„Vor was fürchten Sie sich?“ frug ich.
„Ich fürchte mich vor allem. — Ich bin doch von Natur kein Dummkopf und mich interessieren Fragen: wie das Leben nach dem Tode sein werde oder wie die Geschicke der Menschheit verlaufen werden, nicht, auch erhebe ich mich nicht in die Himmelshöhen. — Aber ich fürchte mich vor der Alltäglichkeit, der niemand entgehen kann. — Ich bin unfähig zu entscheiden, was gut und was schlecht, was in meinem Tun und Lassen Recht und was Lüge ist — und dieses beunruhigt mich. — Ich gebe zu, daß die Erziehung und die Verhältnisse und Umstände des Lebens mich geradezu in einen eisernen Ring von Lüge und Falschheit eingezwängt haben, aus welchem ich mich nicht befreien kann; ich gebe zu, daß mein bisheriges Leben nichts anderes war, als die Sorge darum, wie ich mich selbst und andere Leute betrügen solle, ohne daß ich es selbst noch die anderen bemerken sollen; ich habe Furcht vor dem Gedanken, daß ich mich bis zu meinem Tode von dieser Lüge nicht werde befreien können. — Heute tue ich etwas und morgen ist es mir unbegreiflich, warum ich es getan. — Ich trat in Petersburg in den Staatsdienst und erschrak darüber; ich übernahm mein Gut, um es selbst zu bewirtschaften und erschrak wiederum. — Ich sehe, fühle es und bin davon überzeugt, daß wir eigentlich wenig wissen und deshalb täglichFehler begehen, daß wir ungerecht sind, verleumden, fremdes Leben untergraben, unsere besten Kräfte auf Ungereimtheiten, leeres Geschwätz vergeuden, auf Vorfälle, die wir nicht nötig finden sollen und die uns nur hindern ruhig zu leben und deshalb fürchte ich mich vor allem, weil ich nicht begreifen kann, warum? weshalb? weswegen? und wem? alles dieses nötig ist. — Ich, lieber Freund, begreife die Leute nicht, ich fürchte mich vor ihnen. — Ohne Furcht kann ich den Bauer nicht ansehen, weil ich nicht begreife, aus welcher Ursache und zu welchem Zwecke er lebt und leidet. — — Wenn das Leben Genuß bedeutet, so sind ja diese Leute überflüssig, unnötig; wenn das Ziel und der Zweck des Lebens in der Not und dem Elend, sowie in der undurchdringlichen, hoffnungslosen Unwissenheit und Dummheit liegt, so ist es mir unbegreiflich, warum der Mensch derartigen Martern unterworfen wird. — — Begreifen Sie vielleicht irgend ein uns nahestehendes Individuum? — — Denken Sie ein wenig darüber nach.“
Gavrušabemerkte, daß wir ihn beobachteten, hustete wiederum ehrerbietig in die Hand und sagte:
„Guten Herrschaften war ich stets ein treuer Diener, — doch der Branntwein! Wenn Sie sich meiner erbarmen und mich wieder in Dienst nehmen würden, möchte ich eine Kerze meinem Heiligen anzünden — auf Ehrenwort.“
Der Nachtwächter ging an uns vorüber und sah uns mißtrauisch an. Er fing an am Strickzu ziehen; langsam und dröhnend ertönten zehn Glockenschläge, welche die uns umgebende Stille unangenehm störten.
„Schon zehn Uhr,“ meinte Dimitrij Petrovič. „Es ist Zeit, daß wir nach Hause fahren. Ja, mein teuerer Freund,“ seufzte er, „ich fürchte mich vor meinen eigenen Gedanken, die doch nichts Fürchterliches für den Menschen haben sollten. — Um nicht denken zu müssen, arbeitete ich; durch vieles und anhaltendes Arbeiten sorge ich dafür, daß ich müde werde und traumlos schlafe. — Kinder, Frau — sind anderen Leuten etwas selbstverständliches, gewöhnliches, mir aber sind sie eine schwere Last.“
Er drückte sein Gesicht in die Hände, ächzte laut auf, um dann mit einem eigentümlich klingenden Lachen seine Rede fortzusetzen.
„Ich kann Ihnen nicht sagen, wie dumm ich mich in meinem Leben benahm. — Alle sagen: was für eine schöne Frau und liebe Kinder Sie haben, was sind Sie für ein glücklicher, beneidenswerter Mensch und prächtiger Familienvater! — Alle sind der Ansicht, daß ich sehr glücklich bin, und — beneiden mich. — Ich aber sage Ihnen offen: meinglückliches Familienleben ist ein trübes Mißverständnis — ich habe Furcht vor demselben.“
Sein bleiches Gesicht wurde von dem nervösen Lachen unschön. Er legte seinen Arm um mich und sprach halblaut weiter:
„Sie sind mein einziger, wahrer, treuester, aufrichtigster Freund, Ihnen vertraue ich und schätze Sie hoch. — Der Himmel schickt unsderartige Freunde, damit wir uns aussprechen und befreien können von Geheimnissen, welche uns schwer bedrücken und uns zur Last werden. — Von dieser Freundschaft erlauben Sie mir Gebrauch zu machen und gestatten Sie mir Ihnen die volle Wahrheit zu sagen: — Mein Familienleben, allen so beneidenswert, ist mein größtes Unglück, und ich fürchte mich vor demselben. Meine Heirat erfolgte unter Verhältnissen, in denen ich nicht gerade die vorteilhafteste Figur spielte. Ich muß Ihnen gestehen, daß ich Maša bis zum Hochzeitstage wahnsinnig liebte und zwei volle Jahre um sie freite. — Fünfmal habe ich ihr den Heiratsantrag gemacht, fünfmal bekam ich einen Korb, denn ich war ihr ganz gleichgültig, sie fühlte keine Neigung zu mir. — Als ich zum sechstenmale, sinnlos vor Liebe, mich zu ihren Füßen warf, als ich sie um Erhörung bat, da gab sie schließlich ihre Einwilligung, ihre Zustimmung, ihr Ja-Wort ... Sie sagte: „Ich liebe Sie nicht, aber ich werde Ihnen eine treue Frau bleiben ...“ Diesen Vertrag nahm ich mit Freuden, mit Entzücken an ... Ich begriff damals nicht, was dies bedeuten sollte, aber auch jetzt noch — ich schwöre bei Gott! — begreife ich es nicht ... „ich liebe Sie nicht, aber ich werde Ihnen eine treue Frau bleiben ...“ was bedeutet das? ... Es ist das etwas Nebelhaftes, Dunkles, Rätselhaftes ... Ich liebe heute meine Frau noch so stark, noch so herzlich, innig, wie vor der Hochzeit, und sie, ... sie scheint mir immer noch so gleichgültig gegen mich zu sein, wie sie es früher war, ja, es kommt mir vor, als wenn sie frohist, wenn ich nicht zu Hause bin und abreise ... Ich weiß nicht, liebt sie mich oder nicht, darüber bin ich mir nicht im Klaren ... das kenne ich nicht ... aber wir leben unter einem Dache, schlafen in einem und demselben Zimmer, haben Kinder, besitzen gemeinschaftliches Eigentum ... Was bedeutet das? ... Zu was ist das? ... Begreifen Sie in dieser Sache etwas? ... Alles das ist für mich eine schreckliche Folter ... Und deswegen, weil ich in unseren Verhältnissen nichts begreife, hasse ich bald sie, bald mich, bald uns beide; in meinem Kopfe hat sich alles verwirrt, ich martere mich, werde jeden Tag stumpfer — während sie zu meinem größten Ärger und Qual jeden Tag schöner, bewunderungswerter wird ... Mir dünkt, ihr Haar ist prachtvoll, ihr Lächeln ein so wunderbares, wie man es bei keinem zweiten Weibe sehen kann ... Ich liebe sie, trotzdem ich überzeugt bin, daß ich hoffnungslos liebe ... Eine hoffnungslose Liebe eines Mannes zu seiner Frau, aus deren Ehe bereits zwei Kinder entsprossen sind? ... Ist es begreiflich? ... Ist es nicht, um einem Furcht einzujagen? ... Ist es nicht schrecklicher als Geister zu sehen? ...“
Dimitrij Petrovič beherrschte eine derartige Stimmung, daß er noch weiter gesprochen hätte, wenn nicht der Wagen — glücklicherweise — vorgefahren wäre und sich die Stimme des Kutschers hörbar gemacht hätte.
Wir stiegen in den Wagen, wobei uns Gavruša mit abgenommener Mütze in der Hand behilflich war, mit einer Miene und Gesichtsausdruck, als wenn er schon lange auf dieGelegenheit und den Zufall gewartet hätte, unsere kostbaren Kleider berühren zu dürfen.
„Dimitrij Petrovič, erlauben Sie mir zu Ihnen kommen zu dürfen,“ sprach er, stark mit den Augen zwinkernd und den Kopf auf die eine Seite neigend, „seien Sie barmherzig! ... ich sterbe Hungers!“
„Schon gut,“ gab Silin zur Antwort, „kannst kommen und drei Tage im Hofe leben, dann wollen wir weiter sehen.“
„Zu Befehl!“ antwortete Gavruša mit freudestrahlendem Gesichte. „Ich komme noch heute.“
Das Dorf war vom Gute nur sechs Werst entfernt.
Dimitrij Petrovič, zufrieden, daß er sich gegen einen Freund aussprechen konnte, hielt mich den ganzen Weg mit seinem Arm umschlossen und plauderte während der Fahrt, ohne irgend einen Anschein von Aufregung, Furcht oder Angst, lustig weiter, bemerkend, daß, wenn seine Familienverhältnisse eine günstige Wendung nehmen sollten, er sofort nach Petersburg übersiedeln und sichausschließlich den Wissenschaften widmen würde.
„Die Strömung,“ sprach er, „welche so viele hochbegabte junge Männer nach dem Dorfe trieb, war eine unglückselige, bedauernswerte. Korn und Weizen gibt es bei uns in Rußland genug, mehr als zu viel, nicht aber unterrichtete, gebildete Leute. — Es ist nötig, daß die begabte, gesunde und kräftige Jugend sich den Wissenschaften, der Kunst und der Politik widmet, anders vorzugehen bedeutet unberechenbaren Verlust und Schaden für das Reich.“
Und so philosophierte er mit vielem Behagen weiter und drückte sein Bedauern darüber aus, daß er morgen früh zur Holzauktion fahren müsse, und wir uns so früh trennen müßten.
Ich fühlte mich dagegen recht unbehaglich, da es mir schien, ich betrüge einen arglosen Menschen.
Gleichzeitig fühlte ich eine freudige Behaglichkeit, ein ganz eigentümliches angenehmes Gefühl.
Ich betrachtete den wie eine große rotglühende Scheibe aufgehenden Mond; in meiner Vorstellung sah ich eine hohe, schlanke und doch volle Blondine, bleichwangig, stets einfach und doch geschmackvoll gekleidet, einen eigentümlichen angenehmen Duft, weit entfernt an Rosen erinnernd, um sich verbreitend, wobei mir ganz besonders angenehm war zu wissen, daß sie ihren Mann nicht liebe.
Zu Hause angekommen, setzten wir uns zum Abendbrot.
Maria Sergievna beköstigte uns mit den von uns selbst gemachten Einkäufen, wobei ich die Bemerkung machte, daß sie tatsächlich ein prachtvolles Haar besitzt und ganzeigenartig lächelt, nicht so, wie andere Frauen.
Mit meinen Augen verfolgte ich ihr Tun und Lassen und mir schien es aus allen ihren Bewegungen, ihren Blicken, daß sie ihren Mann nicht liebt und daß er ihr mehr als gleichgültig ist.
Dimitrij Petrovič fing bald an mit der Schläfrigkeit zu kämpfen.
Nach dem Abendbrote saß er etwa zehn Minuten in unserer Gesellschaft, erhob sich dann und sprach:
„Wie Sie wollen, meine Herrschaften, ich kann nicht weiter hier bleiben; ich muß morgen schon um drei Uhr früh aufstehen und deshalb erlauben Sie mir Ihnen gute Nacht zu wünschen.“
Er küßte zärtlich seine Frau, drückte mir kräftig die Hand und nahm mir das Versprechen ab, ihn längstens in einer Woche wieder zu besuchen.
Damit er nicht verschlafe und auch nicht andere störe, ging er in das Nebenhaus schlafen.
Maria Sergievna pflegte nach Petersburger Art spät schlafen zu gehen, ich aber war darüber, ich weiß nicht warum, außerordentlich glücklich.
„Und so,“ fing ich an, nachdem wir zu zweien geblieben, „und so werden Sie die Güte haben, mir etwas vorzuspielen.“
Ich sehnte mich nach keiner Musik, aber ich war in Verlegenheit, wie ich ein Gespräch einleiten soll.
Sie setzte sich an den Flügel und spielte, was? — daran erinnere ich mich nicht mehr.
Ich saß neben ihr; ich betrachtete ihre weißen, zarten, langen Finger, ich bemühte mich in ihrem kalten, unbeweglichen, gleichgültigen Gesichte etwas zu lesen.
Plötzlich fing sie an zu lächeln und mich anzusehen.
„Sie langweilen sich wohl in meiner Gesellschaft?“ frug sie.
Ich lachte laut auf.
„Der Freundschaft wegen würde es genug sein einmal im Monate einen kurzen Besuch hier abzustatten; aber ich komme sehr oft, fast jede Woche hieher.“
Dies sagend stand ich auf und ging, aufgeregt, aus der einen Ecke des Zimmers in die andere.
Sie stand ebenfalls auf und stellte sich vor den Kamin.
„Was wollen Sie damit sagen?“ frug sie ihre hellen, klaren, großen Augen auf mich richtend.
Ich erwiderte nichts.
„Sie sagten eine Unwahrheit,“ setzte sie nach minutenlangem Schweigen fort, „denn Sie kommen doch nur dem Dimitrij Petrovič zu Liebe hierher. — Schließlich bin ich auch damit zufrieden. — Man findet selten in unserem Zeitalter eine solche Freundschaft, wie sie zwischen Ihnen und meinem Manne herrscht.“
„Ah!“ dachte ich; — doch wußte ich nicht, was ich darauf antworten soll; deshalb frug ich:
„Wollen Sie nicht in den Garten mitgehen?“
„Nein!“
Ich ging auf die Terrasse.
In meinem Kopfe hämmerte und schwirrte es; mir wurde kalt und heiß vor Aufregung.
Ich setzte voraus, daß sich unsere Unterhaltung in den üblichen gesellschaftlichen nichts sagenden und nichts bedeutenden Phrasen bewegen wird, aber es hatte den Anschein, daß in dieser Nacht etwas vor sich gehen dürfteund könnte, worüber zu denken ich gar nicht wagte.
Entweder diese Nacht oder nie!
„Was für eine herrliche Nacht,“ sprach ich laut, auf der Terrasse stehend.
„Mir ganz gleichgültig,“ war die Gegenantwort.
Ich kehrte wieder in das Zimmer zurück.
Maria Sergievna stand wie vorher am Kamin, die Hände auf dem Rücken gekreuzt, nachdenkend, nach der Seite schauend.
„Weshalb ist diese herrliche Nacht für Sie gleichgültig?“ frug ich.
„Weil ich mich langweile. — Sie pflegen sich auch stets ohne Ihren Freund zu langweilen; ich aber langweile mich ohne Unterlaß ... ohne Ende ... übrigens, das hat für Sie kein Interesse ...“
Ich setzte mich an den Flügel und nahm einige Akkorde, erwartend, was Maria Sergievna noch weiters sagen wird.
„Meinetwegen tun Sie sich keinen Zwang an,“ sprach sie ärgerlich und aufgebracht, in einem Tone, der dem Weinen näher als dem Lachen lag. „Sind Sie schläfrig, so gehen Sie schlafen. — Glauben Sie ja nicht, daß, wenn Sie ein Freund des Dimitrij Petrovič sind, Sie auch die Verpflichtung haben, mit seiner Frau sich langweilen zu müssen. — Ich wünsche und verlange keine Opfer. Gehen Sie gefälligst.“
Ich aber ging nicht.
Sie trat hinaus auf die Terrasse; ich blieb im Zimmer zurück, wo ich mich etwa fünfMinuten lang mit dem Durchblättern von Notenheften beschäftigte.
Dann ging auch ich hinaus.
Wir standen nebeneinander, im Schatten der Vorhänge an den Terrassefenstern, während unter uns die breite, in den Garten führende Treppe vom Mondeslichte übergossen war.
Über die Blumenbeete und den gelben Sand der Gartenwege legten sich die tiefschwarzen Schatten der Bäume.
„Ich muß morgen früh auch wegfahren,“ sagte ich.
„Das ist ja selbstverständlich; denn wenn der Mann nicht zu Hause ist, dürfen Sie auch nicht hier bleiben,“ gab sie spöttisch zur Antwort. „Ich stelle mir lebhaft vor, wie Sie sich unglücklich fühlen würden, wenn Sie sich in mich verlieben sollten! — Doch warten Sie, ich werfe mich Ihnen gelegentlich selber auf den Hals ... ich werde dann sehen, mit welchem Schrecken und Entsetzen Sie weglaufen werden. — Das wird sehr ergötzlich sein.“
Ihre Stimme klang ärgerlich, ebenso zeigten ihre Mienen einen großen Verdruß; aber ihre Augen leuchteten voll begehrlicher, leidenschaftlicher Liebe.
Ich betrachtete dieses wunderbare Wesen bereits als mein Eigentum und zum erstenmale bemerkte ich, daß sie Augenbrauen von einer solchen eigenartigen Schönheit besitze, wie ich sie noch nie bei irgend einer anderen Frau gesehen habe.
Der Gedanke, daß ich dieses wunderschöne Weib an mich ziehen, es liebkosen, ihr prachtvolles Haar berühren und küssen könne, machtemich unendlich glücklich, mir schien, als wäre dies alles ein schöner Traum, ein Phantom, eine Erscheinung der Einbildungskraft, so daß ich die Augen schloß und lächelte.
„Übrigens, es ist schon spät! ... Angenehme Ruh’ ...“ sprach sie.
„Ich will aber keine angenehme Ruh’ haben ...“ sagte ich, lachend hinter ihr in das Zimmer tretend. — „Ich verfluche diese Nacht, wenn sie ruhig verlaufen sollte.“
Ihre Hand drückend und sie zur Tür begleitend, sah ich in ihrem Gesichte, daß sie mich begriff und froh ist, daß ich sie ebenfalls begriffen habe.
Ich ging in mein Zimmer; auf meinem Tische neben den Büchern und Zeitungen lag die Mütze des Dimitrij Petrovič, und diese erinnerte mich an seine Freundschaft.
Ich ergriff meinen Stock und ging in den Garten.
Die Nacht begann sich ihrem Ende zuzuneigen; um die Bäume und Sträuche herum bewegten sich und wogten dieselben großen und kleinen Phantome und Erscheinungen, welche ich über dem Flusse schweben sah.
Wie Schade! daß ich mit ihnen nicht reden konnte.
In der ungewöhnlich klaren, durchsichtigen Atmosphäre der Nacht hob sich deutlich jedes Blatt, jedes Ästchen, jeder Tautropfen ab — alles lachte mich an wie im Halbschlummer!
An den grün angestrichenen Bänken vorübergehend, erinnerte ich mich an eine Stelleaus einer Shakespear’schen Komödie: „wie süß schläft hier auf der Bank des Mondes Licht ...“
Im Garten war ein kleiner Hügel aufgeworfen.
Ich bestieg denselben und setzte mich dort auf die Bank.
Mich quälte ein eigenartiges wohliges Gefühl!
Ich war im voraus davon überzeugt, daß ich sie umarmen, ihren duftenden Leib an mich drücken, ihre goldigen Augenbrauen küssen werde, und dennoch schien es mir, als wenn dies alles bloß ein Traumgebilde sei, ein Schatten, eine Einbildung, die mich nur necken will und verfliegt; dann war es mir wieder leid, daß sie mich zu wenig quält und sich mir so bald gibt.
Plötzlich ließen sich schwere Schritte vernehmen.
In der Allee zeigte sich eine männliche Gestalt mittlerer Größe, in welcher ich sofort den Gavruša erkannte.
Er setzte sich auf eine Bank und seufzte hörbar tief auf, dann bekreuzte er sich dreimal und streckte sich auf derselben aus.
Nach wenigen Augenblicken stand er wieder auf und legte sich auf die andere Seite; Mücken und die Feuchtigkeit der Nacht hinderten ihn einzuschlafen.
„Ist das ein Leben,“ sprach er. „Unglückliches, bitteres, schweres Leben!“
Seine abgemagerte, gebeugte Gestalt, seine tiefen Seufzer erinnerten mich an ein anderes, nicht minder unglückseliges bitteres Leben, an einen Mann, der mir erst vor wenigen Stundenseinen Kummer beichtete, und ich wurde traurig über mein Glück.
Ich stieg vom Hügel herunter und ging dem Hause zu.
Das Leben ist nach Ansicht dieses Mannes fürchterlich — dachte ich — also, warum sich mit demselben quälen, besser ist es mit demselben zu brechen, ehe es dich selbst erdrosselt; nimm von ihm deshalb alles, was es dir bietet und was du ihm wegnehmen kannst.
Maria Sergievna stand auf der Terrasse.
Ich eilte auf sie zu, umschlang sie mit meinen Armen, ich küßte ihren Mund, ihre Augen, Haare, ihren Nacken glühend ... heftig ...
In meinem Zimmer gestand sie mir, daß sie mich schon lange, sehr lange, mehr als ein Jahr lang, liebe; sie beschwor mir ihre Liebe, sie weinte, sie bat sie von ihrem Manne zu befreien und zu mir zu nehmen.
Von Zeit zu Zeit trat ich mit ihr zum Fenster, um ihr Gesicht von Mondeslicht beschienen betrachten zu können; sie erschien mir wie ein schöner Traum, und um mich von der Wirklichkeit zu überzeugen, beeilte ich mich, sie an mich zu drücken, sie zu umarmen, zu küssen ...
Aber weit drinnen, tief im Herzen, stellte sich eine gewisse Unruhe, eine Verzagtheit, eine Unsicherheit ein; ihre Liebe zu mir ist mir denn doch unbequem geworden, sie drückte mich in gleicher Weise und belastete mich wie die Freundschaft Dimitrij Petrovičs.
Maria Sergievna liebte mich wahr, tief, ernst, sie beschwor es unter Lachen und Weinen,aber ich wünschte mir diese Liebe anders ... ich wünschte keine Tränen, keine Schwüre, keine Gespräche über die Zukunft; ich wünschte, daß diese Liebe ebenso vergehe und verfliege wie diese Mondnacht, wie ein lichtes Meteor und damit — basta!
Es war drei Uhr früh, als Maria Sergievna mein Zimmer verließ. Als ich, in der Türöffnung stehend, ihr nachschaute, da erschien auf einmal Dimitrij Petrovič im Gange.
Als sie ihm begegnete, zuckte sie vor Schrecken und wich ihm aus, um ihm den Weg frei zu geben; man bemerkte, daß alles dieses mit einer Art Abscheu geschah.
Er lächelte ganz eigenartig, hustete leise, trat in mein Zimmer und sprach, ohne mich anzusehen:
„Ich vergaß gestern meine Mütze hier.“
Er fand sie, setzte sie mit beiden Händen auf den Kopf auf, dann betrachtete er mein Gesicht, in welchem deutlich Verlegenheit zu lesen war, dann betrachtete er meine Nachtschuhe und sagte mit einer rauhen, fremdartig klingenden Stimme:
„Mir ist jedenfalls von Geburt aus beschieden worden nichts zu begreifen ... Wenn Sie etwas begreifen, dann ... beglückwünsche ich Sie ... In meinen Augen wird es Nacht ...“
Und er ging! —
Später sah ich, beim Fenster stehend, wie er selbst die Pferde vor den Wagen spannte, wie seine Hände dabei zitterten, wie er sich öfters zum Hause wendend dieses anstarrte ... sicherlich ... er hatte Furcht!
Dann bestieg er den Wagen und mit einem eigentümlichen Ausdrucke im Gesicht, welches Furcht andeutete, hieb er in die Pferde und fuhr aus dem Hof.
Nicht lange darauf verließ auch ich das Haus.
Die Sonne war bereits aufgegangen, einzelne Nebelwolken zogen wie furchtsam an den Bäumen, Sträuchern, dem Hügel vorbei. —
Gavruša saß auf dem Kutschersitz; er hat bereits, auf unerklärliche Weise Gelegenheit gehabt sich betrinken zu können, und deshalb unzusammenhängendes Zeug zu schwatzen.
„Ich bin ein freier, adeliger Mann,“ schrie er den Pferden zu. „Wißt ihr das, ihr Schecken! ah! — ich bin erblicher Ehrenbürger! ...“
Die Furcht des Dimitrij Petrovič hat auch mich angesteckt. Ich dachte über das nach, was geschah, und begriff es — nicht! Ich betrachtete die Krähen und Raben, und wunderte mich darüber, daß sie überhaupt leben und fliegen.
„Weshalb tat ich das?“ frug ich mich selbst, voll von Zweifel und Zagen. — „Warum geschah das alles so und nicht anders? ... Warum? und weshalb? verliebte sie sich in mich ernstlich? ... Warum vergaß er seine Mütze in meinem Zimmer und kam selbe zu holen? ... Was hatte die Kappe dabei zu tun gehabt? ...“
Am selben Tage noch fuhr ich nach Petersburg und seit dieser Zeit sah ich weder Dimitrij Petrovič noch dessen schöne Frau ...
Man sagt, sie leben nach wie vor mit undneben einander!
Anmerkungen zur TranskriptionIm Original g e s p e r r t hervorgehobener Text wurde in einemanderen Schriftstilmarkiert.Fußnoten wurden am Ende des jeweiligen Kapitels gesammelt.In der ersten Novelle (Der ungetaufte Pope) ist die Kapitelnumerierung fehlerhaft: Kapitel 13 und 16 fehlen und Kapitel 17 erscheint zweimal. Da auch die Gesamtzahl der Kapitel (21) vom russischen Original (22) abweicht, wurde dies nicht korrigiert und wie in der Vorlage belassen.In der Vorlage wurde ß als Kombination von langem und rundem s (ſs) gesetzt. Das hat offenbar zu häufigen Verwechslungen von ß und ss geführt. In allen unzweideutigen Fällen wurde dies stillschweigend entsprechend den damaligen Schreibregeln korrigiert.Weitere Fehler wurden, bei Unklarheiten unter Verwendung des russischen Originaltextes, wie hier aufgeführt korrigiert (vorher/nachher):... Künste zeigte,wesshalber es ...... Künste zeigte,weshalber es ......Krimmzu überstehen hatten. ......Krimzu überstehen hatten. ...... außer derHautperson, erdachte Namen ...... außer derHauptperson, erdachte Namen ...... Produkten und Waren beladeneWaren...... Produkten und Waren beladeneWagen...... den Kindern desselben rächen würden,den...... den Kindern desselben rächen würden,denn...... nichtkannte. ...... nichtkonnte. ...... dem Agap der Teufel nichtgerietenhätte dem ...... dem Agap der Teufel nichtgeratenhätte dem ...... „Wesshalb?“ ...... „Weshalb?“ ......Außerungenund Wünsche einer Frau ......Äußerungenund Wünsche einer Frau ...... ansah, als es zur Welt kam,densie versah ...... ansah, als es zur Welt kam,dennsie versah ...... heiratete ihn, aber sie wandelte in kurzerZei...... heiratete ihn, aber sie wandelte in kurzerZeit...... aber Kerasenko sind noch alleEinzelnheiten...... aber Kerasenko sind noch alleEinzelheiten...... mit denKopfenzu schütteln. ...... mit denKöpfenzu schütteln. ...... wäre es ihmseinesolche Lehre zu geben, ...... wäre es ihmeinesolche Lehre zu geben, ...... ihre Augen erweiterten sich,glütenauf, ...... ihre Augen erweiterten sich,glühtenauf, ...... hatte und was unzweifelhaftbewieß, ...... hatte und was unzweifelhaftbewies, ...... nuräuserstschwierig von dem ihn bedeckenden ...... nuräußerstschwierig von dem ihn bedeckenden ......Wastist das für eine Teufelei? ......Wasist das für eine Teufelei? ...... 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Er selbst führte eineigenartigesLeben. ...... einen starkenEinflusauf die religiöse ...... einen starkenEinflußauf die religiöse ...... sehr hoch; jeder von ihnenkanntelesen und ...... sehr hoch; jeder von ihnenkonntelesen und ......Abendmalzu empfangen. ......Abendmahlzu empfangen. ...... ... ihrfährteuere Seele in die Hölle ... ...... ... ihrfahrteuere Seele in die Hölle ... ......sichauch. ......sieauch. ...... von Streu undReissigund rief: ...... von Streu undReisigund rief: ...... alsDorfgeistlicheeingeweiht werden ...... alsDorfgeistlichereingeweiht werden ...... dennoch hatte das Geld für ihn keinenWerth; ...... dennoch hatte das Geld für ihn keinenWert; ...... was ihm Gottbescheerethat, auch Niemanden ...... was ihm Gottbescherethat, auch Niemanden ...... den MüllerGawrilla, welcher, wie bekannt, mit ...... den MüllerGawrila, welcher, wie bekannt, mit ...... Dorfe weniger Milch zu geben als sonst. ...... Dorfeanweniger Milch zu geben als sonst. ...... Schmerzenschleptesie sich in ihre Hütte; ...... Schmerzenschlepptesie sich in ihre Hütte; ...... Feinde undVerläumderund ließ ihn bitten, ...... Feinde undVerleumderund ließ ihn bitten, ......Peregud... Setze Dich neben mir hierher ... ......Peregudi... Setze Dich neben mir hierher ... ...... Pferde amZauneführen, er aber gab mir ...... Pferde amZaumeführen, er aber gab mir ...... alles das erzählte, was sie demVicarius...... alles das erzählte, was sie demVikarius...... nachPeregudi, fuhrum des alten Dukač einzigen ...... nachPeregudi fuhr,um des alten Dukač einzigen ...... Dort fängt nun derKosakean: ...... Dort fängt nun derKasakean: ......mitteiltenkonnten?“ ......mitteilenkonnten?“ ...... Popen unter dem Pelze derKerasiwnataufte, ...... Popen unter dem Pelze derKerasivnataufte, ...... den Staatsdienst und wurde inKiewder Finanzdirektion ...... den Staatsdienst und wurde inKievder Finanzdirektion ...... und wurde in einemgestlichenSeminar erzogen ...... und wurde in einemgeistlichenSeminar erzogen ...... der Natur mit klarem Verstandebegabte...... der Natur mit klarem Verstandebegabter......siewaren noch lange nicht auf der Welt ... ......Siewaren noch lange nicht auf der Welt ... ......traurig — wehmütigenKlagelaut ertönen, daß ......traurig-wehmütigenKlagelaut ertönen, daß ...... Haaren,unstätrollenden Augen, in welchen ...... Haaren,unstetrollenden Augen, in welchen ......unklammerten, freigegeben hätte. ......umklammerten, freigegeben hätte. ...... Hilfe sichindessals unnötig erwies. ...... Hilfe sichindesals unnötig erwies. ...... in ihrer ganzenverhängnißvollenBedeutung. ...... in ihrer ganzenverhängnisvollenBedeutung. ...... Derjenige, welcher einen Ersatzmansuchte, ...... 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Unternehmungen veranstaltet; nachdieserRichtung ......Gebahren„ihrer Fürstin“,sehr aufmerksam, ......Gebaren„ihrer Fürstin“sehr aufmerksam, ...... und doch bei allem dem gleichzeitig außerodentlich...... und doch bei allem dem gleichzeitig außerordentlich...... eines solchen Schweißesgeläugnetund in Abrede ...... eines solchen Schweißesgeleugnetund in Abrede ...... das durchseelicheQualen, Angst und Sorge ...... das durchseelischeQualen, Angst und Sorge ...... Vorsehung zu deutlicher, sichtbarenÄusßerung...... Vorsehung zu deutlicher, sichtbarenÄußerung...... An derStraßbiegung beim „Kaisergarten“ ...... An derStraßenbiegung beim „Kaisergarten“ ...... Dieser bunteverworeneHaufe, im Traume ...... Dieser bunteverworreneHaufe, im Traume ...... die Erde, wo siewiderumsofort fest werden ...... die Erde, wo siewiederumsofort fest werden ...... zur Ausführung allerlei Unsinnes undSchabernaks, ...... zur Ausführung allerlei Unsinnes undSchabernacks, ......einewunderbares Ding, eine Sache, der menschlichen ......einwunderbares Ding, eine Sache, der menschlichen ......Rauheitender Seele wegschmelzen wollten, sie ......Rauhheitender Seele wegschmelzen wollten, sie ...... großen Herzensgüte, aber außerodentlicher...... großen Herzensgüte, aber außerordentlicher...... Dieser Hund besaß ein eigenartiggetiegertes...... Dieser Hund besaß ein eigenartiggetigertes......nochweder Nutzen noch Schaden dem Juden ......nachweder Nutzen noch Schaden dem Juden ...... hätte keiner von uns es unternommen,jemanden...... hätte keiner von uns es unternommen,jemandem...... gewordenen Juden zweiGensdarmenunter ...... gewordenen Juden zweiGendarmenunter ...... rechts vom Eingange lag auf den Hofhinnaus...... rechts vom Eingange lag auf den Hofhinaus...... Gedanken; doch hatteDruckartdas Vorzimmer ...... Gedanken; doch hatteDrukartdas Vorzimmer ...... Landsmann, denn er warebefallsim Orlover ...... Landsmann, denn er warebenfallsim Orlover ...... zumAudruck. ...... zumAusdruck. ...... „Nu, was ist ... tretensiedoch näher! ...“ ...... „Nu, was ist ... tretenSiedoch näher! ...“ ......Botvinskijjedoch, ohne je den T. gesehen, ......Botvinovskijjedoch, ohne je den T. gesehen, ...... dem eben erzählten ähnlich; derMitropoli-...... dem eben erzählten ähnlich; derMitropolit...... ich kenne das besser ... und damitdieren...... ich kenne das besser ... und damitdiesen......fuhren. ......fuhr. ...... Der Mitropolit stand zu jener Zeitbereit...... Der Mitropolit stand zu jener Zeitbereits...... „Jeschu! Jeschu!Hanosri!“ ...... „Jeschu! Jeschu!Hanozri!“ ...... mit seltenen Büchern befaßt; hiervesprach...... mit seltenen Büchern befaßt; hierversprach...... etwas mit dem Ersatzmanvorgefallen sein, so ...... etwas mit dem Ersatzmannvorgefallen sein, so ......empfieng, während des Nachtmahles mit dem ......empfing, während des Nachtmahles mit dem ...... liebsten undtheuerstenFreund nannte, mich ...... liebsten undteuerstenFreund nannte, mich ......Verhältnissenvorgezogen. ......Verhältnissevorgezogen. ...... der privilegierten Klasse,sowieich, aber wenn ...... der privilegierten Klasse,so wieich, aber wenn ...... roteHandansah, da konnte man wahrlich in ...... roteHemdansah, da konnte man wahrlich in ...... aus dem Leben schöpfen,sodernstets auf die ...... aus dem Leben schöpfen,sondernstets auf die ...... geboren, keinen Begriff von dem, was sieungibt...... geboren, keinen Begriff von dem, was sieumgibt...... Gavrušabemerkete, daß wir ihn beobachteten, ...... Gavrušabemerkte, daß wir ihn beobachteten, ...... Ich aber sage Ihnen offen: meinglüchliches...... Ich aber sage Ihnen offen: meinglückliches...... nach Petersburg übersiedeln und sichauschließlich...... nach Petersburg übersiedeln und sichausschließlich......eingenartiglächelt, nicht so, wie andere Frauen. ......eigenartiglächelt, nicht so, wie andere Frauen. ......vebeneinander! ......nebeneinander! ...
Anmerkungen zur Transkription
Im Original g e s p e r r t hervorgehobener Text wurde in einemanderen Schriftstilmarkiert.
Fußnoten wurden am Ende des jeweiligen Kapitels gesammelt.
In der ersten Novelle (Der ungetaufte Pope) ist die Kapitelnumerierung fehlerhaft: Kapitel 13 und 16 fehlen und Kapitel 17 erscheint zweimal. Da auch die Gesamtzahl der Kapitel (21) vom russischen Original (22) abweicht, wurde dies nicht korrigiert und wie in der Vorlage belassen.
In der Vorlage wurde ß als Kombination von langem und rundem s (ſs) gesetzt. Das hat offenbar zu häufigen Verwechslungen von ß und ss geführt. In allen unzweideutigen Fällen wurde dies stillschweigend entsprechend den damaligen Schreibregeln korrigiert.
Weitere Fehler wurden, bei Unklarheiten unter Verwendung des russischen Originaltextes, wie hier aufgeführt korrigiert (vorher/nachher):