CLXXVII.

Was ist Reisen? ist fröhlich Leben

Sagen wir doch Zitrone, es ist ein fremdes GewächsUnd die sie wächst neben der nicht leicht

Brachtet ihr iene Löwen hierher vom großen PireusUns zu zeigen daß hier eben Pireus nicht sey.

Immer hab ich dich heilige Sonne mit Freude verehretWenn du aus trübem Gewölck oder nach Nebel mir kamst,Niemals aber so fröhlich als im Venetischen Wenn du nach Regen erscheinst freudig die Gondel dir dampft.

Masten stehen gedrängt an Masten, es trocknet die SegelIn dem Sonnenschein ruhig der Schiffer an dem Gestade der Stadt.Deine Paläste zeigen sich hier du edles VenedigAlles verschwindet dem Blicke Bettine wenn du kleineTische und Leuchter besteigst und Masten und zwischen Hin <…>Du Bettina dich zeigst alles verschwindet dem Blick

End of "Venetianische Epigramme" by Johann Wolfgang von Goethe


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