Chapter 26

Behandlung.Allgemeine.Der Kranke sollte sich in einem gut ventilirten Zimmer aufhalten; die Temperatur desselben muß gemäßigt, darf weder zu warm noch zu kalt sein. Sorge sollte getragen werden, daß derselbe nicht der Zugluft ausgesetzt wird.Eclectische und Kräuterkur.Der Kranke stelle seine Füße und Beine in warmes Wasser und trinke Compositions-Salbei- (Sage) oder Isop- (Penny Royal) Thee. Es ist vortheilhaft, gleich zu Anfang ein Brechmittel zu verordnen, Erwachsenen das zusammengesetzte Lobeliapulver (Compound powder of lobelia), Kindern die zusammengesetzte Lobeliatinktur (Compound tincture of lobelia). Das Brechmittel muß, ehe der Schweiß ausbricht, gegeben werden. Eine Bähung von bittern Kräutern, wie Andorn (Hoarhound), Rainfarn (Tansy), Hopfen (Hops), Wasserdost (Boneset), Flöhkraut (Smartweed) und Pfirsichblätter (Peach leaves), von jedem eine Handvoll, in einem Gefäße über dem Feuer gekocht, wird empfohlen und zwar in der Weise, daß sich der Kranke entkleidet über das Gefäß setzt mit einer Decke um die Schultern, welche bis zum Boden reicht, so daß der Körper unmittelbar von dem so erzeugten Dampfe berührt wird. Dies sollte eine halbe Stunde fortgesetzt werden, und um das Wasser warm und dampfend zu erhalten, kann man von Zeit zu Zeit einen erhitzten Ziegelstein in dasselbe legen. Der Patient sollte dann raschabgetrocknet und ins Bett gebracht werden, und darauf ein Brechmittel nehmen. Letzteres kann aus gleichen Theilen der pulverisirten Lobelia, Salbei (Sage), Blutwurzel (Blood root) und Brechwurz (Ipecac) zusammengesetzt werden. Nehme davon einen großen Theelöffel voll, gieße ein Pint heißes Wasser darauf, rühre es um und lasse es 15 Minuten lang stehen, dann gebe man alle 5 bis 10 Minuten eine Theetasse voll, bis gehöriges Erbrechen eintritt; gleichzeitig sollte Isop- (Pennyroyal), Salbei- (Sage) oder Wasserdost- (Bonset) Thee nach Belieben getrunken werden. Nachdem das Brechmittel gewirkt hat, ist es gut, den Kranken vermittelst heißer Ziegelsteine zu erwärmen, wohl zugedeckt zu halten, mit den warmen Thees fortzusetzen und ihn schwitzen zu lassen. Damit möge mehrere Stunden angehalten werden; dann sollte man ihn trocken abwischen, mit trockner Wäsche versehen und ihn schlafen lassen. Da hierbei mehr oder weniger Störungen der Leber vorkommen, so wird es zuweilen nothwendig werden, ein Abführmittel zu verordnen.Entenfuß (Podophyllin)1Gran.Leptandrin2Grane.Gebe es als eine Dosis und wiederhole es alle 3 oder 4 Stunden, bis die Wirkung eintritt. Wenn der Schmerz nach diesem noch fortdauert, so müssen heiße Umschläge von bitteren Kräutern, wie Hopfen (Hops), Rainfarn (Tansy) und Wermuth (Wormwood), so heiß als es ertragen werden kann, über die Brust gemacht und dieselben jede Stunde oder alle zwei Stunden gewechselt werden. Im Falle die Fiebersymptome stark sind, ist das folgende zu empfehlen:Jasmintinktur (Tincture of gelseminum)4Drachmen.Eisenhuttinktur (Tincture of aconite)24Tropfen.Mische es. Dosis 30 Tropfen alle halbe oder ganze Stunde, bis der Kranke Linderung verspürt.Zur Hebung des Hustens und schwierigen Athmens möge folgendes angewendet werden:Pulverisirter Lobeliasamen (Pulv. lobelia seed)1Unze.Blutwurzel (Blood root)1„Brechwurz (Ipecac)2Unzen.Cayennepfeffer (Cayenne)½Unze.Whiskey1Quart.Dies sollte vor dem Gebrauche eine oder zwei Wochen lang stehen. Dosis alle Stunden einen Theelöffel voll.Folgendes kann auch gegen den Husten angewendet werden:Senegawurzsyrup (Syrup senega)1Unze.Meerzwiebelsyrup (Syrup of squills)1„Lobeliatinktur (Tincture of lobelia)1„Mische es. Dosis: jede Stunde oder alle 2 Stunden einen Theelöffel voll.Wenn die Entzündung nachläßt und der Kranke fühlt sich schwach, so sind stärkende Mittel erforderlich. Schwefelsaures Chinin (Sulphate of quinine) kann in Dosen von 2 bis 3 Granen dreimal des Tages gegeben werden, oderPorter, Wein oder auch Molken-Wein. Ist die Krankheit vorüber und es bleibt noch ein Husten zurück, so gebe man folgendes:Tolu Balsam und Gummi Arabicum, von jedem ein halbes Pfund und Cideressig eine Gallone. Löse vermittelst Hitze den Balsam und Gummi in dem Essig und füge 6 Pfund Zucker hinzu. Wenn alles aufgelöst ist, nehme man es vom Feuer und füge dann noch 18 Unzen Laudanum hinzu. Dosis: Einen Theelöffel voll drei- oder viermal des Tages.Bei typhöser Lungenentzündung ist die Behandlung ähnlich jener gewöhnlicher Pneumonie, sowie auch der des Nervenfiebers. Die Haut, anstatt heiß, ist in dieser Form der Krankheit gewöhnlich kalt, daher sollten die Füße und Beine öfters in warmem Laugenwasser gebadet werden. Doverische Pulver (Dover’s powders) können gegeben werden, oder folgendes in Hinzufügung der anderen Heilmittel, welche bereits unter Lungenentzündung erwähnt wurden.Pulverisirte Brechwurz (Pulv. Ipecac)2Drachmen.Pulverisirtes Kampherharz (Pulv. gum camphor)2„Kohlensaures Ammoniak (Carbonate ammonia)2„Pulverisirtes Opium (Pulv. Opium)½Drachme.Reibe es in einem Mörser gehörig durcheinander und gebe ungefähr 8 Grane als eine Dosis alle 3 oder 4 Stunden.Homöopathisch.Aconitum— sollte zu Anfang entweder allein oder abwechselnd mitBryonia, bei hohem Fieber und starkem Schmerz in der Brust gegeben werden. Der Schmerz wird bei Bewegung oder Husten schlimmer, der Auswurf ist blutig und von der Farbe von Ziegelstaub, Zunge belegt, viel Durst. Von diesen Heilmitteln sollten abwechselnd alle halbe oder ganze Stunde ein Theelöffel voll gegeben werden, bis sich der Kranke bessert.Belladonnakann entweder allein oder abwechselnd mitAconitumgegeben werden, wenn das Fieber zunimmt und beträchtlicher Blutandrang nach dem Kopfe vorhanden ist, bei heftigem Schlagen der Adern des Halses und der Schläfe.Phosphorus.— Ist bei heftigen Fällen ein schätzenswerthes Mittel, wenn zuvorBryoniaoderBelladonnagegeben, entweder allein oder abwechselnd mitAconitumgegeben, besonders wenn folgende Symptome vorhanden sind: Ein kurzer hackender Husten, hauptsächlich am Abend mit einem Gefühl von Erstickung, wenig oder gar keinen Auswurf; starker Schmerz in der Brust; Schwere, Vollsein und Beengung, als ob die Brust zusammengeschnürt wäre, große Hinfälligkeit, Vollsein des Gesichts, Stechen in der Seite, vorzüglich in der linken, Zupfen an dem Bettzeug, schwacher und schneller Puls.Tartarus emeticuskann abwechselnd mitPhosphorusgegeben werden, besonders wennAconitumundBryoniakeine Linderung gewährten, auch bei starker Unterdrückung des Athmens und Hustens. Der Husten ist locker mit überreichem Auswurf, hohl und rasselnd, wenig oder gar keinem Schmerz, Uebelkeit und Erbrechen, besonders nach Hustenanfällen.Pulsatilla.— Schwieriges Athmen, besonders beim Liegen auf dem Rücken. Vorzugsweise gut für Kinder bei regelmäßigem kurzem Husten, Heiserkeit, Schwere auf der Brust.Mercurius.— WennAconitumdas Fieber vermindert hat, aber noch Schwierigkeit beim Athmen vorhanden und der Patient von Nachtschweiß erschöpft ist.Bei typhöser Lungenentzündung mögeChinaangewendet werden, besonders wenn der Kranke sehr durch Blutverlust geschwächt wird und folgende Symptome vorhanden sind: Druck in der Brust, Stechen in der Brust und in den Seiten; Herzklopfen beim Athmen und Husten, große Schwäche, dünner und schwacher Puls. Lindert dies nicht nach mehrstündigem Gebrauche, so kannRhus toxicodendronabwechselnd damit gegeben werden.Opium.— Bei großer Schläfrigkeit, schwächendem Athmen, leisem Murmeln, Zupfen an dem Bettzeuge und wenn Entleerungen ohne Wissen des Kranken stattfinden.Hyoscyamus.— Wenn der Husten reizend und krampfartig, das Gesicht roth und heiß ist, die Augen strahlend, Zunge trocken und bräunlich sind.Veratrum.— Wenn der Puls klein und schwach ist, die Glieder kalt, Delirium, Erbrechen, Diarrhöe und schnelles Sinken der Kräfte.Arnica— kann bei denselben Symptomen wie beiOpiumgegeben werden, wenn kein Delirium vorhanden ist.CamphorundCoffeain abwechselnden Dosen, wenn der Kranke schnell die Kräfte verliert, bei kalten Gliedern und Delirium, besonders wenn er mit kaltem Schweiß bedeckt ist.Verordnung der Heilmittel.Von dem gewählten Mittel löse 12 Kügelchen in ebenso vielen Theelöffeln voll Wasser auf und gebe jede Stunde oder alle 2, 3 bis 4 Stunden, der Strenge der Symptome angemessen, einen Theelöffel voll. Die Kost sollte einfach sein und aus leicht verdaulichen Speisen, wie Haferschleim &c. bestehen. Es ist gut, einen erweichenden Umschlag von heißem Kornmehl über die Brust zu machen. Dies sollte so lange fortgesetzt werden, bis entschiedene Besserung eintritt.Allöopathisch.Das erste, was gegeben werden sollte, ist ein Brechmittel von Brechweinstein (Tartar emetic), oder Brechwurz (Ipecac), dem man ein Abführmittel von Bittersalz (Epsom salts) oder von citronensaurer Magnesia (Citrate of magnesia) folgen läßt. Zusammengesetzte Tinktur von virginischer Schlangenwurzel (Compound tincture of Virginia snake root) kann zur Hervorrufung von Schweiß gegeben werden und zu gleicher Zeit sollte der Körper durch Flaschen mit heißem Wasser rings herum gelegt, erwärmt werden. Ist das Fieber stark und der Puls rasend schnell, ist es besser, den Schweiß durch Nießwurz- (Veratrum viride) Tinktur in Dosen von 3 bis 10 Tropfen alle Stunden hervorzurufen. Der Brechwurzwein (Wine of Ipecac) kann in Dosen von 3 bis 10 Tropfen alle 2 oder 3 Stunden in einem Eßlöffel voll Wasser gegeben werden, oder folgendes:Salpetersaure Potasche (Nitrate of potassa)2Drachmen.Gummi Arabicum oder weißer Zucker2„Theile es in zwölf Pulver und nehme alle zwei bis drei Stunden eins. Ein Senfpflaster sollte bei Beginn über die Brust gelegt werden. Gegen den Husten gebe man, nachdem sich das Fieber gelegt hat, folgendes:Tolu-Syrup (Syrup of Tolu)1Unze.Meerzwiebel-Syrup (Syrup of squills)½„Brechwurzwein (Wine of Ipecac)2Drachmen.Paregoricum (Paregoric)3„Gummi Arabicum Schleim1½Unze.Mische es. Dosis: Gelegentlich einen Theelöffel voll.Sollte sich der Kranke, nachdem das Fieber nachgelassen hat, schwach und gedrückt fühlen, so wende man folgendes an:Doppeltkohlensaure Soda (Bicarbonate of soda)½Unze.Zusammengesetzter Enzian-Aufguß (Compound infusion of gentian)4Drachmen.Colombowurzel-Tinktur (Tincture of colombo)1Unze.Orangenschalen-Syrup1„Mische es. Dosis: Dreimal des Tags einen Eßlöffel voll.Oder auch:Salzsaure Eisen-Tinktur (Muriated tincture of iron)1Unze.Rosenwasser6Unzen.Orangenschalen-Syrup1Unze.Mische es. Dosis: Einen Theelöffel voll in einem Weinglas voll Wasser nach jeder Mahlzeit.Bei Behandlung der typhösen Lungenentzündung gebe man folgendes:Brechwurz und Calomel (Ipecac and Calomel) von jedem6Grane.Salpetersaure Potasche (Nitrate of potash)½ oder 1Drachme.Mische, theile es in 12 Pulver und nimm alle 3 Stunden eins.Oder:Essigsaure Potasche (Acetate of potassa)5½Drachmen.Süßer Salpeter-Spiritus (Sweet spirits of nitre)2„Hinreichend Wasser, um acht Unzen daraus zu machen, löse es auf und nimm alle 3 oder 4 Stunden einen Eßlöffel voll.Folgendes ist ein ausgezeichnetes stärkendes Mittel:Kohlensaures Eisen (Carbonate of iron)1Drachme.Pulverisirter Rhabarber (Pulv. rhubarb)½„Pulverisirte Aloe (Pulv. Aloes)½„Hopfen-Extrakt (Extract of hops)½„Mische es und mache dreißig Pillen daraus. Dosis: Eine Pille dreimal des Tages.Oder:Chinin (Quinine)1Skrupel.Schwefelsäure (Sulphuric acid)5Tropfen.Alcohol4Unzen.Mische es. Dosis: Dreimal des Tages einen Theelöffel voll.Der Husten sollte durch Trinken von Leinsamen-, schlüpfriger Ulme- oder Eibisch- (Marsh mallow) Thee locker gehalten und zu derselben Zeit ein Pflaster auf die Brust gelegt werden.

Behandlung.

Allgemeine.Der Kranke sollte sich in einem gut ventilirten Zimmer aufhalten; die Temperatur desselben muß gemäßigt, darf weder zu warm noch zu kalt sein. Sorge sollte getragen werden, daß derselbe nicht der Zugluft ausgesetzt wird.

Eclectische und Kräuterkur.Der Kranke stelle seine Füße und Beine in warmes Wasser und trinke Compositions-Salbei- (Sage) oder Isop- (Penny Royal) Thee. Es ist vortheilhaft, gleich zu Anfang ein Brechmittel zu verordnen, Erwachsenen das zusammengesetzte Lobeliapulver (Compound powder of lobelia), Kindern die zusammengesetzte Lobeliatinktur (Compound tincture of lobelia). Das Brechmittel muß, ehe der Schweiß ausbricht, gegeben werden. Eine Bähung von bittern Kräutern, wie Andorn (Hoarhound), Rainfarn (Tansy), Hopfen (Hops), Wasserdost (Boneset), Flöhkraut (Smartweed) und Pfirsichblätter (Peach leaves), von jedem eine Handvoll, in einem Gefäße über dem Feuer gekocht, wird empfohlen und zwar in der Weise, daß sich der Kranke entkleidet über das Gefäß setzt mit einer Decke um die Schultern, welche bis zum Boden reicht, so daß der Körper unmittelbar von dem so erzeugten Dampfe berührt wird. Dies sollte eine halbe Stunde fortgesetzt werden, und um das Wasser warm und dampfend zu erhalten, kann man von Zeit zu Zeit einen erhitzten Ziegelstein in dasselbe legen. Der Patient sollte dann raschabgetrocknet und ins Bett gebracht werden, und darauf ein Brechmittel nehmen. Letzteres kann aus gleichen Theilen der pulverisirten Lobelia, Salbei (Sage), Blutwurzel (Blood root) und Brechwurz (Ipecac) zusammengesetzt werden. Nehme davon einen großen Theelöffel voll, gieße ein Pint heißes Wasser darauf, rühre es um und lasse es 15 Minuten lang stehen, dann gebe man alle 5 bis 10 Minuten eine Theetasse voll, bis gehöriges Erbrechen eintritt; gleichzeitig sollte Isop- (Pennyroyal), Salbei- (Sage) oder Wasserdost- (Bonset) Thee nach Belieben getrunken werden. Nachdem das Brechmittel gewirkt hat, ist es gut, den Kranken vermittelst heißer Ziegelsteine zu erwärmen, wohl zugedeckt zu halten, mit den warmen Thees fortzusetzen und ihn schwitzen zu lassen. Damit möge mehrere Stunden angehalten werden; dann sollte man ihn trocken abwischen, mit trockner Wäsche versehen und ihn schlafen lassen. Da hierbei mehr oder weniger Störungen der Leber vorkommen, so wird es zuweilen nothwendig werden, ein Abführmittel zu verordnen.

Gebe es als eine Dosis und wiederhole es alle 3 oder 4 Stunden, bis die Wirkung eintritt. Wenn der Schmerz nach diesem noch fortdauert, so müssen heiße Umschläge von bitteren Kräutern, wie Hopfen (Hops), Rainfarn (Tansy) und Wermuth (Wormwood), so heiß als es ertragen werden kann, über die Brust gemacht und dieselben jede Stunde oder alle zwei Stunden gewechselt werden. Im Falle die Fiebersymptome stark sind, ist das folgende zu empfehlen:

Mische es. Dosis 30 Tropfen alle halbe oder ganze Stunde, bis der Kranke Linderung verspürt.

Zur Hebung des Hustens und schwierigen Athmens möge folgendes angewendet werden:

Dies sollte vor dem Gebrauche eine oder zwei Wochen lang stehen. Dosis alle Stunden einen Theelöffel voll.

Folgendes kann auch gegen den Husten angewendet werden:

Mische es. Dosis: jede Stunde oder alle 2 Stunden einen Theelöffel voll.

Wenn die Entzündung nachläßt und der Kranke fühlt sich schwach, so sind stärkende Mittel erforderlich. Schwefelsaures Chinin (Sulphate of quinine) kann in Dosen von 2 bis 3 Granen dreimal des Tages gegeben werden, oderPorter, Wein oder auch Molken-Wein. Ist die Krankheit vorüber und es bleibt noch ein Husten zurück, so gebe man folgendes:

Tolu Balsam und Gummi Arabicum, von jedem ein halbes Pfund und Cideressig eine Gallone. Löse vermittelst Hitze den Balsam und Gummi in dem Essig und füge 6 Pfund Zucker hinzu. Wenn alles aufgelöst ist, nehme man es vom Feuer und füge dann noch 18 Unzen Laudanum hinzu. Dosis: Einen Theelöffel voll drei- oder viermal des Tages.

Bei typhöser Lungenentzündung ist die Behandlung ähnlich jener gewöhnlicher Pneumonie, sowie auch der des Nervenfiebers. Die Haut, anstatt heiß, ist in dieser Form der Krankheit gewöhnlich kalt, daher sollten die Füße und Beine öfters in warmem Laugenwasser gebadet werden. Doverische Pulver (Dover’s powders) können gegeben werden, oder folgendes in Hinzufügung der anderen Heilmittel, welche bereits unter Lungenentzündung erwähnt wurden.

Reibe es in einem Mörser gehörig durcheinander und gebe ungefähr 8 Grane als eine Dosis alle 3 oder 4 Stunden.

Homöopathisch.Aconitum— sollte zu Anfang entweder allein oder abwechselnd mitBryonia, bei hohem Fieber und starkem Schmerz in der Brust gegeben werden. Der Schmerz wird bei Bewegung oder Husten schlimmer, der Auswurf ist blutig und von der Farbe von Ziegelstaub, Zunge belegt, viel Durst. Von diesen Heilmitteln sollten abwechselnd alle halbe oder ganze Stunde ein Theelöffel voll gegeben werden, bis sich der Kranke bessert.Belladonnakann entweder allein oder abwechselnd mitAconitumgegeben werden, wenn das Fieber zunimmt und beträchtlicher Blutandrang nach dem Kopfe vorhanden ist, bei heftigem Schlagen der Adern des Halses und der Schläfe.

Phosphorus.— Ist bei heftigen Fällen ein schätzenswerthes Mittel, wenn zuvorBryoniaoderBelladonnagegeben, entweder allein oder abwechselnd mitAconitumgegeben, besonders wenn folgende Symptome vorhanden sind: Ein kurzer hackender Husten, hauptsächlich am Abend mit einem Gefühl von Erstickung, wenig oder gar keinen Auswurf; starker Schmerz in der Brust; Schwere, Vollsein und Beengung, als ob die Brust zusammengeschnürt wäre, große Hinfälligkeit, Vollsein des Gesichts, Stechen in der Seite, vorzüglich in der linken, Zupfen an dem Bettzeug, schwacher und schneller Puls.Tartarus emeticuskann abwechselnd mitPhosphorusgegeben werden, besonders wennAconitumundBryoniakeine Linderung gewährten, auch bei starker Unterdrückung des Athmens und Hustens. Der Husten ist locker mit überreichem Auswurf, hohl und rasselnd, wenig oder gar keinem Schmerz, Uebelkeit und Erbrechen, besonders nach Hustenanfällen.

Pulsatilla.— Schwieriges Athmen, besonders beim Liegen auf dem Rücken. Vorzugsweise gut für Kinder bei regelmäßigem kurzem Husten, Heiserkeit, Schwere auf der Brust.

Mercurius.— WennAconitumdas Fieber vermindert hat, aber noch Schwierigkeit beim Athmen vorhanden und der Patient von Nachtschweiß erschöpft ist.

Bei typhöser Lungenentzündung mögeChinaangewendet werden, besonders wenn der Kranke sehr durch Blutverlust geschwächt wird und folgende Symptome vorhanden sind: Druck in der Brust, Stechen in der Brust und in den Seiten; Herzklopfen beim Athmen und Husten, große Schwäche, dünner und schwacher Puls. Lindert dies nicht nach mehrstündigem Gebrauche, so kannRhus toxicodendronabwechselnd damit gegeben werden.

Opium.— Bei großer Schläfrigkeit, schwächendem Athmen, leisem Murmeln, Zupfen an dem Bettzeuge und wenn Entleerungen ohne Wissen des Kranken stattfinden.

Hyoscyamus.— Wenn der Husten reizend und krampfartig, das Gesicht roth und heiß ist, die Augen strahlend, Zunge trocken und bräunlich sind.

Veratrum.— Wenn der Puls klein und schwach ist, die Glieder kalt, Delirium, Erbrechen, Diarrhöe und schnelles Sinken der Kräfte.

Arnica— kann bei denselben Symptomen wie beiOpiumgegeben werden, wenn kein Delirium vorhanden ist.CamphorundCoffeain abwechselnden Dosen, wenn der Kranke schnell die Kräfte verliert, bei kalten Gliedern und Delirium, besonders wenn er mit kaltem Schweiß bedeckt ist.

Verordnung der Heilmittel.Von dem gewählten Mittel löse 12 Kügelchen in ebenso vielen Theelöffeln voll Wasser auf und gebe jede Stunde oder alle 2, 3 bis 4 Stunden, der Strenge der Symptome angemessen, einen Theelöffel voll. Die Kost sollte einfach sein und aus leicht verdaulichen Speisen, wie Haferschleim &c. bestehen. Es ist gut, einen erweichenden Umschlag von heißem Kornmehl über die Brust zu machen. Dies sollte so lange fortgesetzt werden, bis entschiedene Besserung eintritt.

Allöopathisch.Das erste, was gegeben werden sollte, ist ein Brechmittel von Brechweinstein (Tartar emetic), oder Brechwurz (Ipecac), dem man ein Abführmittel von Bittersalz (Epsom salts) oder von citronensaurer Magnesia (Citrate of magnesia) folgen läßt. Zusammengesetzte Tinktur von virginischer Schlangenwurzel (Compound tincture of Virginia snake root) kann zur Hervorrufung von Schweiß gegeben werden und zu gleicher Zeit sollte der Körper durch Flaschen mit heißem Wasser rings herum gelegt, erwärmt werden. Ist das Fieber stark und der Puls rasend schnell, ist es besser, den Schweiß durch Nießwurz- (Veratrum viride) Tinktur in Dosen von 3 bis 10 Tropfen alle Stunden hervorzurufen. Der Brechwurzwein (Wine of Ipecac) kann in Dosen von 3 bis 10 Tropfen alle 2 oder 3 Stunden in einem Eßlöffel voll Wasser gegeben werden, oder folgendes:

Theile es in zwölf Pulver und nehme alle zwei bis drei Stunden eins. Ein Senfpflaster sollte bei Beginn über die Brust gelegt werden. Gegen den Husten gebe man, nachdem sich das Fieber gelegt hat, folgendes:

Mische es. Dosis: Gelegentlich einen Theelöffel voll.

Sollte sich der Kranke, nachdem das Fieber nachgelassen hat, schwach und gedrückt fühlen, so wende man folgendes an:

Mische es. Dosis: Dreimal des Tags einen Eßlöffel voll.

Oder auch:

Mische es. Dosis: Einen Theelöffel voll in einem Weinglas voll Wasser nach jeder Mahlzeit.

Bei Behandlung der typhösen Lungenentzündung gebe man folgendes:

Mische, theile es in 12 Pulver und nimm alle 3 Stunden eins.

Oder:

Hinreichend Wasser, um acht Unzen daraus zu machen, löse es auf und nimm alle 3 oder 4 Stunden einen Eßlöffel voll.

Folgendes ist ein ausgezeichnetes stärkendes Mittel:

Mische es und mache dreißig Pillen daraus. Dosis: Eine Pille dreimal des Tages.

Oder:

Mische es. Dosis: Dreimal des Tages einen Theelöffel voll.

Der Husten sollte durch Trinken von Leinsamen-, schlüpfriger Ulme- oder Eibisch- (Marsh mallow) Thee locker gehalten und zu derselben Zeit ein Pflaster auf die Brust gelegt werden.

Diese Krankheit sollte ebenso wie die typhöseLungenentzündungbehandelt werden.

Dies ist eine Entzündung der Pleura, oder Schleimhaut, welche die Brust einfaßt und so eine Hülle, welche die Lungen umgiebt, bildet. Sie kann zu irgend einer Zeit eintreten, wird aber meistens im Frühjahr oder Winter gefunden.

Symptome.— Pleuresie beginnt, wie alle anderen Fieber, mit Frost, dem Hitze folgt, und allen anderen Fieber-Symptomen. Diesen Symptomen folgt bald ein heftig stechender Schmerz in der Brust, der durch tiefes Athemholen erhöht und von schwierigem heftigem Athmen, sowie von einem trockenen, hackenden Husten begleitet wird; Husten, Athmen, Herumwerfen, Liegen auf der angegriffenen Seite und auch Druck auf die Brust erhöht den Schmerz. Dieser Schmerz dauert in der Regel drei bis vier Tage, dann läßt er nach.

Ursachen.— Plötzliche Kälte, die mit dem Körper in Berührung kommt, Schläge oder Fallen auf die Brust, Unterdrückung gewisser Absonderung, das nach Innenschlagen von Hautkrankheiten. Pleuresie kann sowohl acut als auch chronisch sein. Chronische Pleuresie ist in der Regel die Folge der acuten.

Behandlung.Homöopathisch.AconitumundBryoniasind die beiden Hauptmittel gegen diese Krankheiten und reichen in den meisten Fällen hin, die Heilung zu bewirken.Aconitumist besonders angezeigt bei folgenden Symptomen: Heiße Haut, starkes Fieber, schneller und voller Puls, sowie großer Durst.Bryoniavorzugsweise, wenn die folgenden Symptome vorhanden sind: Wangen geröthet, heiß, trocken oder feucht, kurzer, fliegender Athem, schneller Puls, stechende, schießende oder brennende Schmerzen in der Seite, welche durch Athmen, Husten und Bewegung erhöht werden; Athem kurz, ängstlich und schwierig; Gefühl von Zusammenziehen und Beklemmung der Brust; schmerzhafter Husten sowohl feucht als auch trocken, große Hitze der Haut, abwechselnd mit öfterer Kälte oder Frösteln, Schmerz durch Druck verschlimmert.Mercurius.— Dies Heilmittel kann gegeben werden, nachdem das Fieber vermittelst anderer Mittel unterdrückt ist, aber dennoch Nachtschweiße, mehr oder weniger kurzes und schwieriges Athmen zurückbleiben.Tartarus Emeticus.— Gesicht geröthet, heiß und trocken, oder voll mit einem ängstlichen Ausdrucke und mit Schweiß bedeckt. Puls schnell und schwach oder voll, Athem kurz und schwierig, begleitet von stechenden oder schießenden Schmerzen, Husten mit Schleimauswurf, zuweilen mit Blut gemischt, heftiges Herzklopfen, Schwäche und Hinfälligkeit, Gefühl von Erstickung.Phosphorus.— Das Gesicht erscheint blaß, zuweilen roth, Augen eingefallen und mit blauen Ringen umgeben, Auswurf blutig, scharfe stechende Schmerzen in der Brust, meistens aus der linken Seite, Athem fliegend und schwierig, scharfer Schmerz zwischen den Rippen beim Druck, Herzklopfen.Arnica— sollte gegeben werden, wenn die Krankheit durch Schläge oder Fallen auf die Brust veranlaßt wurde. Ist der Kranke des Nachts schlaflos und unruhig, gebe manCoffeaundBelladonnaabwechselnd jede Stunde.Arsenicum.— Bei Ansammlung von Wasser in der Brust und großer Schwäche.Verordnung der Heilmittel.— Von dem gewählten Mittel löse 12 Kügelchen in 12 Theelöffel voll Wasser und gebe jede Stunde oder alle zwei Stunden, der Strenge der Symptome angemessen, einen Theelöffel voll, wenn nicht andere Vorschriften bei den Mitteln angeführt sind. Die Kost sollte ebenso wie beiLungenentzündungsein.Allöopathisch.Beim Beginn der Krankheit verordne man Blutentziehung, soweit es der Kranke nur ertragen kann und wiederhole dies mehrere Male. Die zusammengesetzte virginische Schlangenwurzel-Tinktur (Compound tincture of Virginia snake root) kann, um Schweiß hervorzubringen, alle halbe Stunden in Theelöffel-Dosen gegeben werden. Dies wird gewöhnlich sofort Linderung verschaffen. Man gebe dies in einem Aufguß von Katzenmünze- (Catnip), Balsam- oder Pleuresie- (Pleurisy) Wurzel und mache zu gleicher Zeit warme Umschläge von Hopfen (Hops), Rainfarn (Tansy) oder Wermuth (Wormwood). Tritt keine Linderung ein, so gebe man ein Brechmittel von dem zusammengesetzten Pulver der Lobelia (Compound tincture of lobelia) und lasse folgende Verschreibung folgen:Pulverisirte Gummi Gutti (Pulv. gamboge)12Grane.Pulverisirtes Windenharz (Pulv. Scammony)12„Springgurke (Elaterium)2„Crotonöl (Croton oil)8Tropfen.Stechapfel-Extrakt (Extract Stramonium)3Grane.Mische es und mache 12 Pillen daraus. Dosis: Jede Stunde eine Pille bis die Wirkung eintritt. In einigen Fällen, wo der Kranke bereits nach Bittersalz (Epsom salts) oder Salz und Sennesblättern (Senna) abgeführt hat, kann Brechweinstein (Tartar emetic) in Dosen von einem Achtel- bis zu einem Viertel-Gran mit einem halben bis zu einem ganzen Grane Opium alle zwei oder drei Stunden gegeben werden.Oder folgendes:Calomel6Grane.Opium4„Brechweinstein (Tartar emetic)1½„Mische und theile es in 12 Pulver. Alle zwei oder drei Stunden nehme eins in Wasser. Tritt Fieber hinzu, so lasse man Brechweinstein (Tartar emetic) aus und setze mit Opium, so lange der Schmerz anhält, fort. Um das Auftrocknen der Flüssigkeit innerhalb der Brust zu beschleunigen, möge folgendes angewendet werden:Meerzwiebel-Pulver (Powder of squills)½Drachme.Fingerhut-Pulver (Powder of digitalis)8–16Grane.Mische es, theile es in 16 Pulver und nimm dreimal des Tages eins.Der zusammengesetzte Wachholdergeist (Spirit of juniper) kann dreimal des Tages in Dosen von 1 bis 2 Theelöffel voll in einem Weinglas voll Wasser gegeben werden. Besonders gut bei schwachen Fällen.Eclectische und Kräuterkur.Zuerst gebe man von der Lobelia-Tinktur (Tincture of lobelia) und von Nro. 6 einen Theelöffel voll, alle 10 Minuten wiederholt, bis 4 oder 5 Dosen genommen sind. Kann man Nro. 6 nicht erhalten, so kann die Cayennepfeffer-Tinktur (Tincture of cayenne) angewendet werden. Der Patient sollte ein Fußbad in warmem Wasser nehmen und gleichzeitig Thee von Wasserdost- (Boneset), Blutwurzel- (Blood root) und Pleuresie- (Pleurisy) Wurzel zu gleichen Theilen trinken. In diesem Stadium nehme man ein Brechmittel aus gleichen Theilen der Lobelia und Brechwurz (Ipecac) zusammengesetzt in dem obengenannten Thee. Wenn aber nach dieser Behandlung der Schmerz fortdauert und es ist beträchtlicher Husten vorhanden, so gebe man folgendes:Jasmin-Tinktur (Tincture of gelseminum)4Drachmen.Eisenhut-Tinktur (Tincture of aconite)24Tropfen.Mische es und gebe alle halbe oder ganze Stunde 30 Tropfen, bis sich die Wirkung einstellt, d. h. bis sich die Zwischenräume zwischen den Anfällen verlängern. Anstatt dessen kann auch die zusammengesetzte Tinktur der virginischen Schlangenwurzel (Compound tincture of Virginia snake root) gegeben werden, um einen gelinden Schweiß zu erhalten. Ist das Husten stark, so kann es vermittelst des folgenden bewältigt werden:Pleuresie- (Pleurisy) Wurzel und Wildkirschbaum-Wurzel (Wild cherry root), von jedem zwei Theile, und von Blutwurzel (Blood root) einen Theil; mache einen Aufguß daraus und gib es öfters wiederholt in kleinen Dosen. Gegen chronische Pleuresie sollte jede Woche ein gelindes Brechmittel gegeben und folgendes Blasenpflaster auf die Brust gelegt werden:Burgunder Pech (Burgundy pitch) und Bienenwachs zu gleichen Theilen und ein wenig Harz (Rosin). Dies sollte gemischt und während es warm ist, in ein wenig gepulverte Blutwurzel (Blood root), Entenfuß (May apple root) und Kermesbeere (Poke root) gerührt werden. Dann streiche es auf ein Stück Leinwand und mache einen warmen Umschlag, der eine Woche oder länger liegen bleibt. Potaschen-Iodide (Iodide of potassa) ist ein ausgezeichnetes Mittel gegen diese Krankheit. Eine Drachme wird in vier Unzen Wasser aufgelöst und davon ein Theelöffel voll einmal des Tages genommen.

Behandlung.

Homöopathisch.AconitumundBryoniasind die beiden Hauptmittel gegen diese Krankheiten und reichen in den meisten Fällen hin, die Heilung zu bewirken.Aconitumist besonders angezeigt bei folgenden Symptomen: Heiße Haut, starkes Fieber, schneller und voller Puls, sowie großer Durst.Bryoniavorzugsweise, wenn die folgenden Symptome vorhanden sind: Wangen geröthet, heiß, trocken oder feucht, kurzer, fliegender Athem, schneller Puls, stechende, schießende oder brennende Schmerzen in der Seite, welche durch Athmen, Husten und Bewegung erhöht werden; Athem kurz, ängstlich und schwierig; Gefühl von Zusammenziehen und Beklemmung der Brust; schmerzhafter Husten sowohl feucht als auch trocken, große Hitze der Haut, abwechselnd mit öfterer Kälte oder Frösteln, Schmerz durch Druck verschlimmert.

Mercurius.— Dies Heilmittel kann gegeben werden, nachdem das Fieber vermittelst anderer Mittel unterdrückt ist, aber dennoch Nachtschweiße, mehr oder weniger kurzes und schwieriges Athmen zurückbleiben.

Tartarus Emeticus.— Gesicht geröthet, heiß und trocken, oder voll mit einem ängstlichen Ausdrucke und mit Schweiß bedeckt. Puls schnell und schwach oder voll, Athem kurz und schwierig, begleitet von stechenden oder schießenden Schmerzen, Husten mit Schleimauswurf, zuweilen mit Blut gemischt, heftiges Herzklopfen, Schwäche und Hinfälligkeit, Gefühl von Erstickung.

Phosphorus.— Das Gesicht erscheint blaß, zuweilen roth, Augen eingefallen und mit blauen Ringen umgeben, Auswurf blutig, scharfe stechende Schmerzen in der Brust, meistens aus der linken Seite, Athem fliegend und schwierig, scharfer Schmerz zwischen den Rippen beim Druck, Herzklopfen.

Arnica— sollte gegeben werden, wenn die Krankheit durch Schläge oder Fallen auf die Brust veranlaßt wurde. Ist der Kranke des Nachts schlaflos und unruhig, gebe manCoffeaundBelladonnaabwechselnd jede Stunde.

Arsenicum.— Bei Ansammlung von Wasser in der Brust und großer Schwäche.

Verordnung der Heilmittel.— Von dem gewählten Mittel löse 12 Kügelchen in 12 Theelöffel voll Wasser und gebe jede Stunde oder alle zwei Stunden, der Strenge der Symptome angemessen, einen Theelöffel voll, wenn nicht andere Vorschriften bei den Mitteln angeführt sind. Die Kost sollte ebenso wie beiLungenentzündungsein.

Allöopathisch.Beim Beginn der Krankheit verordne man Blutentziehung, soweit es der Kranke nur ertragen kann und wiederhole dies mehrere Male. Die zusammengesetzte virginische Schlangenwurzel-Tinktur (Compound tincture of Virginia snake root) kann, um Schweiß hervorzubringen, alle halbe Stunden in Theelöffel-Dosen gegeben werden. Dies wird gewöhnlich sofort Linderung verschaffen. Man gebe dies in einem Aufguß von Katzenmünze- (Catnip), Balsam- oder Pleuresie- (Pleurisy) Wurzel und mache zu gleicher Zeit warme Umschläge von Hopfen (Hops), Rainfarn (Tansy) oder Wermuth (Wormwood). Tritt keine Linderung ein, so gebe man ein Brechmittel von dem zusammengesetzten Pulver der Lobelia (Compound tincture of lobelia) und lasse folgende Verschreibung folgen:

Mische es und mache 12 Pillen daraus. Dosis: Jede Stunde eine Pille bis die Wirkung eintritt. In einigen Fällen, wo der Kranke bereits nach Bittersalz (Epsom salts) oder Salz und Sennesblättern (Senna) abgeführt hat, kann Brechweinstein (Tartar emetic) in Dosen von einem Achtel- bis zu einem Viertel-Gran mit einem halben bis zu einem ganzen Grane Opium alle zwei oder drei Stunden gegeben werden.

Oder folgendes:

Mische und theile es in 12 Pulver. Alle zwei oder drei Stunden nehme eins in Wasser. Tritt Fieber hinzu, so lasse man Brechweinstein (Tartar emetic) aus und setze mit Opium, so lange der Schmerz anhält, fort. Um das Auftrocknen der Flüssigkeit innerhalb der Brust zu beschleunigen, möge folgendes angewendet werden:

Mische es, theile es in 16 Pulver und nimm dreimal des Tages eins.

Der zusammengesetzte Wachholdergeist (Spirit of juniper) kann dreimal des Tages in Dosen von 1 bis 2 Theelöffel voll in einem Weinglas voll Wasser gegeben werden. Besonders gut bei schwachen Fällen.

Eclectische und Kräuterkur.Zuerst gebe man von der Lobelia-Tinktur (Tincture of lobelia) und von Nro. 6 einen Theelöffel voll, alle 10 Minuten wiederholt, bis 4 oder 5 Dosen genommen sind. Kann man Nro. 6 nicht erhalten, so kann die Cayennepfeffer-Tinktur (Tincture of cayenne) angewendet werden. Der Patient sollte ein Fußbad in warmem Wasser nehmen und gleichzeitig Thee von Wasserdost- (Boneset), Blutwurzel- (Blood root) und Pleuresie- (Pleurisy) Wurzel zu gleichen Theilen trinken. In diesem Stadium nehme man ein Brechmittel aus gleichen Theilen der Lobelia und Brechwurz (Ipecac) zusammengesetzt in dem obengenannten Thee. Wenn aber nach dieser Behandlung der Schmerz fortdauert und es ist beträchtlicher Husten vorhanden, so gebe man folgendes:

Mische es und gebe alle halbe oder ganze Stunde 30 Tropfen, bis sich die Wirkung einstellt, d. h. bis sich die Zwischenräume zwischen den Anfällen verlängern. Anstatt dessen kann auch die zusammengesetzte Tinktur der virginischen Schlangenwurzel (Compound tincture of Virginia snake root) gegeben werden, um einen gelinden Schweiß zu erhalten. Ist das Husten stark, so kann es vermittelst des folgenden bewältigt werden:

Pleuresie- (Pleurisy) Wurzel und Wildkirschbaum-Wurzel (Wild cherry root), von jedem zwei Theile, und von Blutwurzel (Blood root) einen Theil; mache einen Aufguß daraus und gib es öfters wiederholt in kleinen Dosen. Gegen chronische Pleuresie sollte jede Woche ein gelindes Brechmittel gegeben und folgendes Blasenpflaster auf die Brust gelegt werden:

Burgunder Pech (Burgundy pitch) und Bienenwachs zu gleichen Theilen und ein wenig Harz (Rosin). Dies sollte gemischt und während es warm ist, in ein wenig gepulverte Blutwurzel (Blood root), Entenfuß (May apple root) und Kermesbeere (Poke root) gerührt werden. Dann streiche es auf ein Stück Leinwand und mache einen warmen Umschlag, der eine Woche oder länger liegen bleibt. Potaschen-Iodide (Iodide of potassa) ist ein ausgezeichnetes Mittel gegen diese Krankheit. Eine Drachme wird in vier Unzen Wasser aufgelöst und davon ein Theelöffel voll einmal des Tages genommen.

Dies ähnelt der wirklichen Pleuresie sehr, doch ist es in seinem Ursprung und in seiner Oertlichkeit von derselben verschieden. Es ist ein rheumatisches Leiden der Brustmuskeln und befindet sich in der Regel zwischen den Rippen. Der Schmerz wird durch tiefes Athemholen, durch das Heben der Hände über den Kopf oder durch das Gehen erhöht. Es rührt theilweise von Erkältung und zuweilen von heftiger Bewegung her.

Behandlung.Allöopathisch.Warme Umschläge, wie Senfpflaster oder heißes Wasser wird in der Regel Linderung verschaffen. Hin und wieder ist Eisenhutsalbe (Aconite liniment) oder Eisenhuttinktur (Aconite tincture) erforderlich.Eclectische und Kräuterkur.Folgendes möge angewendet werden:Sassafrasöl (Oil of sassafras) und Schierlingöl (Oil of hemlock) von jedem 1½ Unze, Laudanum und Majoranöl (Oil of origanum) von jedem 1 Unze. Mische es und reibe damit den leidenden Theil ein.Homöopathisch.Wenn irgendwie Fieber vorhanden ist, gebe man alle halbe oder ganze Stunde eine oder zwei DosenAconitum.Arnica.— Alle zwei Stunden eine Dosis, kann entweder allein oder abwechselnd mitApis mellificagegeben werden.Pulsatilla.— Wenn der Patient nach den obigen Mitteln keine Linderung verspürt.Nux Vomica.— Stechen in der Seite, bei schmerzhaftem Gefühl an der Außenseite der Brust zwischen den Rippen nach Druck; schlimmer bei Athemschöpfen oder irgend einer Bewegung. Wenn zu irgend einer Zeit der Krankezu fiebern beginnt, bei Schmerz in den Gliedern, der Seite und dem Kopfe, so gebe manBryoniaundRhus Toxicodendron.Verordnung der Heilmittel.Jede halbe Stunde oder alle zwei Stunden eine Dosis (6 Kügelchen), oder 12 Kügelchen in 12 Theelöffel voll Wasser aufgelöst. Oefters wird auch ein Senfpflaster oder ein Säckchen mit erhitztem Salz, über den angegriffenen Theil gelegt, Linderung verschaffen.

Behandlung.

Allöopathisch.Warme Umschläge, wie Senfpflaster oder heißes Wasser wird in der Regel Linderung verschaffen. Hin und wieder ist Eisenhutsalbe (Aconite liniment) oder Eisenhuttinktur (Aconite tincture) erforderlich.

Eclectische und Kräuterkur.Folgendes möge angewendet werden:

Sassafrasöl (Oil of sassafras) und Schierlingöl (Oil of hemlock) von jedem 1½ Unze, Laudanum und Majoranöl (Oil of origanum) von jedem 1 Unze. Mische es und reibe damit den leidenden Theil ein.

Homöopathisch.Wenn irgendwie Fieber vorhanden ist, gebe man alle halbe oder ganze Stunde eine oder zwei DosenAconitum.

Arnica.— Alle zwei Stunden eine Dosis, kann entweder allein oder abwechselnd mitApis mellificagegeben werden.

Pulsatilla.— Wenn der Patient nach den obigen Mitteln keine Linderung verspürt.

Nux Vomica.— Stechen in der Seite, bei schmerzhaftem Gefühl an der Außenseite der Brust zwischen den Rippen nach Druck; schlimmer bei Athemschöpfen oder irgend einer Bewegung. Wenn zu irgend einer Zeit der Krankezu fiebern beginnt, bei Schmerz in den Gliedern, der Seite und dem Kopfe, so gebe manBryoniaundRhus Toxicodendron.

Verordnung der Heilmittel.Jede halbe Stunde oder alle zwei Stunden eine Dosis (6 Kügelchen), oder 12 Kügelchen in 12 Theelöffel voll Wasser aufgelöst. Oefters wird auch ein Senfpflaster oder ein Säckchen mit erhitztem Salz, über den angegriffenen Theil gelegt, Linderung verschaffen.

Ist eine Entzündung der Herzmasse, welche aber selten vorkommt. Wir finden sie gewöhnlich mit Endocarditis, das ist die Entzündung der Haut, womit die innere Herzfläche überzogen ist, oder mit Pericarditis, die Entzündung des Herzbluts, verbunden. Die Symptome all dieser Krankheiten sind sich sehr ähnlich und die Behandlung ist ein und dieselbe.

Symptome.— Die Krankheit beginnt in der Regel mit den gewöhnlichen Symptomen des Fiebers, wie Frösteln, Hitze, Trockensein der Haut, Durst und geröthetes Gesicht. Dem folgt ein fliegendes, unvollkommenes Athmen und heftige spießende Schmerzen in der Gegend des Herzens. Diese Schmerzen erstrecken sich zuweilen bis zu den Schultern und werden durch Bewegung oder durch Sitzen erhöht; es ist ein Gefühl von Vollsein und Beklemmung in der Brust vorhanden, Herzklopfen nach der geringsten Bewegung; der Herzschlag ist heftig und unregelmäßig, kurzer, trockener Husten, Athem sehr schnell und schwierig, das Gesicht ist hager und ein Ausdruck von großem Leiden spiegelt sich darauf; die Zunge ist weiß belegt und die Eingeweide sind verstopft. Der Kranke liegt am liebsten ruhig auf dem Rücken und zuweilen treten Delirium und Ohnmachten ein.

Ursachen— dieser Krankheit bestehen in der Regel in Erkältung, Wunden, Schlägen, Angst oder großer Demüthigung; häufig ist sie auch die Folge eines heftigen Rheumatismus oder der Gicht.

Behandlung.Eclectische und Kräuterkur.Zur Hervorbringung von Schweiß sollte alle halbe oder ganze Stunde ein Theelöffel voll von der zusammengesetzten Tinktur der virginischen Schlangenwurzel (Compound tincture of Virginia snake root) und gleichzeitig ein warmer Aufguß der Pleuresie- (Pleurisy) Wurzel gegeben werden; damit sollte zwei bis drei Stunden oder auch länger angehalten werden, bis Linderung eintritt. Sind die Eingeweide verstopft, so gebe mandie zusammengesetzte Jalappenwurzel-Tinktur (Compound tincture of jalap) und füge jeder Dosis 10 Grane Cremor Tartari (Cream of tartar) bei. Auch lege man Senfpflaster auf die Füße, über die Brust in der Gegend des Herzens und ebenso auf den Rückgrat. Bewältigt diese Kur die Krankheit nicht, so sollten mehrere Male des Tages warme Bäder in Laugenwasser genommen werden, gleichzeitig gebe man folgendes:Jasmin-Tinktur (Tincture of gelseminum)4Drachmen.Eisenhut-Wurzel (Tincture of aconite root)1Drachme.Mische es und gebe davon 15 bis 30 Tropfen alle halbe oder ganze Stunde, bis der Kranke Linderung darnach verspürt. Zur Auftrocknung der Flüssigkeit innerhalb des Herzens ist ein Aufguß von Haarmoos (Haircap moss) sehr dienlich. Gegen Unruhe, Mangel an Schlaf, mögen 8 bis 10 Grane des zusammengesetzten Pulvers von Brechwurz (Ipecac) und Opium gegeben werden.Homöopathisch.Aconitum— sollte bei jedem Falle zuerst gegeben werden. EbensoBryoniabei stechenden Schmerzen in der Brust, durch Athmen und Bewegung erhöht, sehr schnellem und schmerzhaftem Athem, trockenem, krampfartigem Husten, scharfem Schmerz, der sich bis zwischen die Schultern und rückwärts bis zwischen die Schulterblätter erstreckt.Digitalis.— Scharfes Stechen und zusammenziehender Schmerz in der Gegend des Herzens, Herzklopfen durch Sprechen, Bewegung oder Niederlegen verursacht, ein beängstigendes und beklemmendes Gefühl in der Brust, häufige Anwandlungen von Ohnmacht, allgemeine Schwäche, unbehagliches Gefühl auf der linken Seite der Brust, das sich häufig bis zu den Schultern und Armen ausdehnt. Andere Mittel sind:Nux Vomica,Cocculus,Arsenic,PulsatillaundCannabis.Verordnung der Heilmittel.Von dem gewählten Mittel löse man 12 Kügelchen in 12 Theelöffel voll Wasser auf und gebe jede Stunde, oder alle zwei, drei bis vier Stunden, der Strenge der Symptome angemessen, einen Theelöffel voll.Allöopathisch.Wenn der Kranke von starkem, kräftigem Körperbau ist, so müssen beim Beginn der Krankheit Aderlässe gemacht werden; ist aber der Patient schwächlich, so mögen statt dessen Blutegel in der Gegend des Herzens angesetzt werden. Zuerst gebe man sodann eine Dosis Bitter- oder Rochellesalz (Epsom or Rochelle salts) oder auch citronensaure Magnesia (Citrate of magnesia) und lasse diesem Calomel (Calomel) und Opium — von jedem ½ Gran — folgen. Dreimal des Tages eine Dosis. Wo Rheumatismus die Ursache ist, gebe man folgendes.Kohlensaure Potasche (Carbonate of potassa)2½Drachmen.Salpetersaure Potasche (Nitrate of potassa)2½„Wasser8Unzen.Mische es. Dosis: Dreimal des Tages einen Eßlöffel voll. Wenn das Fieber zunimmt, kann ein Pflaster über das Herz gelegt werden. Doverische Pulver (Dover’s powder) sind bei Unruhe des Nachts anzuwenden.

Behandlung.

Eclectische und Kräuterkur.Zur Hervorbringung von Schweiß sollte alle halbe oder ganze Stunde ein Theelöffel voll von der zusammengesetzten Tinktur der virginischen Schlangenwurzel (Compound tincture of Virginia snake root) und gleichzeitig ein warmer Aufguß der Pleuresie- (Pleurisy) Wurzel gegeben werden; damit sollte zwei bis drei Stunden oder auch länger angehalten werden, bis Linderung eintritt. Sind die Eingeweide verstopft, so gebe mandie zusammengesetzte Jalappenwurzel-Tinktur (Compound tincture of jalap) und füge jeder Dosis 10 Grane Cremor Tartari (Cream of tartar) bei. Auch lege man Senfpflaster auf die Füße, über die Brust in der Gegend des Herzens und ebenso auf den Rückgrat. Bewältigt diese Kur die Krankheit nicht, so sollten mehrere Male des Tages warme Bäder in Laugenwasser genommen werden, gleichzeitig gebe man folgendes:

Mische es und gebe davon 15 bis 30 Tropfen alle halbe oder ganze Stunde, bis der Kranke Linderung darnach verspürt. Zur Auftrocknung der Flüssigkeit innerhalb des Herzens ist ein Aufguß von Haarmoos (Haircap moss) sehr dienlich. Gegen Unruhe, Mangel an Schlaf, mögen 8 bis 10 Grane des zusammengesetzten Pulvers von Brechwurz (Ipecac) und Opium gegeben werden.

Homöopathisch.Aconitum— sollte bei jedem Falle zuerst gegeben werden. EbensoBryoniabei stechenden Schmerzen in der Brust, durch Athmen und Bewegung erhöht, sehr schnellem und schmerzhaftem Athem, trockenem, krampfartigem Husten, scharfem Schmerz, der sich bis zwischen die Schultern und rückwärts bis zwischen die Schulterblätter erstreckt.

Digitalis.— Scharfes Stechen und zusammenziehender Schmerz in der Gegend des Herzens, Herzklopfen durch Sprechen, Bewegung oder Niederlegen verursacht, ein beängstigendes und beklemmendes Gefühl in der Brust, häufige Anwandlungen von Ohnmacht, allgemeine Schwäche, unbehagliches Gefühl auf der linken Seite der Brust, das sich häufig bis zu den Schultern und Armen ausdehnt. Andere Mittel sind:Nux Vomica,Cocculus,Arsenic,PulsatillaundCannabis.

Verordnung der Heilmittel.Von dem gewählten Mittel löse man 12 Kügelchen in 12 Theelöffel voll Wasser auf und gebe jede Stunde, oder alle zwei, drei bis vier Stunden, der Strenge der Symptome angemessen, einen Theelöffel voll.

Allöopathisch.Wenn der Kranke von starkem, kräftigem Körperbau ist, so müssen beim Beginn der Krankheit Aderlässe gemacht werden; ist aber der Patient schwächlich, so mögen statt dessen Blutegel in der Gegend des Herzens angesetzt werden. Zuerst gebe man sodann eine Dosis Bitter- oder Rochellesalz (Epsom or Rochelle salts) oder auch citronensaure Magnesia (Citrate of magnesia) und lasse diesem Calomel (Calomel) und Opium — von jedem ½ Gran — folgen. Dreimal des Tages eine Dosis. Wo Rheumatismus die Ursache ist, gebe man folgendes.

Mische es. Dosis: Dreimal des Tages einen Eßlöffel voll. Wenn das Fieber zunimmt, kann ein Pflaster über das Herz gelegt werden. Doverische Pulver (Dover’s powder) sind bei Unruhe des Nachts anzuwenden.

Dies ist ein Leiden, das als ein Symptom einer organischen Krankheit des Herzens betrachtet, oder das einer allgemeinen Nervenschwäche, Verdauungsschwäche (Dyspepsia) oder irgend einer anderen Krankheit zugeschrieben werden kann.

Symptome.— Eine erhöhte, stärkere und schnellere Thätigkeit des Herzens, ein sehr schneller Schlag und eine flatternde Bewegung, die, wenn man die Hand auf die Brust legt, deutlich gefühlt werden kann, ist vorhanden. Kurzathmigkeit, Gefühl von Schmerz in der Nähe des Herzens, ebenso ein Zusammenziehen quer über die Brust, blasses Gesicht, Schwierigkeit beim Niederlegen, sehr große Schwäche.

Ursachen.— Herzklopfen ist gewöhnlich die Folge von Verdauungsschwäche (Dyspepsia), oder irgend einer Störung der Verdauungsorgane, auch große geistige Aufregung, Unmäßigkeit, Nervenschwäche, übermäßige Studien, geschlechtliche Ausschweifungen &c.

Behandlung.Allgemeine.Jemand, der davon befallen wird, sollte sich auf seinen Rücken legen und die Lungen durch tiefe Athemzüge mit Luft füllen. Personen, die damit behaftet sind, müssen ihre Aufmerksamkeit auf solche Dinge richten, welche Beschäftigung ohne geistige Erregung bieten, wie Musik, häusliche Verrichtungen, Zeichnen, Tanzen, Gärtnerei, Reden und heitere Gesellschaft. Die Kost muß geregelt werden und sollte nahrhaft aber nicht reizend sein. Starker Thee, Kaffee, Spirituosen und Tabak sind zu vermeiden.Eclectische und Kräuterkur.Folgendes soll sofortige Linderung gewähren:Castor-Tinktur, Schwefel-Aether und zusammengesetzter Lavendel- (Lavender) Spiritus, von jedem eine Unze. Mische es.Dosis: Alle fünf bis zehn Minuten einen Theelöffel voll, bis Linderung eintritt.Fingerhut- (Digitalis) Tinktur, in Dosen von 10 bis 15 Tropfen, drei- bis viermal des Tages wird zuweilen von gutem Erfolg gefunden werden. Ist Magensäure vorhanden, so gebe man Magnesia, präparirte Holzkohle (prepared charcoal) oder kohlensaures Ammoniak. Branntwein oder andereSpirituosen mit ein wenig Cayennepfeffer wird zuweilen sofortige Linderung gewähren.Homöopathisch.Wenn das Herzklopfen durch Schreck verursacht wurde, gebe manOpiumoderCoffea. Ist Furcht und Angst die Ursache, gebrauche manVeratrum. Von plötzlicher Freude,Coffea. Von Blutverlust oder andern Ausleerungen,China,Phosphoric acid,Nux VomicaoderVeratrum. Trifft es nervöse Personen und hysterische Frauenzimmer,Coffea,Ignatia,Chamomilla,Cocculus,Pulsatilla,LachesisoderVeratrum. Bei Blutandrang,Aconitum,Belladonna,Coffea,Phosphorus,OpiumoderFerrum. Bei Täuschung,Aconitum,Ignatia,Nux VomicaoderChamomilla. Bei jungen, heranwachsenden LeutenAconitumoderPulsatilla, bei altenArsenicumoderLachesis.Leidet Jemand an zeitweiligem Herzklopfen, so sind folgende Mittel zu geben:Pulsatilla,Arsenicum,Lachesis,Aconitum,Phosphorus,AurumoderSulphur.Verordnung der Heilmittel.Löse 12 Kügelchen von den gewählten Mitteln in 12 Theelöffel voll Wasser und gebe alle halbe, ganze, 2, 3 oder 4 Stunden, der Strenge des Anfalls angemessen, einen Theelöffel voll. Bei chronischen Fällen kann Morgens und Abends eine Dosis des gewählten Heilmittels gegeben werden. Werden die Kügelchen genommen, so gebe man 4 bis 6 auf eine Dosis.Allöopathisch.Liegen dem Herzklopfen Verdauungsschwäche (Dyspepsia), Hysterie oder andere Krankheiten zu Grunde, so ist die Behandlung der Letzteren erforderlich. Bei Blutmangel gebe man folgendes:Zusammengesetzte Chinarinden-Tinktur (Compound tincture of peruvian bark)4Unzen.Citronensaures Eisen (Citrate of iron)42Grane.Citronensäure (Citric acid)20„Löse die Citronensäure in der Tinktur und füge dann das citronensaure Eisen hinzu. Lasse die Mischung einige Tage stehen und seihe sie dann durch. Dosis: ein oder zwei Theelöffel voll. Dies kann durch mehrere Wochen fortgesetzt werden, bis Besserung eintritt. Mit Kampher getränkte Opium-Tinktur, in Dosen von einer Drachme gegeben, wird zuweilen Linderung gewähren.

Behandlung.

Allgemeine.Jemand, der davon befallen wird, sollte sich auf seinen Rücken legen und die Lungen durch tiefe Athemzüge mit Luft füllen. Personen, die damit behaftet sind, müssen ihre Aufmerksamkeit auf solche Dinge richten, welche Beschäftigung ohne geistige Erregung bieten, wie Musik, häusliche Verrichtungen, Zeichnen, Tanzen, Gärtnerei, Reden und heitere Gesellschaft. Die Kost muß geregelt werden und sollte nahrhaft aber nicht reizend sein. Starker Thee, Kaffee, Spirituosen und Tabak sind zu vermeiden.

Eclectische und Kräuterkur.Folgendes soll sofortige Linderung gewähren:

Castor-Tinktur, Schwefel-Aether und zusammengesetzter Lavendel- (Lavender) Spiritus, von jedem eine Unze. Mische es.

Dosis: Alle fünf bis zehn Minuten einen Theelöffel voll, bis Linderung eintritt.

Fingerhut- (Digitalis) Tinktur, in Dosen von 10 bis 15 Tropfen, drei- bis viermal des Tages wird zuweilen von gutem Erfolg gefunden werden. Ist Magensäure vorhanden, so gebe man Magnesia, präparirte Holzkohle (prepared charcoal) oder kohlensaures Ammoniak. Branntwein oder andereSpirituosen mit ein wenig Cayennepfeffer wird zuweilen sofortige Linderung gewähren.

Homöopathisch.Wenn das Herzklopfen durch Schreck verursacht wurde, gebe manOpiumoderCoffea. Ist Furcht und Angst die Ursache, gebrauche manVeratrum. Von plötzlicher Freude,Coffea. Von Blutverlust oder andern Ausleerungen,China,Phosphoric acid,Nux VomicaoderVeratrum. Trifft es nervöse Personen und hysterische Frauenzimmer,Coffea,Ignatia,Chamomilla,Cocculus,Pulsatilla,LachesisoderVeratrum. Bei Blutandrang,Aconitum,Belladonna,Coffea,Phosphorus,OpiumoderFerrum. Bei Täuschung,Aconitum,Ignatia,Nux VomicaoderChamomilla. Bei jungen, heranwachsenden LeutenAconitumoderPulsatilla, bei altenArsenicumoderLachesis.

Leidet Jemand an zeitweiligem Herzklopfen, so sind folgende Mittel zu geben:Pulsatilla,Arsenicum,Lachesis,Aconitum,Phosphorus,AurumoderSulphur.

Verordnung der Heilmittel.Löse 12 Kügelchen von den gewählten Mitteln in 12 Theelöffel voll Wasser und gebe alle halbe, ganze, 2, 3 oder 4 Stunden, der Strenge des Anfalls angemessen, einen Theelöffel voll. Bei chronischen Fällen kann Morgens und Abends eine Dosis des gewählten Heilmittels gegeben werden. Werden die Kügelchen genommen, so gebe man 4 bis 6 auf eine Dosis.

Allöopathisch.Liegen dem Herzklopfen Verdauungsschwäche (Dyspepsia), Hysterie oder andere Krankheiten zu Grunde, so ist die Behandlung der Letzteren erforderlich. Bei Blutmangel gebe man folgendes:

Löse die Citronensäure in der Tinktur und füge dann das citronensaure Eisen hinzu. Lasse die Mischung einige Tage stehen und seihe sie dann durch. Dosis: ein oder zwei Theelöffel voll. Dies kann durch mehrere Wochen fortgesetzt werden, bis Besserung eintritt. Mit Kampher getränkte Opium-Tinktur, in Dosen von einer Drachme gegeben, wird zuweilen Linderung gewähren.

ist eine schmerzhafte Nervenkrankheit und kennzeichnet sich durch einen starken Schmerz in der Gegend des Herzens, die Krämpfe herbeiführt. Sie sollte von einem Arzte behandelt werden.

Symptome.Der Schmerz schießt von der Brust durch den Rücken und in die linke Schulter, zuweilen unter den Arm, und ist begleitet von großer Beängstigung, Herzklopfen und einem Gefühle von Erstickung. Das Gesicht wird todtenbleich, der Puls sinkt und die Oberfläche des Körpers ist mit kaltem Schweiße bedeckt. Zuweilen dehnt sich der Schmerz über die ganze vordere Seite der Brust aus, steigt bis zum Kopf und erstreckt sich bis auf die Beine. Dem Patienten scheint es nicht selten, daß er nicht länger mehr leben kann, wenn nicht alsbald Linderung eintritt. Zuweilen endigen derartige Anfälle mit Verzuckungen und Ohnmachten. Der Anfall kann einige Minuten bis eine halbe Stunde oder auch länger dauern. In den Zwischenräumen der Anfälle ist der Patient in der Regel frei von jedem Schmerz.

Ursachen.Zuweilen ist es einer zusammenziehenden oder krampfartigen Wirkung des Herzens zuzuschreiben und befällt jene, die an Rheumatismus, Gicht oderSchlagflußleiden. Oefters hängt es auch von organischen Krankheiten des Herzens oder der Arterien ab. Die hervorragendsten Ursachen sind alles das, was die Circulation des Blutes beschleunigt, den Geist und Körper erregt, Husten, Anstrengung, Bergaufsteigen und irgend etwas, was die Verdauung stört.


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