[218]Der Lackbaum (Rhus vernicifera, Urushi-no-ki) wird im Hochsommer angeritzt, der Rohlack ausgekratzt, geklärt, eingedampft, mit Oel, Zinnober, Eisenoxyd u. A. versetzt. Die Lackindustrie kam von China nach Japan. Hier hat sie erst in der Mitte des 17. Jahrhundert ihre hohe Blüthe erreicht. Jetzt wird für die Ausfuhr billige Dutzendwaare angefertigt, aber es giebt auch heute noch vorzügliche Goldlackarbeiter. Werth der Ausfuhr von Lackwaaren (1888) gegen 600000 Yen. — Japan’s Lackindustrie hat inRein’sWerk ihreklassischeBeschreibung gefunden.[219]In Ostindien sieht man nur dieeinbuckligenDromedare, deren Heimath Arabien, während ihr Verbreitungsgebiet nach Nordafrika und Westasien hinüberreicht. — DaszweibuckligeTrampelthier stammt aus den mongolischen Steppen (und aus China). Unser Künstler dürfte in Japan weder einen Elephanten noch ein Trampelthier gesehen, sondern diese Thiere nach chinesischen Vorbildern entworfen haben.[220]DieseReisen der Göttererinnern analtägyptischeGebräuche: wiederholt ist in den Inschriften des Horus-Tempels zu Edfu von Besuchen die Rede, welche das Bild des Gottes von Edfu dem der Göttin Hathor von Dendera machte, und umgekehrt.[221]Ich kenne so manche nervöse Dame in unseren Gegenden, welche behauptet, Nachts nicht schlafen zu können, wenn sie spät Abends eine Tasse Thee genommen.[222]Die Japaner halten Leuchtkäfer in Gazekästchen an der Wand der Häuschen und erfreuen sich Abends an dem milden Glanz der Thiere.[223]Berg der grossen See-Bucht, O-ye-no-saka.[224]Privatleute dürfen in Japan Fremde nicht beherbergen.[225]Im Peloponnes giebt es neue Bettwäsche und neueste. Da ich ein wenig Neugriechisch vorher gelernt, liess ich jedes Mal vor meinen Augen die neue abziehen und neueste anlegen.[226]Die Architrave des Mittelgangs im Säulensaal von Seti I zu Karnak sind 9 m lang, sie messen 31 cbm und wiegen 65 Tonnen. Aber die gewöhnlichen Bausteine der Aegypter sind 0,80 bis 1,20 m hoch, 1 bis 2,50 m lang und 0,5 bis 1,80 m dick. (Allerdings, der nach London gebrachteObeliskwiegt 186 Tonnen, zehn Mal so viel, als der grösste Stein zu Stonehenge. Die Pompejus-Säule zu Alexandrien wird auf 300, die Steinbildsäule von Ramses II zu Memphis gleichfalls auf 300 Tonnen geschätzt.) — Ich bat meine Freunde um genauere Messung der grössten Bausteine des Schlosses von Osaka und erhielt brieflich die folgenden Zahlen, die Herr StabsarztEgutzifestgestellt hat:Höhe:Länge:Dicke:I.Stein4,70Meter14,50MeterDie Dicke jedes Steines ist etwa doppelt so gross, wie die Höhe; kann aber nicht genau gemessen werden, weil jeder Stein allseitig von anderen umgeben ist.II.„4,50„13,00„III.„5,00„10,70„IV.„5,00„10,50„V.„3,60„11,00„[227]So ist es immer. Als ich einst durch die nächtlich dunklen Strassen von Tunis schritt, sagte mein Führer, er möchte einmal, ehe er sterbe, eine Stadt in Europa sehen, welche die ganze Nacht hindurch künstlich erleuchtet ist.[228]The pictorial Arts of Japan, by William Anderson, London 1886, Sampson Low & Co.[229]Schildkröte und Goldfische tummelten sich in den Wellen, als Gott Shiwa in einer Lotusknospe über den Wassern waltete.[230]Die chinesischen Schriftzeichen sind stylisirte Wortbilder oder Hieroglyphen. Zu dem eigentlichen Zeichen (Radical) kommt noch eine Hinzufügung bezüglich derAusspracheund der dadurch bedingten Sonderbedeutung (Phonetic), — gerade wie die alten Aegypter dem Wortbild (Hieroglyph) noch ein Deutzeichen (Determinativ) beifügten. Die Chinesen und Japaner schreiben von oben nach unten in senkrechten Reihen, die von rechts nach links auf einander folgen; und zwar mit Tusche und Pinsel auf Papier.[231]Kata Seiteoder Hälfte, Kari entlehnen, na Name.[232]Kobe heisst Götter-Thor, Hiogo aber Waffen-Platz.[233]Das Wort ist hindostanisch.[234]Die Fahrt ist auch sehr billig, 150 Mark für 6 Tage = 25 für den Tag. (Auf dem atlantischen Ocean 50, dem stillen Ocean 62, dem indischen 32, Bombay-Triest 36.) — Vancouver-Yokohama 4283 Seemeilen für 800 Mark; Kobe-Hongkong 1367 Seemeilen für 150 Mark, oder ⅓ des Weges für weniger als ⅕ des Preises.[235]1881–1885 (nach Rein):YokohamaKobe-OsakaNagasakiHakodateAusfuhr:69Procent20Procent9,3Procent1,7Procent.Einfuhr:67,5„28,8„3,4„0,3„.[236]„Vorinselchen“, für die Portugiesen künstlich geschaffen.[237]„In dieser Dienstbarkeit haben wir uns viele beschimpfende Einschränkungen von den stolzen Heiden gefallen lassen müssen.“ Kämpfer.[238]Marco Polo hat glühende Schilderungen von dem Gold-Reichthum Cipangu’s entworfen. Die Holländer führten noch reichlich Gold und Silber aus. Aber jetzt sind die Minen erschöpft. Nur Kupfer und Antimon sind reichlich vorhanden, sowie Eisen und Kohle.[239]Manschreibt, wie oben, und sprichtNangasaki.[240]Der Anblick eines nackten Oberkörpers macht auf den Japaner keinen Eindruck. Er ist uns darin überlegen. In den öffentlichen Badehäusern kam nie etwas Unziemliches vor. Jetzt hat die Regierung eine Bretterwand zur Trennung der Geschlechter gezogen. Sie hat auch den zimperlichen Gattinnen englischer Baumwollenstoffhändler nachgegeben und die Wagenmänner bekleidet, die früher nur ihre Tätowirung trugen.[241]Trunkenheit kommt wohl vor, da die Japaner nicht viel vertragen. Einmal sah ich einen stark angeheiterten Bauern auf dem Bahnhof zu Tokyo. Der Polizist ersuchte ihn höflich, sein Räuschchen auszuschlafen.[242]Zum Glück hatte ichMüller’skosmische Physik in meinem Koffer, ein Buch, das mir auch sonst gute Dienste leistete. Es giebt Reisende, die stets das Buch ihres Nächsten begehren. Stumm reichte ich ihnen den Müller, — um sofort unbehelligt zu bleiben.[243]Arabisch = Jahreszeit.[244]Chinesisch= grosser Wind. Typhon ist eine lächerliche Schreibweise. Mit dem Riesen Typhon der griechischen Sage hat das Wort ebensowenig etwas zu schaffen, als —Orkanmit Orcus. Das Wort Orkan stammt aus Westindien.[245]Auf keiner andern Linie in Asien ist so gutes Essen, ist ein Glas Pilsener für 25 Pfennige zu haben, sowie eine rauchbare Cigarre für so mässigen Preis. Ich bedaure, dass der norddeutsche Lloyd nicht zwei Mal im Monat fährt, wie die andern Linien; dann wird er bald im Wettbewerbe siegen.[246]Odyssee, V, 279. οἴη δ’ἄμμορός ἐστι λοετρῶν Ὠκεανοῖο.[247]Kobe-Hongkong1367Kobe-Nagasaki391Nagasaki-Hongkong976See-Meilen.[248]Hier sind bedeutende Docks angelegt.[249]Die Hauptlinie geht von Bremen bis Hongkong und Shangai, von Hongkong aus fahren kleine Dampfer nach Japan und zurück.[250]Chinesisch: Heung-kong, d. i. duftender Fluss. Vgl. A Guide to H., W. Brewer (1892.)[251]Nach anderen Angaben 79.[252]Die Ly-ee-moon Meeresenge zwischen Hongkong und Cawloon ist nur ½ englische Meile, also kaum 1 km breit.[253]Die ganze Insel hatte 1891 an 221441 Einwohner, also 2800 auf den Quadratkilometer; der grösste Theil entfällt auf die Stadt Victoria.[254]Der letzte erfolgte auf dieser Fahrt vor 14 Jahren.[255]Ein Glas Sherry und zwei Glas Bier zum Mittagsmahl sind einbegriffen.[256]„No hab got eyes, no can go“ („Wer keine Augen hat, kann nicht gehen.“) Dies ist die Geschäftssprache. (Pidgin English =businessEnglish).[257]Der Mann ist auf Arbeit den Tag über abwesend, — nicht aber, wie es in manchen Reisebeschreibungen heisst, „auf der Bärenhaut liegend und mit Opium-Rauchen beschäftigt.“[258]Daher der Name Canton.[259]Wir kennen es nur als Verbannungsort des Dichters der Lusiaden, Camoëns, und als Namen eines Hazardspieles. In der That wimmeltMacaovon chinesischen Spielhöhlen, wo auch die goldne Jugend von Hongkong dem Laster fröhnt, das auf englischem Gebiet nicht geduldet wird.[260]= Very.[261]Das sogenannte Reispapier wird aus dem Mark eines Strauches (Aralia papyrifera) bereitet.[262]Mandarin stammt aus dem indischenmantrin= Rathgeber. Das chinesische Wort heisstKuan. Es giebt neun Rangstufen und drei literarische Grade. (Candidat, Doctor, Professor.)[263]Im Mittelalter bettelten bei uns auf dem Lande die Aussätzigen gleichfalls mit einem Beutelchen an langer Stange; sie mussten aber noch eine Glocke tragen, um vor Annäherung zu warnen. Und dabei ist die Ansteckungsfähigkeit des Aussatzes (Lepra) so gering.[264]Vgl. Report of the medical Missionary Society in China for the year 1889. Hongkong 1890. Die Berichte für 1890 und 1891 sind bezüglich der Operationserfolge zu schweigsam, als dass man sie kritisch verwerthen könnte.[265]Von den Missions-Doctor-Fräuleins heisst es S. 6: to minister like angels.... with laurels on her brow.[266]Durch optische Täuschung scheinen die Häuser, Kirchen, Signal-Stangen ganz schief. Man muss den Kopf stark nach vorn neigen, um sie wieder senkrecht zu sehen.[267]Gap = Kluft, zwischen den höchsten Spitzen.[268]Ich habe mir eine kleine Sammlung der Silbermünzen Ostasiens mit- und in einem Kästchen untergebracht. Links liegt die Rupie Ostindiens, rechts der Yen Japans, jedes von beiden umgeben von dem entsprechenden Kleingeld. In der Mitte befindet sich die einzige Silbermünze Chinas, das1⁄10Dollar-Stück (7,2candareen) aus der Münze von Canton.[269]General-Consul des deutschen Reiches für Canton; z. Z. in Stellvertretung, für Hongkong.[270]Dieser Teich versorgt übrigens nur den oberen und hinteren Theil der Insel.[271]Ein Gramm Papayotin löst 200 Gramm Eiweiss (Faserstoff) und verwandelt es in Pepton, d. i. gelöstes, zur Aufnahme in die Saftcanäle des Verdauungsschlauches geeignetes Eiweiss.[272]Nachdem ich in Vancouver die ersten Alarm-Nachrichten über das Wüthen der Krankheit in Hamburg gelesen, hatte ich in Japan grosse Mühe aus den spärlichen Nachrichten der englischen und japanischen Zeitungen (die Depeschen von Europa nach Japan sind zu theuer für die Zeitungen!) und der deutschen Consuln und Kaufleute mir ein vollständiges Bild zu machen.[273]Zwei Vorlesungen von J. H. Berlin 1882.[274]Davon der NameChina. Die Chinesen selber nennen ihr LandTschung Kue, Reich der Mitte, die Tataren aber Katâi. — Der zweite Kaiser dieser Dynastie, Tsching-wang,solldie Zerstörung aller Bücher, die damals auf Holztafeln geschrieben wurden, mit Ausnahme derer über Ackerbau und Heilkunde, geboten und durchgesetzt und dadurch eine Lücke in die Ueberlieferung der chinesischen Klassiker gerissen haben.[275]Confucianism and Taouism. By Prof. R. K. Douglas, London, 1879.[276]„Wenn ich die eine Ecke des Gegenstandes zeige, und der Hörer daraus nicht die drei andern lernen kann, so wiederhole ich meine Lehre nicht.“[277]Die Ehe des Confucius war unglücklich.[278]Dagegen lehrtBuddha, Uebelthat mit Güte zu vergelten.[279]Das Haus, welches zwei derselben bewohnten, war mir schon angenehm aufgefallen durch die deutsche Inschrift: „Luginsland.“[280]Fortieth annual Report of the Berlin Foundling house for 1890. Der Bestand war 79, zwei davon verheiratheten sich, vier starben, hauptsächlich im zarten Alter; 13 wurden aufgenommen, von diesen starben fünf, so dass der Bestand 81 beträgt.[281]In Frankreich gab es einörtliches, d. h. die Kinder wurden in entfernte Bezirke zur Pflege gebracht.[282]Ausserdem giebt es noch einen hauptsächlich, aber nicht ausschliesslich englischenHongkong-Clubund einenLusitano-Clubfür die Portugiesen, die doch von den Europäern nicht für voll angesehen werden. — Die deutschen Handwerker und Bediensteten, denen der Club zu theuer ist, versammeln sich in einemGesangverein.[283]Man erhält dort auch in einem deutschen Laden ganz rauchbareManila-Cigarren, das Hundert zu 3½ Dollar.[284]Die mittleren Chinesen sind gelblich, die nördlichen röthlich; die südlichen aber bräunlich, namentlich wenn sie sich der Sonne viel aussetzen.[285]Der Zopf ist erst 1644 n. Chr. durch die Mandschu-Dynastie eingeführt.[286]Nach Duncker etwa 1000 v. Chr. — Ich hatte mir vor der Abreise das kleine Conversations-Lexicon vonKürschnerschon, wie immer, in den Koffer gepackt; liess mich aber überreden, es wieder heraus zu nehmen: was ich nachträglich bereute. Auf keinem der vielen Schiffe, die ich befahren, in keinem Hotel Asiens sah ich ein Conversations-Lexicon, sondern allein in der Bücherei des deutschen Clubs zu Hongkong.[287]Travellers P. & O. Pocket Book.[288]Dem Rath und der Versuchung, einen Ausflug von Singapore nach Java zu machen, um die Linie, d. h. den Aequator, zu kreuzen, habe ich siegreich und ohne Reue widerstanden.[289]Das Kunststück ist nicht so gross, wie es scheint. Die kleine Silbermünze sinkt langsam und bleibt im Sinken gut sichtbar; der Knabe ergreift sie, ehe sie den Boden erreicht hat, steckt sie in den Mund, taucht empor und erhebt triumphirend den rechten Arm.[290]164 englische Quadratmeilen, 75000 Einwohner. Zucker und Tapioca wird in der dazu gehörigen Provinz Wellesley auf dem Festland von Malakka angebaut.[291]Die Geographen des Alterthums und Mittelalters haben die Grösse der Insel weitüberschätzt, da sie dieselbe nur vomHören-Sagenkannten.[292]In Deutschland 91,4.[293]Nach der ersten Kaffe-Ernte mussten die Pflanzer öfters schon zur künstlichen Düngung ihre Zuflucht nehmen.[294]Dies gilt für den Südwesten und das Centralgebirge, die feuchte Gegend Ceylon’s. Der Südwest-Monsun bringt vom April bis Juni den Regen, dringt aber nicht über das Gebirge. Der übrige Theil von Ceylon ist trocken und erhält nur von October bis December die einmalige Regenzeit durch den Nordwest-Monsun; die feuchte Gegend hat dann ihre zweite Regenzeit. In Colombo fällt fast noch ein Mal soviel Regen, als in Trincomale.[295]Pfund Sterling.[296]25000 Acres sind jetzt damit bepflanzt und liefern den Einheimischen Kraut für ihre Bedürfnisse, sowie 50000 Centner (im Werth von £ 150000) zur Ausfuhr nach Indien. In Anuradhapura wollte ich Cigarren kaufen, mochte aber dieJaffnas, die wie Regenwürmer aussahen, nicht nehmen, sondern zog ein Päckchen amerikanischenBird’s Eye Tabakvor. In Colombo kaufte ich indische Cigarren (Cheroots) und noch lieber holländische aus Java, im Kiosk sowie in den Läden. Sie sind billig, aber nicht gut.[297]Seit dem 13. Jahrhundert n. Chr., d. h. seitdem die in uralter Zeit hergestellten künstlichen Seen in der Nordhälfte der Insel durch die erobernden Tamilen (aus Südindien) vernachlässigt wurden. Den Portugiesen blieb es vorbehalten, die Wasserläufe zur Berieselung der Reisfelder — gradewegs zuzerstören.[298]Die letzteren werden hauptsächlich von den Händlern angeboten; sie bestehen aus grünlich durchschimmerndem Quarz.[299]Hauptabnehmer ist Krupp in Essen.[300]Census von 1881:2760000Einwohner.Singhalesen:1847000,Tamilen:687000(257000 wandernd),Mohren:185000(17000 aus Indien),Eurasier:18500(einschliesslich Burghers),Malayen:8000,Andere:7000(Chinesen, Parsi u. s. w.),Europäer:5000,Wedda:2228.[301]Dies wird neuerdings wieder bestritten. Natürlich hat die Tamil-Sprache gar keine Verwandtschaft mit den Sanskrit-Sprachen.[302]The governement of Ceylon, like that of every Crown colony, is virtually a despotism. (W. S.Caine, M. o. P.) — Paternal despotism (Ferguson.) — The system of Crown colonies is supposed to be that of a benevolent despostism, a paternal autocracy. It is in many cases that of a narrow and selfish oligarchy. (Spectator, London.)[303]Die Rupie hatte ursprünglich den Werth von 2 Mark, später von 1½ Mark, jetzt von 1¼ Mark.[304]„Sie lassen uns für ein nothwendiges Bedürfniss besonders bezahlen“, sagte, mit strafendem Blick, ein Reisender zu dem Leiter des Gasthauses. Dieser zuckte stillschweigend die Achseln. — Ich würde es mit Freuden begrüssen, wenn bei uns in Deutschland die Gastwirthe sich entschliessen könnten, das Bad nicht besonders zu berechnen.[305]Natürlich hat man daselbst im Lesezimmer ein Fernrohr aufgestellt, um die Namen und Flaggen der einlaufenden Schiffe lesen zu können.[306]Verpflegung und Wohnung 8 Rupien täglich, ohne Wein und Bier und ohne Bad.[307]Ich möchte den deutschen Hausfrauen einen Versuch anrathen. In Ceylon ist der Preis 18 d. (also etwa 1 Mark 50 Pfennige) für das Pfund.[308]Custom house.[309]Jetty.[310]Während ich dieses schreibe (Sommer 1893) ist in Ostindien die freie Silberprägung aufgehoben, und der Uebergang zur Goldwährung angebahnt.[311]Für Deutsch-Ost-Afrika werden auch Rupien, mit dem Bildniss unsres Kaisers, geprägt. Unser Zwei-Mark-Stück wiegt 11 Gramm, die Rupie 11,6Gramm.[312]Im gewöhnlichen Verkehr werden diese beiden Münzen auch Shilling und Sixpence genannt. Wenn der Reisende einen geforderten „Shilling“ wirklich in englischer Münze bezahlt, so hat er ein Drittel zu viel gegeben.[313]Out-rigger canoe. (Orowah.) Dasselbe ist über die südostasiatischen Inseln weit verbreitet.[314]Pallad., De gentibus Indiae et Bragmanis. (Graece et latine.) Londini 1665. p. 4.[315]Kattubinden,maramBaum.[316]Ich erlebte die Landung des Dampfers „Rome“ (London-Melbourne), der 200 Cajüt- und nur sechs Zwischendeck-Reisende mitbrachte.[317]Diese Angabe des Reiseführers kann ich aus dem amtlichen Werk über die Leuchtfeuer in Indien und Australien bestätigen.[318]Nach der Volkszählung von 1891 leben 121 Schlangenbeschwörer und 36 Gaukler in Ceylon. Es sind meist Tamilen.[319]Naja tripudians, Cobra di capello.[320]Sie fahren natürlich langsam. Es giebt aber auch kleine Renn-Zebu vor einsitzigem Wägelchen, die in ihrem Trab recht sonderbar aussehen. Gelenkt werden die Ochsen mit einem Strick, der an einem durch die Nasenscheidewand gezogenen Ring befestigt ist. Vor den Lastwagen der Landstrasse und an den Drehmühlen ziehen die Ochsenpaare im Joch: der Balken liegt vor dem Höcker der Thiere.[321]Eintritt in Hindu-Tempel ist Andersgläubigen nicht gestattet.[322]Ein lustiger Schiffsarzt hat wohl einmal des Morgens, ehe Ceylon in Sicht kam, heimlich Zimmtöl über das Verdeck gesprengt.[323]Bark; chips. Der Ceylon-Zimmt heisst auch Canel. (Canella oder Cannella, d. h. Röhre, der Venezianer und Portugiesen.) Zimmt kommt auch aus Indien, Java, den Philippinen und China, Senegal, Brasilien, Westindien.[324]Cinnamomum Ceylonicum, ein zur Familie der Lauraceen gehöriger immergrüner Baum.[325]Des Abends entzündet der Diener unaufgefordert die an der Wand befindliche Gasflamme. Kerzen werden nicht verabfolgt, sie gelten für feuergefährlich. In der That gebieten die Moskito-Netze und windbewegten Vorhänge grosse Vorsicht. Das Haus ist allerdings aus Stein gebaut und mit steinerner Haupttreppe versehen.[326]Danach wäre der Bedarf für den Kopf und Tag nur 100 Liter, etwas wenig in so heisser Gegend.[327]Musa sapientium, ein baumartigerStrauch, der bis 40 kg Früchte trägt. Auf gleicher Grundfläche liefert derselbe 44 Mal so viel Nahrungsstoff als die Kartoffel und 133 Mal so viel als der Weizen.
[218]Der Lackbaum (Rhus vernicifera, Urushi-no-ki) wird im Hochsommer angeritzt, der Rohlack ausgekratzt, geklärt, eingedampft, mit Oel, Zinnober, Eisenoxyd u. A. versetzt. Die Lackindustrie kam von China nach Japan. Hier hat sie erst in der Mitte des 17. Jahrhundert ihre hohe Blüthe erreicht. Jetzt wird für die Ausfuhr billige Dutzendwaare angefertigt, aber es giebt auch heute noch vorzügliche Goldlackarbeiter. Werth der Ausfuhr von Lackwaaren (1888) gegen 600000 Yen. — Japan’s Lackindustrie hat inRein’sWerk ihreklassischeBeschreibung gefunden.
[218]Der Lackbaum (Rhus vernicifera, Urushi-no-ki) wird im Hochsommer angeritzt, der Rohlack ausgekratzt, geklärt, eingedampft, mit Oel, Zinnober, Eisenoxyd u. A. versetzt. Die Lackindustrie kam von China nach Japan. Hier hat sie erst in der Mitte des 17. Jahrhundert ihre hohe Blüthe erreicht. Jetzt wird für die Ausfuhr billige Dutzendwaare angefertigt, aber es giebt auch heute noch vorzügliche Goldlackarbeiter. Werth der Ausfuhr von Lackwaaren (1888) gegen 600000 Yen. — Japan’s Lackindustrie hat inRein’sWerk ihreklassischeBeschreibung gefunden.
[219]In Ostindien sieht man nur dieeinbuckligenDromedare, deren Heimath Arabien, während ihr Verbreitungsgebiet nach Nordafrika und Westasien hinüberreicht. — DaszweibuckligeTrampelthier stammt aus den mongolischen Steppen (und aus China). Unser Künstler dürfte in Japan weder einen Elephanten noch ein Trampelthier gesehen, sondern diese Thiere nach chinesischen Vorbildern entworfen haben.
[219]In Ostindien sieht man nur dieeinbuckligenDromedare, deren Heimath Arabien, während ihr Verbreitungsgebiet nach Nordafrika und Westasien hinüberreicht. — DaszweibuckligeTrampelthier stammt aus den mongolischen Steppen (und aus China). Unser Künstler dürfte in Japan weder einen Elephanten noch ein Trampelthier gesehen, sondern diese Thiere nach chinesischen Vorbildern entworfen haben.
[220]DieseReisen der Göttererinnern analtägyptischeGebräuche: wiederholt ist in den Inschriften des Horus-Tempels zu Edfu von Besuchen die Rede, welche das Bild des Gottes von Edfu dem der Göttin Hathor von Dendera machte, und umgekehrt.
[220]DieseReisen der Göttererinnern analtägyptischeGebräuche: wiederholt ist in den Inschriften des Horus-Tempels zu Edfu von Besuchen die Rede, welche das Bild des Gottes von Edfu dem der Göttin Hathor von Dendera machte, und umgekehrt.
[221]Ich kenne so manche nervöse Dame in unseren Gegenden, welche behauptet, Nachts nicht schlafen zu können, wenn sie spät Abends eine Tasse Thee genommen.
[221]Ich kenne so manche nervöse Dame in unseren Gegenden, welche behauptet, Nachts nicht schlafen zu können, wenn sie spät Abends eine Tasse Thee genommen.
[222]Die Japaner halten Leuchtkäfer in Gazekästchen an der Wand der Häuschen und erfreuen sich Abends an dem milden Glanz der Thiere.
[222]Die Japaner halten Leuchtkäfer in Gazekästchen an der Wand der Häuschen und erfreuen sich Abends an dem milden Glanz der Thiere.
[223]Berg der grossen See-Bucht, O-ye-no-saka.
[223]Berg der grossen See-Bucht, O-ye-no-saka.
[224]Privatleute dürfen in Japan Fremde nicht beherbergen.
[224]Privatleute dürfen in Japan Fremde nicht beherbergen.
[225]Im Peloponnes giebt es neue Bettwäsche und neueste. Da ich ein wenig Neugriechisch vorher gelernt, liess ich jedes Mal vor meinen Augen die neue abziehen und neueste anlegen.
[225]Im Peloponnes giebt es neue Bettwäsche und neueste. Da ich ein wenig Neugriechisch vorher gelernt, liess ich jedes Mal vor meinen Augen die neue abziehen und neueste anlegen.
[226]Die Architrave des Mittelgangs im Säulensaal von Seti I zu Karnak sind 9 m lang, sie messen 31 cbm und wiegen 65 Tonnen. Aber die gewöhnlichen Bausteine der Aegypter sind 0,80 bis 1,20 m hoch, 1 bis 2,50 m lang und 0,5 bis 1,80 m dick. (Allerdings, der nach London gebrachteObeliskwiegt 186 Tonnen, zehn Mal so viel, als der grösste Stein zu Stonehenge. Die Pompejus-Säule zu Alexandrien wird auf 300, die Steinbildsäule von Ramses II zu Memphis gleichfalls auf 300 Tonnen geschätzt.) — Ich bat meine Freunde um genauere Messung der grössten Bausteine des Schlosses von Osaka und erhielt brieflich die folgenden Zahlen, die Herr StabsarztEgutzifestgestellt hat:Höhe:Länge:Dicke:I.Stein4,70Meter14,50MeterDie Dicke jedes Steines ist etwa doppelt so gross, wie die Höhe; kann aber nicht genau gemessen werden, weil jeder Stein allseitig von anderen umgeben ist.II.„4,50„13,00„III.„5,00„10,70„IV.„5,00„10,50„V.„3,60„11,00„
[226]Die Architrave des Mittelgangs im Säulensaal von Seti I zu Karnak sind 9 m lang, sie messen 31 cbm und wiegen 65 Tonnen. Aber die gewöhnlichen Bausteine der Aegypter sind 0,80 bis 1,20 m hoch, 1 bis 2,50 m lang und 0,5 bis 1,80 m dick. (Allerdings, der nach London gebrachteObeliskwiegt 186 Tonnen, zehn Mal so viel, als der grösste Stein zu Stonehenge. Die Pompejus-Säule zu Alexandrien wird auf 300, die Steinbildsäule von Ramses II zu Memphis gleichfalls auf 300 Tonnen geschätzt.) — Ich bat meine Freunde um genauere Messung der grössten Bausteine des Schlosses von Osaka und erhielt brieflich die folgenden Zahlen, die Herr StabsarztEgutzifestgestellt hat:
[227]So ist es immer. Als ich einst durch die nächtlich dunklen Strassen von Tunis schritt, sagte mein Führer, er möchte einmal, ehe er sterbe, eine Stadt in Europa sehen, welche die ganze Nacht hindurch künstlich erleuchtet ist.
[227]So ist es immer. Als ich einst durch die nächtlich dunklen Strassen von Tunis schritt, sagte mein Führer, er möchte einmal, ehe er sterbe, eine Stadt in Europa sehen, welche die ganze Nacht hindurch künstlich erleuchtet ist.
[228]The pictorial Arts of Japan, by William Anderson, London 1886, Sampson Low & Co.
[228]The pictorial Arts of Japan, by William Anderson, London 1886, Sampson Low & Co.
[229]Schildkröte und Goldfische tummelten sich in den Wellen, als Gott Shiwa in einer Lotusknospe über den Wassern waltete.
[229]Schildkröte und Goldfische tummelten sich in den Wellen, als Gott Shiwa in einer Lotusknospe über den Wassern waltete.
[230]Die chinesischen Schriftzeichen sind stylisirte Wortbilder oder Hieroglyphen. Zu dem eigentlichen Zeichen (Radical) kommt noch eine Hinzufügung bezüglich derAusspracheund der dadurch bedingten Sonderbedeutung (Phonetic), — gerade wie die alten Aegypter dem Wortbild (Hieroglyph) noch ein Deutzeichen (Determinativ) beifügten. Die Chinesen und Japaner schreiben von oben nach unten in senkrechten Reihen, die von rechts nach links auf einander folgen; und zwar mit Tusche und Pinsel auf Papier.
[230]Die chinesischen Schriftzeichen sind stylisirte Wortbilder oder Hieroglyphen. Zu dem eigentlichen Zeichen (Radical) kommt noch eine Hinzufügung bezüglich derAusspracheund der dadurch bedingten Sonderbedeutung (Phonetic), — gerade wie die alten Aegypter dem Wortbild (Hieroglyph) noch ein Deutzeichen (Determinativ) beifügten. Die Chinesen und Japaner schreiben von oben nach unten in senkrechten Reihen, die von rechts nach links auf einander folgen; und zwar mit Tusche und Pinsel auf Papier.
[231]Kata Seiteoder Hälfte, Kari entlehnen, na Name.
[231]Kata Seiteoder Hälfte, Kari entlehnen, na Name.
[232]Kobe heisst Götter-Thor, Hiogo aber Waffen-Platz.
[232]Kobe heisst Götter-Thor, Hiogo aber Waffen-Platz.
[233]Das Wort ist hindostanisch.
[233]Das Wort ist hindostanisch.
[234]Die Fahrt ist auch sehr billig, 150 Mark für 6 Tage = 25 für den Tag. (Auf dem atlantischen Ocean 50, dem stillen Ocean 62, dem indischen 32, Bombay-Triest 36.) — Vancouver-Yokohama 4283 Seemeilen für 800 Mark; Kobe-Hongkong 1367 Seemeilen für 150 Mark, oder ⅓ des Weges für weniger als ⅕ des Preises.
[234]Die Fahrt ist auch sehr billig, 150 Mark für 6 Tage = 25 für den Tag. (Auf dem atlantischen Ocean 50, dem stillen Ocean 62, dem indischen 32, Bombay-Triest 36.) — Vancouver-Yokohama 4283 Seemeilen für 800 Mark; Kobe-Hongkong 1367 Seemeilen für 150 Mark, oder ⅓ des Weges für weniger als ⅕ des Preises.
[235]1881–1885 (nach Rein):YokohamaKobe-OsakaNagasakiHakodateAusfuhr:69Procent20Procent9,3Procent1,7Procent.Einfuhr:67,5„28,8„3,4„0,3„.
[235]1881–1885 (nach Rein):
[236]„Vorinselchen“, für die Portugiesen künstlich geschaffen.
[236]„Vorinselchen“, für die Portugiesen künstlich geschaffen.
[237]„In dieser Dienstbarkeit haben wir uns viele beschimpfende Einschränkungen von den stolzen Heiden gefallen lassen müssen.“ Kämpfer.
[237]„In dieser Dienstbarkeit haben wir uns viele beschimpfende Einschränkungen von den stolzen Heiden gefallen lassen müssen.“ Kämpfer.
[238]Marco Polo hat glühende Schilderungen von dem Gold-Reichthum Cipangu’s entworfen. Die Holländer führten noch reichlich Gold und Silber aus. Aber jetzt sind die Minen erschöpft. Nur Kupfer und Antimon sind reichlich vorhanden, sowie Eisen und Kohle.
[238]Marco Polo hat glühende Schilderungen von dem Gold-Reichthum Cipangu’s entworfen. Die Holländer führten noch reichlich Gold und Silber aus. Aber jetzt sind die Minen erschöpft. Nur Kupfer und Antimon sind reichlich vorhanden, sowie Eisen und Kohle.
[239]Manschreibt, wie oben, und sprichtNangasaki.
[239]Manschreibt, wie oben, und sprichtNangasaki.
[240]Der Anblick eines nackten Oberkörpers macht auf den Japaner keinen Eindruck. Er ist uns darin überlegen. In den öffentlichen Badehäusern kam nie etwas Unziemliches vor. Jetzt hat die Regierung eine Bretterwand zur Trennung der Geschlechter gezogen. Sie hat auch den zimperlichen Gattinnen englischer Baumwollenstoffhändler nachgegeben und die Wagenmänner bekleidet, die früher nur ihre Tätowirung trugen.
[240]Der Anblick eines nackten Oberkörpers macht auf den Japaner keinen Eindruck. Er ist uns darin überlegen. In den öffentlichen Badehäusern kam nie etwas Unziemliches vor. Jetzt hat die Regierung eine Bretterwand zur Trennung der Geschlechter gezogen. Sie hat auch den zimperlichen Gattinnen englischer Baumwollenstoffhändler nachgegeben und die Wagenmänner bekleidet, die früher nur ihre Tätowirung trugen.
[241]Trunkenheit kommt wohl vor, da die Japaner nicht viel vertragen. Einmal sah ich einen stark angeheiterten Bauern auf dem Bahnhof zu Tokyo. Der Polizist ersuchte ihn höflich, sein Räuschchen auszuschlafen.
[241]Trunkenheit kommt wohl vor, da die Japaner nicht viel vertragen. Einmal sah ich einen stark angeheiterten Bauern auf dem Bahnhof zu Tokyo. Der Polizist ersuchte ihn höflich, sein Räuschchen auszuschlafen.
[242]Zum Glück hatte ichMüller’skosmische Physik in meinem Koffer, ein Buch, das mir auch sonst gute Dienste leistete. Es giebt Reisende, die stets das Buch ihres Nächsten begehren. Stumm reichte ich ihnen den Müller, — um sofort unbehelligt zu bleiben.
[242]Zum Glück hatte ichMüller’skosmische Physik in meinem Koffer, ein Buch, das mir auch sonst gute Dienste leistete. Es giebt Reisende, die stets das Buch ihres Nächsten begehren. Stumm reichte ich ihnen den Müller, — um sofort unbehelligt zu bleiben.
[243]Arabisch = Jahreszeit.
[243]Arabisch = Jahreszeit.
[244]Chinesisch= grosser Wind. Typhon ist eine lächerliche Schreibweise. Mit dem Riesen Typhon der griechischen Sage hat das Wort ebensowenig etwas zu schaffen, als —Orkanmit Orcus. Das Wort Orkan stammt aus Westindien.
[244]Chinesisch= grosser Wind. Typhon ist eine lächerliche Schreibweise. Mit dem Riesen Typhon der griechischen Sage hat das Wort ebensowenig etwas zu schaffen, als —Orkanmit Orcus. Das Wort Orkan stammt aus Westindien.
[245]Auf keiner andern Linie in Asien ist so gutes Essen, ist ein Glas Pilsener für 25 Pfennige zu haben, sowie eine rauchbare Cigarre für so mässigen Preis. Ich bedaure, dass der norddeutsche Lloyd nicht zwei Mal im Monat fährt, wie die andern Linien; dann wird er bald im Wettbewerbe siegen.
[245]Auf keiner andern Linie in Asien ist so gutes Essen, ist ein Glas Pilsener für 25 Pfennige zu haben, sowie eine rauchbare Cigarre für so mässigen Preis. Ich bedaure, dass der norddeutsche Lloyd nicht zwei Mal im Monat fährt, wie die andern Linien; dann wird er bald im Wettbewerbe siegen.
[246]Odyssee, V, 279. οἴη δ’ἄμμορός ἐστι λοετρῶν Ὠκεανοῖο.
[246]Odyssee, V, 279. οἴη δ’ἄμμορός ἐστι λοετρῶν Ὠκεανοῖο.
[247]Kobe-Hongkong1367Kobe-Nagasaki391Nagasaki-Hongkong976See-Meilen.
[247]
[248]Hier sind bedeutende Docks angelegt.
[248]Hier sind bedeutende Docks angelegt.
[249]Die Hauptlinie geht von Bremen bis Hongkong und Shangai, von Hongkong aus fahren kleine Dampfer nach Japan und zurück.
[249]Die Hauptlinie geht von Bremen bis Hongkong und Shangai, von Hongkong aus fahren kleine Dampfer nach Japan und zurück.
[250]Chinesisch: Heung-kong, d. i. duftender Fluss. Vgl. A Guide to H., W. Brewer (1892.)
[250]Chinesisch: Heung-kong, d. i. duftender Fluss. Vgl. A Guide to H., W. Brewer (1892.)
[251]Nach anderen Angaben 79.
[251]Nach anderen Angaben 79.
[252]Die Ly-ee-moon Meeresenge zwischen Hongkong und Cawloon ist nur ½ englische Meile, also kaum 1 km breit.
[252]Die Ly-ee-moon Meeresenge zwischen Hongkong und Cawloon ist nur ½ englische Meile, also kaum 1 km breit.
[253]Die ganze Insel hatte 1891 an 221441 Einwohner, also 2800 auf den Quadratkilometer; der grösste Theil entfällt auf die Stadt Victoria.
[253]Die ganze Insel hatte 1891 an 221441 Einwohner, also 2800 auf den Quadratkilometer; der grösste Theil entfällt auf die Stadt Victoria.
[254]Der letzte erfolgte auf dieser Fahrt vor 14 Jahren.
[254]Der letzte erfolgte auf dieser Fahrt vor 14 Jahren.
[255]Ein Glas Sherry und zwei Glas Bier zum Mittagsmahl sind einbegriffen.
[255]Ein Glas Sherry und zwei Glas Bier zum Mittagsmahl sind einbegriffen.
[256]„No hab got eyes, no can go“ („Wer keine Augen hat, kann nicht gehen.“) Dies ist die Geschäftssprache. (Pidgin English =businessEnglish).
[256]„No hab got eyes, no can go“ („Wer keine Augen hat, kann nicht gehen.“) Dies ist die Geschäftssprache. (Pidgin English =businessEnglish).
[257]Der Mann ist auf Arbeit den Tag über abwesend, — nicht aber, wie es in manchen Reisebeschreibungen heisst, „auf der Bärenhaut liegend und mit Opium-Rauchen beschäftigt.“
[257]Der Mann ist auf Arbeit den Tag über abwesend, — nicht aber, wie es in manchen Reisebeschreibungen heisst, „auf der Bärenhaut liegend und mit Opium-Rauchen beschäftigt.“
[258]Daher der Name Canton.
[258]Daher der Name Canton.
[259]Wir kennen es nur als Verbannungsort des Dichters der Lusiaden, Camoëns, und als Namen eines Hazardspieles. In der That wimmeltMacaovon chinesischen Spielhöhlen, wo auch die goldne Jugend von Hongkong dem Laster fröhnt, das auf englischem Gebiet nicht geduldet wird.
[259]Wir kennen es nur als Verbannungsort des Dichters der Lusiaden, Camoëns, und als Namen eines Hazardspieles. In der That wimmeltMacaovon chinesischen Spielhöhlen, wo auch die goldne Jugend von Hongkong dem Laster fröhnt, das auf englischem Gebiet nicht geduldet wird.
[260]= Very.
[260]= Very.
[261]Das sogenannte Reispapier wird aus dem Mark eines Strauches (Aralia papyrifera) bereitet.
[261]Das sogenannte Reispapier wird aus dem Mark eines Strauches (Aralia papyrifera) bereitet.
[262]Mandarin stammt aus dem indischenmantrin= Rathgeber. Das chinesische Wort heisstKuan. Es giebt neun Rangstufen und drei literarische Grade. (Candidat, Doctor, Professor.)
[262]Mandarin stammt aus dem indischenmantrin= Rathgeber. Das chinesische Wort heisstKuan. Es giebt neun Rangstufen und drei literarische Grade. (Candidat, Doctor, Professor.)
[263]Im Mittelalter bettelten bei uns auf dem Lande die Aussätzigen gleichfalls mit einem Beutelchen an langer Stange; sie mussten aber noch eine Glocke tragen, um vor Annäherung zu warnen. Und dabei ist die Ansteckungsfähigkeit des Aussatzes (Lepra) so gering.
[263]Im Mittelalter bettelten bei uns auf dem Lande die Aussätzigen gleichfalls mit einem Beutelchen an langer Stange; sie mussten aber noch eine Glocke tragen, um vor Annäherung zu warnen. Und dabei ist die Ansteckungsfähigkeit des Aussatzes (Lepra) so gering.
[264]Vgl. Report of the medical Missionary Society in China for the year 1889. Hongkong 1890. Die Berichte für 1890 und 1891 sind bezüglich der Operationserfolge zu schweigsam, als dass man sie kritisch verwerthen könnte.
[264]Vgl. Report of the medical Missionary Society in China for the year 1889. Hongkong 1890. Die Berichte für 1890 und 1891 sind bezüglich der Operationserfolge zu schweigsam, als dass man sie kritisch verwerthen könnte.
[265]Von den Missions-Doctor-Fräuleins heisst es S. 6: to minister like angels.... with laurels on her brow.
[265]Von den Missions-Doctor-Fräuleins heisst es S. 6: to minister like angels.... with laurels on her brow.
[266]Durch optische Täuschung scheinen die Häuser, Kirchen, Signal-Stangen ganz schief. Man muss den Kopf stark nach vorn neigen, um sie wieder senkrecht zu sehen.
[266]Durch optische Täuschung scheinen die Häuser, Kirchen, Signal-Stangen ganz schief. Man muss den Kopf stark nach vorn neigen, um sie wieder senkrecht zu sehen.
[267]Gap = Kluft, zwischen den höchsten Spitzen.
[267]Gap = Kluft, zwischen den höchsten Spitzen.
[268]Ich habe mir eine kleine Sammlung der Silbermünzen Ostasiens mit- und in einem Kästchen untergebracht. Links liegt die Rupie Ostindiens, rechts der Yen Japans, jedes von beiden umgeben von dem entsprechenden Kleingeld. In der Mitte befindet sich die einzige Silbermünze Chinas, das1⁄10Dollar-Stück (7,2candareen) aus der Münze von Canton.
[268]Ich habe mir eine kleine Sammlung der Silbermünzen Ostasiens mit- und in einem Kästchen untergebracht. Links liegt die Rupie Ostindiens, rechts der Yen Japans, jedes von beiden umgeben von dem entsprechenden Kleingeld. In der Mitte befindet sich die einzige Silbermünze Chinas, das1⁄10Dollar-Stück (7,2candareen) aus der Münze von Canton.
[269]General-Consul des deutschen Reiches für Canton; z. Z. in Stellvertretung, für Hongkong.
[269]General-Consul des deutschen Reiches für Canton; z. Z. in Stellvertretung, für Hongkong.
[270]Dieser Teich versorgt übrigens nur den oberen und hinteren Theil der Insel.
[270]Dieser Teich versorgt übrigens nur den oberen und hinteren Theil der Insel.
[271]Ein Gramm Papayotin löst 200 Gramm Eiweiss (Faserstoff) und verwandelt es in Pepton, d. i. gelöstes, zur Aufnahme in die Saftcanäle des Verdauungsschlauches geeignetes Eiweiss.
[271]Ein Gramm Papayotin löst 200 Gramm Eiweiss (Faserstoff) und verwandelt es in Pepton, d. i. gelöstes, zur Aufnahme in die Saftcanäle des Verdauungsschlauches geeignetes Eiweiss.
[272]Nachdem ich in Vancouver die ersten Alarm-Nachrichten über das Wüthen der Krankheit in Hamburg gelesen, hatte ich in Japan grosse Mühe aus den spärlichen Nachrichten der englischen und japanischen Zeitungen (die Depeschen von Europa nach Japan sind zu theuer für die Zeitungen!) und der deutschen Consuln und Kaufleute mir ein vollständiges Bild zu machen.
[272]Nachdem ich in Vancouver die ersten Alarm-Nachrichten über das Wüthen der Krankheit in Hamburg gelesen, hatte ich in Japan grosse Mühe aus den spärlichen Nachrichten der englischen und japanischen Zeitungen (die Depeschen von Europa nach Japan sind zu theuer für die Zeitungen!) und der deutschen Consuln und Kaufleute mir ein vollständiges Bild zu machen.
[273]Zwei Vorlesungen von J. H. Berlin 1882.
[273]Zwei Vorlesungen von J. H. Berlin 1882.
[274]Davon der NameChina. Die Chinesen selber nennen ihr LandTschung Kue, Reich der Mitte, die Tataren aber Katâi. — Der zweite Kaiser dieser Dynastie, Tsching-wang,solldie Zerstörung aller Bücher, die damals auf Holztafeln geschrieben wurden, mit Ausnahme derer über Ackerbau und Heilkunde, geboten und durchgesetzt und dadurch eine Lücke in die Ueberlieferung der chinesischen Klassiker gerissen haben.
[274]Davon der NameChina. Die Chinesen selber nennen ihr LandTschung Kue, Reich der Mitte, die Tataren aber Katâi. — Der zweite Kaiser dieser Dynastie, Tsching-wang,solldie Zerstörung aller Bücher, die damals auf Holztafeln geschrieben wurden, mit Ausnahme derer über Ackerbau und Heilkunde, geboten und durchgesetzt und dadurch eine Lücke in die Ueberlieferung der chinesischen Klassiker gerissen haben.
[275]Confucianism and Taouism. By Prof. R. K. Douglas, London, 1879.
[275]Confucianism and Taouism. By Prof. R. K. Douglas, London, 1879.
[276]„Wenn ich die eine Ecke des Gegenstandes zeige, und der Hörer daraus nicht die drei andern lernen kann, so wiederhole ich meine Lehre nicht.“
[276]„Wenn ich die eine Ecke des Gegenstandes zeige, und der Hörer daraus nicht die drei andern lernen kann, so wiederhole ich meine Lehre nicht.“
[277]Die Ehe des Confucius war unglücklich.
[277]Die Ehe des Confucius war unglücklich.
[278]Dagegen lehrtBuddha, Uebelthat mit Güte zu vergelten.
[278]Dagegen lehrtBuddha, Uebelthat mit Güte zu vergelten.
[279]Das Haus, welches zwei derselben bewohnten, war mir schon angenehm aufgefallen durch die deutsche Inschrift: „Luginsland.“
[279]Das Haus, welches zwei derselben bewohnten, war mir schon angenehm aufgefallen durch die deutsche Inschrift: „Luginsland.“
[280]Fortieth annual Report of the Berlin Foundling house for 1890. Der Bestand war 79, zwei davon verheiratheten sich, vier starben, hauptsächlich im zarten Alter; 13 wurden aufgenommen, von diesen starben fünf, so dass der Bestand 81 beträgt.
[280]Fortieth annual Report of the Berlin Foundling house for 1890. Der Bestand war 79, zwei davon verheiratheten sich, vier starben, hauptsächlich im zarten Alter; 13 wurden aufgenommen, von diesen starben fünf, so dass der Bestand 81 beträgt.
[281]In Frankreich gab es einörtliches, d. h. die Kinder wurden in entfernte Bezirke zur Pflege gebracht.
[281]In Frankreich gab es einörtliches, d. h. die Kinder wurden in entfernte Bezirke zur Pflege gebracht.
[282]Ausserdem giebt es noch einen hauptsächlich, aber nicht ausschliesslich englischenHongkong-Clubund einenLusitano-Clubfür die Portugiesen, die doch von den Europäern nicht für voll angesehen werden. — Die deutschen Handwerker und Bediensteten, denen der Club zu theuer ist, versammeln sich in einemGesangverein.
[282]Ausserdem giebt es noch einen hauptsächlich, aber nicht ausschliesslich englischenHongkong-Clubund einenLusitano-Clubfür die Portugiesen, die doch von den Europäern nicht für voll angesehen werden. — Die deutschen Handwerker und Bediensteten, denen der Club zu theuer ist, versammeln sich in einemGesangverein.
[283]Man erhält dort auch in einem deutschen Laden ganz rauchbareManila-Cigarren, das Hundert zu 3½ Dollar.
[283]Man erhält dort auch in einem deutschen Laden ganz rauchbareManila-Cigarren, das Hundert zu 3½ Dollar.
[284]Die mittleren Chinesen sind gelblich, die nördlichen röthlich; die südlichen aber bräunlich, namentlich wenn sie sich der Sonne viel aussetzen.
[284]Die mittleren Chinesen sind gelblich, die nördlichen röthlich; die südlichen aber bräunlich, namentlich wenn sie sich der Sonne viel aussetzen.
[285]Der Zopf ist erst 1644 n. Chr. durch die Mandschu-Dynastie eingeführt.
[285]Der Zopf ist erst 1644 n. Chr. durch die Mandschu-Dynastie eingeführt.
[286]Nach Duncker etwa 1000 v. Chr. — Ich hatte mir vor der Abreise das kleine Conversations-Lexicon vonKürschnerschon, wie immer, in den Koffer gepackt; liess mich aber überreden, es wieder heraus zu nehmen: was ich nachträglich bereute. Auf keinem der vielen Schiffe, die ich befahren, in keinem Hotel Asiens sah ich ein Conversations-Lexicon, sondern allein in der Bücherei des deutschen Clubs zu Hongkong.
[286]Nach Duncker etwa 1000 v. Chr. — Ich hatte mir vor der Abreise das kleine Conversations-Lexicon vonKürschnerschon, wie immer, in den Koffer gepackt; liess mich aber überreden, es wieder heraus zu nehmen: was ich nachträglich bereute. Auf keinem der vielen Schiffe, die ich befahren, in keinem Hotel Asiens sah ich ein Conversations-Lexicon, sondern allein in der Bücherei des deutschen Clubs zu Hongkong.
[287]Travellers P. & O. Pocket Book.
[287]Travellers P. & O. Pocket Book.
[288]Dem Rath und der Versuchung, einen Ausflug von Singapore nach Java zu machen, um die Linie, d. h. den Aequator, zu kreuzen, habe ich siegreich und ohne Reue widerstanden.
[288]Dem Rath und der Versuchung, einen Ausflug von Singapore nach Java zu machen, um die Linie, d. h. den Aequator, zu kreuzen, habe ich siegreich und ohne Reue widerstanden.
[289]Das Kunststück ist nicht so gross, wie es scheint. Die kleine Silbermünze sinkt langsam und bleibt im Sinken gut sichtbar; der Knabe ergreift sie, ehe sie den Boden erreicht hat, steckt sie in den Mund, taucht empor und erhebt triumphirend den rechten Arm.
[289]Das Kunststück ist nicht so gross, wie es scheint. Die kleine Silbermünze sinkt langsam und bleibt im Sinken gut sichtbar; der Knabe ergreift sie, ehe sie den Boden erreicht hat, steckt sie in den Mund, taucht empor und erhebt triumphirend den rechten Arm.
[290]164 englische Quadratmeilen, 75000 Einwohner. Zucker und Tapioca wird in der dazu gehörigen Provinz Wellesley auf dem Festland von Malakka angebaut.
[290]164 englische Quadratmeilen, 75000 Einwohner. Zucker und Tapioca wird in der dazu gehörigen Provinz Wellesley auf dem Festland von Malakka angebaut.
[291]Die Geographen des Alterthums und Mittelalters haben die Grösse der Insel weitüberschätzt, da sie dieselbe nur vomHören-Sagenkannten.
[291]Die Geographen des Alterthums und Mittelalters haben die Grösse der Insel weitüberschätzt, da sie dieselbe nur vomHören-Sagenkannten.
[292]In Deutschland 91,4.
[292]In Deutschland 91,4.
[293]Nach der ersten Kaffe-Ernte mussten die Pflanzer öfters schon zur künstlichen Düngung ihre Zuflucht nehmen.
[293]Nach der ersten Kaffe-Ernte mussten die Pflanzer öfters schon zur künstlichen Düngung ihre Zuflucht nehmen.
[294]Dies gilt für den Südwesten und das Centralgebirge, die feuchte Gegend Ceylon’s. Der Südwest-Monsun bringt vom April bis Juni den Regen, dringt aber nicht über das Gebirge. Der übrige Theil von Ceylon ist trocken und erhält nur von October bis December die einmalige Regenzeit durch den Nordwest-Monsun; die feuchte Gegend hat dann ihre zweite Regenzeit. In Colombo fällt fast noch ein Mal soviel Regen, als in Trincomale.
[294]Dies gilt für den Südwesten und das Centralgebirge, die feuchte Gegend Ceylon’s. Der Südwest-Monsun bringt vom April bis Juni den Regen, dringt aber nicht über das Gebirge. Der übrige Theil von Ceylon ist trocken und erhält nur von October bis December die einmalige Regenzeit durch den Nordwest-Monsun; die feuchte Gegend hat dann ihre zweite Regenzeit. In Colombo fällt fast noch ein Mal soviel Regen, als in Trincomale.
[295]Pfund Sterling.
[295]Pfund Sterling.
[296]25000 Acres sind jetzt damit bepflanzt und liefern den Einheimischen Kraut für ihre Bedürfnisse, sowie 50000 Centner (im Werth von £ 150000) zur Ausfuhr nach Indien. In Anuradhapura wollte ich Cigarren kaufen, mochte aber dieJaffnas, die wie Regenwürmer aussahen, nicht nehmen, sondern zog ein Päckchen amerikanischenBird’s Eye Tabakvor. In Colombo kaufte ich indische Cigarren (Cheroots) und noch lieber holländische aus Java, im Kiosk sowie in den Läden. Sie sind billig, aber nicht gut.
[296]25000 Acres sind jetzt damit bepflanzt und liefern den Einheimischen Kraut für ihre Bedürfnisse, sowie 50000 Centner (im Werth von £ 150000) zur Ausfuhr nach Indien. In Anuradhapura wollte ich Cigarren kaufen, mochte aber dieJaffnas, die wie Regenwürmer aussahen, nicht nehmen, sondern zog ein Päckchen amerikanischenBird’s Eye Tabakvor. In Colombo kaufte ich indische Cigarren (Cheroots) und noch lieber holländische aus Java, im Kiosk sowie in den Läden. Sie sind billig, aber nicht gut.
[297]Seit dem 13. Jahrhundert n. Chr., d. h. seitdem die in uralter Zeit hergestellten künstlichen Seen in der Nordhälfte der Insel durch die erobernden Tamilen (aus Südindien) vernachlässigt wurden. Den Portugiesen blieb es vorbehalten, die Wasserläufe zur Berieselung der Reisfelder — gradewegs zuzerstören.
[297]Seit dem 13. Jahrhundert n. Chr., d. h. seitdem die in uralter Zeit hergestellten künstlichen Seen in der Nordhälfte der Insel durch die erobernden Tamilen (aus Südindien) vernachlässigt wurden. Den Portugiesen blieb es vorbehalten, die Wasserläufe zur Berieselung der Reisfelder — gradewegs zuzerstören.
[298]Die letzteren werden hauptsächlich von den Händlern angeboten; sie bestehen aus grünlich durchschimmerndem Quarz.
[298]Die letzteren werden hauptsächlich von den Händlern angeboten; sie bestehen aus grünlich durchschimmerndem Quarz.
[299]Hauptabnehmer ist Krupp in Essen.
[299]Hauptabnehmer ist Krupp in Essen.
[300]Census von 1881:2760000Einwohner.Singhalesen:1847000,Tamilen:687000(257000 wandernd),Mohren:185000(17000 aus Indien),Eurasier:18500(einschliesslich Burghers),Malayen:8000,Andere:7000(Chinesen, Parsi u. s. w.),Europäer:5000,Wedda:2228.
[300]
[301]Dies wird neuerdings wieder bestritten. Natürlich hat die Tamil-Sprache gar keine Verwandtschaft mit den Sanskrit-Sprachen.
[301]Dies wird neuerdings wieder bestritten. Natürlich hat die Tamil-Sprache gar keine Verwandtschaft mit den Sanskrit-Sprachen.
[302]The governement of Ceylon, like that of every Crown colony, is virtually a despotism. (W. S.Caine, M. o. P.) — Paternal despotism (Ferguson.) — The system of Crown colonies is supposed to be that of a benevolent despostism, a paternal autocracy. It is in many cases that of a narrow and selfish oligarchy. (Spectator, London.)
[302]The governement of Ceylon, like that of every Crown colony, is virtually a despotism. (W. S.Caine, M. o. P.) — Paternal despotism (Ferguson.) — The system of Crown colonies is supposed to be that of a benevolent despostism, a paternal autocracy. It is in many cases that of a narrow and selfish oligarchy. (Spectator, London.)
[303]Die Rupie hatte ursprünglich den Werth von 2 Mark, später von 1½ Mark, jetzt von 1¼ Mark.
[303]Die Rupie hatte ursprünglich den Werth von 2 Mark, später von 1½ Mark, jetzt von 1¼ Mark.
[304]„Sie lassen uns für ein nothwendiges Bedürfniss besonders bezahlen“, sagte, mit strafendem Blick, ein Reisender zu dem Leiter des Gasthauses. Dieser zuckte stillschweigend die Achseln. — Ich würde es mit Freuden begrüssen, wenn bei uns in Deutschland die Gastwirthe sich entschliessen könnten, das Bad nicht besonders zu berechnen.
[304]„Sie lassen uns für ein nothwendiges Bedürfniss besonders bezahlen“, sagte, mit strafendem Blick, ein Reisender zu dem Leiter des Gasthauses. Dieser zuckte stillschweigend die Achseln. — Ich würde es mit Freuden begrüssen, wenn bei uns in Deutschland die Gastwirthe sich entschliessen könnten, das Bad nicht besonders zu berechnen.
[305]Natürlich hat man daselbst im Lesezimmer ein Fernrohr aufgestellt, um die Namen und Flaggen der einlaufenden Schiffe lesen zu können.
[305]Natürlich hat man daselbst im Lesezimmer ein Fernrohr aufgestellt, um die Namen und Flaggen der einlaufenden Schiffe lesen zu können.
[306]Verpflegung und Wohnung 8 Rupien täglich, ohne Wein und Bier und ohne Bad.
[306]Verpflegung und Wohnung 8 Rupien täglich, ohne Wein und Bier und ohne Bad.
[307]Ich möchte den deutschen Hausfrauen einen Versuch anrathen. In Ceylon ist der Preis 18 d. (also etwa 1 Mark 50 Pfennige) für das Pfund.
[307]Ich möchte den deutschen Hausfrauen einen Versuch anrathen. In Ceylon ist der Preis 18 d. (also etwa 1 Mark 50 Pfennige) für das Pfund.
[308]Custom house.
[308]Custom house.
[309]Jetty.
[309]Jetty.
[310]Während ich dieses schreibe (Sommer 1893) ist in Ostindien die freie Silberprägung aufgehoben, und der Uebergang zur Goldwährung angebahnt.
[310]Während ich dieses schreibe (Sommer 1893) ist in Ostindien die freie Silberprägung aufgehoben, und der Uebergang zur Goldwährung angebahnt.
[311]Für Deutsch-Ost-Afrika werden auch Rupien, mit dem Bildniss unsres Kaisers, geprägt. Unser Zwei-Mark-Stück wiegt 11 Gramm, die Rupie 11,6Gramm.
[311]Für Deutsch-Ost-Afrika werden auch Rupien, mit dem Bildniss unsres Kaisers, geprägt. Unser Zwei-Mark-Stück wiegt 11 Gramm, die Rupie 11,6Gramm.
[312]Im gewöhnlichen Verkehr werden diese beiden Münzen auch Shilling und Sixpence genannt. Wenn der Reisende einen geforderten „Shilling“ wirklich in englischer Münze bezahlt, so hat er ein Drittel zu viel gegeben.
[312]Im gewöhnlichen Verkehr werden diese beiden Münzen auch Shilling und Sixpence genannt. Wenn der Reisende einen geforderten „Shilling“ wirklich in englischer Münze bezahlt, so hat er ein Drittel zu viel gegeben.
[313]Out-rigger canoe. (Orowah.) Dasselbe ist über die südostasiatischen Inseln weit verbreitet.
[313]Out-rigger canoe. (Orowah.) Dasselbe ist über die südostasiatischen Inseln weit verbreitet.
[314]Pallad., De gentibus Indiae et Bragmanis. (Graece et latine.) Londini 1665. p. 4.
[314]Pallad., De gentibus Indiae et Bragmanis. (Graece et latine.) Londini 1665. p. 4.
[315]Kattubinden,maramBaum.
[315]Kattubinden,maramBaum.
[316]Ich erlebte die Landung des Dampfers „Rome“ (London-Melbourne), der 200 Cajüt- und nur sechs Zwischendeck-Reisende mitbrachte.
[316]Ich erlebte die Landung des Dampfers „Rome“ (London-Melbourne), der 200 Cajüt- und nur sechs Zwischendeck-Reisende mitbrachte.
[317]Diese Angabe des Reiseführers kann ich aus dem amtlichen Werk über die Leuchtfeuer in Indien und Australien bestätigen.
[317]Diese Angabe des Reiseführers kann ich aus dem amtlichen Werk über die Leuchtfeuer in Indien und Australien bestätigen.
[318]Nach der Volkszählung von 1891 leben 121 Schlangenbeschwörer und 36 Gaukler in Ceylon. Es sind meist Tamilen.
[318]Nach der Volkszählung von 1891 leben 121 Schlangenbeschwörer und 36 Gaukler in Ceylon. Es sind meist Tamilen.
[319]Naja tripudians, Cobra di capello.
[319]Naja tripudians, Cobra di capello.
[320]Sie fahren natürlich langsam. Es giebt aber auch kleine Renn-Zebu vor einsitzigem Wägelchen, die in ihrem Trab recht sonderbar aussehen. Gelenkt werden die Ochsen mit einem Strick, der an einem durch die Nasenscheidewand gezogenen Ring befestigt ist. Vor den Lastwagen der Landstrasse und an den Drehmühlen ziehen die Ochsenpaare im Joch: der Balken liegt vor dem Höcker der Thiere.
[320]Sie fahren natürlich langsam. Es giebt aber auch kleine Renn-Zebu vor einsitzigem Wägelchen, die in ihrem Trab recht sonderbar aussehen. Gelenkt werden die Ochsen mit einem Strick, der an einem durch die Nasenscheidewand gezogenen Ring befestigt ist. Vor den Lastwagen der Landstrasse und an den Drehmühlen ziehen die Ochsenpaare im Joch: der Balken liegt vor dem Höcker der Thiere.
[321]Eintritt in Hindu-Tempel ist Andersgläubigen nicht gestattet.
[321]Eintritt in Hindu-Tempel ist Andersgläubigen nicht gestattet.
[322]Ein lustiger Schiffsarzt hat wohl einmal des Morgens, ehe Ceylon in Sicht kam, heimlich Zimmtöl über das Verdeck gesprengt.
[322]Ein lustiger Schiffsarzt hat wohl einmal des Morgens, ehe Ceylon in Sicht kam, heimlich Zimmtöl über das Verdeck gesprengt.
[323]Bark; chips. Der Ceylon-Zimmt heisst auch Canel. (Canella oder Cannella, d. h. Röhre, der Venezianer und Portugiesen.) Zimmt kommt auch aus Indien, Java, den Philippinen und China, Senegal, Brasilien, Westindien.
[323]Bark; chips. Der Ceylon-Zimmt heisst auch Canel. (Canella oder Cannella, d. h. Röhre, der Venezianer und Portugiesen.) Zimmt kommt auch aus Indien, Java, den Philippinen und China, Senegal, Brasilien, Westindien.
[324]Cinnamomum Ceylonicum, ein zur Familie der Lauraceen gehöriger immergrüner Baum.
[324]Cinnamomum Ceylonicum, ein zur Familie der Lauraceen gehöriger immergrüner Baum.
[325]Des Abends entzündet der Diener unaufgefordert die an der Wand befindliche Gasflamme. Kerzen werden nicht verabfolgt, sie gelten für feuergefährlich. In der That gebieten die Moskito-Netze und windbewegten Vorhänge grosse Vorsicht. Das Haus ist allerdings aus Stein gebaut und mit steinerner Haupttreppe versehen.
[325]Des Abends entzündet der Diener unaufgefordert die an der Wand befindliche Gasflamme. Kerzen werden nicht verabfolgt, sie gelten für feuergefährlich. In der That gebieten die Moskito-Netze und windbewegten Vorhänge grosse Vorsicht. Das Haus ist allerdings aus Stein gebaut und mit steinerner Haupttreppe versehen.
[326]Danach wäre der Bedarf für den Kopf und Tag nur 100 Liter, etwas wenig in so heisser Gegend.
[326]Danach wäre der Bedarf für den Kopf und Tag nur 100 Liter, etwas wenig in so heisser Gegend.
[327]Musa sapientium, ein baumartigerStrauch, der bis 40 kg Früchte trägt. Auf gleicher Grundfläche liefert derselbe 44 Mal so viel Nahrungsstoff als die Kartoffel und 133 Mal so viel als der Weizen.
[327]Musa sapientium, ein baumartigerStrauch, der bis 40 kg Früchte trägt. Auf gleicher Grundfläche liefert derselbe 44 Mal so viel Nahrungsstoff als die Kartoffel und 133 Mal so viel als der Weizen.