits diese häufige Thatsache besprochen. Angaben über zwei in Wien Justificirte und auf der Anatomie wieder zu sich gekommene Gehenkte finden sich in der vonLamboyaus dem Lateinischen in’s Deutsche übersetzten AbhandlungAnton de Haen’s „Ueber die Art des Todes der Ertrunkenen, Erhängten und Erstickten“. Wien 1772, pag. 79.

[364]Moebius(Münchener med. Wochenschr. 1892, Nr. 36 und 1893, Nr. 127) hält die Krämpfe und die Amnesie für hysterische Symptome, die auch bei anderen Selbstmordsformen vorkommen und durch die heftige Gemüthserschütterung veranlasst werden, welcher AnschauungWagner(ibid. 1893, Nr. 5 und pag. 129) widerspricht. Auch vonSeydel(Vierteljahrschr. f. gerichtl. Med. 1894, pag. 89) wird über Wiederbelebung einer Erhängten berichtet, bei welcher heftige eklamptische Anfälle, kleine und nach erlangtem Bewusstsein vollständige retroactive Amnesie beobachtet wurde.

[364]Moebius(Münchener med. Wochenschr. 1892, Nr. 36 und 1893, Nr. 127) hält die Krämpfe und die Amnesie für hysterische Symptome, die auch bei anderen Selbstmordsformen vorkommen und durch die heftige Gemüthserschütterung veranlasst werden, welcher AnschauungWagner(ibid. 1893, Nr. 5 und pag. 129) widerspricht. Auch vonSeydel(Vierteljahrschr. f. gerichtl. Med. 1894, pag. 89) wird über Wiederbelebung einer Erhängten berichtet, bei welcher heftige eklamptische Anfälle, kleine und nach erlangtem Bewusstsein vollständige retroactive Amnesie beobachtet wurde.

[365]„Zur Lehre vom Ertrinkungstode.“ Virchow’s Archiv. XLVII.

[365]„Zur Lehre vom Ertrinkungstode.“ Virchow’s Archiv. XLVII.

[366]Leçons sur la Physiol. comparée de la respiration. Paris 1870; ausserdemCerardini, „Della morte da sommersione“. Firenze 1873 undBergeronundMontano, Annal. d’hygiène publ. 1877, pag. 332.

[366]Leçons sur la Physiol. comparée de la respiration. Paris 1870; ausserdemCerardini, „Della morte da sommersione“. Firenze 1873 undBergeronundMontano, Annal. d’hygiène publ. 1877, pag. 332.

[367]BrouardelundLoye(Recherches expérim. sur la mort par submersion brusque. Arch. de Physiol. 1889, 1., 2. und 3.) bestimmten bei ihren Versuchen den Zeitpunkt und die Menge des Eindringens der Ertränkungsflüssigkeit durch graphische Darstellung an einer rotirenden Trommel. Sie notirten bei einem 25 Kilo schweren Hunde: in der 1. Phase (7 Sec.) Eindringen von 210 Ccm. Flüssigkeit; in der 2. (23 Sec.) war nichts eingedrungen; in der 3. (15 Sec.) 407 Ccm.; nach 2 Minuten folgten 45 Ccm., 90 in der 3. Minute und 30 in den restlichen 40 Secunden. Der grösste Theil wird daher in der 3. Phase innerhalb weniger Secunden eingeathmet.

[367]BrouardelundLoye(Recherches expérim. sur la mort par submersion brusque. Arch. de Physiol. 1889, 1., 2. und 3.) bestimmten bei ihren Versuchen den Zeitpunkt und die Menge des Eindringens der Ertränkungsflüssigkeit durch graphische Darstellung an einer rotirenden Trommel. Sie notirten bei einem 25 Kilo schweren Hunde: in der 1. Phase (7 Sec.) Eindringen von 210 Ccm. Flüssigkeit; in der 2. (23 Sec.) war nichts eingedrungen; in der 3. (15 Sec.) 407 Ccm.; nach 2 Minuten folgten 45 Ccm., 90 in der 3. Minute und 30 in den restlichen 40 Secunden. Der grösste Theil wird daher in der 3. Phase innerhalb weniger Secunden eingeathmet.

[368]NachBrouardelundLoye(l. c.) ist das Blut sofort nach dem Tode coagulirt, die Gerinnsel lösen sich aber nach dem Tode rasch. Die Flüssigkeit des Blutes sei daher nur eine Leichenerscheinung.Coutagne(1891) hat diese an sich unhaltbare Angabe durch positive Beobachtungen widerlegt.

[368]NachBrouardelundLoye(l. c.) ist das Blut sofort nach dem Tode coagulirt, die Gerinnsel lösen sich aber nach dem Tode rasch. Die Flüssigkeit des Blutes sei daher nur eine Leichenerscheinung.Coutagne(1891) hat diese an sich unhaltbare Angabe durch positive Beobachtungen widerlegt.

[369]A. Paltauf(Berliner klin. Wochenschr. 1892, Nr. 13) versuchte dieses auf chemischem Wege und fand, dass selbst das Meerwasser trotz seiner 0·35 Procent Chlornatrium noch um mindestens ebenso viel an Salzgehalt hinter dem der Transsudate zurückbleibt.

[369]A. Paltauf(Berliner klin. Wochenschr. 1892, Nr. 13) versuchte dieses auf chemischem Wege und fand, dass selbst das Meerwasser trotz seiner 0·35 Procent Chlornatrium noch um mindestens ebenso viel an Salzgehalt hinter dem der Transsudate zurückbleibt.

[370]Zu den gewöhnlichen Befunden gehört bei Ertrunkenen ein Oedem der aryepiglottischen Falten. Ob dieses während des Ertrinkens oder, wie wahrscheinlich, erst postmortal durch Imbibition mit Wasser zu Stande kommt, ist noch unerwiesen.

[370]Zu den gewöhnlichen Befunden gehört bei Ertrunkenen ein Oedem der aryepiglottischen Falten. Ob dieses während des Ertrinkens oder, wie wahrscheinlich, erst postmortal durch Imbibition mit Wasser zu Stande kommt, ist noch unerwiesen.

[371]Bougier(Virchow’s Jahrb. 1885, I, 529) hat dieses Verhalten an Leichen verfolgt, die in dem neuen Appareil frigorifique der Pariser Morgue in gefrorenen Zustand versetzt wurden. Bei frischen Leichen Ertrunkener fand er einen bis in die feinsten Bronchiolen reichenden Eisbaum, der in einem Falle kleine Pflanzentheilchen enthielt, und beträchtliche Eisklumpen im Magen, dagegen bei in fuchsingefärbtes Wasser oder in Jodkalium- oder Ferrocyankalium-Lösung gelegten und dann dem Gefrieren ausgesetzten Leichen die betreffenden Flüssigkeiten nur in den Bronchien, niemals aber im Lungengewebe oder im Magen.

[371]Bougier(Virchow’s Jahrb. 1885, I, 529) hat dieses Verhalten an Leichen verfolgt, die in dem neuen Appareil frigorifique der Pariser Morgue in gefrorenen Zustand versetzt wurden. Bei frischen Leichen Ertrunkener fand er einen bis in die feinsten Bronchiolen reichenden Eisbaum, der in einem Falle kleine Pflanzentheilchen enthielt, und beträchtliche Eisklumpen im Magen, dagegen bei in fuchsingefärbtes Wasser oder in Jodkalium- oder Ferrocyankalium-Lösung gelegten und dann dem Gefrieren ausgesetzten Leichen die betreffenden Flüssigkeiten nur in den Bronchien, niemals aber im Lungengewebe oder im Magen.

[372]„Zur Verwerthung der Ohrenprobe für die Diagnose des Ertrinkungstodes.“ Friedreich’s Blätter. 1876, pag. 289.

[372]„Zur Verwerthung der Ohrenprobe für die Diagnose des Ertrinkungstodes.“ Friedreich’s Blätter. 1876, pag. 289.

[373]„Das Schleimhautpolster der Paukenhöhle beim Fötus und Neugeborenen und dieWreden-Wendt’sche Ohrenprobe.“ Wiener med. Blätter. 1883, Nr. 26 u. s. f.

[373]„Das Schleimhautpolster der Paukenhöhle beim Fötus und Neugeborenen und dieWreden-Wendt’sche Ohrenprobe.“ Wiener med. Blätter. 1883, Nr. 26 u. s. f.

[374]Es kann auch vorkommen, dass Jemand, der durch eine andere Ursache zusammenstürzt, unter Wasser oder eine andere Flüssigkeit geräth und erst in dieser stirbt. Alle jene Ursachen, welche in natürlicher Weise plötzliche Bewusstlosigkeit oder plötzlichen Tod bewirken können, wie Apoplexien, Herzlähmung, epileptischer Anfall, Ohnmacht u. dergl., können auch eintreten, während Jemand am oder im Wasser etc. sich befindet, und es ist insbesondere der natürliche Tod im Bade keine Seltenheit. Gleiches kann aber auch aus gewaltsamen Ursachen geschehen, so z. B. bei Kopfverletzungen oder wie beim Ausräumen von Cloaken durch giftige Gase. Da bei den Betroffenen, selbst wenn die Ursache des Zusammenstürzens für sich allein den Tod in wenigen Augenblicken zu bewirken im Stande gewesen wäre, doch die Agonie in der Flüssigkeit sich abspielt, insbesondere in dieser noch Athembewegungen erfolgen, so finden sich auch bei solchen Leichen die Zeichen des Ertrinkungstodes und es kann mitunter recht schwer sein, die Frage zu beantworten, woran der Untersuchte zunächst gestorben ist. Bei einer jungen, in ihrem von innen verschlossenen Badezimmer unter Wasser todt gefundenen Frau ergab sich auffallend rothes Blut und roth gefärbte Organe. Der Verdacht auf Kohlenoxydvergiftung wurde durch die spectrale Untersuchung bestätigt. Das giftige Gas stammte aus dem Heizapparat. Am 24. Januar 1881 obducirten wir einen im Eis des Donaucanals eingefroren gefundenen alten, marastischen Mann. Angeblich lag Selbstmord durch Ertrinken vor. Es fanden sich jedoch massenhafte Gerinnsel im Herzen und den grossen Gefässen, woraus auf einen protrahirten Tod geschlossen werden musste, und zwar entweder auf natürlichen Tod durch Marasmus oder auf Erfrieren. — Den BeobachtungenNaegeli’s zufolge (Correspondenzbl. f. Schweizer Aerzte. 1880, Nr. 2) scheint die Ursache des Verunglückens Badender häufig darin zu liegen, dass, weil sie mit vollem Magen in’s Wasser gingen, während des Schwimmens Erbrechen und consecutive Aspiration des Erbrochenen eintritt.

[374]Es kann auch vorkommen, dass Jemand, der durch eine andere Ursache zusammenstürzt, unter Wasser oder eine andere Flüssigkeit geräth und erst in dieser stirbt. Alle jene Ursachen, welche in natürlicher Weise plötzliche Bewusstlosigkeit oder plötzlichen Tod bewirken können, wie Apoplexien, Herzlähmung, epileptischer Anfall, Ohnmacht u. dergl., können auch eintreten, während Jemand am oder im Wasser etc. sich befindet, und es ist insbesondere der natürliche Tod im Bade keine Seltenheit. Gleiches kann aber auch aus gewaltsamen Ursachen geschehen, so z. B. bei Kopfverletzungen oder wie beim Ausräumen von Cloaken durch giftige Gase. Da bei den Betroffenen, selbst wenn die Ursache des Zusammenstürzens für sich allein den Tod in wenigen Augenblicken zu bewirken im Stande gewesen wäre, doch die Agonie in der Flüssigkeit sich abspielt, insbesondere in dieser noch Athembewegungen erfolgen, so finden sich auch bei solchen Leichen die Zeichen des Ertrinkungstodes und es kann mitunter recht schwer sein, die Frage zu beantworten, woran der Untersuchte zunächst gestorben ist. Bei einer jungen, in ihrem von innen verschlossenen Badezimmer unter Wasser todt gefundenen Frau ergab sich auffallend rothes Blut und roth gefärbte Organe. Der Verdacht auf Kohlenoxydvergiftung wurde durch die spectrale Untersuchung bestätigt. Das giftige Gas stammte aus dem Heizapparat. Am 24. Januar 1881 obducirten wir einen im Eis des Donaucanals eingefroren gefundenen alten, marastischen Mann. Angeblich lag Selbstmord durch Ertrinken vor. Es fanden sich jedoch massenhafte Gerinnsel im Herzen und den grossen Gefässen, woraus auf einen protrahirten Tod geschlossen werden musste, und zwar entweder auf natürlichen Tod durch Marasmus oder auf Erfrieren. — Den BeobachtungenNaegeli’s zufolge (Correspondenzbl. f. Schweizer Aerzte. 1880, Nr. 2) scheint die Ursache des Verunglückens Badender häufig darin zu liegen, dass, weil sie mit vollem Magen in’s Wasser gingen, während des Schwimmens Erbrechen und consecutive Aspiration des Erbrochenen eintritt.

[375]A. Paltauf(l. c.) weist auf diese Möglichkeit hin und wir haben einen zweifellosen solchen Fall bei einem 19jährigen Burschen beobachtet, bei welchem sich an beiden Oberarmen deutliche, vom Anfassen herrührende Spuren fanden (s. auchpag. 568).

[375]A. Paltauf(l. c.) weist auf diese Möglichkeit hin und wir haben einen zweifellosen solchen Fall bei einem 19jährigen Burschen beobachtet, bei welchem sich an beiden Oberarmen deutliche, vom Anfassen herrührende Spuren fanden (s. auchpag. 568).

[376]Einen interessanten Fall von bei einem im Wasser Verunglückten durch die Radschaufeln eines sich drehenden Mühlrades entstandener Gekrös- und Darmruptur bringtKratteraus dem Grazer Institute für Staatsarzneikunde (Friedreich’s Blätter. 1877, 1); ebenso Beispiele von mannigfachen, insbesondere durch Dampfschiffsräder veranlassten Beschädigungen von Wasserleichen:Delens, „Des fractures etc. que l’on rencontre sur les cadavres retirés de la Seine.“ (Annal. d’hygiène publ. 1878, pag. 433).

[376]Einen interessanten Fall von bei einem im Wasser Verunglückten durch die Radschaufeln eines sich drehenden Mühlrades entstandener Gekrös- und Darmruptur bringtKratteraus dem Grazer Institute für Staatsarzneikunde (Friedreich’s Blätter. 1877, 1); ebenso Beispiele von mannigfachen, insbesondere durch Dampfschiffsräder veranlassten Beschädigungen von Wasserleichen:Delens, „Des fractures etc. que l’on rencontre sur les cadavres retirés de la Seine.“ (Annal. d’hygiène publ. 1878, pag. 433).

[377]Hämmerle, Gesetzsammlung. 1869, pag. 57.

[377]Hämmerle, Gesetzsammlung. 1869, pag. 57.

[378]Die Leichen Ertrunkener tauchen desto früher auf, je günstiger die Fäulnissbedingungen sind. Im Sommer kann dieses schon nach 2–3 Tagen, seltener schon nach einigen Stunden, geschehen, während im Winter die Leichen wochen- und monatelang unter Wasser bleiben können. Die Fettentwicklung, sowie die Menge der im Körper zur Zeit des Todes gewesenen Luft (Lungen- und Darmluft) ist hierbei ebenfalls von Einfluss. Enthielt der Körper keine Luft, wie z. B. bei todtgeborenen Kindern, so bleibt derselbe verhältnissmässig länger unter Wasser, als wenn Lungen und insbesondere der Darm Luft enthalten hatten. In manchen Fällen können Wasserleichen unter Flösse etc. gerathen, oder durch andere Gegenstände festgehalten werden, welche Möglichkeit ebenfalls in Betracht gezogen werden muss. Gleiches kann eine Beschwerung der Leiche bewirken, wie sie bei Selbstmördern, aber auch bei Beseitigung von Leichen vorkommt. Dass selbst raffinirte derartige Vorkehrungen das Aufsteigen der Leiche nicht absolut verhindern, beweist der im August 1882 in Paris behandelte Fall Aubert, dessen Leiche nach 11 Tagen auftauchte, obgleich sie von den Mördern mit Bleiröhren umwickelt, in die Seine geworfen worden war. Meistens scheint zuerst der Oberkörper aufzutauchen, einestheils wegen der Residualluft in den Lungen, anderseits wegen der raschen Gasentwicklung im subcutanen Zellgewebe des Oberkörpers. In einem vonFreyermitgetheilten Falle (Virchow’s Jahrb. 1886, I, pag. 506) stand die Leiche im Wasser, was zusammengenommen mit den übrigen Umständen des Falles den Verdacht erregte, dass die Untersuchte erdrosselt und dann in das Wasser gebracht worden war. In einem unserer Fälle war aber die Leiche eines in einem See Ertrunkenen 3 Tage darnach plötzlich neben einem Schiffer, der nach ihr gesucht hatte, aufgetaucht und stand senkrecht im Wasser. Ob die Leiche mit dem Rücken oder mit der Vorderfläche nach oben gekehrt im Wasser schwimmt und schliesslich auftaucht, wird vielleicht von Zufälligkeiten abhängen.Lacassagne(Virchow’s Jahrb. 1891, I, pag. 520) behauptet, dass bei weiblichen Leichen meistens letzteres, bei männlichen ersteres der Fall ist, da sich bei jenen meist die Fersentheile, bei diesen meist die vorderen Partien der Beschuhung abgewetzt finden. Auf der Wiener Naturforscherversammlung hatHaberdaüber das Auftauchen der Wasserleichen und darüber angestellte Beobachtungen berichtet.

[378]Die Leichen Ertrunkener tauchen desto früher auf, je günstiger die Fäulnissbedingungen sind. Im Sommer kann dieses schon nach 2–3 Tagen, seltener schon nach einigen Stunden, geschehen, während im Winter die Leichen wochen- und monatelang unter Wasser bleiben können. Die Fettentwicklung, sowie die Menge der im Körper zur Zeit des Todes gewesenen Luft (Lungen- und Darmluft) ist hierbei ebenfalls von Einfluss. Enthielt der Körper keine Luft, wie z. B. bei todtgeborenen Kindern, so bleibt derselbe verhältnissmässig länger unter Wasser, als wenn Lungen und insbesondere der Darm Luft enthalten hatten. In manchen Fällen können Wasserleichen unter Flösse etc. gerathen, oder durch andere Gegenstände festgehalten werden, welche Möglichkeit ebenfalls in Betracht gezogen werden muss. Gleiches kann eine Beschwerung der Leiche bewirken, wie sie bei Selbstmördern, aber auch bei Beseitigung von Leichen vorkommt. Dass selbst raffinirte derartige Vorkehrungen das Aufsteigen der Leiche nicht absolut verhindern, beweist der im August 1882 in Paris behandelte Fall Aubert, dessen Leiche nach 11 Tagen auftauchte, obgleich sie von den Mördern mit Bleiröhren umwickelt, in die Seine geworfen worden war. Meistens scheint zuerst der Oberkörper aufzutauchen, einestheils wegen der Residualluft in den Lungen, anderseits wegen der raschen Gasentwicklung im subcutanen Zellgewebe des Oberkörpers. In einem vonFreyermitgetheilten Falle (Virchow’s Jahrb. 1886, I, pag. 506) stand die Leiche im Wasser, was zusammengenommen mit den übrigen Umständen des Falles den Verdacht erregte, dass die Untersuchte erdrosselt und dann in das Wasser gebracht worden war. In einem unserer Fälle war aber die Leiche eines in einem See Ertrunkenen 3 Tage darnach plötzlich neben einem Schiffer, der nach ihr gesucht hatte, aufgetaucht und stand senkrecht im Wasser. Ob die Leiche mit dem Rücken oder mit der Vorderfläche nach oben gekehrt im Wasser schwimmt und schliesslich auftaucht, wird vielleicht von Zufälligkeiten abhängen.Lacassagne(Virchow’s Jahrb. 1891, I, pag. 520) behauptet, dass bei weiblichen Leichen meistens letzteres, bei männlichen ersteres der Fall ist, da sich bei jenen meist die Fersentheile, bei diesen meist die vorderen Partien der Beschuhung abgewetzt finden. Auf der Wiener Naturforscherversammlung hatHaberdaüber das Auftauchen der Wasserleichen und darüber angestellte Beobachtungen berichtet.

[379]Mitunter werden die fester haftenden Haare an oder in der Haut abgerissen oder abgebrochen, wodurch die Hautstelle ein wie rasirtes Aussehen erhalten kann, ein Umstand, der bekanntlich im Tisza-Eszlár-Fall eine Rolle spielte. Siehe unser Gutachten darüber, sammt Abbildungen einer solchen Kopfhaut aus unserer Sammlung in der Wiener med. Wochenschr. 1883, Nr. 25 u. ff.

[379]Mitunter werden die fester haftenden Haare an oder in der Haut abgerissen oder abgebrochen, wodurch die Hautstelle ein wie rasirtes Aussehen erhalten kann, ein Umstand, der bekanntlich im Tisza-Eszlár-Fall eine Rolle spielte. Siehe unser Gutachten darüber, sammt Abbildungen einer solchen Kopfhaut aus unserer Sammlung in der Wiener med. Wochenschr. 1883, Nr. 25 u. ff.

[380]Das Schwurgericht Osnabrück fällte am 9. März 1878 das Todesurtheil über eine Frau, welche den vier Wochen alten Knaben ihrer Tochter dadurch getödtet hatte, dass sie ihm einen zugespitzten Flaschenkork in den Rachen einpresste.

[380]Das Schwurgericht Osnabrück fällte am 9. März 1878 das Todesurtheil über eine Frau, welche den vier Wochen alten Knaben ihrer Tochter dadurch getödtet hatte, dass sie ihm einen zugespitzten Flaschenkork in den Rachen einpresste.

[381]Schmidt’s Jahrb. 1852, LXXIV, 242. Ebenso Versuche vonMattysen, Tardieu, sowie der med.-chir. Gesellschaft in London inTardieu’s: „Sur la pendaison etc.“, pag. 292 u. ff., daselbst, sowie inCasper-Liman’s Handb. II, 633, einschlägige Fälle.

[381]Schmidt’s Jahrb. 1852, LXXIV, 242. Ebenso Versuche vonMattysen, Tardieu, sowie der med.-chir. Gesellschaft in London inTardieu’s: „Sur la pendaison etc.“, pag. 292 u. ff., daselbst, sowie inCasper-Liman’s Handb. II, 633, einschlägige Fälle.

[382]RothundLex, Militärgesundheitspflege. 1875, II, 557.

[382]RothundLex, Militärgesundheitspflege. 1875, II, 557.

[383]O.Schultze, „Zur Lehre vom Stoffwechsel bei Inanition“. Arch. f. Anat. 1863, pag. 31; ebenso F. A.Falk, l. c. Eine fleissige Zusammenstellung der „Veränderungen der Gewebe durch Inanition“, insbesondere der Atrophie der Leber, enthält die Dissertation von G.Kulisch, Halle 1891.

[383]O.Schultze, „Zur Lehre vom Stoffwechsel bei Inanition“. Arch. f. Anat. 1863, pag. 31; ebenso F. A.Falk, l. c. Eine fleissige Zusammenstellung der „Veränderungen der Gewebe durch Inanition“, insbesondere der Atrophie der Leber, enthält die Dissertation von G.Kulisch, Halle 1891.

[384]So in England im berüchtigten „Penge-Fall“ 1877 und im Process gegen die FamilieBarms, die der gewerbsmässigen Kindervertilgung angeklagt war (Prager med. Wochenschr. 1879, pag. 399).

[384]So in England im berüchtigten „Penge-Fall“ 1877 und im Process gegen die FamilieBarms, die der gewerbsmässigen Kindervertilgung angeklagt war (Prager med. Wochenschr. 1879, pag. 399).

[385]Eine ausführliche Darstellung der Theorien über die Ursache der Insolation findet sich in dem Werke vonJakubasch, „Sonnenstich und Hitzschlag“. Wien 1881.

[385]Eine ausführliche Darstellung der Theorien über die Ursache der Insolation findet sich in dem Werke vonJakubasch, „Sonnenstich und Hitzschlag“. Wien 1881.

[386]Wiener med. Wochenschr. 1867, pag. 144. Siehe auch die Arbeiten vonFraenkel, Deutsche med. Wochenschr. 1889, Nr. 2 undSilbermann, Med. Centralbl. 1889, Nr. 29.

[386]Wiener med. Wochenschr. 1867, pag. 144. Siehe auch die Arbeiten vonFraenkel, Deutsche med. Wochenschr. 1889, Nr. 2 undSilbermann, Med. Centralbl. 1889, Nr. 29.

[387]Ueber Verbrennungen durch schlagende Wetter, ein Mal 22, das andere Mal 14 Kohlengrubenarbeiter betreffend, berichtet K.Franz, Zeitsch. d. böhm. Aerzte. 1885, pag. 212 u. s. f., fernerBourget, Virchow’s Jahresb. 1877, II, 229.

[387]Ueber Verbrennungen durch schlagende Wetter, ein Mal 22, das andere Mal 14 Kohlengrubenarbeiter betreffend, berichtet K.Franz, Zeitsch. d. böhm. Aerzte. 1885, pag. 212 u. s. f., fernerBourget, Virchow’s Jahresb. 1877, II, 229.


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