Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Wo bist du? Trunken dämmert die Seele mirVon aller deiner Wonne; denn eben ist’s,Daß ich gelauscht, wie, goldner TöneVoll, der entzückende SonnenjünglingSein Abendlied auf himmlischer Leier spielt’;Es tönten rings die Wälder und Hügel nach,Doch fern ist er zu frommen Völkern,Die ihn noch ehren, hinweggegangen.

Wo bist du? Trunken dämmert die Seele mirVon aller deiner Wonne; denn eben ist’s,Daß ich gelauscht, wie, goldner TöneVoll, der entzückende SonnenjünglingSein Abendlied auf himmlischer Leier spielt’;Es tönten rings die Wälder und Hügel nach,Doch fern ist er zu frommen Völkern,Die ihn noch ehren, hinweggegangen.

Wo bist du? Trunken dämmert die Seele mirVon aller deiner Wonne; denn eben ist’s,Daß ich gelauscht, wie, goldner TöneVoll, der entzückende SonnenjünglingSein Abendlied auf himmlischer Leier spielt’;Es tönten rings die Wälder und Hügel nach,Doch fern ist er zu frommen Völkern,Die ihn noch ehren, hinweggegangen.

Wo bist du? Trunken dämmert die Seele mir

Von aller deiner Wonne; denn eben ist’s,

Daß ich gelauscht, wie, goldner Töne

Voll, der entzückende Sonnenjüngling

Sein Abendlied auf himmlischer Leier spielt’;

Es tönten rings die Wälder und Hügel nach,

Doch fern ist er zu frommen Völkern,

Die ihn noch ehren, hinweggegangen.

Chr. Friedr. Hölderlin


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