Chapter 63

Fußnoten:[1]Unicuique dedit vitium natura creato. Catull.II. 18.[2]Das so oft vorkommende Wort Araber kann keinen Anstoß geben. Man nennt Araber, die arabisch sprechen, Deutsche, die deutsch reden, und auch die Schweizer heißen zum Theile Deutsche. Die arabische Sprache herrscht aber nicht bloß in Arabien, sondern auch in Syrien und im ganzen Norden von Afrika. Darum wird der Egypzier so oft Araber genannt.[3]Prosperi Alpinimedicina Aegyptiorum.Editio nova. L. B., officina Boutesteinia, 1719.[4]Da ich eine genauere Beschreibung der Krankenhäuser für das größere Publikum nicht berechnen durfte, so übersandte ich sie dem Herausgeber der schweizerischen Zeitschrift für Natur- und Heilkunde, (Heilbronn bei Drechsler), Herrn Professorvon Pommer, wo auch andere auf der Reise gesammelte medizinische Kleinigkeiten aus meiner Feder sich finden. S. II. Band 2. Heft S. 314 ff., III. Bd. 1. Heft S. 130 ff., und III. Bd. 3. Heft S. 435 ff.[5]Er erlag der Pest in der pestfreien Zeit, wenigstens in einer Zeit, da die Europäer keine Vorsichtsmaßregeln gegen die Pest nahmen. Die Nachricht seines Ablebens erhielt ich, nachdem ich schon von Alexandrien abgereist war. Vierzehn Tage vorher drückte ich die Hand des wackern Landsmannes, HerrnWehrli, wenn ich nicht irre, aus dem Kanton Aargau.[6]„... ut a propinquarum urbium plebe verri sibi vias, et conspergi propter pulverem exigeret.“Suetoniusaus dem LebenCaligula’s(XLIII).[7]„Ich wagte nicht“, sagtDr.Jakob Röser(224), „in die Höhlen zu kriechen, theils wegen meines Uebelbefindens, von dem ich noch nicht ganz frei war, theils der Schlangen und des Ungeziefers wegen, das sich häufig darin aufhält.“[8]Ich kenne im Deutschen kein Wort für den morgenländischen Sitz mit kreuzweise über einander geschlagenen Beinen. Um kurz zu reden, wählte ichhocken;von Prokeschschreibthockern. Wenn die Leute, zumal häufig die Weiber,eigentlichkauerten, oder mit aufgehobenen Knieen saßen, so will ich mich auch so ausdrücken.Hockenklingt für die Abendländer freilich niedrig; aber es wäre für diese auch nicht fein, schneidermäßig hinzusitzen.[9]Um der Wahrheit nichts zu vergeben, finde ich mich zu der für mich unangenehmen Bemerkung verpflichtet, daß die an einem Tage zurückgelegten Ortschaften nur für dasjenige Ufer eigentlich verläßlich sind, wo wir ankehrten, weil ich damals der Sache nicht genug Aufmerksamkeit schenkte, um zugleich den Namen des Ortes am anderseitigen Ufer zu erfragen, welcher dem Uebernachtungsplatze am nächsten lag. Meine Ortsnamen weichen hin und wieder von denen desvon Prokeschab, indem ich der verbessernden Hülfe des französischen Dragoman vertraute. Wenn z. B. eine Dorfschaft nicht wieder in diesem Verzeichnisse aufgeführt wird, so muß der Grund darin gesucht werden, daß sie seitvon ProkeschsNilfahrt verschwunden ist. Müssen im Abendlande außerordentliche Umstände zusammenfließen, bis ein Dorf der Erde gleich wird, so ist es in Egypten anders, wo das furchtbare Szepter des Wütherichs am Haare der Laune hängt, und die leichtfertige Hand der Landesknechte sich Schwalbennester baut. Wer auf eine richtigere Aussprache der Ortsnamen einiges Gewicht legen möchte, findet die Zeichen im folgenden, von mir herausgegebenen Werke erklärt:Appenzellischer Sprachschatz.Zürich, 1837, bei Orell, Füßli und Comp. S. XXVI. und XXVII.[10]Die Hütten, noch aus Alexandrien in frischem Andenken, erwähne ich nicht. Die Gelehrten des französischen Feldzuges zählten in Kairo zwei und dreißig mit Hütten besetzte Plätze (Hôsch,place avec des cahutes).[11]Nach den Gelehrten des französischen Feldzuges hatte Kairo 233 mohammetanische Großkirchen (Gâma’), 158 Kleinkirchen (Kapellen, Sâuyeh), 27 christliche Kirchen (in Alt- und Großkairo), 10 Synagogen, 45 Hauptbäder, 171 Außen- und Binnenpforten.[12]Die Gelehrten des französischen Feldzuges geben, ohne eine zertrümmerte Moschee zu rechnen, der Burg allein sieben Gâma’, nämlich: Gâma’ Tâg el-Dyn, Gâma’ el-Schâryeh, Gâma’ el-Dahâysche, Gâma’ sultân Kalaun, Gâma’ el-A’ssab, Gâma’ el-Moyed, Gâma’ el-Mustafâujeh.Description de l’Égypte, 2. édit. Tome XVIII. (E. M.) 2. part. Paris, Panckoucke, 1829. Pag. 288. sqq.[13]SchweizerischBuffert.[14]Die Gelehrten des französischen Feldzuges zählten über achtunddreißig.[15]Früher gab es sogenannteSantone(Heilige), welche fadennackend auf Pferden herumritten. Es ist nicht lange her, daß der Vizekönig sie in ein Versorgungshaus schickte, und so begegnet der ärgerliche Auftritt nicht mehr.[16]Salomo Schweiggerfragte in Konstantinopel nach dem Grunde dieses „Schöpfleins.“ Es ward ihm geantwortet, daß, wenn der Moslim dem Feinde zu Theil werde, und um das Haupt komme, alsdann der Kopf am Haarbüschel gefaßt, und ihm nicht mit der Hand in den Maulkorb (Mund) gegriffen werde, die ihn verunreinigen würde.[17]Es ist bekannt, daß es in Egypten Oefen gibt, worin die Hühnereier ausgebrütet werden. Es verdrießt mich, keinen gesehen zu haben. Hundert eben aus dem Ei gekrochene Küchelchen gelten drei bis vier Piaster (höchstens einen Reichsgulden) bei Kairo. Zur Brütung gehört Wärme überhaupt. Die Hühnerwärme ist nicht unerläßlich. AlsLivia, die Mutter desTiberius, ein Kind unter ihrem Herzen trug, wollte sie durch verschiedene Wahrzeichen erfahren, ob es ein Knäbchen sei. Von einer Bruthenne nahm sie auch ein Ei, erwärmte dieses bald mit ihrer Hand, bald mit derjenigen ihrer Zofen, so lange, bis ein Küchelchen mit einem ausgezeichneten Kamme herausschlüpfte.[18]Die Gelehrten des französischen Feldzuges zählten 120 Zisternen. Der obere Stock dieser Wassergebäude nimmt gewöhnlich eine Freischule ein. Es waren nach einer Beschreibung von Alt-Kairo aus dem sechszehnten Jahrhunderte in dieser Stadt bei 8000 Menschen, die allein mit Kameelen Wasser von dem Nil in dieselbe schafften, um es zu verkaufen, wovon der größere Theil dazu diente, die Gassen zu benetzen, und dadurch den Staub niederzuschlagen.[19]Man mag eine Stelle desJuvenal(Jun. Juvenalis sat.II.v.19) beliebig mit der Bajadere in Verbindung bringen. Von den aufrichtigen Sündern redend, fährt er fort:Sed pejores, qui talia verbisHerculis invadunt et de virtute loquutiClunem agitant.[20]Später kehrteEnfantinwieder nach Frankreich zurück.[21]Sie gehörten dem protestantischen Missionariate. Es wurden ungemein wenig abgesetzt. Ich sah einmal einen vorübergehenden Mohammetaner anhalten und eine Bibel aufschlagen; kaum schielte er den Titel recht an, als er sie wieder aus der Hand legte.[22]Der Mann starb auf einer Kurreise nach Oberegypten im Jahr 1837.[23]Die Gelehrten des französischen Feldzuges rechneten sechszehn Leichenfelder auf das Innere der Stadt. Die Franken werden in Altkairo begraben.[24]Der Leser darf der Bezeichnung des armenischen und griechischen Klosters nicht mehr trauen, als ich selbst traue,unter der Leitung eines Arabers. Im griechischen Kloster schon wollte er mich im koptischen wissen. Hier gelang es nicht, mich zu täuschen, da ich nichts einer Höhle ähnliches erkannte. Am armenischen und griechischen Kloster liegt indessen sehr wenig, und am koptischen Alles; letzteres aber zu bezweifeln, wäre Zweifelsucht.[25]Die Schriftsteller verlegen den Anfang des Nilwachses in ein wenig verschiedene Zeitpunkte; in den ersten Neumond nach dem längsten TagPlinius, in den sechszehnten Tag nach demselben die offizielle Mittheilung des französischen Feldzuges, in den 5. JuniusAlpinus, in den 19.Volney, in das Ende vom JuniusRifaud.Alpinuserzählte von sehr interessanten Versuchen, um nach gewissen Zeichen vorauszusagen, wie hoch der Nilstrom steigen werde.[26]Auch die Bibel hat uns das Andenken dieser Stadt bewahrt. Wir lesen aus dem 1. BucheMosesim 45. Verse des 41. Kapitels, daß der egyptische König oder Pharao dem StatthalterJosef,JakobsSohn,Aseneth, die TochterPotiphars, eines Priesters zu Heliopolis (Sonnenstadt), zum Weibe gab.[27]Ich gebe zu, daß ich hier, wie weiter unten, in Schreibung der Namen vielleicht fehle; allein auch dieses Fehlen wird von Werth sein; denn ich verließ mich auf einen als Apotheker Angestellten, und so läßt sich dann mehr und minder beurtheilen, auf welcher Stufe von Kenntnissen dergleichen hochgestellte Männer bei Abusabel stehen.[28]Der Reisende, sagtDr.Röser, wird durch das ihn umschwärmende und gefährliche Beduinengesindel, die mit Keulen und Pistolen bewaffnet sind, von der ernsten und ruhigen Betrachtung abgezogen, daher Jedem, der die Pyramiden besuchen will, zahlreiche Gesellschaft und Vorsicht anzurathen ist; denn es ist bekannt, daß dies arme, nackte Volk wegen einer Kleinigkeit einen Menschen todtschlägt.[29]Wie hoch die Aerzte aus der Abusabler-Schule gewerthet werden, erhellt schon daraus, daß man einem Europäer, welcher von der Medizin rein nichts versteht, einen solchen Arzt unterordnet.[30]Auf arabischAbu, Vater. Sobald der Araber Vater eines Sohnes ist, so wird er nach dem Namen desselben geheißen. Hatte bei uns der Vater einen Sohn mit Namen Wilhelm, so wurde der Araber im bessern Tone erstern nie anders, alsVater Wilhelmsheißen.

Fußnoten:[1]Unicuique dedit vitium natura creato. Catull.II. 18.[2]Das so oft vorkommende Wort Araber kann keinen Anstoß geben. Man nennt Araber, die arabisch sprechen, Deutsche, die deutsch reden, und auch die Schweizer heißen zum Theile Deutsche. Die arabische Sprache herrscht aber nicht bloß in Arabien, sondern auch in Syrien und im ganzen Norden von Afrika. Darum wird der Egypzier so oft Araber genannt.[3]Prosperi Alpinimedicina Aegyptiorum.Editio nova. L. B., officina Boutesteinia, 1719.[4]Da ich eine genauere Beschreibung der Krankenhäuser für das größere Publikum nicht berechnen durfte, so übersandte ich sie dem Herausgeber der schweizerischen Zeitschrift für Natur- und Heilkunde, (Heilbronn bei Drechsler), Herrn Professorvon Pommer, wo auch andere auf der Reise gesammelte medizinische Kleinigkeiten aus meiner Feder sich finden. S. II. Band 2. Heft S. 314 ff., III. Bd. 1. Heft S. 130 ff., und III. Bd. 3. Heft S. 435 ff.[5]Er erlag der Pest in der pestfreien Zeit, wenigstens in einer Zeit, da die Europäer keine Vorsichtsmaßregeln gegen die Pest nahmen. Die Nachricht seines Ablebens erhielt ich, nachdem ich schon von Alexandrien abgereist war. Vierzehn Tage vorher drückte ich die Hand des wackern Landsmannes, HerrnWehrli, wenn ich nicht irre, aus dem Kanton Aargau.[6]„... ut a propinquarum urbium plebe verri sibi vias, et conspergi propter pulverem exigeret.“Suetoniusaus dem LebenCaligula’s(XLIII).[7]„Ich wagte nicht“, sagtDr.Jakob Röser(224), „in die Höhlen zu kriechen, theils wegen meines Uebelbefindens, von dem ich noch nicht ganz frei war, theils der Schlangen und des Ungeziefers wegen, das sich häufig darin aufhält.“[8]Ich kenne im Deutschen kein Wort für den morgenländischen Sitz mit kreuzweise über einander geschlagenen Beinen. Um kurz zu reden, wählte ichhocken;von Prokeschschreibthockern. Wenn die Leute, zumal häufig die Weiber,eigentlichkauerten, oder mit aufgehobenen Knieen saßen, so will ich mich auch so ausdrücken.Hockenklingt für die Abendländer freilich niedrig; aber es wäre für diese auch nicht fein, schneidermäßig hinzusitzen.[9]Um der Wahrheit nichts zu vergeben, finde ich mich zu der für mich unangenehmen Bemerkung verpflichtet, daß die an einem Tage zurückgelegten Ortschaften nur für dasjenige Ufer eigentlich verläßlich sind, wo wir ankehrten, weil ich damals der Sache nicht genug Aufmerksamkeit schenkte, um zugleich den Namen des Ortes am anderseitigen Ufer zu erfragen, welcher dem Uebernachtungsplatze am nächsten lag. Meine Ortsnamen weichen hin und wieder von denen desvon Prokeschab, indem ich der verbessernden Hülfe des französischen Dragoman vertraute. Wenn z. B. eine Dorfschaft nicht wieder in diesem Verzeichnisse aufgeführt wird, so muß der Grund darin gesucht werden, daß sie seitvon ProkeschsNilfahrt verschwunden ist. Müssen im Abendlande außerordentliche Umstände zusammenfließen, bis ein Dorf der Erde gleich wird, so ist es in Egypten anders, wo das furchtbare Szepter des Wütherichs am Haare der Laune hängt, und die leichtfertige Hand der Landesknechte sich Schwalbennester baut. Wer auf eine richtigere Aussprache der Ortsnamen einiges Gewicht legen möchte, findet die Zeichen im folgenden, von mir herausgegebenen Werke erklärt:Appenzellischer Sprachschatz.Zürich, 1837, bei Orell, Füßli und Comp. S. XXVI. und XXVII.[10]Die Hütten, noch aus Alexandrien in frischem Andenken, erwähne ich nicht. Die Gelehrten des französischen Feldzuges zählten in Kairo zwei und dreißig mit Hütten besetzte Plätze (Hôsch,place avec des cahutes).[11]Nach den Gelehrten des französischen Feldzuges hatte Kairo 233 mohammetanische Großkirchen (Gâma’), 158 Kleinkirchen (Kapellen, Sâuyeh), 27 christliche Kirchen (in Alt- und Großkairo), 10 Synagogen, 45 Hauptbäder, 171 Außen- und Binnenpforten.[12]Die Gelehrten des französischen Feldzuges geben, ohne eine zertrümmerte Moschee zu rechnen, der Burg allein sieben Gâma’, nämlich: Gâma’ Tâg el-Dyn, Gâma’ el-Schâryeh, Gâma’ el-Dahâysche, Gâma’ sultân Kalaun, Gâma’ el-A’ssab, Gâma’ el-Moyed, Gâma’ el-Mustafâujeh.Description de l’Égypte, 2. édit. Tome XVIII. (E. M.) 2. part. Paris, Panckoucke, 1829. Pag. 288. sqq.[13]SchweizerischBuffert.[14]Die Gelehrten des französischen Feldzuges zählten über achtunddreißig.[15]Früher gab es sogenannteSantone(Heilige), welche fadennackend auf Pferden herumritten. Es ist nicht lange her, daß der Vizekönig sie in ein Versorgungshaus schickte, und so begegnet der ärgerliche Auftritt nicht mehr.[16]Salomo Schweiggerfragte in Konstantinopel nach dem Grunde dieses „Schöpfleins.“ Es ward ihm geantwortet, daß, wenn der Moslim dem Feinde zu Theil werde, und um das Haupt komme, alsdann der Kopf am Haarbüschel gefaßt, und ihm nicht mit der Hand in den Maulkorb (Mund) gegriffen werde, die ihn verunreinigen würde.[17]Es ist bekannt, daß es in Egypten Oefen gibt, worin die Hühnereier ausgebrütet werden. Es verdrießt mich, keinen gesehen zu haben. Hundert eben aus dem Ei gekrochene Küchelchen gelten drei bis vier Piaster (höchstens einen Reichsgulden) bei Kairo. Zur Brütung gehört Wärme überhaupt. Die Hühnerwärme ist nicht unerläßlich. AlsLivia, die Mutter desTiberius, ein Kind unter ihrem Herzen trug, wollte sie durch verschiedene Wahrzeichen erfahren, ob es ein Knäbchen sei. Von einer Bruthenne nahm sie auch ein Ei, erwärmte dieses bald mit ihrer Hand, bald mit derjenigen ihrer Zofen, so lange, bis ein Küchelchen mit einem ausgezeichneten Kamme herausschlüpfte.[18]Die Gelehrten des französischen Feldzuges zählten 120 Zisternen. Der obere Stock dieser Wassergebäude nimmt gewöhnlich eine Freischule ein. Es waren nach einer Beschreibung von Alt-Kairo aus dem sechszehnten Jahrhunderte in dieser Stadt bei 8000 Menschen, die allein mit Kameelen Wasser von dem Nil in dieselbe schafften, um es zu verkaufen, wovon der größere Theil dazu diente, die Gassen zu benetzen, und dadurch den Staub niederzuschlagen.[19]Man mag eine Stelle desJuvenal(Jun. Juvenalis sat.II.v.19) beliebig mit der Bajadere in Verbindung bringen. Von den aufrichtigen Sündern redend, fährt er fort:Sed pejores, qui talia verbisHerculis invadunt et de virtute loquutiClunem agitant.[20]Später kehrteEnfantinwieder nach Frankreich zurück.[21]Sie gehörten dem protestantischen Missionariate. Es wurden ungemein wenig abgesetzt. Ich sah einmal einen vorübergehenden Mohammetaner anhalten und eine Bibel aufschlagen; kaum schielte er den Titel recht an, als er sie wieder aus der Hand legte.[22]Der Mann starb auf einer Kurreise nach Oberegypten im Jahr 1837.[23]Die Gelehrten des französischen Feldzuges rechneten sechszehn Leichenfelder auf das Innere der Stadt. Die Franken werden in Altkairo begraben.[24]Der Leser darf der Bezeichnung des armenischen und griechischen Klosters nicht mehr trauen, als ich selbst traue,unter der Leitung eines Arabers. Im griechischen Kloster schon wollte er mich im koptischen wissen. Hier gelang es nicht, mich zu täuschen, da ich nichts einer Höhle ähnliches erkannte. Am armenischen und griechischen Kloster liegt indessen sehr wenig, und am koptischen Alles; letzteres aber zu bezweifeln, wäre Zweifelsucht.[25]Die Schriftsteller verlegen den Anfang des Nilwachses in ein wenig verschiedene Zeitpunkte; in den ersten Neumond nach dem längsten TagPlinius, in den sechszehnten Tag nach demselben die offizielle Mittheilung des französischen Feldzuges, in den 5. JuniusAlpinus, in den 19.Volney, in das Ende vom JuniusRifaud.Alpinuserzählte von sehr interessanten Versuchen, um nach gewissen Zeichen vorauszusagen, wie hoch der Nilstrom steigen werde.[26]Auch die Bibel hat uns das Andenken dieser Stadt bewahrt. Wir lesen aus dem 1. BucheMosesim 45. Verse des 41. Kapitels, daß der egyptische König oder Pharao dem StatthalterJosef,JakobsSohn,Aseneth, die TochterPotiphars, eines Priesters zu Heliopolis (Sonnenstadt), zum Weibe gab.[27]Ich gebe zu, daß ich hier, wie weiter unten, in Schreibung der Namen vielleicht fehle; allein auch dieses Fehlen wird von Werth sein; denn ich verließ mich auf einen als Apotheker Angestellten, und so läßt sich dann mehr und minder beurtheilen, auf welcher Stufe von Kenntnissen dergleichen hochgestellte Männer bei Abusabel stehen.[28]Der Reisende, sagtDr.Röser, wird durch das ihn umschwärmende und gefährliche Beduinengesindel, die mit Keulen und Pistolen bewaffnet sind, von der ernsten und ruhigen Betrachtung abgezogen, daher Jedem, der die Pyramiden besuchen will, zahlreiche Gesellschaft und Vorsicht anzurathen ist; denn es ist bekannt, daß dies arme, nackte Volk wegen einer Kleinigkeit einen Menschen todtschlägt.[29]Wie hoch die Aerzte aus der Abusabler-Schule gewerthet werden, erhellt schon daraus, daß man einem Europäer, welcher von der Medizin rein nichts versteht, einen solchen Arzt unterordnet.[30]Auf arabischAbu, Vater. Sobald der Araber Vater eines Sohnes ist, so wird er nach dem Namen desselben geheißen. Hatte bei uns der Vater einen Sohn mit Namen Wilhelm, so wurde der Araber im bessern Tone erstern nie anders, alsVater Wilhelmsheißen.

Fußnoten:

[1]Unicuique dedit vitium natura creato. Catull.II. 18.

[1]Unicuique dedit vitium natura creato. Catull.II. 18.

[2]Das so oft vorkommende Wort Araber kann keinen Anstoß geben. Man nennt Araber, die arabisch sprechen, Deutsche, die deutsch reden, und auch die Schweizer heißen zum Theile Deutsche. Die arabische Sprache herrscht aber nicht bloß in Arabien, sondern auch in Syrien und im ganzen Norden von Afrika. Darum wird der Egypzier so oft Araber genannt.

[2]Das so oft vorkommende Wort Araber kann keinen Anstoß geben. Man nennt Araber, die arabisch sprechen, Deutsche, die deutsch reden, und auch die Schweizer heißen zum Theile Deutsche. Die arabische Sprache herrscht aber nicht bloß in Arabien, sondern auch in Syrien und im ganzen Norden von Afrika. Darum wird der Egypzier so oft Araber genannt.

[3]Prosperi Alpinimedicina Aegyptiorum.Editio nova. L. B., officina Boutesteinia, 1719.

[3]Prosperi Alpinimedicina Aegyptiorum.Editio nova. L. B., officina Boutesteinia, 1719.

[4]Da ich eine genauere Beschreibung der Krankenhäuser für das größere Publikum nicht berechnen durfte, so übersandte ich sie dem Herausgeber der schweizerischen Zeitschrift für Natur- und Heilkunde, (Heilbronn bei Drechsler), Herrn Professorvon Pommer, wo auch andere auf der Reise gesammelte medizinische Kleinigkeiten aus meiner Feder sich finden. S. II. Band 2. Heft S. 314 ff., III. Bd. 1. Heft S. 130 ff., und III. Bd. 3. Heft S. 435 ff.

[4]Da ich eine genauere Beschreibung der Krankenhäuser für das größere Publikum nicht berechnen durfte, so übersandte ich sie dem Herausgeber der schweizerischen Zeitschrift für Natur- und Heilkunde, (Heilbronn bei Drechsler), Herrn Professorvon Pommer, wo auch andere auf der Reise gesammelte medizinische Kleinigkeiten aus meiner Feder sich finden. S. II. Band 2. Heft S. 314 ff., III. Bd. 1. Heft S. 130 ff., und III. Bd. 3. Heft S. 435 ff.

[5]Er erlag der Pest in der pestfreien Zeit, wenigstens in einer Zeit, da die Europäer keine Vorsichtsmaßregeln gegen die Pest nahmen. Die Nachricht seines Ablebens erhielt ich, nachdem ich schon von Alexandrien abgereist war. Vierzehn Tage vorher drückte ich die Hand des wackern Landsmannes, HerrnWehrli, wenn ich nicht irre, aus dem Kanton Aargau.

[5]Er erlag der Pest in der pestfreien Zeit, wenigstens in einer Zeit, da die Europäer keine Vorsichtsmaßregeln gegen die Pest nahmen. Die Nachricht seines Ablebens erhielt ich, nachdem ich schon von Alexandrien abgereist war. Vierzehn Tage vorher drückte ich die Hand des wackern Landsmannes, HerrnWehrli, wenn ich nicht irre, aus dem Kanton Aargau.

[6]„... ut a propinquarum urbium plebe verri sibi vias, et conspergi propter pulverem exigeret.“Suetoniusaus dem LebenCaligula’s(XLIII).

[6]„... ut a propinquarum urbium plebe verri sibi vias, et conspergi propter pulverem exigeret.“Suetoniusaus dem LebenCaligula’s(XLIII).

[7]„Ich wagte nicht“, sagtDr.Jakob Röser(224), „in die Höhlen zu kriechen, theils wegen meines Uebelbefindens, von dem ich noch nicht ganz frei war, theils der Schlangen und des Ungeziefers wegen, das sich häufig darin aufhält.“

[7]„Ich wagte nicht“, sagtDr.Jakob Röser(224), „in die Höhlen zu kriechen, theils wegen meines Uebelbefindens, von dem ich noch nicht ganz frei war, theils der Schlangen und des Ungeziefers wegen, das sich häufig darin aufhält.“

[8]Ich kenne im Deutschen kein Wort für den morgenländischen Sitz mit kreuzweise über einander geschlagenen Beinen. Um kurz zu reden, wählte ichhocken;von Prokeschschreibthockern. Wenn die Leute, zumal häufig die Weiber,eigentlichkauerten, oder mit aufgehobenen Knieen saßen, so will ich mich auch so ausdrücken.Hockenklingt für die Abendländer freilich niedrig; aber es wäre für diese auch nicht fein, schneidermäßig hinzusitzen.

[8]Ich kenne im Deutschen kein Wort für den morgenländischen Sitz mit kreuzweise über einander geschlagenen Beinen. Um kurz zu reden, wählte ichhocken;von Prokeschschreibthockern. Wenn die Leute, zumal häufig die Weiber,eigentlichkauerten, oder mit aufgehobenen Knieen saßen, so will ich mich auch so ausdrücken.Hockenklingt für die Abendländer freilich niedrig; aber es wäre für diese auch nicht fein, schneidermäßig hinzusitzen.

[9]Um der Wahrheit nichts zu vergeben, finde ich mich zu der für mich unangenehmen Bemerkung verpflichtet, daß die an einem Tage zurückgelegten Ortschaften nur für dasjenige Ufer eigentlich verläßlich sind, wo wir ankehrten, weil ich damals der Sache nicht genug Aufmerksamkeit schenkte, um zugleich den Namen des Ortes am anderseitigen Ufer zu erfragen, welcher dem Uebernachtungsplatze am nächsten lag. Meine Ortsnamen weichen hin und wieder von denen desvon Prokeschab, indem ich der verbessernden Hülfe des französischen Dragoman vertraute. Wenn z. B. eine Dorfschaft nicht wieder in diesem Verzeichnisse aufgeführt wird, so muß der Grund darin gesucht werden, daß sie seitvon ProkeschsNilfahrt verschwunden ist. Müssen im Abendlande außerordentliche Umstände zusammenfließen, bis ein Dorf der Erde gleich wird, so ist es in Egypten anders, wo das furchtbare Szepter des Wütherichs am Haare der Laune hängt, und die leichtfertige Hand der Landesknechte sich Schwalbennester baut. Wer auf eine richtigere Aussprache der Ortsnamen einiges Gewicht legen möchte, findet die Zeichen im folgenden, von mir herausgegebenen Werke erklärt:Appenzellischer Sprachschatz.Zürich, 1837, bei Orell, Füßli und Comp. S. XXVI. und XXVII.

[9]Um der Wahrheit nichts zu vergeben, finde ich mich zu der für mich unangenehmen Bemerkung verpflichtet, daß die an einem Tage zurückgelegten Ortschaften nur für dasjenige Ufer eigentlich verläßlich sind, wo wir ankehrten, weil ich damals der Sache nicht genug Aufmerksamkeit schenkte, um zugleich den Namen des Ortes am anderseitigen Ufer zu erfragen, welcher dem Uebernachtungsplatze am nächsten lag. Meine Ortsnamen weichen hin und wieder von denen desvon Prokeschab, indem ich der verbessernden Hülfe des französischen Dragoman vertraute. Wenn z. B. eine Dorfschaft nicht wieder in diesem Verzeichnisse aufgeführt wird, so muß der Grund darin gesucht werden, daß sie seitvon ProkeschsNilfahrt verschwunden ist. Müssen im Abendlande außerordentliche Umstände zusammenfließen, bis ein Dorf der Erde gleich wird, so ist es in Egypten anders, wo das furchtbare Szepter des Wütherichs am Haare der Laune hängt, und die leichtfertige Hand der Landesknechte sich Schwalbennester baut. Wer auf eine richtigere Aussprache der Ortsnamen einiges Gewicht legen möchte, findet die Zeichen im folgenden, von mir herausgegebenen Werke erklärt:Appenzellischer Sprachschatz.Zürich, 1837, bei Orell, Füßli und Comp. S. XXVI. und XXVII.

[10]Die Hütten, noch aus Alexandrien in frischem Andenken, erwähne ich nicht. Die Gelehrten des französischen Feldzuges zählten in Kairo zwei und dreißig mit Hütten besetzte Plätze (Hôsch,place avec des cahutes).

[10]Die Hütten, noch aus Alexandrien in frischem Andenken, erwähne ich nicht. Die Gelehrten des französischen Feldzuges zählten in Kairo zwei und dreißig mit Hütten besetzte Plätze (Hôsch,place avec des cahutes).

[11]Nach den Gelehrten des französischen Feldzuges hatte Kairo 233 mohammetanische Großkirchen (Gâma’), 158 Kleinkirchen (Kapellen, Sâuyeh), 27 christliche Kirchen (in Alt- und Großkairo), 10 Synagogen, 45 Hauptbäder, 171 Außen- und Binnenpforten.

[11]Nach den Gelehrten des französischen Feldzuges hatte Kairo 233 mohammetanische Großkirchen (Gâma’), 158 Kleinkirchen (Kapellen, Sâuyeh), 27 christliche Kirchen (in Alt- und Großkairo), 10 Synagogen, 45 Hauptbäder, 171 Außen- und Binnenpforten.

[12]Die Gelehrten des französischen Feldzuges geben, ohne eine zertrümmerte Moschee zu rechnen, der Burg allein sieben Gâma’, nämlich: Gâma’ Tâg el-Dyn, Gâma’ el-Schâryeh, Gâma’ el-Dahâysche, Gâma’ sultân Kalaun, Gâma’ el-A’ssab, Gâma’ el-Moyed, Gâma’ el-Mustafâujeh.Description de l’Égypte, 2. édit. Tome XVIII. (E. M.) 2. part. Paris, Panckoucke, 1829. Pag. 288. sqq.

[12]Die Gelehrten des französischen Feldzuges geben, ohne eine zertrümmerte Moschee zu rechnen, der Burg allein sieben Gâma’, nämlich: Gâma’ Tâg el-Dyn, Gâma’ el-Schâryeh, Gâma’ el-Dahâysche, Gâma’ sultân Kalaun, Gâma’ el-A’ssab, Gâma’ el-Moyed, Gâma’ el-Mustafâujeh.Description de l’Égypte, 2. édit. Tome XVIII. (E. M.) 2. part. Paris, Panckoucke, 1829. Pag. 288. sqq.

[13]SchweizerischBuffert.

[13]SchweizerischBuffert.

[14]Die Gelehrten des französischen Feldzuges zählten über achtunddreißig.

[14]Die Gelehrten des französischen Feldzuges zählten über achtunddreißig.

[15]Früher gab es sogenannteSantone(Heilige), welche fadennackend auf Pferden herumritten. Es ist nicht lange her, daß der Vizekönig sie in ein Versorgungshaus schickte, und so begegnet der ärgerliche Auftritt nicht mehr.

[15]Früher gab es sogenannteSantone(Heilige), welche fadennackend auf Pferden herumritten. Es ist nicht lange her, daß der Vizekönig sie in ein Versorgungshaus schickte, und so begegnet der ärgerliche Auftritt nicht mehr.

[16]Salomo Schweiggerfragte in Konstantinopel nach dem Grunde dieses „Schöpfleins.“ Es ward ihm geantwortet, daß, wenn der Moslim dem Feinde zu Theil werde, und um das Haupt komme, alsdann der Kopf am Haarbüschel gefaßt, und ihm nicht mit der Hand in den Maulkorb (Mund) gegriffen werde, die ihn verunreinigen würde.

[16]Salomo Schweiggerfragte in Konstantinopel nach dem Grunde dieses „Schöpfleins.“ Es ward ihm geantwortet, daß, wenn der Moslim dem Feinde zu Theil werde, und um das Haupt komme, alsdann der Kopf am Haarbüschel gefaßt, und ihm nicht mit der Hand in den Maulkorb (Mund) gegriffen werde, die ihn verunreinigen würde.

[17]Es ist bekannt, daß es in Egypten Oefen gibt, worin die Hühnereier ausgebrütet werden. Es verdrießt mich, keinen gesehen zu haben. Hundert eben aus dem Ei gekrochene Küchelchen gelten drei bis vier Piaster (höchstens einen Reichsgulden) bei Kairo. Zur Brütung gehört Wärme überhaupt. Die Hühnerwärme ist nicht unerläßlich. AlsLivia, die Mutter desTiberius, ein Kind unter ihrem Herzen trug, wollte sie durch verschiedene Wahrzeichen erfahren, ob es ein Knäbchen sei. Von einer Bruthenne nahm sie auch ein Ei, erwärmte dieses bald mit ihrer Hand, bald mit derjenigen ihrer Zofen, so lange, bis ein Küchelchen mit einem ausgezeichneten Kamme herausschlüpfte.

[17]Es ist bekannt, daß es in Egypten Oefen gibt, worin die Hühnereier ausgebrütet werden. Es verdrießt mich, keinen gesehen zu haben. Hundert eben aus dem Ei gekrochene Küchelchen gelten drei bis vier Piaster (höchstens einen Reichsgulden) bei Kairo. Zur Brütung gehört Wärme überhaupt. Die Hühnerwärme ist nicht unerläßlich. AlsLivia, die Mutter desTiberius, ein Kind unter ihrem Herzen trug, wollte sie durch verschiedene Wahrzeichen erfahren, ob es ein Knäbchen sei. Von einer Bruthenne nahm sie auch ein Ei, erwärmte dieses bald mit ihrer Hand, bald mit derjenigen ihrer Zofen, so lange, bis ein Küchelchen mit einem ausgezeichneten Kamme herausschlüpfte.

[18]Die Gelehrten des französischen Feldzuges zählten 120 Zisternen. Der obere Stock dieser Wassergebäude nimmt gewöhnlich eine Freischule ein. Es waren nach einer Beschreibung von Alt-Kairo aus dem sechszehnten Jahrhunderte in dieser Stadt bei 8000 Menschen, die allein mit Kameelen Wasser von dem Nil in dieselbe schafften, um es zu verkaufen, wovon der größere Theil dazu diente, die Gassen zu benetzen, und dadurch den Staub niederzuschlagen.

[18]Die Gelehrten des französischen Feldzuges zählten 120 Zisternen. Der obere Stock dieser Wassergebäude nimmt gewöhnlich eine Freischule ein. Es waren nach einer Beschreibung von Alt-Kairo aus dem sechszehnten Jahrhunderte in dieser Stadt bei 8000 Menschen, die allein mit Kameelen Wasser von dem Nil in dieselbe schafften, um es zu verkaufen, wovon der größere Theil dazu diente, die Gassen zu benetzen, und dadurch den Staub niederzuschlagen.

[19]Man mag eine Stelle desJuvenal(Jun. Juvenalis sat.II.v.19) beliebig mit der Bajadere in Verbindung bringen. Von den aufrichtigen Sündern redend, fährt er fort:Sed pejores, qui talia verbisHerculis invadunt et de virtute loquutiClunem agitant.

[19]Man mag eine Stelle desJuvenal(Jun. Juvenalis sat.II.v.19) beliebig mit der Bajadere in Verbindung bringen. Von den aufrichtigen Sündern redend, fährt er fort:

Sed pejores, qui talia verbisHerculis invadunt et de virtute loquutiClunem agitant.

Sed pejores, qui talia verbisHerculis invadunt et de virtute loquutiClunem agitant.

Sed pejores, qui talia verbisHerculis invadunt et de virtute loquutiClunem agitant.

Sed pejores, qui talia verbis

Herculis invadunt et de virtute loquuti

Clunem agitant.

[20]Später kehrteEnfantinwieder nach Frankreich zurück.

[20]Später kehrteEnfantinwieder nach Frankreich zurück.

[21]Sie gehörten dem protestantischen Missionariate. Es wurden ungemein wenig abgesetzt. Ich sah einmal einen vorübergehenden Mohammetaner anhalten und eine Bibel aufschlagen; kaum schielte er den Titel recht an, als er sie wieder aus der Hand legte.

[21]Sie gehörten dem protestantischen Missionariate. Es wurden ungemein wenig abgesetzt. Ich sah einmal einen vorübergehenden Mohammetaner anhalten und eine Bibel aufschlagen; kaum schielte er den Titel recht an, als er sie wieder aus der Hand legte.

[22]Der Mann starb auf einer Kurreise nach Oberegypten im Jahr 1837.

[22]Der Mann starb auf einer Kurreise nach Oberegypten im Jahr 1837.

[23]Die Gelehrten des französischen Feldzuges rechneten sechszehn Leichenfelder auf das Innere der Stadt. Die Franken werden in Altkairo begraben.

[23]Die Gelehrten des französischen Feldzuges rechneten sechszehn Leichenfelder auf das Innere der Stadt. Die Franken werden in Altkairo begraben.

[24]Der Leser darf der Bezeichnung des armenischen und griechischen Klosters nicht mehr trauen, als ich selbst traue,unter der Leitung eines Arabers. Im griechischen Kloster schon wollte er mich im koptischen wissen. Hier gelang es nicht, mich zu täuschen, da ich nichts einer Höhle ähnliches erkannte. Am armenischen und griechischen Kloster liegt indessen sehr wenig, und am koptischen Alles; letzteres aber zu bezweifeln, wäre Zweifelsucht.

[24]Der Leser darf der Bezeichnung des armenischen und griechischen Klosters nicht mehr trauen, als ich selbst traue,unter der Leitung eines Arabers. Im griechischen Kloster schon wollte er mich im koptischen wissen. Hier gelang es nicht, mich zu täuschen, da ich nichts einer Höhle ähnliches erkannte. Am armenischen und griechischen Kloster liegt indessen sehr wenig, und am koptischen Alles; letzteres aber zu bezweifeln, wäre Zweifelsucht.

[25]Die Schriftsteller verlegen den Anfang des Nilwachses in ein wenig verschiedene Zeitpunkte; in den ersten Neumond nach dem längsten TagPlinius, in den sechszehnten Tag nach demselben die offizielle Mittheilung des französischen Feldzuges, in den 5. JuniusAlpinus, in den 19.Volney, in das Ende vom JuniusRifaud.Alpinuserzählte von sehr interessanten Versuchen, um nach gewissen Zeichen vorauszusagen, wie hoch der Nilstrom steigen werde.

[25]Die Schriftsteller verlegen den Anfang des Nilwachses in ein wenig verschiedene Zeitpunkte; in den ersten Neumond nach dem längsten TagPlinius, in den sechszehnten Tag nach demselben die offizielle Mittheilung des französischen Feldzuges, in den 5. JuniusAlpinus, in den 19.Volney, in das Ende vom JuniusRifaud.Alpinuserzählte von sehr interessanten Versuchen, um nach gewissen Zeichen vorauszusagen, wie hoch der Nilstrom steigen werde.

[26]Auch die Bibel hat uns das Andenken dieser Stadt bewahrt. Wir lesen aus dem 1. BucheMosesim 45. Verse des 41. Kapitels, daß der egyptische König oder Pharao dem StatthalterJosef,JakobsSohn,Aseneth, die TochterPotiphars, eines Priesters zu Heliopolis (Sonnenstadt), zum Weibe gab.

[26]Auch die Bibel hat uns das Andenken dieser Stadt bewahrt. Wir lesen aus dem 1. BucheMosesim 45. Verse des 41. Kapitels, daß der egyptische König oder Pharao dem StatthalterJosef,JakobsSohn,Aseneth, die TochterPotiphars, eines Priesters zu Heliopolis (Sonnenstadt), zum Weibe gab.

[27]Ich gebe zu, daß ich hier, wie weiter unten, in Schreibung der Namen vielleicht fehle; allein auch dieses Fehlen wird von Werth sein; denn ich verließ mich auf einen als Apotheker Angestellten, und so läßt sich dann mehr und minder beurtheilen, auf welcher Stufe von Kenntnissen dergleichen hochgestellte Männer bei Abusabel stehen.

[27]Ich gebe zu, daß ich hier, wie weiter unten, in Schreibung der Namen vielleicht fehle; allein auch dieses Fehlen wird von Werth sein; denn ich verließ mich auf einen als Apotheker Angestellten, und so läßt sich dann mehr und minder beurtheilen, auf welcher Stufe von Kenntnissen dergleichen hochgestellte Männer bei Abusabel stehen.

[28]Der Reisende, sagtDr.Röser, wird durch das ihn umschwärmende und gefährliche Beduinengesindel, die mit Keulen und Pistolen bewaffnet sind, von der ernsten und ruhigen Betrachtung abgezogen, daher Jedem, der die Pyramiden besuchen will, zahlreiche Gesellschaft und Vorsicht anzurathen ist; denn es ist bekannt, daß dies arme, nackte Volk wegen einer Kleinigkeit einen Menschen todtschlägt.

[28]Der Reisende, sagtDr.Röser, wird durch das ihn umschwärmende und gefährliche Beduinengesindel, die mit Keulen und Pistolen bewaffnet sind, von der ernsten und ruhigen Betrachtung abgezogen, daher Jedem, der die Pyramiden besuchen will, zahlreiche Gesellschaft und Vorsicht anzurathen ist; denn es ist bekannt, daß dies arme, nackte Volk wegen einer Kleinigkeit einen Menschen todtschlägt.

[29]Wie hoch die Aerzte aus der Abusabler-Schule gewerthet werden, erhellt schon daraus, daß man einem Europäer, welcher von der Medizin rein nichts versteht, einen solchen Arzt unterordnet.

[29]Wie hoch die Aerzte aus der Abusabler-Schule gewerthet werden, erhellt schon daraus, daß man einem Europäer, welcher von der Medizin rein nichts versteht, einen solchen Arzt unterordnet.

[30]Auf arabischAbu, Vater. Sobald der Araber Vater eines Sohnes ist, so wird er nach dem Namen desselben geheißen. Hatte bei uns der Vater einen Sohn mit Namen Wilhelm, so wurde der Araber im bessern Tone erstern nie anders, alsVater Wilhelmsheißen.

[30]Auf arabischAbu, Vater. Sobald der Araber Vater eines Sohnes ist, so wird er nach dem Namen desselben geheißen. Hatte bei uns der Vater einen Sohn mit Namen Wilhelm, so wurde der Araber im bessern Tone erstern nie anders, alsVater Wilhelmsheißen.


Back to IndexNext