Rette mich! Rette mich!Es ist Abend, es ist Abend der Götter.Wache über mich, o mein Gott!Wache über mich, o mein Herr!Behüte mich vor Betörung und schlechten Ratschlägen.Bewahre mich vor einem plötzlichen Tode,Vor dem Bösen und Verwünschungen;Bewahre mich vor Streit um die Teilung des Landes,Möge Frieden herrschen unter uns!O mein Gott, schütze mich vor den rasenden Kriegern!Hüte mich vor dem, der mich bedroht,Den es freut zu ängstigen,Vor dem, dessen Haar sich beständig sträubt!Auf daß ich und mein Geist leben können,O mein Gott!
Rette mich! Rette mich!Es ist Abend, es ist Abend der Götter.Wache über mich, o mein Gott!Wache über mich, o mein Herr!Behüte mich vor Betörung und schlechten Ratschlägen.Bewahre mich vor einem plötzlichen Tode,Vor dem Bösen und Verwünschungen;Bewahre mich vor Streit um die Teilung des Landes,Möge Frieden herrschen unter uns!O mein Gott, schütze mich vor den rasenden Kriegern!Hüte mich vor dem, der mich bedroht,Den es freut zu ängstigen,Vor dem, dessen Haar sich beständig sträubt!Auf daß ich und mein Geist leben können,O mein Gott!
Rette mich! Rette mich!Es ist Abend, es ist Abend der Götter.Wache über mich, o mein Gott!Wache über mich, o mein Herr!Behüte mich vor Betörung und schlechten Ratschlägen.Bewahre mich vor einem plötzlichen Tode,Vor dem Bösen und Verwünschungen;Bewahre mich vor Streit um die Teilung des Landes,Möge Frieden herrschen unter uns!O mein Gott, schütze mich vor den rasenden Kriegern!Hüte mich vor dem, der mich bedroht,Den es freut zu ängstigen,Vor dem, dessen Haar sich beständig sträubt!Auf daß ich und mein Geist leben können,O mein Gott!
Rette mich! Rette mich!
Es ist Abend, es ist Abend der Götter.
Wache über mich, o mein Gott!
Wache über mich, o mein Herr!
Behüte mich vor Betörung und schlechten Ratschlägen.
Bewahre mich vor einem plötzlichen Tode,
Vor dem Bösen und Verwünschungen;
Bewahre mich vor Streit um die Teilung des Landes,
Möge Frieden herrschen unter uns!
O mein Gott, schütze mich vor den rasenden Kriegern!
Hüte mich vor dem, der mich bedroht,
Den es freut zu ängstigen,
Vor dem, dessen Haar sich beständig sträubt!
Auf daß ich und mein Geist leben können,
O mein Gott!
An diesem Abend, wahrlich, habe ich mit Tehura gebetet.
Als sie ihr Gebet beendet hatte, kam sie mit Tränen in den Augen zu mir hin und flehte mich an, sie zu schlagen.
Und vor dem tiefen Ernst dieses Antlitzes, vor der vollkommenen Schönheit dieser lebenden Statue glaubte ich die von Tehura heraufbeschworene Gottheit selber vor mir zu sehen.
Verflucht sei ewig meine Hand, wenn sie es wagte, sich gegen ein Meisterwerk der Natur zu erheben!
Sie wiederholte ihr Flehen, sie zu schlagen.
– Tust du es nicht, so zürnst du lange und wirst krank.
Ich küßte sie.
Und jetzt, wo ich sie ohne Mißtrauen liebe, so liebe, wie ich sie bewunderte, kamen mir die Worte Buddhas auf die Lippen:
„Ja, durch Sanftmut muß man den Zorn besiegen, durch das Gute Böses, und durch Wahrheit Lüge.“
Diese Nacht ward göttlich, köstlicher als die anderen alle – und strahlend erwachte der Tag.
Frühmorgens brachte ihre Mutter uns einige frische Kokosnüsse.
Mit einem Blick befragte sie Tehura.
Siewußte.
Mit feinem Mienenspiel sagte sie zu mir:
– Du warst gestern auf dem Fischfang, ist alles gut verlaufen?
Ich erwiderte:
– Ich hoffe, bald wieder dabei zu sein.
***
Ich war genötigt, nach Frankreich zurückzukehren. Wichtige Familienangelegenheiten riefen mich zurück.
Lebe wohl, gastfreies Land, köstliches Land, Heimat der Freiheit und der Schönheit!
Zwei Jahre älter geworden und um zwanzig Jahre verjüngt gehe ich fort,verwilderterals ich gekommen war und dochgescheiter.
Die Wilden, diese Unwissenden, haben den alten Kulturmenschen vieles gelehrt, vieles in der Kunst zu leben und glücklich zu sein: Vor allem haben sie mich gelehrt, mich selber besser zu kennen, ich habe von ihnen nur tiefste Wahrheit gehört.
War das dein Mysterium, du geheimnisvolle Welt? Du hast mir Licht gebracht, und ich bin gewachsen in der Bewunderung deiner antiken Schönheit, der unvergänglichen Jugend der Natur.
Das Verständnis und die Liebe zu der Seele deiner Menschen, zu dieser Blume, die aufhört zu blühen, und deren Duft niemand mehr einatmen wird, hat mich besser gemacht.
***
Als ich den Quai verließ, um an Bord zu gehen, sah ich Tehura zum letztenmal.
Sie hatte Nächte hindurch geweint, jetzt saß sie erschöpft und traurig, aber ruhig mit herabhängenden Beinen auf einem Stein, und ihre starken, festen Füße berührten das schmutzige Wasser.
Die Blume, die sie am Morgen hinters Ohr gesteckt hatte, war welk auf ihre Knie herabgefallen.
Hier und dort starrten andere, wie sie, matt, schweigend, düster, gedankenlos, auf den dichten Qualm des Schiffes, das uns alle für immer weit fort tragen sollte.
Und von der Schiffsbrücke aus glaubten wir, während wir uns immer weiter entfernten, mit dem Fernglas auf ihren Lippen noch lange jene alten maorischen Verse zu lesen:
Ihr leisen Winde von Süd und Ost,Die ein zärtlich Spiel über meinem Haupte vereint,Eilt schnell zur nächsten Insel hin.Dort findet ihr im Schatten seines LieblingsbaumesIhn, der mich verlassen hat.Sagt ihm, daß ihr in Tränen mich gesehn.
Ihr leisen Winde von Süd und Ost,Die ein zärtlich Spiel über meinem Haupte vereint,Eilt schnell zur nächsten Insel hin.Dort findet ihr im Schatten seines LieblingsbaumesIhn, der mich verlassen hat.Sagt ihm, daß ihr in Tränen mich gesehn.
Ihr leisen Winde von Süd und Ost,Die ein zärtlich Spiel über meinem Haupte vereint,Eilt schnell zur nächsten Insel hin.Dort findet ihr im Schatten seines LieblingsbaumesIhn, der mich verlassen hat.Sagt ihm, daß ihr in Tränen mich gesehn.
Ihr leisen Winde von Süd und Ost,
Die ein zärtlich Spiel über meinem Haupte vereint,
Eilt schnell zur nächsten Insel hin.
Dort findet ihr im Schatten seines Lieblingsbaumes
Ihn, der mich verlassen hat.
Sagt ihm, daß ihr in Tränen mich gesehn.