25. Kapitel.Zwei Briefe.

Kopfvignette des 25. Kapitels25. Kapitel.Zwei Briefe.

Kopfvignette des 25. Kapitels

A

Am andern Tage erhielt der Rektor des Pensionates folgenden Brief:

Hochwürdiger HerrP.Rektor!Hochgeehrter Herr!Unabweisbare Geschäfte machen es mir unmöglich, einer sehr dringenden Pflicht, die ich seit gestern gegen mehrere Mitglieder Ihrer geschätzten Anstalt habe, persönlich zu entsprechen.Ich bin der unglückliche Vater jenes Betrunkenen, der gestern von einem Ihrer Zöglinge und dessen zwei Freunden in so aufopfernder Weise vor Insulten geschützt wurde. Nicht ohne ein bitteres Gefühl der Scham schreibe ich diese Zeilen nieder. Deshalb ist jedoch meine Dankbarkeit gegen jene drei vortrefflichen Knaben nur um so größer, da sie mir durch ihre edle That wenigstens einen Teil der Schande erspart haben. Weil ich nun ihre Namen nicht weiß, so ersuche ich Sie, Hochwürdiger, hochverehrter HerrP.Rektor, an ihrer Stelle meinen tiefgefühlten Dank entgegennehmen und ihnen übermitteln zu wollen. Der beste Teil meiner Erkenntlichkeit gebührt ohne Zweifel demjenigen unter ihnen, der von meinem kleinen Frank, dem Zeugen der Schande seines Bruders, als der kleinste bezeichnet wird. Er scheint nach Franks Erzählung wirklich der Hauptfaktor gewesen zu sein. Sobald meine Geschäfte es gestatten, werde ich mir die Ehre nehmen, selbst in Ihrer Anstalt vorzusprechen und dem kleinen Helden, sowie dessen Freunden persönlich zu danken.Zugleich gestehe ich, daß durch den gestrigen Vorfall meine Ansichten über Ihre Anstalt sich ganz wesentlich geändert haben. Ich bitte um gütige Zusendung eines Programmes, da mir sehr daran liegt, das Pensionat noch näher kennen zu lernen.Mit dem Ausdruck vorzüglichster Hochachtung verbleibe ichEw. Hochwürden ergebensterArnold Marschall.

Hochwürdiger HerrP.Rektor!

Hochgeehrter Herr!

Unabweisbare Geschäfte machen es mir unmöglich, einer sehr dringenden Pflicht, die ich seit gestern gegen mehrere Mitglieder Ihrer geschätzten Anstalt habe, persönlich zu entsprechen.

Ich bin der unglückliche Vater jenes Betrunkenen, der gestern von einem Ihrer Zöglinge und dessen zwei Freunden in so aufopfernder Weise vor Insulten geschützt wurde. Nicht ohne ein bitteres Gefühl der Scham schreibe ich diese Zeilen nieder. Deshalb ist jedoch meine Dankbarkeit gegen jene drei vortrefflichen Knaben nur um so größer, da sie mir durch ihre edle That wenigstens einen Teil der Schande erspart haben. Weil ich nun ihre Namen nicht weiß, so ersuche ich Sie, Hochwürdiger, hochverehrter HerrP.Rektor, an ihrer Stelle meinen tiefgefühlten Dank entgegennehmen und ihnen übermitteln zu wollen. Der beste Teil meiner Erkenntlichkeit gebührt ohne Zweifel demjenigen unter ihnen, der von meinem kleinen Frank, dem Zeugen der Schande seines Bruders, als der kleinste bezeichnet wird. Er scheint nach Franks Erzählung wirklich der Hauptfaktor gewesen zu sein. Sobald meine Geschäfte es gestatten, werde ich mir die Ehre nehmen, selbst in Ihrer Anstalt vorzusprechen und dem kleinen Helden, sowie dessen Freunden persönlich zu danken.

Zugleich gestehe ich, daß durch den gestrigen Vorfall meine Ansichten über Ihre Anstalt sich ganz wesentlich geändert haben. Ich bitte um gütige Zusendung eines Programmes, da mir sehr daran liegt, das Pensionat noch näher kennen zu lernen.

Mit dem Ausdruck vorzüglichster Hochachtung verbleibe ich

Ew. Hochwürden ergebensterArnold Marschall.

Der Name Marschall kam dem Rektor nicht ganz unerwartet. Dieser reiche Geschäftsmann hatte nämlich zwei Söhne, welche allenfalls die ihm von Percy beschriebenen Brüder sein konnten. Herr Marschall war als Feind jeder Religion, vor allem der katholischen, bekannt.

Sein ältester Sohn hatte zwar nie den besten Leumund besessen und war für seinen Vater, der trotz allen Religionshasses im Rufe eines Ehrenmannes stand, eine fortwährende Quelle des Kummers. Allein ein Laster, das die eigene Verworfenheit in solchem Grade vor den Augen der Welt bloßstellt wie die Trunksucht, ließ sich in der vornehmen Familie nicht gut vermuten.

„Der junge Herr Marschall muß sich gegen früher sehr zu seinem Nachteile verändert haben,“ sprach der Rektor, als er den Brief zu Ende gelesen. „Früher hat man nie dergleichen von ihm gehört.“

Was Percy anging, so erfuhr er nichts von der Ankündigung des Besuches, der ihm bevorstand. Der Rektor beabsichtigte, ihm eine angenehme Überraschung zu bereiten. Es wollte ihn übrigens bedünken, jener Besuch werde auch für Herrn Marschall selbst wohleine größere Bedeutung haben, als im Briefe ausgedrückt war.

Ohne Zögern ging das verlangte Programm an Herrn Marschall ab. In einem kurzen Begleitschreiben nannte ihm der Rektor die Namen der drei Zöglinge und bemerkte, Herr Marschall habe mit vollem Rechte das Benehmen derselben als eine Folge religiöser Erziehung aufgefaßt; alle drei, vornehmlich der kleinste, Percy Wynn, hätten eine vortreffliche, aber ausschließlich katholische Erziehung genossen, wobei jedoch dem Kolleg kein anderes Verdienst zukomme, als gehütet und gepflegt zu haben, was im Elternhause gepflanzt worden sei.

Mehrere Tage vergingen. Da langte ein zweiter Brief des Kaufmanns an. Herr Marschall bat um die Erlaubnis, bei seinem spätern Besuche mehrere Zweifel über Religionssachen vorlegen zu dürfen und gab zugleich folgenden kurzen Bericht über die Umwandlung, welche das jüngste Ereignis in seinen Anschauungen hervorgerufen hatte:

„Ew. Hochwürden kennen mich als einen ausgesprochenen Glaubensfeind. Ich verlor meine Religion als heranwachsender junger Mann infolge des Besuches glaubensloser Studienanstalten und des Verkehrs mit ungläubigen Geschäftsgenossen. Schließlich kam ich dahin, daß ich vor allem meine eigene, die katholische Religion aus dem Grunde verabscheute.Da meine verstorbene Gattin dachte wie ich, so wurden unsere Kinder ganz in meinem Geiste erzogen. Im übrigen verwendeten wir jedoch große Sorgfalt auf ihre allseitige Ausbildung, behandelten sie mit einer vernünftigen Strenge und waren im Anfange mit unsern Erfolgen sehr zufrieden. Der Älteste, Lincoln, versprach wirklich das zu werden, was wir aus ihm zu machenwünschten: ein tüchtiges, brauchbares Glied der menschlichen Gesellschaft. In den Jahren seiner Kindheit, war er nicht minder als jetzt sein jüngster Bruder Frank, mein Stolz und meine Freude. Dann besuchte er eine höhere Schule, die natürlich religionslos war, und an der er von Jahr zu Jahr sichtlich mehr verdorben wurde. Daheim unter der Obhut seiner Eltern hatten die wenigen Grundsätze von Menschenwürde und Ehre, die ich ihm beigebracht, sowie die Liebe zu seinen Eltern noch Kraft genug besessen, um ihn vor schlimmeren Gewohnheiten zu bewahren; den Maßstab allerdings, nach welchem meine eigenen guten Eltern dereinst mich beurteilten, hätte ich an ihn nicht anlegen dürfen. An ihm wurde mir immer klarer, daß der Mensch, um in allen Punkten den Anforderungen der Sittlichkeit zu entsprechen, eines allwissenden und allmächtigen Richters bedarf, dem auch die geheimsten Gedanken nicht verborgen sind, und der nicht minder jene Überschreitungen zur Rechenschaft zieht, welche von der irdischen Strafgewalt nicht erreicht werden. Hielt ich ihm vor, wie sehr er durch sein ausschweifendes Leben seine Menschenwürde schände, so war stets sein letztes Wort: ‚Wer kann mir denn vorschreiben, meine sogenannte Menschenwürde nicht zu schänden? Und was habe ich denn von der Menschenwürde? Nichts, gar nichts. Was ich aber von meinen Vergnügungen habe, wird mir sehr wohl bewußt, und ich ziehe es aller Menschenwürde bei weitem vor.‘ Die einzige durchschlagende Erwiderung hätte ich im Glauben meiner Kindheit gefunden. Nur ein Gott kann den Menschen verpflichten, menschenwürdig zu leben. Allein diese Antwort mochte ich weder ihm noch mir geben.Erst als mir mehrere Kinder hingestorben waren, als Lincolns Zügellosigkeit immer noch anwuchs, und schließlich der Tod auch meine Gattin von mir nahm, wurde ich dem Gedanken einer Umkehr weniger abhold. Trotzdem sträubte ich mich aus ganzer Kraft meiner Seele, mich selbst eines jahrelangen Irrtums zu zeihen. Es hatte mir jemand ein sehr gerühmtes apologetisches Werk in die Hände gespielt. Ich las dasselbe nicht ohne Interesse, redete mir aber selbst ein, es enthalte die Wahrheit nicht. Doch trug es nicht wenig dazu bei, meine Unruhe zu vergrößern.Endlich hat Percy Wynns That meine letzten Bedenken zerstreut.Ich hielt mich noch beständig an der Einbildung festgeklammert, die katholische Religion bilde nur engherzige, schwächliche und feige Charaktere. — Die Erinnerung an meine eigene Jugend hätte mich schon eines bessern belehren können. — Da erfahre ich nun, daß dieses echt katholisch erzogene Kind eine Großmut und Unerschrockenheit an den Tag legt, die, wenn ihr auch die Umsicht späterer Jahre noch abgeht, doch schon jetzt einen Mann beschämen könnte, und die ihm selbst teuer zu stehen gekommen wäre, hätten nicht zwei edle, auch katholisch erzogene Gefährten sich mutig seiner angenommen. Weder Lincoln noch irgend einer von seinen Schulkameraden würde gehandelt haben wie Percy Wynn. Ja, als ich am Abende jenes Tages meine eigenen Anschauungen genauer untersuchte, mußte ich bekennen, ich sei zu jener Zeit, da ich noch Gott fürchtete, viel, viel selbstloser gewesen, als nachher. Zum erstenmale wagte ich nur einzugestehen, daß die Leugnung Gottes den Menschen überhaupt gar nicht selbstlos zu machen vermag, da sie alle stichhaltigen Gründe für eine uneigennützige, selbstlose Liebe zum Nebenmenschen in der Wurzel vernichtet.Mit ganz anderer Gesinnung nahm ich abermals jenes Buch hervor — nur die Nachtzeit konnte ich diesem folgenschweren Geschäfte widmen — um es wieder und wieder zu lesen. Ein ganz neues Licht ergoß sich in meine irrende, zagende Seele. Die letzten Zweifel hoffe ich morgen von Ihnen, Hochwürdiger, Herr Rektor, gelöst zu sehen, um dann gleich durch eine Generalbeichte, zu der ich allerdings nach so vielen Jahren der gütigen Hilfe des Beichtvaters bedarf, mein Leben wieder in Ordnung zu bringen.Den armen Lincoln werde ich wohl seinem durch den eigenen Vater verschuldeten Schicksale überlassen müssen. Der neunjährige Frank dagegen ist noch zu retten. Seinen verkommenen Bruder kennt er fast gar nicht, da Lincoln in den letzten Jahren nicht oft zu Hause war und ich zudem die beiden mit Fleiß von einander fern zu halten suchte. Frank kann und soll daher religiös erzogen werden. Da jedoch ich selbst mich zur Erfüllung dieser Elternpflicht unfähig gemacht habe, so wäre es mir sehr lieb, wenn er einen Platz in Ihrem Hause fände. Nach dem Zeugnisse seinerLehrer ist er ein gut talentiertes Kind, namentlich bemerkt man an ihm eine ausgesprochene Anlage zu verstandesmäßigem Denken, die ich selbst im Verkehre mit ihm nach Möglichkeit gefördert habe.Falls es Ew. Hochwürden genehm ist, werde ich mich morgen nach der Schlußfeier, deren Stunde ich aus dem gütigst übersandten Schulkalender ersehe, mit Frank einfinden, um noch über mehrere Punkte mir den erfahrenen und umsichtigen Rat Ew. Hochwürden zu erbitten.“

„Ew. Hochwürden kennen mich als einen ausgesprochenen Glaubensfeind. Ich verlor meine Religion als heranwachsender junger Mann infolge des Besuches glaubensloser Studienanstalten und des Verkehrs mit ungläubigen Geschäftsgenossen. Schließlich kam ich dahin, daß ich vor allem meine eigene, die katholische Religion aus dem Grunde verabscheute.

Da meine verstorbene Gattin dachte wie ich, so wurden unsere Kinder ganz in meinem Geiste erzogen. Im übrigen verwendeten wir jedoch große Sorgfalt auf ihre allseitige Ausbildung, behandelten sie mit einer vernünftigen Strenge und waren im Anfange mit unsern Erfolgen sehr zufrieden. Der Älteste, Lincoln, versprach wirklich das zu werden, was wir aus ihm zu machenwünschten: ein tüchtiges, brauchbares Glied der menschlichen Gesellschaft. In den Jahren seiner Kindheit, war er nicht minder als jetzt sein jüngster Bruder Frank, mein Stolz und meine Freude. Dann besuchte er eine höhere Schule, die natürlich religionslos war, und an der er von Jahr zu Jahr sichtlich mehr verdorben wurde. Daheim unter der Obhut seiner Eltern hatten die wenigen Grundsätze von Menschenwürde und Ehre, die ich ihm beigebracht, sowie die Liebe zu seinen Eltern noch Kraft genug besessen, um ihn vor schlimmeren Gewohnheiten zu bewahren; den Maßstab allerdings, nach welchem meine eigenen guten Eltern dereinst mich beurteilten, hätte ich an ihn nicht anlegen dürfen. An ihm wurde mir immer klarer, daß der Mensch, um in allen Punkten den Anforderungen der Sittlichkeit zu entsprechen, eines allwissenden und allmächtigen Richters bedarf, dem auch die geheimsten Gedanken nicht verborgen sind, und der nicht minder jene Überschreitungen zur Rechenschaft zieht, welche von der irdischen Strafgewalt nicht erreicht werden. Hielt ich ihm vor, wie sehr er durch sein ausschweifendes Leben seine Menschenwürde schände, so war stets sein letztes Wort: ‚Wer kann mir denn vorschreiben, meine sogenannte Menschenwürde nicht zu schänden? Und was habe ich denn von der Menschenwürde? Nichts, gar nichts. Was ich aber von meinen Vergnügungen habe, wird mir sehr wohl bewußt, und ich ziehe es aller Menschenwürde bei weitem vor.‘ Die einzige durchschlagende Erwiderung hätte ich im Glauben meiner Kindheit gefunden. Nur ein Gott kann den Menschen verpflichten, menschenwürdig zu leben. Allein diese Antwort mochte ich weder ihm noch mir geben.

Erst als mir mehrere Kinder hingestorben waren, als Lincolns Zügellosigkeit immer noch anwuchs, und schließlich der Tod auch meine Gattin von mir nahm, wurde ich dem Gedanken einer Umkehr weniger abhold. Trotzdem sträubte ich mich aus ganzer Kraft meiner Seele, mich selbst eines jahrelangen Irrtums zu zeihen. Es hatte mir jemand ein sehr gerühmtes apologetisches Werk in die Hände gespielt. Ich las dasselbe nicht ohne Interesse, redete mir aber selbst ein, es enthalte die Wahrheit nicht. Doch trug es nicht wenig dazu bei, meine Unruhe zu vergrößern.

Endlich hat Percy Wynns That meine letzten Bedenken zerstreut.Ich hielt mich noch beständig an der Einbildung festgeklammert, die katholische Religion bilde nur engherzige, schwächliche und feige Charaktere. — Die Erinnerung an meine eigene Jugend hätte mich schon eines bessern belehren können. — Da erfahre ich nun, daß dieses echt katholisch erzogene Kind eine Großmut und Unerschrockenheit an den Tag legt, die, wenn ihr auch die Umsicht späterer Jahre noch abgeht, doch schon jetzt einen Mann beschämen könnte, und die ihm selbst teuer zu stehen gekommen wäre, hätten nicht zwei edle, auch katholisch erzogene Gefährten sich mutig seiner angenommen. Weder Lincoln noch irgend einer von seinen Schulkameraden würde gehandelt haben wie Percy Wynn. Ja, als ich am Abende jenes Tages meine eigenen Anschauungen genauer untersuchte, mußte ich bekennen, ich sei zu jener Zeit, da ich noch Gott fürchtete, viel, viel selbstloser gewesen, als nachher. Zum erstenmale wagte ich nur einzugestehen, daß die Leugnung Gottes den Menschen überhaupt gar nicht selbstlos zu machen vermag, da sie alle stichhaltigen Gründe für eine uneigennützige, selbstlose Liebe zum Nebenmenschen in der Wurzel vernichtet.

Mit ganz anderer Gesinnung nahm ich abermals jenes Buch hervor — nur die Nachtzeit konnte ich diesem folgenschweren Geschäfte widmen — um es wieder und wieder zu lesen. Ein ganz neues Licht ergoß sich in meine irrende, zagende Seele. Die letzten Zweifel hoffe ich morgen von Ihnen, Hochwürdiger, Herr Rektor, gelöst zu sehen, um dann gleich durch eine Generalbeichte, zu der ich allerdings nach so vielen Jahren der gütigen Hilfe des Beichtvaters bedarf, mein Leben wieder in Ordnung zu bringen.

Den armen Lincoln werde ich wohl seinem durch den eigenen Vater verschuldeten Schicksale überlassen müssen. Der neunjährige Frank dagegen ist noch zu retten. Seinen verkommenen Bruder kennt er fast gar nicht, da Lincoln in den letzten Jahren nicht oft zu Hause war und ich zudem die beiden mit Fleiß von einander fern zu halten suchte. Frank kann und soll daher religiös erzogen werden. Da jedoch ich selbst mich zur Erfüllung dieser Elternpflicht unfähig gemacht habe, so wäre es mir sehr lieb, wenn er einen Platz in Ihrem Hause fände. Nach dem Zeugnisse seinerLehrer ist er ein gut talentiertes Kind, namentlich bemerkt man an ihm eine ausgesprochene Anlage zu verstandesmäßigem Denken, die ich selbst im Verkehre mit ihm nach Möglichkeit gefördert habe.

Falls es Ew. Hochwürden genehm ist, werde ich mich morgen nach der Schlußfeier, deren Stunde ich aus dem gütigst übersandten Schulkalender ersehe, mit Frank einfinden, um noch über mehrere Punkte mir den erfahrenen und umsichtigen Rat Ew. Hochwürden zu erbitten.“

Mit einem herzlichen ‚Gott sei Dank‘ legte der Rektor das umfangreiche Schreiben nieder.

25. Kapitel, Schlussvignette


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