Chapter 4

Der unverkennbare lebhafte Aufschwung, den die litterarische Produktion im letzten Jahrzehnt genommen, die beträchtliche Fülle neuer Talente, die sich auf allen poetischen Schaffensgebieten erschlossen hat, die gesteigerte Regsamkeit des litterarischen Lebens überhaupt, die sich bemerkbar macht, ließen es angezeigt erscheinen, ein Organ zu schaffen, das zwischen Autoren und Publikum eine dauernde Vermittelung herstellt und es übernimmt, das Interesse möglichst weiter Kreise für unsere zeitgenössische Litteratur zu beleben und wachzuhalten. Ein Organ, das zweckmäßig und geeignet sein soll, jedem Gebildeten ein fortlaufendes und zuverlässiges Gesamtbild der litterarischen Bewegung daheim und draußen zu geben, ohne ihn in das Dickicht der Fachgelehrsamkeit zu führen, ohne ihn in dasLager einer einseitig bestimmten Geschmacksrichtung zu ziehen, ohne an Zeit und Kosten größere Aufwendungen von ihm zu verlangen.Ein solches Litteraturblatt für weitere Kreise beabsichtigt die seit 1. Oktober 1898 ins Leben getretene ZeitschriftDas litterarische EchoHalbmonatsschrift für Litteraturfreundezu sein, die am 1. und 15. jedes Monats, zunächst in einer Stärke von durchschnittlich 32 Seiten bei vornehmer Ausstattung und einem vierteljährlichen Abonnementspreise von zwei Mark erscheint.„Das litterarische Echo“ hat sich u. a. die Aufgabe gestellt, die zahlreichen historischen, kritischen und ästhetischen Litteraturbeiträge, die alljährlich im Feuilleton unserer größeren Tageszeitungen erscheinen, um meist sogleich wieder spurlos zu verschwinden, auf einen dauerhafteren Boden zu retten, sie in einer ständigen Rubrik je nach ihrem Werte im Wortlaut oder im Auszug zu reproduzieren, mindestens aber in einigen Stichworten zu registrieren. Eine Reihe von Blättern hat sich mit dieser Absicht, vorbehaltlich der jeweiligen Zustimmung der Autoren, bereits einverstanden erklärt, wir nennen u. a.: Allgemeine Zeitung (München), Berliner Tageblatt, Bohemia (Prag), Breslauer Zeitung, Der Bund (Bern), Fremdenblatt (Wien), Frankfurter Zeitung, Hamburgischer Korrespondent, Hannöverscher Courier, Kölnische Volkszeitung, Neues Wiener Tagblatt, Nationalzeitung, Neue Züricher Zeitung, Pester Lloyd, Tägliche Rundschau, Vossische Zeitung u. s. w.Einen anderen Arbeitszweig des litterarischen Echos werden die ausländischen Litteraturbriefe bilden, deren jede Nummer gewöhnlich zwei enthalten soll. Ein Stab von auswärtigenMitarbeitern ist zu dem Zwecke angeworben worden, ingemessenen Fristen über die wichtigeren Neuheiten in der französischen, englischen, russischen, italienischen, skandinavischen, dänischen, spanischen, ungarischen, belgischen, holländischen, polnischen, südslavischen, griechischen, amerikanischen, japanischen Litteratur in knappen, klaren, übersichtlich orientierenden Artikeln fortlaufend zu berichten.Der inländischen Litteratur wird „Das litterarische Echo“ zunächst durch Artikel über einzelne Fragen und Persönlichkeiten gerecht, insbesondere aber durch einen möglichst vielseitigen kritischen Teil, in dem alle bemerkenswerten Neuerscheinungen durch sachverständige Referenten thunlichst rasch und gedrängt besprochen werden sollen. Außerdem enthält jede Nummer ein alphabetisch geordnetes Verzeichnis sämtlicher neu erschienener Werke belletristischer und litteraturwissenschaftlicher Art.Eine gedrängte Zeitschriftenrevue wird regelmäßig den Extrakt aus den litterarischen Beiträgen aller größeren einheimischen und ausländischen Zeitschriften geben: aus den deutschen Zeitschriften in jeder Nummer, aus denen des Auslandes in zwei, Heft um Heft abwechselnden Serien.Abgeschlossene Proben aus bedeutsamen, neu erscheinenden Werken, Porträts und kurze Biographieen, interessante Facsimiles, Illustrationsproben u. dgl. m. sollen „Das litterarische Echo“ lebhafter und anregender für weitere Kreise gestalten helfen. Ein genaueres Augenmerk gedenkt die Zeitschrift auch auf das litterarische Leben und Streben in den einzelnen Provinzen und Bundesstaaten zu richten, für dessen Emsigkeit die zunehmende Unzahl eigener kleiner Organe beredtes Zeugnis ablegt.Mit der Verarbeitung und Siebung dieses gesamten Materials soll der Endzweck erreicht werden, daß sich in einem abgeschlossenen Jahrgange des litterarischen Echos — dem jeweils zum Schlusse ein genaues Sach- und Namenregister beigegeben wird — möglichst alles übersichtlich verzeichnet und eingeordnet findet, was das Jahr an litterarischen Erscheinungen von Bedeutung, an Büchern sowohl, als einzelnen Artikeln, gebracht hat.Wir erwähnen noch die Rubriken „Aus der Praxis“, in der Rechtsfälle aus dem Schriftstellerleben, Plagiatangelegenheiten, Preisausschreiben, Wohlthätigkeitsfragen u. dgl. mitgeteilt und alle Diejenigen das Wort erhalten sollen, die in eigener Sache ein Recht auf Öffentlichkeit beanspruchen können, sowie die „Nachrichten aus der Schriftstellerwelt“, in denen Todesfälle, Jubiläen, Auszeichnungen, Mitteilungen über vorbereitete neue Werke u. s. w. verzeichnet werden.Wie aus diesen flüchtigen Umrissen zu entnehmen ist, soll sonach in dem litterarischen Echo ein festes Sammel- und Centralorgan der allgemeinen litterarischen Interessen geschaffen werden: eine Orientierungstafel für alle Diejenigen, die den Überblick über das reiche Schaffensfeld unserer zeitgenössischen Produktion gewinnen und behalten wollen; ein Archiv für solche, die aus Beruf oder Neigung die Bewegung auf litterarischem Gebiete näher und im Zusammenhang zu verfolgen wünschen.Probenummern werden vom Verlage auf Wunsch kostenfrei zugesandt. Bestellungen auf das litterarische Echo nehmen alle Buchhandlungen, sowie der VerlagFontane & Co., Berlin W. 35 Lützowstraße 84B.entgegen.Druck vonGottfr. Pätzin Naumburg a. S.

Der unverkennbare lebhafte Aufschwung, den die litterarische Produktion im letzten Jahrzehnt genommen, die beträchtliche Fülle neuer Talente, die sich auf allen poetischen Schaffensgebieten erschlossen hat, die gesteigerte Regsamkeit des litterarischen Lebens überhaupt, die sich bemerkbar macht, ließen es angezeigt erscheinen, ein Organ zu schaffen, das zwischen Autoren und Publikum eine dauernde Vermittelung herstellt und es übernimmt, das Interesse möglichst weiter Kreise für unsere zeitgenössische Litteratur zu beleben und wachzuhalten. Ein Organ, das zweckmäßig und geeignet sein soll, jedem Gebildeten ein fortlaufendes und zuverlässiges Gesamtbild der litterarischen Bewegung daheim und draußen zu geben, ohne ihn in das Dickicht der Fachgelehrsamkeit zu führen, ohne ihn in dasLager einer einseitig bestimmten Geschmacksrichtung zu ziehen, ohne an Zeit und Kosten größere Aufwendungen von ihm zu verlangen.

Ein solches Litteraturblatt für weitere Kreise beabsichtigt die seit 1. Oktober 1898 ins Leben getretene Zeitschrift

Das litterarische Echo

Halbmonatsschrift für Litteraturfreunde

zu sein, die am 1. und 15. jedes Monats, zunächst in einer Stärke von durchschnittlich 32 Seiten bei vornehmer Ausstattung und einem vierteljährlichen Abonnementspreise von zwei Mark erscheint.

„Das litterarische Echo“ hat sich u. a. die Aufgabe gestellt, die zahlreichen historischen, kritischen und ästhetischen Litteraturbeiträge, die alljährlich im Feuilleton unserer größeren Tageszeitungen erscheinen, um meist sogleich wieder spurlos zu verschwinden, auf einen dauerhafteren Boden zu retten, sie in einer ständigen Rubrik je nach ihrem Werte im Wortlaut oder im Auszug zu reproduzieren, mindestens aber in einigen Stichworten zu registrieren. Eine Reihe von Blättern hat sich mit dieser Absicht, vorbehaltlich der jeweiligen Zustimmung der Autoren, bereits einverstanden erklärt, wir nennen u. a.: Allgemeine Zeitung (München), Berliner Tageblatt, Bohemia (Prag), Breslauer Zeitung, Der Bund (Bern), Fremdenblatt (Wien), Frankfurter Zeitung, Hamburgischer Korrespondent, Hannöverscher Courier, Kölnische Volkszeitung, Neues Wiener Tagblatt, Nationalzeitung, Neue Züricher Zeitung, Pester Lloyd, Tägliche Rundschau, Vossische Zeitung u. s. w.

Einen anderen Arbeitszweig des litterarischen Echos werden die ausländischen Litteraturbriefe bilden, deren jede Nummer gewöhnlich zwei enthalten soll. Ein Stab von auswärtigenMitarbeitern ist zu dem Zwecke angeworben worden, ingemessenen Fristen über die wichtigeren Neuheiten in der französischen, englischen, russischen, italienischen, skandinavischen, dänischen, spanischen, ungarischen, belgischen, holländischen, polnischen, südslavischen, griechischen, amerikanischen, japanischen Litteratur in knappen, klaren, übersichtlich orientierenden Artikeln fortlaufend zu berichten.

Der inländischen Litteratur wird „Das litterarische Echo“ zunächst durch Artikel über einzelne Fragen und Persönlichkeiten gerecht, insbesondere aber durch einen möglichst vielseitigen kritischen Teil, in dem alle bemerkenswerten Neuerscheinungen durch sachverständige Referenten thunlichst rasch und gedrängt besprochen werden sollen. Außerdem enthält jede Nummer ein alphabetisch geordnetes Verzeichnis sämtlicher neu erschienener Werke belletristischer und litteraturwissenschaftlicher Art.

Eine gedrängte Zeitschriftenrevue wird regelmäßig den Extrakt aus den litterarischen Beiträgen aller größeren einheimischen und ausländischen Zeitschriften geben: aus den deutschen Zeitschriften in jeder Nummer, aus denen des Auslandes in zwei, Heft um Heft abwechselnden Serien.

Abgeschlossene Proben aus bedeutsamen, neu erscheinenden Werken, Porträts und kurze Biographieen, interessante Facsimiles, Illustrationsproben u. dgl. m. sollen „Das litterarische Echo“ lebhafter und anregender für weitere Kreise gestalten helfen. Ein genaueres Augenmerk gedenkt die Zeitschrift auch auf das litterarische Leben und Streben in den einzelnen Provinzen und Bundesstaaten zu richten, für dessen Emsigkeit die zunehmende Unzahl eigener kleiner Organe beredtes Zeugnis ablegt.

Mit der Verarbeitung und Siebung dieses gesamten Materials soll der Endzweck erreicht werden, daß sich in einem abgeschlossenen Jahrgange des litterarischen Echos — dem jeweils zum Schlusse ein genaues Sach- und Namenregister beigegeben wird — möglichst alles übersichtlich verzeichnet und eingeordnet findet, was das Jahr an litterarischen Erscheinungen von Bedeutung, an Büchern sowohl, als einzelnen Artikeln, gebracht hat.

Wir erwähnen noch die Rubriken „Aus der Praxis“, in der Rechtsfälle aus dem Schriftstellerleben, Plagiatangelegenheiten, Preisausschreiben, Wohlthätigkeitsfragen u. dgl. mitgeteilt und alle Diejenigen das Wort erhalten sollen, die in eigener Sache ein Recht auf Öffentlichkeit beanspruchen können, sowie die „Nachrichten aus der Schriftstellerwelt“, in denen Todesfälle, Jubiläen, Auszeichnungen, Mitteilungen über vorbereitete neue Werke u. s. w. verzeichnet werden.

Wie aus diesen flüchtigen Umrissen zu entnehmen ist, soll sonach in dem litterarischen Echo ein festes Sammel- und Centralorgan der allgemeinen litterarischen Interessen geschaffen werden: eine Orientierungstafel für alle Diejenigen, die den Überblick über das reiche Schaffensfeld unserer zeitgenössischen Produktion gewinnen und behalten wollen; ein Archiv für solche, die aus Beruf oder Neigung die Bewegung auf litterarischem Gebiete näher und im Zusammenhang zu verfolgen wünschen.

Probenummern werden vom Verlage auf Wunsch kostenfrei zugesandt. Bestellungen auf das litterarische Echo nehmen alle Buchhandlungen, sowie der VerlagFontane & Co., Berlin W. 35 Lützowstraße 84B.entgegen.

Druck vonGottfr. Pätzin Naumburg a. S.

Anmerkungen zur Transkription:Der vorliegende Text wurde anhand der 1899 erschienenen Buchausgabe erstellt; Interpunktionsfehler wurden dabei stillschweigend korrigiert. Das Inhaltsverzeichnis wurde der Übersichtlichkeit halber an den Anfang des Textes verschoben.Die folgenden offensichtlichen Fehler wurden korrigiert:Urheberrechtshinweis: ‚Ubersetzung‘ → ‚Übersetzung‘S. 52: ‚Nuance‘ → ‚Nüance‘; ‚Herrn Aktuar‘ → ‚HerrAktuar‘S. 86: ‚schaumgeboren Aphrodite‘ → ‚schaumgeborenenAphrodite‘S. 87: ‚auf dem Hof hinuntergegangen‘ → ‚auf den Hofhinuntergegangen‘S. 94: ‚ein geriger Rest‘ → ‚eingeringerRest‘S. 134: ‚des elekrischen Drahtes‘ → ‚deselektrischenDrahtes‘S. 170: ‚Trappeln und Ranschen‘ → ‚Trappeln undRauschen‘S. 183: ‚dnrchkrampft‘ → ‚durchkrampft‘Anzeige „Das literarische Echo“: ‚ohne ihn in das Lage‘ → ‚ohne ihn in dasLager‘; ‚Mtarbeitern‘ → ‚Mitarbeitern‘; ‚in gemessenien Fristen‘ → ‚ingemessenenFristen‘Der Originaltext wurde in Frakturschrift gesetzt. Antiquaschrift wurde in der vorliegenden Bearbeitung durchkursivenSchriftschnitt ersetzt, gesperrte Passagen wurden inserifenloserSchrift wiedergegeben.

Anmerkungen zur Transkription:

Der vorliegende Text wurde anhand der 1899 erschienenen Buchausgabe erstellt; Interpunktionsfehler wurden dabei stillschweigend korrigiert. Das Inhaltsverzeichnis wurde der Übersichtlichkeit halber an den Anfang des Textes verschoben.

Die folgenden offensichtlichen Fehler wurden korrigiert:


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