Bordell

Sie heulen schallend, grindig-blind ans Licht geworfen.Es grinsen Totgeburten. Wüst stinkt Fleisch an Fleisch.Die süße Milch gerinnt in Mütter Brust verdorbenUnd Lungen bröckeln unter ratterndem Geräusch.

Sie heulen schallend, grindig-blind ans Licht geworfen.

Es grinsen Totgeburten. Wüst stinkt Fleisch an Fleisch.

Die süße Milch gerinnt in Mütter Brust verdorben

Und Lungen bröckeln unter ratterndem Geräusch.

Wir aber hören schon zerstampfte Länder schreitenUnd Tiere kreischen aus der Meere schwarzem Sumpf.Die Sonne löst sich donnernd in AzurgebreitenUnd viele blonde Engel kichern im Triumph.

Wir aber hören schon zerstampfte Länder schreiten

Und Tiere kreischen aus der Meere schwarzem Sumpf.

Die Sonne löst sich donnernd in Azurgebreiten

Und viele blonde Engel kichern im Triumph.

Wir sind zerfasert mürber Seele und verhuret,Voll Flecken und zerschlissen wehet unser Kleid.Auf unser Antlitz ätzen Laster krumme SpurenUnd Narben zucken im geschwollenen Schoße weit.

Wir sind zerfasert mürber Seele und verhuret,

Voll Flecken und zerschlissen wehet unser Kleid.

Auf unser Antlitz ätzen Laster krumme Spuren

Und Narben zucken im geschwollenen Schoße weit.

In den versunkenen Gewölben klappern wir GerippeUnd winden uns und flattern auf im herrlichen Zug.Verschnürte Häuteklumpen wir aus Särgen kippen.Schon heilige Jungfraun geußen Öl in ihren Krug.

In den versunkenen Gewölben klappern wir Gerippe

Und winden uns und flattern auf im herrlichen Zug.

Verschnürte Häuteklumpen wir aus Särgen kippen.

Schon heilige Jungfraun geußen Öl in ihren Krug.

So haben wir den Schmerz zu unserer Braut erwählet.Das Muskelfleisch aufscheuern die Gewänder hären.Der Schmerz ist heilig.Er wird Tat und Werk gebären.Verhaltene Kräfte zünden. Uns dem Tod vermählen.

So haben wir den Schmerz zu unserer Braut erwählet.

Das Muskelfleisch aufscheuern die Gewänder hären.

Der Schmerz ist heilig.Er wird Tat und Werk gebären.

Verhaltene Kräfte zünden. Uns dem Tod vermählen.

Der Schmerz wird das Gehirn in harte Folter spannen,Daß kalte Feuer sprühend diesen Raum entfachen.Der Schmerz wird unsere armen Stunden streng bewachenUnd rinnen tönend-silbern aus den Opferkannen.

Der Schmerz wird das Gehirn in harte Folter spannen,

Daß kalte Feuer sprühend diesen Raum entfachen.

Der Schmerz wird unsere armen Stunden streng bewachen

Und rinnen tönend-silbern aus den Opferkannen.

Der Schmerz wird Ewigkeit bestürmen und ergründenUnd Babel selig preisen und den Himmel spalten,Daß unsere Augen wohl in große Sterne münden,Daß unser armer Leib nicht spät zur Nacht erkalte . . .

Der Schmerz wird Ewigkeit bestürmen und ergründen

Und Babel selig preisen und den Himmel spalten,

Daß unsere Augen wohl in große Sterne münden,

Daß unser armer Leib nicht spät zur Nacht erkalte . . .

Wenn wir uns verlassen fühlen ganz und fremdIn den Automaten und bei Anverwandten,Müssen wir berauscht, in argen Frack geklemmt,Zylinderschiffe an den kleinen Huren stranden.

Wenn wir uns verlassen fühlen ganz und fremd

In den Automaten und bei Anverwandten,

Müssen wir berauscht, in argen Frack geklemmt,

Zylinderschiffe an den kleinen Huren stranden.

An den kleinen Huren in der niederen Halle matt,Schläfrig hingesetzt auf jeden Stuhl ein Blatt,Und wir folgen ihnen in die oberen Räume.Abendrot dünkt uns der kurzen Röcke Säume.

An den kleinen Huren in der niederen Halle matt,

Schläfrig hingesetzt auf jeden Stuhl ein Blatt,

Und wir folgen ihnen in die oberen Räume.

Abendrot dünkt uns der kurzen Röcke Säume.

Nein, wir legen nicht die nächtige Maske ab.Treppen steigen wir hernieder, mies und schlapp.Eine neue Nacht umstreicht uns mit Getön.Hoch in Lüften regt sich Heimat, klar und schön.

Nein, wir legen nicht die nächtige Maske ab.

Treppen steigen wir hernieder, mies und schlapp.

Eine neue Nacht umstreicht uns mit Getön.

Hoch in Lüften regt sich Heimat, klar und schön.

Meiner Jugend Nächte sind in euch verbrandet.Hingegeben ward ich langer Messer Stahl.Euerer trüben Augen Lid fleht rotumrandet,Euer Antlitz wild zerpflügt und aschenfahl.

Meiner Jugend Nächte sind in euch verbrandet.

Hingegeben ward ich langer Messer Stahl.

Euerer trüben Augen Lid fleht rotumrandet,

Euer Antlitz wild zerpflügt und aschenfahl.

Eine schleichet immer um, ein böses Tier,Stampfend auf und grinsend, würgend Fluch um Fluch.Zwischen umgeworfenen Stühlen tanzen wir.Lysoform ist da, und immer sauberes Tuch.

Eine schleichet immer um, ein böses Tier,

Stampfend auf und grinsend, würgend Fluch um Fluch.

Zwischen umgeworfenen Stühlen tanzen wir.

Lysoform ist da, und immer sauberes Tuch.

Leicht gedämpft erklingen unten Geigen.Drehen nicht die Wände mit im trunkenen Reigen.Da — ein starres Auge schreckhaft uns zerreißt.Mond hängt schief, in hohem Meere grün vereist.

Leicht gedämpft erklingen unten Geigen.

Drehen nicht die Wände mit im trunkenen Reigen.

Da — ein starres Auge schreckhaft uns zerreißt.

Mond hängt schief, in hohem Meere grün vereist.

Jetzt zu großer Stadt seid furchtbar ihr vereint,Die erhebt ihr Marterangesicht versteint.Kreuz und quer zerhackt von schlimmer Krankheit Biß,Schräg zerfetzt von wüster Morde blutigem Riß.

Jetzt zu großer Stadt seid furchtbar ihr vereint,

Die erhebt ihr Marterangesicht versteint.

Kreuz und quer zerhackt von schlimmer Krankheit Biß,

Schräg zerfetzt von wüster Morde blutigem Riß.

Gott wird betteln demütig um euere Gnade,Doch ihr bleibet unerbittlich, grausam-stumm,Löset auf euch nicht in heißer Tränen Bade,Wendet euch nicht Lächeln schöner Engel um.

Gott wird betteln demütig um euere Gnade,

Doch ihr bleibet unerbittlich, grausam-stumm,

Löset auf euch nicht in heißer Tränen Bade,

Wendet euch nicht Lächeln schöner Engel um.

Herrisch steiget auf ihr, grauer Säulen Quader,Bohrt euch, starre Dolche, in des Ewigen Brust,Daß zerplatzet seines Herzens blaue Ader.Niederklatschet steil ein Purpur-Regenguß.

Herrisch steiget auf ihr, grauer Säulen Quader,

Bohrt euch, starre Dolche, in des Ewigen Brust,

Daß zerplatzet seines Herzens blaue Ader.

Niederklatschet steil ein Purpur-Regenguß.

Den Bleichgesichtern schlagen Fackeln Narben.Die Trommel in die weite Runde bellt.Ein Zuckerhut der Pyramide Zelt . . .Fern nur geahnte Ufer hellen Lampenfarben.

Den Bleichgesichtern schlagen Fackeln Narben.

Die Trommel in die weite Runde bellt.

Ein Zuckerhut der Pyramide Zelt . . .

Fern nur geahnte Ufer hellen Lampenfarben.

Ein Fremder bricht sich schreiend das Genick.Schief neigen schon der Segel weiße Bogen.Ein seltener Hauch kommt übers Land gezogen . . .Wir aber harren auf den Plätzen düsteren Geschicks!

Ein Fremder bricht sich schreiend das Genick.

Schief neigen schon der Segel weiße Bogen.

Ein seltener Hauch kommt übers Land gezogen . . .

Wir aber harren auf den Plätzen düsteren Geschicks!

Landschaften in den höheren Lüften wandelnUnd Sterne baumeln zwischendurch an Fäden.Die Toten glotzen aus den Fensterläden.Glutwogen überspülen Heimatstrande.

Landschaften in den höheren Lüften wandeln

Und Sterne baumeln zwischendurch an Fäden.

Die Toten glotzen aus den Fensterläden.

Glutwogen überspülen Heimatstrande.

Da hebt sich auf des Niles SilberbandUnd bäumt sich, fette Schlange, bös empor.Kamele bluten um der Brunnen Rand.Bei der Oase brüllt ein Löwenchor.

Da hebt sich auf des Niles Silberband

Und bäumt sich, fette Schlange, bös empor.

Kamele bluten um der Brunnen Rand.

Bei der Oase brüllt ein Löwenchor.

Die Mumien rütteln sich aus den Verbänden,Sie tasten sich hinaus zum LabyrinthUnd graben Namen mit den GriffelhändenIn Wüstensand, der heiß vom Himmel rinnt.

Die Mumien rütteln sich aus den Verbänden,

Sie tasten sich hinaus zum Labyrinth

Und graben Namen mit den Griffelhänden

In Wüstensand, der heiß vom Himmel rinnt.

Stunde des Todes, da Tag sich sein KleidBorgte von Abends entlüfteter Weite.Stunde des Todes im RosengeschmeideUnd mit Kränzen zur Heimkehr bereit.

Stunde des Todes, da Tag sich sein Kleid

Borgte von Abends entlüfteter Weite.

Stunde des Todes im Rosengeschmeide

Und mit Kränzen zur Heimkehr bereit.

Stunde des Todes. Mit Liebe GewaltÜberflüsterst du uns, den bitternKelch füllend mit Honig. Die Beine zittern.Ach, wir sind ja so gar nicht alt!

Stunde des Todes. Mit Liebe Gewalt

Überflüsterst du uns, den bittern

Kelch füllend mit Honig. Die Beine zittern.

Ach, wir sind ja so gar nicht alt!

Stunde des Todes. In schweflichtem ScheinBrennender Städte entmündend nach oben.Schweben, sorgfältigst aufgehoben,Wie Juwele aus finsterem Schrein.

Stunde des Todes. In schweflichtem Schein

Brennender Städte entmündend nach oben.

Schweben, sorgfältigst aufgehoben,

Wie Juwele aus finsterem Schrein.

Stunde des Todes. Die BatailloneHimmlischer Geister harren in Front.Graue Gesichter golden versonnt,Aber die Helmspitzen sprühen im Monde

Stunde des Todes. Die Bataillone

Himmlischer Geister harren in Front.

Graue Gesichter golden versonnt,

Aber die Helmspitzen sprühen im Monde

Und die Panzer, Kürasse und Fahnen.Und die Armen stehn jubelnd im Tor,Strecken Lilienhände vor,Tiere mit Augen, die Frieden ahnen.

Und die Panzer, Kürasse und Fahnen.

Und die Armen stehn jubelnd im Tor,

Strecken Lilienhände vor,

Tiere mit Augen, die Frieden ahnen.

Stunde des Todes. Da geifert und keuchtSchleimiger Schlund, nach Atem schnappend.Kinnbacken schauernd vor Kälte klappern.Wälzen sich Klumpen in Betten feucht

Stunde des Todes. Da geifert und keucht

Schleimiger Schlund, nach Atem schnappend.

Kinnbacken schauernd vor Kälte klappern.

Wälzen sich Klumpen in Betten feucht

Und mit Lüften Weihrauch vermengtUnd mit der Priester schalen GebetenMuffige Stuben Schatten betretenUnd die Fenster düster verhängt —

Und mit Lüften Weihrauch vermengt

Und mit der Priester schalen Gebeten

Muffige Stuben Schatten betreten

Und die Fenster düster verhängt —

Stunde des Todes. Da hundsföttisch lachtDer Laster Grimasse, am Bettende hockend.Nebel, Züge, GlockenSchleppen sich durch die verweste Nacht.

Stunde des Todes. Da hundsföttisch lacht

Der Laster Grimasse, am Bettende hockend.

Nebel, Züge, Glocken

Schleppen sich durch die verweste Nacht.

Noch schreit ich durch die Stube grimmig-bang.Jetzt wasch ich mich im neuen Wasserkrug.Wie sie die Augen innig um mich schlangUnd schäumte stier, als ich sie niederschlug!

Noch schreit ich durch die Stube grimmig-bang.

Jetzt wasch ich mich im neuen Wasserkrug.

Wie sie die Augen innig um mich schlang

Und schäumte stier, als ich sie niederschlug!

Fahr Weibsbild hin und hur in Hölle Grab,Mich laß, ein Vieh, in muffigem Stall verenden!Wohl möcht ich, daß ein langer Rausch mich lab,Doch kann ich nicht die Schritte abwärts wenden.

Fahr Weibsbild hin und hur in Hölle Grab,

Mich laß, ein Vieh, in muffigem Stall verenden!

Wohl möcht ich, daß ein langer Rausch mich lab,

Doch kann ich nicht die Schritte abwärts wenden.

Sie tanzte kurzen Rocks in heller RundeUnd Scheine Bluts benagten oft ihr Haar.Ja, ihr Gesang in dieser nächtigen StundeErschien mir immer fremd und wunderbar.

Sie tanzte kurzen Rocks in heller Runde

Und Scheine Bluts benagten oft ihr Haar.

Ja, ihr Gesang in dieser nächtigen Stunde

Erschien mir immer fremd und wunderbar.

Und führte ich sie Sonntags aus am Arm,Wir eilten parkwärts mit der Straßenbahn.Ich steuerte behutsam durch den SchwarmDer Ausflügler zum Gartenrestaurant.

Und führte ich sie Sonntags aus am Arm,

Wir eilten parkwärts mit der Straßenbahn.

Ich steuerte behutsam durch den Schwarm

Der Ausflügler zum Gartenrestaurant.

Im Dunkel flammt ein schönes Feuerwerk.Im Saal versammelt man sich froh zum Tanz.Ach, und zuhaus erwuchs ein Blumenberg,Postkarten flochten einen farbigen Kranz.

Im Dunkel flammt ein schönes Feuerwerk.

Im Saal versammelt man sich froh zum Tanz.

Ach, und zuhaus erwuchs ein Blumenberg,

Postkarten flochten einen farbigen Kranz.

Schon enget mich die feuchte Gitterzelle.Was denk ich an das Hosenträgerseil?Ich trete eisiger Frühe auf die Schwelle.Der Block ist nicht zu fürchten, nicht das Beil!

Schon enget mich die feuchte Gitterzelle.

Was denk ich an das Hosenträgerseil?

Ich trete eisiger Frühe auf die Schwelle.

Der Block ist nicht zu fürchten, nicht das Beil!

Ein Priester spricht im Winde leis die MesseUnd fleht, daß mir der Herr zur Seite bleib.Ein schwarzes Tuch. Breit grinst der Toten FresseUnd bietet sich voll Schwung der magere Leib.

Ein Priester spricht im Winde leis die Messe

Und fleht, daß mir der Herr zur Seite bleib.

Ein schwarzes Tuch. Breit grinst der Toten Fresse

Und bietet sich voll Schwung der magere Leib.

„Als aber das Zeichen des Kreuzes in den Wolkenerschien, umgeben von Engeln, die einen himmlischenPäan anstimmten, fanden die Kämpfendenwieder neuen Mut.“

Der Süden wird verbluten in der Sonne Stunden.Der Taten Gott erzürnt aus Lavagrüften schlug.Es kreiset um das Land der Berge Flammenrunde.Da brachen auf wir schwarz, ein dünner Totenzug.

Der Süden wird verbluten in der Sonne Stunden.

Der Taten Gott erzürnt aus Lavagrüften schlug.

Es kreiset um das Land der Berge Flammenrunde.

Da brachen auf wir schwarz, ein dünner Totenzug.

Der Süden ist bestimmt zu ewiger Trauer Schlafe.Wir haben unserer Träume Barken ausgebrannt.Wir winken mit den Fackeln nach dem stillen Hafen,Die streichet aus der Finsternisse Mutterhand.

Der Süden ist bestimmt zu ewiger Trauer Schlafe.

Wir haben unserer Träume Barken ausgebrannt.

Wir winken mit den Fackeln nach dem stillen Hafen,

Die streichet aus der Finsternisse Mutterhand.

Des Südens Atem klebt an unseren krummen RückenMit Winden lau und dumpfer Glocken Grabgedröhn.Betrübet euch! Des Abends rote NebelmückenBestürmen euch mit Sang. Laßt uns vorübergehn!

Des Südens Atem klebt an unseren krummen Rücken

Mit Winden lau und dumpfer Glocken Grabgedröhn.

Betrübet euch! Des Abends rote Nebelmücken

Bestürmen euch mit Sang. Laßt uns vorübergehn!

Maultiere brechen hart von schartigem Messergrate.Lawinen übertünchen uns mit Liebe weißem Fächer.Wildbäche überblitzen hoch der Brücken Drahte.Geysire platzen aus der brüchigen Felsen Köcher.

Maultiere brechen hart von schartigem Messergrate.

Lawinen übertünchen uns mit Liebe weißem Fächer.

Wildbäche überblitzen hoch der Brücken Drahte.

Geysire platzen aus der brüchigen Felsen Köcher.

Wir sanken morgens in der Spalten grüne Kammern.Wir tauchten mittags ein in Gletschermühle Becken.Es sauste nieder des Erdrutsches Keulenhammer.Des Winters Sturm riß uns aus wohligem Verstecke.

Wir sanken morgens in der Spalten grüne Kammern.

Wir tauchten mittags ein in Gletschermühle Becken.

Es sauste nieder des Erdrutsches Keulenhammer.

Des Winters Sturm riß uns aus wohligem Verstecke.

In Höhlenlöchern warteten die zarten Wunder.Mit Gerten schlugen wir uns Labung aus dem Stein.Wir stürzten ab mit nasser Büschel Fleckenschrunde.Wir starben in den Kelchen der Enziane klein.

In Höhlenlöchern warteten die zarten Wunder.

Mit Gerten schlugen wir uns Labung aus dem Stein.

Wir stürzten ab mit nasser Büschel Fleckenschrunde.

Wir starben in den Kelchen der Enziane klein.

Wir tauten auf beim Hirtengruß und dem GeblökeDer Herden. Aus der Blumen Grunde warmem LauchSog uns zu Funkengärten schräger Purpurkegel.Es trug uns Raub der neuen Heimat Wirbelhauch.

Wir tauten auf beim Hirtengruß und dem Geblöke

Der Herden. Aus der Blumen Grunde warmem Lauch

Sog uns zu Funkengärten schräger Purpurkegel.

Es trug uns Raub der neuen Heimat Wirbelhauch.

Aus Dächerfirnen strahlt der Meere Glanzgebreite,Urwälder sind in Schlot und Balken hochgewachsen.Der Rauche rußiger Hain beschattet die Gemäuer.Der Krater Trichter schrumpften, schiefe Aschenzacken.

Aus Dächerfirnen strahlt der Meere Glanzgebreite,

Urwälder sind in Schlot und Balken hochgewachsen.

Der Rauche rußiger Hain beschattet die Gemäuer.

Der Krater Trichter schrumpften, schiefe Aschenzacken.

Der Wiesen Fluren tanzen um als Wimmelplätze.In langer Straßen Schluchten weinen Abendröten.Ein Quellenstrudelschwarm zum Himmel hetzetBei Kellertunnel-Not und Krach der Speicherböden . . .

Der Wiesen Fluren tanzen um als Wimmelplätze.

In langer Straßen Schluchten weinen Abendröten.

Ein Quellenstrudelschwarm zum Himmel hetzet

Bei Kellertunnel-Not und Krach der Speicherböden . . .

Berlin! Du weißer Großstadt Spinnenungeheuer!Orchester der Äonen! Feld der eisernen Schlacht!Dein schillernder Schlangenleib ward rasselnd aufgescheuert,Von der Geschwüre Schutt und Moder überdacht!

Berlin! Du weißer Großstadt Spinnenungeheuer!

Orchester der Äonen! Feld der eisernen Schlacht!

Dein schillernder Schlangenleib ward rasselnd aufgescheuert,

Von der Geschwüre Schutt und Moder überdacht!

Berlin! Du bäumst empor dich mit der Kuppeln Faust,Um die der Wetter Schwärme schmutzige Klumpen ballen!Europas mattes Herze träuft in deinen Krallen!Berlin! In dessen Brust die Brut der Fieber haust!

Berlin! Du bäumst empor dich mit der Kuppeln Faust,

Um die der Wetter Schwärme schmutzige Klumpen ballen!

Europas mattes Herze träuft in deinen Krallen!

Berlin! In dessen Brust die Brut der Fieber haust!

Berlin! Wie Donner rattert furchtbar dein Geröchel!Die heiße Luft sich auf die schlaffen Lungen drückt.D er Menschen Schlamm umwoget deine wurmichten Knöchel.Mit blauer Narben Kranze ist dein Haupt geschmückt!

Berlin! Wie Donner rattert furchtbar dein Geröchel!

Die heiße Luft sich auf die schlaffen Lungen drückt.

D er Menschen Schlamm umwoget deine wurmichten Knöchel.

Mit blauer Narben Kranze ist dein Haupt geschmückt!

Wir wohnen mit dem Monde in verlassener Klause,Der wandelt nieder auf der Firste schmalem Joche.Der Tage graue Gischt zu sternernen Küsten brauset.Auf Winkeltreppe ward ein Mädchen wüst zerstochen.

Wir wohnen mit dem Monde in verlassener Klause,

Der wandelt nieder auf der Firste schmalem Joche.

Der Tage graue Gischt zu sternernen Küsten brauset.

Auf Winkeltreppe ward ein Mädchen wüst zerstochen.

Wir lungern um die Staatsgebäude voll Gepränge.Wir halten Bomben für der Wagen Fahrt bereit.Die blonde Muse längs sich dem Kanale schlängelt,Quecksilberlicht aus Läden lila sie beschneit.

Wir lungern um die Staatsgebäude voll Gepränge.

Wir halten Bomben für der Wagen Fahrt bereit.

Die blonde Muse längs sich dem Kanale schlängelt,

Quecksilberlicht aus Läden lila sie beschneit.

Auf Pflaster Nebeldämpfe feuchte Wickel pressen.Auf trägem Damme erste Stadtbahnzüge schnaufen.Die alten Huren mit den ausgefranzten Fressen,Sie schleichen in den bleichen Morgen, den zerrauften . . .

Auf Pflaster Nebeldämpfe feuchte Wickel pressen.

Auf trägem Damme erste Stadtbahnzüge schnaufen.

Die alten Huren mit den ausgefranzten Fressen,

Sie schleichen in den bleichen Morgen, den zerrauften . . .

O Stadt der Schmerzen in Verzweiflung düsterer Zeit!Wann grünen auf die toten Bäume mit Geklinge?Wann steigt ihr Hügel an in weißer Schleier Kleid?Eisflächen, wann entfaltet ihr der Silber Schwinge?

O Stadt der Schmerzen in Verzweiflung düsterer Zeit!

Wann grünen auf die toten Bäume mit Geklinge?

Wann steigt ihr Hügel an in weißer Schleier Kleid?

Eisflächen, wann entfaltet ihr der Silber Schwinge?

Auf prasselnder Scheiter Haufen brennet der Prophet.Der Kirchen Türme ragen hager auf wie Galgen.Die Haare Flachs. Sein Leib auf Messingfüßen steht,Im Ofen heiß wie glühender Erzkoloß zerwalket.

Auf prasselnder Scheiter Haufen brennet der Prophet.

Der Kirchen Türme ragen hager auf wie Galgen.

Die Haare Flachs. Sein Leib auf Messingfüßen steht,

Im Ofen heiß wie glühender Erzkoloß zerwalket.

Und seine Stimme schwillt wie Wasserrauschen groß,Da löschet aus des Brandes Qual auf heiliges Zeichen.Ein fahles Schiff, das löset sich vom Ufer los,Sich das Gerüste hebt und in die Nacht entweichet. —

Und seine Stimme schwillt wie Wasserrauschen groß,

Da löschet aus des Brandes Qual auf heiliges Zeichen.

Ein fahles Schiff, das löset sich vom Ufer los,

Sich das Gerüste hebt und in die Nacht entweichet. —

Einst kommen wird der Tag! . . . Es rufet ihn der Dichter,Daß er aus Ursprungs Schächten schneller her euch reise!Des Feuers Geist ward der Geschlechter Totenrichter.Es zerren ihn herauf der Bettler Orgeln heiser.

Einst kommen wird der Tag! . . . Es rufet ihn der Dichter,

Daß er aus Ursprungs Schächten schneller her euch reise!

Des Feuers Geist ward der Geschlechter Totenrichter.

Es zerren ihn herauf der Bettler Orgeln heiser.

Einst kommen wird der Tag! . . . Die himmlischen Legionen,Sie wimmeln aus der Wolken Hitze mit Geschmetter.Es schlagen zu mit Knall der Häuser Särgebretter.Zerschmeißen euch. Es hallelujen Explosionen.

Einst kommen wird der Tag! . . . Die himmlischen Legionen,

Sie wimmeln aus der Wolken Hitze mit Geschmetter.

Es schlagen zu mit Knall der Häuser Särgebretter.

Zerschmeißen euch. Es hallelujen Explosionen.

Einst kommen wird der Tag! . . . Da mit des Zorns GeschreiDer Gott wie einst empört die milbige Kruste sprenget.Im Scherbenhorizonte treibt ein fetter Hai,Dem blutiger Leichen Fraß aus zackichtem Maule hänget.

Einst kommen wird der Tag! . . . Da mit des Zorns Geschrei

Der Gott wie einst empört die milbige Kruste sprenget.

Im Scherbenhorizonte treibt ein fetter Hai,

Dem blutiger Leichen Fraß aus zackichtem Maule hänget.

Für Josef Amberger

Er treibet durch die Straßen voller Ruh,Indes des Himmels Gründe Purpurröte färbet,Die Arme weit, die weißen Augen zu.Da flacher Bläuen Strahl ihn nicht verderbet

Er treibet durch die Straßen voller Ruh,

Indes des Himmels Gründe Purpurröte färbet,

Die Arme weit, die weißen Augen zu.

Da flacher Bläuen Strahl ihn nicht verderbet

Und nicht zerreißt mehr, ihn erhabenen Sinn. —Wo wirst du landen, Streuner, diese Nacht?An welche Ufer schlägst du müde hin?Verweinet und zerstöret? Ob du lachst?

Und nicht zerreißt mehr, ihn erhabenen Sinn. —

Wo wirst du landen, Streuner, diese Nacht?

An welche Ufer schlägst du müde hin?

Verweinet und zerstöret? Ob du lachst?

Ob du vielleicht dich in den schwarzen TräumenSo tief eingräbst, daß dich nicht Schrei aufschreckt?Ruhend, da Laub fällt von den Bäumen,Auf weichem Boden gut, sanft zugedeckt?

Ob du vielleicht dich in den schwarzen Träumen

So tief eingräbst, daß dich nicht Schrei aufschreckt?

Ruhend, da Laub fällt von den Bäumen,

Auf weichem Boden gut, sanft zugedeckt?

Ob du vom Hügel aus, der Nacht entrücket,Ins Land ausschaust, das heller Zukunft brennt?Ob du verweilest schwer, wo Ausschlag drücketMan in die Hand sich, Strom im Dunklen flennt?

Ob du vom Hügel aus, der Nacht entrücket,

Ins Land ausschaust, das heller Zukunft brennt?

Ob du verweilest schwer, wo Ausschlag drücket

Man in die Hand sich, Strom im Dunklen flennt?

Da Dottermond durch flatterndes GerippeVerbrannter Wolkenstädte rennet,Teilst du verzweifelt Äste und GestrüppeUnd flehest, daß dich Jener Stimme nenne?

Da Dottermond durch flatterndes Gerippe

Verbrannter Wolkenstädte rennet,

Teilst du verzweifelt Äste und Gestrüppe

Und flehest, daß dich Jener Stimme nenne?

„. . . Schon hebet sich mein Blick, an LampenmondenEntlang sich findend. Städteplatz schon brauset.Ich schlage wieder diesen Weg ein, den gewohnten,Doch mild, und Sterne nicht zerkrampfend in der Faust.

„. . . Schon hebet sich mein Blick, an Lampenmonden

Entlang sich findend. Städteplatz schon brauset.

Ich schlage wieder diesen Weg ein, den gewohnten,

Doch mild, und Sterne nicht zerkrampfend in der Faust.

Ein wenig aus dem Bleietag mich aufzuschwingenKam ich und daß zu dir empor ich eile,Geneigte Trösterin, mit heller Flöten SingenDen Bann entzaubernd die Gebresten heilend.

Ein wenig aus dem Bleietag mich aufzuschwingen

Kam ich und daß zu dir empor ich eile,

Geneigte Trösterin, mit heller Flöten Singen

Den Bann entzaubernd die Gebresten heilend.

Vor meinen Augen flimmern Leuchtemücken,Erst Punkte schwarz, die tanzen Surrerunden.Die Schatten schlagen schwarze Tücherbrücken.Es steigen Leitern, gläsern mondumwunden.“

Vor meinen Augen flimmern Leuchtemücken,

Erst Punkte schwarz, die tanzen Surrerunden.

Die Schatten schlagen schwarze Tücherbrücken.

Es steigen Leitern, gläsern mondumwunden.“

Aus öligem Hafen schwenken jetzt die Schiffe.Im Straßenschachte ein Betrunkener schlappt.Im Schein des vollen Monds, des blankgeschliffenen,Er strolcht durch seine große Stadt verkappt.

Aus öligem Hafen schwenken jetzt die Schiffe.

Im Straßenschachte ein Betrunkener schlappt.

Im Schein des vollen Monds, des blankgeschliffenen,

Er strolcht durch seine große Stadt verkappt.

Der Engel hütet Kranke. In den StierenEntschleudert er gewaltigen Aufruhrsang.Die Berge schauernd graus in Nächten frieren,Doch Wiesen psaltern lieblich bunt am Hang.

Der Engel hütet Kranke. In den Stieren

Entschleudert er gewaltigen Aufruhrsang.

Die Berge schauernd graus in Nächten frieren,

Doch Wiesen psaltern lieblich bunt am Hang.

Es werden Arm und Beine amputiert.Im dunklen Bauch des Krebses Blüte schwiert.Da wehet Lenzluft milde durch Spitäler.Er hocket stumm im Flackerschein der Mähler.

Es werden Arm und Beine amputiert.

Im dunklen Bauch des Krebses Blüte schwiert.

Da wehet Lenzluft milde durch Spitäler.

Er hocket stumm im Flackerschein der Mähler.

Ein finsteres Los ist allen uns gefallen.Nichts ward uns ganz und ungetrübt zuteil.Auf Dächergletschern wir verzweifelt wallen.Du zerre uns empor am Führerseil!

Ein finsteres Los ist allen uns gefallen.

Nichts ward uns ganz und ungetrübt zuteil.

Auf Dächergletschern wir verzweifelt wallen.

Du zerre uns empor am Führerseil!

Wie öffnet schauerig sich der Hölle Pforte!Jäh aufgerissen starrt der Erde Scholle.Geheul von einem Hund schwirrt in der Luft.Es schütteln schwarze Engel ihr Gefieder,Und durch die Nacht zuckt flammend Gottes Stoß.

Wie öffnet schauerig sich der Hölle Pforte!

Jäh aufgerissen starrt der Erde Scholle.

Geheul von einem Hund schwirrt in der Luft.

Es schütteln schwarze Engel ihr Gefieder,

Und durch die Nacht zuckt flammend Gottes Stoß.

Die Stiege, die ich nächtlich schwank, knarrt düster.Wir krümmen uns im Schweiß der Kavaliere.Der Sonne Tag blitzt falb, voll Blut und Gräuel.Wer mag an einer rauhen Brust leis wimmern?Ein Kleines rutscht in den Abort. Es platscht.

Die Stiege, die ich nächtlich schwank, knarrt düster.

Wir krümmen uns im Schweiß der Kavaliere.

Der Sonne Tag blitzt falb, voll Blut und Gräuel.

Wer mag an einer rauhen Brust leis wimmern?

Ein Kleines rutscht in den Abort. Es platscht.

Die Straße, die ich finster schreit, glotzt feindlich.Bin ich der Feind? Das Dunkel schwillt zum Loch.Die schlanke Brücke soll mich heute bergen.Mein Kopf zerplatzt, der Klumpen Haut und Blut.Die Straßenbahn stürzt die Allee herab.

Die Straße, die ich finster schreit, glotzt feindlich.

Bin ich der Feind? Das Dunkel schwillt zum Loch.

Die schlanke Brücke soll mich heute bergen.

Mein Kopf zerplatzt, der Klumpen Haut und Blut.

Die Straßenbahn stürzt die Allee herab.

Wir kauern an den Türen grau-versteckt.Des Haares Strähne baumelt schwank als Strick.Jetzt klatscht aus unseren Mänteln Wassersturz.Wir schlagen auf die großen Nebelflügel.Wir rinseln durch die Finsternis als Brand.

Wir kauern an den Türen grau-versteckt.

Des Haares Strähne baumelt schwank als Strick.

Jetzt klatscht aus unseren Mänteln Wassersturz.

Wir schlagen auf die großen Nebelflügel.

Wir rinseln durch die Finsternis als Brand.

Es jagt mich durch der Straßen Schächte hin.Ich hoffe Wunder, doch Verderbnis lauert.Wenn ein Klavier mich aus dem Wege schlägt . . .Ich kenne sie an ihrem TrippelschrittUnd Hängetasche, schiefem Federhut.

Es jagt mich durch der Straßen Schächte hin.

Ich hoffe Wunder, doch Verderbnis lauert.

Wenn ein Klavier mich aus dem Wege schlägt . . .

Ich kenne sie an ihrem Trippelschritt

Und Hängetasche, schiefem Federhut.

Wir tragen unsere Haare glatt gekämmt,Wir müssen auf gespannten Seilen tanzen.Vom Platze wirbelt Militärmusik.Der Fledermäuse-Schwestern falbe Wangen,Wir wollen sie mit weichen Händen streichen.

Wir tragen unsere Haare glatt gekämmt,

Wir müssen auf gespannten Seilen tanzen.

Vom Platze wirbelt Militärmusik.

Der Fledermäuse-Schwestern falbe Wangen,

Wir wollen sie mit weichen Händen streichen.

Nur manchmal darf man sich im Schlafe streckenSo lang und müd, daß alle Glieder singen.Und manchmal kann man in den schönen Abend stelzenAllein und in dem hohen Dome knieenUnd fallen süß zurück in einen Park.

Nur manchmal darf man sich im Schlafe strecken

So lang und müd, daß alle Glieder singen.

Und manchmal kann man in den schönen Abend stelzen

Allein und in dem hohen Dome knieen

Und fallen süß zurück in einen Park.

Daß sie vielleicht ein holdes Lächeln zeigt!Noch Tage Aufschub und noch manche NachtUnd spitz am Ufer blinkt ein kleines Licht.Ein schönes Schiff mit vollem Dampfe fährt.Triumphgeschmetter kreischet die Fabrik.

Daß sie vielleicht ein holdes Lächeln zeigt!

Noch Tage Aufschub und noch manche Nacht

Und spitz am Ufer blinkt ein kleines Licht.

Ein schönes Schiff mit vollem Dampfe fährt.

Triumphgeschmetter kreischet die Fabrik.

Ich pralle feuerig wider Gott und Welt.Ich spei Vernichtung, Haß, Verrat und Gift.In meinen Muskeln strömt Empörungskraft.Ein Akrobat ich mich im Zirkus schwinge,Ich spiel mit Kugeln, schleudere Messer weit.

Ich pralle feuerig wider Gott und Welt.

Ich spei Vernichtung, Haß, Verrat und Gift.

In meinen Muskeln strömt Empörungskraft.

Ein Akrobat ich mich im Zirkus schwinge,

Ich spiel mit Kugeln, schleudere Messer weit.

In unseren Grüften zieht es eisig-streng.In unseren Särgen schwiert ein kleines Loch.Jetzt hat ein toter Wurm den Ritz verstopft.Grün schillern Gase, steigen Dämpfe matt.Mit zackichter Fresse wandeln wir Gespenster.

In unseren Grüften zieht es eisig-streng.

In unseren Särgen schwiert ein kleines Loch.

Jetzt hat ein toter Wurm den Ritz verstopft.

Grün schillern Gase, steigen Dämpfe matt.

Mit zackichter Fresse wandeln wir Gespenster.

An langer Mauer stehn die Huren, angereiht wie Perlen.In Wolken duckt des Mondes grüne Katze sturzbereit.Der Sturm der Herbste wird die seidenen Spitzenröcke schwellen,Die werden leuchten auf wie Tulpen rot in nächtiger Zeit.

An langer Mauer stehn die Huren, angereiht wie Perlen.

In Wolken duckt des Mondes grüne Katze sturzbereit.

Der Sturm der Herbste wird die seidenen Spitzenröcke schwellen,

Die werden leuchten auf wie Tulpen rot in nächtiger Zeit.

Die Alten recken spähend ihrer welken Hälse StieleUnd züngeln, Flämmchen trübe, dünn empor am Kirchenhaus.Die Jungen stelzen üppig im BazargewühleUnd suchen Herrn mit Stöcken gold und neuem Ulsterflaus.

Die Alten recken spähend ihrer welken Hälse Stiele

Und züngeln, Flämmchen trübe, dünn empor am Kirchenhaus.

Die Jungen stelzen üppig im Bazargewühle

Und suchen Herrn mit Stöcken gold und neuem Ulsterflaus.

Sie schweben Statuen auf morscher Brücken Nebelpfade,Von kleinem Kreuz beschirmet, in des hölzernen Heiligen Hut.Sie streichen aus der Kammern Höhlengruft im Regenbade,Das platzet zischend, Bombenknall, in die verstörte Brut.

Sie schweben Statuen auf morscher Brücken Nebelpfade,

Von kleinem Kreuz beschirmet, in des hölzernen Heiligen Hut.

Sie streichen aus der Kammern Höhlengruft im Regenbade,

Das platzet zischend, Bombenknall, in die verstörte Brut.

Sie leuchten wieder, Lämpchen von der niederen Häuser KlippenUnd duften süßlich nach Parfüms und dem Odor der Seuche.Auf ihren samtenen Mützen weiße Reiherfedern wippenUnd schlummern sanft auf Polsterkissen runder Fuhrmannsbäuche.

Sie leuchten wieder, Lämpchen von der niederen Häuser Klippen

Und duften süßlich nach Parfüms und dem Odor der Seuche.

Auf ihren samtenen Mützen weiße Reiherfedern wippen

Und schlummern sanft auf Polsterkissen runder Fuhrmannsbäuche.

Sie stehen vor Gericht als Mordes einzige Eideszeugen.Sie sind des Uhrenraubs verdächtigt oft und angeklagt.Des Strizzis sicheren Aufenthalt beharrlichst sie verleugnen.Grauhaariger Onkel sie des Tags mit wüsten Lüstchen plagt.

Sie stehen vor Gericht als Mordes einzige Eideszeugen.

Sie sind des Uhrenraubs verdächtigt oft und angeklagt.

Des Strizzis sicheren Aufenthalt beharrlichst sie verleugnen.

Grauhaariger Onkel sie des Tags mit wüsten Lüstchen plagt.

Ein Dirigent hat heller Geigen Stimmen angefacht.Sie gähnen in Cafés und torkeln in den Bars besoffen.Sie knieen überrascht vor der Monstranze Pracht.In braunen Wirtschaftsgärten lungern sie, zerrauft und offen.

Ein Dirigent hat heller Geigen Stimmen angefacht.

Sie gähnen in Cafés und torkeln in den Bars besoffen.

Sie knieen überrascht vor der Monstranze Pracht.

In braunen Wirtschaftsgärten lungern sie, zerrauft und offen.

Sie prangen bunt in Reicher Galerieen, konterfeit.In blauen Höfen zucken ächzend sie bei Kämpfen wild.Die Harfenfrauen zittern in verworrener Dunkelheit.Papierlampione pendeln über großer Nummern Schild.

Sie prangen bunt in Reicher Galerieen, konterfeit.

In blauen Höfen zucken ächzend sie bei Kämpfen wild.

Die Harfenfrauen zittern in verworrener Dunkelheit.

Papierlampione pendeln über großer Nummern Schild.

Auf Karrenwagen rollen sie bewacht ins Hospital.Sie richten auf sich, schlagen Lärm und trümmern ein die ScheibenUnd brechen aus und dringen kreischend in den Sitzungssaal . . .In euere schmutzigen Winkel euch die Bajonette treiben!

Auf Karrenwagen rollen sie bewacht ins Hospital.

Sie richten auf sich, schlagen Lärm und trümmern ein die Scheiben

Und brechen aus und dringen kreischend in den Sitzungssaal . . .

In euere schmutzigen Winkel euch die Bajonette treiben!

Mit eueren Locken blond seid ihr die Musen blöder Dichter!Myrthenbekränzet schwebet ihr aus schwälender Feuer Pfuhl.Es wehen durch der Dämmer Fall die narbigen Gesichter.Ihr seid gestellt einst, Schwerterwächter, um der Gnade Stuhl . . .!

Mit eueren Locken blond seid ihr die Musen blöder Dichter!

Myrthenbekränzet schwebet ihr aus schwälender Feuer Pfuhl.

Es wehen durch der Dämmer Fall die narbigen Gesichter.

Ihr seid gestellt einst, Schwerterwächter, um der Gnade Stuhl . . .!

Sie schlendern langsam und gebückt in lauer Jahre Zug,Bis früher Frühling einst Gewand und Fleisch zerschleißet.Sie strecken ihre fahlen Arme aus zu letztem Flug.Sie schmücken sich in ihren Stuben kalt zur weiten Reise.

Sie schlendern langsam und gebückt in lauer Jahre Zug,

Bis früher Frühling einst Gewand und Fleisch zerschleißet.

Sie strecken ihre fahlen Arme aus zu letztem Flug.

Sie schmücken sich in ihren Stuben kalt zur weiten Reise.

„. . . O warme Nacht, du breitest milde Sterne und GefiederUm uns und schaukelst Walzer heimnisvoll an unseren Gang.Oft ists, als stückelten uns ruckweis ab der Körper GliederUnd finden plötzlich uns gealtert in den Spiegeln bang . . .“

„. . . O warme Nacht, du breitest milde Sterne und Gefieder

Um uns und schaukelst Walzer heimnisvoll an unseren Gang.

Oft ists, als stückelten uns ruckweis ab der Körper Glieder

Und finden plötzlich uns gealtert in den Spiegeln bang . . .“

Die habend heut beim Kriegerfeste schönes Geld geerbet,Sie kleben an den Tischchen frohvergnügt der Automaten.Das Holzklavier laut rasselnd sie zum Schiebertanze werbet.In Ecken und bei Weißbier sitzen steif die Akrobaten.

Die habend heut beim Kriegerfeste schönes Geld geerbet,

Sie kleben an den Tischchen frohvergnügt der Automaten.

Das Holzklavier laut rasselnd sie zum Schiebertanze werbet.

In Ecken und bei Weißbier sitzen steif die Akrobaten.

Zerkratzet sind die käsenen Wangen und der Leib voll Flecken.Ein Ankerwappen blüht, im Oberarm blau tätowiert.An den gespreizten Fingern gelbe Kettenringe stecken.Ein Nadelriß an dem verschminkten Rosenmunde schwiert.

Zerkratzet sind die käsenen Wangen und der Leib voll Flecken.

Ein Ankerwappen blüht, im Oberarm blau tätowiert.

An den gespreizten Fingern gelbe Kettenringe stecken.

Ein Nadelriß an dem verschminkten Rosenmunde schwiert.

Sie treten auf als Tänzerinnen und als Wunderdamen.Sie kreiseln singend auf den Pferdchen zahm der Karuselle.Sie steigen flüchtig durch Hotels, oft ändernd ihre Namen.Verschlupfen plötzlich über Winter in Provinzbordellen.

Sie treten auf als Tänzerinnen und als Wunderdamen.

Sie kreiseln singend auf den Pferdchen zahm der Karuselle.

Sie steigen flüchtig durch Hotels, oft ändernd ihre Namen.

Verschlupfen plötzlich über Winter in Provinzbordellen.

Sie promenieren in den Lüften auf gespannten Seilen.Sie zirpen Heimwehlieder traurig-matt im Cabaret.Sie sammeln Kupfermünzen, Waisenmädchen, an den Säulen.Sie lösen schluchzend sich bei Grammophonkonzert mit Tee.

Sie promenieren in den Lüften auf gespannten Seilen.

Sie zirpen Heimwehlieder traurig-matt im Cabaret.

Sie sammeln Kupfermünzen, Waisenmädchen, an den Säulen.

Sie lösen schluchzend sich bei Grammophonkonzert mit Tee.

„. . . Sind wir gewandelt unsere schlimmen Stunden grimmigheiser!Es ist, als sei ein Brief von fern gekommen, der uns ruft.Laternen strömen über, unserer Wege schale Weiser.Verlassen wollen wir Quartier dich, feuchter Tränen Gruft! . . .“

„. . . Sind wir gewandelt unsere schlimmen Stunden grimmigheiser!

Es ist, als sei ein Brief von fern gekommen, der uns ruft.

Laternen strömen über, unserer Wege schale Weiser.

Verlassen wollen wir Quartier dich, feuchter Tränen Gruft! . . .“

Sie packen fiebernd ein, sie stapeln hoch der Wäsche Körbe.Vergilbte Vorhänge bedecken Wirtinnen verweint.Sie reißen hoch sich, schlingend um der schwarzen Mäntel Schärpe.Sie sammeln sich wie dürre Rabenschar in finsterm Hain.

Sie packen fiebernd ein, sie stapeln hoch der Wäsche Körbe.

Vergilbte Vorhänge bedecken Wirtinnen verweint.

Sie reißen hoch sich, schlingend um der schwarzen Mäntel Schärpe.

Sie sammeln sich wie dürre Rabenschar in finsterm Hain.

Sie stampfen auf und schwenken dröhnend ihre HängetaschenUnd flüstern, wie ein Hauch im Wald, sich zu des Kriegs ParoleUnd ordnen sich zum Vorwärtsmarsch, die himmlischen Apachen,Mit der Kapellen Chor, die bläst des Schlummers Barkarole.

Sie stampfen auf und schwenken dröhnend ihre Hängetaschen

Und flüstern, wie ein Hauch im Wald, sich zu des Kriegs Parole

Und ordnen sich zum Vorwärtsmarsch, die himmlischen Apachen,

Mit der Kapellen Chor, die bläst des Schlummers Barkarole.

„. . . Wir kommen mit der schwefelnden Sonne Glanzesflor bekleidet,Wir tauchen Wildnis auf vor euch und jagender Schrecken Heer.Wo ist der starke Mann und wo das Meer bereitetFür uns, die Wasserbrunnen aus den zerstürzten Schächten her?

„. . . Wir kommen mit der schwefelnden Sonne Glanzesflor bekleidet,

Wir tauchen Wildnis auf vor euch und jagender Schrecken Heer.

Wo ist der starke Mann und wo das Meer bereitet

Für uns, die Wasserbrunnen aus den zerstürzten Schächten her?

Ihr Mütter! Mütter! Wahret euere Söhne in den Häusern!Wir spritzen Gift, in spätem Abende erweckte Nattern.Ihr Mütter höret: — unsere armen Püppchen quietschen leise.Wir fegen wie die Föhne durch die Straßen mit Geratter.

Ihr Mütter! Mütter! Wahret euere Söhne in den Häusern!

Wir spritzen Gift, in spätem Abende erweckte Nattern.

Ihr Mütter höret: — unsere armen Püppchen quietschen leise.

Wir fegen wie die Föhne durch die Straßen mit Geratter.

Wacht auf! Wacht auf! Wir schnellten blitzend aus der Gräber Schluchten.Wacht auf! Wir ticken an die stummen Fenster, die zerspringen!Wacht auf! Euch schmettern nieder die Posaunen der Verfluchten.Wacht auf! Wir flammen haßgeschürt und spucken Galle bitter!

Wacht auf! Wacht auf! Wir schnellten blitzend aus der Gräber Schluchten.

Wacht auf! Wir ticken an die stummen Fenster, die zerspringen!

Wacht auf! Euch schmettern nieder die Posaunen der Verfluchten.

Wacht auf! Wir flammen haßgeschürt und spucken Galle bitter!

Wir werden sein verruchter Jugendliebe grause Rächer.Auf fetter Bürger Buckel flitzen unsere Peitschengürtel.Wir jauchzen, Böller krachend, auf in höllischem Gelächter.Der Erde Festen wanken. Himmel brechen ein erschüttert.

Wir werden sein verruchter Jugendliebe grause Rächer.

Auf fetter Bürger Buckel flitzen unsere Peitschengürtel.

Wir jauchzen, Böller krachend, auf in höllischem Gelächter.

Der Erde Festen wanken. Himmel brechen ein erschüttert.

Empfanget uns: die wir aus eisigen Särgen aufgefahren,Die wir auf schattenen Koturnen herrlich sternwärts schwanken.Die kranken Schwestern tragen wir verzückt auf Sträucherbahren.In unseren gebleichten Haaren spielen Strahlenranken.

Empfanget uns: die wir aus eisigen Särgen aufgefahren,

Die wir auf schattenen Koturnen herrlich sternwärts schwanken.

Die kranken Schwestern tragen wir verzückt auf Sträucherbahren.

In unseren gebleichten Haaren spielen Strahlenranken.

Die Huren werden grinsend euere Einsamkeit belauern.Die Huren werden euch in böser Träume Schlaf erwürgen.Die Huren werden um die Kindheit furchtbar opfernd trauern.Die Huren werden euerer Städte gläsernen Bau zerwirken!“ . . .

Die Huren werden grinsend euere Einsamkeit belauern.

Die Huren werden euch in böser Träume Schlaf erwürgen.

Die Huren werden um die Kindheit furchtbar opfernd trauern.

Die Huren werden euerer Städte gläsernen Bau zerwirken!“ . . .

— — — Sie ziehen heulend auf, Gewitter in den Höhen finster.Der Horizonte Augenlid eröffnet sich, entzündet.Sie schreiten aus im Morgenrot, scharlachene Gespenster,Mit silbernen Schwanenflügeln, die klirrend tönen in den Winden.

— — — Sie ziehen heulend auf, Gewitter in den Höhen finster.

Der Horizonte Augenlid eröffnet sich, entzündet.

Sie schreiten aus im Morgenrot, scharlachene Gespenster,

Mit silbernen Schwanenflügeln, die klirrend tönen in den Winden.

Ich bin der Wald voll Dunkelheit und Nässe.Ich bin der Wald, den du sollst nicht besuchen,Der Kerker, daraus braust die wilde Messe,Mit der ich Gott, das Scheusal alt, verfluche.

Ich bin der Wald voll Dunkelheit und Nässe.

Ich bin der Wald, den du sollst nicht besuchen,

Der Kerker, daraus braust die wilde Messe,

Mit der ich Gott, das Scheusal alt, verfluche.

Ich bin der Wald, der muffige Kasten groß.Zieht ein in mich mit Schmerzgeschrei, Verlorene!Ich bette euere Schädel weich in faules Moos,Versinkt in mir, in Schlamm und Teich, Verlorene!

Ich bin der Wald, der muffige Kasten groß.

Zieht ein in mich mit Schmerzgeschrei, Verlorene!

Ich bette euere Schädel weich in faules Moos,

Versinkt in mir, in Schlamm und Teich, Verlorene!

Ich bin der Wald, wie Sarg schwarz rings umhangen,Mit Blätterbäumen lang und komisch ausgerenkt.In meiner Finsternis war Gott zugrund gegangen . . .Ich nasser Docht, der niemals Feuer fängt.

Ich bin der Wald, wie Sarg schwarz rings umhangen,

Mit Blätterbäumen lang und komisch ausgerenkt.

In meiner Finsternis war Gott zugrund gegangen . . .

Ich nasser Docht, der niemals Feuer fängt.

Horcht, wie es aus schimmlichten Sümpfen rauntUnd trommelt grinsend mit der Scherben Klapper!Versteckt in jauchichtem Moore frech posauntEin Käfer flach mit Gabelhorn auf schwarzer Kappe.

Horcht, wie es aus schimmlichten Sümpfen raunt

Und trommelt grinsend mit der Scherben Klapper!

Versteckt in jauchichtem Moore frech posaunt

Ein Käfer flach mit Gabelhorn auf schwarzer Kappe.

Nehmt euch in Acht vor mir, heimtückisch-kalt!Der Boden brüchig öffnet sich, es spinntEuch ein mein Astwerk dicht, es knalltGewitter auf in berstendem Labyrinth.

Nehmt euch in Acht vor mir, heimtückisch-kalt!

Der Boden brüchig öffnet sich, es spinnt

Euch ein mein Astwerk dicht, es knallt

Gewitter auf in berstendem Labyrinth.

Doch du bist Ebene . . . Voll Sang, mit flatternder Mähne,Von sanftem Luftzug glatt zurückgekämmt.Gekniet vor mich, von stechender Hagel TränenAus globiger Wolken Schaff grau überschwemmt.

Doch du bist Ebene . . . Voll Sang, mit flatternder Mähne,

Von sanftem Luftzug glatt zurückgekämmt.

Gekniet vor mich, von stechender Hagel Tränen

Aus globiger Wolken Schaff grau überschwemmt.

Ich bin der Wald, der einmal lächelt nur,Wenn du ihn fern mit warmem Wind bestreichst.Weicher umschlinget dürren Hals die Schnur.Böses Getier sich in die Höhlen schleicht.

Ich bin der Wald, der einmal lächelt nur,

Wenn du ihn fern mit warmem Wind bestreichst.

Weicher umschlinget dürren Hals die Schnur.

Böses Getier sich in die Höhlen schleicht.

Die Toten singen, Vögel aufgewacht,Von farbenen Strahlen blendend illuminiert.Heulender Hund, verreckt die böse Nacht.Duftender Saft aus Wundenlöchern schwiert.

Die Toten singen, Vögel aufgewacht,

Von farbenen Strahlen blendend illuminiert.

Heulender Hund, verreckt die böse Nacht.

Duftender Saft aus Wundenlöchern schwiert.

Du bist die Ebene . . . Hoch schwanket die ZitroneVerfallenden Mondes über deinem Scheitel grad.Du schläferst ein mich Strolch mit schwerem Mohne,Du, die im Traum ihm, blonder Engel, nahst.

Du bist die Ebene . . . Hoch schwanket die Zitrone

Verfallenden Mondes über deinem Scheitel grad.

Du schläferst ein mich Strolch mit schwerem Mohne,

Du, die im Traum ihm, blonder Engel, nahst.

Ich bin der Wald . . . Goldbäche mir entsprungen,Sie rascheln durch Schlinggräser mit Geflüster.Wie Schlangen sanft mit langen Nadelzungen.Es raset über mir der Sterne Lüster.

Ich bin der Wald . . . Goldbäche mir entsprungen,

Sie rascheln durch Schlinggräser mit Geflüster.

Wie Schlangen sanft mit langen Nadelzungen.

Es raset über mir der Sterne Lüster.

Ich bin der Wald . . . Aufprasseln euere LänderIn meines letzten Brandes blutigem Höllenschein.Es knicken um der eisigen Berge Bänder,Gell springt der Meere flüssiges Gestein.

Ich bin der Wald . . . Aufprasseln euere Länder

In meines letzten Brandes blutigem Höllenschein.

Es knicken um der eisigen Berge Bänder,

Gell springt der Meere flüssiges Gestein.

Ich bin der Wald, der fährt durch abendliche Welt, gelöstVom Grund, verbreitend euch betäubenden Geruch,Bis meine Flamme grell den Horizont durchstößt,Der löscht, der deckt mich zu mit rosenem Tuch.

Ich bin der Wald, der fährt durch abendliche Welt, gelöst

Vom Grund, verbreitend euch betäubenden Geruch,

Bis meine Flamme grell den Horizont durchstößt,

Der löscht, der deckt mich zu mit rosenem Tuch.

Es ward der Blumen Wiese Gewölbe meines Grabes.Aus meiner Trümmer Hallen sprießen empor der bunten Sträuße viel.Da jene Ebene sank zu mir hinab,Wie klingen wir schön, harmonisch Orgelspiel.

Es ward der Blumen Wiese Gewölbe meines Grabes.

Aus meiner Trümmer Hallen sprießen empor der bunten Sträuße viel.

Da jene Ebene sank zu mir hinab,

Wie klingen wir schön, harmonisch Orgelspiel.

Ich bin der Wald . . . Ich dringe leis durch euere Schlafe,Da Lästerung und Raub und Mord ward abgebüßt,Ich nicht Verhängnis mehr und schneidende Strafe.Mein Dunkel euere brennenden Augen schließt.

Ich bin der Wald . . . Ich dringe leis durch euere Schlafe,

Da Lästerung und Raub und Mord ward abgebüßt,

Ich nicht Verhängnis mehr und schneidende Strafe.

Mein Dunkel euere brennenden Augen schließt.

Schon rüsten Wanderaffen sich und BambusstangenDie stellen sie als Zeichen vor den großen Zug,Zerzausen meckernd mit der Hände PrankenGevögel weiß, gehascht aus bitterem Flug,

Schon rüsten Wanderaffen sich und Bambusstangen

Die stellen sie als Zeichen vor den großen Zug,

Zerzausen meckernd mit der Hände Pranken

Gevögel weiß, gehascht aus bitterem Flug,

Und Weite schwillt, das längst verreckte Tier,Zerfault, mit aufgetriebenem Schimmelbauch.In nassen Waldverstecken lauern wir.Rollt bald ein Kugelmond herauf? — Der giftige Hauch

Und Weite schwillt, das längst verreckte Tier,

Zerfault, mit aufgetriebenem Schimmelbauch.

In nassen Waldverstecken lauern wir.

Rollt bald ein Kugelmond herauf? — Der giftige Hauch

Von grünen Winden an die Bäume rührt,Die klappern mit den hageren Fingerästen.. . . Bist du der Strom, der über Berge führt? . . .

Von grünen Winden an die Bäume rührt,

Die klappern mit den hageren Fingerästen.

. . . Bist du der Strom, der über Berge führt? . . .

Nahst du, nahst du, du großer Käfigkasten,Du Sarg mit Segelwolke, rotgeschürtUnd hüllest, Nacht du, trauernde Phantasten?!

Nahst du, nahst du, du großer Käfigkasten,

Du Sarg mit Segelwolke, rotgeschürt

Und hüllest, Nacht du, trauernde Phantasten?!

Hohe heilige Bläue,Schrei aus Verwesung, Grab und Nacht.Darf ich mich wieder freuen?Ich bin dir dargebracht.

Hohe heilige Bläue,

Schrei aus Verwesung, Grab und Nacht.

Darf ich mich wieder freuen?

Ich bin dir dargebracht.

Deine rauhen Hände faltenSich, mir spendend Segen.Deine entzündeten Augen walten,Wie flackernde Lämpchen auf schwarzem Grubenwege.

Deine rauhen Hände falten

Sich, mir spendend Segen.

Deine entzündeten Augen walten,

Wie flackernde Lämpchen auf schwarzem Grubenwege.

Deine zerklüfteten Wangen schlagenLeichte an. Es heult ein Hund.Ich schreite entgegen glücklicheren Tagen.Sterne wirbeln rings im Bund.

Deine zerklüfteten Wangen schlagen

Leichte an. Es heult ein Hund.

Ich schreite entgegen glücklicheren Tagen.

Sterne wirbeln rings im Bund.

Ich mich wild empöre,Zornig reißt es mich dahin.ErhöreMich! Ich stammle auf den Knien.

Ich mich wild empöre,

Zornig reißt es mich dahin.

Erhöre

Mich! Ich stammle auf den Knien.

Wie lang ich noch verweile?Trenn auf des Leibes Naht!Mich raffen hin Verzweiflungs giftige Pfeile.Du aber stürzest mich in Tränenguß und Bad.

Wie lang ich noch verweile?

Trenn auf des Leibes Naht!

Mich raffen hin Verzweiflungs giftige Pfeile.

Du aber stürzest mich in Tränenguß und Bad.

O Reinigung du, o Bad!Abkehr irdischen Staubs!Deiner Haare goldenes LaubBelebt den Tod, verklärt die schlimme Tat.

O Reinigung du, o Bad!

Abkehr irdischen Staubs!

Deiner Haare goldenes Laub

Belebt den Tod, verklärt die schlimme Tat.

O schleichet durch die Nächte! Sie erlaben.Da werden Tag und Schmerz und Wunsch heraufgespült.Wir Blinden balde Seheaugen haben,Uns Öfen heiß mildere Witterung kühlt.

O schleichet durch die Nächte! Sie erlaben.

Da werden Tag und Schmerz und Wunsch heraufgespült.

Wir Blinden balde Seheaugen haben,

Uns Öfen heiß mildere Witterung kühlt.

Hast du gesehen jenen Mensch, der fiel?Er schnappte feixend in die Welt hinaus.Schon blauet Nacht. Nun ist er Drang wie Ziel,Der Stern im Baum, der fernsten Länder Braus.

Hast du gesehen jenen Mensch, der fiel?

Er schnappte feixend in die Welt hinaus.

Schon blauet Nacht. Nun ist er Drang wie Ziel,

Der Stern im Baum, der fernsten Länder Braus.

Er tönet ausgesöhnt mit allen StückenUnd aufgelöst in den Zusammenhang.Wir Lahmen tuen ab die HolperkrückenUnd schreiten aus in fabelhaftem Gang.

Er tönet ausgesöhnt mit allen Stücken

Und aufgelöst in den Zusammenhang.

Wir Lahmen tuen ab die Holperkrücken

Und schreiten aus in fabelhaftem Gang.

Wir Arme füllen uns. Die Trauer tanzetUnd alles jauchzet, völlig eingewohnt.Wir schöpfen aus der dunklen Troge KranzeEwigen Trank, den gelben Wonnemond.

Wir Arme füllen uns. Die Trauer tanzet

Und alles jauchzet, völlig eingewohnt.

Wir schöpfen aus der dunklen Troge Kranze

Ewigen Trank, den gelben Wonnemond.

Es dehnet Wald schon weit sich. Helle WiesenVon dicken Mooren überfließen.Es berstet kreischend irdisches Gewand.Es greifen aus die Berge, gute Riesen.Die Meere nagen an der Himmel Rand.

Es dehnet Wald schon weit sich. Helle Wiesen

Von dicken Mooren überfließen.

Es berstet kreischend irdisches Gewand.

Es greifen aus die Berge, gute Riesen.

Die Meere nagen an der Himmel Rand.

Wenn wir im Dunkel schlagen uns zum Flusse,Der Hagel Schauer übers Haupt uns brechen:Erwählte Führer ihr der irdischen Fahrt,Als Flammen Türme in der Wetter Schwall!

Wenn wir im Dunkel schlagen uns zum Flusse,

Der Hagel Schauer übers Haupt uns brechen:

Erwählte Führer ihr der irdischen Fahrt,

Als Flammen Türme in der Wetter Schwall!

Da Leuchten in der Wolken Höhle kriechen,Gerüste zucken nieder im Verfall.Wir rufen euch, wir dünne Schar der Siechen,Die heulet mit der Donner gellem Hall.

Da Leuchten in der Wolken Höhle kriechen,

Gerüste zucken nieder im Verfall.

Wir rufen euch, wir dünne Schar der Siechen,

Die heulet mit der Donner gellem Hall.

Wie Balsamschalen, die einst Engel streuten,Schafft Ruhe ihr dem aufgereizten Land,Daß wild die Pferde vor den Droschken scheuen,Und euer Denkmal loht als Feuers Brand.

Wie Balsamschalen, die einst Engel streuten,

Schafft Ruhe ihr dem aufgereizten Land,

Daß wild die Pferde vor den Droschken scheuen,

Und euer Denkmal loht als Feuers Brand.

Rimbaud, Kleist und Baudelaire —(. . . um deren Haupt des Ruhmes Binde weht . . .)Euch grüßt der Dichter, der zerrauft und leer,Ein Bettler orgelnd auf dem Platze steht,

Rimbaud, Kleist und Baudelaire —

(. . . um deren Haupt des Ruhmes Binde weht . . .)

Euch grüßt der Dichter, der zerrauft und leer,

Ein Bettler orgelnd auf dem Platze steht,

Verwahrlost und vertrottelt zu der Helle,Dem Lichte zu wie ein Insekte irrt,Bis sich sein Lumpenflaus entzündet, grelleEr Bundesstern in euerem Bilde schwirrt.

Verwahrlost und vertrottelt zu der Helle,

Dem Lichte zu wie ein Insekte irrt,

Bis sich sein Lumpenflaus entzündet, grelle

Er Bundesstern in euerem Bilde schwirrt.

„Und da er auf dem Wege war, und nahe beiDamaskus kam, umleuchtete ihn plötzlich einLicht vom Himmel . . .“

Mond in rosa Wolken steht,Die verwittern schnell, verdunkeln.Gletscher fern herüberweht.Fenster und Laternen funkeln.

Mond in rosa Wolken steht,

Die verwittern schnell, verdunkeln.

Gletscher fern herüberweht.

Fenster und Laternen funkeln.

Heller Gärten Walzer nahen.Nimm mich hin, du schöner Traum!Menschen, Tiere, Häuser klagen.Tief im Fluß vergeht ein Baum.

Heller Gärten Walzer nahen.

Nimm mich hin, du schöner Traum!

Menschen, Tiere, Häuser klagen.

Tief im Fluß vergeht ein Baum.

Ach, ich möchte weiter schickenKörper dich von irdischem Ort!Berge, Städte, Landschaft, BrückenStehn schon auf und wirbeln fort . . .

Ach, ich möchte weiter schicken

Körper dich von irdischem Ort!

Berge, Städte, Landschaft, Brücken

Stehn schon auf und wirbeln fort . . .

Waldung schwanket. In den HaarenWühlet knöcherne Hand.Es kommen an die heiligen Scharen.Es dröhnet mein Gewand.

Waldung schwanket. In den Haaren

Wühlet knöcherne Hand.

Es kommen an die heiligen Scharen.

Es dröhnet mein Gewand.

Ich ward wie Meer, doch ohne Sturm,Und Ebene ausgestreckt,Aus meinem Munde wächst ein Turm,Wald und Gebirg sich reckt.

Ich ward wie Meer, doch ohne Sturm,

Und Ebene ausgestreckt,

Aus meinem Munde wächst ein Turm,

Wald und Gebirg sich reckt.

Wie herrlich hin ich aufgegangen!In meinen Augen schläft der Mond.In meinem Blut schon Sterne fangenZu kreisen an mit leisem Ton.

Wie herrlich hin ich aufgegangen!

In meinen Augen schläft der Mond.

In meinem Blut schon Sterne fangen

Zu kreisen an mit leisem Ton.

Des Nachts muß ich zerpeitscht durch helle Gassen springen,Des Tags soll ich vor euch von Auferstehung singen,Den wunden Körper in die rauhe Kleidung zwingen.Ich möchte schlafend tief in Schmerzen weiterschwingen.Des Nachts muß ich zerpeitscht durch helle Gassen springen.

Des Nachts muß ich zerpeitscht durch helle Gassen springen,

Des Tags soll ich vor euch von Auferstehung singen,

Den wunden Körper in die rauhe Kleidung zwingen.

Ich möchte schlafend tief in Schmerzen weiterschwingen.

Des Nachts muß ich zerpeitscht durch helle Gassen springen.

Ich fühl mich einem roten Weibe ganz verbunden.Was wirft mich Einsamen in giftig-bittere Stunden?Daß schweife ich ein Hund im Mond durch helle Runden.Ach, ihre große Schönheit habe ich erfunden.Ich fühl mich einem roten Weibe ganz verbunden.

Ich fühl mich einem roten Weibe ganz verbunden.

Was wirft mich Einsamen in giftig-bittere Stunden?

Daß schweife ich ein Hund im Mond durch helle Runden.

Ach, ihre große Schönheit habe ich erfunden.

Ich fühl mich einem roten Weibe ganz verbunden.

Sie wird in einer großen fremden Stadt wohl weilen.Sie muß ihr Bett mit dicken Kavalieren teilen.Soll ich mich zu ihr flüchten, heftig zu ihr eilen?Sie kann allein mich trösten, sie versteht zu heilen.Sie wird in einer großen fremden Stadt wohl weilen.

Sie wird in einer großen fremden Stadt wohl weilen.

Sie muß ihr Bett mit dicken Kavalieren teilen.

Soll ich mich zu ihr flüchten, heftig zu ihr eilen?

Sie kann allein mich trösten, sie versteht zu heilen.

Sie wird in einer großen fremden Stadt wohl weilen.

Ich will dich Liebste nicht in anderen genießen.Du sollst vergöttert sein von mir und hoch gepriesen.Ich will demütig-fromm im ewigen Meer zerfließen.Kalt ists, als ob schon Winters spitze Stürme bliesen.Ich will dich Liebste nicht in anderen genießen.

Ich will dich Liebste nicht in anderen genießen.

Du sollst vergöttert sein von mir und hoch gepriesen.

Ich will demütig-fromm im ewigen Meer zerfließen.

Kalt ists, als ob schon Winters spitze Stürme bliesen.

Ich will dich Liebste nicht in anderen genießen.

Oft, wenn ich irre schüchtern tastend schwanken Weg,Läufst du nicht rufend über nassen Fahrdamm schräg?Ein jäher Lichtsturz meinen besten Traum zerschlägt.Die wilde Nacht um mich die scharfen Krallen legt.Oft wenn ich irre schüchtern tastend schwanken Weg.

Oft, wenn ich irre schüchtern tastend schwanken Weg,

Läufst du nicht rufend über nassen Fahrdamm schräg?

Ein jäher Lichtsturz meinen besten Traum zerschlägt.

Die wilde Nacht um mich die scharfen Krallen legt.

Oft wenn ich irre schüchtern tastend schwanken Weg.

Kehrst du mir nie zurück von deinen fernen Fahrten?Des Winters stampfe ich durch manchen öden Garten.Darf ich vielleicht dich mit den Blumen bald erwarten?O Erde, Blüten, Winter decket den Genarrten!Du kehrst mir nie zurück von deinen fernen Fahrten.

Kehrst du mir nie zurück von deinen fernen Fahrten?

Des Winters stampfe ich durch manchen öden Garten.

Darf ich vielleicht dich mit den Blumen bald erwarten?

O Erde, Blüten, Winter decket den Genarrten!

Du kehrst mir nie zurück von deinen fernen Fahrten.

Goldener Mond an weißen Wolkenfasern,Der du Welt zu hellen Klagen stimmst!Tiere schreien auf aus ihren Schlafen.Zug in anderes Dasein schwimmt.

Goldener Mond an weißen Wolkenfasern,

Der du Welt zu hellen Klagen stimmst!

Tiere schreien auf aus ihren Schlafen.

Zug in anderes Dasein schwimmt.

Muß ich wieder denken jenerAuf den Bänken oder unterm Tor —Weih ich Ihnen diese nächtige Träne,Treten sie auf Strahlenbrücken vor.

Muß ich wieder denken jener

Auf den Bänken oder unterm Tor —

Weih ich Ihnen diese nächtige Träne,

Treten sie auf Strahlenbrücken vor.

Ach, durch euch schon längst hindurchgegangenStadt, Gebirg und Wald!Nehme jetzt im kühlen FlusseLetzten Aufenthalt.

Ach, durch euch schon längst hindurchgegangen

Stadt, Gebirg und Wald!

Nehme jetzt im kühlen Flusse

Letzten Aufenthalt.

Könnt ich jene fernen Hügel fassen,Wenn Nacht drosselt Zwinkerlampen aus,Mich zu jener Insel glänzend schweben lassen,Wo du bist zu Haus!

Könnt ich jene fernen Hügel fassen,

Wenn Nacht drosselt Zwinkerlampen aus,

Mich zu jener Insel glänzend schweben lassen,

Wo du bist zu Haus!

Die Damen blühen, reiche Blumensträuße.Es weben Düfte über Laubgeländen.Die Straßen wandern Bäume. StädtehäuserVergehen blaß. Theaterplätze blenden.

Die Damen blühen, reiche Blumensträuße.

Es weben Düfte über Laubgeländen.

Die Straßen wandern Bäume. Städtehäuser

Vergehen blaß. Theaterplätze blenden.

Wir schwinden, Melodie, in deinen Flügeln,Ihr Schlager einst aus Kneipen und Kaschemmen,Doch unbedingter jetzt! Zu weißen Hügeln,Ein Strom vertraut uns, blöde Tiere, schwemmet.

Wir schwinden, Melodie, in deinen Flügeln,

Ihr Schlager einst aus Kneipen und Kaschemmen,

Doch unbedingter jetzt! Zu weißen Hügeln,

Ein Strom vertraut uns, blöde Tiere, schwemmet.

In schönen Gegenden bald aufgegangen,Wir in den Wäldern, wir am Flusse stehn,Abwaschend unsere geschminkten Wangen:Als Engel groß wir durch die Räume gehn.

In schönen Gegenden bald aufgegangen,

Wir in den Wäldern, wir am Flusse stehn,

Abwaschend unsere geschminkten Wangen:

Als Engel groß wir durch die Räume gehn.

Wir sind die Heiligen, die euch beglücken,Mit unserem Atem löschend Brände leis.Nach den Gestrauchelten wir gern uns bücken,Wir bringen heim den irrgewordenen Greis.

Wir sind die Heiligen, die euch beglücken,

Mit unserem Atem löschend Brände leis.

Nach den Gestrauchelten wir gern uns bücken,

Wir bringen heim den irrgewordenen Greis.

O blicket auf! Wir fliegen über dem GeschwärleDer irdischen Mädchen, die zum Schluchzen schön,Wo brüllet laut der Biergesang der Kerle,Die gierig schwärmen wie der Lenze Föhn.

O blicket auf! Wir fliegen über dem Geschwärle

Der irdischen Mädchen, die zum Schluchzen schön,

Wo brüllet laut der Biergesang der Kerle,

Die gierig schwärmen wie der Lenze Föhn.

Wir wallen, von Trompetenbraus umbrandet,Und unter Strahlen, die sich kreuzen schräg.Wir treiben los vom Fels, auf dem gestrandet,Wir nicht mehr hofften, daß ein Sturm fortfegt

Wir wallen, von Trompetenbraus umbrandet,

Und unter Strahlen, die sich kreuzen schräg.

Wir treiben los vom Fels, auf dem gestrandet,

Wir nicht mehr hofften, daß ein Sturm fortfegt

Uns Wracks. In goldenen Äthers Glast gewandetUns Adler öffnen den verworrenen Weg.Verhüllet noch von Dunst der Ufer Lande.Wir schwanken auf der Wogen jähem Steg.

Uns Wracks. In goldenen Äthers Glast gewandet

Uns Adler öffnen den verworrenen Weg.

Verhüllet noch von Dunst der Ufer Lande.

Wir schwanken auf der Wogen jähem Steg.

Nochmals Musik in unerhörtem Schwalle!Die Arme strecket aus, begrüßend alleAuftauchend aus Verschüttung neue Stätte!

Nochmals Musik in unerhörtem Schwalle!

Die Arme strecket aus, begrüßend alle

Auftauchend aus Verschüttung neue Stätte!

Noch klirren unter furchtbarem KrawalleGewaltiger Kriege langer Donner Ketten.Doch Himmel, Himmel sinken, die uns retten.

Noch klirren unter furchtbarem Krawalle

Gewaltiger Kriege langer Donner Ketten.

Doch Himmel, Himmel sinken, die uns retten.

Wir sind zermalmt für euerer Freuden Welt.Ja, unter Lobgesängen in der großen StundeWächst hoch zu Gott empor in ewigem BundeDie Menschheit. Unserer Schmerzen Leib zerfällt.

Wir sind zermalmt für euerer Freuden Welt.

Ja, unter Lobgesängen in der großen Stunde

Wächst hoch zu Gott empor in ewigem Bunde

Die Menschheit. Unserer Schmerzen Leib zerfällt.

Wir sind zermalmt für euerer Freuden Welt.Wenn Donner dröhnend in die Runde kracht,— Kanonenfutter wir in letzter Schlacht —Da unser Sturm an Salven breit zerschellt.

Wir sind zermalmt für euerer Freuden Welt.

Wenn Donner dröhnend in die Runde kracht,

— Kanonenfutter wir in letzter Schlacht —

Da unser Sturm an Salven breit zerschellt.


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