Chapter 6

Abb. 143. Die Geburt JesuAbb. 143.Die Geburt Jesu. Radierung.

Abb. 143.Die Geburt Jesu. Radierung.

Wie es in diesem Hause aussah, darüber gibt uns ein urkundliches Schriftstück aus dem Jahre 1656 genaue Auskunft. Schon im Flur waren die Wände mit Gemälden bedeckt, darunter viele Studien – Landschaften, Tiere, Köpfe und anderes – von der Hand des Meisters, mehrere Genrebilder von Rubens' berühmtem Schüler Adriaan Brouwer und Landschaften von Jan Lievensz und Hercules Seghers; außerdem sah man da Kinderfiguren in Gips und eine Gipsbüste; die Stühle waren zum Teil mit schwarzen Kissen bedeckt, zum Teil mit Leder bezogen. Im Vorzimmer hingen einige fünfzig Bilder, neben Werken von Rembrandt und verschiedenen zeitgenössischen holländischen und vlämischen Malern auch solche italienischen Ursprunges, eines von Palma Vecchio und eines, das dem Raffael zugeschrieben wurde; unter den eigenen Werken des Meisters zeichnete sich hier eine in reichem Goldrahmen prangende große „Kreuzabnahme“ aus. Ein Spiegel in Ebenholzrahmen, ein Tisch von Nußbaumholz mit einem kostbaren Teppich, sieben spanische Stühle mit grünen Sammetkissen und ein marmornes Kühlbecken vervollständigten die Einrichtung des Vorzimmers. Ein anstoßendes Zimmer war einfacher eingerichtet, an den Wänden aber gleichfalls mit Gemälden geschmückt; neben Bildern und Skizzen vonder Hand des Hausherrn und seiner Zeitgenossen hingen da auch Werke der alten niederländischen Meister, von van Eyck war der Kopf eines alten Mannes da; ferner Kopien nach Annibale Caracci und Kopien nach Rembrandt, die letzteren wohl Arbeiten, die seine Schüler ihm verehrt hatten. In dem sogenannten Saal prangten zwischen den niederländischen Bildern, von denen die meisten wieder von Rembrandt selbst, eines von seinem Lehrer Lastmann war, Werke von Giorgione und Raffael; der Tisch war von Eichenholz, der Tischteppich war gestickt, die Stühle mit blauen Kissen bedeckt. Hier stand auch das Bett, mit blauen Vorhängen umzogen; ein Wäscheschrank von Cedernholz und eine aus demselben Holz angefertigte Wäschemangel bekundeten, daß hier das Bereich der Frau vom Hause war. Ein besonderer Raum war das Kunstkabinett. Da sah man Standbilder und Kopfe römischer Kaiser, vielleicht auch den einen oder anderen wirklich antiken Kopf, neben indischen Gefäßen und chinesischen Porzellanfiguren, eine eiserne Rüstung und mehrere Helme, auch einen japanischen Helm und Gerätschaften wilder Völker, ferner Erdkugeln, mineralische und zoologische Gegenstände, sowie eine Anzahl von Gipsabgüssen nach dem Leben, darunter den Abguß eines Negers. Auf einem Gestell befanden sich eine Menge von Muscheln und Seegewächsen, Naturabgüsse „und viele andere Kuriositäten.“ Da waren mancherlei Waffen, ein kostbarer, mit Figuren geschmückter eiserner Schild, eine Totenmaske des Prinzen Moritz von Oranien und die plastische Gruppe eines Löwen mit einem Stier. Auch eine geschnitzte und vergoldete Bettstelle stand da. Den reichsten Schatz aber bargen die Mappen. Mehrere Mappen waren ganz mit Kupferstichen von Rembrandts berühmtem Landsmann Lukas von Leiden angefüllt, andere mit den Stichen Marcantonios nach Raffael; eine enthielt die Werke des Andrea Mantegna, eine andere die Holzschnitte und Kupferstiche Lukas Cranachs, ein ganzer Schrank war mit den Werken von Martin Schongauer,Israel von Meckenen, Hans Brosamer und Holbein gefüllt; Stiche nach fast allen Bildern Tizians und nach den Schöpfungen Michelangelos waren gesammelt. Man sieht, Rembrandt kannte die großen Meister der Renaissance ganz genau, aber er war zu selbständig, um sich von ihnen beeinflussen zu lassen. Er besaß eine Sammlung von Abbildungen der römischen Baudenkmäler, die er doch gar nicht in seinen Schöpfungen verwertete; eher mögen die gleichfalls in einer Mappe vereinigten Bilder aus dem Morgenlande, welche Melchior Lorch und andere gestochen hatten, gelegentlich von ihm benutzt worden sein, freilich auch nur sozusagen ganz von weitem und in der freiesten Weise. Die Zahl der Mappen, in denen er weitere Stiche von und nach berühmten früheren und gleichzeitigen Meistern der Niederlande und Italiens bewahrte, war außerordentlich groß; Rembrandt kannte und schätzte die Werke seiner Zeitgenossen, so verschieden ihre Weise auch von der seinigen sein mochte.

Abb. 144. Bildnis einer alten Frau, gemalt im Jahre 1654Abb. 144.Bildnis einer alten Frau, gemalt im Jahre 1654. In der kaiserl. Gemäldesammlung der Ermitage zu Petersburg.(Nach einer Originalphotographie von Braun, Clément & Cie. in Dornach i. E. und Paris.)

Abb. 144.Bildnis einer alten Frau, gemalt im Jahre 1654. In der kaiserl. Gemäldesammlung der Ermitage zu Petersburg.(Nach einer Originalphotographie von Braun, Clément & Cie. in Dornach i. E. und Paris.)

Abb. 145. Bildnis einer alten FrauAbb. 145.Bildnis einer alten Frau. In der Sammlung des Herzogs von Buccleugh zu London.(Nach einem Schabkunstblatt von James Mc. Ardell.)

Abb. 145.Bildnis einer alten Frau. In der Sammlung des Herzogs von Buccleugh zu London.(Nach einem Schabkunstblatt von James Mc. Ardell.)

Ein Teil des Kupferstichkabinetts war nicht in Mappen untergebracht, sondern lag in indischen und chinesischen Körbchen zur bequemen Besichtigung auf. Natürlich fehlten auch Rembrandts eigene Radierungen nicht in der Sammlung; die Stiche des van Vliet nach Rembrandts Gemälden nahmen einen besonderen Schrank ein. Zu den Stichen kamen die Handzeichnungen, die sorgfältig geordneten Studien und Entwürfe des Meisters selbst, Studien von Lastmann, nach der Herstellungsart, ob Federzeichnungen oder Rötelzeichnungen, gesondert, und solche von anderen Meistern. In diesem Kunstkabinett, das noch manche andere Dinge, einen Schrein voll Teller, eine Sammlung Fächer, einen ausgestopften Paradiesvogel und sonstige bunte Sachen enthielt, befand sich auch Rembrandts Bibliothek; diese war nicht groß: eine alte Bibel, das Trauerspiel „Medea“ von Six, Dürers Proportionslehre, mehrere Bücher in hochdeutscher Sprache, die wohl nur um ihrer Holzschnitte willen da waren, und fünfzehn nicht näher bezeichnete Bände.Im Vorzimmer des Kunstkabinetts sah man wieder mancherlei Bilder und plastische Bildwerke, auch eingerahmte Stiche. Mit diesem Raum stand die Werkstatt, die aus einem kleinen und einem großen Atelier bestand, in Verbindung. Das erstere zerfiel in mehrere Abteilungen, die in verschiedenartiger Weise ausgestattet waren; die erste war mit alten Arkebusen und Blasrohren geschmückt, die zweite mit Büchsen und mit Bogen und Pfeilen, Wurfspießen und Keulen aus Indien; die dritte enthielt Trommeln und Pfeifen, die vierte Gipsabgüsse von Händen und Köpfen, außerdem eine Harfe und einen türkischen Bogen; die fünfte umschloß außer Naturabgüssen, Bogen, Armbrüsten, alten Helmen und Schilden eine Sammlung von Hirschgeweihen, ferner eine Anzahl von Standbildern und Büsten, die zum Teil als antik galten, eine kleine Kanone, eine Sammlung von alten bunten Stoffen, sieben Saiteninstrumente und zwei kleine Gemälde von Rembrandt. In dem großen Atelier befanden sich Hellebarden, Degen und indische Fächer, vollständige indische Kleidungen, eine hölzerne Trompete, ein großer Helm und fünf Brustharnische, ein Bild mit zwei Mohren von Rembrandt und eine Kinderfigur – es ist nicht gesagt, ob eine gemalte oder eine plastische – von Michelangelo. Der Flur vor dem Atelier war mit zwei Löwenfellen, einem großen Bilde, welches Diana vorstellte,und einer Naturstudie nach einer Rohrdommel geschmückt. Zehn größere und kleinere Gemälde des Meisters zierten ein kleines Zimmer, in dem ein hölzernes Bett stand. – Was sich in der Küche und im Gange befand, dürfte den Leser wenig interessieren.

Abb. 146. Christi Abnahme vom Kreuz (zubenannt „mit der Fackel“)Abb. 146.Christi Abnahme vom Kreuz(zubenannt „mit der Fackel“). Radierung von 1655.

Abb. 146.Christi Abnahme vom Kreuz(zubenannt „mit der Fackel“). Radierung von 1655.

Es ist eine traurige Urkunde, der wir diesen Einblick in das Innere von Rembrandts Wohnung verdanken. Es ist das von der Insolventenkammer behufs öffentlicher Versteigerung aufgenommene Verzeichnis der beweglichen Habe des Meisters. Rembrandt muß zu allen Zeiten bedeutende Einnahmen gehabt haben; er selbst sagte zur Zeit seiner Ehe mit Saskia, als er der Verschwendung beschuldigt wurde, gerichtlich aus, daß er überreichlich mit Gütern versehen sei. Aber er gab das Geld mit vollen Händen aus; als Saskia nicht mehr da war, um Juwelen über Juwelen von ihm zu empfangen, verschlang der Sammeleifer des Kunstliebhabers alle Einnahmen des Künstlers; auch das nicht unbeträchtliche Vermögen, welches Saskia hinterlassen hatte, reichte nicht aus.

Abb. 147. Abrahams OpferAbb. 147.Abrahams Opfer. Radierung von 1655.

Abb. 147.Abrahams Opfer. Radierung von 1655.

Abb. 148. Abraham bewirtet JehovahAbb. 148.Abraham bewirtet Jehovah. Radierung von 1656.

Abb. 148.Abraham bewirtet Jehovah. Radierung von 1656.

Seit Beginn des Jahres 1653 hatte Rembrandt mehrere größere Summen geliehen, die er nicht zur Zeit zurückgeben konnte, und so brach im Sommer 1656 das Verhängnis über ihn herein, daß er für zahlungsunfähig erklärt wurde. Als Rembrandt die Unvermeidlichkeit dieses Ereignisses vor sich sah, im Mai 1656, übertrug er das Eigentumsrecht an seinem Hause seinem noch minderjährigen Sohne Titus, um diesen, dem die Hälfte von Saskias Vermächtnis zukam, wenigstens einigermaßen sicher zu stellen. Aber nachdem gegen Ende 1657 der größte Teil der beweglichen Habe Rembrandts und in einer zweiten Versteigerung einige Zeit nachher der noch übrige Teil seiner Zeichnungen und Stiche verkauft worden war, wurde im Januar 1658 auch sein Haus versteigert. Dies führte zu langwierigen Prozessen zwischen dem Vormund des jungen Titus und den Gläubigern Rembrandts. Erst im Jahre 1665 wurde diese Sache endgültig zu Gunsten des ersteren entschieden, und im November 1665 kam Titus van Ryn in den vollständigen Besitz des Vermögens, das ihm als mütterliches Erbteil zustand.

Als Rembrandts Haus ausgeleert wurde, suchte er mit Titus, Hendrikje und einem Töchterchen Cornelia, welches diese ihm im Oktober 1654 geschenkt hatte, im Gasthof „Zur Kaiserkrone“ Unterkommen, und in eben diesem Gasthaus fand die Versteigerung seiner Habe statt.

Um dem Meister die Möglichkeit zu verschaffen, so sorglos, wie es unter diesen Umständen möglich war, seiner Arbeit zu leben, fing Hendrikje in Gemeinschaft mit Titus, der sich anfänglich ohne großen Erfolg auf die Malerei gelegt hatte, einen Handel mit Bildern, Kupferstichen, Holzschnitten und Kuriositäten an. Am 15. Dezember 1660 wurde diese Geschäftsvereinigung in aller Form vor einem Notar und zwei Zeugen abgeschlossen und dabei ausdrücklich erklärt, daß Rembrandt ohne Entschädigung für Kost und Wohnung bei den Geschäftsinhabern, denen er sich nach Möglichkeit nützlich machen werde, bleiben solle.

Abb. 149. Janus Lutma, berühmter Goldschmied zu GroningenAbb. 149.Janus Lutma, berühmter Goldschmied zu Groningen. Radierung von 1656.

Abb. 149.Janus Lutma, berühmter Goldschmied zu Groningen. Radierung von 1656.

Unter so beklagenswerten Verhältnissen verlor Rembrandt weder den Schaffensmut noch die Schaffenskraft. In dem Zimmer eines Gasthofes, wo er kümmerlich auf Borg lebte – die Rechnung der „Kaiserkrone“, welche 1660 bezahlt wurde, ist noch vorhanden –, später in Mietswohnungen, die er immer nach kurzer Zeit wechselte, alles dessen beraubt, was sonst seiner Werkstatt Behaglichkeit und Schmuck verliehen hatte, fuhr er fort, die herrlichsten Werke zu schaffen. In dem verhängnisvollen Jahre 1656 malte er außer den schon erwähnten Bildern noch ein Gegenstück zu seinem früheren Anatomiebild für die Chirurgengilde; leider ist dieses Gemälde im vorigen Jahrhundert bei einem Brand zu Grunde gegangen, bis auf ein kleines und beschädigtes Bruchstück, das im Amsterdamer Museum aufbewahrt wird. Ferner gehörte eine „Verleugnung Petri“ in der Ermitage zu Petersburg wahrscheinlich diesem Jahre an.

Im folgenden Jahre entstand ein wirkungsvolles Prachtbild, die in der Sammlung des Buckinghampalastes befindliche „Anbetung der drei Weisen.“ Maria sitzt demütig und bescheiden vor der Hütte und hält das von himmlischem Lichte hell bestrahlte Kind dem ältesten der drei Könige entgegen, der mit zwei Gefolgsleuten niedergekniet ist und seine Gabe darreichend die Stirn gegen des Kindes Füße senkt. Joseph hält sich ganz bescheiden im Schatten unter dem Strohdach des Stalles. Der zweiteKönig nimmt aus den Händen eines Pagen, dem er mit schweigender Gebärde beiseite zu treten gebietet, das kostbare Geschenk, welches er darbringen will. Der dritte tritt mit einer Bewegung des Staunens, daß er in solcher Ärmlichkeit den neugeborenen König findet, aus dem Dunkel in das Licht, dessen Wiederschein den Gold- und Juwelenschmuck seiner eigenen reichen Königskleidung funkeln macht. Im Dunkel der Nacht verschwinden die Gestalten des Gefolges, der Schirmträger und die übrigen prächtig gekleideten Leute, die unter himmlischem Geleit vor diese Hütte gekommen sind. Im Zauber der Lichtwirkung gehört das Bild zu den reizvollsten Schöpfungen Rembrandts; ein gleiches Maß von Ausdruck der innersten Frömmigkeit, wie die drei vor dem Christkind knieenden Figuren sie zeigen, hat kaum je ein anderer der größten Meister erreicht, Ähnliches enthalten in dieser Beziehung vielleicht nur die tiefstempfundenen Werke der spätgotischen Zeit (Abb. 152).

Abb. 150. Bildnis eines Architekten, gemalt 1656Abb. 150.Bildnis eines Architekten, gemalt 1656. In der königl. Gemäldegalerie zu Kassel.(Nach einer Photographie von Franz Hanfstängl in München.)

Abb. 150.Bildnis eines Architekten, gemalt 1656. In der königl. Gemäldegalerie zu Kassel.(Nach einer Photographie von Franz Hanfstängl in München.)

Des Meisters eigenes Bildnis aus dem Jahre 1657 besitzt die Dresdener Galerie; man vermeint ein leises Lächeln die Lippen des Malers umschweben zu sehen; solange er sich im Vollbesitz seiner Kunst weiß, darf er über jedes Mißgeschick lächeln. So trägt er auch das Haupt mit vornehmem Stolz aufrecht in dem vielleicht ein Jahr später entstandenen prächtigen Selbstbildnis, welches die Münchener Pinakothek besitzt (Abb. 153). – Ein Meisterwerk der Porträtmalerei ist auch das Brustbild eines langlockigen jungen Mannes im Louvre, von 1658.

Mit eben dieser Jahreszahl ist eine Radierung bezeichnet, welche Christus und die Samariterin am Brunnen darstellt. Eine getuschte Federzeichnung in der Albertina hat mit diesem Blatte, von dem sie übrigens ebenso wie von derinhaltsgleichen Radierungaus des Meisters Jugendzeit als Komposition ganz verschieden ist, den Umstand gemein, daß eine malerische Landschaftsstimmung wesentlich zur Wirkung des Ganzen beiträgt (Abb. 154).

Um diese Zeit fing der Meister übrigens an, die Lust am Radieren zu verlieren. Ein sehr wirkungsvolles Blatt ließ er im Jahre 1659 entstehen in einer Darstellung der Heilung des Lahmgeborenen durch Petrus unter der Schönen Pforte des Tempels (Abb. 156).

Ein biblisches Gemälde von 1659 besitzt das Berliner Museum: „Jakob ringt mit dem Engel.“ Um dieselbe Zeit ist das ebenda befindliche Bild „Moses zertrümmert die Gesetztafeln“ entstanden. Ein meisterhaftes Bildnis von 1659, die Halbfigur eines alten Mannes, befindet sich in der Londoner Nationalgalerie.

Sich selbst hat der Meister im Jahre 1660 abgemalt in seiner Arbeitskleidung, das ergrauende Haar mit einem weißen Tuch bedeckt, mit der Palette in der Hand; seine Haut ist welk geworden, aber die Augen leuchten noch voll Leben unter den Brauen hervor. Die Louvresammlung besitzt dieses bewunderungswürdige Bildnis, welches sogar die ebendort befindlichen älteren Selbstbildnisse des Meisters in Schatten stellt.

Abb. 151. Jakob segnet seine Enkel Ephraim und ManasseAbb. 151.Jakob segnet seine Enkel Ephraim und Manasse. Gemälde von 1656 in der königl. Gemäldegalerie zu Kassel.(Nach einer Photographie von Franz Hanfstängl in München.)

Abb. 151.Jakob segnet seine Enkel Ephraim und Manasse. Gemälde von 1656 in der königl. Gemäldegalerie zu Kassel.(Nach einer Photographie von Franz Hanfstängl in München.)

Abb. 152. Die Anbetung der WeisenAbb. 152.Die Anbetung der Weisen. Gemälde von 1657 in der königl. Galerie des Buckinghampalastes.(Nach einer Originalphotographie von Braun, Clément & Cie. in Dornach i. E. und Paris.)

Abb. 152.Die Anbetung der Weisen. Gemälde von 1657 in der königl. Galerie des Buckinghampalastes.(Nach einer Originalphotographie von Braun, Clément & Cie. in Dornach i. E. und Paris.)

Im folgenden Jahre vollendete er das vollkommenste unter allen seinen Werken: die Bildnisgruppe der Vorsteher („Probenmeister“) der Tuchmacherzunft von Amsterdam. Wie er in seiner Jugendzeit in der „Anatomiestunde“ und in seiner Blütezeit in der „Scharwache“ sein Bestes geschaffen hatte, so krönte er auch im Alter seine Thätigkeit wieder durch ein Genossenschaftsbild. Aber während er in jenem Gemälde sich die strengste Naturwahrheit als Ziel gestellt und in diesem den Versuch gemacht hatte, aus der an sich trockenen Aufgabe ein malerisches Gedicht zu gewinnen, so vereinigte er jetzt mit gereifter Kraft die beiden Seiten seines Könnens. Er schuf ein Bild von der ungesuchtesten Natürlichkeit und mit schlichter, gleichmäßiger Beleuchtung, ohne von dem Zauber seiner ihm allein eigentümlichen Farbe das Geringste zu opfern; er dichtete in Farben, ohne der überzeugenden Lebenswahrheit auch nur im mindesten Eintrag zu thun. In diesem Bilde von großartiger Einfachheit hat Rembrandt das letzte Wort seiner Kunst gesprochen. An einem Tische, den ein orientalischer Teppich von rotem Grundton bedeckt, sitzen vier Herren, mit dem Prüfen der Rechnungen beschäftigt, ein fünfter erhebt sich eben vom Stuhl; alle fünf sind gleichmäßig mit schwarzen Röcken, breiten weißen Kragen und schwarzen Filzhüten bekleidet; hinter ihnen steht barhäuptig ein Diener, gleichfalls in schwarzem Rock mit weißem Kragen; die Wand des Zimmers ist mit braunem Holz getäfelt. Aus so wenigen Farben hat derMeister ein Bild von unbeschreiblicher Harmonie zusammengewoben; jeder Gegenstand hat deutlich und bestimmt die Farbe, die ihm zukommt: aber das Ganze ist gleichsam mit einem braungoldigen Ton durchtränkt. Dabei ist das denkbar höchste Maß von Körperhaftigkeit erreicht und nicht minder die sprechendste, zweifelloseste Porträtähnlichkeit in jeder einzelnen Persönlichkeit. Diese ehrbaren Männer leben vor unseren Augen (Abb. 155). Das Bild befand sich ursprünglich im sogenannten Staalhof; jetzt prangt es im Reichsmuseum zu Amsterdam und verdunkelt die trefflichsten Porträtbilder anderer Meister.

1661 ist die letzte Jahreszahl, die auf einer Radierung des Meisters vorkommt. Dieses letzte datierte Werk seiner Ätzkunst ist das Bildnis seines nunmehr zweiundsechzigjährigen alten Freundes Coppenol, den er im Laufe seines Lebens mehrmals mit Farben und mit der Radiernadel abgebildet hatte.

Abb. 153. Selbstbildnis Rembrandts, gemalt um 1658Abb. 153.Selbstbildnis Rembrandts, gemalt um 1658. In der königl. Pinakothek in München.(Nach einer Photographie von Franz Hanfstängl in München.)

Abb. 153.Selbstbildnis Rembrandts, gemalt um 1658. In der königl. Pinakothek in München.(Nach einer Photographie von Franz Hanfstängl in München.)

Aus dem nämlichen Jahre besitzt dieLouvresammlung ein mit fast verwegener Meisterschaft gemaltes Bild, welches den Evangelisten Matthäus darstellt. – Ebendort befindet sich aus etwas späterer Zeit ein Gemälde, das uns eine reichgekleidete wohlbeleibte Holländerin mit einem Knaben auf dem Schoße zeigt; der Knabe hat Flügel an den Schultern, und daran merken wir, daß hier Venus und Amor vorgestellt werden sollen. Daß Rembrandt sich auf derartige Gegenstände nicht verstand, ist in diesem seinen letzten mythologischen Gemälde endgültig dargethan. Aber als den großen Meister biblischer Darstellungen bewährte er sich noch einmal in einem ergreifenden Gemälde, welches in lebensgroßen Figuren die Rückkehr des verlorenen Sohnes schildert (in der Ermitage zu Petersburg). – Ein dem Gegenstande nach nicht ganz verständliches Bild von 1662 besitzt das Museum van der Hoop in Amsterdam. Dieses farbenprächtige Gemälde führt den Namen „die jüdische Braut“ und zeigt eine reich gekleidete junge Frau, der ein ältlicher Mann mit würdevollem Äußeren zärtlich entgegentritt.

Abb. 154. Christus und die SamariterinAbb. 154.Christus und die Samariterin. Handzeichnung in der Albertina zu Wien.(Nach einer Originalphotographie von Braun, Clément & Cie. in Dornach i. E. und Paris.)

Abb. 154.Christus und die Samariterin. Handzeichnung in der Albertina zu Wien.(Nach einer Originalphotographie von Braun, Clément & Cie. in Dornach i. E. und Paris.)

Es liegt etwas, man möchte sagen Aufgeregtes in der Art und Weise, wie diese Gemälde aus Rembrandts letzten Lebensjahren behandelt sind; man könnte glauben, der Meister, der sein ganzes Leben lang so gewissenhaft an seiner Ausbildung gearbeitet und der immer Fortschritte gemacht hatte, habe nach der Vollendung des nicht mehr zu überbietenden Tuchmacherbildes in unerhörten Kühnheiten der Malweise eine Möglichkeit, noch mehr zu erreichen, gesucht. Sehr auffallend tritt dieses auch bei dem großen, schönen Familienporträt im Museum zu Braunschweig zu Tage, auf dem ein Mann, eine Frau und zwei Kinder abgebildet sind.

Abb. 155. Die Vorsteher der Tuchmacherzunft (de staalmeesters)Abb. 155.Die Vorsteher der Tuchmacherzunft(de staalmeesters). Gemälde von 1661 im Ryksmuseum zu Amsterdam.(Nach einer Originalphotographie von Braun, Clément & Cie. in Dornach i. E. und Paris.)

Abb. 155.Die Vorsteher der Tuchmacherzunft(de staalmeesters). Gemälde von 1661 im Ryksmuseum zu Amsterdam.(Nach einer Originalphotographie von Braun, Clément & Cie. in Dornach i. E. und Paris.)

Die Jahreszahl 1666 tragen das Bildnis einer alten Dame in der Londoner Nationalgalerieund dasjenige des Dichters Jeremias de Decker in der Ermitage. Der letztere war ein alter Freund Rembrandts; vor fast dreißig Jahren hatte er dessen jetzt im Buckinghampalast befindliches Gemälde „Christus erscheint der Magdalena“ in einem Sonett gefeiert; in einem Gedicht dankte er nun auch dem Meister für das Bildnis, das dieser ihm „nicht aus Aussicht auf Gewinn, sondern aus Freundschaft“ gemalt hatte, und er pries den Ruhm, den Rembrandt errungen habe, „dem Neid zum Trotze, dem verruchten Tier.“ – Seine unverwüstliche Frische der Auffassung und seine Schärfe der Beobachtung bewies der Meister auch noch in einer ganzen Anzahl von Selbstbildnissen, mit denen er seine Künstlerlaufbahn beschloß, wie er sie damit begonnen hatte (Abb. 157).

Als seine letzte Schöpfung gilt das in der Gemäldesammlung des großherzoglichen Schlosses zu Darmstadt befindliche ergreifende Bild: „Christus an der Martersäule.“ Es ist mit der Jahreszahl 1668 bezeichnet. Ein bitteres Gefallen an der Verbildlichung des Qualvollen spricht aus der Darstellung. Der Heiland wird durch zwei Schergen in eine grausame Stellung zum Empfang der Geißelhiebe gebracht; der eine zieht ihm die gefesselten Hände vermittelst einer Rolle gewaltsam in die Höhe, während der andere ihm die Füße in Eisen legt; die Magerkeit des entblößten Körpers erhöht die Peinlichkeit des Anblicks. Das Gemälde ist in seinem schwarzgoldigen Ton noch ein echtes Werk Rembrandts, und zugleich ist es das echte Werk eines müden alten Mannes, mit vollem Können, aber ohne Herzenswärme gemalt.

Abb. 156. Petrus und Johannes an der Schönen Thür des Tempels. (Heilung des Lahmgeborenen.)Abb. 156.Petrus und Johannes an der Schönen Thür des Tempels. (Heilung des Lahmgeborenen.) Radierung von 1659.

Abb. 156.Petrus und Johannes an der Schönen Thür des Tempels. (Heilung des Lahmgeborenen.) Radierung von 1659.

Hendrikje Stoffels war wahrscheinlich schon bald nach 1661 gestorben, und ihr Töchterchen Cornelia scheint nicht über das Kindesalter hinausgekommen zu sein. Seinen Sohn Titus verlor Rembrandt im September 1668, nachdem derselbe kurz zuvor geheiratet hatte. Er selbst war eine neue Ehe eingegangen mit Catharina van Wyck, von der er noch zwei Kinder bekam. Der Meister beschloß sein arbeitsames, von Ruhm und glänzenden Erfolgen erhelltes und vonharten Schicksalsschlägen verdüstertes Leben im Herbst 1669. Die Begräbnisliste der Westerkirche zu Amsterdam verzeichnet den 8. Oktober 1669 als den Tag seiner Beerdigung.

Abb. 157. Rembrandts Selbstbildnis aus seiner letzten LebenszeitAbb. 157.Rembrandts Selbstbildnis aus seiner letzten Lebenszeit.In der Sammlung des Herzogs von Buccleugh zu London. (Nach dem Schabkunstblatt von Rich. Earlom.)

Abb. 157.Rembrandts Selbstbildnis aus seiner letzten Lebenszeit.In der Sammlung des Herzogs von Buccleugh zu London. (Nach dem Schabkunstblatt von Rich. Earlom.)

Die Geschichte seines Lebens verschwand auffallend schnell im Dunkel. Ein Gemisch von schülerhaften Werkstattgeschichtchen und von böswilligen Verleumdungen, das aus den Kreisen seiner eigenen Schüler hervorging, hat die Stelle seiner Lebensbeschreibung vertreten müssen, bis in unserem Jahrhundert holländische Forscher die urkundliche Wahrheit ans Licht förderten. Sein Künstlerruhm aber war zu groß, um vom Neide berührt zu werden. Die besten Meister der Kupferstecherkunst bemühten sich, die Gemälde Rembrandts zu vervielfältigen. Namentlich wurde in der sogenannten Schabkunstmanier, welche gegen das Ende des Dreißigjährigen Krieges in Deutschland erfunden wurde und alsbald besonders in England zu großer Beliebtheit gelangte, ein sehr geeignetes Mittel gefunden, die Rembrandtsche Helldunkelwirkung wiederzugeben. Die Abbildungen38,56,75,101,122,145und157sind nach solchen Schabkunst- (oder Schwarzkunst-)Blättern deutscher und englischer Meister aus dem XVII. und XVIII. Jahrhundert angefertigt. In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts hat der größte Kupferstecher jener Zeit, der preußische Hofkupferstecher G. F. Schmidt, zahlreiche Rembrandtsche Gemälde durch Radierungen, welche Rembrandts eigene Radiermanier nachahmten, vervielfältigt. So trefflich diese Radierungen sind, so geben sie doch Rembrandts Werke nicht mit unbedingter Treue wieder; jene Zeit war nicht unbefangen genug, um sich in eine andere Zeit ganz rückhaltslos vertiefen zu können: namentlich fällt es uns auf, daß G. F. Schmidt als echter Sohn seiner Zeit die einfache Natürlichkeit des Ausdruckes, die für uns heute einer der höchsten Ruhmestitel von Rembrandts Kunst ist, nicht begriffen hat; der Zopfkünstler hat, gewiß unabsichtlich, fast überall etwas Schauspielerisches in die Augen der Rembrandtschen Figuren gelegt, was doch den Originalen so ganz und gar fremd ist. Durch wirklich zweifellos getreue Vervielfältigung die weit zerstreuten Schöpfungen des Meisters größeren Kreisen bekannt zu machen, blieb der Photographie in ihrer heutigen Vollkommenheit vorbehalten. Neben den prachtvollen photographischen Abbildungen, welche in der letzten Zeit von den Schätzen einzelner Sammlungen veröffentlicht worden sind – auf die Photographien von F. Hanfstängl in München nach den Gemälden der Galerie zu Kassel sei ganz besonders hingewiesen – muß die Thätigkeit des Verlags von A. Braun & Co. in Dornach (Elsaß) in erster Reihe hervorgehoben werden. Diese Firma hat, wie von Raffael, Holbein und anderen Meistern, so auch von Rembrandt in den verschiedenen Sammlungen Europas, von Madrid bis Petersburg und von London bis Neapel, die Hauptwerke aufgesucht und in unübertrefflichen Photographien wiedergegeben. Ein besonderes Verdienst dieser Firma ist es, daß sie auch die Handzeichnungen des Meisters photographiert und so einen dem großen Publikum vordem so gut wie gar nicht bekannten kostbaren Schatz der Öffentlichkeit übergeben hat. Handzeichnungen Rembrandts kennen zu lernen, hat heute, wo dieser Meister mehr als je geschätzt wird, das höchste Interesse. Von Rembrandt kann man sagen, daß sein Ruhm stets gewachsen ist; denn die Stimmen einzelner Kunstkenner vom Ende des vorigen und dem Anfange unseres Jahrhunderts, denen für einen Meister, auf welchen sich eine die Nachahmung der Antike als Grundlage aller Kunst ansehende Kunstbeurteilung allerdings ganz und gar nicht anwenden ließ, das Verständnis fehlte – von Empfindung gar nicht zu reden –, fallen nicht allzu schwer ins Gewicht. Der Bewunderung Rembrandts kommt freilich seinen älteren Ruhmesgenossen gegenüber auch das zu gute, daß beim Beginn seiner Blütezeit die letzten, welche ihm als ebenbürtig gelten konnten, tot waren, – denn die mitlebenden beiden großen Meister der spanischen Malerei kamen, da sie außerhalb ihres Heimatlandes fast unbekannt blieben, nicht in Betracht –, daß also das Parteinehmen und Vergleichen – die Zerstörung alles Kunstgenusses – wegfiel, und daß nach ihm keiner gekommen ist, dessen Name neben dem seinigen genannt werden dürfte. Er war der letzte wirklich große Maler.

Künstler-MonographienIn Verbindung mit Andern herausgegebenvonH. Knackfuß.Verlag von Velhagen & Klasing in Bielefeld und Leipzig.In reich illustrierten, vornehm ausgestatteten Bänden mit Goldschnittzum Preise von 2–3 Mark pro Band.Plan der Sammlung:Die Sammlung ist darauf angelegt, in erschöpfenden, reich illustrierten Monographien, jeder Band selbständig in sich abgeschlossen, eine vollständigeGeschichte der klassischen und modernen Kunstzu bilden, deren handliche und äußerlich vornehme Form in kunst- und litteraturliebenden Kreisen ungeteilten Beifall gefunden hat.Verzeichnisder bis zum März 1897 erschienenen Bände:Band1.Raffael(Mit 128 Abbildungen)3 M."2.Rubens(Mit 115 Abbildungen)3  ""3.Rembrandt(Mit 156 Abbildungen)3  ""4.Michelangelo(Mit 95 Abbildungen)3  ""5.Dürer(Mit 134 Abbildungen)3  ""6.Velazquez(Mit 46 Abbildungen)2  ""7.Menzel(Mit 141 Abbildungen)3  ""8.Teniers d. J.(Mit 63 Abbildungen)2  ""9.A. v. Werner(Mit 125 Abbildungen)3  ""10.Murillo(Mit 59 Abbildungen)2  ""11.Knaus(Mit 67 Abbildungen)3  ""12.Franz Hals(Mit 40 Abbildungen)2  ""13.van Dyck(Mit 55 Abbildungen)3  ""14.Ludwig Richter(Mit 183 Abbildungen)3  ""15.Watteau(Mit 92 Abbildungen)3  ""16.Thorwaldsen(Mit 146 Abbildungen)3  ""17.Holbein d. J.(Mit 151 Abbildungen)3  ""18.Defregger(Mit 96 Abbildungen)3  ""19.TerborchundJan Steen(Mit 95 Abbildungen)3  ""20.Reinhold Begas(Mit 117 Abbildungen)3  "Der Eintritt in das Abonnement verpflichtet nicht zur Abnahme der ganzen Sammlung, vielmehr hat der Abonnent das Recht der Auswahl der ihm zusagenden Bände und der Rückgabe der nicht gewünschten, so daß jedem Kunst- und Bücherfreunde Gelegenheit geboten ist, seine Lieblingskünstler sich auszuwählen und nach und nach die Sammlung zu einer vollständigen und erschöpfenden Geschichte der bildenden Künste zu ergänzen.Der anerkannte und sehr schätzenswerte Vorzug einer zugleich wissenschaftlich gründlichen und allgemein verständlichen Darstellung wird in dieser Sammlung unterstützt durch eine reiche, glänzende Illustrierung, und an dem vollendeten Druck, sowie an der eigenartigen, feinen äußeren Ausstattung der Bände wird jeder Bücherliebhaber seine Freude haben.Der äußerst niedrige Preis der Bände ist darauf berechnet, diese Sammlung in die weitesten Kreise zu bringen und auch Liebhabern mit bescheidenen Mitteln die Anschaffung zu ermöglichen.Als Ergänzung der Künstler-Monographien und in gleicher Ausstattung erscheint:Allgemeine Kunstgeschichte.Herausgegeben vonH. KnackfußundMax Gg. Zimmermann.3 Bände gr. 8omit über 1000 Abbildungen. Preis komplett 24 M.Hiervon ist bereits erschienen:Erster Band:Kunstgeschichte des Altertums und des Mittelaltersbis zum Ende der romanischen Epochevon Professor Dr.Max. Gg. Zimmermann.Mit 411 Illustrationen. Preis: broschiert 8 M., elegant gebunden 10 M.In diesem Werke wird man eine übersichtliche, anziehend und klar geschriebene Darstellung der Kunst in allen ihren Verzweigungen von der ältesten Zeit bis zur Gegenwart finden, erläutert und belegt durch eine große Fülle meisterhaft reproduzierter Abbildungen nach den Originalen. Für den Bücherschrank des deutschen Hauses empfiehlt sich das Werk sowohl durch seine gemeinverständliche Darstellung wie durch seinen handlichen Umfang und mäßigen Preis, nicht minder werden die Abnehmer und Freunde der Knackfußschen „Künstler-Monographien“ dieses Werk willkommen heißen, das eine Übersicht der Kunstentwickelung aller Zeiten imZusammenhangebietet, während die Künstler-Monographien erschöpfende in sich abgeschlossene Darstellungen einzelner großer Künstler geben. Die Allgemeine Kunstgeschichte bildet also eine notwendige Ergänzung der Künstler-Monographien, wie sie sich denn auch im Format dieser Sammlung anschließt. Zum zahlreichen Abonnement ladet einDie VerlagshandlungVelhagen & Klasingin Bielefeld und Leipzig.Diskuswerfer des MyronDiskuswerfer des Myron.Bronzierter Gipsabguß in Statuettengröße aus dem römischen Kunsthandel im Akademischen Kunstmuseum zu Bonn. Das unbekannte Original des Abgusses war antike oder moderne Wiederholung des Diskuswerfers im Palazzo Lancellotti zu Rom.Erstmalige Veröffentlichung.(Abbildung aus „Allgemeine Kunstgeschichte“.)Bestell-Zettel(zur Besorgung durch jede Ortsbuchhandlung).Unterzeichneter bestellt bei: ................................................................................zur Ansicht – in feste RechnungKünstler-Monographien von H. Knackfuß..........Band 1(Raffael)und Folge(à Band 2–3 M.)oder daraus einzeln:..........Raffael(1) –Rubens(2) –Rembrandt(3) –Michelangelo(4) –Dürer(5) –Velazquez(6) –Menzel(7) –Teniers d. J.(8) –A. v. Werner(9) –Murillo(10) –Knaus(11) –Franz Hals(12) –A. van Dyck(13) –Ludwig Richter(14) –Watteau(15) –Thorwaldsen(16) –Holbein d. J.(17) –Defregger(18) –TerborchundJan Steen(19) –Reinhold Begas(20).(Das Nichtgewünschte gefl. zu durchstreichen.)Unterschrift und genaue Adresse:....................................................................................................Unterzeichneter bestellt bei: ..........................................................................................Allgemeine Kunstgeschichte. VonH. KnackfußundMax Gg. Zimmermann.I. Band:Altertum und Mittelalter.Preis:broschiert8 M. –gebunden10 M.(Das Nichtgewünschte gefl. zu durchstreichen.)Unterschrift und genaue Adresse:....................................................................................................

Künstler-Monographien

In Verbindung mit Andern herausgegebenvonH. Knackfuß.

Verlag von Velhagen & Klasing in Bielefeld und Leipzig.

In reich illustrierten, vornehm ausgestatteten Bänden mit Goldschnittzum Preise von 2–3 Mark pro Band.

Plan der Sammlung:

Die Sammlung ist darauf angelegt, in erschöpfenden, reich illustrierten Monographien, jeder Band selbständig in sich abgeschlossen, eine vollständige

Geschichte der klassischen und modernen Kunst

zu bilden, deren handliche und äußerlich vornehme Form in kunst- und litteraturliebenden Kreisen ungeteilten Beifall gefunden hat.

Verzeichnisder bis zum März 1897 erschienenen Bände:

Der Eintritt in das Abonnement verpflichtet nicht zur Abnahme der ganzen Sammlung, vielmehr hat der Abonnent das Recht der Auswahl der ihm zusagenden Bände und der Rückgabe der nicht gewünschten, so daß jedem Kunst- und Bücherfreunde Gelegenheit geboten ist, seine Lieblingskünstler sich auszuwählen und nach und nach die Sammlung zu einer vollständigen und erschöpfenden Geschichte der bildenden Künste zu ergänzen.

Der anerkannte und sehr schätzenswerte Vorzug einer zugleich wissenschaftlich gründlichen und allgemein verständlichen Darstellung wird in dieser Sammlung unterstützt durch eine reiche, glänzende Illustrierung, und an dem vollendeten Druck, sowie an der eigenartigen, feinen äußeren Ausstattung der Bände wird jeder Bücherliebhaber seine Freude haben.

Der äußerst niedrige Preis der Bände ist darauf berechnet, diese Sammlung in die weitesten Kreise zu bringen und auch Liebhabern mit bescheidenen Mitteln die Anschaffung zu ermöglichen.

Als Ergänzung der Künstler-Monographien und in gleicher Ausstattung erscheint:

Allgemeine Kunstgeschichte.

Herausgegeben von

H. KnackfußundMax Gg. Zimmermann.

3 Bände gr. 8omit über 1000 Abbildungen. Preis komplett 24 M.

Hiervon ist bereits erschienen:

Erster Band:Kunstgeschichte des Altertums und des Mittelaltersbis zum Ende der romanischen Epochevon Professor Dr.Max. Gg. Zimmermann.Mit 411 Illustrationen. Preis: broschiert 8 M., elegant gebunden 10 M.

In diesem Werke wird man eine übersichtliche, anziehend und klar geschriebene Darstellung der Kunst in allen ihren Verzweigungen von der ältesten Zeit bis zur Gegenwart finden, erläutert und belegt durch eine große Fülle meisterhaft reproduzierter Abbildungen nach den Originalen. Für den Bücherschrank des deutschen Hauses empfiehlt sich das Werk sowohl durch seine gemeinverständliche Darstellung wie durch seinen handlichen Umfang und mäßigen Preis, nicht minder werden die Abnehmer und Freunde der Knackfußschen „Künstler-Monographien“ dieses Werk willkommen heißen, das eine Übersicht der Kunstentwickelung aller Zeiten imZusammenhangebietet, während die Künstler-Monographien erschöpfende in sich abgeschlossene Darstellungen einzelner großer Künstler geben. Die Allgemeine Kunstgeschichte bildet also eine notwendige Ergänzung der Künstler-Monographien, wie sie sich denn auch im Format dieser Sammlung anschließt. Zum zahlreichen Abonnement ladet ein

Die VerlagshandlungVelhagen & Klasingin Bielefeld und Leipzig.

Diskuswerfer des MyronDiskuswerfer des Myron.Bronzierter Gipsabguß in Statuettengröße aus dem römischen Kunsthandel im Akademischen Kunstmuseum zu Bonn. Das unbekannte Original des Abgusses war antike oder moderne Wiederholung des Diskuswerfers im Palazzo Lancellotti zu Rom.Erstmalige Veröffentlichung.(Abbildung aus „Allgemeine Kunstgeschichte“.)

Diskuswerfer des Myron.Bronzierter Gipsabguß in Statuettengröße aus dem römischen Kunsthandel im Akademischen Kunstmuseum zu Bonn. Das unbekannte Original des Abgusses war antike oder moderne Wiederholung des Diskuswerfers im Palazzo Lancellotti zu Rom.Erstmalige Veröffentlichung.(Abbildung aus „Allgemeine Kunstgeschichte“.)

Bestell-Zettel(zur Besorgung durch jede Ortsbuchhandlung).

Unterzeichneter bestellt bei: ................................................................................zur Ansicht – in feste RechnungKünstler-Monographien von H. Knackfuß..........Band 1(Raffael)und Folge(à Band 2–3 M.)oder daraus einzeln:..........Raffael(1) –Rubens(2) –Rembrandt(3) –Michelangelo(4) –Dürer(5) –Velazquez(6) –Menzel(7) –Teniers d. J.(8) –A. v. Werner(9) –Murillo(10) –Knaus(11) –Franz Hals(12) –A. van Dyck(13) –Ludwig Richter(14) –Watteau(15) –Thorwaldsen(16) –Holbein d. J.(17) –Defregger(18) –TerborchundJan Steen(19) –Reinhold Begas(20).(Das Nichtgewünschte gefl. zu durchstreichen.)Unterschrift und genaue Adresse:....................................................................................................

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zur Ansicht – in feste Rechnung

Künstler-Monographien von H. Knackfuß..........Band 1(Raffael)und Folge(à Band 2–3 M.)oder daraus einzeln:..........Raffael(1) –Rubens(2) –Rembrandt(3) –Michelangelo(4) –Dürer(5) –Velazquez(6) –Menzel(7) –Teniers d. J.(8) –A. v. Werner(9) –Murillo(10) –Knaus(11) –Franz Hals(12) –A. van Dyck(13) –Ludwig Richter(14) –Watteau(15) –Thorwaldsen(16) –Holbein d. J.(17) –Defregger(18) –TerborchundJan Steen(19) –Reinhold Begas(20).

(Das Nichtgewünschte gefl. zu durchstreichen.)

Unterschrift und genaue Adresse:

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Unterzeichneter bestellt bei: ..........................................................................................Allgemeine Kunstgeschichte. VonH. KnackfußundMax Gg. Zimmermann.I. Band:Altertum und Mittelalter.Preis:broschiert8 M. –gebunden10 M.(Das Nichtgewünschte gefl. zu durchstreichen.)Unterschrift und genaue Adresse:....................................................................................................

Unterzeichneter bestellt bei: ................................................................................

..........Allgemeine Kunstgeschichte. VonH. KnackfußundMax Gg. Zimmermann.I. Band:Altertum und Mittelalter.

Preis:broschiert8 M. –gebunden10 M.

(Das Nichtgewünschte gefl. zu durchstreichen.)

Unterschrift und genaue Adresse:

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Anmerkungen zur TranskriptionSeite 5: „noch nicht belastetete“ wurde geändert in „noch nicht belastete“Abb. 24: „Coppeno“ wurde geändert in „Coppenol“Abb. 51: „Saskia von Uhlenburgh“ wurde geändert in „Saskia van Ulenburgh“Seite 82: „gleichnamiger Prediger“ wurde geändert in „gleichnamigen Prediger“Seite 100: „sikkziert“ wurde geändert in „skizziert“Seite 100: „wie er den Lazerus“ wurde geändert in „wie er den Lazarus“Seite 101: „die beiden mageren Hänbe“ wurde geändert in „die beiden mageren Hände“Abb. 110, die im Buch seitenverkehrt abgebildet war, ist hier seitenrichtig wiedergegebenSeite 110: „das 1674 gemalte Bildnis“ wurde geändert in „das 1647 gemalte Bildnis“Seite 128: „wer es fassen kaun“ wurde geändert in „wer es fassen kann“Seite 132: „ein eigentümlich düsters Gemälde“ wurde geändert in „ein eigentümlich düsteres Gemälde“Seite 132: „in Rembrandts Gemälden vorherschend“ wurde geändert in „in Rembrandts Gemälden vorherrschend“Seite 140: „Palma Veccchio“ wurde geändert in „Palma Vecchio“Seite 152: „wie er sie damit begonnen hatte (Abb. 153)“ wurde geändert in „wie er sie damit begonnen hatte (Abb. 157)“

Anmerkungen zur Transkription

Seite 5: „noch nicht belastetete“ wurde geändert in „noch nicht belastete“Abb. 24: „Coppeno“ wurde geändert in „Coppenol“Abb. 51: „Saskia von Uhlenburgh“ wurde geändert in „Saskia van Ulenburgh“Seite 82: „gleichnamiger Prediger“ wurde geändert in „gleichnamigen Prediger“Seite 100: „sikkziert“ wurde geändert in „skizziert“Seite 100: „wie er den Lazerus“ wurde geändert in „wie er den Lazarus“Seite 101: „die beiden mageren Hänbe“ wurde geändert in „die beiden mageren Hände“Abb. 110, die im Buch seitenverkehrt abgebildet war, ist hier seitenrichtig wiedergegebenSeite 110: „das 1674 gemalte Bildnis“ wurde geändert in „das 1647 gemalte Bildnis“Seite 128: „wer es fassen kaun“ wurde geändert in „wer es fassen kann“Seite 132: „ein eigentümlich düsters Gemälde“ wurde geändert in „ein eigentümlich düsteres Gemälde“Seite 132: „in Rembrandts Gemälden vorherschend“ wurde geändert in „in Rembrandts Gemälden vorherrschend“Seite 140: „Palma Veccchio“ wurde geändert in „Palma Vecchio“Seite 152: „wie er sie damit begonnen hatte (Abb. 153)“ wurde geändert in „wie er sie damit begonnen hatte (Abb. 157)“


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