Chapter 2

Die weiße Straße führt heraus ins Weite,Am Wege rasten Schnitter, rufen Grüße,Sanft steigen Berge nackt aus weichen Wiesen,Am Felsen hockt Kind Schnee, schwankt hin Gestrüpp,Mit aufgerissnen Augen blauer SeeSingt stille Fahrt und müde Gondellieder.

Die weiße Straße führt heraus ins Weite,

Am Wege rasten Schnitter, rufen Grüße,

Sanft steigen Berge nackt aus weichen Wiesen,

Am Felsen hockt Kind Schnee, schwankt hin Gestrüpp,

Mit aufgerissnen Augen blauer See

Singt stille Fahrt und müde Gondellieder.

Den heißen Hals küßt ferner Wind,Ein Wolkennacken überm Dorf sich stemmt,Beugt an den Mauern Blumen bunt zu Boden.Es läuten Glocken, Mittag träumend liegt,Heim kommen Herden, Kinder knien im Hof;Am Baum ein Mädchen: Mund und Haar und Erde. —Schweigende Trauer am Himmel gelehntFühre heran deine milden Hände,Gleite um Schulter kühler Hauch,In die Augen drücke die Schmerzenlast —Einhalten die Glieder und ein WirbelStürzt durch dich. Da schreit dein Haupt.

Den heißen Hals küßt ferner Wind,

Ein Wolkennacken überm Dorf sich stemmt,

Beugt an den Mauern Blumen bunt zu Boden.

Es läuten Glocken, Mittag träumend liegt,

Heim kommen Herden, Kinder knien im Hof;

Am Baum ein Mädchen: Mund und Haar und Erde. —

Schweigende Trauer am Himmel gelehnt

Führe heran deine milden Hände,

Gleite um Schulter kühler Hauch,

In die Augen drücke die Schmerzenlast —

Einhalten die Glieder und ein Wirbel

Stürzt durch dich. Da schreit dein Haupt.

Die Sonne floh, um uns ist Nacht,Wir sinken eisig in schwarze Starre,Nur ein Krächzen noch laut,Dunkeljammernde hasten vorüber —Drücke, Trauer, mir sanft die Kehle tot:Atmen kann ich nicht mehr.

Die Sonne floh, um uns ist Nacht,

Wir sinken eisig in schwarze Starre,

Nur ein Krächzen noch laut,

Dunkeljammernde hasten vorüber —

Drücke, Trauer, mir sanft die Kehle tot:

Atmen kann ich nicht mehr.


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