64.Ein listiger Rammsporn.
Rammen eines Schiffes, um 1500.
Rammen eines Schiffes, um 1500.
Ein eigene „Art und Weise, ein Schiff in den Grund zu bohren“ beschreibt Leonardo also: „Es ist vor allem nötig, daß die einander feindlichen Schiffe ineinander verschränkt seien, das heißt, derart ineinanderverhakt, daß du von deines Schiffes Spitze aus nach deinem Belieben loshaken kannst, damit, wenn das (feindliche) Fahrzeug auf Grund geht, es das deinige nicht mit sich ziehe. Und es wird folgendermaßen gemacht: ziehe ein Gewicht in die Höhe und darauf laß es los, und im Fallen wird dasselbe einenderartigen Schlag ausüben, wie dies bei einem Pfahle seitens eines Rammblocks geschieht. Und beim Fallen zieht sich der Kopf eines Balkens, der in einem Zapfen lagert (beweglich) aufgerichtet ist, nach rückwärts. Und wenn der obere Kopf des Balkens herankommt, so geht der untere (Kopf hinweg) und bringt das Schiff zum Sinken. Aber mache, daß das Holz schneidend sei, damit, wenn es zum Stoß heraneilt, das Wasser ihm keinen Widerstand bereite. Und vor allem mache, daß die Fesseln, welche die Fahrzeuge aneinandergehakt halten, sich nach deinen Belieben von deiner Seite aus zerschneiden lassen, damit das gegnerische Fahrzeug beim Untersinken dich nicht mit sich ziehe.“