Chapter 41

Behandlung.Allöopathisch.Erstrecken sie sich auf den Magen, so nehme man folgendes:Zusammengesetzte Kardamon-Tinktur (Compound tinct. of cardamon)2Unzen.Zusammengesetzte Lavendel-Tinktur (Compound tinct. of lavender)2„Zusammengesetzte Enzian-Tinktur (Compound tinct. of gentian)2„Mische es. Dosis: So oft als erforderlich einen Theelöffel voll.Homöopathisch.Gegen Krämpfe in den Gliedern:Veratrum,Nux Vomica,Colocynthis,Chamomilla.Gegen Krämpfe im Unterleib und Magen:Nux Vomica,Colocynthis,Pulsatilla,Belladonna.Gegen Krämpfe im Kreuz:Ignatia,Rhus.Verordnung der Heilmittel.Von dem gewählten Heilmittel löse man 12 Kügelchen in 12 Theelöffel voll Wasser und gebe einen Theelöffel voll oder 6 Kügelchen als Dosis.Eclectische und Kräuterkur.Reiben der Beine oder der davon befallenen Theile mit Kampher-Spiritus (Spirits of camphor) oder heißem Whiskey und Salz wird zuweilen sofortige Linderung verschaffen. Auch Opodeldoc (Opodildoc) ist gut.

Behandlung.

Allöopathisch.Erstrecken sie sich auf den Magen, so nehme man folgendes:

Mische es. Dosis: So oft als erforderlich einen Theelöffel voll.

Homöopathisch.Gegen Krämpfe in den Gliedern:Veratrum,Nux Vomica,Colocynthis,Chamomilla.

Gegen Krämpfe im Unterleib und Magen:Nux Vomica,Colocynthis,Pulsatilla,Belladonna.

Gegen Krämpfe im Kreuz:Ignatia,Rhus.

Verordnung der Heilmittel.Von dem gewählten Heilmittel löse man 12 Kügelchen in 12 Theelöffel voll Wasser und gebe einen Theelöffel voll oder 6 Kügelchen als Dosis.

Eclectische und Kräuterkur.Reiben der Beine oder der davon befallenen Theile mit Kampher-Spiritus (Spirits of camphor) oder heißem Whiskey und Salz wird zuweilen sofortige Linderung verschaffen. Auch Opodeldoc (Opodildoc) ist gut.

besteht in einer theilweisen oder gänzlichen Unfähigkeit den Urin zu halten und ist eine große Plage.

Behandlung.Homöopathisch.Die Hauptmittel dagegen sind:Pulsatilla,Sepia,Belladonna,Hyosciamus,Causticum.Verordnung der Heilmittel.Von dem gewählten Mittel nehme man 6 Pillen einmal in 3 oder 4 Stunden.Eclectische und Kräuterkur.Man lasse viel und oft Thee von Eibisch (Marsh mallow), Kürbiß, Wassermelonen-Körner oder Klebekraut (Cleavers) trinken.

Behandlung.

Homöopathisch.Die Hauptmittel dagegen sind:Pulsatilla,Sepia,Belladonna,Hyosciamus,Causticum.

Verordnung der Heilmittel.Von dem gewählten Mittel nehme man 6 Pillen einmal in 3 oder 4 Stunden.

Eclectische und Kräuterkur.Man lasse viel und oft Thee von Eibisch (Marsh mallow), Kürbiß, Wassermelonen-Körner oder Klebekraut (Cleavers) trinken.

Dies ist außerordentlich lästig und wird durch den Druck der Gebärmutter auf die Blase verursacht.

Behandlung.Eclectische und Kräuterkur.Ein Aufguß von Eibischwurzel (Marsh mallow root) und Grundstrauch (Trailing arbutus) oder ein Aufguß von Eibisch-und Pfirsichblättern mögen genommen werden. Zehn oder zwanzig Tropfen von süßem Salpeter-Spiritus (Sweet spirits of nitre) können auch mit gutem Erfolg dem Aufguß beigefügt werden.Homöopathisch.Pulsatillaist das Hauptmittel. Gewährt dies keine Linderung, so gebe manNux Vomica.Andere Mittel sind:Belladonna,Cantharides,Cocculus,Acidum Phosphoricum.Verordnung der Heilmittel.Von dem gewählten Mittel nehme man alle 2 Stunden 6 Kügelchen.

Behandlung.

Eclectische und Kräuterkur.Ein Aufguß von Eibischwurzel (Marsh mallow root) und Grundstrauch (Trailing arbutus) oder ein Aufguß von Eibisch-und Pfirsichblättern mögen genommen werden. Zehn oder zwanzig Tropfen von süßem Salpeter-Spiritus (Sweet spirits of nitre) können auch mit gutem Erfolg dem Aufguß beigefügt werden.

Homöopathisch.Pulsatillaist das Hauptmittel. Gewährt dies keine Linderung, so gebe manNux Vomica.

Andere Mittel sind:Belladonna,Cantharides,Cocculus,Acidum Phosphoricum.

Verordnung der Heilmittel.Von dem gewählten Mittel nehme man alle 2 Stunden 6 Kügelchen.

Wegen dessen Behandlungsiehe Kapitel 5.

Unter Fehlgeburt oder Abortus verstehen wir die Ausstoßung der Frucht zu irgend einer Zeit vor dem sechsten Monat. Tritt dies während dem siebenten oder achten Monat ein, so wird es mit einer Frühgeburt bezeichnet und das Kind kann erhalten werden, während es, wenn die Geburt vor dem siebenten Monat erfolgt, nicht lebensfähig ist. Abortus tritt wahrscheinlicher vor dem dritten Monat und zur Zeit der monatlichen Reinigung ein und eine Frau, die bereits eine Fehlgeburt erfahren hat, ist der Wiederholung derselben mehr ausgesetzt als eine andere, bei der dies noch nicht der Fall war. Fehlgeburten erfolgen meistens zu derselben Zeit als früher stattgefundene, und eine Schwangere sollte daher um diese Zeit besonders achtsam sein. Sie muß zu weite Spaziergänge, Heben von schweren Gegenständen, Treppenauf- und Absteigen, spätes Aufbleiben und starke geistige Erregungen vermeiden. Ich spreche hier nur von dem zufälligen Abortus und setze voraus, daß diejenigen, die diese Zeilen lesen, sich nicht des schändlichen Verbrechens einer Abtreibung der Frucht schuldig gemacht haben, — eines Verbrechens, für das keine Entschuldigung gefunden werden kann und das nicht nur einem menschlichen Wesen das Leben nimmt, sondern auch den Gesundheitszustand der Mutter untergräbt, denn irgend eine Medizin, welche stark genug ist, einen Abortus herbeizuführen, muß den Organismus so vergiften, daß die Folgen davon nie wieder geheilt werden können.

Ursachen.Zu den gewöhnlichen Ursachen des Abortus gehören Schläge, wenn auch nur leicht, auf den Unterleib, heftige Erschütterungen, Fallen, Pressen, Heben von schweren Gegenständen, Auf- und Absteigen von Treppen, Reiten, Fahren über eine holperige Straße, starkes Husten, Aerger, Freude, Furcht, Tanzen, außergewöhnliche und plötzliche Anstrengungen, die Wirkung von Arzneimitteln, welche einige Frauen beständig nehmen, wie Brechmittel, Abführmittel und zwar solche, wie Aloe, Sennesblätter u.s.w., Kräuter-Thees, Patent-Medizinen, der Gebrauch von Blasen- und Senfpflaster u.s.w.

Symptome.Die ersten Symptome bestehen in der Regel in einem Gefühl von Müdigkeit und Unbehaglichkeit, mit Kreuzweh und nach unten ziehenden Schmerzen, die sich allmählig zu Geburtswehen steigern, Schneiden und Ziehen in den Lenden und in dem Unterleib, ein Ausfluß von rothem oder hellem Blute, mehr oder weniger stark.

Behandlung.Allgemeine.Wo es möglich ist, sollte ein solcher Fall unter die Pflege eines geschickten Arztes gestellt werden, besonders wenn ein starker Fluß vorhanden ist. Vor allem ist es aber von Wichtigkeit, darauf zu sehen, daß die Kranke in die gehörige Lage gebracht wird. Sobald sich die Symptome zeigen, sollte sie sich niederlegen und vollkommen ruhig verhalten. Sie sollte sogleich zu Bett gehen, eine harte Matratze mit leichten Decken in einem luftigen Zimmer sind vorzuziehen. Oeffne Thüren und Fenster, selbst im strengsten Winter und selbst wenn der Schnee ins Zimmer hereinweht. Entferne alle Ursachen zur Aufregung, besonders die Masse von alten Weibern, die sich gewöhnlich bei solchen Gelegenheiten einstellen; halte sie fern vom Hause. Als Getränk reiche man kühle Limonade, Zwieback- oder Eiswasser, und während des Darreichens gestatte man nicht, daß sich die Kranke aufrichtet; es ist von Wichtigkeit, daß eine horizontale Lage nicht verändert wird; man entferne alle Kissen unter dem Kopfe, und es mag nothwendig werden, durch das Unterlegen von Holzstücken unter die Beine das Fußende des Bettes zu erhöhen. Man mache Umschläge von Wasser und Essig auf den Unterleib, die Hüften und zwischen die Beine. Keine Reizmittel sollten gegeben werden, wenn nicht die Kranke durch Blutverlust sehr geschwächt ist, in welchem Falle ein wenig Wein oder Branntwein gegeben werden mag. Ist der Ausfluß zu stark und kann nicht durch Medizinen eingehalten werden, so ist die Gebärmutter zu verstopfen, was vermittelst Einschiebens eines seidenen Taschentuches, mit süßem Oel getränkt, in die Scheide, oder durch Einlegen von großen Stücken Tuch geschehen kann.Homöopathisch.Arnica.— Wenn durch einen Fall, Schlag, Fehltritt, zu starkes Heben oder durch irgend eine andere große körperliche Anstrengung verursacht.Cinnamonium.— Wenn Arnica nicht den gewünschten Erfolg hat.Secale.— Besonders wenn schon Fehlgeburten stattgefunden haben, oder bei schwacher Constitution und großer Erschöpfung, auch bei dunklem Ausfluß, schwarzgelbem Blut und leichten Schmerzen.China.— Abwechselnd mitSecale, wenn der Blutfluß beträchtlich ist und Schwache und Erschöpfung zunehmen, ein nach unten ziehendes Gefühl, Summen in den Ohren, Verdunkelung des Blickes, Ohnmachtsanwandlung bei Erheben von dem Kissen.Hyosciamus.— Bei Krämpfen oder Verzuckungen des ganzen Körpers.Ipecacuanha.— Abwechselnd mitSecalebei Magenschwäche, Krämpfen, Ausfluß eines hellrothen Blutes, Ohnmachten.Belladonna.— Abwechselnd mitPlatinabei starken Schmerzen in den Lenden und im Unterleib, starkem Drängen nach unten, gleichsam als ob die Eingeweide herausgepreßt würden, Schmerz im Kreuz, als ob dasselbe gebrochen wäre, Ausfluß von dickem, dunklem, geronnenem Blute.Verordnung der Heilmittel.Von dem gewählten Mittel löse man 12 Kügelchen in einem halben Theetassenkopf voll Wasser und gebe bei strengen Fällen alle 15 oder 20 Minuten und bei milderen jede Stunde oder alle zwei Stunden einen Theelöffel voll. Tritt innerhalb zwei oder drei Stunden keine Linderung ein, greife man zu einem anderen Mittel.Eclectische und Kräuterkur.Sind Symptome eines annähernden Abortus vorhanden, so gebe man jede Stunde oder alle zwei Stunden 2 oder 3 Grane von dem zusammengesetzten Brechwurz- und Opiumpulver (Compound powder of Ipecac and Opium). Nehmen die Symptome dennoch zu, so lege man ein Senfpflaster auf den unteren Theil des Rückens. Bei beträchtlichem Ausfluß gebe man 10 oder 15 Tropfen Vitriol-Elixir in einem Weinglas voll Wasser alle 2 oder 3 Stunden und mache gleichzeitig Umschläge von Tüchern, mit Eiswasser getränkt, auf den unteren Theil des Unterleibes. Flöhkrautöl (Oil of fleabane) oderOil of fireweedmag, wenn erforderlich, alle 10 bis 20 Minuten in Dosen von 5 bis 6 Tropfen auf Zucker gegeben werden. Ist der Fluß sehr stark, so gebe man 1½ Grane Bleizucker (Sugar of lead) in etwas Essig und Wasser. Wenn viel Schmerz vorhanden ist, gebe man 5 oder 6 Tropfen Laudanum. Die Scheide oder die Geburtsstätte mag mit Tüchern, in einer starken Alaun- (Alum) Auflösung oder einer Abkochung von Weißeichenrinde (Decoction of white oak bark) getränkt, verstopft werden.Allöopathisch.Ist die Kranke vollblütig und es stellt sich ein Gefühl von Vollsein ein, so sollten 10 bis 12 Blutegel an den unteren Theil des Unterleibes und Rückens angesetzt und folgende Mischung gegeben werden:Citronen-Säure (Citric acid)1Drachme.Doppeltkohlensaure Potasche (Bi-carbonate of potash)4Skrupel.Salpeter (Nitre)2„Zimmetwasser2Unzen.Wasser4„Mische es. Dosis: Alle 4 Stunden ein Viertel davon. Oder:Doppeltkohlensaure Potasche (Bi-carbonate of potash)2Drachmen.Gewöhnlicher Syrup2„Destillirtes Wasser (Distilled water)6Unzen.Mische es. Dosis: Zwei Eßlöffel voll; jeder Dosis füge einen Eßlöffel voll frischen Citronensaft oder 15 Grane Citronen-Säure (Citric acid), zuvor in einem Eßlöffel voll Wasser aufgelöst, bei. Während des Aufschäumens zu trinken. Wenn die Eingeweide verstopft sind, ist das folgende zu empfehlen:Schwefelsaure Magnesia (Sulphate of magnesia)1½Unzen.Zusammengesetzter Rosenaufguß (Compound infusion of roses)5„Zimmetwasser (Cinnamon water)1Unze.Mische es. Dosis: Zwei Eßlöffel voll.Es ist besser, Blutentziehung und das Darreichen obiger Mischungen zu vermeiden und, wenn diese nicht angewendet werden, gebe man 35 bis 40 Tropfen Laudanum und wiederhole dies in Zwischenräumen in kleineren Dosen.Wenn der Ausfluß sehr stark ist, müssen die folgenden Pillen gegeben werden:Essigsaures Blei (Acetate of lead)2Grane.Mohnkopf-Extrakt (Extract of poppies)2„Mache es zu einer Pille, welche alle 3 oder 4 Stunden zu nehmen ist; oder mische 5 Grane pulverisirten Alaun (Alum) mit 3 Granen geriebener Muskatnuß (Nutmeg), in Honig oder Syrup gemischt, und gebe es alle halbe oder ganze Stunde, der Strenge der Symptome angemessen. Dies wird von Dr. C. D. Meigs in Philadelphia empfohlen.Bemerkung.Kann der Abortus nicht verhindert werden, so muß man wie bei einernatürlichen Geburtvorgehen.

Behandlung.

Allgemeine.Wo es möglich ist, sollte ein solcher Fall unter die Pflege eines geschickten Arztes gestellt werden, besonders wenn ein starker Fluß vorhanden ist. Vor allem ist es aber von Wichtigkeit, darauf zu sehen, daß die Kranke in die gehörige Lage gebracht wird. Sobald sich die Symptome zeigen, sollte sie sich niederlegen und vollkommen ruhig verhalten. Sie sollte sogleich zu Bett gehen, eine harte Matratze mit leichten Decken in einem luftigen Zimmer sind vorzuziehen. Oeffne Thüren und Fenster, selbst im strengsten Winter und selbst wenn der Schnee ins Zimmer hereinweht. Entferne alle Ursachen zur Aufregung, besonders die Masse von alten Weibern, die sich gewöhnlich bei solchen Gelegenheiten einstellen; halte sie fern vom Hause. Als Getränk reiche man kühle Limonade, Zwieback- oder Eiswasser, und während des Darreichens gestatte man nicht, daß sich die Kranke aufrichtet; es ist von Wichtigkeit, daß eine horizontale Lage nicht verändert wird; man entferne alle Kissen unter dem Kopfe, und es mag nothwendig werden, durch das Unterlegen von Holzstücken unter die Beine das Fußende des Bettes zu erhöhen. Man mache Umschläge von Wasser und Essig auf den Unterleib, die Hüften und zwischen die Beine. Keine Reizmittel sollten gegeben werden, wenn nicht die Kranke durch Blutverlust sehr geschwächt ist, in welchem Falle ein wenig Wein oder Branntwein gegeben werden mag. Ist der Ausfluß zu stark und kann nicht durch Medizinen eingehalten werden, so ist die Gebärmutter zu verstopfen, was vermittelst Einschiebens eines seidenen Taschentuches, mit süßem Oel getränkt, in die Scheide, oder durch Einlegen von großen Stücken Tuch geschehen kann.

Homöopathisch.Arnica.— Wenn durch einen Fall, Schlag, Fehltritt, zu starkes Heben oder durch irgend eine andere große körperliche Anstrengung verursacht.

Cinnamonium.— Wenn Arnica nicht den gewünschten Erfolg hat.

Secale.— Besonders wenn schon Fehlgeburten stattgefunden haben, oder bei schwacher Constitution und großer Erschöpfung, auch bei dunklem Ausfluß, schwarzgelbem Blut und leichten Schmerzen.

China.— Abwechselnd mitSecale, wenn der Blutfluß beträchtlich ist und Schwache und Erschöpfung zunehmen, ein nach unten ziehendes Gefühl, Summen in den Ohren, Verdunkelung des Blickes, Ohnmachtsanwandlung bei Erheben von dem Kissen.

Hyosciamus.— Bei Krämpfen oder Verzuckungen des ganzen Körpers.

Ipecacuanha.— Abwechselnd mitSecalebei Magenschwäche, Krämpfen, Ausfluß eines hellrothen Blutes, Ohnmachten.

Belladonna.— Abwechselnd mitPlatinabei starken Schmerzen in den Lenden und im Unterleib, starkem Drängen nach unten, gleichsam als ob die Eingeweide herausgepreßt würden, Schmerz im Kreuz, als ob dasselbe gebrochen wäre, Ausfluß von dickem, dunklem, geronnenem Blute.

Verordnung der Heilmittel.Von dem gewählten Mittel löse man 12 Kügelchen in einem halben Theetassenkopf voll Wasser und gebe bei strengen Fällen alle 15 oder 20 Minuten und bei milderen jede Stunde oder alle zwei Stunden einen Theelöffel voll. Tritt innerhalb zwei oder drei Stunden keine Linderung ein, greife man zu einem anderen Mittel.

Eclectische und Kräuterkur.Sind Symptome eines annähernden Abortus vorhanden, so gebe man jede Stunde oder alle zwei Stunden 2 oder 3 Grane von dem zusammengesetzten Brechwurz- und Opiumpulver (Compound powder of Ipecac and Opium). Nehmen die Symptome dennoch zu, so lege man ein Senfpflaster auf den unteren Theil des Rückens. Bei beträchtlichem Ausfluß gebe man 10 oder 15 Tropfen Vitriol-Elixir in einem Weinglas voll Wasser alle 2 oder 3 Stunden und mache gleichzeitig Umschläge von Tüchern, mit Eiswasser getränkt, auf den unteren Theil des Unterleibes. Flöhkrautöl (Oil of fleabane) oderOil of fireweedmag, wenn erforderlich, alle 10 bis 20 Minuten in Dosen von 5 bis 6 Tropfen auf Zucker gegeben werden. Ist der Fluß sehr stark, so gebe man 1½ Grane Bleizucker (Sugar of lead) in etwas Essig und Wasser. Wenn viel Schmerz vorhanden ist, gebe man 5 oder 6 Tropfen Laudanum. Die Scheide oder die Geburtsstätte mag mit Tüchern, in einer starken Alaun- (Alum) Auflösung oder einer Abkochung von Weißeichenrinde (Decoction of white oak bark) getränkt, verstopft werden.

Allöopathisch.Ist die Kranke vollblütig und es stellt sich ein Gefühl von Vollsein ein, so sollten 10 bis 12 Blutegel an den unteren Theil des Unterleibes und Rückens angesetzt und folgende Mischung gegeben werden:

Mische es. Dosis: Alle 4 Stunden ein Viertel davon. Oder:

Mische es. Dosis: Zwei Eßlöffel voll; jeder Dosis füge einen Eßlöffel voll frischen Citronensaft oder 15 Grane Citronen-Säure (Citric acid), zuvor in einem Eßlöffel voll Wasser aufgelöst, bei. Während des Aufschäumens zu trinken. Wenn die Eingeweide verstopft sind, ist das folgende zu empfehlen:

Mische es. Dosis: Zwei Eßlöffel voll.

Es ist besser, Blutentziehung und das Darreichen obiger Mischungen zu vermeiden und, wenn diese nicht angewendet werden, gebe man 35 bis 40 Tropfen Laudanum und wiederhole dies in Zwischenräumen in kleineren Dosen.

Wenn der Ausfluß sehr stark ist, müssen die folgenden Pillen gegeben werden:

Mache es zu einer Pille, welche alle 3 oder 4 Stunden zu nehmen ist; oder mische 5 Grane pulverisirten Alaun (Alum) mit 3 Granen geriebener Muskatnuß (Nutmeg), in Honig oder Syrup gemischt, und gebe es alle halbe oder ganze Stunde, der Strenge der Symptome angemessen. Dies wird von Dr. C. D. Meigs in Philadelphia empfohlen.

Bemerkung.Kann der Abortus nicht verhindert werden, so muß man wie bei einernatürlichen Geburtvorgehen.

Häufig einige Wochen oder Monate vor der Entbindung wird die Schwangere von sogenannten falschen Wehen belästigt. Diese ähneln denächten Wehensehr und verursachen häufig nutzlose Beunruhigung. Sie mögen daran erkannt werden, daß sie unregelmäßig in ihren Wiederholungen sind und sich gewöhnlich auf die Muskeln des Rückens und Unterleibs beschränken, sowie vom Rücken nach den Seiten ziehen.

Behandlung.Eclectische und Kräuterkur.Wenn die Eingeweide verstopft sind, gebe man folgende Einspritzung:Warmes Wasser1Pint.Salz2Theelöffel voll.Gewöhnlicher Molasses2Eßlöffel voll.Nachdem Stuhlgang vorhanden ist, gebe man einen kleinen Theelöffel voll Paregoricum (Paregoric) und wiederhole dies alle zwei Stunden, wenn nicht früher Linderung eintritt.Allöopathisch.Folgendes ist eine gute Salbe, welche über dem Sitz des Schmerzes eingerieben werden mag:Ammoniak (Ammonia)2Unzen.Opium-Tinktur (Tincture of opium)2„Seifen-Salbe (Soap liniment)1Unze.Schüttele es vor dem Gebrauch um.Homöopathisch.Bryonia.— Wenn der Schmerz ziehend und sich in dem Unterleib und den Lenden befindet.Pulsatilla.— Wenn die Schmerzen ähnlich den vorhergehenden, mit einem Gefühl von Steifheit oder Lahmsein verbunden sind.Nux Vomica.— Wenn in der Gegend der Blase ein Schmerz, wie von einer Quetschung herrührend, und wenn die Wehen Folge von Verstopfung sind.Aconitum.— Besonders bei vollblütigen Frauen; heißer Kopf, trockene Haut.Belladonnakann abwechselnd mitAconitumgegeben werden.Verordnung der Heilmittel.Von dem gewählten Mittel löse man 12 Kügelchen in 12 Theelöffel voll Wasser auf und gebe alle halbe, ganze, zwei oder drei Stunden, der Strenge der Symptome angemessen, einen Theelöffel voll.

Behandlung.

Eclectische und Kräuterkur.Wenn die Eingeweide verstopft sind, gebe man folgende Einspritzung:

Nachdem Stuhlgang vorhanden ist, gebe man einen kleinen Theelöffel voll Paregoricum (Paregoric) und wiederhole dies alle zwei Stunden, wenn nicht früher Linderung eintritt.

Allöopathisch.Folgendes ist eine gute Salbe, welche über dem Sitz des Schmerzes eingerieben werden mag:

Schüttele es vor dem Gebrauch um.

Homöopathisch.Bryonia.— Wenn der Schmerz ziehend und sich in dem Unterleib und den Lenden befindet.

Pulsatilla.— Wenn die Schmerzen ähnlich den vorhergehenden, mit einem Gefühl von Steifheit oder Lahmsein verbunden sind.

Nux Vomica.— Wenn in der Gegend der Blase ein Schmerz, wie von einer Quetschung herrührend, und wenn die Wehen Folge von Verstopfung sind.

Aconitum.— Besonders bei vollblütigen Frauen; heißer Kopf, trockene Haut.Belladonnakann abwechselnd mitAconitumgegeben werden.

Verordnung der Heilmittel.Von dem gewählten Mittel löse man 12 Kügelchen in 12 Theelöffel voll Wasser auf und gebe alle halbe, ganze, zwei oder drei Stunden, der Strenge der Symptome angemessen, einen Theelöffel voll.

Nicht selten finden junge Mütter in Folge früherer Vernachlässigung beim Stillen ihrer Kinder Schwierigkeiten wegen der durch den Druck von zu engen Kleidern, Schnürbrüsten u.s.w. fast ganz verschwundenen Warzen. Die Brüste schwangerer Frauen sollten sorgfältig gegen Druck geschützt werden, da dies leicht üble Folgen nach sich ziehen kann. Wenn aber die Warzen nicht weit genug herausgezogen sind, so daß sie von dem Kinde mit Leichtigkeit gefaßt werden können, so mag dies vermittelst einer gewöhnlichen Brustpumpe geschehen, und nachdem die Pumpe entfernt ist, lege rings um die Warzen einen Ring von Bienenwachs oder einenWarzenschild (Nipple shield). Dies sollte beständig getragen werden. Wenn aber das Ausziehen der Brustwarzen einen Schmerz im Unterleib verursacht, so muß es eingestellt werden, da Abortus folgen kann.

Dr. Tracy empfiehlt folgendes zur Erhaltung der einmal herausgezogenen Warzen:

Jede Warze sollte mit einem Stück von einem wollenen Faden oder Garn an der Wurzel zwei- bis dreimal umwunden und mäßig fest gebunden werden, jedoch nicht so fest, daß dadurch der Blutumlauf gehemmt wird.

Die Warzen springen während oder nach der Schwangerschaft leicht auf und entzünden sich, was besonders, nachdem das Kind zu saugen beginnt, eintritt; daher sollten die Brüste mehrere Wochen vor der Entbindung in kaltem Wasser gebadet und mit groben Handtüchern abgerieben werden. Zuweilen ist auch das Baden der Brustwarzen mit Brandy zweimal des Tages mehrere Wochen hindurch vor der Entbindung sehr zuträglich gefunden worden. Ebenso die Anwendung einer Abkochung von grünem Thee, oder Eichenrinde, oder auch von Granatäpfeln (Pomegranate). Bei großer Empfindlichkeit oder Schmerzhaftigkeit bade die Warzen und Brüste häufig in einer scharfen Auflösung von Arnica.


Back to IndexNext