Fußnoten:[557]Im Text als Druckfehler: »wissen«.
[557]Im Text als Druckfehler: »wissen«.
[557]Im Text als Druckfehler: »wissen«.
(Holzschnitte:I.Zuerst oben zwei Reihen wunderlicher [kabbalistischer?] Zeichen. —II.Avers und Revers einer Münze: 1. eine Krone durch 5 Hände getragen mit der Umschrift:Dante Deo et ordinum concordia, 2. von einem Kranz umgeben:Fridericus elec. Bohemiæ rex coronatur die 4. nov. anno 1619.III.darunter eine Reihe von 6 Doppelkreisen, der innere Kreis mit einem Stern, der äußere mit einer Kugel, in verschiedener Stellung zueinander. Quer vor dem ersten Doppelkreise:ortas[ortus], zwischen dem ersten und zweiten:occas9.)Du hast deine Lust am Geld,An den Thalern und Ducaten,Welche hoch acht alle Welt,Welche mir und dir nicht schaden.Doch halt gänzlich ich darvor,Daß der Geiz dich eingenommen;Laß nach, ich sag dirs ins Ohr,Du wirst sonst Unglück bekommen.
(Holzschnitte:I.Zuerst oben zwei Reihen wunderlicher [kabbalistischer?] Zeichen. —II.Avers und Revers einer Münze: 1. eine Krone durch 5 Hände getragen mit der Umschrift:Dante Deo et ordinum concordia, 2. von einem Kranz umgeben:Fridericus elec. Bohemiæ rex coronatur die 4. nov. anno 1619.III.darunter eine Reihe von 6 Doppelkreisen, der innere Kreis mit einem Stern, der äußere mit einer Kugel, in verschiedener Stellung zueinander. Quer vor dem ersten Doppelkreise:ortas[ortus], zwischen dem ersten und zweiten:occas9.)
Du hast deine Lust am Geld,An den Thalern und Ducaten,Welche hoch acht alle Welt,Welche mir und dir nicht schaden.Doch halt gänzlich ich darvor,Daß der Geiz dich eingenommen;Laß nach, ich sag dirs ins Ohr,Du wirst sonst Unglück bekommen.
Du hast deine Lust am Geld,An den Thalern und Ducaten,Welche hoch acht alle Welt,Welche mir und dir nicht schaden.Doch halt gänzlich ich darvor,Daß der Geiz dich eingenommen;Laß nach, ich sag dirs ins Ohr,Du wirst sonst Unglück bekommen.
(Holzschnitte:I.Eine Reihe Charaktere. —II.Darunter links ein Jude, einen Kreis mit einem Punkt auf dem Mantel, rechts ein Hifthorn. —III.Avers und Revers einer Münze: 1. Ein Engel hält ein Wappenschild, den Rautenkranz; Umschrift:mo: no: fratrum: ducum: saxoni:2. ein Wappenschild, Löwe, Reichs-Adler, Längsbalken, Löwe, mit 4 FeldernLantgrviorum. thur. et mar-mi.)Karger Jud! Wiltu mehr GoldAuch aus meinem Buch erpressen,Das ich selbst gern haben wolt?Du komst mir vor sehr vermessen.Laß darvor die güldnen StückSpringen, die du eingeschlossen;Diese laß mir hier zurück,Sonst machst du mir schlimme Possen.
(Holzschnitte:I.Eine Reihe Charaktere. —II.Darunter links ein Jude, einen Kreis mit einem Punkt auf dem Mantel, rechts ein Hifthorn. —III.Avers und Revers einer Münze: 1. Ein Engel hält ein Wappenschild, den Rautenkranz; Umschrift:mo: no: fratrum: ducum: saxoni:2. ein Wappenschild, Löwe, Reichs-Adler, Längsbalken, Löwe, mit 4 FeldernLantgrviorum. thur. et mar-mi.)
Karger Jud! Wiltu mehr GoldAuch aus meinem Buch erpressen,Das ich selbst gern haben wolt?Du komst mir vor sehr vermessen.Laß darvor die güldnen StückSpringen, die du eingeschlossen;Diese laß mir hier zurück,Sonst machst du mir schlimme Possen.
Karger Jud! Wiltu mehr GoldAuch aus meinem Buch erpressen,Das ich selbst gern haben wolt?Du komst mir vor sehr vermessen.Laß darvor die güldnen StückSpringen, die du eingeschlossen;Diese laß mir hier zurück,Sonst machst du mir schlimme Possen.
(Holzschnitte:I.Eine Reihe Charaktere. —II.Ein nackter Mann auf dem Rand einer Badewanne sitzend, der einen bekleideten Narren mit Kappe hineingezwängt; oben links und rechts je ein Ballen mit Stiel.)Du hast gewiß zu viel ein Sparren,Weil sich dir hier lauter NarrenUnversehens stellen für;Doch getrost! In diesen OrdenSein schon viel geschrieben worden,Du bists nicht allein, glaub mir.Allenthalben sie herkommen,Du bist auch nicht ausgenommen.
(Holzschnitte:I.Eine Reihe Charaktere. —II.Ein nackter Mann auf dem Rand einer Badewanne sitzend, der einen bekleideten Narren mit Kappe hineingezwängt; oben links und rechts je ein Ballen mit Stiel.)
Du hast gewiß zu viel ein Sparren,Weil sich dir hier lauter NarrenUnversehens stellen für;Doch getrost! In diesen OrdenSein schon viel geschrieben worden,Du bists nicht allein, glaub mir.Allenthalben sie herkommen,Du bist auch nicht ausgenommen.
Du hast gewiß zu viel ein Sparren,Weil sich dir hier lauter NarrenUnversehens stellen für;Doch getrost! In diesen OrdenSein schon viel geschrieben worden,Du bists nicht allein, glaub mir.Allenthalben sie herkommen,Du bist auch nicht ausgenommen.
(Holzschnitte:I.Charaktere. —II.Ein Narr in einer Straße, auf jeder Hand ein Rabe, drüber: grab, grab, grab. —III.Charaktere.)Willkommen, lieber Cammerad!Es ist ja vor dich nicht schad,Wann du dich gleich ließt einschreiben,Die Zeit mit uns zu vertreiben.Ei, betrachte uns doch recht,Lieber, unser groß Geschlecht,Du darfst dich ja gar nicht scheuen,Es wird dich niemals gereuen.
(Holzschnitte:I.Charaktere. —II.Ein Narr in einer Straße, auf jeder Hand ein Rabe, drüber: grab, grab, grab. —III.Charaktere.)
Willkommen, lieber Cammerad!Es ist ja vor dich nicht schad,Wann du dich gleich ließt einschreiben,Die Zeit mit uns zu vertreiben.Ei, betrachte uns doch recht,Lieber, unser groß Geschlecht,Du darfst dich ja gar nicht scheuen,Es wird dich niemals gereuen.
Willkommen, lieber Cammerad!Es ist ja vor dich nicht schad,Wann du dich gleich ließt einschreiben,Die Zeit mit uns zu vertreiben.Ei, betrachte uns doch recht,Lieber, unser groß Geschlecht,Du darfst dich ja gar nicht scheuen,Es wird dich niemals gereuen.
(Holzschnitt: Zehn Zelte; in dem vordersten in der Mitte ein bekleidetes Weib, darüber: venus; aus einem andern Zelte rechts schaut ebenfalls eine weibliche Figur hervor, darüber: firbas[558]. Die übrigen Zelte sind bezeichnet [von links nach rechts]: ere, stet[559], gut, trüw, zucht, abenthür, liebe, scham. Der Stock sehr roh.)Du hast ein herzhaft Geblüte,Hörest nicht gern viel von Güte;Vor Musqueten und CartaunenPflegestu nicht zu erstaunen;Auf den Degen hältst du viel,Du liebst hoch des Martis Spiel.Halt dich wol, es kan sich schicken,Daß dir all dein[560]Thun mög glücken.
(Holzschnitt: Zehn Zelte; in dem vordersten in der Mitte ein bekleidetes Weib, darüber: venus; aus einem andern Zelte rechts schaut ebenfalls eine weibliche Figur hervor, darüber: firbas[558]. Die übrigen Zelte sind bezeichnet [von links nach rechts]: ere, stet[559], gut, trüw, zucht, abenthür, liebe, scham. Der Stock sehr roh.)
Du hast ein herzhaft Geblüte,Hörest nicht gern viel von Güte;Vor Musqueten und CartaunenPflegestu nicht zu erstaunen;Auf den Degen hältst du viel,Du liebst hoch des Martis Spiel.Halt dich wol, es kan sich schicken,Daß dir all dein[560]Thun mög glücken.
Du hast ein herzhaft Geblüte,Hörest nicht gern viel von Güte;Vor Musqueten und CartaunenPflegestu nicht zu erstaunen;Auf den Degen hältst du viel,Du liebst hoch des Martis Spiel.Halt dich wol, es kan sich schicken,Daß dir all dein[560]Thun mög glücken.
Fußnoten:[558]firbas, fürbaß, vorwärts.[559]stet, Standhaftigkeit.[560]dein, in den Ausgaben steht als Druckfehlermein.
[558]firbas, fürbaß, vorwärts.
[558]firbas, fürbaß, vorwärts.
[559]stet, Standhaftigkeit.
[559]stet, Standhaftigkeit.
[560]dein, in den Ausgaben steht als Druckfehlermein.
[560]dein, in den Ausgaben steht als Druckfehlermein.
(Holzschnitt: Allerhand Kriegswerkzeuge: Kanonen, Hand- und Faustrohr, ein Paar Pauken, Hieb- und Stoßwaffen. Ebenso roh wie der vorige Stock.)Du hast deine Freud in Waffen,Auf Musqueten, Puffen, PaffenIst dein ganz Herz hingericht;Deine Hoffnung treugt dich nicht,Ich hab von dem Glück vernommen,Daß du werdest wol ankommen;Führ den Degen nur fein frisch,Daß der Feind dir nicht entwisch.
(Holzschnitt: Allerhand Kriegswerkzeuge: Kanonen, Hand- und Faustrohr, ein Paar Pauken, Hieb- und Stoßwaffen. Ebenso roh wie der vorige Stock.)
Du hast deine Freud in Waffen,Auf Musqueten, Puffen, PaffenIst dein ganz Herz hingericht;Deine Hoffnung treugt dich nicht,Ich hab von dem Glück vernommen,Daß du werdest wol ankommen;Führ den Degen nur fein frisch,Daß der Feind dir nicht entwisch.
Du hast deine Freud in Waffen,Auf Musqueten, Puffen, PaffenIst dein ganz Herz hingericht;Deine Hoffnung treugt dich nicht,Ich hab von dem Glück vernommen,Daß du werdest wol ankommen;Führ den Degen nur fein frisch,Daß der Feind dir nicht entwisch.
(Holzschnitt: Bacchus auf einem Faß stehend, links ein Weinbauer, der in einem Tragkorb Trauben bringt, rechts ein Satyr mit einer Pfeife und ein Ziegenbock; oben links und rechts je ein runder Becher mit Buckeln.)Gott segn es, lieber Bruder!Thue mir bald Bescheid;Es ist wahrlich ein guter,Ich sing drein mit Herzensfreud.Wie ists? Wil der Wein nicht schmecken?Mir pflegt er Freud zu erwecken.Du gibst meinem Herzen Kraft,Ei du edler Rebensaft!
(Holzschnitt: Bacchus auf einem Faß stehend, links ein Weinbauer, der in einem Tragkorb Trauben bringt, rechts ein Satyr mit einer Pfeife und ein Ziegenbock; oben links und rechts je ein runder Becher mit Buckeln.)
Gott segn es, lieber Bruder!Thue mir bald Bescheid;Es ist wahrlich ein guter,Ich sing drein mit Herzensfreud.Wie ists? Wil der Wein nicht schmecken?Mir pflegt er Freud zu erwecken.Du gibst meinem Herzen Kraft,Ei du edler Rebensaft!
Gott segn es, lieber Bruder!Thue mir bald Bescheid;Es ist wahrlich ein guter,Ich sing drein mit Herzensfreud.Wie ists? Wil der Wein nicht schmecken?Mir pflegt er Freud zu erwecken.Du gibst meinem Herzen Kraft,Ei du edler Rebensaft!
(Holzschnitt: Mann und Frau hinter einem Tisch sitzend, die Frau trinkt aus einem großen Deckelkrug, der Mann aus einem Zwiebelglase, während ein Hund ein Huhn vom Teller stiehlt. Darunter ein kleines Trinkgeschirr und ein liegender Doppelbecher [oder eine Kanne?])Ich hab dirs gleich angemerket,Daß der Trunk dich trefflich stärket,Drum bring ich dir jetzt eins zu:Trink es aus biß auf den Grunde!Kriegst du gleich im Hirn ein Wunde,Hast du doch drauf gute Ruh.Sie macht dir nichts mehr zu schaffen,Wann der Rausch ist ausgeschlafen.
(Holzschnitt: Mann und Frau hinter einem Tisch sitzend, die Frau trinkt aus einem großen Deckelkrug, der Mann aus einem Zwiebelglase, während ein Hund ein Huhn vom Teller stiehlt. Darunter ein kleines Trinkgeschirr und ein liegender Doppelbecher [oder eine Kanne?])
Ich hab dirs gleich angemerket,Daß der Trunk dich trefflich stärket,Drum bring ich dir jetzt eins zu:Trink es aus biß auf den Grunde!Kriegst du gleich im Hirn ein Wunde,Hast du doch drauf gute Ruh.Sie macht dir nichts mehr zu schaffen,Wann der Rausch ist ausgeschlafen.
Ich hab dirs gleich angemerket,Daß der Trunk dich trefflich stärket,Drum bring ich dir jetzt eins zu:Trink es aus biß auf den Grunde!Kriegst du gleich im Hirn ein Wunde,Hast du doch drauf gute Ruh.Sie macht dir nichts mehr zu schaffen,Wann der Rausch ist ausgeschlafen.
(Holzschnitt: Ein reichgekleideter junger Mann mit einer Dame, die er um die Schulter faßt, rasch fortschreitend; neben ihm links ein Spielmann gehend, mit Pfeife und Handtrommel.)O du schöner Jungfernknecht!Du kommst jetzund eben recht,Es gibt was zu cortesiren;Ich will dich gar recht anführen.Aber sihe dich wol für,Daß dein Schatz dich nicht verführ,Sitzest du auf die Leimstangen,So bist plötzlich du gefangen.
(Holzschnitt: Ein reichgekleideter junger Mann mit einer Dame, die er um die Schulter faßt, rasch fortschreitend; neben ihm links ein Spielmann gehend, mit Pfeife und Handtrommel.)
O du schöner Jungfernknecht!Du kommst jetzund eben recht,Es gibt was zu cortesiren;Ich will dich gar recht anführen.Aber sihe dich wol für,Daß dein Schatz dich nicht verführ,Sitzest du auf die Leimstangen,So bist plötzlich du gefangen.
O du schöner Jungfernknecht!Du kommst jetzund eben recht,Es gibt was zu cortesiren;Ich will dich gar recht anführen.Aber sihe dich wol für,Daß dein Schatz dich nicht verführ,Sitzest du auf die Leimstangen,So bist plötzlich du gefangen.
(Holzschnitt: Ein Reiter zu Pferd, mit dem Hut in der linken Hand, reicht einer Dame zum Abschied die rechte.)Hat die Liebeskrankheit dichGanz besessen gleich wie mich,Ei wol! Geh behutsam nur,Daß man nicht komm auf die Spur.Laß den Hasen ja nicht blicken,Du musts wissen zu verzwicken;Wilttu handeln recht gescheit,Ei, so gehe nicht so weit!
(Holzschnitt: Ein Reiter zu Pferd, mit dem Hut in der linken Hand, reicht einer Dame zum Abschied die rechte.)
Hat die Liebeskrankheit dichGanz besessen gleich wie mich,Ei wol! Geh behutsam nur,Daß man nicht komm auf die Spur.Laß den Hasen ja nicht blicken,Du musts wissen zu verzwicken;Wilttu handeln recht gescheit,Ei, so gehe nicht so weit!
Hat die Liebeskrankheit dichGanz besessen gleich wie mich,Ei wol! Geh behutsam nur,Daß man nicht komm auf die Spur.Laß den Hasen ja nicht blicken,Du musts wissen zu verzwicken;Wilttu handeln recht gescheit,Ei, so gehe nicht so weit!
(Holzschnitt: Oben eine Karte, Eichelacht, an beiden Seiten Charaktere, darunter der untere Theil eines Stocks: ein Bauer verkauft einer Frau Eier aus einem Korbe. Hinter der Frau ein Knabe, der ihr einen Zopf abschneidet, links am äußersten Rand ein Mann, der mit dem Finger zeigt.)Trumpfen, letzten Stich, Pikieren,Bald gewinnen, bald verlieren,Ist dir ein gemeine Sach,Spessern[561], Quanzen[562]und Labeten[563]Half dir oft aus vielen Nöthen,Bracht dir auch oft Ungemach.Man schlug dich oft auf die Taschen,Wollen wir jetzunder paschen?[564]
(Holzschnitt: Oben eine Karte, Eichelacht, an beiden Seiten Charaktere, darunter der untere Theil eines Stocks: ein Bauer verkauft einer Frau Eier aus einem Korbe. Hinter der Frau ein Knabe, der ihr einen Zopf abschneidet, links am äußersten Rand ein Mann, der mit dem Finger zeigt.)
Trumpfen, letzten Stich, Pikieren,Bald gewinnen, bald verlieren,Ist dir ein gemeine Sach,Spessern[561], Quanzen[562]und Labeten[563]Half dir oft aus vielen Nöthen,Bracht dir auch oft Ungemach.Man schlug dich oft auf die Taschen,Wollen wir jetzunder paschen?[564]
Trumpfen, letzten Stich, Pikieren,Bald gewinnen, bald verlieren,Ist dir ein gemeine Sach,Spessern[561], Quanzen[562]und Labeten[563]Half dir oft aus vielen Nöthen,Bracht dir auch oft Ungemach.Man schlug dich oft auf die Taschen,Wollen wir jetzunder paschen?[564]
Fußnoten:[561]Spessern, überbieten, mehr ansagen, entstanden aus dem noch gebräuchlichen »es bessern.«[562]Quanzen, wahrscheinlich ist gemeint: 15 auf die Partie haben,avoir quinze sur la partie; daher der Name eines Spiels, wobei der erste, der 15 in der Karte hat, gewinnt,jouer au quinze.[563]Labeten, durch Kaufen sein Spiel verlieren.[564]paschen, einen Pasch werfen, dann würfeln überhaupt.
[561]Spessern, überbieten, mehr ansagen, entstanden aus dem noch gebräuchlichen »es bessern.«
[561]Spessern, überbieten, mehr ansagen, entstanden aus dem noch gebräuchlichen »es bessern.«
[562]Quanzen, wahrscheinlich ist gemeint: 15 auf die Partie haben,avoir quinze sur la partie; daher der Name eines Spiels, wobei der erste, der 15 in der Karte hat, gewinnt,jouer au quinze.
[562]Quanzen, wahrscheinlich ist gemeint: 15 auf die Partie haben,avoir quinze sur la partie; daher der Name eines Spiels, wobei der erste, der 15 in der Karte hat, gewinnt,jouer au quinze.
[563]Labeten, durch Kaufen sein Spiel verlieren.
[563]Labeten, durch Kaufen sein Spiel verlieren.
[564]paschen, einen Pasch werfen, dann würfeln überhaupt.
[564]paschen, einen Pasch werfen, dann würfeln überhaupt.
(Holzschnitt: Herzzehn, daneben Charaktere; unten: zwei Männer spielen Triktrak in einer Art Laube, auf viereckigen Steinen sitzend; auch das Triktrak steht auf einem solchen Stein.)Eichel, Schellen, Grün und HerzBringen dir bald Freud, bald Schmerz.Bald gehts: Jetzt hab ich gewonnen;Bald heißts: Mein Geld ist zerronnen.Sags nur meiner Frauen nicht,Was hier bei dem Spiel geschicht,Sie möcht treten sonst ins MittelUnd mir lesen ein Capitel.
(Holzschnitt: Herzzehn, daneben Charaktere; unten: zwei Männer spielen Triktrak in einer Art Laube, auf viereckigen Steinen sitzend; auch das Triktrak steht auf einem solchen Stein.)
Eichel, Schellen, Grün und HerzBringen dir bald Freud, bald Schmerz.Bald gehts: Jetzt hab ich gewonnen;Bald heißts: Mein Geld ist zerronnen.Sags nur meiner Frauen nicht,Was hier bei dem Spiel geschicht,Sie möcht treten sonst ins MittelUnd mir lesen ein Capitel.
Eichel, Schellen, Grün und HerzBringen dir bald Freud, bald Schmerz.Bald gehts: Jetzt hab ich gewonnen;Bald heißts: Mein Geld ist zerronnen.Sags nur meiner Frauen nicht,Was hier bei dem Spiel geschicht,Sie möcht treten sonst ins MittelUnd mir lesen ein Capitel.
Durch dieses Büchlein hab ich sehr viel Geld erschnappet,Besonders wenn ich oft ein simpeln Kerl ertappet.Versuch es auch einmal, gewiß, es reut dich nicht,Wann deine Kunst mit Maß zu rechter Zeit geschicht.Man lebt doch in der Welt, muß sehn, wie man sich nähret,Daß man der Hungersnoth und des Dursts sich erwehret.Wann in den Schranken bleibt der Lust, so ist es gut,So machstu, daß man dir stets alles Gutes thut.
Durch dieses Büchlein hab ich sehr viel Geld erschnappet,Besonders wenn ich oft ein simpeln Kerl ertappet.Versuch es auch einmal, gewiß, es reut dich nicht,Wann deine Kunst mit Maß zu rechter Zeit geschicht.Man lebt doch in der Welt, muß sehn, wie man sich nähret,Daß man der Hungersnoth und des Dursts sich erwehret.Wann in den Schranken bleibt der Lust, so ist es gut,So machstu, daß man dir stets alles Gutes thut.
Durch dieses Büchlein hab ich sehr viel Geld erschnappet,Besonders wenn ich oft ein simpeln Kerl ertappet.Versuch es auch einmal, gewiß, es reut dich nicht,Wann deine Kunst mit Maß zu rechter Zeit geschicht.
Man lebt doch in der Welt, muß sehn, wie man sich nähret,Daß man der Hungersnoth und des Dursts sich erwehret.Wann in den Schranken bleibt der Lust, so ist es gut,So machstu, daß man dir stets alles Gutes thut.
Ende.
(Holzschnitt: Eine Dame spielt die Orgel [eine Heilige Cäcilia?]. Ein Knabe, rechts hinter der Orgel stehend, bewegt mit den Händen zwei Blasbälge.)
(Holzschnitt: Eine Dame spielt die Orgel [eine Heilige Cäcilia?]. Ein Knabe, rechts hinter der Orgel stehend, bewegt mit den Händen zwei Blasbälge.)
Druck von F. A. Brockhaus in Leipzig.
Notizen des Bearbeiters:Unterschiedliche Schreibweisen wurden beibehalten.Typographische Fehler und einzelne Satzzeichen wurden stillschweigend geändert.Inhaltsverzeichnis eingefügt.
Unterschiedliche Schreibweisen wurden beibehalten.
Typographische Fehler und einzelne Satzzeichen wurden stillschweigend geändert.
Inhaltsverzeichnis eingefügt.