AN EINEN UNMODERNEN ARZT
Werde gläubig! Gehe doch endlich von deinen eingewurzelten Prinzipien ab, die für niemanden passen als eventuell für dich selbst, und siehe, für dich sogarvielleicht auch nicht! Denn du sogar bistbesserals dein eigenes Wissen!
Wolle neue, dir unbekannte, dir noch unverständliche Welten kennen lernen, öffne deine Augen und Ohren den neuen merkwürdigen Ereignissen!
Was du selbst weißt und erfahren hast, ist alt, vermodernd und tot!
Was andere dir bringen aus anderen Welten, kann dich erneuern!
Schaue mitihrenAugen, horche mitihrenOhren, fühle mitihrenSeelen, denke mitihremGeiste!
Wehe dir, wehe, wehe, der du deine eigene Welt den anderenaufoktroyierenwillst!
Solches durfte nur der Heiland — — —. Denn erwußtees,wofürer sich kreuzigen ließ — — —.
Aber du hast dich ewig zubescheidenund den Welten deranderenzu lauschen, von denen du Töne vernehmen kannst, die dir bisher leider fremd waren!
Nicht was dubisherwußtest, kann dich bereichern, sondern das, was du bishernichtwußtest!
Aus der Weltenwurzel ewig neuartige Säfte, Kräfte ziehen, heißt, ein feiner, nobler, kultivierter Mensch sein!
Sein eigenes armseliges Weltchen den ungeheuren Komplikationen des Weltenallsentgegenstemmenwollen, ist einefeige Gemeinheit!
Ergib dich den neuen, dir noch unverständlichen Wundern, und erhoffe es dir, durch neue Erfahrungendich selbst endlich desavouieren zu dürfen!