Der Schuhmacher.
Ohne eine lederne oder tüchene Schürze, ohne pechschwarze Händesitztder Schuhmacher auf einem niedrigen Stuhle vor einem runden, ebenfalls niedrigen Tische, welcher der Querabschnitt eines Baumstammes und auf drei breite Füße gestützt ist. Die Schuhleisten weichen von den europäischen kaum ab, wenn nicht darin, daß sie, ohne den Moden unterworfen zu sein, alle spitz sind. Wie oft wird der europäische Schuhmacher durch die Modesucht Anderer geplagt, und wie ruhig kann deßhalb der egyptische schlafen. Der Flattersinn der Modenjournalisten erzeugt fürwahr eine Menge Qualen.
Mit einem Stücke Messing, welches die Form eines Mörserpistills, nur eine breitere Birne zum Schlagen hat und kürzer ist, werden Leder und Nähte geklopft. Flinkschneidet dasselbe mit einem leichten Schroteisen der Schuster, der überhaupt mit einer großen Fertigkeit arbeitet. Der Mohammetaner näht nicht mit Schweinborsten, weil nach seiner Ansicht Alles, was vom Schweine kommt, unrein macht. Den gelben und grobkörnigen Stoff oder den Kleister, womit ein Lederstück auf das andere gekleibt wird, erkannte ich nicht. Die egyptischen Schuhe sind dem Klima angemessen: leicht, halten sie wenig warm, werden aber bald durchnäßt.