Physiologischer Karakter der Einwohner.
Wenn ich mich befleißigen werde, den Jerusalemer nach seinen körperlichen Eigenschaften hervorzuheben, so verstehe ich unter demselben hauptsächlich die Bauersleute der Umgebung, weil sie wohl das Bild der Vorältern treuer bewahrt haben werden, als der städtische Mischmasch.
Die Haarfarbe ist schwarz, die Hautfarbe weiß oder bräunlich; insbesondere macht sich ein schöner Anflug eines zarten Wangenroths bemerkbar. Rothe, blauäugige und blonde Leute gibt es selten. Der Körper eher groß, dabei gut und fest gebaut; das Zellgewebe mit ziemlich viel Fett. Die Stirne nicht sehr hoch und mäßig breit. Die Naselang, gebogen, mit herabstehender Spitze und dünnen Flügeln, im Ganzen ziemlich groß. Die Lippen eher dünn und der Mund groß. Die Zähne schön. Das Gesicht spitzt sich, nach dem Umrisse eines Eies, von der Stirne nach dem Kinne zu. Das Ohr von mittelmäßiger Größe schließt sich dem Haupte an. Der Gang und überhaupt die Bewegung ist lebhaft, die Haltung des Leibes gerade. Die Weiber stehen den Männern an Schönheit nach. Vielleicht waren aber die schönen weiblichen Schätzbarkeiten verschleiert oder zu Hause. Aus den Augen der Männer, worunter bildschöne, strahlt eine ruhige Gluth. Ich sah nicht leicht etwas Ausdruckloseres, als den Blick und namentlich den halboffenen Mund der Frauen und Mädchen, welche sich vor dem Denken ordentlich zu fürchten scheinen.