Meeresabend

Meeresabend

Sie hat den ganzen Tag getobtAls wie in Zorn und Pein,Nun bettet sich, nun glättet sichDie See und schlummert ein.Und drüber zittert der Abendwind,Ein mildes, heiliges Wehn,Das ist der Atem Gottes,Der schwebet ob den Seen.Es küßt der Herr aufs LockenhauptDie schlummernde See gelindUnd spricht mit säuselndem Segen:»Schlaf ruhig, liebes Kind!«

Sie hat den ganzen Tag getobtAls wie in Zorn und Pein,Nun bettet sich, nun glättet sichDie See und schlummert ein.Und drüber zittert der Abendwind,Ein mildes, heiliges Wehn,Das ist der Atem Gottes,Der schwebet ob den Seen.Es küßt der Herr aufs LockenhauptDie schlummernde See gelindUnd spricht mit säuselndem Segen:»Schlaf ruhig, liebes Kind!«

Sie hat den ganzen Tag getobtAls wie in Zorn und Pein,Nun bettet sich, nun glättet sichDie See und schlummert ein.

Sie hat den ganzen Tag getobt

Als wie in Zorn und Pein,

Nun bettet sich, nun glättet sich

Die See und schlummert ein.

Und drüber zittert der Abendwind,Ein mildes, heiliges Wehn,Das ist der Atem Gottes,Der schwebet ob den Seen.

Und drüber zittert der Abendwind,

Ein mildes, heiliges Wehn,

Das ist der Atem Gottes,

Der schwebet ob den Seen.

Es küßt der Herr aufs LockenhauptDie schlummernde See gelindUnd spricht mit säuselndem Segen:»Schlaf ruhig, liebes Kind!«

Es küßt der Herr aufs Lockenhaupt

Die schlummernde See gelind

Und spricht mit säuselndem Segen:

»Schlaf ruhig, liebes Kind!«

Moritz von Strachwitz


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