Der jüngste Tag.WWenndie Menschheit einer Krisis entgegen geht, richten sich alle Blicke mehr denn je in die Zukunft, regt sich mit Macht das Bestreben, den Schleier der kommenden Zeit zu lüften. Während Politiker und Gelehrte an der Hand der Thatsachen, die ihnen die Jetztzeit liefert, die Gestaltung zukünftiger Verhältnisse zu ergründen suchen, schweift die Phantasie des Dichters noch weit über die ihnen gesteckten Grenzen hinaus in eine nebelhafte Ferne, ja bis an’s Ende der Tage. Auf diesem Wege hat der Verfasser des vor mir liegenden Buches[1]schon den äußersten Markstein überschritten, der das Gebiet des Realen vom Reiche des phantastischen Märchens abgrenzt. Der „jüngste Tag“, jenes Schreckgebilde kirchlichen Uebereifers, das so wenig harmonirt mit der milden Lehre Christi, tritt uns hier im verklärenden und versöhnenden Gewande der Poesie entgegen. Das Ganze mit seiner dichterisch schönen Sprache und seinem überwältigenden Bilderreichthum ist eigentlich ein Epos in Prosa, ein Stoff, der so gebieterisch nach Vers und Reim verlangt, daß sich der Verfasser diesem Drange selbst nicht entziehen konnte und den Schluß deshalb wenigstens in Stabreimen ausklingen läßt.[1]„Der jüngste Tag“. Von Rud. Heinr. Greinz. Preis 1 Mark. Erfurt und Leipzig, Bacmeister’s Verlag.„In der Welt tobte und brauste es von Streit. Es gab keine Bande der Achtung mehr und keine Bande der Liebe. DerSohn wüthete gegen den Vater, Bruder gegen Bruder. Die Mutterliebe war zu einem längst entschwundenen Märchen geworden. Ein Märchen war auch der Glaube an Jesus Christus. Nur alte Leute erzählten sich noch, daß sie von ihren Voreltern erfahren, es sei die Sage, auf einem einsamen Eiland im weiten Weltmeer hausten die letzten Christen.“In diese letzte Christengemeinde wird Helgrimur, der letzte Dichter, verschlagen. Draußen in der Welt hatten sie ihn verstoßen und verhöhnt, da er ihnen vom Schönsten und Hehrsten gesungen. Sie traten ihn mit Füßen und schalten ihn einen Thoren, da er sich mit Liedern in ihre Klugheit zu mischen wagte. Da zog er denn verzweifelnd fort in’s Weite.Hirt und Hüter der letzten Christengemeinde ist Anakletus, der, einem finsteren Wahn verfallen, durch Zauberkünste einem unerreichbaren Ziele nachstrebt. Die alte Welt will er zertrümmern, eine neue schaffen und selbst als Gott über ihr walten. In diesem Wahnwitze bestärkt und unterstützt ihn Ahasver, der ewige Jude, der verflucht ward zu wandern, „so lange noch zwei Menschen glücklich sind auf Erden, so lange noch eine Liebe keimt zwischen zwei reinen Herzen“.Und so sehen wir die gespenstige Erscheinung Ahasver’s überall auftauchen und hindernd dazwischen treten, wo reines Liebesglück emporkeimen möchte. Seine eigene Tochter Siona, die den schönen Fremdling liebt, stößt der ewige Jude von der Klippe in’s Meer und erlöst sie zugleich, denn der Herr hatte ihr auf ihre Bitte gewährt, ewig mit Ahasver leben zu dürfen, bis der eigene Vater zum Tode die Hand gegen die Tochter erheben werde. Aber Helgrimur und Ismelda, die junge Verwandte des Anakletus, vermag auch Ahasver nicht zu trennen. Ein weißer Vogel schwebt über den Häuptern der Liebenden und folgt ihnen auf ihren Wegen. Das war die ewige Liebe, die am jüngsten Tage über das Meer geflogen kam. Anakletus gesteht den Aeltesten der Gemeinde seinen Gottesfrevel ein und wird an’s Kreuz geschlagen.„Die Kuppel des Domes schwand. Mitten in den fliegenden Wolken, umzuckt vom feurigen Schein der Blitze, hing der Gerichtete. Immer höher und höher strebte das Kreuz empor. Und immer höher wuchs mit ihm der ewige Jude. Zuletzt schienen sie Beide in Lüften zu schweben.Das Volk lag auf den Knieen und wagte es kaum, emporzuschauen; denn in unendlicher Höhe schwebte der Gekreuzigte. Und der gespenstige Alte hatte sich an’s Kreuz geklammert.Aus der Höhe aber kam es wie mächtiger Gesang von vielen Tausenden ...Libera de infernorumPoenis carnem fragilem,Infimoque peccatorumDa aeternam requiem!Verschwunden war der Dom. Keine Altäre waren mehr zu sehen. Weite, graue Nebelmassen dehnten sich allwärts.Helgrimur und Ismelda hielten sich umschlungen und standen aufrecht unter der knieenden Menge. Sie waren keines Lautes fähig und keiner Bewegung.Und immer dichter und erstickender wallten die Nebelmassen. Ein fahler Schein glitt über sie hin und schien Gestalten aus ihnen zu weben, wie sie nie gewohnt auf Erden ... seltsame Gestalten. Und die Gestalten erfüllten die ganze Welt mit ihren riesigen Leibern. Aus der Höhe ertönten dumpfe Hammerschläge und gaben gewaltigen Widerhall durch die Welt.Es schrie das Volk. Der Grund der Erde bebte. Durch die Nebel leuchteten feurige Zungen. Von ferne brauste es. Es war das Weltmeer, das aus seinen Gründen gewichen.Und es schien sich zu bilden ein feuriger Arm, der weithin ragte durch die Welt. Helgrimur war es, als ob dieser Arm ihm winke.Da löste sich ihm die Sprache. Noch einmal drückte der letzte Dichter sein Lieb an’s Herz.‚DerHerrsei uns gnädig am jüngsten Tage!‘ rief er.“Und als der jüngste Tag vorüber und herrliche Wesen in überirdischem Schimmer ob dem Wasser schweben, wird Ahasver von Neuem verflucht und versinkt lautlos in den Wellen, auf deren Grunde er einsam wandern soll mit seiner Qual, damit sein Anblick nicht das Glück der reinen, ewigen Wesen störe.Einen überraschenden Reichthum an tiefen Gedanken birgt das kleine Werk, das den Triumph der reinen über die sinnliche Liebe, über den öden Materialismus der hinsterbenden Welt in einer Weise schildert, deren nur ein echter Dichter fähig ist.
Der jüngste Tag.
WWenndie Menschheit einer Krisis entgegen geht, richten sich alle Blicke mehr denn je in die Zukunft, regt sich mit Macht das Bestreben, den Schleier der kommenden Zeit zu lüften. Während Politiker und Gelehrte an der Hand der Thatsachen, die ihnen die Jetztzeit liefert, die Gestaltung zukünftiger Verhältnisse zu ergründen suchen, schweift die Phantasie des Dichters noch weit über die ihnen gesteckten Grenzen hinaus in eine nebelhafte Ferne, ja bis an’s Ende der Tage. Auf diesem Wege hat der Verfasser des vor mir liegenden Buches[1]schon den äußersten Markstein überschritten, der das Gebiet des Realen vom Reiche des phantastischen Märchens abgrenzt. Der „jüngste Tag“, jenes Schreckgebilde kirchlichen Uebereifers, das so wenig harmonirt mit der milden Lehre Christi, tritt uns hier im verklärenden und versöhnenden Gewande der Poesie entgegen. Das Ganze mit seiner dichterisch schönen Sprache und seinem überwältigenden Bilderreichthum ist eigentlich ein Epos in Prosa, ein Stoff, der so gebieterisch nach Vers und Reim verlangt, daß sich der Verfasser diesem Drange selbst nicht entziehen konnte und den Schluß deshalb wenigstens in Stabreimen ausklingen läßt.
[1]„Der jüngste Tag“. Von Rud. Heinr. Greinz. Preis 1 Mark. Erfurt und Leipzig, Bacmeister’s Verlag.
„In der Welt tobte und brauste es von Streit. Es gab keine Bande der Achtung mehr und keine Bande der Liebe. DerSohn wüthete gegen den Vater, Bruder gegen Bruder. Die Mutterliebe war zu einem längst entschwundenen Märchen geworden. Ein Märchen war auch der Glaube an Jesus Christus. Nur alte Leute erzählten sich noch, daß sie von ihren Voreltern erfahren, es sei die Sage, auf einem einsamen Eiland im weiten Weltmeer hausten die letzten Christen.“
In diese letzte Christengemeinde wird Helgrimur, der letzte Dichter, verschlagen. Draußen in der Welt hatten sie ihn verstoßen und verhöhnt, da er ihnen vom Schönsten und Hehrsten gesungen. Sie traten ihn mit Füßen und schalten ihn einen Thoren, da er sich mit Liedern in ihre Klugheit zu mischen wagte. Da zog er denn verzweifelnd fort in’s Weite.
Hirt und Hüter der letzten Christengemeinde ist Anakletus, der, einem finsteren Wahn verfallen, durch Zauberkünste einem unerreichbaren Ziele nachstrebt. Die alte Welt will er zertrümmern, eine neue schaffen und selbst als Gott über ihr walten. In diesem Wahnwitze bestärkt und unterstützt ihn Ahasver, der ewige Jude, der verflucht ward zu wandern, „so lange noch zwei Menschen glücklich sind auf Erden, so lange noch eine Liebe keimt zwischen zwei reinen Herzen“.
Und so sehen wir die gespenstige Erscheinung Ahasver’s überall auftauchen und hindernd dazwischen treten, wo reines Liebesglück emporkeimen möchte. Seine eigene Tochter Siona, die den schönen Fremdling liebt, stößt der ewige Jude von der Klippe in’s Meer und erlöst sie zugleich, denn der Herr hatte ihr auf ihre Bitte gewährt, ewig mit Ahasver leben zu dürfen, bis der eigene Vater zum Tode die Hand gegen die Tochter erheben werde. Aber Helgrimur und Ismelda, die junge Verwandte des Anakletus, vermag auch Ahasver nicht zu trennen. Ein weißer Vogel schwebt über den Häuptern der Liebenden und folgt ihnen auf ihren Wegen. Das war die ewige Liebe, die am jüngsten Tage über das Meer geflogen kam. Anakletus gesteht den Aeltesten der Gemeinde seinen Gottesfrevel ein und wird an’s Kreuz geschlagen.
„Die Kuppel des Domes schwand. Mitten in den fliegenden Wolken, umzuckt vom feurigen Schein der Blitze, hing der Gerichtete. Immer höher und höher strebte das Kreuz empor. Und immer höher wuchs mit ihm der ewige Jude. Zuletzt schienen sie Beide in Lüften zu schweben.
Das Volk lag auf den Knieen und wagte es kaum, emporzuschauen; denn in unendlicher Höhe schwebte der Gekreuzigte. Und der gespenstige Alte hatte sich an’s Kreuz geklammert.
Aus der Höhe aber kam es wie mächtiger Gesang von vielen Tausenden ...
Libera de infernorumPoenis carnem fragilem,Infimoque peccatorumDa aeternam requiem!
Libera de infernorumPoenis carnem fragilem,Infimoque peccatorumDa aeternam requiem!
Libera de infernorumPoenis carnem fragilem,Infimoque peccatorumDa aeternam requiem!
Libera de infernorum
Poenis carnem fragilem,
Infimoque peccatorum
Da aeternam requiem!
Verschwunden war der Dom. Keine Altäre waren mehr zu sehen. Weite, graue Nebelmassen dehnten sich allwärts.
Helgrimur und Ismelda hielten sich umschlungen und standen aufrecht unter der knieenden Menge. Sie waren keines Lautes fähig und keiner Bewegung.
Und immer dichter und erstickender wallten die Nebelmassen. Ein fahler Schein glitt über sie hin und schien Gestalten aus ihnen zu weben, wie sie nie gewohnt auf Erden ... seltsame Gestalten. Und die Gestalten erfüllten die ganze Welt mit ihren riesigen Leibern. Aus der Höhe ertönten dumpfe Hammerschläge und gaben gewaltigen Widerhall durch die Welt.
Es schrie das Volk. Der Grund der Erde bebte. Durch die Nebel leuchteten feurige Zungen. Von ferne brauste es. Es war das Weltmeer, das aus seinen Gründen gewichen.
Und es schien sich zu bilden ein feuriger Arm, der weithin ragte durch die Welt. Helgrimur war es, als ob dieser Arm ihm winke.
Da löste sich ihm die Sprache. Noch einmal drückte der letzte Dichter sein Lieb an’s Herz.
‚DerHerrsei uns gnädig am jüngsten Tage!‘ rief er.“
Und als der jüngste Tag vorüber und herrliche Wesen in überirdischem Schimmer ob dem Wasser schweben, wird Ahasver von Neuem verflucht und versinkt lautlos in den Wellen, auf deren Grunde er einsam wandern soll mit seiner Qual, damit sein Anblick nicht das Glück der reinen, ewigen Wesen störe.
Einen überraschenden Reichthum an tiefen Gedanken birgt das kleine Werk, das den Triumph der reinen über die sinnliche Liebe, über den öden Materialismus der hinsterbenden Welt in einer Weise schildert, deren nur ein echter Dichter fähig ist.
Bacmeister’s Verlag in Erfurt und Leipzig.Bismarckund derStaats-Socialismus.Darstellung der socialenund wirthschaftlichen Gesetzgebung Deutschlandsseit 1870vonWilliam Harbutt Dawson,Verf. von „Der Socialismus in Deutschland und Ferdinand Lassalle“ &c.Aus dem Englischen übersetztvomBibliographischen Bureau zu Berlin.Autorisirte deutsche Ausgabe.Preis 2 Mark.Zum Verständniß der brennendsten Fragen der Gegenwart ist dieses durchaus objektiv gehaltene Werk unbedingt nothwendig. Die Presse aller Parteien bezeichnet es einstimmig als eine Arbeit, die nur ein Ausländer, der fern vom deutschen Parteigetriebe steht, in dieser Klarheit schaffen konnte.Bacmeister’s Verlag in Erfurt und Leipzig.Tiroler Leut.Berggeschichten und SkizzenvonRudolf Heinrich Greinz.Preis 1 Mk.Es ist eine ganz merkwürdige Welt, in die uns der Verf. verpflanzt; kindlich-naive und kindlich-gläubige Menschen, Naturkinder im vollsten Sinne des Wortes, so abgeschlossen von der Kulturwelt wie ihre hohen Berge, kindlich namentlich auch in Sachen der Religion. So fremdartig uns auch diese Welt vorkommt, so sehr heimelt sie uns doch an durch die Wahrheit und Treuherzigkeit der Schilderung. Es sind Erzählungen theils heiteren, theils ernsten Inhalts, lauter trefflich abgerundete, lebenswahre und lebenswarme kleine Gemälde, ein Strauß frischer und duftender Alpenblumen und -Kräuter, der Herz und Geist erquickt.DasAbiturienten-Examen.Gymnasial-HumoreskevonRudolf Heinrich Greinz.Preis 50 Pfg.Hier sprudelt voller, frischer Humor, der Alt und Jung gefangen nimmt. Greinz ist, wie auch einzelne Erzählungen der „Tiroler Leut“ zeigen, ein Humorist, der sich schnell einen weiten Freundeskreis erobert hat. Tiefer Ernst und heiterer Scherz stehen ihm zu Gebote, wie sie nur ein begnadeter Dichter haben kann.Kultur- und Literatur-Bilder.Herausgegeben vonR. H. Greinz.1. Heft. Preis 80 Pfg.Ein tieferes Verständniß unserer Zeit zu erlangen, ist eine keineswegs leichte Aufgabe. Ist doch unser „fin de siècle“ eine derjenigen Uebergangsepochen der Geschichte, die der Menschheit neue Bahnen der Entwickelung anzuweisen bestimmt sind, eine Zeit so voll gährenden Dranges, so voll Keime und Ansätze zu neuen Zukunftsgestaltungen auf allen Gebieten des Lebens, wie kaum eine der bis jetzt verflossenen Geschichtsperioden. „Unsere Zeit eilt in heftigem Zwiespalt fernen unbekannten Zielen zu“, sagt Leopold von Ranke von ihr. Es gehört schon eine gründliche geschichtliche und philosophische Bildung dazu, jene fernen unbekannten Ziele auch nur in den äußersten Umrissen vorausahnen, das Sphinxantlitz der Geschichte des nächsten Jahrhunderts auf die hinter ihm verborgenen Räthselfragen hin prüfen zu wollen. Da ist denn ein neues Unternehmen, wie das obengenannte, zeitgemäß und empfehlenswerth, das sich zum Ziele setzt, in übersichtlicher Darstellung ein volles Verständniß für die wichtigsten Strömungen und bedeutendsten Erscheinungen des Geisterlebens der Kulturvölker unserer Zeit zu erschließen und zwar in einem Tone, der die durstende Volksseele befriedigt, der zugleich gediegen und anziehend ist. Das bis jetzt vorliegende erste Heft, das folgende Arbeiten enthält:Zum tieferen Verständniß unserer Zeitvon Dr. W. Calaminus.Reflexion über Richard Voß’ „Die neue Zeit“von Adolf May.Die Armen und Elendenvon R. H. Greinz.Die amerikanische Pressevon Philipp Berges.Die Hypnose im Romanvon Dietrich Eckart.Amerikanische Humoristen und Novellistenvon M. Giovanni.Einblicke in die deutsche Literatur der Gegenwart— verdient entschieden Anerkennung für das Geschick und den Takt, mit denen es diesem Ziele nachstrebt. Sämmtliche Arbeiten sind treffende Bilder wichtiger geistiger Strömungen unserer Zeit. Das neue Unternehmen ist auch wegen seiner Form beachtenswerth, denn es ist keine Zeitschrift, die regelmäßig erscheint, sondern als eine Bibliothek, eine Art Sammelwerk frei erscheinender und einzeln käuflicher Hefte gedacht, um es so allgemeiner zugänglich zu machen. Wir empfehlen es allen ernster Denkenden, die den rauschenden und brausenden Tagesströmungen unserer vielgestaltigen, lebensvollen Zeit auf den Grund schauen möchten, angelegentlich.Bacmeister’s Verlag in Erfurt.Von Arnold v. d. Passer sind erschienen unddurch alle Buchhandlungen zu beziehen:Gedichte.Mark 1,—.Wagner, Innsbruck.Neue Gedichte.Mk. 1,—.S. Pötzelberger, Meran.Herm. v. Gilm, sein Leben und seine Dichtungen.Mk. 2,—.Liebeskind, Leipzig.Ausgewählte Dichtungenvon Herm. v. Gilm,Mk. 3,20.Liebeskind, Leipzig.Volksschauspiele in Tirol.Meran im Jahre 1809.Mk. —,60.Literar. Institut, München.Bacmeister’s Verlag in Erfurt und Leipzig.Kultur- undLiteratur-Bilder.HerausgegebenvonRudolf Heinrich Greinz.Heft 1. Preis 80 Pfg.Inhalt:Zum tieferen Verständniß unserer Zeit.Von Dr.W. Calaminus.Reflexion über R. Voß’ „Die neue Zeit“.VonAdolf May.Die Armen und Elenden.VonRudolf Heinrich Greinz.Die amerikanische Presse.VonPhilipp Berges.Die Hypnose im Roman.VonDietrich Eckart.Amerikanische Humoristen und Novellisten.VonM. Giovanni.Einblicke in die deutsche Literatur der Gegenwart.Die „Kultur- und Literaturbilder“ bilden eine Bibliothek frei erscheinender und einzeln käuflicher Hefte, die sich vornehmlich dadurch charakterisiren, daß sie in übersichtlicher Darstellung ein volles Verständniß für die wichtigsten Strömungen und bedeutendsten Erscheinungen des jetzigen Kulturlebens erschließen wollen. — Allen Ernstdenkenden seien diese gediegenen und anziehend geschriebenen Bilder warm empfohlen.Die allgemeine Volksschuleals Grundbedingung zurendgiltigen LösungderSchulreform-Frage.VonH. Schröer, Berlin.Preis 80 Pfg.Ein reiches und wohlgeordnetes Material unterrichtet über eine der wichtigsten Fragen der Gegenwart, so daß die Ansichten des Verfassers in den weitesten Kreisen Verbreitung und Beachtung gewinnen.Bacmeister’s Verlag in Erfurt und Leipzig.Kleine Studien.1.Die Behandlung der Tonkunstam Ausgange des 19. Jahrhunderts.Thatsachen, Aussprüche und Erfahrungen zur Beachtungfür alle Musikfreunde.VonAnton Huber.Preis 50 Pfg.2.Henrik Ibsen.Ein Essay vonDr.Theodor Odinga.Preis 20 Pfg.3.Moderne Wege zum Wohlstand.Skizzen aus dem amerikanischen Leben.VonPhilipp Berges. 1.-9. gleichlautende Auflage.Preis 50 Pfg.4.Die Entdeckung Amerika’sdurch die Normannen im 10. und 11. Jahrhundert.VonH. Röttinger. — Preis 30 Pfg.5.Volksschauspielein Bayern.VonAdolf May.3. Auflage.Preis 30 Pfg.
Bacmeister’s Verlag in Erfurt und Leipzig.
Bismarckund derStaats-Socialismus.
Darstellung der socialenund wirthschaftlichen Gesetzgebung Deutschlandsseit 1870
vonWilliam Harbutt Dawson,Verf. von „Der Socialismus in Deutschland und Ferdinand Lassalle“ &c.
Aus dem Englischen übersetztvomBibliographischen Bureau zu Berlin.
Autorisirte deutsche Ausgabe.
Preis 2 Mark.
Zum Verständniß der brennendsten Fragen der Gegenwart ist dieses durchaus objektiv gehaltene Werk unbedingt nothwendig. Die Presse aller Parteien bezeichnet es einstimmig als eine Arbeit, die nur ein Ausländer, der fern vom deutschen Parteigetriebe steht, in dieser Klarheit schaffen konnte.
Bacmeister’s Verlag in Erfurt und Leipzig.
Tiroler Leut.
Berggeschichten und Skizzen
vonRudolf Heinrich Greinz.
Preis 1 Mk.
Es ist eine ganz merkwürdige Welt, in die uns der Verf. verpflanzt; kindlich-naive und kindlich-gläubige Menschen, Naturkinder im vollsten Sinne des Wortes, so abgeschlossen von der Kulturwelt wie ihre hohen Berge, kindlich namentlich auch in Sachen der Religion. So fremdartig uns auch diese Welt vorkommt, so sehr heimelt sie uns doch an durch die Wahrheit und Treuherzigkeit der Schilderung. Es sind Erzählungen theils heiteren, theils ernsten Inhalts, lauter trefflich abgerundete, lebenswahre und lebenswarme kleine Gemälde, ein Strauß frischer und duftender Alpenblumen und -Kräuter, der Herz und Geist erquickt.
DasAbiturienten-Examen.
Gymnasial-Humoreske
vonRudolf Heinrich Greinz.
Preis 50 Pfg.
Hier sprudelt voller, frischer Humor, der Alt und Jung gefangen nimmt. Greinz ist, wie auch einzelne Erzählungen der „Tiroler Leut“ zeigen, ein Humorist, der sich schnell einen weiten Freundeskreis erobert hat. Tiefer Ernst und heiterer Scherz stehen ihm zu Gebote, wie sie nur ein begnadeter Dichter haben kann.
Kultur- und Literatur-Bilder.
Herausgegeben vonR. H. Greinz.1. Heft. Preis 80 Pfg.
Ein tieferes Verständniß unserer Zeit zu erlangen, ist eine keineswegs leichte Aufgabe. Ist doch unser „fin de siècle“ eine derjenigen Uebergangsepochen der Geschichte, die der Menschheit neue Bahnen der Entwickelung anzuweisen bestimmt sind, eine Zeit so voll gährenden Dranges, so voll Keime und Ansätze zu neuen Zukunftsgestaltungen auf allen Gebieten des Lebens, wie kaum eine der bis jetzt verflossenen Geschichtsperioden. „Unsere Zeit eilt in heftigem Zwiespalt fernen unbekannten Zielen zu“, sagt Leopold von Ranke von ihr. Es gehört schon eine gründliche geschichtliche und philosophische Bildung dazu, jene fernen unbekannten Ziele auch nur in den äußersten Umrissen vorausahnen, das Sphinxantlitz der Geschichte des nächsten Jahrhunderts auf die hinter ihm verborgenen Räthselfragen hin prüfen zu wollen. Da ist denn ein neues Unternehmen, wie das obengenannte, zeitgemäß und empfehlenswerth, das sich zum Ziele setzt, in übersichtlicher Darstellung ein volles Verständniß für die wichtigsten Strömungen und bedeutendsten Erscheinungen des Geisterlebens der Kulturvölker unserer Zeit zu erschließen und zwar in einem Tone, der die durstende Volksseele befriedigt, der zugleich gediegen und anziehend ist. Das bis jetzt vorliegende erste Heft, das folgende Arbeiten enthält:Zum tieferen Verständniß unserer Zeitvon Dr. W. Calaminus.Reflexion über Richard Voß’ „Die neue Zeit“von Adolf May.Die Armen und Elendenvon R. H. Greinz.Die amerikanische Pressevon Philipp Berges.Die Hypnose im Romanvon Dietrich Eckart.Amerikanische Humoristen und Novellistenvon M. Giovanni.Einblicke in die deutsche Literatur der Gegenwart— verdient entschieden Anerkennung für das Geschick und den Takt, mit denen es diesem Ziele nachstrebt. Sämmtliche Arbeiten sind treffende Bilder wichtiger geistiger Strömungen unserer Zeit. Das neue Unternehmen ist auch wegen seiner Form beachtenswerth, denn es ist keine Zeitschrift, die regelmäßig erscheint, sondern als eine Bibliothek, eine Art Sammelwerk frei erscheinender und einzeln käuflicher Hefte gedacht, um es so allgemeiner zugänglich zu machen. Wir empfehlen es allen ernster Denkenden, die den rauschenden und brausenden Tagesströmungen unserer vielgestaltigen, lebensvollen Zeit auf den Grund schauen möchten, angelegentlich.
Bacmeister’s Verlag in Erfurt.
Von Arnold v. d. Passer sind erschienen unddurch alle Buchhandlungen zu beziehen:
Gedichte.
Mark 1,—.Wagner, Innsbruck.
Neue Gedichte.
Mk. 1,—.S. Pötzelberger, Meran.
Herm. v. Gilm, sein Leben und seine Dichtungen.
Mk. 2,—.Liebeskind, Leipzig.
Ausgewählte Dichtungen
von Herm. v. Gilm,
Mk. 3,20.Liebeskind, Leipzig.
Volksschauspiele in Tirol.
Meran im Jahre 1809.
Mk. —,60.Literar. Institut, München.
Bacmeister’s Verlag in Erfurt und Leipzig.
Kultur- undLiteratur-Bilder.
HerausgegebenvonRudolf Heinrich Greinz.
Heft 1. Preis 80 Pfg.
Inhalt:
Zum tieferen Verständniß unserer Zeit.Von Dr.W. Calaminus.Reflexion über R. Voß’ „Die neue Zeit“.VonAdolf May.Die Armen und Elenden.VonRudolf Heinrich Greinz.Die amerikanische Presse.VonPhilipp Berges.Die Hypnose im Roman.VonDietrich Eckart.Amerikanische Humoristen und Novellisten.VonM. Giovanni.Einblicke in die deutsche Literatur der Gegenwart.Die „Kultur- und Literaturbilder“ bilden eine Bibliothek frei erscheinender und einzeln käuflicher Hefte, die sich vornehmlich dadurch charakterisiren, daß sie in übersichtlicher Darstellung ein volles Verständniß für die wichtigsten Strömungen und bedeutendsten Erscheinungen des jetzigen Kulturlebens erschließen wollen. — Allen Ernstdenkenden seien diese gediegenen und anziehend geschriebenen Bilder warm empfohlen.
Zum tieferen Verständniß unserer Zeit.
Von Dr.W. Calaminus.
Reflexion über R. Voß’ „Die neue Zeit“.
VonAdolf May.
Die Armen und Elenden.
VonRudolf Heinrich Greinz.
Die amerikanische Presse.
VonPhilipp Berges.
Die Hypnose im Roman.
VonDietrich Eckart.
Amerikanische Humoristen und Novellisten.
VonM. Giovanni.
Einblicke in die deutsche Literatur der Gegenwart.
Die „Kultur- und Literaturbilder“ bilden eine Bibliothek frei erscheinender und einzeln käuflicher Hefte, die sich vornehmlich dadurch charakterisiren, daß sie in übersichtlicher Darstellung ein volles Verständniß für die wichtigsten Strömungen und bedeutendsten Erscheinungen des jetzigen Kulturlebens erschließen wollen. — Allen Ernstdenkenden seien diese gediegenen und anziehend geschriebenen Bilder warm empfohlen.
Die allgemeine Volksschule
als Grundbedingung zurendgiltigen LösungderSchulreform-Frage.
VonH. Schröer, Berlin.
Preis 80 Pfg.
Ein reiches und wohlgeordnetes Material unterrichtet über eine der wichtigsten Fragen der Gegenwart, so daß die Ansichten des Verfassers in den weitesten Kreisen Verbreitung und Beachtung gewinnen.
Bacmeister’s Verlag in Erfurt und Leipzig.
Kleine Studien.
1.Die Behandlung der Tonkunstam Ausgange des 19. Jahrhunderts.
Thatsachen, Aussprüche und Erfahrungen zur Beachtungfür alle Musikfreunde.
VonAnton Huber.
Preis 50 Pfg.
2.Henrik Ibsen.
Ein Essay vonDr.Theodor Odinga.
Preis 20 Pfg.
3.Moderne Wege zum Wohlstand.
Skizzen aus dem amerikanischen Leben.
VonPhilipp Berges. 1.-9. gleichlautende Auflage.
Preis 50 Pfg.
4.Die Entdeckung Amerika’sdurch die Normannen im 10. und 11. Jahrhundert.
VonH. Röttinger. — Preis 30 Pfg.
5.Volksschauspielein Bayern.
VonAdolf May.
3. Auflage.
Preis 30 Pfg.
Anmerkungen zur TranskriptionDie Schreibweise der Buchvorlage wurde weitgehend beibehalten. Einige wenige Fehler wurden korrigiert wie hier aufgeführt (vorher/nachher):... Ausgang kaum zweifelhaft sein konnte. Nachwenig...... Ausgang kaum zweifelhaft sein konnte. Nachwenigen...... Wohl fehlte es nicht andunklendrohendem Gewölke, ...... Wohl fehlte es nicht andunklemdrohendem Gewölke, ...... Dienste der Gesellschaft stehend, war er erst vorwenig...... Dienste der Gesellschaft stehend, war er erst vorwenigen...... jetzt im Besitz einigerWenigenund zahllose zerstörte ...... jetzt im Besitz einigerWenigerund zahllose zerstörte ...
Anmerkungen zur Transkription
Die Schreibweise der Buchvorlage wurde weitgehend beibehalten. Einige wenige Fehler wurden korrigiert wie hier aufgeführt (vorher/nachher):