Chapter 22

Von demselben Verfasser erschien 1912:

Von demselben Verfasser erschien 1912:

Siebeneichen

Roman aus dem Alt-Meißner Land von

Signatur Gustav Hildebrand

Geheftet 3 M; – Elegant gebunden 4 M

Eine Reihe glänzender Beurteilungen liegen über dieses schöne, ausgereifte Werk vor, von denen wir Raummangels wegen nur einige abdrucken können. Es schreiben die

»Literarische Neuigkeiten«, Leipzig:

Das Meißner-Land hat seinen Dichter gefunden! Gustav Hildebrands Roman »Siebeneichen« versetzt uns an die rauschende Elbe, nach der alten Markgrafenstadt, und zaubert ein Bild längst vergangener Zeiten hervor, Zeiten geistiger Not, wo alles in heller Begeisterung eintrat für die geläuterte Lehre des Wittenbergers und Ringen nach Erkenntnis die Herzen erfüllte. Die Glaubenskämpfe, welche die wackeren Bürger mit ihrem stolzen Burgemeister Waltklinger an der Spitze zu bestehen hatten, geben dem Buche seinen Grundton, und herrliches Lokalkolorit durchzieht das ganze Werk, in dem ein Dichter das hohe Lied der Heimatliebe erschallen läßt. Der Roman wirkt in der Zeit literarischer Verflachung überaus erquickend, und auch in die Hände der reiferen Jugend darf dieses wahre Volksbuch unbedenklich gegeben werden.

S.-A.

»Sachsensport«, Dresden:

Ins Alt-Meißner Land führt er uns hinein, wie es sich in der ersten Hälfte des 16. Jahrhundert darstellt, von Religionswirren durchtobt, von regem Handel belebt. Zwei Männer stehen im Vordergrund: der strenge päpstlich gesinnte Amtmann Ernst von Miltitz, Schloßherr zu Siebeneichen, der stolzen meißnischen Burg, die dem Buch den Namen gegeben, und Georg Waltklinger, Meißens ehrenfester, treu evangelischer Burgemeister. Zwei Eisenköpfe, die keinen Schritt breit von ihrer Überzeugung weichen und deren Hader verdunkelnd auf dem Liebesglück ihrer Kinder, Bernhard und Sonnhild, ruht. Mit straffer Hand führt Gustav Hildebrand seine mannigfach verwickelte Handlung bis zum befriedigenden Schluß durch. Packend ist's geschildert, wie, jubelnd vom Volk begrüßt, die Reformation ihren Einzug in Meißen hält. Liebevoll, mit historischer Treue sind die alten schönen Sitten aufgezeichnet. Ein echter Dichter voll Poesie und Humor steht hinter diesem Buch, das den, der es zu lesen angefangen, nicht losläßt bis zum Schluß.

»Dorfzeitung«, Hildburghausen:

Der Verfasser versucht es, uns ein eingehendes Kulturbild aus jener großen und interessanten Zeit zu geben, in der sich die Reformation zu entwickeln beginnt und sich siegreich dem alten Glauben gegenüber durchsetzt. Der Ort der Handlung ist die alte Markgrafenschaft Meißen, die uns Hildebrand mit großer Liebe in allen Einzelheiten ihres damaligen Bildes schildert. Die Hauptträger der Handlung sind ein junges Liebespaar, der katholische Junker Bernhard von Miltitz und Sonnhild, des tatkräftigen Meißner Bürgermeisters Waltklinger liebreizendes Töchterlein, die, wie ihr Vater sich zum neuen Glauben bekennt. Vorzüglich hat der Verfasser es verstanden, in einer hie und da etwas altertümelnden Sprache uns den Geist und die Eigenart jener merkwürdigen Zeit zu schildern; mit plastischer Deutlichkeit treten uns die Hauptpersonen entgegen, die zum Teil als Vertreter der Hauptströmungen des politischen, religiösen und gesellschaftlichen Lebens jener Zeit aufzufassen sind. So verkörpert, um nur zwei Beispiele anzuführen, des Liebhabers Vater Ernst von Miltitz, der herzogliche Amtmann von Meißen, den Adel jener Tage, der voll stolzen Selbstgefühls sich höher dünkt, als die Bürger hinter den Mauern ihrer Stadt, während wir in der Person eben des Bürgermeisters Waltklinger einen Vertreter des aufstrebenden Bürgertums jener Zeit sehen, das, voll Stolz auf sein wirtschaftliches Vorwärtskommen, sich dem Adel ebenbürtig fühlt und diesem voll trotzigen Selbstgefühls die Spitze bietet. – Alle Stände des 16. Jahrhunderts ziehen in bunter Reihe an uns vorüber, der heimatlose Spielmann, das fahrende Kriegsvolk, die Juden u. a. m. Es ist ein Buch, das sich vorzüglich auch für unsere Jugend zur Lektüre eignet und das darum allen Volks- und Schulbibliotheken warm empfohlen sei.

Franz Mießnerin »Leipziger Neueste Nachrichten«, Leipzig:

Das ist eine ganz prächtige Geschichte, ohne jeden übermodernen Klimbim, aber dafür voll von Heimatpoesie und echtem gutem Menschentum. Eine kulturgeschichtlich hochinteressante Zeit taucht auf. Deutscher Bürgerstolz im Kampfe mit stolzem Adel, und dazu das sieghafte Ein- und Vordringen von Luthers Lehre; Meißen, die alte Markgrafenstadt, gibt das spezielle Bild, und Schloß Siebeneichen mit seinen Bewohnern spielt eine besondere Hauptrolle. Eine zarte, sinnige Liebesgeschichte klingt glücklich aus und wirkt versöhnend zwischen dem bürgerlichen und adligen Milieu. Die beigegebenen Federzeichnungen von Josef Windisch sind ganz reizend und stimmen vortrefflich zu der feinen, unmittelbaren Schilderungskunst des Verfassers. Ein kerndeutsches Buch! Für die Familie eine prächtige Lektüre.

Einer reichgefüllten Schatzkammerfür alle Kunst- und Literaturfreunde gleicht

Rafael von Urbino

Kunstgeschichtlicher Roman in Bildern

von

Heinrich von Schoeler

300 Seiten mit 10 KunstblätternIn vornehmem Geschenkband M. 4.50

Wie der bekannte Autor in seinem vor drei Jahren erschienenen und glänzend aufgenommenen historischen Roman »Kaiser Tiberius auf Capri« den Versuch wagte, den genialen Cäsar zu schildern, abweichend von dem Bilde, das eine unkritische Schultradition uns von ihm übermittelt hat, so bietetDr.H. von Schoeler in seinem neuesten kunstgeschichtlichen Roman »Rafael von Urbino« ein auf der Grundlage sorgfältiger Studien gezeichnetes Bildnis Rafael Santis, das den großen Urbinaten der historischen Wirklichkeit entsprechend darstellt. – Mit Riesenfleiß zeichnet der Verfasser aus dem unermeßlich reichen Borne lebhafter Gestaltungskraft und kunsthistorischen Wissens Blatt um Blatt den Werdegang eines in rastloser Arbeit durch unermüdliche, vorbereitende Studien und konzentrierte Geisteskraft sich emporringenden Genius, der zielbewußt sein Lebenswerk der höchsten Vollendung entgegenführt. Denn Rafael Santi war das Genie, das in seinem gewaltigen Können alle zerstreuten Zeitkräfte sammelte und als zusammenfassender Geist repräsentativ für sein Zeitalter offenbarte.

Nur ein absoluter Beherrscher historischer Darstellungkunst konnte aus dem Vollen heraus ein solch großzügiges Lebensbild des genialen Künstlers und zugleich ein wichtiges Dokument der Blüte der italienischen Renaissancezeit schaffen.

Es ist kein Buch, das man nur zur Unterhaltung zur Hand nimmt. Den Künstler sowohl als den Kunstverehrer, den Lehrer wie den Schüler, kurz die Gebildeten aller Stände fesselt das verdienstvolle Werk durch seine machtvolle Gestaltenfülle und durch den hehren Ausdruck der Kunstbegeisterung eines hoch über den Parteien stehenden Historikers.

Schaffet gute Bücher ins Haus!

37.–42. Tausend

Leonardo da Vinci

Historischer Roman aus der Wende des 15. Jahrhunderts von

Dmitry Mereschkowski

Einzige autorisierte Übersetzung. Vollständige Ausgabe. 584 Seiten mit 16 Kunstbeilagen, gebunden in elegantem, modernem Leinenband.

Preis nur Mark 3.–

Einige Urteile:

Das Buch gehört zu den seltenen Schriften, deren Wirkung auf nachdenkliche Leser bleibend ist, ja deren Lektüre wie ein Schicksal in das Leben vieler einzugreifen imstande ist. Es kann nicht dringend genug empfohlen wenden. Um ihm gerecht zu werden, müßte man allerdings mehr als ein paar Ankündigungszeilen zur Verfügung haben. Hier müssen einige wenige Worte warmer Bewunderung genügen.

(Blätter für Volksbiblioth. und Lesehallen)

… Gewöhnliche Romane hat Mereschkowski nicht geschrieben, es sind gewaltige Seelen- und Kulturbilder.

(Liter. Echo, Berlin)

… so steht dieses machtvolle Werk als das bedeutendste, das Riesenfleiß und geniale Phantasie bisher einen modernen Dichter aus der Lebens- und Gestaltenfülle der italienischen Renaissancezeit hat erschaffen lassen.

(Westermanns illustr. Monatshefte.)

Kein Gelehrter, ein Romancier hat uns die beste Arbeit über Leonardo geschenkt … und so wollte ich auf das Werk verweisen, das besser als gelehrte Erörterungen in die Werkstatt seines Geistes einführt.

(Prof. R. Muther, Breslau.)

Nur ein absoluter Beherrscher schriftstellerischer Darstellungskunst konnte dieses Buch ins Leben rufen, das seinem Autor eine den bedeutendsten Erzählern ebenbürtige Stellung anweist …

(Monatsberichte über Kunstwissenschaft, München)

Mereschkowski, der jüngste der russischen Schriftsteller, ist ein würdiger Nachfolger Tolstois und Dostojewskis.

(Daily Telegraph, London.)

Ein packendes Buch, das höher steht als die besten Romane der Neuzeit, höher als es sich sagen läßt …

(Spectator, London.)

… Und ich wüßte keinen, der auch nur annähernd in dieser Anschaulichkeit die große Zeit vor uns lebendig gemacht hätte … Über das wundervolle Material eines Gelehrten ist ein Dichter geraten, der über die seltene historische Phantasie verfügt. Das ist so außerordentlich wie Mereschkowski aus dem Vollen schöpft. Und man denkt an sein Werk zurück wie an eine gefüllte Schatzkammer. Es liegt so viel Reichtum darin, daß man ihn auf einmal nicht übersehen kann.

(Carl Bussein »Liter. Monatsberichte«.)

VonDmitry Sergejewitsch Mereschkowskierschienen ferner:

Julian Apostata

der letzte Hellene auf dem Throne der Cäsaren

Ein biographischer Roman

Deutsch vonC. von Gütschow

Preis gebunden M. 4.–

»Julian Apostata bringt uns nicht nur die Erzählung des Lebens jenes letzten Hellenen auf dem Throne der Cäsaren, sondern auch eine bewegte Schilderung der damaligen zivilisierten Welt des Westens in mit dramatischer Lebhaftigkeit vor dem inneren Auge des Lesers sich abspielenden wechselvollen, interessanten Szenen.«

Mülheimer Zeitungvom 19. Dezember 1902.

Peter der Große

und sein Sohn Alexei

Historischer Roman aus Rußlands großer Zeit

Deutsch vonC. von Gütschow

Preis gebunden M 7.–

»Noch kein Romanschriftsteller hat die Gabe besessen, eine längst vergangene Zeit in solcher Lebensfülle wieder wachzurufen. Es grenzt ans Wunderbare. Und darum glauben wir, daß von allen russischen Schriftstellern der Jetztzeit sich Mereschkowski am längsten halten wird.«

République française, Paris

Julian Apostata (Christ und Antichrist Band 1: Tod der Götter), Leonardo da Vinci (Christ und Antichrist Band 2: Auferstehung der Götter), Peter der Große (Christ und Antichrist Band 3: Der Antichrist) bilden eine Romantrilogie. Jeder Band hat selbständigen Wert u. ist einzeln käuflich.

Michelangelo

und andere Novellen aus der Renaissancezeit

Deutsch vonC. von Gütschow

Preis gebunden M. 3.–

Inhalt: Michelangelo. – Die Liebe ist stärker als der Tod. – Die Wissenschaft der Liebe. – Der heilige Satyr.

Mereschkowski zeigt sich hier als Meister einer Kleinkunst von köstlicher Feinheit. Daß uns auch aus diesen vier Erzählungen der lebendige Odem einer reichbewegten Zeit geistigen Erwachens und eines einzig dastehenden künstlerischen Aufschwunges machtvoll entgegenweht, wird niemand wundernehmen, der des Dichters, von vielen namhaften Kritikern als eines der gewaltigsten Bücher unserer Zeit gekennzeichneten, großen biographischen Roman »Leonardo da Vinci« gelesen hat.

Henryk Sienkiewicz, Roman-Trilogie

Deutsch vonClara HillebrandundDr.R. Löwenfeld6 Bände

Elegant gebunden in 6 Original-Leinenbänden M. 28.–

Daraus einzeln:

Mit Feuer und Schwert.Zweite Auflage. 2 Bände. Elegant gebunden M. 9.–Sturmflut.Dritte Auflage. 3 Bände. Elegant gebunden M. 13.50Der kleine Ritter(Pan Wolodyjowski). Zweite Auflage. Elegant gebunden M. 6.–

Mit Feuer und Schwert.Zweite Auflage. 2 Bände. Elegant gebunden M. 9.–

Sturmflut.Dritte Auflage. 3 Bände. Elegant gebunden M. 13.50

Der kleine Ritter(Pan Wolodyjowski). Zweite Auflage. Elegant gebunden M. 6.–

Jede der drei Abteilungen bildet einen Roman für sich

Sienkiewicz,Quo vadis?

Deutsch vonClara Hillebrand

2 Bände. Elegant geb. M. 7.–

Erste korrekte und vollständige, mit vielen Erklärungen versehene Übersetzung

Sienkiewicz, Die Kreuzritter

Deutsch vonClara Hillebrand

2 Bände. Elegant geb. M. 9.–

Sienkiewicz, Die dritte Braut

Gebunden M. 1.50

Sienkiewicz, Lilian Moris

Gebunden M. 1.50

Die Vorzüge unserer Sienkiewicz-Ausgaben sind:Vollständigkeit, mustergültige Übersetzung, vorzügliche Ausstattung und Billigkeit.

Verlagsbuchhandlung Schulze & Co. in Leipzig


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