MICHEL BEHEIM.[Scherer D.252,E.246.]Der Sohn eines Webers, geb. 1416 bei Weinsberg, gest. nach 1474. Gab sein Handwerk auf, ward Soldat und Dichter, wanderte viel umher und hielt sich an verschiedenen Fürstenhöfen auf. Er schrieb viele Gedichte, theils historische Beschreibungen, theils Meistergesänge. Bekannt ist sein ‘Buch von den Wienern’ herausgegeben von Karajan (Wien 1843, 1867) und sein ‘Leben Friedrichs I von der Pfalz’ herausgegeben von K. Hofmann (München 1863). Karajan veröffentlichte ‘Zehn Gedichte Michael Beheims zur Geschichte Österreichs und Ungarns’ (Wien 1848). Geistliche Lieder Beheims wurden herausgegeben von Ph. Wackernagel in ‘Das deutsche Kirchenlied’ Bd. 2 (Leipzig 1867).EINMEISTERGESANC.Hie wil ich Michel Behamermit singen machen offenberwie ketzer und auch zauberermanchen menschen petœren,und stellen sich doch in dem scheinals ob si frum und geistlich sein;vil manchen si in hellepein[350]verleiten und petauben[351]mit wildem ungelauben10und ach artikeln mancherleiund vil zauberstücken dabei,daz als perüret ketzerei,daz ir ein teil solt hœren.des ersten wurt[352]euch hie benanntvil ungelauben mancherhant,daz mit warsagen wurt bekantvon den die sich an nemen[353]kunftige ding zu offenbarn;das sie an dem fewer ervarnund an den wolken wellen larn[354]und an des windes wehen:auch mein[355]si es zu sehenan dem wasser und an der erd;an dem sand es in kundig werdund mit puncten. hort waz geverd[356]10sölhe ketzer hie gemen[357].auch wellen si ein solhs erscheinnmit teufelhaften menschn unreinnund auch mit toten, die si meinnzu erkiken[358]mit zaber[359];darzu mit der vogel geschreiund ach wuhin ir fliegen sei,mit messen[360]und mit mancherleiunglauben also grossen;und mit den würfeln losenund mit dem salter und der schrift.ach wirt unglaub durch trem[361]gestift,und mit der teufel antwirt[362]prift[363]man solhs unglauben aberund auch mit sternen sehen. wer10zu vast daran geloubet, dervelt ach in unglaben, und merwer glabt in tages zeite,das eine für die andern beidem menschen gluckhaftiger sei.ach ist das grosse ketzerei,wer glaubt in die geschöpfen,daz die menschen stöpfen[364]und uflegen waz im beschicht:wan ob daz also wer gericht,20so gings keim menschen anders nichtdan im würd of geleite[365].daz ist ein grosser ungelab:wan uns got freien willen gab,daz wir mit werken gen hell aboder gen himmel keren.auch wirt manch ungelaub behert[366]der von beswerung widervert,da man die teufel mit beswert,und auch von manchem segen,des tœreht cristen pflegen,und ach von wurzeln oder craut,oder daz man warsagern traut,daz einer eim in sein hant schaut,im vil dings wil vermeren[367],und im selb nichts gutz sagen kan.10ach nimpt sich mancher zaberns an,daz die leut zamen mussen hanbeid veintschaft ader libe.ich tun euch mer unglaben kunt.wer auch gelaubt das man pegund[368]die leut an sprechen für den gsund[369].auch sagt man wie daz trollen[370]in Norwegen sein sollen.nu hon ich verr[371]durch varn die lant,das mir kein troll nie wart bekant.20hort auch von lüpeln[372]mancherhant,daz ich euch füre gibe,von valschen kractarn[373], und der manetwaz bei im tragen began,das er davon gelück sol han.hort, mer wil ich euch sagen.ez ist ach ketzerlich geverd,wer glaubet daz der alb[374]uf erdvon unzeitigen kinden werd,der die weib tu betauben.der ach des hat gelauben,daz man mit heissem wasser undheiss eisen schuldig leut erfund,10und ach mach den manslachter[375]kundmit anrüern des erslagen.auch wirt unglaub do mit bewert[376],das man eins toten sel beswert[377]und zwingt das sie erwider vertund sagt wie ir beschichte.auch wirt unglaub da mit gepreut[378],daz man gelaubet daz die leutzu wolfen werden. daz sein neut[379]wan ketzerlich unglaben.20auch etlich glauben haben,ieglichs haus hab ein schreczlin[380]: werdas ert, dem geb es gut und er;auch vint man das * an derberecht nacht[381]seinen tisch richte[382].etlich glaben daz kline kindzu pilweissen[383]verwandelt sind.auch wie die schreczlin so geswinduf vich reiten und varen.auch sprechen ir etliche mevon unholden, ich daz verste,wie das die machen reif und schne,schauren[384]und regens giessen;wie sie mit börsten[385]schiessen,und den leuten ir mich versteln,10und den mannen nemen ir gseln[386]und sy zu irer liebe weln[387]mit irem zauber karen[388].mit tauf, mit krisem[389]und weichbrun[390],mit des mon scheinen und der sunnund vil sach mein sie es ze tun;das als unglaben seine.auch meinen etlich mit geschreiund mit gedœn und ach dabeimit segen und mit ketzerei20die weter[391]zu vertreiben.noch vint man mancherhand gestüp[392],da ich ietzunt nit innen grüp[393].dis ist alles nit wann gelüp[394],das man nit glaben selle:wann ob ez wol also beschicht,so ist ez doch umb anders nicht,dann es der teufel nur zuricht,das sein unglab werd veste.darumb rat ich daz beste,wer mit solhem zauber umb ge,das er abloss und davon ste,e es in bring in ewig wein das abgrund der helle.
MICHEL BEHEIM.
[Scherer D.252,E.246.]
Der Sohn eines Webers, geb. 1416 bei Weinsberg, gest. nach 1474. Gab sein Handwerk auf, ward Soldat und Dichter, wanderte viel umher und hielt sich an verschiedenen Fürstenhöfen auf. Er schrieb viele Gedichte, theils historische Beschreibungen, theils Meistergesänge. Bekannt ist sein ‘Buch von den Wienern’ herausgegeben von Karajan (Wien 1843, 1867) und sein ‘Leben Friedrichs I von der Pfalz’ herausgegeben von K. Hofmann (München 1863). Karajan veröffentlichte ‘Zehn Gedichte Michael Beheims zur Geschichte Österreichs und Ungarns’ (Wien 1848). Geistliche Lieder Beheims wurden herausgegeben von Ph. Wackernagel in ‘Das deutsche Kirchenlied’ Bd. 2 (Leipzig 1867).
Der Sohn eines Webers, geb. 1416 bei Weinsberg, gest. nach 1474. Gab sein Handwerk auf, ward Soldat und Dichter, wanderte viel umher und hielt sich an verschiedenen Fürstenhöfen auf. Er schrieb viele Gedichte, theils historische Beschreibungen, theils Meistergesänge. Bekannt ist sein ‘Buch von den Wienern’ herausgegeben von Karajan (Wien 1843, 1867) und sein ‘Leben Friedrichs I von der Pfalz’ herausgegeben von K. Hofmann (München 1863). Karajan veröffentlichte ‘Zehn Gedichte Michael Beheims zur Geschichte Österreichs und Ungarns’ (Wien 1848). Geistliche Lieder Beheims wurden herausgegeben von Ph. Wackernagel in ‘Das deutsche Kirchenlied’ Bd. 2 (Leipzig 1867).
EINMEISTERGESANC.
Hie wil ich Michel Behamermit singen machen offenberwie ketzer und auch zauberermanchen menschen petœren,und stellen sich doch in dem scheinals ob si frum und geistlich sein;vil manchen si in hellepein[350]verleiten und petauben[351]mit wildem ungelauben10und ach artikeln mancherleiund vil zauberstücken dabei,daz als perüret ketzerei,daz ir ein teil solt hœren.des ersten wurt[352]euch hie benanntvil ungelauben mancherhant,daz mit warsagen wurt bekantvon den die sich an nemen[353]kunftige ding zu offenbarn;das sie an dem fewer ervarnund an den wolken wellen larn[354]und an des windes wehen:auch mein[355]si es zu sehenan dem wasser und an der erd;an dem sand es in kundig werdund mit puncten. hort waz geverd[356]10sölhe ketzer hie gemen[357].auch wellen si ein solhs erscheinnmit teufelhaften menschn unreinnund auch mit toten, die si meinnzu erkiken[358]mit zaber[359];darzu mit der vogel geschreiund ach wuhin ir fliegen sei,mit messen[360]und mit mancherleiunglauben also grossen;und mit den würfeln losenund mit dem salter und der schrift.ach wirt unglaub durch trem[361]gestift,und mit der teufel antwirt[362]prift[363]man solhs unglauben aberund auch mit sternen sehen. wer10zu vast daran geloubet, dervelt ach in unglaben, und merwer glabt in tages zeite,das eine für die andern beidem menschen gluckhaftiger sei.ach ist das grosse ketzerei,wer glaubt in die geschöpfen,daz die menschen stöpfen[364]und uflegen waz im beschicht:wan ob daz also wer gericht,20so gings keim menschen anders nichtdan im würd of geleite[365].daz ist ein grosser ungelab:wan uns got freien willen gab,daz wir mit werken gen hell aboder gen himmel keren.auch wirt manch ungelaub behert[366]der von beswerung widervert,da man die teufel mit beswert,und auch von manchem segen,des tœreht cristen pflegen,und ach von wurzeln oder craut,oder daz man warsagern traut,daz einer eim in sein hant schaut,im vil dings wil vermeren[367],und im selb nichts gutz sagen kan.10ach nimpt sich mancher zaberns an,daz die leut zamen mussen hanbeid veintschaft ader libe.ich tun euch mer unglaben kunt.wer auch gelaubt das man pegund[368]die leut an sprechen für den gsund[369].auch sagt man wie daz trollen[370]in Norwegen sein sollen.nu hon ich verr[371]durch varn die lant,das mir kein troll nie wart bekant.20hort auch von lüpeln[372]mancherhant,daz ich euch füre gibe,von valschen kractarn[373], und der manetwaz bei im tragen began,das er davon gelück sol han.hort, mer wil ich euch sagen.ez ist ach ketzerlich geverd,wer glaubet daz der alb[374]uf erdvon unzeitigen kinden werd,der die weib tu betauben.der ach des hat gelauben,daz man mit heissem wasser undheiss eisen schuldig leut erfund,10und ach mach den manslachter[375]kundmit anrüern des erslagen.auch wirt unglaub do mit bewert[376],das man eins toten sel beswert[377]und zwingt das sie erwider vertund sagt wie ir beschichte.auch wirt unglaub da mit gepreut[378],daz man gelaubet daz die leutzu wolfen werden. daz sein neut[379]wan ketzerlich unglaben.20auch etlich glauben haben,ieglichs haus hab ein schreczlin[380]: werdas ert, dem geb es gut und er;auch vint man das * an derberecht nacht[381]seinen tisch richte[382].etlich glaben daz kline kindzu pilweissen[383]verwandelt sind.auch wie die schreczlin so geswinduf vich reiten und varen.auch sprechen ir etliche mevon unholden, ich daz verste,wie das die machen reif und schne,schauren[384]und regens giessen;wie sie mit börsten[385]schiessen,und den leuten ir mich versteln,10und den mannen nemen ir gseln[386]und sy zu irer liebe weln[387]mit irem zauber karen[388].mit tauf, mit krisem[389]und weichbrun[390],mit des mon scheinen und der sunnund vil sach mein sie es ze tun;das als unglaben seine.auch meinen etlich mit geschreiund mit gedœn und ach dabeimit segen und mit ketzerei20die weter[391]zu vertreiben.noch vint man mancherhand gestüp[392],da ich ietzunt nit innen grüp[393].dis ist alles nit wann gelüp[394],das man nit glaben selle:wann ob ez wol also beschicht,so ist ez doch umb anders nicht,dann es der teufel nur zuricht,das sein unglab werd veste.darumb rat ich daz beste,wer mit solhem zauber umb ge,das er abloss und davon ste,e es in bring in ewig wein das abgrund der helle.
Hie wil ich Michel Behamermit singen machen offenberwie ketzer und auch zauberermanchen menschen petœren,und stellen sich doch in dem scheinals ob si frum und geistlich sein;vil manchen si in hellepein[350]verleiten und petauben[351]mit wildem ungelauben10und ach artikeln mancherleiund vil zauberstücken dabei,daz als perüret ketzerei,daz ir ein teil solt hœren.des ersten wurt[352]euch hie benanntvil ungelauben mancherhant,daz mit warsagen wurt bekantvon den die sich an nemen[353]kunftige ding zu offenbarn;das sie an dem fewer ervarnund an den wolken wellen larn[354]und an des windes wehen:auch mein[355]si es zu sehenan dem wasser und an der erd;an dem sand es in kundig werdund mit puncten. hort waz geverd[356]10sölhe ketzer hie gemen[357].auch wellen si ein solhs erscheinnmit teufelhaften menschn unreinnund auch mit toten, die si meinnzu erkiken[358]mit zaber[359];darzu mit der vogel geschreiund ach wuhin ir fliegen sei,mit messen[360]und mit mancherleiunglauben also grossen;und mit den würfeln losenund mit dem salter und der schrift.ach wirt unglaub durch trem[361]gestift,und mit der teufel antwirt[362]prift[363]man solhs unglauben aberund auch mit sternen sehen. wer10zu vast daran geloubet, dervelt ach in unglaben, und merwer glabt in tages zeite,das eine für die andern beidem menschen gluckhaftiger sei.ach ist das grosse ketzerei,wer glaubt in die geschöpfen,daz die menschen stöpfen[364]und uflegen waz im beschicht:wan ob daz also wer gericht,20so gings keim menschen anders nichtdan im würd of geleite[365].daz ist ein grosser ungelab:wan uns got freien willen gab,daz wir mit werken gen hell aboder gen himmel keren.auch wirt manch ungelaub behert[366]der von beswerung widervert,da man die teufel mit beswert,und auch von manchem segen,des tœreht cristen pflegen,und ach von wurzeln oder craut,oder daz man warsagern traut,daz einer eim in sein hant schaut,im vil dings wil vermeren[367],und im selb nichts gutz sagen kan.10ach nimpt sich mancher zaberns an,daz die leut zamen mussen hanbeid veintschaft ader libe.ich tun euch mer unglaben kunt.wer auch gelaubt das man pegund[368]die leut an sprechen für den gsund[369].auch sagt man wie daz trollen[370]in Norwegen sein sollen.nu hon ich verr[371]durch varn die lant,das mir kein troll nie wart bekant.20hort auch von lüpeln[372]mancherhant,daz ich euch füre gibe,von valschen kractarn[373], und der manetwaz bei im tragen began,das er davon gelück sol han.hort, mer wil ich euch sagen.ez ist ach ketzerlich geverd,wer glaubet daz der alb[374]uf erdvon unzeitigen kinden werd,der die weib tu betauben.der ach des hat gelauben,daz man mit heissem wasser undheiss eisen schuldig leut erfund,10und ach mach den manslachter[375]kundmit anrüern des erslagen.auch wirt unglaub do mit bewert[376],das man eins toten sel beswert[377]und zwingt das sie erwider vertund sagt wie ir beschichte.auch wirt unglaub da mit gepreut[378],daz man gelaubet daz die leutzu wolfen werden. daz sein neut[379]wan ketzerlich unglaben.20auch etlich glauben haben,ieglichs haus hab ein schreczlin[380]: werdas ert, dem geb es gut und er;auch vint man das * an derberecht nacht[381]seinen tisch richte[382].etlich glaben daz kline kindzu pilweissen[383]verwandelt sind.auch wie die schreczlin so geswinduf vich reiten und varen.auch sprechen ir etliche mevon unholden, ich daz verste,wie das die machen reif und schne,schauren[384]und regens giessen;wie sie mit börsten[385]schiessen,und den leuten ir mich versteln,10und den mannen nemen ir gseln[386]und sy zu irer liebe weln[387]mit irem zauber karen[388].mit tauf, mit krisem[389]und weichbrun[390],mit des mon scheinen und der sunnund vil sach mein sie es ze tun;das als unglaben seine.auch meinen etlich mit geschreiund mit gedœn und ach dabeimit segen und mit ketzerei20die weter[391]zu vertreiben.noch vint man mancherhand gestüp[392],da ich ietzunt nit innen grüp[393].dis ist alles nit wann gelüp[394],das man nit glaben selle:wann ob ez wol also beschicht,so ist ez doch umb anders nicht,dann es der teufel nur zuricht,das sein unglab werd veste.darumb rat ich daz beste,wer mit solhem zauber umb ge,das er abloss und davon ste,e es in bring in ewig wein das abgrund der helle.
Hie wil ich Michel Behamermit singen machen offenberwie ketzer und auch zauberermanchen menschen petœren,und stellen sich doch in dem scheinals ob si frum und geistlich sein;vil manchen si in hellepein[350]verleiten und petauben[351]mit wildem ungelauben10und ach artikeln mancherleiund vil zauberstücken dabei,daz als perüret ketzerei,daz ir ein teil solt hœren.des ersten wurt[352]euch hie benanntvil ungelauben mancherhant,daz mit warsagen wurt bekantvon den die sich an nemen[353]kunftige ding zu offenbarn;das sie an dem fewer ervarnund an den wolken wellen larn[354]und an des windes wehen:auch mein[355]si es zu sehenan dem wasser und an der erd;an dem sand es in kundig werdund mit puncten. hort waz geverd[356]10sölhe ketzer hie gemen[357].auch wellen si ein solhs erscheinnmit teufelhaften menschn unreinnund auch mit toten, die si meinnzu erkiken[358]mit zaber[359];darzu mit der vogel geschreiund ach wuhin ir fliegen sei,mit messen[360]und mit mancherleiunglauben also grossen;und mit den würfeln losenund mit dem salter und der schrift.ach wirt unglaub durch trem[361]gestift,und mit der teufel antwirt[362]prift[363]man solhs unglauben aberund auch mit sternen sehen. wer10zu vast daran geloubet, dervelt ach in unglaben, und merwer glabt in tages zeite,das eine für die andern beidem menschen gluckhaftiger sei.ach ist das grosse ketzerei,wer glaubt in die geschöpfen,daz die menschen stöpfen[364]und uflegen waz im beschicht:wan ob daz also wer gericht,20so gings keim menschen anders nichtdan im würd of geleite[365].daz ist ein grosser ungelab:wan uns got freien willen gab,daz wir mit werken gen hell aboder gen himmel keren.auch wirt manch ungelaub behert[366]der von beswerung widervert,da man die teufel mit beswert,und auch von manchem segen,des tœreht cristen pflegen,und ach von wurzeln oder craut,oder daz man warsagern traut,daz einer eim in sein hant schaut,im vil dings wil vermeren[367],und im selb nichts gutz sagen kan.10ach nimpt sich mancher zaberns an,daz die leut zamen mussen hanbeid veintschaft ader libe.ich tun euch mer unglaben kunt.wer auch gelaubt das man pegund[368]die leut an sprechen für den gsund[369].auch sagt man wie daz trollen[370]in Norwegen sein sollen.nu hon ich verr[371]durch varn die lant,das mir kein troll nie wart bekant.20hort auch von lüpeln[372]mancherhant,daz ich euch füre gibe,von valschen kractarn[373], und der manetwaz bei im tragen began,das er davon gelück sol han.hort, mer wil ich euch sagen.ez ist ach ketzerlich geverd,wer glaubet daz der alb[374]uf erdvon unzeitigen kinden werd,der die weib tu betauben.der ach des hat gelauben,daz man mit heissem wasser undheiss eisen schuldig leut erfund,10und ach mach den manslachter[375]kundmit anrüern des erslagen.auch wirt unglaub do mit bewert[376],das man eins toten sel beswert[377]und zwingt das sie erwider vertund sagt wie ir beschichte.auch wirt unglaub da mit gepreut[378],daz man gelaubet daz die leutzu wolfen werden. daz sein neut[379]wan ketzerlich unglaben.20auch etlich glauben haben,ieglichs haus hab ein schreczlin[380]: werdas ert, dem geb es gut und er;auch vint man das * an derberecht nacht[381]seinen tisch richte[382].etlich glaben daz kline kindzu pilweissen[383]verwandelt sind.auch wie die schreczlin so geswinduf vich reiten und varen.auch sprechen ir etliche mevon unholden, ich daz verste,wie das die machen reif und schne,schauren[384]und regens giessen;wie sie mit börsten[385]schiessen,und den leuten ir mich versteln,10und den mannen nemen ir gseln[386]und sy zu irer liebe weln[387]mit irem zauber karen[388].mit tauf, mit krisem[389]und weichbrun[390],mit des mon scheinen und der sunnund vil sach mein sie es ze tun;das als unglaben seine.auch meinen etlich mit geschreiund mit gedœn und ach dabeimit segen und mit ketzerei20die weter[391]zu vertreiben.noch vint man mancherhand gestüp[392],da ich ietzunt nit innen grüp[393].dis ist alles nit wann gelüp[394],das man nit glaben selle:wann ob ez wol also beschicht,so ist ez doch umb anders nicht,dann es der teufel nur zuricht,das sein unglab werd veste.darumb rat ich daz beste,wer mit solhem zauber umb ge,das er abloss und davon ste,e es in bring in ewig wein das abgrund der helle.
Hie wil ich Michel Behamer
mit singen machen offenber
wie ketzer und auch zauberer
manchen menschen petœren,
und stellen sich doch in dem schein
als ob si frum und geistlich sein;
vil manchen si in hellepein[350]
verleiten und petauben[351]
mit wildem ungelauben10
und ach artikeln mancherlei
und vil zauberstücken dabei,
daz als perüret ketzerei,
daz ir ein teil solt hœren.
des ersten wurt[352]euch hie benannt
vil ungelauben mancherhant,
daz mit warsagen wurt bekant
von den die sich an nemen[353]
kunftige ding zu offenbarn;
das sie an dem fewer ervarn
und an den wolken wellen larn[354]
und an des windes wehen:
auch mein[355]si es zu sehen
an dem wasser und an der erd;
an dem sand es in kundig werd
und mit puncten. hort waz geverd[356]10
sölhe ketzer hie gemen[357].
auch wellen si ein solhs erscheinn
mit teufelhaften menschn unreinn
und auch mit toten, die si meinn
zu erkiken[358]mit zaber[359];
darzu mit der vogel geschrei
und ach wuhin ir fliegen sei,
mit messen[360]und mit mancherlei
unglauben also grossen;
und mit den würfeln losen
und mit dem salter und der schrift.
ach wirt unglaub durch trem[361]gestift,
und mit der teufel antwirt[362]prift[363]
man solhs unglauben aber
und auch mit sternen sehen. wer10
zu vast daran geloubet, der
velt ach in unglaben, und mer
wer glabt in tages zeite,
das eine für die andern bei
dem menschen gluckhaftiger sei.
ach ist das grosse ketzerei,
wer glaubt in die geschöpfen,
daz die menschen stöpfen[364]
und uflegen waz im beschicht:
wan ob daz also wer gericht,20
so gings keim menschen anders nicht
dan im würd of geleite[365].
daz ist ein grosser ungelab:
wan uns got freien willen gab,
daz wir mit werken gen hell ab
oder gen himmel keren.
auch wirt manch ungelaub behert[366]
der von beswerung widervert,
da man die teufel mit beswert,
und auch von manchem segen,
des tœreht cristen pflegen,
und ach von wurzeln oder craut,
oder daz man warsagern traut,
daz einer eim in sein hant schaut,
im vil dings wil vermeren[367],
und im selb nichts gutz sagen kan.10
ach nimpt sich mancher zaberns an,
daz die leut zamen mussen han
beid veintschaft ader libe.
ich tun euch mer unglaben kunt.
wer auch gelaubt das man pegund[368]
die leut an sprechen für den gsund[369].
auch sagt man wie daz trollen[370]
in Norwegen sein sollen.
nu hon ich verr[371]durch varn die lant,
das mir kein troll nie wart bekant.20
hort auch von lüpeln[372]mancherhant,
daz ich euch füre gibe,
von valschen kractarn[373], und der man
etwaz bei im tragen began,
das er davon gelück sol han.
hort, mer wil ich euch sagen.
ez ist ach ketzerlich geverd,
wer glaubet daz der alb[374]uf erd
von unzeitigen kinden werd,
der die weib tu betauben.
der ach des hat gelauben,
daz man mit heissem wasser und
heiss eisen schuldig leut erfund,10
und ach mach den manslachter[375]kund
mit anrüern des erslagen.
auch wirt unglaub do mit bewert[376],
das man eins toten sel beswert[377]
und zwingt das sie erwider vert
und sagt wie ir beschichte.
auch wirt unglaub da mit gepreut[378],
daz man gelaubet daz die leut
zu wolfen werden. daz sein neut[379]
wan ketzerlich unglaben.20
auch etlich glauben haben,
ieglichs haus hab ein schreczlin[380]: wer
das ert, dem geb es gut und er;
auch vint man das * an der
berecht nacht[381]seinen tisch richte[382].
etlich glaben daz kline kind
zu pilweissen[383]verwandelt sind.
auch wie die schreczlin so geswind
uf vich reiten und varen.
auch sprechen ir etliche me
von unholden, ich daz verste,
wie das die machen reif und schne,
schauren[384]und regens giessen;
wie sie mit börsten[385]schiessen,
und den leuten ir mich versteln,10
und den mannen nemen ir gseln[386]
und sy zu irer liebe weln[387]
mit irem zauber karen[388].
mit tauf, mit krisem[389]und weichbrun[390],
mit des mon scheinen und der sunn
und vil sach mein sie es ze tun;
das als unglaben seine.
auch meinen etlich mit geschrei
und mit gedœn und ach dabei
mit segen und mit ketzerei20
die weter[391]zu vertreiben.
noch vint man mancherhand gestüp[392],
da ich ietzunt nit innen grüp[393].
dis ist alles nit wann gelüp[394],
das man nit glaben selle:
wann ob ez wol also beschicht,
so ist ez doch umb anders nicht,
dann es der teufel nur zuricht,
das sein unglab werd veste.
darumb rat ich daz beste,
wer mit solhem zauber umb ge,
das er abloss und davon ste,
e es in bring in ewig we
in das abgrund der helle.