Die Pilger.

Die Pilger.

Die Bombarda (eine Art Fahrzeug), worauf ich mich begeben sollte, brachte christliche Pilgrime. Auch auf andern Schiffen langten solche in Jaffa an, und eines Tages zählte ich zwölf Schiffe, theils in, theils außer dem sogenannten Hafen. Die Menge christlicher Pilger belebte den Kai. Man ergötzt sich an ihren verschiedenen Trachten, welche der französischen schon ein wenig ähneln. So nenne ich diehäufigen Schürzen oder Halbröcke, welche diesen Gegenden fremde sind. Einige tragen Regenschirme, die ich in Egypten nie und zum ersten Male wieder in Jerusalem zu Gesichte bekam. Die Pilger schleppen ungemein viel Gepäcke, auch einen beträchtlichen Mundvorrath mit sich. Es wird dasselbe in dieser Hafenstadt, manchmal nicht ohne Zänkereien der Pilger sowohl unter sich, als mit dem Kameel- oder Eseltreiber, auf Kameele, Esel oder Maulthiere geladen, um es nach Jerusalem, dem Wallfahrtsorte, zu befördern. Die Pilger, der größten Zahl nach Christen aus der europäischen Türkei, werden bis auf 10,000 geschätzt, die alljährlich durch Jaffa ziehen, und hier im griechischen oder armenischen Kloster mehr oder minder lange beherbergt werden[8]. Das Wallfahrten der griechischen Christen dauertbis Ostern, nicht ohne Meeresgefahren[9]. Ein Mönch aus Krakau, welcher nach mir in Jaffa eintraf, erzählte mit Schrecken von seinen Erlebnissen, und freute sich mit kindlichem Herzen, daß er nun auf festem Boden fußen könne.


Back to IndexNext