Zwei Millionen!

(Gelegentlich der Nationalsammlung[C]).

2000 Kronen = zwei Millionen!Die Rechnung ergrimmt sie?Wenn in deutschen Landen auch Deutsche wohnen,Dann stimmt sie.2000 Kronen = zwei Millionen!Darf man das sagen?Die Deutschen haben das Spiel gewonnen,Wenn sie es wagen.2000 Kronen = zwei Millionen!Die Rechnung ist richtig.Ich kann auch die Reichen nicht ganz verschonen,Die Sache ist wichtig.Zwei Millionen! Öffnet die BörsenMutig und heiter!Sonst dichte ich in diesen erhabenen VersenErschrecklich weiter.

2000 Kronen = zwei Millionen!Die Rechnung ergrimmt sie?Wenn in deutschen Landen auch Deutsche wohnen,Dann stimmt sie.2000 Kronen = zwei Millionen!Darf man das sagen?Die Deutschen haben das Spiel gewonnen,Wenn sie es wagen.2000 Kronen = zwei Millionen!Die Rechnung ist richtig.Ich kann auch die Reichen nicht ganz verschonen,Die Sache ist wichtig.Zwei Millionen! Öffnet die BörsenMutig und heiter!Sonst dichte ich in diesen erhabenen VersenErschrecklich weiter.

2000 Kronen = zwei Millionen!Die Rechnung ergrimmt sie?Wenn in deutschen Landen auch Deutsche wohnen,Dann stimmt sie.

2000 Kronen = zwei Millionen!Darf man das sagen?Die Deutschen haben das Spiel gewonnen,Wenn sie es wagen.

2000 Kronen = zwei Millionen!Die Rechnung ist richtig.Ich kann auch die Reichen nicht ganz verschonen,Die Sache ist wichtig.

Zwei Millionen! Öffnet die BörsenMutig und heiter!Sonst dichte ich in diesen erhabenen VersenErschrecklich weiter.

[C]Aufforderung, vermögende Deutsche möchten sich verpflichten, dem deutschen Schulverein in Wien zur Gründung deutscher Schulen an den bedrängten Sprachgrenzen je 2000 Kronen zu spenden, für den Fall als 1000 solcher Spender sich melden. — Innerhalb zweier Jahre waren fast 3 Millionen Kronen gezeichnet.

[C]Aufforderung, vermögende Deutsche möchten sich verpflichten, dem deutschen Schulverein in Wien zur Gründung deutscher Schulen an den bedrängten Sprachgrenzen je 2000 Kronen zu spenden, für den Fall als 1000 solcher Spender sich melden. — Innerhalb zweier Jahre waren fast 3 Millionen Kronen gezeichnet.

[D]Für diese Abteilung würde der Verfasser sich besonders zu entschuldigen haben. Er wollte aber mit dem Büchlein nichts Literarisches machen, wollte sich in demselben nur geben wie er ist, auch im Alltag.

[D]Für diese Abteilung würde der Verfasser sich besonders zu entschuldigen haben. Er wollte aber mit dem Büchlein nichts Literarisches machen, wollte sich in demselben nur geben wie er ist, auch im Alltag.

Die Dichter sollen, traun, mit ihren LichternDem Volk zum neuen Jahre gratulieren?O lausche, deutsches Volk, den deutschen Lyren,Dann gratulier dir selbst zu deinen Dichtern.

Die Dichter sollen, traun, mit ihren LichternDem Volk zum neuen Jahre gratulieren?O lausche, deutsches Volk, den deutschen Lyren,Dann gratulier dir selbst zu deinen Dichtern.

Die Dichter sollen, traun, mit ihren LichternDem Volk zum neuen Jahre gratulieren?O lausche, deutsches Volk, den deutschen Lyren,Dann gratulier dir selbst zu deinen Dichtern.

1889.

Einen Schuß in EhrenKann mir niemand verwehren,Etwas treff' ich immer.Treff' ich schon die Scheibe nimmer,Schieß' ich halt der Luft ein Loch,Etwas treff' ich doch. —Böcke schieß' ich mir zum Preis,Fällt der Bock nicht, fällt die Geiß,Oder gar ein junges Kitz,Treffen, treffen tu ich immer,Denn ich bin der Meisterschütz'.

Einen Schuß in EhrenKann mir niemand verwehren,Etwas treff' ich immer.Treff' ich schon die Scheibe nimmer,Schieß' ich halt der Luft ein Loch,Etwas treff' ich doch. —Böcke schieß' ich mir zum Preis,Fällt der Bock nicht, fällt die Geiß,Oder gar ein junges Kitz,Treffen, treffen tu ich immer,Denn ich bin der Meisterschütz'.

Einen Schuß in EhrenKann mir niemand verwehren,Etwas treff' ich immer.Treff' ich schon die Scheibe nimmer,Schieß' ich halt der Luft ein Loch,Etwas treff' ich doch. —Böcke schieß' ich mir zum Preis,Fällt der Bock nicht, fällt die Geiß,Oder gar ein junges Kitz,Treffen, treffen tu ich immer,Denn ich bin der Meisterschütz'.

1899.

Ich gratulier' zum kleinen Bubn,Ist Glück nicht süßer noch als Ruhm?

Ich gratulier' zum kleinen Bubn,Ist Glück nicht süßer noch als Ruhm?

Ich gratulier' zum kleinen Bubn,Ist Glück nicht süßer noch als Ruhm?

1899.

In diesem Buch man finden kann,Wie der Schwiegersohn schön dichten kann.Er dichtet früh, er dichtet spat,Und wenn er just Courage hat,So dichtet er, der tapfre Mann,Sogar — die Schwiegermutter an.Die Schwieger —? Wie? Gemach, gemach,Sie ist danach.

In diesem Buch man finden kann,Wie der Schwiegersohn schön dichten kann.Er dichtet früh, er dichtet spat,Und wenn er just Courage hat,So dichtet er, der tapfre Mann,Sogar — die Schwiegermutter an.Die Schwieger —? Wie? Gemach, gemach,Sie ist danach.

In diesem Buch man finden kann,Wie der Schwiegersohn schön dichten kann.Er dichtet früh, er dichtet spat,Und wenn er just Courage hat,So dichtet er, der tapfre Mann,Sogar — die Schwiegermutter an.Die Schwieger —? Wie? Gemach, gemach,Sie ist danach.

1899.

In deiner schönen HeimatstadtDa blieb ich über Nacht,Und als das Mühlrad rauschend ging,Und als mich milder Traum umfing,Da hab' ich deiner gedacht.In deiner schönen HeimatstadtDa gab es einst fröhliche Zeit,Die Jugend hat uns angelacht,Die erste Liebe war erwacht,O selige Tage — wie weit!In deiner schönen HeimatstadtEs ewigen Frühling gibt,Und was, o Freund, einst unser war,Genießt heut eine junge ScharUnd lebt und lacht und liebt.

In deiner schönen HeimatstadtDa blieb ich über Nacht,Und als das Mühlrad rauschend ging,Und als mich milder Traum umfing,Da hab' ich deiner gedacht.In deiner schönen HeimatstadtDa gab es einst fröhliche Zeit,Die Jugend hat uns angelacht,Die erste Liebe war erwacht,O selige Tage — wie weit!In deiner schönen HeimatstadtEs ewigen Frühling gibt,Und was, o Freund, einst unser war,Genießt heut eine junge ScharUnd lebt und lacht und liebt.

In deiner schönen HeimatstadtDa blieb ich über Nacht,Und als das Mühlrad rauschend ging,Und als mich milder Traum umfing,Da hab' ich deiner gedacht.

In deiner schönen HeimatstadtDa gab es einst fröhliche Zeit,Die Jugend hat uns angelacht,Die erste Liebe war erwacht,O selige Tage — wie weit!

In deiner schönen HeimatstadtEs ewigen Frühling gibt,Und was, o Freund, einst unser war,Genießt heut eine junge ScharUnd lebt und lacht und liebt.

Du dünkst dich alt, so klagst du mir,Und ist doch so viele Jugend in dir.Das Klagen, das magst du sparen!Eine vierzigjährige junge Frau,Die gibt — ich rechne ganz genau —Zwei Mädchen von zwanzig Jahren.

Du dünkst dich alt, so klagst du mir,Und ist doch so viele Jugend in dir.Das Klagen, das magst du sparen!Eine vierzigjährige junge Frau,Die gibt — ich rechne ganz genau —Zwei Mädchen von zwanzig Jahren.

Du dünkst dich alt, so klagst du mir,Und ist doch so viele Jugend in dir.Das Klagen, das magst du sparen!Eine vierzigjährige junge Frau,Die gibt — ich rechne ganz genau —Zwei Mädchen von zwanzig Jahren.

zu einer Kirchenbaufeier auf dem »Ölberg« in M. (1900.)

Am Ölberg sein, um Blut zu schwitzen,Da blieb' ich allwegs lieber fern,Doch in Bethanien Festwein blitzenAm Ostertag, das tät ich gern.Indessen, wollen wir nicht warten,Eh' aus dem Hals der Stoppel springt,Bis auf des Ölbergs hehrem GartenVom Turm die erste Glocke klingt?Zwar tät es not, daß wir uns labenZu dieser kampfesheißen Frist.Doch Feste wollen wir erst haben,Wenn unser Werk vollendet ist.

Am Ölberg sein, um Blut zu schwitzen,Da blieb' ich allwegs lieber fern,Doch in Bethanien Festwein blitzenAm Ostertag, das tät ich gern.Indessen, wollen wir nicht warten,Eh' aus dem Hals der Stoppel springt,Bis auf des Ölbergs hehrem GartenVom Turm die erste Glocke klingt?Zwar tät es not, daß wir uns labenZu dieser kampfesheißen Frist.Doch Feste wollen wir erst haben,Wenn unser Werk vollendet ist.

Am Ölberg sein, um Blut zu schwitzen,Da blieb' ich allwegs lieber fern,Doch in Bethanien Festwein blitzenAm Ostertag, das tät ich gern.Indessen, wollen wir nicht warten,Eh' aus dem Hals der Stoppel springt,Bis auf des Ölbergs hehrem GartenVom Turm die erste Glocke klingt?Zwar tät es not, daß wir uns labenZu dieser kampfesheißen Frist.Doch Feste wollen wir erst haben,Wenn unser Werk vollendet ist.

1900.

Zu dir bin ihs gonga,Zu dir hots mih gfreit,Zu dir geh ihs öfter,Koa Weg is ma z weit.Koa Weg is ma z weitUnd koa Steg is ma z krum,Koa Glos is ma z tiafUnd koa Gspoaß is ma z dum.Koa Gspoaß is ma z dumUnd koa Red is ma z gscheit,Mei Toni, ba dirHots mih ollemol noh gfreut.

Zu dir bin ihs gonga,Zu dir hots mih gfreit,Zu dir geh ihs öfter,Koa Weg is ma z weit.Koa Weg is ma z weitUnd koa Steg is ma z krum,Koa Glos is ma z tiafUnd koa Gspoaß is ma z dum.Koa Gspoaß is ma z dumUnd koa Red is ma z gscheit,Mei Toni, ba dirHots mih ollemol noh gfreut.

Zu dir bin ihs gonga,Zu dir hots mih gfreit,Zu dir geh ihs öfter,Koa Weg is ma z weit.Koa Weg is ma z weitUnd koa Steg is ma z krum,Koa Glos is ma z tiafUnd koa Gspoaß is ma z dum.Koa Gspoaß is ma z dumUnd koa Red is ma z gscheit,Mei Toni, ba dirHots mih ollemol noh gfreut.

1901.

Schlaraffenbrüder, lu lu!Ich bring' euch den Humpen, ehe!Ihr merkt es schon, Sassen, aha!Ich möchte ins Reich UhuUnd kann nicht zu euch, oho!

Schlaraffenbrüder, lu lu!Ich bring' euch den Humpen, ehe!Ihr merkt es schon, Sassen, aha!Ich möchte ins Reich UhuUnd kann nicht zu euch, oho!

Schlaraffenbrüder, lu lu!Ich bring' euch den Humpen, ehe!Ihr merkt es schon, Sassen, aha!Ich möchte ins Reich UhuUnd kann nicht zu euch, oho!

Willst du, Freund, der Weisheit viel erfahren,Geh' zu Seiner Majestät, dem Narren.Was dich lehrt bombastisch der Lektor,DaslebtderNarrdir lachend vor.

Willst du, Freund, der Weisheit viel erfahren,Geh' zu Seiner Majestät, dem Narren.Was dich lehrt bombastisch der Lektor,DaslebtderNarrdir lachend vor.

Willst du, Freund, der Weisheit viel erfahren,Geh' zu Seiner Majestät, dem Narren.Was dich lehrt bombastisch der Lektor,DaslebtderNarrdir lachend vor.

O heiliger Becher goldenen Weins!Bist du nicht zwei, so bist du mir Eins.Nun sei auch mein flinker Pegasus,Der froh überbringt den DankesgrußBis nah den Gestaden von Mainz.Dort lasse dich nieder auf Wiesbadens Flur,Und biet einen Bruderkuß dar von der MurDen Männern des Künstlervereins —O Tropfen, der mich erquickt und beglückt,O Flamme, die mich berückt und entzückt,Im seligen Taumel des Seins.Kein Trunk hat mich jemals so lodernd entfacht,Als du, mich den Göttern so nahe gebracht,Voll wonnig olympischen Scheins.— Ich trinke euch zu, ich jauchze euch zu!Ich preise dich, feurige Labe du,Allheitere Seele des Rheins!

O heiliger Becher goldenen Weins!Bist du nicht zwei, so bist du mir Eins.Nun sei auch mein flinker Pegasus,Der froh überbringt den DankesgrußBis nah den Gestaden von Mainz.Dort lasse dich nieder auf Wiesbadens Flur,Und biet einen Bruderkuß dar von der MurDen Männern des Künstlervereins —O Tropfen, der mich erquickt und beglückt,O Flamme, die mich berückt und entzückt,Im seligen Taumel des Seins.Kein Trunk hat mich jemals so lodernd entfacht,Als du, mich den Göttern so nahe gebracht,Voll wonnig olympischen Scheins.— Ich trinke euch zu, ich jauchze euch zu!Ich preise dich, feurige Labe du,Allheitere Seele des Rheins!

O heiliger Becher goldenen Weins!Bist du nicht zwei, so bist du mir Eins.Nun sei auch mein flinker Pegasus,Der froh überbringt den DankesgrußBis nah den Gestaden von Mainz.Dort lasse dich nieder auf Wiesbadens Flur,Und biet einen Bruderkuß dar von der MurDen Männern des Künstlervereins —O Tropfen, der mich erquickt und beglückt,O Flamme, die mich berückt und entzückt,Im seligen Taumel des Seins.Kein Trunk hat mich jemals so lodernd entfacht,Als du, mich den Göttern so nahe gebracht,Voll wonnig olympischen Scheins.— Ich trinke euch zu, ich jauchze euch zu!Ich preise dich, feurige Labe du,Allheitere Seele des Rheins!

1901.

Ach wie wär's im Kruge lustig,Doch zu Hause bleiben mußt' ich,Hab's ein bißchen auf der Brust ich.Traun, die halben Nächte pfauch' ichUnd die andern halben hust' ich.

Ach wie wär's im Kruge lustig,Doch zu Hause bleiben mußt' ich,Hab's ein bißchen auf der Brust ich.Traun, die halben Nächte pfauch' ichUnd die andern halben hust' ich.

Ach wie wär's im Kruge lustig,Doch zu Hause bleiben mußt' ich,Hab's ein bißchen auf der Brust ich.Traun, die halben Nächte pfauch' ichUnd die andern halben hust' ich.

Es war einmal 'ne schöne Zeit,Da saßen wir zu zehnt, zu zweitIn Kleinoscheggers Weinlokal.Es war einmal.Nun bin ich traun ein PatientUnd fürcht', der Krug, der hat ein End',Er ging zum Brunnen sonder Zahl.Er war einmal.»Es war einmal« wird immer neu,Was wir erlebt, das bleibt uns treuIn dichtender ErinnerungDamit genung.

Es war einmal 'ne schöne Zeit,Da saßen wir zu zehnt, zu zweitIn Kleinoscheggers Weinlokal.Es war einmal.Nun bin ich traun ein PatientUnd fürcht', der Krug, der hat ein End',Er ging zum Brunnen sonder Zahl.Er war einmal.»Es war einmal« wird immer neu,Was wir erlebt, das bleibt uns treuIn dichtender ErinnerungDamit genung.

Es war einmal 'ne schöne Zeit,Da saßen wir zu zehnt, zu zweitIn Kleinoscheggers Weinlokal.Es war einmal.

Nun bin ich traun ein PatientUnd fürcht', der Krug, der hat ein End',Er ging zum Brunnen sonder Zahl.Er war einmal.

»Es war einmal« wird immer neu,Was wir erlebt, das bleibt uns treuIn dichtender ErinnerungDamit genung.

1901.

Wer oft und treu das schwere KreuzMit andern hat getragen,Den muß man an der Ehre KreuzMit goldnen Nägeln schlagen.

Wer oft und treu das schwere KreuzMit andern hat getragen,Den muß man an der Ehre KreuzMit goldnen Nägeln schlagen.

Wer oft und treu das schwere KreuzMit andern hat getragen,Den muß man an der Ehre KreuzMit goldnen Nägeln schlagen.

1902.

Die alten ZeitenKehren wieder,Wo mir erklungenDie süßen Lieder.Ein kleines KindleinTat ich liegen,Nun schläft ein anderesIn dieser Wiegen.Ich seh's im TraumeLieblich lachen,O möcht' es nimmerDaraus erwachen!

Die alten ZeitenKehren wieder,Wo mir erklungenDie süßen Lieder.Ein kleines KindleinTat ich liegen,Nun schläft ein anderesIn dieser Wiegen.Ich seh's im TraumeLieblich lachen,O möcht' es nimmerDaraus erwachen!

Die alten ZeitenKehren wieder,Wo mir erklungenDie süßen Lieder.

Ein kleines KindleinTat ich liegen,Nun schläft ein anderesIn dieser Wiegen.

Ich seh's im TraumeLieblich lachen,O möcht' es nimmerDaraus erwachen!

1902.

Wenn ich schon lesen soll,Les' ich am Sonntag.Wann wär' ich gänzlich wohl?Wann hätt ich Schontag?Husten und schnaufen istJetzt mein Beruf,Hoff', daß es besser wird,Freund Toni Schruf.Sollt sich's verschlimmern, soSchreibt dir der Peter,Dann geh zum Tischl duAls sein Vertreter[E].

Wenn ich schon lesen soll,Les' ich am Sonntag.Wann wär' ich gänzlich wohl?Wann hätt ich Schontag?Husten und schnaufen istJetzt mein Beruf,Hoff', daß es besser wird,Freund Toni Schruf.Sollt sich's verschlimmern, soSchreibt dir der Peter,Dann geh zum Tischl duAls sein Vertreter[E].

Wenn ich schon lesen soll,Les' ich am Sonntag.Wann wär' ich gänzlich wohl?Wann hätt ich Schontag?

Husten und schnaufen istJetzt mein Beruf,Hoff', daß es besser wird,Freund Toni Schruf.

Sollt sich's verschlimmern, soSchreibt dir der Peter,Dann geh zum Tischl duAls sein Vertreter[E].

[E]Entgegnung.So sei denn vom Himmel dieGnade erbeten:Es mög' mein' GesundheitDein Kranksein vertreten.Vertreten in dir, duMein Herzherzensdichter,Man hört nicht gern mir zu,Wenn's heißt: Heute spricht er.Und nun kömmt die Hauptsach'(Die soll auch dabei sein):Man hört mich wohl an, doch,Der »Eintritt« muß »frei« sein!Dein Toni.

[E]

Entgegnung.

So sei denn vom Himmel dieGnade erbeten:Es mög' mein' GesundheitDein Kranksein vertreten.Vertreten in dir, duMein Herzherzensdichter,Man hört nicht gern mir zu,Wenn's heißt: Heute spricht er.Und nun kömmt die Hauptsach'(Die soll auch dabei sein):Man hört mich wohl an, doch,Der »Eintritt« muß »frei« sein!Dein Toni.

So sei denn vom Himmel dieGnade erbeten:Es mög' mein' GesundheitDein Kranksein vertreten.Vertreten in dir, duMein Herzherzensdichter,Man hört nicht gern mir zu,Wenn's heißt: Heute spricht er.Und nun kömmt die Hauptsach'(Die soll auch dabei sein):Man hört mich wohl an, doch,Der »Eintritt« muß »frei« sein!Dein Toni.

So sei denn vom Himmel dieGnade erbeten:Es mög' mein' GesundheitDein Kranksein vertreten.

Vertreten in dir, duMein Herzherzensdichter,Man hört nicht gern mir zu,Wenn's heißt: Heute spricht er.

Und nun kömmt die Hauptsach'(Die soll auch dabei sein):Man hört mich wohl an, doch,Der »Eintritt« muß »frei« sein!Dein Toni.

1902.

Die sitzen jetzt beim GöttermahleUnd atmen Liebe hehr und rein,Wie möcht' ich dort im SpeisesaaleBeim großen Tor — der größte sein.Der größte Tor, der größte Weise,Der heilige Weltbesieger Christ,Deß' Herzenskraft und SeelenspeiseDie Einfalt und die Liebe ist.

Die sitzen jetzt beim GöttermahleUnd atmen Liebe hehr und rein,Wie möcht' ich dort im SpeisesaaleBeim großen Tor — der größte sein.Der größte Tor, der größte Weise,Der heilige Weltbesieger Christ,Deß' Herzenskraft und SeelenspeiseDie Einfalt und die Liebe ist.

Die sitzen jetzt beim GöttermahleUnd atmen Liebe hehr und rein,Wie möcht' ich dort im SpeisesaaleBeim großen Tor — der größte sein.

Der größte Tor, der größte Weise,Der heilige Weltbesieger Christ,Deß' Herzenskraft und SeelenspeiseDie Einfalt und die Liebe ist.

1903.

Wir bauen dies Haus in stürmischer Zeit,Die Geister gären und liegen im Streit.Die Seelen sinken und suchen nach Licht,Durchwühlen den Erdball und finden es nicht.Wir weihen dies Haus dem göttlichen Geist,Der wieder die Menschheit gen Himmel weist.

Wir bauen dies Haus in stürmischer Zeit,Die Geister gären und liegen im Streit.Die Seelen sinken und suchen nach Licht,Durchwühlen den Erdball und finden es nicht.Wir weihen dies Haus dem göttlichen Geist,Der wieder die Menschheit gen Himmel weist.

Wir bauen dies Haus in stürmischer Zeit,Die Geister gären und liegen im Streit.Die Seelen sinken und suchen nach Licht,Durchwühlen den Erdball und finden es nicht.Wir weihen dies Haus dem göttlichen Geist,Der wieder die Menschheit gen Himmel weist.

1903.

Ein neues Buch. Doch brauchst du's nicht zu lesen.Man kann auch so zur Weltweisheit genesen.Man sagt dem edeln Spender besten Dank!Und stellt's, statt in den Kopf, bloß in den Schrank.

Ein neues Buch. Doch brauchst du's nicht zu lesen.Man kann auch so zur Weltweisheit genesen.Man sagt dem edeln Spender besten Dank!Und stellt's, statt in den Kopf, bloß in den Schrank.

Ein neues Buch. Doch brauchst du's nicht zu lesen.Man kann auch so zur Weltweisheit genesen.Man sagt dem edeln Spender besten Dank!Und stellt's, statt in den Kopf, bloß in den Schrank.

1903.

Im irdischen TalSind wir uns begegnetEin einziges Mal,Doch das war gesegnet.Seither entschwundenBist du mir nimmer,Und jene StundenWähren noch immer.Einzig nur trennen uns(Läßt sich's ereilen?)Zehen der Jahre,Zwanzig der Meilen.

Im irdischen TalSind wir uns begegnetEin einziges Mal,Doch das war gesegnet.Seither entschwundenBist du mir nimmer,Und jene StundenWähren noch immer.Einzig nur trennen uns(Läßt sich's ereilen?)Zehen der Jahre,Zwanzig der Meilen.

Im irdischen TalSind wir uns begegnetEin einziges Mal,Doch das war gesegnet.

Seither entschwundenBist du mir nimmer,Und jene StundenWähren noch immer.

Einzig nur trennen uns(Läßt sich's ereilen?)Zehen der Jahre,Zwanzig der Meilen.

1906.

Gütige Frau und Fürstin,Wie müßte die Krone dich drücken,Läg' drunter der Lorbeerkranz nichtAuf der glühenden Stirn.

Gütige Frau und Fürstin,Wie müßte die Krone dich drücken,Läg' drunter der Lorbeerkranz nichtAuf der glühenden Stirn.

Gütige Frau und Fürstin,Wie müßte die Krone dich drücken,Läg' drunter der Lorbeerkranz nichtAuf der glühenden Stirn.

Das Nützliche weihet mit Schönheit,Die Schönheit mit Würde,So gründet auf Erden ihr kühnDer Urania Reich.

Das Nützliche weihet mit Schönheit,Die Schönheit mit Würde,So gründet auf Erden ihr kühnDer Urania Reich.

Das Nützliche weihet mit Schönheit,Die Schönheit mit Würde,So gründet auf Erden ihr kühnDer Urania Reich.

1903.

Ich ehre den Dichter nach meiner Art,Und das ist die schönste Scheffelfeier.Weißt du, worin sie besteht, mein Treuer?Ich lese zu Hause den »Ekkehardt«.

Ich ehre den Dichter nach meiner Art,Und das ist die schönste Scheffelfeier.Weißt du, worin sie besteht, mein Treuer?Ich lese zu Hause den »Ekkehardt«.

Ich ehre den Dichter nach meiner Art,Und das ist die schönste Scheffelfeier.Weißt du, worin sie besteht, mein Treuer?Ich lese zu Hause den »Ekkehardt«.

Nun schärfet den SpatenUnd furchet sein wackerDen siechenden AckerDer kahlköpfig glattenVertrockneten Sprache.Und streut in die BrachePapierner MacheDie kräftigen SaatenLebendiger Mundart.So wie sie uns kund wardVon ackernden Alten,So sollen sie erndendeEnkel erhalten!

Nun schärfet den SpatenUnd furchet sein wackerDen siechenden AckerDer kahlköpfig glattenVertrockneten Sprache.Und streut in die BrachePapierner MacheDie kräftigen SaatenLebendiger Mundart.So wie sie uns kund wardVon ackernden Alten,So sollen sie erndendeEnkel erhalten!

Nun schärfet den SpatenUnd furchet sein wackerDen siechenden AckerDer kahlköpfig glattenVertrockneten Sprache.Und streut in die BrachePapierner MacheDie kräftigen SaatenLebendiger Mundart.So wie sie uns kund wardVon ackernden Alten,So sollen sie erndendeEnkel erhalten!

1903.

Wenn das Sünderglöcklein läutet,Brauchst du, Freund, nicht zu erschrecken,Zwar, die Schelme soll es necken;Arme Sünder soll es wecken;Aber keinen soll's verletzen,Und die Guten soll's ergötzen.

Wenn das Sünderglöcklein läutet,Brauchst du, Freund, nicht zu erschrecken,Zwar, die Schelme soll es necken;Arme Sünder soll es wecken;Aber keinen soll's verletzen,Und die Guten soll's ergötzen.

Wenn das Sünderglöcklein läutet,Brauchst du, Freund, nicht zu erschrecken,Zwar, die Schelme soll es necken;Arme Sünder soll es wecken;Aber keinen soll's verletzen,Und die Guten soll's ergötzen.

Die Natur ist des Stoffes gefesselte Sklavin,Sie muß wahr sein, auf Kosten der Schönheit.Die Kunst ist des Himmels freiwaltende Tochter,Sie darf schön sein auf Kosten der Wahrheit.

Die Natur ist des Stoffes gefesselte Sklavin,Sie muß wahr sein, auf Kosten der Schönheit.Die Kunst ist des Himmels freiwaltende Tochter,Sie darf schön sein auf Kosten der Wahrheit.

Die Natur ist des Stoffes gefesselte Sklavin,Sie muß wahr sein, auf Kosten der Schönheit.Die Kunst ist des Himmels freiwaltende Tochter,Sie darf schön sein auf Kosten der Wahrheit.

1904.

Du grüßtest mich zu Sechzig,Denn was sich liebt, das neckt sich.Ich grüße dich zu Siebzig,Denn was sich neckt, das liebt sich.

Du grüßtest mich zu Sechzig,Denn was sich liebt, das neckt sich.Ich grüße dich zu Siebzig,Denn was sich neckt, das liebt sich.

Du grüßtest mich zu Sechzig,Denn was sich liebt, das neckt sich.Ich grüße dich zu Siebzig,Denn was sich neckt, das liebt sich.

1905.

Dein Hans ist ernannt nun zum Doktor der Rechte.Und ist er für dich auch der Doktor, der rechte,So reicht euch, wie's recht ist, fürs Leben die Rechte.

Dein Hans ist ernannt nun zum Doktor der Rechte.Und ist er für dich auch der Doktor, der rechte,So reicht euch, wie's recht ist, fürs Leben die Rechte.

Dein Hans ist ernannt nun zum Doktor der Rechte.Und ist er für dich auch der Doktor, der rechte,So reicht euch, wie's recht ist, fürs Leben die Rechte.

1905.

Die Kritik kritisieren?Den Löwen beißen?Dummes Schaf, er wird dich zerreißen.Nichts ist so wütig, so impertinent,Als ein kritisierter Rezensent.

Die Kritik kritisieren?Den Löwen beißen?Dummes Schaf, er wird dich zerreißen.Nichts ist so wütig, so impertinent,Als ein kritisierter Rezensent.

Die Kritik kritisieren?Den Löwen beißen?Dummes Schaf, er wird dich zerreißen.Nichts ist so wütig, so impertinent,Als ein kritisierter Rezensent.

Zum »hölzernen« 10. Hochzeitstag 1905.

Die diamantne Hochzeit ist die beschwerlichste,Weil sie so hoch in den Jahren hängt,Die goldne Hochzeit ist die herrlichste,Weil in dem Gold noch die Myrte prängt.Die silberne Hochzeit ist die entbehrlichste,Weil noch die Liebe zusammenzwängt,Die eiserne Hochzeit ist die begehrlichste,Weil noch das Blut in den Adern drängt.DiehölzerneHochzeit ist die gefährlichste,Weil sie am leichtesten Feuer fängt.

Die diamantne Hochzeit ist die beschwerlichste,Weil sie so hoch in den Jahren hängt,Die goldne Hochzeit ist die herrlichste,Weil in dem Gold noch die Myrte prängt.Die silberne Hochzeit ist die entbehrlichste,Weil noch die Liebe zusammenzwängt,Die eiserne Hochzeit ist die begehrlichste,Weil noch das Blut in den Adern drängt.DiehölzerneHochzeit ist die gefährlichste,Weil sie am leichtesten Feuer fängt.

Die diamantne Hochzeit ist die beschwerlichste,Weil sie so hoch in den Jahren hängt,Die goldne Hochzeit ist die herrlichste,Weil in dem Gold noch die Myrte prängt.

Die silberne Hochzeit ist die entbehrlichste,Weil noch die Liebe zusammenzwängt,Die eiserne Hochzeit ist die begehrlichste,Weil noch das Blut in den Adern drängt.

DiehölzerneHochzeit ist die gefährlichste,Weil sie am leichtesten Feuer fängt.

Ich seh' die lieben jungen Leut'Mit seligsüßem Blick lachen,Man kann aus kurzer SeligkeitEin lebenlanges Glück machen.Die Lieb' allein ist nicht genug,Man muß es mit Geschick machen.Und seid ihr liebevoll und klug,So wird euch Gott die Brück' machen.Habt Nachsicht mit Roseggers Gruß,Er kann kein schöneres Stück machen.

Ich seh' die lieben jungen Leut'Mit seligsüßem Blick lachen,Man kann aus kurzer SeligkeitEin lebenlanges Glück machen.Die Lieb' allein ist nicht genug,Man muß es mit Geschick machen.Und seid ihr liebevoll und klug,So wird euch Gott die Brück' machen.Habt Nachsicht mit Roseggers Gruß,Er kann kein schöneres Stück machen.

Ich seh' die lieben jungen Leut'Mit seligsüßem Blick lachen,Man kann aus kurzer SeligkeitEin lebenlanges Glück machen.Die Lieb' allein ist nicht genug,Man muß es mit Geschick machen.Und seid ihr liebevoll und klug,So wird euch Gott die Brück' machen.Habt Nachsicht mit Roseggers Gruß,Er kann kein schöneres Stück machen.

So steht's geschrieben denn:Heil sei den Liebenden,Die heut im siebentenHimmel frohlocken.Lasset nun diese ZweiIm Paradiese freiWundersam süße Mai-Blümlein brocken.Doch ist's leicht selig sein,Wenn uns den Himmel einAndrer gebaut.Denk' ich dein, lobesamsStammhaus des Bräutigams,Denk' ich dein, StammhausDer lieblichen Braut.Segle nun frohgemut,Schifflein, auf hoher Flut,Unter den Sternen der Liebe und Treu.Ich will zu dieser Stund'Preisen der Eltern Bund,Leuchtendes Vorbild der glücklichen ZweiPreise, mein Weihgesang,Waldsängers Treugesang,Preise den SchöpferDer künftigen Welt.Was einst in Fleiß und RechtErntet ein neu Geschlecht,Haben weitschauendeAhnen bestellt. —Grenzstein der neuen ZeitUnd der VergangenheitIst der zur TrauungGeschmückte Altar.Wenn ich des Rheines Reb'Urdeutschen Wein erheb',Grüß ich dich, junges,Dich, älterlich Paar.Heil sei den Preislichen,Die hier am häuslichenHerde warm hocken!Heil sei den Liebenden,Die heut im siebentenHimmel frohlocken!Euch eint, ihr Ziehenden,Der mit dem glühendenHammer des HerzschlagsGeschmiedete Ring.Haltet den Talisman,Der euch das Glück gewann,Nimmer den goldnenHüter gering.Segle nun, frohgemut,Schifflein, auf hoher Flut,Segle ins wogendeLeben hinaus.Unsere Liebe zieht,Paar, als dein Engel mitEin in dein alpen-Umfriedetes Haus.

So steht's geschrieben denn:Heil sei den Liebenden,Die heut im siebentenHimmel frohlocken.Lasset nun diese ZweiIm Paradiese freiWundersam süße Mai-Blümlein brocken.Doch ist's leicht selig sein,Wenn uns den Himmel einAndrer gebaut.Denk' ich dein, lobesamsStammhaus des Bräutigams,Denk' ich dein, StammhausDer lieblichen Braut.Segle nun frohgemut,Schifflein, auf hoher Flut,Unter den Sternen der Liebe und Treu.Ich will zu dieser Stund'Preisen der Eltern Bund,Leuchtendes Vorbild der glücklichen ZweiPreise, mein Weihgesang,Waldsängers Treugesang,Preise den SchöpferDer künftigen Welt.Was einst in Fleiß und RechtErntet ein neu Geschlecht,Haben weitschauendeAhnen bestellt. —Grenzstein der neuen ZeitUnd der VergangenheitIst der zur TrauungGeschmückte Altar.Wenn ich des Rheines Reb'Urdeutschen Wein erheb',Grüß ich dich, junges,Dich, älterlich Paar.Heil sei den Preislichen,Die hier am häuslichenHerde warm hocken!Heil sei den Liebenden,Die heut im siebentenHimmel frohlocken!Euch eint, ihr Ziehenden,Der mit dem glühendenHammer des HerzschlagsGeschmiedete Ring.Haltet den Talisman,Der euch das Glück gewann,Nimmer den goldnenHüter gering.Segle nun, frohgemut,Schifflein, auf hoher Flut,Segle ins wogendeLeben hinaus.Unsere Liebe zieht,Paar, als dein Engel mitEin in dein alpen-Umfriedetes Haus.

So steht's geschrieben denn:Heil sei den Liebenden,Die heut im siebentenHimmel frohlocken.Lasset nun diese ZweiIm Paradiese freiWundersam süße Mai-Blümlein brocken.Doch ist's leicht selig sein,Wenn uns den Himmel einAndrer gebaut.Denk' ich dein, lobesamsStammhaus des Bräutigams,Denk' ich dein, StammhausDer lieblichen Braut.Segle nun frohgemut,Schifflein, auf hoher Flut,Unter den Sternen der Liebe und Treu.Ich will zu dieser Stund'Preisen der Eltern Bund,Leuchtendes Vorbild der glücklichen ZweiPreise, mein Weihgesang,Waldsängers Treugesang,Preise den SchöpferDer künftigen Welt.Was einst in Fleiß und RechtErntet ein neu Geschlecht,Haben weitschauendeAhnen bestellt. —

Grenzstein der neuen ZeitUnd der VergangenheitIst der zur TrauungGeschmückte Altar.Wenn ich des Rheines Reb'Urdeutschen Wein erheb',Grüß ich dich, junges,Dich, älterlich Paar.Heil sei den Preislichen,Die hier am häuslichenHerde warm hocken!Heil sei den Liebenden,Die heut im siebentenHimmel frohlocken!Euch eint, ihr Ziehenden,Der mit dem glühendenHammer des HerzschlagsGeschmiedete Ring.Haltet den Talisman,Der euch das Glück gewann,Nimmer den goldnenHüter gering.Segle nun, frohgemut,Schifflein, auf hoher Flut,Segle ins wogendeLeben hinaus.

Unsere Liebe zieht,Paar, als dein Engel mitEin in dein alpen-Umfriedetes Haus.

1905.

Das Volk bringst leicht duZum Lachen und Weinen,Zum Jubeln und Greinen;Zum launigen Spiele,Es hüpft und es kriecht.Froh dorthin, o Dichter,Wodu es haben willst,Wodu es retten kannst,Bringst du es nicht.

Das Volk bringst leicht duZum Lachen und Weinen,Zum Jubeln und Greinen;Zum launigen Spiele,Es hüpft und es kriecht.Froh dorthin, o Dichter,Wodu es haben willst,Wodu es retten kannst,Bringst du es nicht.

Das Volk bringst leicht duZum Lachen und Weinen,Zum Jubeln und Greinen;Zum launigen Spiele,Es hüpft und es kriecht.Froh dorthin, o Dichter,Wodu es haben willst,Wodu es retten kannst,Bringst du es nicht.

Eine kurze Zeit wohl möcht' ich lebenAuf der Erde und dann selig sein.Ohne Leid zu kennen, dürfte ebenWahre Lust mir nicht recht stellig sein.Auch der Himmel braucht vom Gegensatze,Will er uns so ganz gefällig sein.Das Heute war gestern: morgen,Und morgen ist es schon: gestern.Es lohnt sich nicht, um zu sorgen,Nicht, um zu loben, zu lästern.Die Freude an gestern, die Sorge um morgen,Sind zwei müßige Schwestern.

Eine kurze Zeit wohl möcht' ich lebenAuf der Erde und dann selig sein.Ohne Leid zu kennen, dürfte ebenWahre Lust mir nicht recht stellig sein.Auch der Himmel braucht vom Gegensatze,Will er uns so ganz gefällig sein.Das Heute war gestern: morgen,Und morgen ist es schon: gestern.Es lohnt sich nicht, um zu sorgen,Nicht, um zu loben, zu lästern.Die Freude an gestern, die Sorge um morgen,Sind zwei müßige Schwestern.

Eine kurze Zeit wohl möcht' ich lebenAuf der Erde und dann selig sein.Ohne Leid zu kennen, dürfte ebenWahre Lust mir nicht recht stellig sein.Auch der Himmel braucht vom Gegensatze,Will er uns so ganz gefällig sein.

Das Heute war gestern: morgen,Und morgen ist es schon: gestern.Es lohnt sich nicht, um zu sorgen,Nicht, um zu loben, zu lästern.Die Freude an gestern, die Sorge um morgen,Sind zwei müßige Schwestern.

Wie? Zur mitternächtigen StundeHör' ich laute Kreise tagen?Sylvestergläser klingen,Sylvesteruhren schlagen.Essen, trinken, spielen, scherzen!Ohne Sorge, ohne ReueTaumeln sie von Jahr zu Jahre,Und vom alten in das neue.Ob auch ich dabei bin? — Nein.Lasset mich mit mir allein.Einsam in der ScheidestundeWill ich Glücks und Leids gedenken,Muß ich doch ein Stück von meinemLeben in die Grube senken,Muß ich doch mein wundes HerzeIn die fremde Zukunft tragen.Ist's denn möglich, daß man scherze,Wenn verhüllte Zeiten tagen? —Diese Weihestund' ist mein.Lasset mich mit mir allein.

Wie? Zur mitternächtigen StundeHör' ich laute Kreise tagen?Sylvestergläser klingen,Sylvesteruhren schlagen.Essen, trinken, spielen, scherzen!Ohne Sorge, ohne ReueTaumeln sie von Jahr zu Jahre,Und vom alten in das neue.Ob auch ich dabei bin? — Nein.Lasset mich mit mir allein.Einsam in der ScheidestundeWill ich Glücks und Leids gedenken,Muß ich doch ein Stück von meinemLeben in die Grube senken,Muß ich doch mein wundes HerzeIn die fremde Zukunft tragen.Ist's denn möglich, daß man scherze,Wenn verhüllte Zeiten tagen? —Diese Weihestund' ist mein.Lasset mich mit mir allein.

Wie? Zur mitternächtigen StundeHör' ich laute Kreise tagen?Sylvestergläser klingen,Sylvesteruhren schlagen.Essen, trinken, spielen, scherzen!Ohne Sorge, ohne ReueTaumeln sie von Jahr zu Jahre,Und vom alten in das neue.Ob auch ich dabei bin? — Nein.Lasset mich mit mir allein.

Einsam in der ScheidestundeWill ich Glücks und Leids gedenken,Muß ich doch ein Stück von meinemLeben in die Grube senken,Muß ich doch mein wundes HerzeIn die fremde Zukunft tragen.Ist's denn möglich, daß man scherze,Wenn verhüllte Zeiten tagen? —Diese Weihestund' ist mein.Lasset mich mit mir allein.

Die irdene Schale ist nun leer.Ich hab' mich restlos euch gegeben.Ich legte mich in euer Leben,Dem Tode bleibt nichts übrig mehr.

Die irdene Schale ist nun leer.Ich hab' mich restlos euch gegeben.Ich legte mich in euer Leben,Dem Tode bleibt nichts übrig mehr.

Die irdene Schale ist nun leer.Ich hab' mich restlos euch gegeben.Ich legte mich in euer Leben,Dem Tode bleibt nichts übrig mehr.

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The cover image was created by the transcriber and is placed in the public domain.

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