Chapter 13

De Lallywurde gleichfalls kriegsgefangen. Bei seiner Abreise verhöhnten ihn die eigenen Offiziere und Beamten. Sein Intendant, der Beweise für die Mißwirtschaft und Untreue der Beamten gesammelt haben soll, wurde erstochen. Später nach Paris zurückgekehrt, wollte de Lally die Beamten anklagen, diese kamen ihm jedoch zuvor und wurden von den Offizieren unterstützt; nach langem Prozeß wurde er 1766 wegen Verrates an der Sache des Königs und der Kompagnieenthauptet.De Leyrit, viele Beamte und auchde Bussysollen große Vermögen erworben haben.

Frankreich hatte alles verloren; der Traum eines französischen Indiens war zu Ende. Wenn es auch beim Friedensschluß Pondichery mit den dazugehörigen Küstenfaktoreien zurückerhielt, so waren doch die Plätze der Befestigungen beraubt, verarmt und einflußlos geworden.England war Herr in Indien, im Carnatic und in den ehemaligen französischen Provinzen. In Bengalen erhielten zwar die Franzosen Chandernagore gleichfalls zurück, aber auch hier durften sie keine Befestigungen anlegen und mußten die von England eingesetzten Nabobs anerkennen. Englands Stellung in Indien wurde nicht wieder erschüttert, selbst nicht durch Suffrens Kraft und Führertalent im nächsten Kriege.

Die französisch-ostindische Kompagnielöste sich 1770 auf. Die Regierung kaufte ihr schon 1764 die Inseln Isle de France und Bourbon, sowie den Hafen von Lorient ab, hob 1769 ihr Monopol auf und gab allen Franzosen den Handel nach Indien frei. Die Kompagnie soll von 1725–1769 ein Kapital von 169 Millionen Francs verloren haben.

England erobert die Philippinen 1762.Wie bereits erwähnt, hatte England bei Ausbruch des Krieges mit Spanien beschlossen, tatkräftig gegen dessen Kolonien, insbesondere die Philippinen, vorzugehen. Die Anregung dazu gab der Oberst, später General,Sir William Draper, ein indischer Offizier. Er hatte von Indien aus einen Krankheitsurlaub in Manila verbracht und dabei erkundet, daß im Vertrauen auf die Entlegenheit dieser Kolonie die Befestigungen vernachlässigt waren. Mit einem Regiment Infanterie sowie einer Kompagnie Artillerie wurde er sodann nach Indien gesandt und hier auf dem Geschwader des AdmiralCornish— 8 Linienschiffe, 3 Fregatten und 2 Ostindienfahrer — eingeschifft; mit Einschluß der Schiffslandungsabteilungen standen ihm 2300 Mann zur Verfügung.

Die Vorbereitungen in Indien wurden sehr schnell getroffen, auch sandte man sogleich eine Fregatte voraus, die alle nach Manila bestimmten Schiffe abfangen und so verhindern sollte, daß die Spanier gewarnt würden. Am 1. August 1762 segelte die Expedition ab und traf am 23. September vor Manila ein, wo der Ausbruch des Krieges noch gar nicht bekannt war. Die Stadt wurde von nur 600 Soldaten mit 80 Kanonen verteidigt, weigerte aber die Übergabe. Vom 24. bis 26. landeten die Engländer trotz schwerer Brandung, aber sonst fast ohne Widerstand; Batterien wurden aufgeworfen und durch diese, von flankierenden Fregatten unterstützt, vom 29. an die Stadt beschossen. Am 5. Oktober war Bresche gelegt; die Stadt fiel durch Sturm und die Zitadelle ergab sich. Die Übergabebedingungen waren im allgemeinengünstig, aber die Stadt wurde drei Stunden geplündert. In die Übergabe wurden ganz Luzon sowie die übrigen Inseln eingeschlossen, doch beschränkte sich die Herrschaft der Engländer tatsächlich auf die Küstenplätze, da die Spanier im Innern die Übergabe nicht anerkannten und bis zum Friedensschluß einen Guerillakrieg führten. Ebenso vermochten die Engländer von der bedungenen Kriegskontribution, 4 Millionen Pesos, nur etwa die Hälfte zu erhalten; sie wurde nie voll bezahlt. Dagegen fiel ihnen eine andere Beute zu. Der Admiral hatte ein Schiff abgesandt, um das erwartete Acapulcoschiff[106]abzufangen. Dies gelang zwar nicht, aber man traf das im August mit Werten von fast 3 Millionen Pesos von Manila abgegangene Schiff und nahm es.Der Verlustder Engländer vor Manila betrug nur 150 Tote und Verwundete.

Die Philippinen wurden beim Friedensschluß an Spanien zurückgegeben, zum größten Unwillen der ostindischen Kompagnie, die hier fast die ganzen Kosten der Expedition getragen hatte.

Wie in allen vorhergegangenen englisch-französischen Kriegen, so spielt auch in diesem der Angriff auf den Handel des Gegners eine große Rolle, und wiederum scheint es, als ob hierbei die Franzosen den größeren Erfolg erzielt hätten, sogar in noch höherem Maße als früher; während im Kriege 1702–1713 Frankreich mehr Kauffahrer verlor als England, und 1739–1748 der Verlust auf beiden Seiten, Spanien und Frankreich zusammengenommen, ungefähr gleich war, stellt er sich im Siebenjährigen Kriege für England sehr viel höher.

Die Umstände, die diese Kriegführung für Frankreich begünstigten, seien kurz hervorgehoben. Die Häfen am Kanal, besonders Dünkirchen und St. Malo, boten vorzügliche Stützpunkte für die Freibeuter, in Westindien dienten Martinique und Guadeloupe dem gleichen Zweck; je mehr die französische Schiffahrt durch den Angriff der Engländer niederging, um so mehr wurde die Freibeuterei ein Erwerbszweig der Reeder sowie der seemännischen Bevölkerung; das Lahmlegen der Kriegsmarine wies die Regierung darauf hin, den Kreuzerkrieg durch ihre Schiffe betreiben zu lassen — wenn sie auch nicht wie in den Kriegen des vorigen Abschnittes besondere Geschwader dazu aufstellte — und die Freibeuterei durch Überlassen von Schiffen sowie Personal zu unterstützen. Vor allem aber kommt wiederum und in diesem Kriege mehr als je zuvor in Betracht, daß die englische Handelsschiffahrt der französischen an Zahl sehr überlegen war, also ein weit leichter zu schädigendes Angriffsobjekt bot; auch wird englischerseits[199]hervorgehoben, daß viele Verluste dem Ungehorsam der Handelsschiffe gegen die Anordnungen der sie begleitenden Kriegsschiffe zuzuschreiben seien.

Einige Angaben sollen den Umfang des Kleinen Krieges, sowie die Verluste auf beiden Seiten veranschaulichen. Im Jahre 1755, vor Ausbruch des Krieges, nahm England 500 französische Handelsschiffe im Werte von über einer Million Lstrl; gegen 6000 Seeleute, einschließlich der Besatzungen einiger Kriegsschiffe, wurden kriegsgefangen. Dieses Vorgehen sollte Frankreich zum Nachgeben bewegen und ihm die Mobilmachung erschweren, denn der Verlust an Seeleuten entsprach der Besatzung von 10 Linienschiffen. Anderseits aber brachten in der Zeit vom Juni 1756 bis Juni 1760 die französischen Freibeuter 2500, die englischen Kreuzer nur 950 feindliche Kauffahrer auf; bis 1761 waren 240 französische Kaper weggefangen trotzdem Frankreich keine Geschwader mehr auf See hatte, nahmen deren Kameraden in diesem Jahre noch 812 Handelsschiffe, über dreimal so viel, als der eigene Verlust betrug; im Jahre 1762 fielen nur 120 französische Freibeuter und Kauffahrer den Engländern in die Hände.

Im ganzen hat England während des Krieges über 4000 Handelsschiffe verloren, 1400 davon wurden in Westindien und hauptsächlich von Martinique aus genommen; der Verlust Frankreichs soll sehr viel geringer gewesen sein, was die Anzahl der Fahrzeuge anbetrifft. Es ist dies aber kein Beweis für den größeren materiellen Erfolg. Unter den Prisen, die Frankreich machte, zählen viele kleinere und Küstenfahrzeuge, während die Engländer größere, wertvollere Schiffe sowie Freibeuter fingen. Außerdem stand der Verlust auf beiden Seiten in ganz anderem Verhältnis zur Gesamtschiffahrt. Der Handel und die Freibeuterei Frankreichs wurden nach und nach lahmgelegt. Ein französischer Autor (Troude) sagt: „1759 verursachte die glückliche Ankunft des westindischen Konvois bei den französischen Kaufleuten Überraschung und Freude; ein Zeichen, wie selten ein solches Ereignis geworden war in Meeren, die Englands Geschwader pflügten.“ Der englische Handel aber blühte wie in den Jahren 1744–1748 so auch gerade während dieses Krieges auf; 1760 und 1761 befuhren 8000 englische Handelsschiffe die Meere. Der Seehandel und die gleichfalls gedeihende Industrie lieferten reichlich die Mittel für den eigenen Krieg wie für die Unterstützung der anderen Gegner Frankreichs.

England vollendete die Vernichtung des französischen Handels durch die Wegnahme der Kolonien, durch die Blockade der Häfen des Gegners und durch sein Auftreten neutralen Mächten gegenüber. (Seite 124.) Es band sich weder an den bisherigen Brauch hinsichtlich der als Kriegskontrebande anzusehenden Güter noch an den alten Grundsatz „Frei Schiff — frei Gut“, sondern nahm neutrale Schiffe mit den Erzeugnissen französischer Kolonien und sah die französischen Häfen als in Blockade befindlich an, auch ohne daß eine solche tatsächlich bestand. Schon 1758 nahm England auf Grund dieser Auffassung 176 neutrale Schiffe fort, namentlich spanische, aber auch holländische.

Einige kleinere Expeditionen, die den abenteuerlichen Zügen früherer Kriege gleichen, seien noch angeführt. Im Jahre 1759 rüstete der Brigadegenerald'Estaing, bisher im indischen Heere de Lallys, inIsle de Francezwei Schiffe der Kompagnie aus, ging am 1. September in See, nahm einen wertvollen englischen Ostindienfahrer in Maskat, zerstörte dann am 14. Oktober das englische Fort Gombroon am Persischen Golf und im Februar 1760 die Niederlassungen auf Sumatra. Nach einer Kreuzfahrt von 22 Monaten kehrte er nach Port Louis zurück.

Als Choiseul die Leitung der Marine übernommen hatte und mit Hilfe Spaniens den Krieg zur See wieder zu beleben gedachte, unternahm er einenVersuch, in NordamerikanochmalsFuß zu fassen. England hatte den größten Teil seiner Truppen von dort nach Westindien gezogen und auch die Seestreitkräfte sehr verringert. Am 18. Mai 1762 entschlüpfte Kapitände Ternay, uns schon durch die Flottmachung und Überführung der in der Vilaine nach der Schlacht von Quiberon eingeschlossenen Schiffe bekannt, mit 2 Linienschiffen, einer Fregatte sowie einer Flüte mit 570 Soldaten aus Brest. Er erschien am 20. Juni im Hafen von St. John auf Neufundland, besetzte die Stadt und fügte von hier aus den Engländern durch Aufbringen von Fischerfahrzeugen großen Schaden zu. Bald allerdings blockierten ihn herbeigerufene englische Kriegsschiffe, es gelang ihm aber doch, während eines Sturmes auszulaufen und Frankreich wohlbehalten wieder zu erreichen. Die kleine französische Garnison mußte sich allerdings am 18. September den von Louisbourg herangerückten Truppen ergeben. — Ohne Aussicht auf Beute unternommen, ist dieser Zug lediglich ein Beweis kühnsten Wagemuts.

Im gleichen Jahre bereitete Frankreich eine größereExpedition gegen Rio de Janeirovor, um Portugal für seine Begünstigung Englands zu strafen. Als Chef des Geschwaders — 9 Linienschiffe und 10 Transporter mit Soldaten — war KapitänBeaussier de l'Islebestimmt, als Führer des LandungskorpsGeneral d'Estaing. Dieser erhielt den Oberbefehl, er wurde gleichzeitig zum Chef d'Escadre ernannt und in das Seeoffizierkorps eingereiht (im nächsten Kriege war er Flottenchef). In seiner Instruktion wurde er auf das Beispiel Duguay-Trouins, 1712, hingewiesen; es galt also in erster Linie, Beute zu machen, die hier ja auch zu finden war. Im November 1762 fast segelfertig, wurde die Expedition des bevorstehenden Friedensschlusses wegen zurückgehalten.

Schließlich finden wir noch eineenglische Expeditionähnlicher Art, die ganz den Raubzügen zur Zeit der Königin Elisabeth entspricht. 1762 rüstete eine Gesellschaft von Edelleuten und Handelsherren einen Zuggegendie spanische KolonieBuenos Airesaus. Mit zwei Kriegsschiffen, eins zu 50, eins zu 28 Kanonen, von der Admiralität gekauft, und 2 Transportern mit 500 Soldaten, traf ein Seeoffizier der ostindischen Kompagnie,Macnemara, am 2. November im La Plata ein, fand aber die Spanier besser vorbereitet, als er erwartet hatte. Zwei Versuche, die Stadt Colonia zu nehmen, wurden abgeschlagen; bei dem zweiten, am 6. Januar 1763, ging das größere Schiff in Flammen auf und mit ihm fanden der Führer sowie 270 Mann ihren Tod, die anderen entkamen nach Rio.

Über Strategie[108].Der Zusammenstoß zwischen England und Frankreich wegen maritimer sowie kolonialer Interessen war unvermeidlich und wurde auch von beiden Staaten seit dem letzten Friedensschluß vorausgesehen.Frankreichhatte deshalb während der Friedensjahre viel für seine Marine getan, aber sie bis 1755 doch noch nicht der englischen ebenbürtig machen können. Es gab aus diesem Grunde scheinbar überall nach, als in Nordamerika und Ostindien die Reibungen zwischen den beiderseitigen Kolonien bereits bis zum Kriege gediehen waren; vielleicht hatte man wirklich die Hoffnung, den allgemeinen Krieg noch hinausschieben zu können, vielleicht beabsichtigte man nur, einen günstigeren Augenblick abzuwarten.

Nach französischer Auffassung suchteEnglanddagegen den Krieg herbeizuführen, ehe die feindliche Marine mächtiger wurde, und Englands Forderungen bei den weiterlaufenden Verhandlungen sowie sein schon ausgesprochen kriegerisches Auftreten gegen französische Kriegs- und Handelsschiffe im Jahre 1755 lassen allerdings glaubhaft erscheinen, daß es den Franzosen den Krieg aufzwingen wollte, falls diese nicht bedingungslos nachgaben. Unter diesen Umständen hätte Frankreich seine ganze Kraft auf den bevorstehenden Seekrieg richten müssen, um wenigstens auf einem Kriegsschauplatze bald Erfolge zu erringen; zu einem klaren Entschlusse in dieser Hinsicht kam man aber nicht. Zwar gelang es 1756 die Aufmerksamkeit des Gegners abzulenken und durch überraschendes Vorgehen ihm Minorka, den wichtigen Stützpunkt im Mittelmeer zu entreißen; dann aber beschränkte man sich auf die Unterstützung der Kolonien. Durch den altüberlieferten Wunsch auf Ausdehnung nach Osten ließ sich ferner Frankreich verleiten, in den siebenjährigen Festlandskrieg einzutreten und diesem seine Hauptaufmerksamkeit wie seine Hauptkraft zuzuwenden, obgleich gerade jetzt, Anfang 1757, seine Sachen in Nordamerika sowie in Westindien recht günstig standen.

Auch England ergriff Partei in diesem Kriege, schon um das mit ihm verbundene Kurfürstentum Hannover gegen Frankreich zu schützen, besonders aber, weil sein Gegner dadurch eben vom Seekriege abgelenkt wurde; es beteiligte sich jedoch am Landkriege fast nur durch die Hilfsgelder, die es an Preußen und dessen Verbündete zahlte. Zur See entfalteten die Engländer dagegen ihre ganze Macht nach einem einheitlichen strategischen Plane, dessen Richtigkeit sich in den beiden letzten Jahren des vorangegangenen Krieges gezeigt hatte. Sie blockierten die französischen Seestreitkräfte in den atlantischen Häfen und hielten die in Toulon versammelten von Gibraltar aus im Mittelmeere fest; liefen französische Flotten aus, so stießen sie mit ihren seeentwöhnten Besatzungen auf stärkere, durch den schweren Blockadedienst erprobte englische Kräfte. Eine Vereinigung der französischen Flotten wurde so verhindert, und auch der Weg nach den Kolonien ward ihnen verlegt, während Englands stets wachsende Seemacht gestattete, in den fernen Gewässern nach und nach immer stärker aufzutreten.

Das Jahr 1757 brachte für England zwar noch keine Erfolge, sondern es gelang Frankreich, die Machtmittel seiner Kolonien zu verstärken. In Nordamerika waren die französischen Seestreitkräfte überlegen und verhinderten größere Unternehmungen des Gegners. In Ostindien stand sogar die englische Sache infolge des Krieges mit den Eingeborenen in Bengalenrecht schlecht; aus Vorderindien würden die Engländer wahrscheinlich ganz vertrieben sein, wenn Frankreich seine Verstärkungen so bemessen hätte, wie es ursprünglich beabsichtigt gewesen war.

Aber schon 1758 wandte sich das Blatt, da die Unterstützung der Kolonien französischerseits ungenügend wurde. In Nordamerika gewannen die Engländer die Seeherrschaft, und der wichtigste Stützpunkt der Franzosen, Louisbourg, fiel, wodurch der Verlust Kanadas bedingt war; in Ostindien wurde zwar noch um die Seeherrschaft gekämpft und die Franzosen errangen Erfolge am Lande, aber hier wie zur See schwanden ihre Kräfte dahin. Im Jahre 1759 fiel dort Quebec, hier kamen alle Unternehmungen der Franzosen auf dem Festlande zum Stillstand und ihre Seestreitkräfte räumten, völlig erschöpft, zu Ende des Jahres endgültig die indischen Gewässer. Auch in Westindien, wo sich die Gegner bis 1758 die Wage gehalten und auf den kleinen Krieg beschränkt hatten, bekamen die Engländer in diesem Jahre die Übermacht und eroberten 1759 Guadeloupe.

Man sah in Frankreich endlich die Unmöglichkeit ein, auf allen Kriegsschauplätzen mit Erfolg zu fechten, ja überhaupt den Land- und Seekrieg gleichzeitig weiterzuführen, und war zu dem Entschlusse gekommen, alle Seestreitkräfte zu einem Hauptschlage zusammenzuraffen. Einsichtsvolle Männer hatten ihre Ansicht dahin ausgesprochen, daß England als Frankreichs gefährlichster Gegner anzusehen sei, daß der deutsche Krieg das Land nur an Geld und Menschen ruiniere, und daß ein Einfall in England die einzige Möglichkeit sei, den unheilvollen Kampf günstig zu beenden. Jetzt aber war es zu einem solchen Unternehmen zu spät; von einer Überrumpelung des Gegners konnte keine Rede mehr sein, und das Verhältnis der Stärke zur See hatte sich noch viel ungünstiger für Frankreich gestaltet. Trotzdem es die fernen Gewässer aufgab, standen ihm nur 12 Schlachtschiffe in Toulon und 21 in Brest zur Verfügung; England konnte diesen, ohne seine anderen Aufgaben zu vernachlässigen, 15 und 27 entgegenstellen und behielt dann noch Reserven übrig. Wie es mit der Brauchbarkeit der französischen Streitkräfte bestellt war, zeigt der Umstand, daß de Conflans die aus Westindien zurückgekehrten Schiffe, die seiner Brestflotte dem Gegner an Zahl überlegen gemacht hätte, nicht einstellte, sondern deren Besatzungen zum Auffüllen seiner Besatzungen benutzte. Beide Teile der französischen Flotte wurden von ihren Gegnern bei Lagos und Quiberon vernichtend geschlagen.

Von nun an gab Frankreich alle größeren Unternehmungen zur See auf und England heimste seine Ernte ein. 1760 fiel Montreal und damit Kanada, 1761 Pondichery, mit ihm Ostindien; in Westindien wurde 1762 Martinique nebst fast allen übrigen französischen Inseln erobert; England gewann 1761 sogar einen Stützpunkt für seine Blockade an der feindlichen Küste selbst durch die Einnahme der Insel d'Aix. Die letzte ferne Besitzung Frankreichs, sein Teil der Insel Haiti, St. Domingue — Senegambien war schon 1758 verloren gegangen, — wäre wohl nach Martinique an die Reihe gekommen, wenn sich England nicht zunächst gegen Spanien, seinen neu hinzugetretenenFeind, gewandt hätte. Diesem Staate kostete seine Verbindung mit Frankreich, ehe es diesem irgendwie hatte nützen können, 1762 Havanna sowie die Philippinen. Außerdem war Frankreichs Seehandel vernichtet und damit die Hauptquelle für die zur Kriegführung nötigen Gelder versiegt; Englands Handel und Industrie wuchsen dagegen während des Krieges und lieferten ihm reiche Mittel.

Englandverdankte seine Erfolge nur der richtigen Verwendung seiner überwältigenden Seemacht, die während des Krieges fortlaufend an Kraft gewann; kaum je hat sich der Einfluß einer solchen durchschlagender gezeigt, als in diesem großen See-undKolonialkriege.

Frankreichunterlag, weil es seine Marine nicht genügend für den unabwendbaren Waffengang vorbereitet hatte, und sie dann während des Krieges vernachlässigte; wurde doch sogar im Februar 1757 ein tüchtiger Marineminister seines Postens enthoben, bis 1761 durch ungeeignete Persönlichkeiten ersetzt (vgl. 30), und der dann folgende Aufschwung kam für diesen Krieg zu spät. Die vorhandenen Kräfte wurden aber auch nur schwächlich verwendet. Hervorragende französische Schriftsteller schieben die Schuld hierfür besonders den höheren Führern zu, doch geschieht dies zu Unrecht. Einmal ist es Aufgabe der Regierung, tüchtige Männer auf die wichtigen Posten zu stellen — und tüchtige Offiziere besaß die Marine zweifellos —, sowie diesen die nötigen Mittel in brauchbarem Zustande in die Hand zu geben. Dann aber spricht für die Beschuldigten der Umstand, den wir schon mehrfach berührt haben. Ihre Aufgaben waren meistens eng begrenzt und ihre Instruktionen wiesen darauf hin, vorsichtig zu verfahren, es nicht zu zweifelhaften Kämpfen kommen zu lassen, sondern das kostspielige Material zu schonen. Nach solchen Bestimmungen handeltenLa Gallissonnièrenach der Schlacht bei Minorca 1756 undDubois de la Motte1757 in Nordamerika, wenn sie ihre augenblickliche Überlegenheit nicht ausnutzten. Derartige Mahnungen, schon im vorigen Kriege üblich, mußten aber nach und nach den Schneid und den Wagemut der höheren Führer überhaupt lähmen und sie auf stete Verteidigung hinführen; sie eigneten sich die Gewohnheit an, freiwillig das Feld zu räumen, sobald es ihnen ein Gegner, selbst ein schwächerer, in kühner Weise streitig machte, obgleich doch sonst eine ängstliche Defensive wahrlich nicht dem französischen Charakter entspricht.

Nach diesen Leitsätzen handelten dann die Führer, auch wenn sie nicht ausdrücklich darauf hingewiesen waren, so z. B.de Conflansbei Quiberon 1759 undd'Achéin Indien 1758/59; bei diesen sprach auch noch der berechtigte Mangel an Vertrauen auf ihre Streitkräfte mit. Diese von der Oberleitung der französischen Marine in den Kriegen Ludwigs XV. vertretene Auffassung, die den Admiralen aufgab, ihre Schiffe zu schonen, beruht auf völligem Verkennen der Grundsätze für eine Kriegführung, die durchschlagenden Erfolg erringen will, besonders einer solchen zur See. Die Betrachtung der früheren Seekriege (im ersten Bande) lehrt, wie sich die Strategie naturgemäß derartig entwickelte, daß die Niederwerfung der feindlichenSeestreitkräfte und damit die Erringung der Seeherrschaft immer mehr in den Vordergrund trat.

Es ist auffallend, daß Frankreich fast stets den Seekrieg anders aufgefaßt hat. Schon unterLudwigXIV. zeigen sich Beispiele dafür und auch unterLudwigXVI. blieb es ähnlich, obgleich die Marine weit stärker geworden war. Noch 1802 schrieb eine französische Autorität in bezug auf Seekriegführung (A. Ramatuelle, Cours élémentaire de tactique naval; Paris 1802): „Die französische Marine hat stets den Ruhm höher geschätzt, eine Eroberung zu sichern oder zu halten, als den vielleicht glänzenderen, aber tatsächlich weniger nützlichen, einige Schiffe zu nehmen; sie hat sich damit mehr dem wahren Ziele genähert, das man sich im Kriege steckt.“

Mahan[109]sagt hierzu (gekürzt): „Die Richtigkeit dieses Schlusses hängt von der Ansicht ab, die man vom wahren Zweck des Seekrieges hat. Kommt es nur darauf an, eine Stellung an der Küste zu sichern, so wird die Marine für diesen besonderen Zweck ein Teil der Armee und ordnet sich deren Tätigkeit unter. Ist jedoch der wahre Zweck der, des Gegners Seeherrschaft zu brechen, ihm die Verbindung mit sonstigen Besitzungen abzuschneiden und seinen Handel abzugraben, so bildet dessen Marine das Angriffsobjekt. Diesem Verfahren verdankt England seine Seeherrschaft; hier sagte schonMonk, wer die See beherrschen wolle, müsse stets angreifen. —Gallissonnièrehielt die Unterstützung der Belagerung von Port Mahon für wichtiger als die Vernichtung der englischen Flotte; England erhielt aber Minorca nur infolge seiner Seeherrschaft zurück. Schon die Seeschlacht bei der Insel und die Einnahme der Festung hatte im französischen Volke Begeisterung für die Flotte erregt; hätte Gallissonnière dem Gegner auch noch 4 oder 5 Schiffe abgenommen, so wäre dieselbe vielleicht gleich der von 1760 geworden und die Regierung hätte sie schon damals zum Ausbau der Flotte ausnützen können.“ Allerdings hat der Erfolg damals, nach Äußerung eines französischen Autors, auf den Marineminister so wenig Eindruck gemacht, „daß er es für angebracht hielt, die Schiffe und Takelagen zu verkaufen, die wir noch in unseren Häfen hatten“.

Aber selbst wenn ein Staat die strategische Offensive nicht zu ergreifen vermag, um die Seeherrschaft zu erringen — in welcher Lage sich Frankreich im besprochenen Kriege bald befand —, so muß er doch auch in der strategischen Defensive gegen die feindlichen Streitkräfte vorgehen, wo es irgend möglich ist; das Vermeiden des Kampfes, um die teuern Schiffe zu schonen, kann auch hier keine Erfolge zeitigen.

Über Taktik.Die rangierten Schlachten dieses Krieges — Minorca 1756, Cuddalore sowie Negapatam 1758, Porto Novo 1759 — liefern gute Beispiele für die Taktik, die diesen Abschnitt kennzeichnet[110]. In ihnen folgen die Engländer genau ihrer Gefechtsinstruktion — gleichzeitiger Angriff auf die ganze feindliche Linie unter strenger Aufrechterhaltung der Ordnung —, deren Schwächen sich in jedem Falle deutlich zeigen. Sie sind infolgedessen nie imstande, den Gegner niederzuwerfen, auch wenn sie ihn durch Ungestüm erschüttert haben. Der Verlauf der Schlacht bei Minorca führt über den Admiral wieder ein Kriegsgericht herbei, aus dessen Spruch die engherzige Auffassung der Gefechtsinstruktion zu ersehen ist. Diese große rangierteSchlacht zeigt auch zum ersten Male die französische Taktik in ihrer vollen Eigenart: Das Erwarten des Angriffs in freiwillig gewählter Leestellung; das Ausweichen der Spitze, sobald der Gegner zum Nahkampf heran ist; das Vorbeiziehen der ganzen Linie an den vordersten, schon beschädigten feindlichen Schiffen; das Einnehmen einer neuen Stellung, um einem zweiten Angriff zu begegnen. Auch bei den drei Kämpfen in Indien tritt die rein defensive Taktik der Franzosen, hier wohl noch mehr im Widerspruch zum Volkscharakter, hervor. Wie schon mehrfach angedeutet, entsprang diese nicht nur der Überlegung, die Schwächen der englischen Angriffsart auszunutzen, sondern auch dem Bestreben, das Material zu schonen; die Führer hielten sich für verpflichtet, abzubrechen, ehe der Kampf eine zu ernste Wendung nahm. Da nun die Engländer infolge starker Beschädigung eines Teiles ihrer Schiffe nie zum zweiten Angriff schreiten konnten, so blieben die rangierten Schlachten sämtlich unentschieden.

Die beiden großen und ausschlaggebenden, ja sogar für den Krieg entscheidenden Kämpfe — Lagos und Quiberon 1759 — waren, wie die beiden Entscheidungsschlachten bei Finisterre im vorhergegangenen Kriege, Verfolgungsgefechte. In ihnen verdankten die Engländer dem Schneid ihrer Admirale sowie der seemännisch-militärischen Tüchtigkeit ihrer Offiziere und Mannschaften den Sieg; die Franzosen unterlagen infolge taktischer Fehler ihrer Führer und der Minderwertigkeit des übrigen Personals. In beiden Fällen zeigt sich der große Nachteil, der einer verfolgten Flotte aus ungleicher Geschwindigkeit der Schiffe erwächst. Sie beweisen aber auch, daß der Führer diesem Umstande Rechnung tragen muß; aus einem Rückzuge wird sonst leicht eine regellose Flucht mit ihrem niederdrückenden Einfluß; eine moralische Überlegenheit besitzt der Verfolger ja schon von vornherein. Es tritt in diesen Schlachten auch wieder die Richtigkeit des Grundsatzes hervor, daß der Verfolger eines fliehenden Feindes auf die eigene Ordnung nur soweit Rücksicht nehmen soll, als nötig ist, um den Schiffen gegenseitige Unterstützung zu sichern; in beiden Fällen handelten die Engländer hiernach.

Die Angriffe auf feindliche Küsten[111]in diesem Kriege bestätigen weiter die schon früher gezogenen Lehren.Die Eroberung Minorcas1756 gelang, weil Frankreich die See beherrschte. Dies war nur eine Folge der Nachlässigkeit Englands; hätte dessen Mittelmeerstation 12 anstatt 3 Linienschiffe gezählt, so würde der Gegner wahrscheinlich nicht einmal den Versuch gewagt haben. Dieser Fehler ist weder mit völliger Unkenntnis noch mit Mangel an Kräften zu entschuldigen. — In demVersuch Frankreichs, in England zu landen, 1759, findet Colomb vor allem einen Verstoß gegen den Grundsatz des Seekrieges, daß ein solches Unternehmen nur nach Eroberung der See nicht gleichzeitig mit dieser sicheren Erfolg verspricht.Colombführt aus (hier gekürzt):

„Frankreich hatte Geschwader in Brest, Rochefort, Toulon und Westindien; gute Anordnungen vorausgesetzt und von Fehlern sowie unglücklichen Zufällen abgesehen, war Möglichkeit vorhanden, die getrennten englischen Beobachtungsgeschwader einzeln mit Übermacht zu schlagen. Hieraufhin mußte der Plan gemacht werden, reichten die Kräfte dazu nicht aus, so genügten sie noch weniger zu dem Versuche, ein Heer angesichts anerkannt überlegener Seestreitkräfte über das Meer zu führen. Glaubte man aber an die Möglichkeit, daß der Transport unbelästigt durchschlüpfen könne, so war es unnötig, ihn durch die Hauptflotte begleiten zu lassen. — Bei der Ausführung des Versuches treten weitere Fehler auf. Es war falsch, die Transportmittel für den Teil der Invasion, der über den Kanal erfolgen sollte, in Havre zu sammeln, wo sie leicht vom Gegner vernichtet werden konnten (wie es tatsächlich durch Rodney geschah) und auchde la Cluedurfte für sein Geschwader auf dem Marsche von Toulon nach Brest nicht Cadiz als Sammelpunkt bestimmen; dieser Umstand (zu große Nähe bei dem englischen Beobachtungsposten Gibraltar) rief die anderen Fehler hervor, die zu seiner Niederlage bei Lagos führten. Weshalb endlich gingde Conflanszum Abholen des Transportes zur Quiberonbucht? Seine Aufgabe wäre gewesen, die englische Flotte, als sie die Blockade hatte unterbrechen müssen, zu suchen und sie möglichst fern von dem Transporte zu engagieren. Mit den von Westindien zurückgekehrten Schiffen wäre er dem Gegner überlegen gewesen, aber selbst wenn er geschlagen wäre, hätte er denselben vielleicht so geschwächt, daß der Transport nun tatsächlich unter dem Schutz der besonders dazu bestimmten Bedeckung das Ziel unbelästigt hätte erreichen können. Dadurch aber, daß de Conflans zur Quiberonbucht ging, zog er den Gegner gerade zum Transport hin und machte dessen Segeln unmöglich.“

Colombs Ausführung enthält viel Bemerkenswertes, sie rechnet aber auch mit verschiedenen Umständen, die auf französischer Seite nicht vorlagen. So wissen wir, daß Conflans die westindischen Schiffe aus berechtigtem Grunde nicht zur Verstärkung seiner Flotte heranzog, daß das zur besonderen Bedeckung des Transportes bestimmte Geschwader nicht von Brest zur Quiberonbucht hatte gelangen können, und daß die Engländer diesen Platz ebenfalls blockierten; hätte Conflans die Bedeckung nach seinem Inseegehen abgezweigt, so wäre er um so viel Schiffe schwächer gewesen. — Während der später noch vorgekommenen großen Landungen — auf Guadeloupe, Martinique und Belle-Ile — waren die Engländer stets unbestritten Herren der See ebenso bei denBelagerungen von Küstenstädten— Louisbourg, Havanna, Manila —, für deren Eroberung dann naturgemäß den Landstreitkräften wieder die Hauptaufgabe zufiel. Mit einfachen Beschießungen von Küstenplätzen (am Kanal) haben die Engländer wohl stets die Schädigung des feindlichen Landes wie die Schwächung der Freibeuterei bezweckt, wenn auch als Hauptgrund für die Bedrohung der französischen Küsten das Ablenken Frankreichs vom deutschen Kriege angegeben wird.

Fußnoten:[68]Französische Geschichtschreiber sagen dagegen, England habe den baldigen Ausbruch eines Krieges gewünscht, um sein Ziel, die Vernichtung der französischen See- und Kolonialmacht, zu erreichen, ehe die französische Flotte ausgebaut sei. Dies dürfte, wenn auch nicht der Ansicht der damaligen Regierung, so doch wohl der eines großen Teils des englischen Volkes entsprochen haben.[69]Näheres hierüber, so auch einzelne, besonders hervortretende Fälle, vgl. de Jonge, Band IV, Seite 314 ff.[70]Clowes, Band III, Seite 238, setzt diese Eroberung (mit sonst gleichen Monats- und Tagesangaben) wohl irrtümlich auf 1761 und beschreibt sie unter den Ereignissen dieses Jahres im Gegensatz zu allen anderen Geschichtsbüchern.[71]Die Bedingungen, soweit sie die Kolonien betrafen (und dies war die Hauptsache), sehr genau in Zimmermann, Band II, sowie Band IV.[72]Der Einfluß des Pariser Friedens auf die Beendigung des Siebenjährigen Krieges ist bereits Seite 123 geschildert.[73]St. Lucia, zu Luward von Guadeloupe und Martinique gelegen, war vorzüglich geeignet, diese wichtigen französischen Inseln zu überwachen, wie sich 1782 zeigen sollte.[74]Die innere Geschichte der Marinen Frankreichs und Englands ist schon im Kapitel II (Seite 24 ff.) behandelt, dort sind auch (Seite 33) die beiden Marinen auf ihren Wert an Material und Personal verglichen. Wir beschränken uns hier deshalb fast ganz auf Angaben über die Schiffsbestände und Schiffsverluste in diesem Kriege. Diese Angaben stützen sich auf Charnock, Teil III, Seite 174, 178, 183, 196, der auch die Namen der Schiffe angibt (über Spanien ebenfalls). Die Verluste der drei Marinen vgl. auch Clowes III, Seite 310 ff. (gleichfalls mit Namen).[75]Besonders benutzte Quellen: Clowes, Band III; Lacour I; Mahan I; Troude, Band I; Bonfils, Band II; für die politischen Verhältnisse sowie den Krieg am Lande in den Kolonien Zimmermann. Band II und IV.[76]Es war in Frankreich üblich, Linienschiffe „en flûte“ zu armieren, wenn sie Truppen und Material nach den Kolonien brachten. Es waren dann, um Raum zu gewinnen, nur 20–22 Kanonen aufgestellt, die anderen wurden zurückgelassen oder in den Lasten verstaut. — Französische Quellen sagen, im vorliegenden Falle sei es auch aus Sparsamkeit geschehen, sowie, um England nicht zu reizen.[77]Lacour I, Seite 244 ff., bringt einige dieser Pläne.[78]Roland Michel, Marquis de La Gallissonnière, geboren 1693, trat 1710 in die Marine, wurde, da er keine besondere Protektion besaß, nur langsam befördert: 1726 Leutnant, 1738 Kapitän, 1750 Chef d'Escadre, 1755 Lieutenant-Général. Er diente unter Gabaret und de Court mit Auszeichnung im Österreichischen Erbfolgekriege; war 1747–1750 Gouverneur von Kanada und sorgte für die Befestigungen an dessen Grenzen; einige Jahre in Landstellungen der Marine, führte er 1754 und 1755 Schulgeschwader im Mittelmeer und machte sich verdient um Geschwaderübungen sowie Signalwesen. Er kommandierte in der Schlacht bei Minorka 1756 und starb am 26. Oktober desselben Jahres. Gallissonnière war ein tüchtiger Offizier, aber doch kein höherer Führer und auch jetzt wohl zu alt, sonst hätte er seinen Erfolg bei Minorka besser ausgenutzt.[79]Näheres vgl. Lacour I, Seite 263.[80]Näheres über Byngs Bericht, das Kriegsgericht und seinen Tod vgl. Clowes, Band III, Seite 152–160.[81]Genaueres bieten Clowes III, Seite 192–195; Lacour I, Seite 312–317.[82]Näheres über die verschiedenen Entwürfe, die in den verflossenen Jahren sowie jetzt in Erwägung gezogen sind, vgl. Lacour I, Seite 293–303 sowie Seite 318 bis 322. Wir geben auch den nachstehenden Plan nach dieser Quelle; andere französische oder englische Angaben weichen nur unwesentlich ab.[83]Morbihanbuchtist der Sammelname für die verschiedenen Meerbusen, die östlich der Quiberonbai in das Land eindringen.[84]De La Clue-Sabrantrat 1715 in die Marine, wurde 1727 Enseigne, 1734 Lieutenant, 1742 Capitaine, war Schiffskommandant bei Toulon (1744), wurde 1755 Chef d'Escadre und führte bei Minorka (1755) die Nachhut. Bei Lagos schwer verwundet, wurde er nicht mehr aktiv verwendet, schied aber erst 1764 mit der Pension eines Lieutenant-Général aus dem Dienste.[85]R. Honorable Edward Boscawen, geboren 1716, hatte sich schon im österreichischen Erbfolgekriege bei Vernons Expedition in Westindien und in der Schlacht bei Finisterre (1747) als Kommandant, dann als Kontreadmiral und Befehlshaber in den indischen Gewässern (vor Pondicherry 1748) ausgezeichnet. Im Siebenjährigen Kriege war er als Vizeadmiral 1755 Chef der Station in Nordamerika, 1756/57 leitete er zeitweise die Blockade von Brest, 1758 nahm er als Admiral Louisbourg. Nach dem Siege von Lagos wurde er zum „General of Marines“ (nur ein Ehrentitel) befördert. 1760 leitete er wieder (abwechselnd mit Hawke) die Blockade von Brest; er starb am 10. Januar 1761.[86]NachColomb, Seite 139, gab es zu dieser Zeit in der französischen Marine noch keine genauen Nachtkurssignale; der Admiral konnte in vorliegendem Falle für seinen Zweck nur etwa signalisieren: „Raum segeln über Backbordbug“.[87]Hubert de Brienne, Chevalier (später Comte) de Conflans, trat 1706 in die Marine ein, wurde bei dem damals schlechten Avancement erst 1712 Enseigne, 1727 Lieutenant de vaisseau, 1735 Capitaine (1747 Gouverneur von St. Domingue), 1748 Chef d'Escadre, 1752 Lieutenant-Général, 1756 Vizeadmiral der Levante und 1758 Marschall. Im Österreichischen Erbfolgekriege zeichnete er sich dadurch aus, daß er mehrmals mit nur wenig Kriegsschiffen starke Konvois von Kauffahrern oder Transportern glücklich nach und von Westindien führte. Im Siebenjährigen Kriege Chef der Streitkräfte am Atlantik, hatte er bisher keine Gelegenheit zu kriegerischer Tätigkeit gehabt, da die verfügbaren Schiffe stets überseeisch verwendet waren. Jetzt war er gegen 70 Jahre alt und, wenn auch ein tüchtiger Offizier, seiner hohen Stellung und schweren Aufgabe wohl kaum noch gewachsen; er starb am 22. Januar 1777 in Paris.[88]Nach Troude I (dort Seite 381 ff. wörtlich der Flottenbefehl Conflans' vor der Abfahrt, sowie dessen Bericht über seine Absichten, als er den Gegner sichtete, und über den Verlauf der Schlacht); Clowes III; Lacour I; Mahan I; Colomb. — Die Schlacht wird in Frankreich auch „La bataille des Cardinaux“ genannt.[89]Vgl. Lacour I, Seite 330 ff.; Verteidigungen der Betroffenen vgl. Troude I, Seite 385 ff. und 399.[90]Näheres über das Schicksal dieser Schiffe, die mit Geschick die Blockade brachen, vgl. Lacour I, Seite 347, und Troude II, Seite 403 und 415. Bei Troude, Seite 405, auch Bemerkenswertes über den Versuch des Admirals Hawke, durch Verhandlungen in den Besitz der Artillerie des „Soleil Royal“ zu kommen und die Besatzung des anderen gestrandeten Schiffes als kriegsgefangen ausgeliefert zu erhalten.[91]Boscawen führte das Kommando vom Frühsommer bis August 1760; er starb im Januar 1761.[92]Im Anschluß an die Ereignisse des Krieges 1744–1748 (93 ff.); Hauptquellen vgl. 131.[93]Kanada zählte 1756 ungefähr 80000 Weiße gegen 425000 in den Neuenglandstaaten, 457000 in den mittleren und 283000 in den Südstaaten. Die letztgenannten kamen allerdings bei einem Kriege nicht in Betracht, da sie der starken Negerbevölkerung wegen keine Milizen ausrücken lassen konnten. In den mittleren Staaten lebten gegen 70000, in den südlichen gar 178000 Farbige, in den Nordstaaten nur 11000.[94]Nach Clowes III, Seite 183; Lacour I, Seite 361; Troude I, Seite 369.[95]1760 zerstörten die Engländer die Befestigungen von Louisbourg vollständig; sie sind nicht wieder erbaut, aber noch kenntlich.[96]Louis Antoine de Bougainville, später als Seefahrer berühmt, war ursprünglich Jurist und 1755 Gesandtschaftssekretär in London; bei Quebec Adjutant Montcalms; 1763 Kapitän zur See, umsegelte er 1766–1769 die Erde und entdeckte den Salomons- sowie den Bismarckarchipel; diente im nordamerikanischen Befreiungskriege als Chef d'Escadre und wurde 1791 Lieutenant-Général. Während der Revolution zog er sich zurück; er wurde von Napoleon zum Senator ernannt und starb 1811.[97]Nach Zimmermann, der wohl nur die regulären Soldaten zählt, denn englische Angaben sprechen von 14000 Mann.[98]Ein abenteuerlicher Versuch Frankreichs, 1762 nochmals in Neufundland Fuß zu fassen, soll zu Ende des „Kleinen Krieges“ geschildert werden.[99]Hafenstadt an der Nordwestküste der Insel Haiti, im damaligen französischen Teile St. Domingue undCap Françaisgenannt; jetzt eigentlich Le Cap Haiti, oft aber nur Le Cap bezeichnet. Cap Français war der Haupthafen für die französische St. Dominguestation sowie Sammelplatz der französischen Westindienfahrer vor ihrer Abreise im Konvoi nach Europa.[100]Genaueres über die Besitzungen beider Länder in Westafrika vgl. Band I, Seite 619 ff., sowie Zimmermann, Band III, Seite 361 und Band IV, Seite 217.[101]Im Anschluß an Seite 97–107. — Die Verhältnisse in Indien, die sehr verwickelten Streitigkeiten der indischen Herrscher, in die die englische und französische Kompagnie des eigenen Vorteils halber eingriffen, geben wir nur soweit, als es zum Verständnis der kriegerischen Unternehmen nötig erscheint, insbesondere, um das Auftreten der Seestreitkräfte zu verstehen und zu würdigen. Genaueres findet man in Zimmermann, Band III, Seite 311 und Band IV, Seite 188 ff., wo die Geschichte der englischen und französischen Kolonie in Indien von 1748 an fortgeführt wird. Diese ist sehr lesenswert und man ersieht aus ihr, wie die Kompagnien mit wenig hundert Mann Europäern und einigen tausend Sepoys Einfluß über Staaten gewannen, deren Heere nach Zehn- ja Hunderttausenden zählten.[102]Robert Clive, geboren 1725, kam 1743 als Beamter der jüngsten Klasse (Schreiber) der Kompagnie nach Madras, ging aber bald zum Kriegsdienst über und zeichnete sich schon als Fähnrich bei der Belagerung von Pondicherry 1748 aus. Jetzt war er erst 26 Jahre alt, aber mit scharfem, militärischem Blick begabt und in den indischen Angelegenheiten sehr erfahren. Durch seine Erfolge in Bengalen in diesem Kriege wurde er der Begründer der englischen Macht in Indien.[103]Nach: Mahan I; Bonfils II; Clowes III; Troude I.[104]So sagt z. B. Clowes, die Schlacht biete nichts taktisch Bemerkenswertes; Bonfils schreibt, nähere Angaben seien nicht vorhanden.[105]Ein geringer Erfolg desComte d'Estaingin den indischen Gewässern 1759/60 soll bei Schilderung des Kleinen Krieges erwähnt werden.[106]Bekanntlich lief jährlich ein Schiff mit Schätzen und Waren von Manila nach Acapulco in Mexiko aus und umgekehrt kam von dort ein Schiff mit Geld für die Waren, sowie mit der jährlichen Subvention für die Kolonie von Acapulco nach Manila; diese nannte man Acapulcoschiffe.[107]Vgl. hierzu das über den Handelskrieg, sowie über den Wert des Kreuzerkrieges im ersten Bande, Seite304und Seite471Gesagte. — Hervorragende Zusammenstöße von Kriegsschiffen im Kleinen Kriege sowie sonstige bemerkenswerte Angaben über diesen findet man in den englischen und französischen Spezialwerken; so z. B. Clowes III, Kapitel Minor actions, und Troude I.[108]Bei dieser Betrachtung sei zur Ergänzung auf die Auslassungen hingewiesen, die wir schon vor der Schilderung des Kriegsverlaufes (Seite 123 ff.) über die Kriegführung der Gegner, sowie ihre strategischen Pläne und Maßnahmen aus dem dort angeführten Grunde genauer gegeben haben, als es bei den früheren Kriegen geschehen ist.[109]Mahan I, Seite 276. Dieser Autor läßt sich, dem Zwecke seines Werkes entsprechend, überhaupt sehr eingehend über den hier angeregten Punkt aus; vgl. z. B. Seite 73/75, 276/77, 324/25.[110]Über diese Taktik vgl. Seite36ff., sowie Seite113.[111]Anschließend an Seite 113 ff.; wie dort ist hier weiter dem Werke Colombs, Kapitel VII, Seite 135 ff., und Kapitel XVI, Seite 356 ff., gefolgt.

Fußnoten:

[68]Französische Geschichtschreiber sagen dagegen, England habe den baldigen Ausbruch eines Krieges gewünscht, um sein Ziel, die Vernichtung der französischen See- und Kolonialmacht, zu erreichen, ehe die französische Flotte ausgebaut sei. Dies dürfte, wenn auch nicht der Ansicht der damaligen Regierung, so doch wohl der eines großen Teils des englischen Volkes entsprochen haben.

[68]Französische Geschichtschreiber sagen dagegen, England habe den baldigen Ausbruch eines Krieges gewünscht, um sein Ziel, die Vernichtung der französischen See- und Kolonialmacht, zu erreichen, ehe die französische Flotte ausgebaut sei. Dies dürfte, wenn auch nicht der Ansicht der damaligen Regierung, so doch wohl der eines großen Teils des englischen Volkes entsprochen haben.

[69]Näheres hierüber, so auch einzelne, besonders hervortretende Fälle, vgl. de Jonge, Band IV, Seite 314 ff.

[69]Näheres hierüber, so auch einzelne, besonders hervortretende Fälle, vgl. de Jonge, Band IV, Seite 314 ff.

[70]Clowes, Band III, Seite 238, setzt diese Eroberung (mit sonst gleichen Monats- und Tagesangaben) wohl irrtümlich auf 1761 und beschreibt sie unter den Ereignissen dieses Jahres im Gegensatz zu allen anderen Geschichtsbüchern.

[70]Clowes, Band III, Seite 238, setzt diese Eroberung (mit sonst gleichen Monats- und Tagesangaben) wohl irrtümlich auf 1761 und beschreibt sie unter den Ereignissen dieses Jahres im Gegensatz zu allen anderen Geschichtsbüchern.

[71]Die Bedingungen, soweit sie die Kolonien betrafen (und dies war die Hauptsache), sehr genau in Zimmermann, Band II, sowie Band IV.

[71]Die Bedingungen, soweit sie die Kolonien betrafen (und dies war die Hauptsache), sehr genau in Zimmermann, Band II, sowie Band IV.

[72]Der Einfluß des Pariser Friedens auf die Beendigung des Siebenjährigen Krieges ist bereits Seite 123 geschildert.

[72]Der Einfluß des Pariser Friedens auf die Beendigung des Siebenjährigen Krieges ist bereits Seite 123 geschildert.

[73]St. Lucia, zu Luward von Guadeloupe und Martinique gelegen, war vorzüglich geeignet, diese wichtigen französischen Inseln zu überwachen, wie sich 1782 zeigen sollte.

[73]St. Lucia, zu Luward von Guadeloupe und Martinique gelegen, war vorzüglich geeignet, diese wichtigen französischen Inseln zu überwachen, wie sich 1782 zeigen sollte.

[74]Die innere Geschichte der Marinen Frankreichs und Englands ist schon im Kapitel II (Seite 24 ff.) behandelt, dort sind auch (Seite 33) die beiden Marinen auf ihren Wert an Material und Personal verglichen. Wir beschränken uns hier deshalb fast ganz auf Angaben über die Schiffsbestände und Schiffsverluste in diesem Kriege. Diese Angaben stützen sich auf Charnock, Teil III, Seite 174, 178, 183, 196, der auch die Namen der Schiffe angibt (über Spanien ebenfalls). Die Verluste der drei Marinen vgl. auch Clowes III, Seite 310 ff. (gleichfalls mit Namen).

[74]Die innere Geschichte der Marinen Frankreichs und Englands ist schon im Kapitel II (Seite 24 ff.) behandelt, dort sind auch (Seite 33) die beiden Marinen auf ihren Wert an Material und Personal verglichen. Wir beschränken uns hier deshalb fast ganz auf Angaben über die Schiffsbestände und Schiffsverluste in diesem Kriege. Diese Angaben stützen sich auf Charnock, Teil III, Seite 174, 178, 183, 196, der auch die Namen der Schiffe angibt (über Spanien ebenfalls). Die Verluste der drei Marinen vgl. auch Clowes III, Seite 310 ff. (gleichfalls mit Namen).

[75]Besonders benutzte Quellen: Clowes, Band III; Lacour I; Mahan I; Troude, Band I; Bonfils, Band II; für die politischen Verhältnisse sowie den Krieg am Lande in den Kolonien Zimmermann. Band II und IV.

[75]Besonders benutzte Quellen: Clowes, Band III; Lacour I; Mahan I; Troude, Band I; Bonfils, Band II; für die politischen Verhältnisse sowie den Krieg am Lande in den Kolonien Zimmermann. Band II und IV.

[76]Es war in Frankreich üblich, Linienschiffe „en flûte“ zu armieren, wenn sie Truppen und Material nach den Kolonien brachten. Es waren dann, um Raum zu gewinnen, nur 20–22 Kanonen aufgestellt, die anderen wurden zurückgelassen oder in den Lasten verstaut. — Französische Quellen sagen, im vorliegenden Falle sei es auch aus Sparsamkeit geschehen, sowie, um England nicht zu reizen.

[76]Es war in Frankreich üblich, Linienschiffe „en flûte“ zu armieren, wenn sie Truppen und Material nach den Kolonien brachten. Es waren dann, um Raum zu gewinnen, nur 20–22 Kanonen aufgestellt, die anderen wurden zurückgelassen oder in den Lasten verstaut. — Französische Quellen sagen, im vorliegenden Falle sei es auch aus Sparsamkeit geschehen, sowie, um England nicht zu reizen.

[77]Lacour I, Seite 244 ff., bringt einige dieser Pläne.

[77]Lacour I, Seite 244 ff., bringt einige dieser Pläne.

[78]Roland Michel, Marquis de La Gallissonnière, geboren 1693, trat 1710 in die Marine, wurde, da er keine besondere Protektion besaß, nur langsam befördert: 1726 Leutnant, 1738 Kapitän, 1750 Chef d'Escadre, 1755 Lieutenant-Général. Er diente unter Gabaret und de Court mit Auszeichnung im Österreichischen Erbfolgekriege; war 1747–1750 Gouverneur von Kanada und sorgte für die Befestigungen an dessen Grenzen; einige Jahre in Landstellungen der Marine, führte er 1754 und 1755 Schulgeschwader im Mittelmeer und machte sich verdient um Geschwaderübungen sowie Signalwesen. Er kommandierte in der Schlacht bei Minorka 1756 und starb am 26. Oktober desselben Jahres. Gallissonnière war ein tüchtiger Offizier, aber doch kein höherer Führer und auch jetzt wohl zu alt, sonst hätte er seinen Erfolg bei Minorka besser ausgenutzt.

[78]Roland Michel, Marquis de La Gallissonnière, geboren 1693, trat 1710 in die Marine, wurde, da er keine besondere Protektion besaß, nur langsam befördert: 1726 Leutnant, 1738 Kapitän, 1750 Chef d'Escadre, 1755 Lieutenant-Général. Er diente unter Gabaret und de Court mit Auszeichnung im Österreichischen Erbfolgekriege; war 1747–1750 Gouverneur von Kanada und sorgte für die Befestigungen an dessen Grenzen; einige Jahre in Landstellungen der Marine, führte er 1754 und 1755 Schulgeschwader im Mittelmeer und machte sich verdient um Geschwaderübungen sowie Signalwesen. Er kommandierte in der Schlacht bei Minorka 1756 und starb am 26. Oktober desselben Jahres. Gallissonnière war ein tüchtiger Offizier, aber doch kein höherer Führer und auch jetzt wohl zu alt, sonst hätte er seinen Erfolg bei Minorka besser ausgenutzt.

[79]Näheres vgl. Lacour I, Seite 263.

[79]Näheres vgl. Lacour I, Seite 263.

[80]Näheres über Byngs Bericht, das Kriegsgericht und seinen Tod vgl. Clowes, Band III, Seite 152–160.

[80]Näheres über Byngs Bericht, das Kriegsgericht und seinen Tod vgl. Clowes, Band III, Seite 152–160.

[81]Genaueres bieten Clowes III, Seite 192–195; Lacour I, Seite 312–317.

[81]Genaueres bieten Clowes III, Seite 192–195; Lacour I, Seite 312–317.

[82]Näheres über die verschiedenen Entwürfe, die in den verflossenen Jahren sowie jetzt in Erwägung gezogen sind, vgl. Lacour I, Seite 293–303 sowie Seite 318 bis 322. Wir geben auch den nachstehenden Plan nach dieser Quelle; andere französische oder englische Angaben weichen nur unwesentlich ab.

[82]Näheres über die verschiedenen Entwürfe, die in den verflossenen Jahren sowie jetzt in Erwägung gezogen sind, vgl. Lacour I, Seite 293–303 sowie Seite 318 bis 322. Wir geben auch den nachstehenden Plan nach dieser Quelle; andere französische oder englische Angaben weichen nur unwesentlich ab.

[83]Morbihanbuchtist der Sammelname für die verschiedenen Meerbusen, die östlich der Quiberonbai in das Land eindringen.

[83]Morbihanbuchtist der Sammelname für die verschiedenen Meerbusen, die östlich der Quiberonbai in das Land eindringen.

[84]De La Clue-Sabrantrat 1715 in die Marine, wurde 1727 Enseigne, 1734 Lieutenant, 1742 Capitaine, war Schiffskommandant bei Toulon (1744), wurde 1755 Chef d'Escadre und führte bei Minorka (1755) die Nachhut. Bei Lagos schwer verwundet, wurde er nicht mehr aktiv verwendet, schied aber erst 1764 mit der Pension eines Lieutenant-Général aus dem Dienste.

[84]De La Clue-Sabrantrat 1715 in die Marine, wurde 1727 Enseigne, 1734 Lieutenant, 1742 Capitaine, war Schiffskommandant bei Toulon (1744), wurde 1755 Chef d'Escadre und führte bei Minorka (1755) die Nachhut. Bei Lagos schwer verwundet, wurde er nicht mehr aktiv verwendet, schied aber erst 1764 mit der Pension eines Lieutenant-Général aus dem Dienste.

[85]R. Honorable Edward Boscawen, geboren 1716, hatte sich schon im österreichischen Erbfolgekriege bei Vernons Expedition in Westindien und in der Schlacht bei Finisterre (1747) als Kommandant, dann als Kontreadmiral und Befehlshaber in den indischen Gewässern (vor Pondicherry 1748) ausgezeichnet. Im Siebenjährigen Kriege war er als Vizeadmiral 1755 Chef der Station in Nordamerika, 1756/57 leitete er zeitweise die Blockade von Brest, 1758 nahm er als Admiral Louisbourg. Nach dem Siege von Lagos wurde er zum „General of Marines“ (nur ein Ehrentitel) befördert. 1760 leitete er wieder (abwechselnd mit Hawke) die Blockade von Brest; er starb am 10. Januar 1761.

[85]R. Honorable Edward Boscawen, geboren 1716, hatte sich schon im österreichischen Erbfolgekriege bei Vernons Expedition in Westindien und in der Schlacht bei Finisterre (1747) als Kommandant, dann als Kontreadmiral und Befehlshaber in den indischen Gewässern (vor Pondicherry 1748) ausgezeichnet. Im Siebenjährigen Kriege war er als Vizeadmiral 1755 Chef der Station in Nordamerika, 1756/57 leitete er zeitweise die Blockade von Brest, 1758 nahm er als Admiral Louisbourg. Nach dem Siege von Lagos wurde er zum „General of Marines“ (nur ein Ehrentitel) befördert. 1760 leitete er wieder (abwechselnd mit Hawke) die Blockade von Brest; er starb am 10. Januar 1761.

[86]NachColomb, Seite 139, gab es zu dieser Zeit in der französischen Marine noch keine genauen Nachtkurssignale; der Admiral konnte in vorliegendem Falle für seinen Zweck nur etwa signalisieren: „Raum segeln über Backbordbug“.

[86]NachColomb, Seite 139, gab es zu dieser Zeit in der französischen Marine noch keine genauen Nachtkurssignale; der Admiral konnte in vorliegendem Falle für seinen Zweck nur etwa signalisieren: „Raum segeln über Backbordbug“.

[87]Hubert de Brienne, Chevalier (später Comte) de Conflans, trat 1706 in die Marine ein, wurde bei dem damals schlechten Avancement erst 1712 Enseigne, 1727 Lieutenant de vaisseau, 1735 Capitaine (1747 Gouverneur von St. Domingue), 1748 Chef d'Escadre, 1752 Lieutenant-Général, 1756 Vizeadmiral der Levante und 1758 Marschall. Im Österreichischen Erbfolgekriege zeichnete er sich dadurch aus, daß er mehrmals mit nur wenig Kriegsschiffen starke Konvois von Kauffahrern oder Transportern glücklich nach und von Westindien führte. Im Siebenjährigen Kriege Chef der Streitkräfte am Atlantik, hatte er bisher keine Gelegenheit zu kriegerischer Tätigkeit gehabt, da die verfügbaren Schiffe stets überseeisch verwendet waren. Jetzt war er gegen 70 Jahre alt und, wenn auch ein tüchtiger Offizier, seiner hohen Stellung und schweren Aufgabe wohl kaum noch gewachsen; er starb am 22. Januar 1777 in Paris.

[87]Hubert de Brienne, Chevalier (später Comte) de Conflans, trat 1706 in die Marine ein, wurde bei dem damals schlechten Avancement erst 1712 Enseigne, 1727 Lieutenant de vaisseau, 1735 Capitaine (1747 Gouverneur von St. Domingue), 1748 Chef d'Escadre, 1752 Lieutenant-Général, 1756 Vizeadmiral der Levante und 1758 Marschall. Im Österreichischen Erbfolgekriege zeichnete er sich dadurch aus, daß er mehrmals mit nur wenig Kriegsschiffen starke Konvois von Kauffahrern oder Transportern glücklich nach und von Westindien führte. Im Siebenjährigen Kriege Chef der Streitkräfte am Atlantik, hatte er bisher keine Gelegenheit zu kriegerischer Tätigkeit gehabt, da die verfügbaren Schiffe stets überseeisch verwendet waren. Jetzt war er gegen 70 Jahre alt und, wenn auch ein tüchtiger Offizier, seiner hohen Stellung und schweren Aufgabe wohl kaum noch gewachsen; er starb am 22. Januar 1777 in Paris.

[88]Nach Troude I (dort Seite 381 ff. wörtlich der Flottenbefehl Conflans' vor der Abfahrt, sowie dessen Bericht über seine Absichten, als er den Gegner sichtete, und über den Verlauf der Schlacht); Clowes III; Lacour I; Mahan I; Colomb. — Die Schlacht wird in Frankreich auch „La bataille des Cardinaux“ genannt.

[88]Nach Troude I (dort Seite 381 ff. wörtlich der Flottenbefehl Conflans' vor der Abfahrt, sowie dessen Bericht über seine Absichten, als er den Gegner sichtete, und über den Verlauf der Schlacht); Clowes III; Lacour I; Mahan I; Colomb. — Die Schlacht wird in Frankreich auch „La bataille des Cardinaux“ genannt.

[89]Vgl. Lacour I, Seite 330 ff.; Verteidigungen der Betroffenen vgl. Troude I, Seite 385 ff. und 399.

[89]Vgl. Lacour I, Seite 330 ff.; Verteidigungen der Betroffenen vgl. Troude I, Seite 385 ff. und 399.

[90]Näheres über das Schicksal dieser Schiffe, die mit Geschick die Blockade brachen, vgl. Lacour I, Seite 347, und Troude II, Seite 403 und 415. Bei Troude, Seite 405, auch Bemerkenswertes über den Versuch des Admirals Hawke, durch Verhandlungen in den Besitz der Artillerie des „Soleil Royal“ zu kommen und die Besatzung des anderen gestrandeten Schiffes als kriegsgefangen ausgeliefert zu erhalten.

[90]Näheres über das Schicksal dieser Schiffe, die mit Geschick die Blockade brachen, vgl. Lacour I, Seite 347, und Troude II, Seite 403 und 415. Bei Troude, Seite 405, auch Bemerkenswertes über den Versuch des Admirals Hawke, durch Verhandlungen in den Besitz der Artillerie des „Soleil Royal“ zu kommen und die Besatzung des anderen gestrandeten Schiffes als kriegsgefangen ausgeliefert zu erhalten.

[91]Boscawen führte das Kommando vom Frühsommer bis August 1760; er starb im Januar 1761.

[91]Boscawen führte das Kommando vom Frühsommer bis August 1760; er starb im Januar 1761.

[92]Im Anschluß an die Ereignisse des Krieges 1744–1748 (93 ff.); Hauptquellen vgl. 131.

[92]Im Anschluß an die Ereignisse des Krieges 1744–1748 (93 ff.); Hauptquellen vgl. 131.

[93]Kanada zählte 1756 ungefähr 80000 Weiße gegen 425000 in den Neuenglandstaaten, 457000 in den mittleren und 283000 in den Südstaaten. Die letztgenannten kamen allerdings bei einem Kriege nicht in Betracht, da sie der starken Negerbevölkerung wegen keine Milizen ausrücken lassen konnten. In den mittleren Staaten lebten gegen 70000, in den südlichen gar 178000 Farbige, in den Nordstaaten nur 11000.

[93]Kanada zählte 1756 ungefähr 80000 Weiße gegen 425000 in den Neuenglandstaaten, 457000 in den mittleren und 283000 in den Südstaaten. Die letztgenannten kamen allerdings bei einem Kriege nicht in Betracht, da sie der starken Negerbevölkerung wegen keine Milizen ausrücken lassen konnten. In den mittleren Staaten lebten gegen 70000, in den südlichen gar 178000 Farbige, in den Nordstaaten nur 11000.

[94]Nach Clowes III, Seite 183; Lacour I, Seite 361; Troude I, Seite 369.

[94]Nach Clowes III, Seite 183; Lacour I, Seite 361; Troude I, Seite 369.

[95]1760 zerstörten die Engländer die Befestigungen von Louisbourg vollständig; sie sind nicht wieder erbaut, aber noch kenntlich.

[95]1760 zerstörten die Engländer die Befestigungen von Louisbourg vollständig; sie sind nicht wieder erbaut, aber noch kenntlich.

[96]Louis Antoine de Bougainville, später als Seefahrer berühmt, war ursprünglich Jurist und 1755 Gesandtschaftssekretär in London; bei Quebec Adjutant Montcalms; 1763 Kapitän zur See, umsegelte er 1766–1769 die Erde und entdeckte den Salomons- sowie den Bismarckarchipel; diente im nordamerikanischen Befreiungskriege als Chef d'Escadre und wurde 1791 Lieutenant-Général. Während der Revolution zog er sich zurück; er wurde von Napoleon zum Senator ernannt und starb 1811.

[96]Louis Antoine de Bougainville, später als Seefahrer berühmt, war ursprünglich Jurist und 1755 Gesandtschaftssekretär in London; bei Quebec Adjutant Montcalms; 1763 Kapitän zur See, umsegelte er 1766–1769 die Erde und entdeckte den Salomons- sowie den Bismarckarchipel; diente im nordamerikanischen Befreiungskriege als Chef d'Escadre und wurde 1791 Lieutenant-Général. Während der Revolution zog er sich zurück; er wurde von Napoleon zum Senator ernannt und starb 1811.

[97]Nach Zimmermann, der wohl nur die regulären Soldaten zählt, denn englische Angaben sprechen von 14000 Mann.

[97]Nach Zimmermann, der wohl nur die regulären Soldaten zählt, denn englische Angaben sprechen von 14000 Mann.

[98]Ein abenteuerlicher Versuch Frankreichs, 1762 nochmals in Neufundland Fuß zu fassen, soll zu Ende des „Kleinen Krieges“ geschildert werden.

[98]Ein abenteuerlicher Versuch Frankreichs, 1762 nochmals in Neufundland Fuß zu fassen, soll zu Ende des „Kleinen Krieges“ geschildert werden.

[99]Hafenstadt an der Nordwestküste der Insel Haiti, im damaligen französischen Teile St. Domingue undCap Françaisgenannt; jetzt eigentlich Le Cap Haiti, oft aber nur Le Cap bezeichnet. Cap Français war der Haupthafen für die französische St. Dominguestation sowie Sammelplatz der französischen Westindienfahrer vor ihrer Abreise im Konvoi nach Europa.

[99]Hafenstadt an der Nordwestküste der Insel Haiti, im damaligen französischen Teile St. Domingue undCap Françaisgenannt; jetzt eigentlich Le Cap Haiti, oft aber nur Le Cap bezeichnet. Cap Français war der Haupthafen für die französische St. Dominguestation sowie Sammelplatz der französischen Westindienfahrer vor ihrer Abreise im Konvoi nach Europa.

[100]Genaueres über die Besitzungen beider Länder in Westafrika vgl. Band I, Seite 619 ff., sowie Zimmermann, Band III, Seite 361 und Band IV, Seite 217.

[100]Genaueres über die Besitzungen beider Länder in Westafrika vgl. Band I, Seite 619 ff., sowie Zimmermann, Band III, Seite 361 und Band IV, Seite 217.

[101]Im Anschluß an Seite 97–107. — Die Verhältnisse in Indien, die sehr verwickelten Streitigkeiten der indischen Herrscher, in die die englische und französische Kompagnie des eigenen Vorteils halber eingriffen, geben wir nur soweit, als es zum Verständnis der kriegerischen Unternehmen nötig erscheint, insbesondere, um das Auftreten der Seestreitkräfte zu verstehen und zu würdigen. Genaueres findet man in Zimmermann, Band III, Seite 311 und Band IV, Seite 188 ff., wo die Geschichte der englischen und französischen Kolonie in Indien von 1748 an fortgeführt wird. Diese ist sehr lesenswert und man ersieht aus ihr, wie die Kompagnien mit wenig hundert Mann Europäern und einigen tausend Sepoys Einfluß über Staaten gewannen, deren Heere nach Zehn- ja Hunderttausenden zählten.

[101]Im Anschluß an Seite 97–107. — Die Verhältnisse in Indien, die sehr verwickelten Streitigkeiten der indischen Herrscher, in die die englische und französische Kompagnie des eigenen Vorteils halber eingriffen, geben wir nur soweit, als es zum Verständnis der kriegerischen Unternehmen nötig erscheint, insbesondere, um das Auftreten der Seestreitkräfte zu verstehen und zu würdigen. Genaueres findet man in Zimmermann, Band III, Seite 311 und Band IV, Seite 188 ff., wo die Geschichte der englischen und französischen Kolonie in Indien von 1748 an fortgeführt wird. Diese ist sehr lesenswert und man ersieht aus ihr, wie die Kompagnien mit wenig hundert Mann Europäern und einigen tausend Sepoys Einfluß über Staaten gewannen, deren Heere nach Zehn- ja Hunderttausenden zählten.

[102]Robert Clive, geboren 1725, kam 1743 als Beamter der jüngsten Klasse (Schreiber) der Kompagnie nach Madras, ging aber bald zum Kriegsdienst über und zeichnete sich schon als Fähnrich bei der Belagerung von Pondicherry 1748 aus. Jetzt war er erst 26 Jahre alt, aber mit scharfem, militärischem Blick begabt und in den indischen Angelegenheiten sehr erfahren. Durch seine Erfolge in Bengalen in diesem Kriege wurde er der Begründer der englischen Macht in Indien.

[102]Robert Clive, geboren 1725, kam 1743 als Beamter der jüngsten Klasse (Schreiber) der Kompagnie nach Madras, ging aber bald zum Kriegsdienst über und zeichnete sich schon als Fähnrich bei der Belagerung von Pondicherry 1748 aus. Jetzt war er erst 26 Jahre alt, aber mit scharfem, militärischem Blick begabt und in den indischen Angelegenheiten sehr erfahren. Durch seine Erfolge in Bengalen in diesem Kriege wurde er der Begründer der englischen Macht in Indien.

[103]Nach: Mahan I; Bonfils II; Clowes III; Troude I.

[103]Nach: Mahan I; Bonfils II; Clowes III; Troude I.

[104]So sagt z. B. Clowes, die Schlacht biete nichts taktisch Bemerkenswertes; Bonfils schreibt, nähere Angaben seien nicht vorhanden.

[104]So sagt z. B. Clowes, die Schlacht biete nichts taktisch Bemerkenswertes; Bonfils schreibt, nähere Angaben seien nicht vorhanden.

[105]Ein geringer Erfolg desComte d'Estaingin den indischen Gewässern 1759/60 soll bei Schilderung des Kleinen Krieges erwähnt werden.

[105]Ein geringer Erfolg desComte d'Estaingin den indischen Gewässern 1759/60 soll bei Schilderung des Kleinen Krieges erwähnt werden.

[106]Bekanntlich lief jährlich ein Schiff mit Schätzen und Waren von Manila nach Acapulco in Mexiko aus und umgekehrt kam von dort ein Schiff mit Geld für die Waren, sowie mit der jährlichen Subvention für die Kolonie von Acapulco nach Manila; diese nannte man Acapulcoschiffe.

[106]Bekanntlich lief jährlich ein Schiff mit Schätzen und Waren von Manila nach Acapulco in Mexiko aus und umgekehrt kam von dort ein Schiff mit Geld für die Waren, sowie mit der jährlichen Subvention für die Kolonie von Acapulco nach Manila; diese nannte man Acapulcoschiffe.

[107]Vgl. hierzu das über den Handelskrieg, sowie über den Wert des Kreuzerkrieges im ersten Bande, Seite304und Seite471Gesagte. — Hervorragende Zusammenstöße von Kriegsschiffen im Kleinen Kriege sowie sonstige bemerkenswerte Angaben über diesen findet man in den englischen und französischen Spezialwerken; so z. B. Clowes III, Kapitel Minor actions, und Troude I.

[107]Vgl. hierzu das über den Handelskrieg, sowie über den Wert des Kreuzerkrieges im ersten Bande, Seite304und Seite471Gesagte. — Hervorragende Zusammenstöße von Kriegsschiffen im Kleinen Kriege sowie sonstige bemerkenswerte Angaben über diesen findet man in den englischen und französischen Spezialwerken; so z. B. Clowes III, Kapitel Minor actions, und Troude I.

[108]Bei dieser Betrachtung sei zur Ergänzung auf die Auslassungen hingewiesen, die wir schon vor der Schilderung des Kriegsverlaufes (Seite 123 ff.) über die Kriegführung der Gegner, sowie ihre strategischen Pläne und Maßnahmen aus dem dort angeführten Grunde genauer gegeben haben, als es bei den früheren Kriegen geschehen ist.

[108]Bei dieser Betrachtung sei zur Ergänzung auf die Auslassungen hingewiesen, die wir schon vor der Schilderung des Kriegsverlaufes (Seite 123 ff.) über die Kriegführung der Gegner, sowie ihre strategischen Pläne und Maßnahmen aus dem dort angeführten Grunde genauer gegeben haben, als es bei den früheren Kriegen geschehen ist.

[109]Mahan I, Seite 276. Dieser Autor läßt sich, dem Zwecke seines Werkes entsprechend, überhaupt sehr eingehend über den hier angeregten Punkt aus; vgl. z. B. Seite 73/75, 276/77, 324/25.

[109]Mahan I, Seite 276. Dieser Autor läßt sich, dem Zwecke seines Werkes entsprechend, überhaupt sehr eingehend über den hier angeregten Punkt aus; vgl. z. B. Seite 73/75, 276/77, 324/25.

[110]Über diese Taktik vgl. Seite36ff., sowie Seite113.

[110]Über diese Taktik vgl. Seite36ff., sowie Seite113.

[111]Anschließend an Seite 113 ff.; wie dort ist hier weiter dem Werke Colombs, Kapitel VII, Seite 135 ff., und Kapitel XVI, Seite 356 ff., gefolgt.

[111]Anschließend an Seite 113 ff.; wie dort ist hier weiter dem Werke Colombs, Kapitel VII, Seite 135 ff., und Kapitel XVI, Seite 356 ff., gefolgt.


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