Vorwort zur zweiten Auflage.

Vorwort zur zweiten Auflage.

Wenn ich auch meinen Sprachbildern, als sie ihre Reise in die pädagogische Welt antraten, mit einem gewissen Vertrauen zu ihrer praktischen und darum lebensfähigen Natur nachsah, durfte ich mich dochderHoffnung nicht hingeben, daß ich schon nach ca. einem Jahre in der Lage sein würde, von demerstenTheile einezweite Auflagefolgen lassen zu müssen. Daß dies nun aber geschehen, sowie der Umstand, daß diese meine Sprachbilder (I. und II. Theil) von dem

Hohen Königlichen sächsischen Ministerio des Cultus und öffentlichen Unterrichts als zweckmäßig und praktisch anerkannt und den Schulinspectoren im Königreich Sachsen zur Einführung in die Schulen officiell empfohlen worden sind,

Hohen Königlichen sächsischen Ministerio des Cultus und öffentlichen Unterrichts als zweckmäßig und praktisch anerkannt und den Schulinspectoren im Königreich Sachsen zur Einführung in die Schulen officiell empfohlen worden sind,

erfüllt mich mit ganz besonderer Freude!

Es sei mir gestattet, hier noch einmal kurz die charakteristischen Eigenschaften meines Werkchens niederzulegen:

1) Es basirt auf der neuesten und jedenfalls für die Volksschule zweckmäßigsten Methode, nach welcher der Sprachunterricht an Lesestücke anzulehnen ist.

2) Es belastet die Schüler nicht mit todtem Regelwerke.

3) Es enthält auf allen Klassenstufen ein bestimmtesLehrziel.

4) Es zeichnet einen klaren, einfachenLehrgangvor, der stricte auf dem Grundsatze ruht: „Vom Einfachen zum Zusammengesetzten“.

5) Es bietet eine reiche Auswahl vonLehrstoff(278 Artikel), sodaß dem Lehrer viel Spielraum gelassen ist.

6) Welche Lehrmethode ein Lehrer auch treibe oder triebe, unter allen Umständen werden ihm diese Sprachbilder „dienend“ zur Seite stehen.

7) Der bei weitem größte Theil der betreffenden Artikel dürfte sich ganz gut als Material zu stilischen Aufgaben eignen.

Mögen diese „Eigenheiten“ meines Werkchens in immer weiteren Kreisen gefunden und anerkannt werden. Wird mir dieser Wunsch erfüllt, dann wird es sich sicher so lange immer weitere Bahnen brechen, bis Einer kommt, der die Aufgabe, welche sich dieses Büchlein stellt, besser löst, als ich es vermocht habe.

Dresden, Ostern 1874.

Franz Wiedemann.


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