Anhang.

Anhang.Die maritimen Entdeckungen der Spanier im Archipel der Philippinen.Fernando Magallanes erreichte am 16. März 1521 die InselJomonjolin derSurigao-Gruppe und wurde so der Entdecker der Philippinen, denen er den NamenS. Lazarus-Archipel verlieh, doch hat diese Benennung wenig Anklang gefunden, und wir werden sehen, dass diese so reiche Inselgruppe bis zum Empfange des heutigen Namens von den Spaniern gewöhnlich „Islas de Poniente” genannt wurde, d. h. die Inseln des Westens, während sie die Portugiesen die „Islas del Oriente”, d. h. die Inseln des Ostens, hiessen. Magallanes trat mit den Bewohnern Jomonjols in freundlichen Verkehr, setzte aber, sobald seine Kranken sich ein wenig erholt hatten, seine Reise fort, auf welcher er die grosse InselLeyteund zwar die Südostküste entdeckte, zwischen welcher und der kleinen InselPanaoner zu dem InselchenLimasaua1gelangte, deren Radjah ihn freundlich aufnahm. Von dort begab er sich nachButuanan der Nordküste vonMindanao. In Butuan zog er genaue Erkundigungen über die grosse Insel ein, insbesondere über die Ostküste derselben, deren NamenCaragasein Chronist Pigafetta in Calagan verzerrte. Da aber in Mindanao keine Lebensmittel aufzutreiben waren, so kehrte Magallanes nach Limasaua zurück, deren Radjah sich ihm selbst als Lootsen erbot, um die Spanier nach dem Centrum der Visayer-Inseln, nach Cebú zu führen. Die Expedition brach also unter der Führung des Radjahs auf und segelte zunächst nach Norden, entlang den Gestaden Leyte’s. Diese grosse Insel führt bei Pigafetta zwei Namen, der südliche Theil wird dortCeylon, der nördliche nach einem Orte der WestküsteBaybaygenannt. Von Baybay wandte sich die Expedition nach Westen, erreichte die kleine Inselgruppe derCamotes, segelte dann Südwest und gelangte so zur InselCebú2und nach Passirung des Canales, welcher Cebú vonder InselMactántrennt, nach der wichtigsten Stadt jener grossen Insel, welche ebenfalls Cebú hiess.Da es nicht meine Aufgabe ist, eine Geschichte der Fahrt Magallane’s zu geben, sondern nur die auf die Philippinen bezüglichen Entdeckungen kurz zu registriren, so sei erwähnt, dass nach dem unglücklichen Ende des kühnen Magallanes seine Expedition sich nach der Westküste vonBoholwandte und von dort zwischen der Südspitze vonNegrosund der InselSiquijorihre Richtung gegen Südwesten nahm. Die Spanier entdeckten einen neuen Theil der Mindanaoküste und zwar jenen, welcher westlich von Dapitan beginnt und ungefähr bei der Punta Gorda endigt. Nach dem im Osten der Punta Gorda befindlichen Cap Quipit nannten sie die ganze Strecke, die sie vielleicht für eine besondere Insel ansahen,Isla de Quipit ó Quepindo. Dann folgte die Entdeckung vonPalawan, welches von den SpaniernParaguagenannt wird; die Spanier entdeckten ferner auf ihrer abenteuerlichen Flucht von BorneoSulu(Hauptinsel), die Südküste von Mindanao und dieSerangani-Inseln, von wo aus sich die Reste der Magallanes-Expedition nach den Molukken wandten und somit das Gebiet der Philippinen verliessen.Durch diese spanische Expedition wurden die Portugiesen auf die Philippinen aufmerksam, sie schickten einzelne Schiffe dahin ab, welche aber keine neuen Entdeckungen machten. In Spanien hatte man sich inzwischen entschlossen, eine neue Expedition nach den Molukken auslaufen zu lassen, nachdem ein in Elvas und Badajóz tagender Congress spanischer und portugiesischer Geographen und Seefahrer resultatlos auseinandergegangen war; der Congress hatte über die Frage entscheiden sollen, ob die Molukken zum spanischen oder zum portugiesischen Weltantheil gehörten. Die neue Expedition bestand aus sieben baskischen Schiffen, welche unter dem Befehle des Johanniters Don Fray García Jofre de Loaisa standen, zu dessen eventuellem Nachfolger der erste Weltumsegler Don Juan Sebastian de Elcano bestimmt war. Nach schweren Verlusten erreichte die Expedition die Südsee, wo rasch hintereinander Loaisa und Elcano starben; den Oberbefehl übernahm nun Toribio Alonso de Salazar, welcher, nach kurzem Aufenthalte in den Ladronen, am 8. October 1526 die Islas de Poniente erreichte und zwar an der Ostküste vonMindanao. Salazar wurde so der Entdecker derCaraga-Küste. Er lief in den Hafen von Liangan ein, starb aber bald, worauf der muthige Baske Martin Iñiguez (Yañez) de Carquizano Chef der Expedition wurde. Carquizano versuchte nach Cebú zu gelangen, widrige Winde hinderten ihn daran, und so begab er sich nach den Molukken, wo er mit seinen Leuten gegen die Portugiesen kämpfte. Salazar soll den Islas de Poniente zuerst den Namen „Philippinen” beigelegt haben, doch ist diess ein Irrthum. So war durch Loaisa’s Expedition nur die Ostküste von Mindanao entdeckt worden.Eine Expedition nach den Islas de Poniente und den Molukken sollte bald darauf Neu-Spanien verlassen. Auf Befehl Kaiser Karl’s V. rüstete der glorreiche Eroberer von Méjico D. Fernando Cortés in dem kleinen pacifischen Hafen Neu-Spaniens Zacatula oder Civatlanejo eine Flotte von drei Schiffen aus, welche unter der Führung des D. Alvaro de Saavedra am 31. October 1527 auslief. Da das Hauptziel dieser Expedition der Molukken-Archipel war, so berührte Saavedra nur flüchtig die Philippinen und zwar an der Ostküste von Mindanao, von wo er nach den Molukken aufbrach, so dass diese Expedition nicht in der Lage war, neue Entdeckungen in dem Archipel zu machen. Von den Molukken aus versuchte Saavedra zwei Mal ohne Erfolg durch das Stille Meer nach Méjico zurückzukehren, wobeiSuluvon den Spaniern wieder aufgesucht wurde.Durch den Vertrag von Zaragoza vom Jahre 1529 entsagte Kaiser Karl V. seinen Ansprüchen auf die Molukken, und da die Islas de Poniente nach den damaligen Anschauungen ziemlich werthlos erschienen, so hörten alle Versuche von spanischer Seite auf, sich mit der Entdeckung und Colonisation dieses Archipels zu befassen. Die Portugiesen selbst waren zu sehr mit den Molukken beschäftigt, als dass man in den Regierungskreisen an eine nähere Durchforschung des Archipels gedacht hätte, nachdem die Spanier aus diesen Theilen der Welt verdrängt waren. That auch der portugiesische Staat nichts, so versuchten es doch Privatleute, für ihren Glauben und die Herrschaft ihres Vaterlandes Propaganda zu machen. Ein portugiesischer Edelmann, Francisco de Castro, hatte bereits auf Mangcassar in Celebes als Missionär gewirkt, ohne selbst Priester zu sein. 1531 kam er nach der Insel Mindanao und bekehrte dort einige Fürsten, darunter den Radjah von Butuan, zum Christenthume3; es mögen auch noch andere Portugiesen auf dieser Insel geweilt haben, jedenfalls ist aber die Entdeckungsgeschichte der Philippinen durch sie nicht bereichert worden. Die Portugiesen machten sich bald darauf in Mindanao unmöglich, indem der portugiesische Capitän Pinto nach Abschluss eines Freundschaftsvertrages mit dem Radjah der Insel Surigao auf dessen Unterthanen Jagd machte, worauf die empörten Eingeborenen den verrätherischen Sclavenjäger zur schleunigen Heimkehr nöthigten. Die Jesuiten und Portugiesen behaupten, dass zu Anfang der vierziger Jahre des XVI. Saeculums der berühmte Apostel der Indier, Franciscus Xaverius auf Mindanao das Christenthum gepredigt hätte, was aber austriftigen Gründen bezweifelt wird4; jedenfalls hat er zur weiteren Aufdeckung Mindanao’s nichts beigetragen.Einer von den Officieren des Loaisa, der wackere baskische Capitän D. Andrés de Urdaneta kehrte erst 1536 nach Spanien von den Molukken zurück, wo er unter den Fahnen des Sultans von Tidore rühmlich gegen die Portugiesen gefochten hatte. Dieser tüchtige Seemann und Haudegen suchte dem Kaiser Karl die Wichtigkeit der halbvergessenen Islas de Poniente hervorzuheben, welche nach seiner Vorstellung die Spanier für die Cession der Molukken entschädigen sollten. Eingehend wies Urdaneta nach, dass die Islas de Poniente innerhalb des spanischen Weltantheils lägen, während die Portugiesen das Gegentheil behaupteten. Wenn auch Karl damals mit wichtigeren Angelegenheiten beschäftigt war, so versäumte er es nicht, dem Rathe von Indien eine genaue Prüfung der Vorschläge Urdaneta’s anzuempfehlen. Da der berühmte amerikanische Conquistador D. Pedro de Alvarado ohnehin sich mit dem Plane trug, einen Zug durch das Stille Meer nach China zu unternehmen, und dieser spanische Held über eine hinreichende Anzahl von Schiffen und Soldaten gebot, so gab der Kaiser ihm den Befehl, nach den Islas de Poniente aufzubrechen, jedoch sollte er unter keiner Bedingung die Molukken oder irgend welche andere Besitzung der portugiesischen Krone berühren, noch auch in die Streitigkeiten der eingeborenen Fürsten und Portugiesen sich mengen. Alvarado begann auch sogleich sich zu rüsten; schon schien Alles zum Auslaufen bereit, als die Indier der Provinz Jalisco sich empörten. Alvarado zog gegen sie zu Felde, aber ein Sturz vom Pferde machte seinem abenteuerlichen Leben ein Ende.Da das Geschwader segelfertig war, so beschloss der Vicekönig von Méjico, D. Antonio de Mendoza, es auch nach dem Tode des designirten Befehlshabers auslaufen zu lassen. Der Vicekönig trug das Commando zunächst dem in Méjico angelangten Urdaneta an, da aber dieser erklärte, die an die Führung der Expedition geknüpften Bedingungen und Vorschriften nicht annehmen zu können, so wurde der Oberbefehl einem Verwandten des Vicekönigs anvertraut, dem Ruy Lopez de Villalobos, von dem der alte Waffengefährte des Cortés, Bernal Diaz de Castillo, sagt: „que sabia mucho de alturas y del arte de navegacion”. Da, wie erwähnt, Alvarado seinen Zug bis nach China hatte ausdehnen wollen, so hatte er dementsprechend eine grosse Zahl von Schiffen zusammengebracht; der Vicekönig wollte das Ziel der Expedition auf die Islas de Poniente beschränken, und weil ohnediess der Aufstand in Jalisco der Flotte einen Theil der Besatzung entzog, so erhielt Villalobos den Befehl, sich nur die besten unter den Schiffen Alvarado’s auszusuchen, was denn auch geschah.Am 1. November 1542 verliess Villalobos den mejicanischen Hafen Navidad (Natividad) mit fünf Schiffen und 370 Mann. Am 2. Februar 1543 erreichte er die Ostküste Mindanao’s und landete in der Caraga-Bucht. Bernardo de la Torre, Commandant der Landtruppen der Expedition, gab Mindanao5den NamenCesareazu Ehren des Kaisers. Sein Versuch, auf den an der Südspitze Mindanao’s liegenden Sarangani-Inseln eine Niederlassung zu gründen, misslang wegen Mangel an Lebensmitteln. Die Portugiesen auf den Molukken erhielten hiervon Kunde und schickten einen Gesandten ab, welcher von Villalobos die sofortige Räumung des gesammten Archipels forderte, weil er zum portugiesischen Weltantheil gehöre. Der durch eine grosse Anzahl erhaltener Vorschriften in seinem freien Thun und Lassen behinderte Villalobos schickte hierauf ein Schiff nach Neu-Spanien zurück, um neue Instructionen zu holen, aber dasselbe musste durch widrige Winde genöthigt umkehren. Villalobos verliess in Folge der eintretenden Hungersnoth die Sarangani-Inseln und suchte nach Cebú zu gelangen. Jetzt begann eine wahre Odyssee für diese unglückliche Expedition, welche beständig mit widrigen Winden und Mangel an Lebensmitteln zu kämpfen hatte. Umsonst schickte Villalobos von Butuan aus Schiffe nach Bohol und anderen Inseln, die Spanier schwebten beständig in der Gefahr, den Hungertod zu erleiden. Zwei seiner Brigantinen gelangten nach der InselSámarund zwar an die Ostküste derselben, welche damalsIbabáogenannt wurde, während der westliche, gegen Leyte gewendete Theil den Namen Sámar schon führte, welcher heute der ganzen Insel zukommt, während der Name Ibabáo vollständig in Vergessenheit gerathen ist, obwohl im XVII. Jahrhundert dieganzeInsel auch Ibabáo genannt wurde. Die Spanier des Villalobos nannten die Insel nach dem Radjah von IbabáoTendaya(oder Tandaya), Villalobos gab ihr aber nach dem Infanten Don Felipe den NamenFilipina, ohne jedoch den Namen auf den ganzen Archipel auszudehnen, wie gewöhnlich angenommen wird. Noch am 15. Juli 1552 nennt Fray Nicolas de Witte in einem an den Kaiser selbst gerichteten Schreiben die von Magallanes entdeckten Inseln „Islas de Poniente”6, was er gewiss nicht gethan hätte, wenn jener Archipel nach dem Sohne und Thronerben des Kaisers benannt worden wäre. Die BezeichnungNeu-Castilien, welche Villalobos den heutigen Philippinen gab, gerieth ebenso schnell in Vergessenheit, wie der Name Islas de San Lazaro, den ihnen Magallanes verliehen hatte. DieUnmöglichkeit, Lebensmittel zu erlangen oder Cebú zu erreichen, zwangen schliesslich nach langen Irrfahrten den spanischen Admiral, mit dem Reste seiner Leute nach den Molukken aufzubrechen und den Portugiesen halbverhungert sich zu ergeben, nachdem ein Versuch misslungen war, ein Schiff in südlicheren Breiten (längs Neu-Guinea) nach Neu-Spanien um Succurs zu senden. Der Befehlshaber dieses Schiffes, der seekundige Mönch Fray Gerónimo de S. Estévan y Jimenez, gab angeblich Neu-Guinea den noch heute gebräuchlichen Namen. Die auf Sámar durch Schiffbruch zurückgebliebenen Spanier wurden durch Schiffe des Sultans von Tidore nach den Molukken gebracht.Nach dieser unglücklichen Expedition verlor Kaiser Karl V. alle Lust, sich weiter mit den Islas de Poniente zu beschäftigen, sie hatten ihn nur Blut und Geld gekostet, ohne auch nur einen Ersatz für die auf ihre Entdeckung verschwendeten Opfer zu bieten; erst als sein Sohn Philipp II. zur Regierung gelangte, begann man am spanischen Hofe sich wieder der Islas de Poniente zu erinnern. Es ist nur zu wahrscheinlich, dass Urdaneta es war, der den König auf jenen entlegenen Erdtheil aufmerksam machte. Philipp entschloss sich im Jahre 1558 nochmals, den Versuch zu unternehmen, die Islas de Poniente zu erobern, er richtete ein in den schmeichelhaftesten Ausdrücken verfasstes Schreiben7an Urdaneta, in welchem er ihm mittheilte, dass der Vicekönig von Neu-Spanien den Befehl erhalten hätte, nach den Islas de Poniente (also Philipp kennt den Namen Philippinen nicht) eine Expedition auszusenden, und dass es der Wunsch des Königs wäre, dass Urdaneta an diesem Zuge Theil nehme. Urdaneta war inzwischen Augustinermönch geworden, und aus seinem Kloster in der Stadt Méjico schickte er dem Könige als Antwort auf dessen Schreiben ein ausführliches Memorial über die Schifffahrt in der Südsee und den ihm bekannten ostasiatischen Gewässern. Der Vicekönig hatte gleichzeitig den Befehl zur Ausrüstung jener Expedition erhalten, es stand ihm die Auswahl der Befehlshaber, der Schiffe und Mannschaft frei; die Richtung und Ausdehnung der Fahrt aber, kurz die ganze Direction der Unternehmung sollte dem erfahrenen Fray Andrés Urdaneta überlassen bleiben, der den Titel eines „Protector de Indios” erhielt. Auf Vorschlag des Urdaneta wurde sein Landsmann, der Baske Don Miguel Lopez de Legazpi zum Chef der Expedition ernannt, auch die Mannschaft der aus fünf Schiffen bestehenden Flotte bestand grösstentheils aus seekundigen Basken.Am 21. November 1564 verliess die Expedition die Küste Neu-Spaniens; am 9. Januar 1565 wurden die Ladronen erreicht und am 13. Februar die erste Philippine, die kleine InselSuluan, südlich von Sámar, der Legazpi den NamenBuen Señal(das gute Omen) gab. Da es nicht in meiner Absicht liegt, eine Geschichte der spanischen Eroberung der Philippinen zu geben, sondern mich nur mit der kurzen Registrirung der Entdeckungen zu beschäftigen, so erwähne ich, dass Legazpi zunächst Sámar aufsuchte und zwar den südlichen Theil, er nennt die Insel: „Ibabáo”. Von dort wandte er sich nach Leyte und landete bei dem uns schon durch Magallanes bekannten Inselchen Panaon. Da die Expedition trotz aller freundlichen Bemühungen die in die Bergwildnisse sich flüchtenden Eingeborenen zur Lieferung von Lebensmitteln nicht bewegen konnte, so entschloss sich Legazpi, am 14. März nach Mindanao zu gehen, entweder nach Butuan oder der Insel Camiguin, widrige Winde verschlugen ihn aber nach dem damals sehr schwach bevölkerten8Bohol, so dass er auch hier keine Lebensmittel auftreiben konnte, zumal auch hier die Eingeborenen sich mit den Spaniern in keinen Verkehr setzten. Legazpi schickte nun das schnellste seiner Schiffe, den S. Juan, unter Capitän Isla nach Butuan, um mit dem Fürsten dieses Landes einen Freundschaftsvertrag abzuschliessen und Lebensmittel und Zimmt dort einzukaufen. Ehe noch Isla von seiner glücklichen Fahrt nach Butuan zurückgekehrt war, hatte Legazpi durch Vermittelung eines Steuermannes aus Borneo sich mit den Häuptlingen von Bohol befreundet und mit dem vornehmsten derselben Blutsfreundschaft (beide tranken gegenseitig ihr Blut) geschlossen. Legazpi schickte den Piloto Mayor der Flotte, Don Estévan Rodriguez, in Begleitung des borneanischen Steuermannes, mit geringer Bedeckung mit einem kleinen Fahrzeuge ab, um Cebú zu recognosciren und die Route dorthin sicherzustellen. Als dieses Schiff lange ausblieb, wurden zwei spanische Soldaten auf einem Boote der Eingeborenen dem ersteren nachgeschickt, sie kehrten mit der Nachricht zurück, dass von dem ersten Fahrzeuge nichts zu erblicken wäre, dagegen brachten sie die frohe Kunde, dass Cebú von Reichthümern strotze, bald darauf traf Rodriguez ein und bestätigte diese Nachrichten, auch Capitän Isla langte mit reicher Ladung an. Das kam zur rechten Zeit, denn schon hatten Hungersnoth und Enttäuschung (man fand nirgends Gold) die Leute unzufrieden gemacht und selbst unter dem Officierscorps den Wunsch nach einer Rückkehr nach Neu-Spanien hervorgerufen, Legazpi hatte sich genöthigt gesehen, einen Kriegsrath einzuberufen, der erst nach langen und stürmischen Debatten sich für das Bleiben entschied.Am 22. April verliess Legazpi Bohol, statt aber direct nach Cebú zu gelangen, wurde er nachDapitanan derNordküste von Mindanao verschlagen, wo ihm der Fürst desselben, Pagbuya, erst die Piloten gab, welche die Expedition glücklich nach dem Hauptorte Cebú’s brachten, wo Legazpi’s Schiffe am 27. April 1565 Anker warfen und zwar in der Ensenada de Mandave. Dort gründete Legazpi eine spanische Niederlassung, die er zuerst S. Miguel de Cebú nannte, deren Name er aber bald darauf in „Villa de Santísimo Nombre de Jesús” umänderte, als ein Soldat die Statue eines Jesuskindes fand, die wahrscheinlich von Magallanes’ Leuten zurückgelassen worden war. Fray Andrés de Urdaneta kehrte hierauf mit dem besten Schiffe nach Neu-Spanien zurück, um den Vicekönige den Bericht über den Stand der jungen Colonie zu erstatten und um Verstärkungen und Nachsendungen zu fordern9.Auch in Cebú litten die Spanier Mangel an Lebensmitteln, denn die Eingeborenen bauten nicht mehr als sie selbst brauchten, und das nach Neu-Spanien abgegangene Schiff hatte die wenigen Vorräthe vollständig erschöpft. Legazpi schickte den Capitän Goyti ab, um Lebensmittel aufzutreiben, Goyti wurde so der Entdecker von der Westküste von Cebú und den gegenüberliegenden Gestaden vonBuglás, das er nach seinen schwarzen Bewohnern dieIsla de Negros(Neger-Insel) nannte. Im folgenden Jahre (1566) gelangte der Oberst Mateo de Sauz bis nachPanay, als er Reis einkaufen wollte, bei dieser Gelegenheit besuchte er die Westküste von Negros. Derselbe Sauz (ebenfalls ein Baske) entdeckte noch in demselben Jahre die Nordküste der Isla de Baybay (Nord-Leyte), die Inseln Bilaran und Panamao, sowie den nördlich von der Juanico-Strasse gelegenen Theil von der Westküste Sámars. Der unermüdliche Sauz begab sich noch in demselben Jahre und zwar zum zweiten Male nach Butuan, und besuchte auch die Ostküste Mindanao’s, deren nördliche Strecke er Küste Coavit (nach dem heute Cavit geschriebenen Cap) benannte, dort stiess er aber mit einem portugiesischen Schiffe zusammen, denn die Portugiesen waren gekommen, um durch Güte oder Gewalt die Spanier zur Räumung der heutigen Philippinen zu zwingen. Die Portugiesen erschienen auch in der Nähe von Cebú, kehrten aber wieder nach den Molukken zurück, da sie die Spanier stärker vorfanden, als ihnen berichtet worden war. Im März 1567 wurde die Entdeckung von Panay durch den Capitän de la Haya vollendet.In demselben Jahre schickte Legazpi ein Schiff nach Neu-Spanien ab, welches einen genauen Bericht des spanischen Generals an seinen König zu überbringen hatte. In diesem Briefe nennt Legazpi den ganzen von ihm bisher entdeckten Archipel „Islas Filipinas”, welche Benennung noch heute allgemein üblich ist. Die Inselgruppe, welche Cebú, Bohol, Leyte, Sámar, Negros und Panay umfasst, also jenen Archipel, welchen die SpanierIslas Visayasheute nennen, bezeichnete er mit dem NamenIslas de Pintados, weil die Eingeborenen sich den Leib zu bemalen pflegten. Der Name Pintados für die Visayer10-Inseln und deren Bewohner erhielt sich bis in den Anfang des XVIII. Jahrhunderts. Das Jahr 1568 brachte wenig neue Entdeckungen, weil die Spanier, von einer portugiesischen Flotte in Cebú angegriffen, Mühe hatten, sich des plötzlichen Angriffes zu erwehren.Da Cebú zu wenig Lebensmittel producirte, so verlegte Anfang 1569 Legazpi sein Hauptquartier nach dem reichen Panay und zwar an die Nordküste dieser Insel, wo die heutige Provinz Capiz sich befindet, von da an jagt eine Entdeckung die andere. Der Sevillaner Edelmann D. Luis Henriquez de Guzman entdeckte und eroberte die InselnMasbate,BuríasundTicao, von dort gelangte er nach der LandschaftAlbay, dem südlichsten Theile Luzons, er war also der erste Spanier, welcher die grösste Insel der Philippinen betrat, und das betone ich ausdrücklich, weil man oft der Ansicht begegnet, die Entdecker Luzons wären Goyti und Salcedo gewesen11. Ihn begleitete auf diesen Zügen der Augustiner Fray Alonso Jiménez. Die vollständige Unterwerfung dieser Gebiete führte unmittelbar darauf der Capitän D. Andrés de Ibarra aus. Damals führte Albay den NamenIbalonoder wurde wenigstens so von den Spaniern genannt.Zur selben Zeit unternahm der heldenmüthige Enkel Legazpi’s, Don Juan de Salcedo, an der Spitze von 30 Spaniern und 500 Eingeborenen eine Expedition nach der den Spaniern noch unbekannten grossen InselMindoro, deren Küsten er befuhr; er entdeckte noch überdiess die InselLubangund kam auf diese Weise in die unmittelbarste Nähe der Bay von Manila.Inzwischen hatte Legazpi den Befehl vom König erhalten, den gesammten Archipel der Philippinen der spanischen Krone zu unterwerfen, deshalb trachtete er vor Allem darnach, Manila’s sich zu bemächtigen, dessen Kaufleute und Schiffe er in Mindanao wie den Pintados getroffen hatte und von dessen Reichthume sich die Spanier überschwengliche Vorstellungen machten. Während er sich mitden Rüstungen zu diesem Zuge und dem Aufbau seiner Befestigungen in dem zu einer Ciudad (kgl. Freistadt) erhobenen Cebú (Santísimo Nombre de Jesús) beschäftigte, wurden der Maestre de Campo (Oberst) Goyti und Juan Salcedo mit mehreren Schiffen und 120 spanischen Soldaten und zahlreichen „Pintados” abgeschickt, um Luzon, insbesondere Manila, zu recognosciren (1570).Die Expedition erreichteLuzonan den Küsten der heutigen ProvinzBatangas, welche damalsComintanagenannt wurde, hier trennten sich die beiden Führer, Goyti segelte nach Norden und wurde so der Entdecker der herrlichenBai von Manila, Salcedo aber entdeckte den grossen Binnensee vonBombon, in dessen Mitte auf einer kleinen Insel der niedrige aber unheilvolle Vulcan von Taal sich befindet. Damals war das kurze Flüsschen, welches die Laguna de Bombon mit dem Meere verbindet, tief genug, um den seichtgehenden Schiffen Salcedo’s das Einlaufen in den See zu gestatten. Als aber Salcedo mit den Umwohnern der Lagune in Kampf gerieth und selbst verwundet wurde, zog er sich zurück und vereinigte sich erst vor Manila mit Goyti. In Manila wurden die Spanier plötzlich überfallen, woran vielleicht portugiesische Wühlereien Schuld trugen, wenigstens fand man nach der Erstürmung des hölzernen Forts des Sultans von Manila einen Portugiesen, welcher die Artillerie befehligt hatte. Ich glaube, dass jener Portugiese kein Agent seines Vaterlandes gewesen ist, die dürftigen Nachrichten gestatten den Schluss, dass er ein Deserteur oder Renegat gewesen sei. Nach der Züchtigung der verrätherischen Eingeborenen kehrten Goyti und Salcedo nach Panay zurück.1571 erschien Legazpi in der Bai von Manila und gründete dort an der Mündung des Pasig die Hauptstadt der Philippinen, von welcher aus bald Expeditionen nach allen Seiten ausgingen, um Luzon oder Neu-Castilien, wie es Legazpi nannte, zu unterwerfen. Goyti drang in die LandschaftPampangavor und unterwarf sie der spanischen Krone, damals verstand man unter dem Namen Pampanga auch die heutigen Provinzen Bulucán, Nueva Écija und La Infanta, jedoch kam Goyti nicht bis an die Ostküste Luzons, das war Salcedo vorbehalten. Dieser kühne Conquistador segelte den Pasig hinauf und wurde so der Entdecker der wunderbar schönenLaguna de Bay, deren Gestade er seinem Könige zinspflichtig machte. An der Laguna erfuhr Salcedo, dass jenseits der Berge, welche im Osten und Südosten den See umgeben, Gold zu finden wäre. Salcedo brach sofort dahin auf, zwar missglückte sein erster Zug, er musste beim Vulcan Mahayhay oder Banahao wieder umkehren, aber mit frischen Verstärkungen versehen gelang es ihm, unter grossen Schwierigkeiten die Ostküste Luzons, die sogenannte Contracosta, zu erreichen, worauf er die Küsten vonCamarínes12bis zur Bai von S. Miguel befuhr und die Goldminen von Paracale und Mamburao entdeckte; beinahe gleichzeitig war die InselTablas, dann die luzonische LandschaftCalilaya(das heutigeTayabas) von spanischen Truppen unterworfen worden. Auch dieCuyos-undCalamianes-Inseln sowie das nördliche Palawan (Paragua) waren inzwischen entdeckt und unterworfen worden.1572 brach Salcedo mit einem kleinen Geschwader von malaiischen Fahrzeugen aus Manila auf, um die nördlichen Küsten Luzons und die Ausdehnung dieser Insel überhaupt kennen zu lernen. Salcedo umsegelte ganz Nord-Luzon, entdeckte die LandschaftenZambales,Pangasinán(Lingayen),IlócosundCagayánund gab den VorgebirgenBogeadorundEngañoihre noch heute üblichen Namen. Auf der Fahrt längs der Ostküste entdeckte er die InselPolillo. In der Bucht von Amanto endete diese abenteuerliche Expedition, Salcedo kehrte auf dem Landwege und über die Laguna de Bay nach Manila zurück, wo inzwischen sein Grossvater Legazpi im August 1572 gestorben war. Labezares, ebenfalls ein Baske, wurde jetzt Interims-Gouverneur, er schickte im Jahre 1573 den Salcedo nach Camarínes ab, um dieses von Salcedo selbst entdeckte Land der spanischen Krone zu unterwerfen, was ihm rasch gelang, wobei auch die gesammten westlichen Küsten von Camarínes entdeckt wurden (durch Cap. Chaves), so dass jetzt die Küste Luzons in ihrer gesammten Ausdehnung bekannt wurde, hauptsächlich durch Salcedo. Damit war die Aera der grossen Entdeckungen in den Philippinen zu Ende, es blieb nur die Nachlese übrig. Figueroa besuchte 1578 die einzelnen Inseln des Sulu-Archipels, und von Cagayán drangen die Spanier wenige Jahre später nach den Babuyanen vor. Damit war die Entdeckung der Philippinen abgeschlossen und weitere Forschungsreisen konnten sich nur mehr mit den Binnenlandschaften des Archipels befassen.Fassen wir kurz das oben Erwähnte zusammen, so gelangen wir zu folgenden Resultaten, wenn wir die einzelnen Theile der Philippinischen Inseln der Reihe nach durchnehmen.A. Surigao-Inseln:entdeckt vonMagallanes1521 und zwar die Insel Jomonjol, die Inseln Caburao, Siargao, Bucas und Dinagat von der Expedition unterVillalobos1543. Die Insel Suluan wurde schon von Magallanes entdeckt, aber erst 1565 von Legazpi näher erforscht. Legazpi verlieh ihr auch den Namen Buen Señal.B. Visayer-Inseln oder Islas de Pintados.1.Sámar: Ältere Namen sind Tendaya oder Tandaya, Achan, Camlaia, Filipina und Ibabáo. Letztere Benennungerhielt sich am längsten, wurde aber Anfangs auf den östlichen Theil der Insel beschränkt, während die westlichen Gestade Sámar oder Samal genannt werden. Im XVII. Jahrhundert dient als Gesammtbezeichnung für die Insel der Name Islas de Ibabáo, wohl zu unterscheiden von dem Ausdrucke Costa Ibabáo, womit nur die Ostküste in dieser Zeit bezeichnet wurde; im XVIII. Jahrhundert gewinnt erst der Name Sámar Oberhand, und heute ist selbst der Name Ibabáo vergessen, die anderen Namen haben nur eine Eintagsexistenz gehabt, in französischen Werken des XVII. Jahrhunderts nur fand ich den Namen Tendaya und Filipina noch lange Zeit hindurch erhalten. Obwohl es nicht unwahrscheinlich ist, dassMagallaneswenigstens von der Ferne die Südspitze von Sámar erblickte, so sind mit Sicherheit nur zwei Schiffe vonVillalobos’Expedition (1543) als die ersten europäischen Schiffe nachzuweisen, welche Sámar, und zwar die südlichen und östlichen Gestade besuchten. Die übrigen Küsten desselben wurden erst 1566–1570 von den Spaniern derLegazpi’schen Expedition aufgefunden; speciell der an der Bernardino-Strasse gelegene Theil und die benachbarte Insel Capul wurden erst 1570 vom CapitänIbarraaufgesucht und genau durchforscht.2.Leytemit Panaon, Limasaua, den Camotes, Bilaran, und Panamao. Pigafetta nennt den nördlichen Theil von Leyte Isla de Baybay, den südlichen Ceylon oder Seilani, weshalb noch in späteren nicht-spanischen Werken, welche ihre Kenntniss der Philippinen aus Pigafetta schöpften, die Insel Leyte den Namen Ceylon de Pigafetta führt, eine Benennung, die den spanischen Historikern selbst der älteren Zeit unbekannt ist.Magallanesbesuchte die südlichen Hälften der Ost- und Westküste. Der übrige Theil der Küste wurde vonSauz1566 besucht.Die kleine Insel Panaon wurde 1521 vonMagallanesentdeckt, desgleichen Limasaua, welches Mazava oder Massaua genannt und gelegentlich auch Dimasaua oder Dimausava (Dimasaba, Limasaba, Limasava) geschrieben wurde. Auch die Camotes-Gruppe, zwischen Leyte und Cebú, ist eine Entdeckung des Magallanes, während die nördlich gelegenen Inseln Bilaran und Panamao von dem BaskenSauzentdeckt worden sind.3.Bohol(oder Bojol geschrieben, weil die Eingeborenen das spanische j mit dem h-Laute oft verwechseln). Bohol wurde von den ersten Conquistadoren auch Pohol oder Pool genannt. Bohol wurde von der Expedition desMagallanesin seinen westlichen und östlichen Theilen entdeckt. Die Südküste wurde erst von den Schiffen desVillalobosgenauer untersucht (1543), und der mittlere Theil der Nordküste 1565 vonLegazpi’sLeuten betreten.4.Siquijoroder Fuego. Die Westküste dieses Eilandes wurde vonCarvalho1521 gesehen, die übrigen Theile unterLegazpi1565 und 1566.5.Cebúmit Mactan. Cebú wird von den ersten Entdeckern Zubu, Çubu, Subu, auch mit t am Ende: Zubut &c. geschrieben, bei den Eingeborenen führte es den Namen Sogbu. Im XVII. und XVIII. Jahrhundert finden wir die Orthographie Zebu oder Çebu. Der grösste Theil der Westküste wurde vonMagallanesselbst und nach seinem Tode von Carvalho entdeckt. Eine andere Strecke der westlichen Gestade entdeckteLegazpi1565 selbst, den Rest sowie die Ostküste seine Officiere, insbesondereGoyti.6.Negros.Negros wurde von den Visayern Buglás genannt, der spanische Name hat jedoch den eingeborenen vollständig verdrängt. Der südlichste Theil mit der Punta Bombonon wurde jedenfalls schon vonCarvalho1521 gesehen, doch lässt sich diess nicht mit voller Sicherheit behaupten. Die Ostküste wurde 1565 vonGoyti, die Westküste vonSauzund anderen spanischen Officieren desLegazpi1566 entdeckt.7.Guimaras.1566 entdeckt, damals wurde es Ymaras genannt.8.Panay.Ihr alter Name ist Isla de Oton, später heisst der nördliche Theil (das heutige Capíz) Isla de Panay, der südliche Isla de Oton (Otong, Octong). Die Insel wurde 1566 vonSauzentdeckt und ihre Gestade waren bis 1568 durchweg bekannt, 1569 sogar schon vollständig den Spaniern unterworfen.9. DieCagayanes(zwischen Negros und Palawan) waren schon 1521Carvalhobekannt, doch fällt ihre eigentliche Entdeckung erst in die Jahre 1569–71, wo diese Inselgruppe von den Spaniern nach und nach entdeckt und in Besitz genommen wurde.10. DieCuyos-Gruppewurde in derselben Zeit wie die Cagayanes entdeckt und unterworfen.11.Masbate,TicaoundBuríaswurden 1569 vonGuzmanentdeckt, der CapitänIbarrahatte bei diesen Entdeckungen sich ebenfalls Verdienste erworben.12.Tablas,Romblon,SibuyanundMarinduque. Die Westküste von Tablas war 1569 durchDon Juan de Salcedoentdeckt worden, die Ostküste sowie Romblon, Sibuyan und Marinduque wurden etwas später von anderen Officieren desLegazpientdeckt und unterworfen.13.MindoroundLubang. Diese beiden Inseln wurden vonSalcedo1569 aufgefunden und erobert13, desgleichen die zwischen Mindoro und Panay liegende Insel Semerara. Mindoro wurde in der ältesten Zeit Mait genannt.C. Palawan und die Calamianes.Palawan wird von den Spaniern Paragua genannt, ältere Bezeichnungen sind Palaon, Palauan. Der südliche Theil von Palawan wurde bereits 1521 von Magallanes’ Leuten unterCarvalhoentdeckt, der nördliche Theil dieser Insel wurde zwar unterLegazpi’sRegierung, und zwar 1570–72 entdeckt und dem spanischen Könige tributpflichtig gemacht, doch haben die Spanier sich wenig um diese grosse Insel gekümmert, deren grössere Südhälfte erst in den letzten Jahren von den Spaniern occupirt wurde, obwohl mit unberechtigter Hartnäckigkeit selbst neuere deutsche Karten es mit derselben Farbe coloriren wie Sulu. Der südliche Westtheil dieser Insel wurde vielleicht erst um 1577 oder 1578 von den Spaniern genauer untersucht. Die einst zu Borneo, dann zu Sulu und heute zu Spanien gehörige Insel Balabac wurde 1521 entdeckt.Die Calamianes wurden in der Zeit von 1570–1572 von spanischen Mönchen und Soldaten besucht.D. Luzon.Der ältere Name Luzons lautet Lusong, wie ihn noch heute die Chinesen gebrauchen. Legazpi gab dieser grössten Insel der Philippinen den Namen Neu-Castilien, doch gerieth dieser Name in Kürze vollständig in Vergessenheit. Nach der wichtigsten Stadt, nicht nur Luzons, sondern auch der Philippinen überhaupt, nach Manila14nämlich, wurde auch Luzon Manila genannt, aber nur von den Portugiesen und Franzosen, welche auch die gesammten Philippinen Manila-Inseln nannten, daher auch in einigen deutschen Werken des vorigen Jahrhunderts unser Archipel die Bezeichnung „die Manillen” führt, doch ist zum Glück diese geschmacklose Benennung von den deutschen Karten verschwunden. Zur Zeit der Conquista zerfiel Luzon in folgende Landschaften: Albay oder Ibalon, Camarínes oder Nebuy, Talyabas oder Calilaya, Batangas oder Comintana, Manila mit Tondo, Laguna de Bay, Pampanga, Pangasinan, Ilócos und Cagayan.Unter der LandschaftIbalonoderAlbayder Conquista ist der südlichste Theil Luzons zu verstehen, und zwar kann man als nördliche Grenzscheide die tiefe Einsenkung zwischen den beiden Vulcanen, dem (übrigens erloschenen) Mazaraga und Máyon (besser bekannt als „Vulcan von Albay”) annehmen. DieseLandschaftAlbay ist wohl zu unterscheiden von der späterenProvinzAlbay, zu welcher auch die Inseln Masbáte und Ticáo gehörten. Ibalon wurde 1569 durchGuzmanentdeckt und diese Entdeckung unmittelbar vonIbarrafortgesetzt, insbesondere an der Ostküste.Die LandschaftNebuyoderCamaríneshatte als nordwestliche Grenze die beiden Flüsse Rio Tabagon und Rio Cabibijan, von denen der erstere in die Bucht von Sogod an der Contracosta, der letztere in die Bucht von Guinayangan oder Ragay sich ergiesst. Von der Landschaft Albay ist Camarínes durch die obenerwähnte Einsenkung zwischen dem Mazaraga und Máyon getrennt. Der Entdecker von Camarínes istDon Juan de Salcedo, den nördlichen Theil entdeckte er bereits 1571, den Rest 1573. Die Catanduanes-Inseln an der Ostküste von Camarínes sind aber nicht von ihm, sondern vom CapitänChaves(1573) besucht worden, ebenso die Küstenstrecken in der Bucht von Ragay.CalilayaoderTayábasumfasste den schmalen isthmusartigen Landstrich Luzons, welcher vom Vulcane Mahayhay bis zu der von mir oben erwähnten Nordwestgrenze von Camarínes reichte. Die nördlichen Gestade (an der Contracosta) wurden vonSalcedo1571 entdeckt, die südlichen zur selben Zeit vom CapitänIbarra, ein Theil der an der Bucht von Ragay liegenden Gestade wurde erst 1573 vonChavesbetreten.Die LandschaftComintanaoderBatangaswurde auch nach ihrer grössten Stadt: Taal oder nach ihrem Binnensee, der Laguna de Bombon, Bombon genannt. Sie umfasste die heutige Provinz Batangas und den südlichen Theil der Provinz Cavite. Ihre Gestade wurden vonGoytiundSalcedo1570 entdeckt und diese Entdeckungen 1571 durchIbarravervollständigt. Die Laguna de Bombon wurde vonSalcedo1570 entdeckt, die nördlichen Ufer derselben wurden von ihm nur von der Ferne gesehen, da er nur im südlichen Theile des Sees an’s Land trat.Die LandschaftenManilaundTondoumfassten die heutige Provinz Tondo-Manila ganz, ferner den nördlichen Theil der Provinz Cavite und Theile der Provinz Bulacán. Ihre Küste wurde vonGoyti1570 entdeckt, wie denn dieser ungemein tüchtige Baske der Entdecker der Bai von Manila ist und nicht Salcedo. Die am Pasig gelegenen Theile wurden 1571 vonSalcedoentdeckt und unterworfen.Die LandschaftLagunaumfasste die ganzen Ufergebiete der Laguna de Bay (früher auch „Bahi” genannt) und wurde 1571 vonSalcedoentdeckt und tributpflichtig gemacht.UnterPampangaverstand man in den Zeiten der Conquista nicht allein die heutige Provinz gleichen Namens, sondern auch den nördlichen Theil von Bulacán, die südliche grössere Hälfte des heutigen Zambales, den südwestlichen Theil von Nueva Vizcaya und das ganze heutige Nueva Écija, La Infanta und Bataán. Die an der Bai von Manila gelegenen Theile, die Corregidor-Insel (damals Marivelez genannt), entdeckte 1571Goyti, alle übrigen Gestadelandschaften des alten Pampanga’s wurden 1572 von dem Cortés der Philippinen, dem ritterlichenDon Juan de Salcedo,auf seiner Umseglung Nord-Luzons entdeckt. Salcedo liess keine Bucht undurchforscht.Pangasinánumfasste die Küstenlande des Golfs von Lingayen (Lingayan), weshalb es auch Lingayen genannt wird. Die Halbinsel, welche zwischen dem Golf von Lingayen und der Bucht von Bazol liegt und mit dem Cap Bolinao endigt, gehörte damals zu Pangasinán, ebenso der südlichste Theil der heutigen Provinz Union. Pangasinán wurde vonSalcedo1572 entdeckt.Ilócosumfasste den ganzen langgestreckten aber schmalen Küstensaum, welcher vom Golf von Lingayen, und zwar vom Monte Sto. Tomas sich bis über das Cap Bogeador ausdehnt.Ilócoswurde ebenfalls 1572 vonSalcedoentdeckt und unterworfen.Cagayánwar das Land an der Nordküste Luzons und an den Ufern des Rio Grande de Cagayán (dem Rio Tago älterer Werke). Auch hier begegnen wir dem NamenSalcedo’swieder, der das Land entdeckte, aber nicht unterwarf (1572).Die nördlich von Luzon gelegenenBabuyanes-Inseln wurden in der Zeit zwischen 1581–85 entdeckt, von wem? ist nach dem mir vorliegenden Quellenmaterial nicht zu sagen. Ich vermuthe, dass CapitänCarrionsie entdeckte, als er eine japanische Piraten-Niederlassung an der Küste Cagayáns (in der Nähe des heutigen Aparri) verhinderte und seine Schiffe den japanischen Flüchtlingen nachsetzten. 1585 zählte Philipp II. auf diesen Inseln bereits 1000 Unterthanen. Die nördlich von den Babuyanes gelegenen Batanes oder Bashee-Inseln waren den Spaniern lange vor der angeblichen Entdeckung Dampier’s bekannt. So kehrte die Mannschaft des 1596 an der japanischen Küste gescheiterten spanischen Schiffes S. Francisco über die Batanes nach Manila zurück, ohne dass diese Schiffbrüchigen als Entdecker dieser Inselgruppe bezeichnet werden, es müssen also die Batanes schon vor 1596 den Spaniern bekannt gewesen sein. Erst in der Zeit des nordamerikanischen Unabhängigkeits-Krieges wurden diese Inseln von den Spaniern militärisch besetzt.E. Mindanao mit dem Sulu-Archipel.Es ist sehr schwer, die Entdeckungsgeschichte dieser Insel mit apodiktischer Sicherheit wiederzugeben, denn nirgends waren die ersten spanischen Seefahrer so freigebig mit Namensbezeichnungen, die sich selten localisiren lassen, als hier.In der ersten Zeit besass diese zweitgrösste Insel der Philippinen gar keine Gesammtbezeichnung, sondern nur die Namen der einzelnen Districte, denen das Wort Isla (Insel) vorgesetzt wurde, so dass man glauben konnte, einen ganzen Archipel, statt einer einzigen grossen Insel vor sich zu haben. Noch im Anfange des XVII. Jahrhunderts finden wir Bezeichnungen wie: Isla de Caraga, Isla de Butuan &c. vor. Auf diese Weise entstand die nie existirende Insel San Juan auf den alten Karten im Nordosten von Mindanao, welche, nebenbei gesagt, noch in Spruner’s historischem Handatlas ihre mysteriöse Existenz ungestört weiterfristet. Der Name Mindanao war auf das Mündungsgebiet des Rio Grande de Mindanao beschränkt, wo das mächtige Sultanat gleichen Namens sich bildete. Als durch die Jesuiten der Name Mindanao bald zur Gesammtbezeichnung der ganzen Insel wurde, entstanden grössere Confusionen selbst bei minder oberflächlichen Schriftstellern, indem die Landschaft Mindanao, das gleichnamige Sultanat (welches in seiner Blüthezeit die ganze Westküste des Eilandes umfasste) und die gesammten Inseln miteinander verwechselt wurden. Bei Benutzung alter Werke ist daher grosse Vorsicht nöthig, wenn man in denselben auf den Namen Mindanao stösst, selbst wenn dort „Isla de Mindanao” sich findet, ist oft nur das Mündungsgebiet des obenerwähnten Flusses gemeint. Nur wenn wir auf den Namen La Isla Grande (de Mindanao) stossen, ist jeder Zweifel überflüssig. Die Variante Magindanao wurde von spanischen Schriftstellern nur selten gebraucht. Der gediegenste Historiker der Insel der selbst lange Jahre auf ihr zugebracht hatte (Mitte des XVII. Jahrhunderts), P. Combes, schreibt stets Mindanao. Die Leute Magallanes’ nannten die Nordküste der vom Panguil-Busen sich vom Hauptkörper abtrennenden westlichen Halbinsel Mindanao’s Quipit oder Quepindo, eine Bezeichnung, die sehr rasch in Vergessenheit gerieth. Die Ost-Küste von Mindanao wurde schon damals nach ihrem Hauptorte Costa de Caraga (bei Pigafetta: Calagan) genannt. Bernardo de la Torre gab 1543 der ganzen Insel15den Namen Cesarea, doch ist auch diese Bezeichnung vollständig in Vergessenheit gerathen. Der nördliche Theil dieser Caraga-Küste hiess hier zur Zeit Legazpi’s vorübergehend nach einem Vorgebirge Costa de Cauit (Coauit). Zu Ende des XVI. und Anfang des XVII. Jahrhunderts zerfiel Mindanao in folgende (geographische) Landschaften, welche zum Theile sich mit den gleichnamigen politischen Gebieten deckten: 1.Mindanao(das Mündungsgebiet des Rio Grande de Mindanao und das zwischen diesem Flusse und dem südlichen Theile der Cordillera de Sugut oder Sujut liegende Territorium). 2.Buhayen, auch Buhayan, Boayhan &c. genannt (das Land zwischen dem Rio Grande und der Bahia de Sarangani, den Oberlauf des mehrgenannten Flusses mit einbegriffen). 3.Caragaumfasste die ganze Ostküste Mindanao’s bis zum südlichsten Punkte der Insel, der Punta Tinaca; auch das ganze Gebiet des Flusses Agusan, der bei Butuan mündet, wurde zu Caraga gerechnet. 4.Iligan(die Küste zwischen Iligan und der Insel Camiguin). 5. Das Land derIllanosundMalanao(das Territorium zwischen der Illanos-Bai16und dem Panguil-Busen mit dem See von Malanao). 6.Sibugueymit Zamboanga17, die langgestreckte Halbinsel umfassend, welche, von dem Isthmus zwischen dem Panguil-Busen und der Illanos-Bai beginnend, sich gegen Westen und Südwesten ausdehnt und bei Zamboanga ihr Ende findet. Zamboanga hiess damals Sampoangan.Nach dieser kurzen Beschreibung der alten Eintheilung Mindanao’s will ich zur Registrirung der Entdeckung seiner Küsten übergehen, wobei ich von dem Princip ausgehe, nur jene Entdeckungen zu melden, welche sich aus den Quellen ohne jede mir verhasste Hypothesenreiterei erweisen lassen.Beginnen wir bei der Nordküste: DieBai von Butuansowie dieSurigao-HalbinselentdeckteMagallanes1521. Schwieriger ist es, die Entdeckung der InselCamiguinund der zwischen dem Panguil-Busen und dieser Insel gelegenen Küstenstriche festzustellen. Gründlich untersucht wurde dieses Gebiet durch die Expeditionen, welcheLegazpivon Cebú aus 1565–1569 nach Mindanao unterSauz,GoytiundIslaabschickte, weshalb ich auf meiner Kartenskizze es mit der Farbe der Legazpi-Entdeckungen colorire, obwohl bereits die Expedition desVillaloboseinzelne Theile dieses Landes gesehen hat (Villalobos selbst nicht, aber von ihm auf Lebensmittelrequisition abgeschickte Schiffe). Der Panguil-Busen wurde wegen der Gefährlichkeit seines Fahrwassers, der Unwirthbarkeit seiner Gestade und der Feindseligkeit seiner Umwohner von den ersten Conquistadoren nur an seiner breiten Mündung besucht; vollständig wurden seine Gestade erst in den Jahren 1639 und 1640 erforscht, als der kühne Gobernador der Philippinen,Corcuera, systematisch von allen Seiten den Angriff auf die unabhängigen Malaien Mindanao’s eröffnete, um Spanien den Besitz der ganzen Insel zu sichern. Bei dieser Gelegenheit wurde auch derSee von Malanaodurch eine von Iligan abgehende Expedition entdeckt und seine Gestade für kurze Zeit Spanien zinspflichtig gemacht. Die ganze UmgebungDapitanswurde erst 1565 vonDon Miguel Lopez de Legazpientdeckt. Es darf nicht verschwiegen werden, dass Dapitan wahrscheinlich in der Zeit von 1531–1562 von Portugiesen besucht worden war, da wir aber hierüber keine sicheren Nachrichten besitzen, und Legazpi selbst von den Eingeborenen Nichts über eine frühere Ankunft oder Anwesenheit von Europäern erfuhr, so belassen wir den Spaniern den Ruhm der ersten Entdeckung. Die Küste um das Cap Quipit wurde im Jahre 1521 vonCarvalhoentdeckt. Die langgestreckte Halbinsel, an deren südlichem Ende Zamboanga liegt, wurde erst unterLegazpinäher erforscht, als die Spanier, unterstützt von den Fürsten von Dapitan, jenes Land der Krone Castiliens unterwarfen, doch ist auch hier mehr als wahrscheinlich, dass die Leute des Magallanes die ersten waren, welche dieses Land gesehen hatten. Die Entdeckung des Mündungsgebietes des Rio Grande de Mindanao gebührt ohne alle Frage den Portugiesen, ebenso nach meiner Vermuthung die Entdeckung der Punta Flecha. Die Südküste Mindanao’s, sowie die Sarangani-Inseln entdeckten die Leute des Magallanes auf ihrer Fahrt nach den Molukken.DasCap S. Augustin, sowie die gesammte Ostküste Mindanao’s entdeckte der Führer der Loaysa-Expedition,Toribio Alonso de Salazar, 1526. DieDavao-Baiwurde erst 1578 durchFigueróain ihrem gesammten Gebiete durchforscht.Schwieriger ist, die Entdeckung derSulu-InselnSchritt für Schritt zu verfolgen. Die Sulu-Inseln wurden von den Spaniern Xoló (nach der neuen Orthographie: Joló) genannt und zu ihnen natürlich auch Basilan gerechnet, welches damals nach einem seiner Küstenorte Taguima genannt wurde.Magallanessegelte mitten durch den Archipel, Albo nennt hiebei Sulu: Soló oder Soolou, Basilan aber: Jaguima (offenbar hat Navarrete in letzterem Worte J für T gelesen), später wurde die Hauptinsel einige Mal von einzelnen Spaniern aus den Molukken aufgesucht, unterSaavedra(1529) hielt sich ein spanisches Schiff einige Zeit in Sulu auf. Basilans Nordküsten wurden noch unterLegazpiin der Zeit 1566–1571 von den Spaniern betreten, die südlichen Gestade erst 1578 vonFigueróagenau untersucht, der dasselbe bei der Hauptinsel that. Figueróa sah zwar auch Tawitawi, betrat aber dessen Boden nicht, das geschah erst in den Zeiten Corcuera’s, als dessen tapfere SeeheldenAlmonte,UgaldeundMonforteden nach Tawitawi geflüchteten Sultan von Sulu zeitweilig belagerten.So können wir aus dem Gesagten ersehen, dass, ungeschmälert die unsterblichen Verdienste des Magallanes, Don Juan de Salcedo es war, dem die Krone unter den Entdeckern und Conquistadoren der Philippinen gebührt. Das Innere der meisten Inseln ist noch heut’ zu Tage eine terra incognita, erst in der jüngsten Zeit begann man das Versäumte nachzuholen, und unter diesen wissenschaftlichen Conquistadoren begegnen wir auch deutschen Namen: Dr. F. Jagor, Dr. A. B. Meyer, Prof. C. Semper und Dr. Ritter von Drasche. Am wenigsten durchforscht sind Mindanao, Mindoro und Palawan, obwohl der tapfere spanische Marine-Officier und Kartograph Don Claudio Montero y Gay zur näheren Kenntniss der erstgenannten Insel sehr viel beigetragen hat.1Magallanes’ Chronisten schreiben: Masava, Massana; andere Varianten sind: Dimasana, Limasana, Limasaba.2Sógbu, Zubu, Zubuth mit Varianten wie: Çubu &c.3P. Francisco Combes. Historia de las islas de Mindanao, Joló y sus adyacentes. Madrid 1667, p. 74.4Man vgl. darüber: Fray Juan de la Concepcion. Historia general de Philipinas. Sampaloc (Manila) 1788–92. Bd. V, p. 378.5Oder nur der Caragalandschaft?6Cartas de Indias. Madrid 1878, fol. 119.7Das Datum ist vom 24. September 1559.8Fray Gaspar de San Augustin. Conquista de las Islas Philipinas, Madrid 1698, p. 91.9Urdaneta wird als der erste genannt, welcher die Südsee von West nach Ost durchschiffte; eigentlich gebührt dieser Ruhm einem anderen Officiere des Legazpi, dem Capitän Arellano, welcher auf dem Wege nach den Philippinen desertirte und noch früher mit seinem von einem Mulatten gesteuerten Schiffe nach Méjico gelangte als Urdaneta. Er hatte diess gethan, um den Preis zu gewinnen, den der König auf die erste Durchkreuzung der Südsee von West nach Ost ausgeschrieben hatte.10Die Schreibweise Bisayer ist unrichtig.11Man vgl. darüber: Fray Gaspar de S. Augustin, a. a. 0., p. 214 u. 515.—Fray Juan de la Concepcion. a. a. O., Bd. VIII, p. 137.—Rafael Diaz Arenas, p. 30.—Buzeta y Bravo. Diccionario geográfico, estadístico, histórico de las Islas Filipinas, Madrid 1850, Bd. I, p. 285; Bd. II, p. 311.—M. C. Sprengel, Geschichte und Beschreibung der Philippinischen Inseln (in Forster’s und Sprengel’s Beiträgen zur Länder- und Völkerkunde, Leipzig 1782), S. 30.12Damals auchNebuygenannt.13Unter den „Eroberungen” in den Visayern ist immer nur die Unterwerfung der Küstenorte zu verstehen, denn die schwach bevölkerten Binnenlandschaften sind zumeist noch heute unabhängig.14Diese Schreibweise mit Il „Manilla” ist ganz falsch, sie findet sich leider in vielen Lehrbüchern der Geographie.15Vielleicht nur der Caraga-Küste (?).16In deutschen Karten findet man: Illana-Bai, das ist entschieden falsch, denn in dem spanischen Worte Bahia Illana ist das letztere Wort ein Adjectiv, hergeleitet von dem Substantiv Illano. Die Illanos sind nämlich die Küstenbewohner jener Bai; es kann daher im Deutschen nur richtig lauten: Illanos-Bai, Bai der Illanos oder Illanische Bai, aber nie Illana-Bai.17Das Gebiet von Zamboanga wurde auch „Land der Subanos” (Çubanos) genannt.Alphabetisches Register der Citatabkürzungen.Allg. Hist. d. Reis.—Allgemeine Historie der Reisen in Wasser und zu Lande. Leipzig 1748.Argensola—Bartolomé Leonardo de Argensola. Conquista de las Islas Malucas. Madrid 1609.Ausland—Das Ausland.Barrantes—D. Vicente Barrantes. Guerras piráticas de filipinas contra mindanaos y joloanos. Madrid 1878.Bastian Reisen—A. Bastian. Die Völker des östl. Asien. Leipzig 1866–71.Boletines—Boletines de la Sociedad geográfica de Madrid.Bowring—Sir John Bowring. Una visita á las Islas filipinas. Manila 1877.Buzeta—Buzeta y Bravo. Diccionario geográfico, estadístico, histórico de las Islas Filipinas. Madrid 1850.*Calayag—P. Fel. Calayag y Clemente. Vida de las Aitas ó Negritos y las circunstancias de sus personas. Bosoboso 1877.Cañamaque fil.—Francisco Cañamaque. Las Islas filipinas. Madrid 1880.Cañamaque recuerdos—Francisco Cañamaque. Recuerdos de Filipinas. Madrid 1877.Carletti—Viaggi. Ragionamenti di Francesco Carletti. Firenze 1701.Cartas de Ind.—Cartas de Indias. Madrid 1877.Cavada—D. Agustin de la Cavada Mendes de Vigo. Historia geográfica, geológica y estadística de Filipinas. Manila 1876–77.Chamisso—Ad. v. Chamisso. Reise um die Welt mit der Romanzoffischen Entdeckungs-Expedition. Berlin 1856.Combez—P. Combez. Historia de las Islas de Mindanao, Joló y sus Adyacentes. Madrid 1667.*Crawfurd—Crawfurd. History of the Indian Archipelago. Edinburg 1820. Crawfurd. Descriptive Dictionary of the Indian Islands. London 1856.*Dalrymple—Alex. Dalrymple.Oriental Repertory. London 1793.Ich konnte nur Auszüge in der „Neuen Sammlung der Reisebeschreibungen” und in Sprengel’s „Auswahl der besten ausl. geogr. u. stat. Nachrichten zur Aufklär. der Völker- und Länderkunde” benutzen.Dampier—Wilh. Dampier. Neue Reise um die Welt. Leipzig 1708.Deguignes—Deguignes. Reisen nach Peking, Manila und Isle de France. Leipzig 1810.Diaz Arenas—D. Rafael Diaz Arenas. Memórias históricas y estadísticas de Filipinas. Manila 1850.Drasche—Dr. Richard von Drasche. Fragmente zu einer Geologie der Insel Luzon. Wien 1878.Erdk.—Zeitschrift für allgemeine Erdkunde, Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin.Forrest—Th. Forrest. A voyage to New Guinea and the Moluccas. London 1779.Forster—J. R. Forster. Nachrichten von Balambangan, den Sulu-Inseln, wie auch dem nördlichen Theile von Borneo (in Forster und Sprengel’s Beiträgen zur Länder- und Völkerkunde).Fr. Gaspar de S. Aug.—Fray Gaspar de San Augustin. Conquista de las Islas Philipinas. Madrid 1698.Fr. Juan de la Concep.—Fray Juan de la Concepcion. Historia general de Philipinas. Sampaloc 1788.Garín—D. Arturo Garín, Memoria sobre el Archipiélago de Joló (in denBolet. d. l. Soc. geogr. de Madrid).Gemelli—Careri—Gemelli Careri. A voyage round the world. London 1704 (in ChurchillsCollection of travels).Globus—Globus.Hügel—K. Freiherr v. Hügel. Der Stille Ocean und die spanischen Besitzungen im ostindischen Archipel. Wien 1860.*Hunt—Ein Artikel Hunt’s über den Zustand Sulu’s im Jahre 1815, citirt von Sinibaldo Mas in seinem Informe &c.Ilustracion—La Ilustracion filipina.Ilustr. del Oriente—La Ilustracion del Oriente.Jagor Phil. (oder Reisen)—F. Jagor. Reisen in den Philippinen. Berlin 1873.Jagor, Skizzen—F. Jagor, Reiseskizzen. Berlin 1866.*Journal—Asiatic Journal. London 1829–1835.Koner—W. Koner. Der Sulu-Archipel (in der Zeitschr. der Ges. f. Erdk. zu Berlin).Kossak—Kossak. Prof. Hildebrandt’s Reise um die Welt. Berlin 1870.Lillo—D. Maximino Lillo de Gracia. Filipinas. Distrito de Lepanto. Manila 1877.Mallat—Mallat. Les Philippines. 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Anthropologie der Naturvölker. Leipzig 1865.Zuñiga—Martinez de Zuñiga. Historia de Philipinas. Sampaloc 1803.* Die mit einem Sternchen versehenen Werke habe ich nur aus zweiter Hand benutzt.Druck der Engelhard-Reyher’schen Hofbuchdruckerei in Gotha.KolophonKorrekturenDie folgenden Korrekturen sind am Text angewendet worden:SeiteQuelleKorrektur2PilippinenPhilippinen3bei Angatbeim Monte Angal5ihre reigenenihrer eigenen6tagalische GottheitIgorroten-Gottheit6Dumat-NegritosDumagat-Negritos9BuzelaBuzeta12,53[Nicht in der Quelle]”13,.15aufgehobenausgehoben17,30,30,69[Nicht in der Quelle].19[Nicht in der Quelle],22AnchauungenAnschauungen23rettunglosrettungslos25..26.,28”??”29Asite asAsiteras31SchurfgebietSchürfgebiet36nordöstlichsüdöstlich41ProgrammspunktProgrammpunkt44IsarogIsaróg48CalamianenCoyuvos48westlichenöstlichen49in der Nähe Butuans, von dort bis an die Ostküste Mindanao’szwischen Surigao und der Laguna Maïnit, ferner nordwestlich von Llangan50[Nicht in der Quelle]Tagacaolos wohnen auch als Nachbarn der Mandayas nördlich von der Balete-Bai.50ebenso in den (südlichen) Districten der Provinz Surigao (Cavada II, 206)am Oberlaufe des Rio Agusan und des Rio Sahug, ebenso trifft man Mandayas in dem Hinterlande der Küstenorte Caraga, Santa Maria und Zatagoza (Dr. Montano y Rey).69CrawfurCrawfurd69spanishSpanish

Anhang.Die maritimen Entdeckungen der Spanier im Archipel der Philippinen.Fernando Magallanes erreichte am 16. März 1521 die InselJomonjolin derSurigao-Gruppe und wurde so der Entdecker der Philippinen, denen er den NamenS. Lazarus-Archipel verlieh, doch hat diese Benennung wenig Anklang gefunden, und wir werden sehen, dass diese so reiche Inselgruppe bis zum Empfange des heutigen Namens von den Spaniern gewöhnlich „Islas de Poniente” genannt wurde, d. h. die Inseln des Westens, während sie die Portugiesen die „Islas del Oriente”, d. h. die Inseln des Ostens, hiessen. Magallanes trat mit den Bewohnern Jomonjols in freundlichen Verkehr, setzte aber, sobald seine Kranken sich ein wenig erholt hatten, seine Reise fort, auf welcher er die grosse InselLeyteund zwar die Südostküste entdeckte, zwischen welcher und der kleinen InselPanaoner zu dem InselchenLimasaua1gelangte, deren Radjah ihn freundlich aufnahm. Von dort begab er sich nachButuanan der Nordküste vonMindanao. In Butuan zog er genaue Erkundigungen über die grosse Insel ein, insbesondere über die Ostküste derselben, deren NamenCaragasein Chronist Pigafetta in Calagan verzerrte. Da aber in Mindanao keine Lebensmittel aufzutreiben waren, so kehrte Magallanes nach Limasaua zurück, deren Radjah sich ihm selbst als Lootsen erbot, um die Spanier nach dem Centrum der Visayer-Inseln, nach Cebú zu führen. Die Expedition brach also unter der Führung des Radjahs auf und segelte zunächst nach Norden, entlang den Gestaden Leyte’s. Diese grosse Insel führt bei Pigafetta zwei Namen, der südliche Theil wird dortCeylon, der nördliche nach einem Orte der WestküsteBaybaygenannt. Von Baybay wandte sich die Expedition nach Westen, erreichte die kleine Inselgruppe derCamotes, segelte dann Südwest und gelangte so zur InselCebú2und nach Passirung des Canales, welcher Cebú vonder InselMactántrennt, nach der wichtigsten Stadt jener grossen Insel, welche ebenfalls Cebú hiess.Da es nicht meine Aufgabe ist, eine Geschichte der Fahrt Magallane’s zu geben, sondern nur die auf die Philippinen bezüglichen Entdeckungen kurz zu registriren, so sei erwähnt, dass nach dem unglücklichen Ende des kühnen Magallanes seine Expedition sich nach der Westküste vonBoholwandte und von dort zwischen der Südspitze vonNegrosund der InselSiquijorihre Richtung gegen Südwesten nahm. Die Spanier entdeckten einen neuen Theil der Mindanaoküste und zwar jenen, welcher westlich von Dapitan beginnt und ungefähr bei der Punta Gorda endigt. Nach dem im Osten der Punta Gorda befindlichen Cap Quipit nannten sie die ganze Strecke, die sie vielleicht für eine besondere Insel ansahen,Isla de Quipit ó Quepindo. Dann folgte die Entdeckung vonPalawan, welches von den SpaniernParaguagenannt wird; die Spanier entdeckten ferner auf ihrer abenteuerlichen Flucht von BorneoSulu(Hauptinsel), die Südküste von Mindanao und dieSerangani-Inseln, von wo aus sich die Reste der Magallanes-Expedition nach den Molukken wandten und somit das Gebiet der Philippinen verliessen.Durch diese spanische Expedition wurden die Portugiesen auf die Philippinen aufmerksam, sie schickten einzelne Schiffe dahin ab, welche aber keine neuen Entdeckungen machten. In Spanien hatte man sich inzwischen entschlossen, eine neue Expedition nach den Molukken auslaufen zu lassen, nachdem ein in Elvas und Badajóz tagender Congress spanischer und portugiesischer Geographen und Seefahrer resultatlos auseinandergegangen war; der Congress hatte über die Frage entscheiden sollen, ob die Molukken zum spanischen oder zum portugiesischen Weltantheil gehörten. Die neue Expedition bestand aus sieben baskischen Schiffen, welche unter dem Befehle des Johanniters Don Fray García Jofre de Loaisa standen, zu dessen eventuellem Nachfolger der erste Weltumsegler Don Juan Sebastian de Elcano bestimmt war. Nach schweren Verlusten erreichte die Expedition die Südsee, wo rasch hintereinander Loaisa und Elcano starben; den Oberbefehl übernahm nun Toribio Alonso de Salazar, welcher, nach kurzem Aufenthalte in den Ladronen, am 8. October 1526 die Islas de Poniente erreichte und zwar an der Ostküste vonMindanao. Salazar wurde so der Entdecker derCaraga-Küste. Er lief in den Hafen von Liangan ein, starb aber bald, worauf der muthige Baske Martin Iñiguez (Yañez) de Carquizano Chef der Expedition wurde. Carquizano versuchte nach Cebú zu gelangen, widrige Winde hinderten ihn daran, und so begab er sich nach den Molukken, wo er mit seinen Leuten gegen die Portugiesen kämpfte. Salazar soll den Islas de Poniente zuerst den Namen „Philippinen” beigelegt haben, doch ist diess ein Irrthum. So war durch Loaisa’s Expedition nur die Ostküste von Mindanao entdeckt worden.Eine Expedition nach den Islas de Poniente und den Molukken sollte bald darauf Neu-Spanien verlassen. Auf Befehl Kaiser Karl’s V. rüstete der glorreiche Eroberer von Méjico D. Fernando Cortés in dem kleinen pacifischen Hafen Neu-Spaniens Zacatula oder Civatlanejo eine Flotte von drei Schiffen aus, welche unter der Führung des D. Alvaro de Saavedra am 31. October 1527 auslief. Da das Hauptziel dieser Expedition der Molukken-Archipel war, so berührte Saavedra nur flüchtig die Philippinen und zwar an der Ostküste von Mindanao, von wo er nach den Molukken aufbrach, so dass diese Expedition nicht in der Lage war, neue Entdeckungen in dem Archipel zu machen. Von den Molukken aus versuchte Saavedra zwei Mal ohne Erfolg durch das Stille Meer nach Méjico zurückzukehren, wobeiSuluvon den Spaniern wieder aufgesucht wurde.Durch den Vertrag von Zaragoza vom Jahre 1529 entsagte Kaiser Karl V. seinen Ansprüchen auf die Molukken, und da die Islas de Poniente nach den damaligen Anschauungen ziemlich werthlos erschienen, so hörten alle Versuche von spanischer Seite auf, sich mit der Entdeckung und Colonisation dieses Archipels zu befassen. Die Portugiesen selbst waren zu sehr mit den Molukken beschäftigt, als dass man in den Regierungskreisen an eine nähere Durchforschung des Archipels gedacht hätte, nachdem die Spanier aus diesen Theilen der Welt verdrängt waren. That auch der portugiesische Staat nichts, so versuchten es doch Privatleute, für ihren Glauben und die Herrschaft ihres Vaterlandes Propaganda zu machen. Ein portugiesischer Edelmann, Francisco de Castro, hatte bereits auf Mangcassar in Celebes als Missionär gewirkt, ohne selbst Priester zu sein. 1531 kam er nach der Insel Mindanao und bekehrte dort einige Fürsten, darunter den Radjah von Butuan, zum Christenthume3; es mögen auch noch andere Portugiesen auf dieser Insel geweilt haben, jedenfalls ist aber die Entdeckungsgeschichte der Philippinen durch sie nicht bereichert worden. Die Portugiesen machten sich bald darauf in Mindanao unmöglich, indem der portugiesische Capitän Pinto nach Abschluss eines Freundschaftsvertrages mit dem Radjah der Insel Surigao auf dessen Unterthanen Jagd machte, worauf die empörten Eingeborenen den verrätherischen Sclavenjäger zur schleunigen Heimkehr nöthigten. Die Jesuiten und Portugiesen behaupten, dass zu Anfang der vierziger Jahre des XVI. Saeculums der berühmte Apostel der Indier, Franciscus Xaverius auf Mindanao das Christenthum gepredigt hätte, was aber austriftigen Gründen bezweifelt wird4; jedenfalls hat er zur weiteren Aufdeckung Mindanao’s nichts beigetragen.Einer von den Officieren des Loaisa, der wackere baskische Capitän D. Andrés de Urdaneta kehrte erst 1536 nach Spanien von den Molukken zurück, wo er unter den Fahnen des Sultans von Tidore rühmlich gegen die Portugiesen gefochten hatte. Dieser tüchtige Seemann und Haudegen suchte dem Kaiser Karl die Wichtigkeit der halbvergessenen Islas de Poniente hervorzuheben, welche nach seiner Vorstellung die Spanier für die Cession der Molukken entschädigen sollten. Eingehend wies Urdaneta nach, dass die Islas de Poniente innerhalb des spanischen Weltantheils lägen, während die Portugiesen das Gegentheil behaupteten. Wenn auch Karl damals mit wichtigeren Angelegenheiten beschäftigt war, so versäumte er es nicht, dem Rathe von Indien eine genaue Prüfung der Vorschläge Urdaneta’s anzuempfehlen. Da der berühmte amerikanische Conquistador D. Pedro de Alvarado ohnehin sich mit dem Plane trug, einen Zug durch das Stille Meer nach China zu unternehmen, und dieser spanische Held über eine hinreichende Anzahl von Schiffen und Soldaten gebot, so gab der Kaiser ihm den Befehl, nach den Islas de Poniente aufzubrechen, jedoch sollte er unter keiner Bedingung die Molukken oder irgend welche andere Besitzung der portugiesischen Krone berühren, noch auch in die Streitigkeiten der eingeborenen Fürsten und Portugiesen sich mengen. Alvarado begann auch sogleich sich zu rüsten; schon schien Alles zum Auslaufen bereit, als die Indier der Provinz Jalisco sich empörten. Alvarado zog gegen sie zu Felde, aber ein Sturz vom Pferde machte seinem abenteuerlichen Leben ein Ende.Da das Geschwader segelfertig war, so beschloss der Vicekönig von Méjico, D. Antonio de Mendoza, es auch nach dem Tode des designirten Befehlshabers auslaufen zu lassen. Der Vicekönig trug das Commando zunächst dem in Méjico angelangten Urdaneta an, da aber dieser erklärte, die an die Führung der Expedition geknüpften Bedingungen und Vorschriften nicht annehmen zu können, so wurde der Oberbefehl einem Verwandten des Vicekönigs anvertraut, dem Ruy Lopez de Villalobos, von dem der alte Waffengefährte des Cortés, Bernal Diaz de Castillo, sagt: „que sabia mucho de alturas y del arte de navegacion”. Da, wie erwähnt, Alvarado seinen Zug bis nach China hatte ausdehnen wollen, so hatte er dementsprechend eine grosse Zahl von Schiffen zusammengebracht; der Vicekönig wollte das Ziel der Expedition auf die Islas de Poniente beschränken, und weil ohnediess der Aufstand in Jalisco der Flotte einen Theil der Besatzung entzog, so erhielt Villalobos den Befehl, sich nur die besten unter den Schiffen Alvarado’s auszusuchen, was denn auch geschah.Am 1. November 1542 verliess Villalobos den mejicanischen Hafen Navidad (Natividad) mit fünf Schiffen und 370 Mann. Am 2. Februar 1543 erreichte er die Ostküste Mindanao’s und landete in der Caraga-Bucht. Bernardo de la Torre, Commandant der Landtruppen der Expedition, gab Mindanao5den NamenCesareazu Ehren des Kaisers. Sein Versuch, auf den an der Südspitze Mindanao’s liegenden Sarangani-Inseln eine Niederlassung zu gründen, misslang wegen Mangel an Lebensmitteln. Die Portugiesen auf den Molukken erhielten hiervon Kunde und schickten einen Gesandten ab, welcher von Villalobos die sofortige Räumung des gesammten Archipels forderte, weil er zum portugiesischen Weltantheil gehöre. Der durch eine grosse Anzahl erhaltener Vorschriften in seinem freien Thun und Lassen behinderte Villalobos schickte hierauf ein Schiff nach Neu-Spanien zurück, um neue Instructionen zu holen, aber dasselbe musste durch widrige Winde genöthigt umkehren. Villalobos verliess in Folge der eintretenden Hungersnoth die Sarangani-Inseln und suchte nach Cebú zu gelangen. Jetzt begann eine wahre Odyssee für diese unglückliche Expedition, welche beständig mit widrigen Winden und Mangel an Lebensmitteln zu kämpfen hatte. Umsonst schickte Villalobos von Butuan aus Schiffe nach Bohol und anderen Inseln, die Spanier schwebten beständig in der Gefahr, den Hungertod zu erleiden. Zwei seiner Brigantinen gelangten nach der InselSámarund zwar an die Ostküste derselben, welche damalsIbabáogenannt wurde, während der westliche, gegen Leyte gewendete Theil den Namen Sámar schon führte, welcher heute der ganzen Insel zukommt, während der Name Ibabáo vollständig in Vergessenheit gerathen ist, obwohl im XVII. Jahrhundert dieganzeInsel auch Ibabáo genannt wurde. Die Spanier des Villalobos nannten die Insel nach dem Radjah von IbabáoTendaya(oder Tandaya), Villalobos gab ihr aber nach dem Infanten Don Felipe den NamenFilipina, ohne jedoch den Namen auf den ganzen Archipel auszudehnen, wie gewöhnlich angenommen wird. Noch am 15. Juli 1552 nennt Fray Nicolas de Witte in einem an den Kaiser selbst gerichteten Schreiben die von Magallanes entdeckten Inseln „Islas de Poniente”6, was er gewiss nicht gethan hätte, wenn jener Archipel nach dem Sohne und Thronerben des Kaisers benannt worden wäre. Die BezeichnungNeu-Castilien, welche Villalobos den heutigen Philippinen gab, gerieth ebenso schnell in Vergessenheit, wie der Name Islas de San Lazaro, den ihnen Magallanes verliehen hatte. DieUnmöglichkeit, Lebensmittel zu erlangen oder Cebú zu erreichen, zwangen schliesslich nach langen Irrfahrten den spanischen Admiral, mit dem Reste seiner Leute nach den Molukken aufzubrechen und den Portugiesen halbverhungert sich zu ergeben, nachdem ein Versuch misslungen war, ein Schiff in südlicheren Breiten (längs Neu-Guinea) nach Neu-Spanien um Succurs zu senden. Der Befehlshaber dieses Schiffes, der seekundige Mönch Fray Gerónimo de S. Estévan y Jimenez, gab angeblich Neu-Guinea den noch heute gebräuchlichen Namen. Die auf Sámar durch Schiffbruch zurückgebliebenen Spanier wurden durch Schiffe des Sultans von Tidore nach den Molukken gebracht.Nach dieser unglücklichen Expedition verlor Kaiser Karl V. alle Lust, sich weiter mit den Islas de Poniente zu beschäftigen, sie hatten ihn nur Blut und Geld gekostet, ohne auch nur einen Ersatz für die auf ihre Entdeckung verschwendeten Opfer zu bieten; erst als sein Sohn Philipp II. zur Regierung gelangte, begann man am spanischen Hofe sich wieder der Islas de Poniente zu erinnern. Es ist nur zu wahrscheinlich, dass Urdaneta es war, der den König auf jenen entlegenen Erdtheil aufmerksam machte. Philipp entschloss sich im Jahre 1558 nochmals, den Versuch zu unternehmen, die Islas de Poniente zu erobern, er richtete ein in den schmeichelhaftesten Ausdrücken verfasstes Schreiben7an Urdaneta, in welchem er ihm mittheilte, dass der Vicekönig von Neu-Spanien den Befehl erhalten hätte, nach den Islas de Poniente (also Philipp kennt den Namen Philippinen nicht) eine Expedition auszusenden, und dass es der Wunsch des Königs wäre, dass Urdaneta an diesem Zuge Theil nehme. Urdaneta war inzwischen Augustinermönch geworden, und aus seinem Kloster in der Stadt Méjico schickte er dem Könige als Antwort auf dessen Schreiben ein ausführliches Memorial über die Schifffahrt in der Südsee und den ihm bekannten ostasiatischen Gewässern. Der Vicekönig hatte gleichzeitig den Befehl zur Ausrüstung jener Expedition erhalten, es stand ihm die Auswahl der Befehlshaber, der Schiffe und Mannschaft frei; die Richtung und Ausdehnung der Fahrt aber, kurz die ganze Direction der Unternehmung sollte dem erfahrenen Fray Andrés Urdaneta überlassen bleiben, der den Titel eines „Protector de Indios” erhielt. Auf Vorschlag des Urdaneta wurde sein Landsmann, der Baske Don Miguel Lopez de Legazpi zum Chef der Expedition ernannt, auch die Mannschaft der aus fünf Schiffen bestehenden Flotte bestand grösstentheils aus seekundigen Basken.Am 21. November 1564 verliess die Expedition die Küste Neu-Spaniens; am 9. Januar 1565 wurden die Ladronen erreicht und am 13. Februar die erste Philippine, die kleine InselSuluan, südlich von Sámar, der Legazpi den NamenBuen Señal(das gute Omen) gab. Da es nicht in meiner Absicht liegt, eine Geschichte der spanischen Eroberung der Philippinen zu geben, sondern mich nur mit der kurzen Registrirung der Entdeckungen zu beschäftigen, so erwähne ich, dass Legazpi zunächst Sámar aufsuchte und zwar den südlichen Theil, er nennt die Insel: „Ibabáo”. Von dort wandte er sich nach Leyte und landete bei dem uns schon durch Magallanes bekannten Inselchen Panaon. Da die Expedition trotz aller freundlichen Bemühungen die in die Bergwildnisse sich flüchtenden Eingeborenen zur Lieferung von Lebensmitteln nicht bewegen konnte, so entschloss sich Legazpi, am 14. März nach Mindanao zu gehen, entweder nach Butuan oder der Insel Camiguin, widrige Winde verschlugen ihn aber nach dem damals sehr schwach bevölkerten8Bohol, so dass er auch hier keine Lebensmittel auftreiben konnte, zumal auch hier die Eingeborenen sich mit den Spaniern in keinen Verkehr setzten. Legazpi schickte nun das schnellste seiner Schiffe, den S. Juan, unter Capitän Isla nach Butuan, um mit dem Fürsten dieses Landes einen Freundschaftsvertrag abzuschliessen und Lebensmittel und Zimmt dort einzukaufen. Ehe noch Isla von seiner glücklichen Fahrt nach Butuan zurückgekehrt war, hatte Legazpi durch Vermittelung eines Steuermannes aus Borneo sich mit den Häuptlingen von Bohol befreundet und mit dem vornehmsten derselben Blutsfreundschaft (beide tranken gegenseitig ihr Blut) geschlossen. Legazpi schickte den Piloto Mayor der Flotte, Don Estévan Rodriguez, in Begleitung des borneanischen Steuermannes, mit geringer Bedeckung mit einem kleinen Fahrzeuge ab, um Cebú zu recognosciren und die Route dorthin sicherzustellen. Als dieses Schiff lange ausblieb, wurden zwei spanische Soldaten auf einem Boote der Eingeborenen dem ersteren nachgeschickt, sie kehrten mit der Nachricht zurück, dass von dem ersten Fahrzeuge nichts zu erblicken wäre, dagegen brachten sie die frohe Kunde, dass Cebú von Reichthümern strotze, bald darauf traf Rodriguez ein und bestätigte diese Nachrichten, auch Capitän Isla langte mit reicher Ladung an. Das kam zur rechten Zeit, denn schon hatten Hungersnoth und Enttäuschung (man fand nirgends Gold) die Leute unzufrieden gemacht und selbst unter dem Officierscorps den Wunsch nach einer Rückkehr nach Neu-Spanien hervorgerufen, Legazpi hatte sich genöthigt gesehen, einen Kriegsrath einzuberufen, der erst nach langen und stürmischen Debatten sich für das Bleiben entschied.Am 22. April verliess Legazpi Bohol, statt aber direct nach Cebú zu gelangen, wurde er nachDapitanan derNordküste von Mindanao verschlagen, wo ihm der Fürst desselben, Pagbuya, erst die Piloten gab, welche die Expedition glücklich nach dem Hauptorte Cebú’s brachten, wo Legazpi’s Schiffe am 27. April 1565 Anker warfen und zwar in der Ensenada de Mandave. Dort gründete Legazpi eine spanische Niederlassung, die er zuerst S. Miguel de Cebú nannte, deren Name er aber bald darauf in „Villa de Santísimo Nombre de Jesús” umänderte, als ein Soldat die Statue eines Jesuskindes fand, die wahrscheinlich von Magallanes’ Leuten zurückgelassen worden war. Fray Andrés de Urdaneta kehrte hierauf mit dem besten Schiffe nach Neu-Spanien zurück, um den Vicekönige den Bericht über den Stand der jungen Colonie zu erstatten und um Verstärkungen und Nachsendungen zu fordern9.Auch in Cebú litten die Spanier Mangel an Lebensmitteln, denn die Eingeborenen bauten nicht mehr als sie selbst brauchten, und das nach Neu-Spanien abgegangene Schiff hatte die wenigen Vorräthe vollständig erschöpft. Legazpi schickte den Capitän Goyti ab, um Lebensmittel aufzutreiben, Goyti wurde so der Entdecker von der Westküste von Cebú und den gegenüberliegenden Gestaden vonBuglás, das er nach seinen schwarzen Bewohnern dieIsla de Negros(Neger-Insel) nannte. Im folgenden Jahre (1566) gelangte der Oberst Mateo de Sauz bis nachPanay, als er Reis einkaufen wollte, bei dieser Gelegenheit besuchte er die Westküste von Negros. Derselbe Sauz (ebenfalls ein Baske) entdeckte noch in demselben Jahre die Nordküste der Isla de Baybay (Nord-Leyte), die Inseln Bilaran und Panamao, sowie den nördlich von der Juanico-Strasse gelegenen Theil von der Westküste Sámars. Der unermüdliche Sauz begab sich noch in demselben Jahre und zwar zum zweiten Male nach Butuan, und besuchte auch die Ostküste Mindanao’s, deren nördliche Strecke er Küste Coavit (nach dem heute Cavit geschriebenen Cap) benannte, dort stiess er aber mit einem portugiesischen Schiffe zusammen, denn die Portugiesen waren gekommen, um durch Güte oder Gewalt die Spanier zur Räumung der heutigen Philippinen zu zwingen. Die Portugiesen erschienen auch in der Nähe von Cebú, kehrten aber wieder nach den Molukken zurück, da sie die Spanier stärker vorfanden, als ihnen berichtet worden war. Im März 1567 wurde die Entdeckung von Panay durch den Capitän de la Haya vollendet.In demselben Jahre schickte Legazpi ein Schiff nach Neu-Spanien ab, welches einen genauen Bericht des spanischen Generals an seinen König zu überbringen hatte. In diesem Briefe nennt Legazpi den ganzen von ihm bisher entdeckten Archipel „Islas Filipinas”, welche Benennung noch heute allgemein üblich ist. Die Inselgruppe, welche Cebú, Bohol, Leyte, Sámar, Negros und Panay umfasst, also jenen Archipel, welchen die SpanierIslas Visayasheute nennen, bezeichnete er mit dem NamenIslas de Pintados, weil die Eingeborenen sich den Leib zu bemalen pflegten. Der Name Pintados für die Visayer10-Inseln und deren Bewohner erhielt sich bis in den Anfang des XVIII. Jahrhunderts. Das Jahr 1568 brachte wenig neue Entdeckungen, weil die Spanier, von einer portugiesischen Flotte in Cebú angegriffen, Mühe hatten, sich des plötzlichen Angriffes zu erwehren.Da Cebú zu wenig Lebensmittel producirte, so verlegte Anfang 1569 Legazpi sein Hauptquartier nach dem reichen Panay und zwar an die Nordküste dieser Insel, wo die heutige Provinz Capiz sich befindet, von da an jagt eine Entdeckung die andere. Der Sevillaner Edelmann D. Luis Henriquez de Guzman entdeckte und eroberte die InselnMasbate,BuríasundTicao, von dort gelangte er nach der LandschaftAlbay, dem südlichsten Theile Luzons, er war also der erste Spanier, welcher die grösste Insel der Philippinen betrat, und das betone ich ausdrücklich, weil man oft der Ansicht begegnet, die Entdecker Luzons wären Goyti und Salcedo gewesen11. Ihn begleitete auf diesen Zügen der Augustiner Fray Alonso Jiménez. Die vollständige Unterwerfung dieser Gebiete führte unmittelbar darauf der Capitän D. Andrés de Ibarra aus. Damals führte Albay den NamenIbalonoder wurde wenigstens so von den Spaniern genannt.Zur selben Zeit unternahm der heldenmüthige Enkel Legazpi’s, Don Juan de Salcedo, an der Spitze von 30 Spaniern und 500 Eingeborenen eine Expedition nach der den Spaniern noch unbekannten grossen InselMindoro, deren Küsten er befuhr; er entdeckte noch überdiess die InselLubangund kam auf diese Weise in die unmittelbarste Nähe der Bay von Manila.Inzwischen hatte Legazpi den Befehl vom König erhalten, den gesammten Archipel der Philippinen der spanischen Krone zu unterwerfen, deshalb trachtete er vor Allem darnach, Manila’s sich zu bemächtigen, dessen Kaufleute und Schiffe er in Mindanao wie den Pintados getroffen hatte und von dessen Reichthume sich die Spanier überschwengliche Vorstellungen machten. Während er sich mitden Rüstungen zu diesem Zuge und dem Aufbau seiner Befestigungen in dem zu einer Ciudad (kgl. Freistadt) erhobenen Cebú (Santísimo Nombre de Jesús) beschäftigte, wurden der Maestre de Campo (Oberst) Goyti und Juan Salcedo mit mehreren Schiffen und 120 spanischen Soldaten und zahlreichen „Pintados” abgeschickt, um Luzon, insbesondere Manila, zu recognosciren (1570).Die Expedition erreichteLuzonan den Küsten der heutigen ProvinzBatangas, welche damalsComintanagenannt wurde, hier trennten sich die beiden Führer, Goyti segelte nach Norden und wurde so der Entdecker der herrlichenBai von Manila, Salcedo aber entdeckte den grossen Binnensee vonBombon, in dessen Mitte auf einer kleinen Insel der niedrige aber unheilvolle Vulcan von Taal sich befindet. Damals war das kurze Flüsschen, welches die Laguna de Bombon mit dem Meere verbindet, tief genug, um den seichtgehenden Schiffen Salcedo’s das Einlaufen in den See zu gestatten. Als aber Salcedo mit den Umwohnern der Lagune in Kampf gerieth und selbst verwundet wurde, zog er sich zurück und vereinigte sich erst vor Manila mit Goyti. In Manila wurden die Spanier plötzlich überfallen, woran vielleicht portugiesische Wühlereien Schuld trugen, wenigstens fand man nach der Erstürmung des hölzernen Forts des Sultans von Manila einen Portugiesen, welcher die Artillerie befehligt hatte. Ich glaube, dass jener Portugiese kein Agent seines Vaterlandes gewesen ist, die dürftigen Nachrichten gestatten den Schluss, dass er ein Deserteur oder Renegat gewesen sei. Nach der Züchtigung der verrätherischen Eingeborenen kehrten Goyti und Salcedo nach Panay zurück.1571 erschien Legazpi in der Bai von Manila und gründete dort an der Mündung des Pasig die Hauptstadt der Philippinen, von welcher aus bald Expeditionen nach allen Seiten ausgingen, um Luzon oder Neu-Castilien, wie es Legazpi nannte, zu unterwerfen. Goyti drang in die LandschaftPampangavor und unterwarf sie der spanischen Krone, damals verstand man unter dem Namen Pampanga auch die heutigen Provinzen Bulucán, Nueva Écija und La Infanta, jedoch kam Goyti nicht bis an die Ostküste Luzons, das war Salcedo vorbehalten. Dieser kühne Conquistador segelte den Pasig hinauf und wurde so der Entdecker der wunderbar schönenLaguna de Bay, deren Gestade er seinem Könige zinspflichtig machte. An der Laguna erfuhr Salcedo, dass jenseits der Berge, welche im Osten und Südosten den See umgeben, Gold zu finden wäre. Salcedo brach sofort dahin auf, zwar missglückte sein erster Zug, er musste beim Vulcan Mahayhay oder Banahao wieder umkehren, aber mit frischen Verstärkungen versehen gelang es ihm, unter grossen Schwierigkeiten die Ostküste Luzons, die sogenannte Contracosta, zu erreichen, worauf er die Küsten vonCamarínes12bis zur Bai von S. Miguel befuhr und die Goldminen von Paracale und Mamburao entdeckte; beinahe gleichzeitig war die InselTablas, dann die luzonische LandschaftCalilaya(das heutigeTayabas) von spanischen Truppen unterworfen worden. Auch dieCuyos-undCalamianes-Inseln sowie das nördliche Palawan (Paragua) waren inzwischen entdeckt und unterworfen worden.1572 brach Salcedo mit einem kleinen Geschwader von malaiischen Fahrzeugen aus Manila auf, um die nördlichen Küsten Luzons und die Ausdehnung dieser Insel überhaupt kennen zu lernen. Salcedo umsegelte ganz Nord-Luzon, entdeckte die LandschaftenZambales,Pangasinán(Lingayen),IlócosundCagayánund gab den VorgebirgenBogeadorundEngañoihre noch heute üblichen Namen. Auf der Fahrt längs der Ostküste entdeckte er die InselPolillo. In der Bucht von Amanto endete diese abenteuerliche Expedition, Salcedo kehrte auf dem Landwege und über die Laguna de Bay nach Manila zurück, wo inzwischen sein Grossvater Legazpi im August 1572 gestorben war. Labezares, ebenfalls ein Baske, wurde jetzt Interims-Gouverneur, er schickte im Jahre 1573 den Salcedo nach Camarínes ab, um dieses von Salcedo selbst entdeckte Land der spanischen Krone zu unterwerfen, was ihm rasch gelang, wobei auch die gesammten westlichen Küsten von Camarínes entdeckt wurden (durch Cap. Chaves), so dass jetzt die Küste Luzons in ihrer gesammten Ausdehnung bekannt wurde, hauptsächlich durch Salcedo. Damit war die Aera der grossen Entdeckungen in den Philippinen zu Ende, es blieb nur die Nachlese übrig. Figueroa besuchte 1578 die einzelnen Inseln des Sulu-Archipels, und von Cagayán drangen die Spanier wenige Jahre später nach den Babuyanen vor. Damit war die Entdeckung der Philippinen abgeschlossen und weitere Forschungsreisen konnten sich nur mehr mit den Binnenlandschaften des Archipels befassen.Fassen wir kurz das oben Erwähnte zusammen, so gelangen wir zu folgenden Resultaten, wenn wir die einzelnen Theile der Philippinischen Inseln der Reihe nach durchnehmen.A. Surigao-Inseln:entdeckt vonMagallanes1521 und zwar die Insel Jomonjol, die Inseln Caburao, Siargao, Bucas und Dinagat von der Expedition unterVillalobos1543. Die Insel Suluan wurde schon von Magallanes entdeckt, aber erst 1565 von Legazpi näher erforscht. Legazpi verlieh ihr auch den Namen Buen Señal.B. Visayer-Inseln oder Islas de Pintados.1.Sámar: Ältere Namen sind Tendaya oder Tandaya, Achan, Camlaia, Filipina und Ibabáo. Letztere Benennungerhielt sich am längsten, wurde aber Anfangs auf den östlichen Theil der Insel beschränkt, während die westlichen Gestade Sámar oder Samal genannt werden. Im XVII. Jahrhundert dient als Gesammtbezeichnung für die Insel der Name Islas de Ibabáo, wohl zu unterscheiden von dem Ausdrucke Costa Ibabáo, womit nur die Ostküste in dieser Zeit bezeichnet wurde; im XVIII. Jahrhundert gewinnt erst der Name Sámar Oberhand, und heute ist selbst der Name Ibabáo vergessen, die anderen Namen haben nur eine Eintagsexistenz gehabt, in französischen Werken des XVII. Jahrhunderts nur fand ich den Namen Tendaya und Filipina noch lange Zeit hindurch erhalten. Obwohl es nicht unwahrscheinlich ist, dassMagallaneswenigstens von der Ferne die Südspitze von Sámar erblickte, so sind mit Sicherheit nur zwei Schiffe vonVillalobos’Expedition (1543) als die ersten europäischen Schiffe nachzuweisen, welche Sámar, und zwar die südlichen und östlichen Gestade besuchten. Die übrigen Küsten desselben wurden erst 1566–1570 von den Spaniern derLegazpi’schen Expedition aufgefunden; speciell der an der Bernardino-Strasse gelegene Theil und die benachbarte Insel Capul wurden erst 1570 vom CapitänIbarraaufgesucht und genau durchforscht.2.Leytemit Panaon, Limasaua, den Camotes, Bilaran, und Panamao. Pigafetta nennt den nördlichen Theil von Leyte Isla de Baybay, den südlichen Ceylon oder Seilani, weshalb noch in späteren nicht-spanischen Werken, welche ihre Kenntniss der Philippinen aus Pigafetta schöpften, die Insel Leyte den Namen Ceylon de Pigafetta führt, eine Benennung, die den spanischen Historikern selbst der älteren Zeit unbekannt ist.Magallanesbesuchte die südlichen Hälften der Ost- und Westküste. Der übrige Theil der Küste wurde vonSauz1566 besucht.Die kleine Insel Panaon wurde 1521 vonMagallanesentdeckt, desgleichen Limasaua, welches Mazava oder Massaua genannt und gelegentlich auch Dimasaua oder Dimausava (Dimasaba, Limasaba, Limasava) geschrieben wurde. Auch die Camotes-Gruppe, zwischen Leyte und Cebú, ist eine Entdeckung des Magallanes, während die nördlich gelegenen Inseln Bilaran und Panamao von dem BaskenSauzentdeckt worden sind.3.Bohol(oder Bojol geschrieben, weil die Eingeborenen das spanische j mit dem h-Laute oft verwechseln). Bohol wurde von den ersten Conquistadoren auch Pohol oder Pool genannt. Bohol wurde von der Expedition desMagallanesin seinen westlichen und östlichen Theilen entdeckt. Die Südküste wurde erst von den Schiffen desVillalobosgenauer untersucht (1543), und der mittlere Theil der Nordküste 1565 vonLegazpi’sLeuten betreten.4.Siquijoroder Fuego. Die Westküste dieses Eilandes wurde vonCarvalho1521 gesehen, die übrigen Theile unterLegazpi1565 und 1566.5.Cebúmit Mactan. Cebú wird von den ersten Entdeckern Zubu, Çubu, Subu, auch mit t am Ende: Zubut &c. geschrieben, bei den Eingeborenen führte es den Namen Sogbu. Im XVII. und XVIII. Jahrhundert finden wir die Orthographie Zebu oder Çebu. Der grösste Theil der Westküste wurde vonMagallanesselbst und nach seinem Tode von Carvalho entdeckt. Eine andere Strecke der westlichen Gestade entdeckteLegazpi1565 selbst, den Rest sowie die Ostküste seine Officiere, insbesondereGoyti.6.Negros.Negros wurde von den Visayern Buglás genannt, der spanische Name hat jedoch den eingeborenen vollständig verdrängt. Der südlichste Theil mit der Punta Bombonon wurde jedenfalls schon vonCarvalho1521 gesehen, doch lässt sich diess nicht mit voller Sicherheit behaupten. Die Ostküste wurde 1565 vonGoyti, die Westküste vonSauzund anderen spanischen Officieren desLegazpi1566 entdeckt.7.Guimaras.1566 entdeckt, damals wurde es Ymaras genannt.8.Panay.Ihr alter Name ist Isla de Oton, später heisst der nördliche Theil (das heutige Capíz) Isla de Panay, der südliche Isla de Oton (Otong, Octong). Die Insel wurde 1566 vonSauzentdeckt und ihre Gestade waren bis 1568 durchweg bekannt, 1569 sogar schon vollständig den Spaniern unterworfen.9. DieCagayanes(zwischen Negros und Palawan) waren schon 1521Carvalhobekannt, doch fällt ihre eigentliche Entdeckung erst in die Jahre 1569–71, wo diese Inselgruppe von den Spaniern nach und nach entdeckt und in Besitz genommen wurde.10. DieCuyos-Gruppewurde in derselben Zeit wie die Cagayanes entdeckt und unterworfen.11.Masbate,TicaoundBuríaswurden 1569 vonGuzmanentdeckt, der CapitänIbarrahatte bei diesen Entdeckungen sich ebenfalls Verdienste erworben.12.Tablas,Romblon,SibuyanundMarinduque. Die Westküste von Tablas war 1569 durchDon Juan de Salcedoentdeckt worden, die Ostküste sowie Romblon, Sibuyan und Marinduque wurden etwas später von anderen Officieren desLegazpientdeckt und unterworfen.13.MindoroundLubang. Diese beiden Inseln wurden vonSalcedo1569 aufgefunden und erobert13, desgleichen die zwischen Mindoro und Panay liegende Insel Semerara. Mindoro wurde in der ältesten Zeit Mait genannt.C. Palawan und die Calamianes.Palawan wird von den Spaniern Paragua genannt, ältere Bezeichnungen sind Palaon, Palauan. Der südliche Theil von Palawan wurde bereits 1521 von Magallanes’ Leuten unterCarvalhoentdeckt, der nördliche Theil dieser Insel wurde zwar unterLegazpi’sRegierung, und zwar 1570–72 entdeckt und dem spanischen Könige tributpflichtig gemacht, doch haben die Spanier sich wenig um diese grosse Insel gekümmert, deren grössere Südhälfte erst in den letzten Jahren von den Spaniern occupirt wurde, obwohl mit unberechtigter Hartnäckigkeit selbst neuere deutsche Karten es mit derselben Farbe coloriren wie Sulu. Der südliche Westtheil dieser Insel wurde vielleicht erst um 1577 oder 1578 von den Spaniern genauer untersucht. Die einst zu Borneo, dann zu Sulu und heute zu Spanien gehörige Insel Balabac wurde 1521 entdeckt.Die Calamianes wurden in der Zeit von 1570–1572 von spanischen Mönchen und Soldaten besucht.D. Luzon.Der ältere Name Luzons lautet Lusong, wie ihn noch heute die Chinesen gebrauchen. Legazpi gab dieser grössten Insel der Philippinen den Namen Neu-Castilien, doch gerieth dieser Name in Kürze vollständig in Vergessenheit. Nach der wichtigsten Stadt, nicht nur Luzons, sondern auch der Philippinen überhaupt, nach Manila14nämlich, wurde auch Luzon Manila genannt, aber nur von den Portugiesen und Franzosen, welche auch die gesammten Philippinen Manila-Inseln nannten, daher auch in einigen deutschen Werken des vorigen Jahrhunderts unser Archipel die Bezeichnung „die Manillen” führt, doch ist zum Glück diese geschmacklose Benennung von den deutschen Karten verschwunden. Zur Zeit der Conquista zerfiel Luzon in folgende Landschaften: Albay oder Ibalon, Camarínes oder Nebuy, Talyabas oder Calilaya, Batangas oder Comintana, Manila mit Tondo, Laguna de Bay, Pampanga, Pangasinan, Ilócos und Cagayan.Unter der LandschaftIbalonoderAlbayder Conquista ist der südlichste Theil Luzons zu verstehen, und zwar kann man als nördliche Grenzscheide die tiefe Einsenkung zwischen den beiden Vulcanen, dem (übrigens erloschenen) Mazaraga und Máyon (besser bekannt als „Vulcan von Albay”) annehmen. DieseLandschaftAlbay ist wohl zu unterscheiden von der späterenProvinzAlbay, zu welcher auch die Inseln Masbáte und Ticáo gehörten. Ibalon wurde 1569 durchGuzmanentdeckt und diese Entdeckung unmittelbar vonIbarrafortgesetzt, insbesondere an der Ostküste.Die LandschaftNebuyoderCamaríneshatte als nordwestliche Grenze die beiden Flüsse Rio Tabagon und Rio Cabibijan, von denen der erstere in die Bucht von Sogod an der Contracosta, der letztere in die Bucht von Guinayangan oder Ragay sich ergiesst. Von der Landschaft Albay ist Camarínes durch die obenerwähnte Einsenkung zwischen dem Mazaraga und Máyon getrennt. Der Entdecker von Camarínes istDon Juan de Salcedo, den nördlichen Theil entdeckte er bereits 1571, den Rest 1573. Die Catanduanes-Inseln an der Ostküste von Camarínes sind aber nicht von ihm, sondern vom CapitänChaves(1573) besucht worden, ebenso die Küstenstrecken in der Bucht von Ragay.CalilayaoderTayábasumfasste den schmalen isthmusartigen Landstrich Luzons, welcher vom Vulcane Mahayhay bis zu der von mir oben erwähnten Nordwestgrenze von Camarínes reichte. Die nördlichen Gestade (an der Contracosta) wurden vonSalcedo1571 entdeckt, die südlichen zur selben Zeit vom CapitänIbarra, ein Theil der an der Bucht von Ragay liegenden Gestade wurde erst 1573 vonChavesbetreten.Die LandschaftComintanaoderBatangaswurde auch nach ihrer grössten Stadt: Taal oder nach ihrem Binnensee, der Laguna de Bombon, Bombon genannt. Sie umfasste die heutige Provinz Batangas und den südlichen Theil der Provinz Cavite. Ihre Gestade wurden vonGoytiundSalcedo1570 entdeckt und diese Entdeckungen 1571 durchIbarravervollständigt. Die Laguna de Bombon wurde vonSalcedo1570 entdeckt, die nördlichen Ufer derselben wurden von ihm nur von der Ferne gesehen, da er nur im südlichen Theile des Sees an’s Land trat.Die LandschaftenManilaundTondoumfassten die heutige Provinz Tondo-Manila ganz, ferner den nördlichen Theil der Provinz Cavite und Theile der Provinz Bulacán. Ihre Küste wurde vonGoyti1570 entdeckt, wie denn dieser ungemein tüchtige Baske der Entdecker der Bai von Manila ist und nicht Salcedo. Die am Pasig gelegenen Theile wurden 1571 vonSalcedoentdeckt und unterworfen.Die LandschaftLagunaumfasste die ganzen Ufergebiete der Laguna de Bay (früher auch „Bahi” genannt) und wurde 1571 vonSalcedoentdeckt und tributpflichtig gemacht.UnterPampangaverstand man in den Zeiten der Conquista nicht allein die heutige Provinz gleichen Namens, sondern auch den nördlichen Theil von Bulacán, die südliche grössere Hälfte des heutigen Zambales, den südwestlichen Theil von Nueva Vizcaya und das ganze heutige Nueva Écija, La Infanta und Bataán. Die an der Bai von Manila gelegenen Theile, die Corregidor-Insel (damals Marivelez genannt), entdeckte 1571Goyti, alle übrigen Gestadelandschaften des alten Pampanga’s wurden 1572 von dem Cortés der Philippinen, dem ritterlichenDon Juan de Salcedo,auf seiner Umseglung Nord-Luzons entdeckt. Salcedo liess keine Bucht undurchforscht.Pangasinánumfasste die Küstenlande des Golfs von Lingayen (Lingayan), weshalb es auch Lingayen genannt wird. Die Halbinsel, welche zwischen dem Golf von Lingayen und der Bucht von Bazol liegt und mit dem Cap Bolinao endigt, gehörte damals zu Pangasinán, ebenso der südlichste Theil der heutigen Provinz Union. Pangasinán wurde vonSalcedo1572 entdeckt.Ilócosumfasste den ganzen langgestreckten aber schmalen Küstensaum, welcher vom Golf von Lingayen, und zwar vom Monte Sto. Tomas sich bis über das Cap Bogeador ausdehnt.Ilócoswurde ebenfalls 1572 vonSalcedoentdeckt und unterworfen.Cagayánwar das Land an der Nordküste Luzons und an den Ufern des Rio Grande de Cagayán (dem Rio Tago älterer Werke). Auch hier begegnen wir dem NamenSalcedo’swieder, der das Land entdeckte, aber nicht unterwarf (1572).Die nördlich von Luzon gelegenenBabuyanes-Inseln wurden in der Zeit zwischen 1581–85 entdeckt, von wem? ist nach dem mir vorliegenden Quellenmaterial nicht zu sagen. Ich vermuthe, dass CapitänCarrionsie entdeckte, als er eine japanische Piraten-Niederlassung an der Küste Cagayáns (in der Nähe des heutigen Aparri) verhinderte und seine Schiffe den japanischen Flüchtlingen nachsetzten. 1585 zählte Philipp II. auf diesen Inseln bereits 1000 Unterthanen. Die nördlich von den Babuyanes gelegenen Batanes oder Bashee-Inseln waren den Spaniern lange vor der angeblichen Entdeckung Dampier’s bekannt. So kehrte die Mannschaft des 1596 an der japanischen Küste gescheiterten spanischen Schiffes S. Francisco über die Batanes nach Manila zurück, ohne dass diese Schiffbrüchigen als Entdecker dieser Inselgruppe bezeichnet werden, es müssen also die Batanes schon vor 1596 den Spaniern bekannt gewesen sein. Erst in der Zeit des nordamerikanischen Unabhängigkeits-Krieges wurden diese Inseln von den Spaniern militärisch besetzt.E. Mindanao mit dem Sulu-Archipel.Es ist sehr schwer, die Entdeckungsgeschichte dieser Insel mit apodiktischer Sicherheit wiederzugeben, denn nirgends waren die ersten spanischen Seefahrer so freigebig mit Namensbezeichnungen, die sich selten localisiren lassen, als hier.In der ersten Zeit besass diese zweitgrösste Insel der Philippinen gar keine Gesammtbezeichnung, sondern nur die Namen der einzelnen Districte, denen das Wort Isla (Insel) vorgesetzt wurde, so dass man glauben konnte, einen ganzen Archipel, statt einer einzigen grossen Insel vor sich zu haben. Noch im Anfange des XVII. Jahrhunderts finden wir Bezeichnungen wie: Isla de Caraga, Isla de Butuan &c. vor. Auf diese Weise entstand die nie existirende Insel San Juan auf den alten Karten im Nordosten von Mindanao, welche, nebenbei gesagt, noch in Spruner’s historischem Handatlas ihre mysteriöse Existenz ungestört weiterfristet. Der Name Mindanao war auf das Mündungsgebiet des Rio Grande de Mindanao beschränkt, wo das mächtige Sultanat gleichen Namens sich bildete. Als durch die Jesuiten der Name Mindanao bald zur Gesammtbezeichnung der ganzen Insel wurde, entstanden grössere Confusionen selbst bei minder oberflächlichen Schriftstellern, indem die Landschaft Mindanao, das gleichnamige Sultanat (welches in seiner Blüthezeit die ganze Westküste des Eilandes umfasste) und die gesammten Inseln miteinander verwechselt wurden. Bei Benutzung alter Werke ist daher grosse Vorsicht nöthig, wenn man in denselben auf den Namen Mindanao stösst, selbst wenn dort „Isla de Mindanao” sich findet, ist oft nur das Mündungsgebiet des obenerwähnten Flusses gemeint. Nur wenn wir auf den Namen La Isla Grande (de Mindanao) stossen, ist jeder Zweifel überflüssig. Die Variante Magindanao wurde von spanischen Schriftstellern nur selten gebraucht. Der gediegenste Historiker der Insel der selbst lange Jahre auf ihr zugebracht hatte (Mitte des XVII. Jahrhunderts), P. Combes, schreibt stets Mindanao. Die Leute Magallanes’ nannten die Nordküste der vom Panguil-Busen sich vom Hauptkörper abtrennenden westlichen Halbinsel Mindanao’s Quipit oder Quepindo, eine Bezeichnung, die sehr rasch in Vergessenheit gerieth. Die Ost-Küste von Mindanao wurde schon damals nach ihrem Hauptorte Costa de Caraga (bei Pigafetta: Calagan) genannt. Bernardo de la Torre gab 1543 der ganzen Insel15den Namen Cesarea, doch ist auch diese Bezeichnung vollständig in Vergessenheit gerathen. Der nördliche Theil dieser Caraga-Küste hiess hier zur Zeit Legazpi’s vorübergehend nach einem Vorgebirge Costa de Cauit (Coauit). Zu Ende des XVI. und Anfang des XVII. Jahrhunderts zerfiel Mindanao in folgende (geographische) Landschaften, welche zum Theile sich mit den gleichnamigen politischen Gebieten deckten: 1.Mindanao(das Mündungsgebiet des Rio Grande de Mindanao und das zwischen diesem Flusse und dem südlichen Theile der Cordillera de Sugut oder Sujut liegende Territorium). 2.Buhayen, auch Buhayan, Boayhan &c. genannt (das Land zwischen dem Rio Grande und der Bahia de Sarangani, den Oberlauf des mehrgenannten Flusses mit einbegriffen). 3.Caragaumfasste die ganze Ostküste Mindanao’s bis zum südlichsten Punkte der Insel, der Punta Tinaca; auch das ganze Gebiet des Flusses Agusan, der bei Butuan mündet, wurde zu Caraga gerechnet. 4.Iligan(die Küste zwischen Iligan und der Insel Camiguin). 5. Das Land derIllanosundMalanao(das Territorium zwischen der Illanos-Bai16und dem Panguil-Busen mit dem See von Malanao). 6.Sibugueymit Zamboanga17, die langgestreckte Halbinsel umfassend, welche, von dem Isthmus zwischen dem Panguil-Busen und der Illanos-Bai beginnend, sich gegen Westen und Südwesten ausdehnt und bei Zamboanga ihr Ende findet. Zamboanga hiess damals Sampoangan.Nach dieser kurzen Beschreibung der alten Eintheilung Mindanao’s will ich zur Registrirung der Entdeckung seiner Küsten übergehen, wobei ich von dem Princip ausgehe, nur jene Entdeckungen zu melden, welche sich aus den Quellen ohne jede mir verhasste Hypothesenreiterei erweisen lassen.Beginnen wir bei der Nordküste: DieBai von Butuansowie dieSurigao-HalbinselentdeckteMagallanes1521. Schwieriger ist es, die Entdeckung der InselCamiguinund der zwischen dem Panguil-Busen und dieser Insel gelegenen Küstenstriche festzustellen. Gründlich untersucht wurde dieses Gebiet durch die Expeditionen, welcheLegazpivon Cebú aus 1565–1569 nach Mindanao unterSauz,GoytiundIslaabschickte, weshalb ich auf meiner Kartenskizze es mit der Farbe der Legazpi-Entdeckungen colorire, obwohl bereits die Expedition desVillaloboseinzelne Theile dieses Landes gesehen hat (Villalobos selbst nicht, aber von ihm auf Lebensmittelrequisition abgeschickte Schiffe). Der Panguil-Busen wurde wegen der Gefährlichkeit seines Fahrwassers, der Unwirthbarkeit seiner Gestade und der Feindseligkeit seiner Umwohner von den ersten Conquistadoren nur an seiner breiten Mündung besucht; vollständig wurden seine Gestade erst in den Jahren 1639 und 1640 erforscht, als der kühne Gobernador der Philippinen,Corcuera, systematisch von allen Seiten den Angriff auf die unabhängigen Malaien Mindanao’s eröffnete, um Spanien den Besitz der ganzen Insel zu sichern. Bei dieser Gelegenheit wurde auch derSee von Malanaodurch eine von Iligan abgehende Expedition entdeckt und seine Gestade für kurze Zeit Spanien zinspflichtig gemacht. Die ganze UmgebungDapitanswurde erst 1565 vonDon Miguel Lopez de Legazpientdeckt. Es darf nicht verschwiegen werden, dass Dapitan wahrscheinlich in der Zeit von 1531–1562 von Portugiesen besucht worden war, da wir aber hierüber keine sicheren Nachrichten besitzen, und Legazpi selbst von den Eingeborenen Nichts über eine frühere Ankunft oder Anwesenheit von Europäern erfuhr, so belassen wir den Spaniern den Ruhm der ersten Entdeckung. Die Küste um das Cap Quipit wurde im Jahre 1521 vonCarvalhoentdeckt. Die langgestreckte Halbinsel, an deren südlichem Ende Zamboanga liegt, wurde erst unterLegazpinäher erforscht, als die Spanier, unterstützt von den Fürsten von Dapitan, jenes Land der Krone Castiliens unterwarfen, doch ist auch hier mehr als wahrscheinlich, dass die Leute des Magallanes die ersten waren, welche dieses Land gesehen hatten. Die Entdeckung des Mündungsgebietes des Rio Grande de Mindanao gebührt ohne alle Frage den Portugiesen, ebenso nach meiner Vermuthung die Entdeckung der Punta Flecha. Die Südküste Mindanao’s, sowie die Sarangani-Inseln entdeckten die Leute des Magallanes auf ihrer Fahrt nach den Molukken.DasCap S. Augustin, sowie die gesammte Ostküste Mindanao’s entdeckte der Führer der Loaysa-Expedition,Toribio Alonso de Salazar, 1526. DieDavao-Baiwurde erst 1578 durchFigueróain ihrem gesammten Gebiete durchforscht.Schwieriger ist, die Entdeckung derSulu-InselnSchritt für Schritt zu verfolgen. Die Sulu-Inseln wurden von den Spaniern Xoló (nach der neuen Orthographie: Joló) genannt und zu ihnen natürlich auch Basilan gerechnet, welches damals nach einem seiner Küstenorte Taguima genannt wurde.Magallanessegelte mitten durch den Archipel, Albo nennt hiebei Sulu: Soló oder Soolou, Basilan aber: Jaguima (offenbar hat Navarrete in letzterem Worte J für T gelesen), später wurde die Hauptinsel einige Mal von einzelnen Spaniern aus den Molukken aufgesucht, unterSaavedra(1529) hielt sich ein spanisches Schiff einige Zeit in Sulu auf. Basilans Nordküsten wurden noch unterLegazpiin der Zeit 1566–1571 von den Spaniern betreten, die südlichen Gestade erst 1578 vonFigueróagenau untersucht, der dasselbe bei der Hauptinsel that. Figueróa sah zwar auch Tawitawi, betrat aber dessen Boden nicht, das geschah erst in den Zeiten Corcuera’s, als dessen tapfere SeeheldenAlmonte,UgaldeundMonforteden nach Tawitawi geflüchteten Sultan von Sulu zeitweilig belagerten.So können wir aus dem Gesagten ersehen, dass, ungeschmälert die unsterblichen Verdienste des Magallanes, Don Juan de Salcedo es war, dem die Krone unter den Entdeckern und Conquistadoren der Philippinen gebührt. Das Innere der meisten Inseln ist noch heut’ zu Tage eine terra incognita, erst in der jüngsten Zeit begann man das Versäumte nachzuholen, und unter diesen wissenschaftlichen Conquistadoren begegnen wir auch deutschen Namen: Dr. F. Jagor, Dr. A. B. Meyer, Prof. C. Semper und Dr. Ritter von Drasche. Am wenigsten durchforscht sind Mindanao, Mindoro und Palawan, obwohl der tapfere spanische Marine-Officier und Kartograph Don Claudio Montero y Gay zur näheren Kenntniss der erstgenannten Insel sehr viel beigetragen hat.1Magallanes’ Chronisten schreiben: Masava, Massana; andere Varianten sind: Dimasana, Limasana, Limasaba.2Sógbu, Zubu, Zubuth mit Varianten wie: Çubu &c.3P. Francisco Combes. Historia de las islas de Mindanao, Joló y sus adyacentes. Madrid 1667, p. 74.4Man vgl. darüber: Fray Juan de la Concepcion. Historia general de Philipinas. Sampaloc (Manila) 1788–92. Bd. V, p. 378.5Oder nur der Caragalandschaft?6Cartas de Indias. Madrid 1878, fol. 119.7Das Datum ist vom 24. September 1559.8Fray Gaspar de San Augustin. Conquista de las Islas Philipinas, Madrid 1698, p. 91.9Urdaneta wird als der erste genannt, welcher die Südsee von West nach Ost durchschiffte; eigentlich gebührt dieser Ruhm einem anderen Officiere des Legazpi, dem Capitän Arellano, welcher auf dem Wege nach den Philippinen desertirte und noch früher mit seinem von einem Mulatten gesteuerten Schiffe nach Méjico gelangte als Urdaneta. Er hatte diess gethan, um den Preis zu gewinnen, den der König auf die erste Durchkreuzung der Südsee von West nach Ost ausgeschrieben hatte.10Die Schreibweise Bisayer ist unrichtig.11Man vgl. darüber: Fray Gaspar de S. Augustin, a. a. 0., p. 214 u. 515.—Fray Juan de la Concepcion. a. a. O., Bd. VIII, p. 137.—Rafael Diaz Arenas, p. 30.—Buzeta y Bravo. Diccionario geográfico, estadístico, histórico de las Islas Filipinas, Madrid 1850, Bd. I, p. 285; Bd. II, p. 311.—M. C. Sprengel, Geschichte und Beschreibung der Philippinischen Inseln (in Forster’s und Sprengel’s Beiträgen zur Länder- und Völkerkunde, Leipzig 1782), S. 30.12Damals auchNebuygenannt.13Unter den „Eroberungen” in den Visayern ist immer nur die Unterwerfung der Küstenorte zu verstehen, denn die schwach bevölkerten Binnenlandschaften sind zumeist noch heute unabhängig.14Diese Schreibweise mit Il „Manilla” ist ganz falsch, sie findet sich leider in vielen Lehrbüchern der Geographie.15Vielleicht nur der Caraga-Küste (?).16In deutschen Karten findet man: Illana-Bai, das ist entschieden falsch, denn in dem spanischen Worte Bahia Illana ist das letztere Wort ein Adjectiv, hergeleitet von dem Substantiv Illano. Die Illanos sind nämlich die Küstenbewohner jener Bai; es kann daher im Deutschen nur richtig lauten: Illanos-Bai, Bai der Illanos oder Illanische Bai, aber nie Illana-Bai.17Das Gebiet von Zamboanga wurde auch „Land der Subanos” (Çubanos) genannt.

Anhang.Die maritimen Entdeckungen der Spanier im Archipel der Philippinen.

Fernando Magallanes erreichte am 16. März 1521 die InselJomonjolin derSurigao-Gruppe und wurde so der Entdecker der Philippinen, denen er den NamenS. Lazarus-Archipel verlieh, doch hat diese Benennung wenig Anklang gefunden, und wir werden sehen, dass diese so reiche Inselgruppe bis zum Empfange des heutigen Namens von den Spaniern gewöhnlich „Islas de Poniente” genannt wurde, d. h. die Inseln des Westens, während sie die Portugiesen die „Islas del Oriente”, d. h. die Inseln des Ostens, hiessen. Magallanes trat mit den Bewohnern Jomonjols in freundlichen Verkehr, setzte aber, sobald seine Kranken sich ein wenig erholt hatten, seine Reise fort, auf welcher er die grosse InselLeyteund zwar die Südostküste entdeckte, zwischen welcher und der kleinen InselPanaoner zu dem InselchenLimasaua1gelangte, deren Radjah ihn freundlich aufnahm. Von dort begab er sich nachButuanan der Nordküste vonMindanao. In Butuan zog er genaue Erkundigungen über die grosse Insel ein, insbesondere über die Ostküste derselben, deren NamenCaragasein Chronist Pigafetta in Calagan verzerrte. Da aber in Mindanao keine Lebensmittel aufzutreiben waren, so kehrte Magallanes nach Limasaua zurück, deren Radjah sich ihm selbst als Lootsen erbot, um die Spanier nach dem Centrum der Visayer-Inseln, nach Cebú zu führen. Die Expedition brach also unter der Führung des Radjahs auf und segelte zunächst nach Norden, entlang den Gestaden Leyte’s. Diese grosse Insel führt bei Pigafetta zwei Namen, der südliche Theil wird dortCeylon, der nördliche nach einem Orte der WestküsteBaybaygenannt. Von Baybay wandte sich die Expedition nach Westen, erreichte die kleine Inselgruppe derCamotes, segelte dann Südwest und gelangte so zur InselCebú2und nach Passirung des Canales, welcher Cebú vonder InselMactántrennt, nach der wichtigsten Stadt jener grossen Insel, welche ebenfalls Cebú hiess.Da es nicht meine Aufgabe ist, eine Geschichte der Fahrt Magallane’s zu geben, sondern nur die auf die Philippinen bezüglichen Entdeckungen kurz zu registriren, so sei erwähnt, dass nach dem unglücklichen Ende des kühnen Magallanes seine Expedition sich nach der Westküste vonBoholwandte und von dort zwischen der Südspitze vonNegrosund der InselSiquijorihre Richtung gegen Südwesten nahm. Die Spanier entdeckten einen neuen Theil der Mindanaoküste und zwar jenen, welcher westlich von Dapitan beginnt und ungefähr bei der Punta Gorda endigt. Nach dem im Osten der Punta Gorda befindlichen Cap Quipit nannten sie die ganze Strecke, die sie vielleicht für eine besondere Insel ansahen,Isla de Quipit ó Quepindo. Dann folgte die Entdeckung vonPalawan, welches von den SpaniernParaguagenannt wird; die Spanier entdeckten ferner auf ihrer abenteuerlichen Flucht von BorneoSulu(Hauptinsel), die Südküste von Mindanao und dieSerangani-Inseln, von wo aus sich die Reste der Magallanes-Expedition nach den Molukken wandten und somit das Gebiet der Philippinen verliessen.Durch diese spanische Expedition wurden die Portugiesen auf die Philippinen aufmerksam, sie schickten einzelne Schiffe dahin ab, welche aber keine neuen Entdeckungen machten. In Spanien hatte man sich inzwischen entschlossen, eine neue Expedition nach den Molukken auslaufen zu lassen, nachdem ein in Elvas und Badajóz tagender Congress spanischer und portugiesischer Geographen und Seefahrer resultatlos auseinandergegangen war; der Congress hatte über die Frage entscheiden sollen, ob die Molukken zum spanischen oder zum portugiesischen Weltantheil gehörten. Die neue Expedition bestand aus sieben baskischen Schiffen, welche unter dem Befehle des Johanniters Don Fray García Jofre de Loaisa standen, zu dessen eventuellem Nachfolger der erste Weltumsegler Don Juan Sebastian de Elcano bestimmt war. Nach schweren Verlusten erreichte die Expedition die Südsee, wo rasch hintereinander Loaisa und Elcano starben; den Oberbefehl übernahm nun Toribio Alonso de Salazar, welcher, nach kurzem Aufenthalte in den Ladronen, am 8. October 1526 die Islas de Poniente erreichte und zwar an der Ostküste vonMindanao. Salazar wurde so der Entdecker derCaraga-Küste. Er lief in den Hafen von Liangan ein, starb aber bald, worauf der muthige Baske Martin Iñiguez (Yañez) de Carquizano Chef der Expedition wurde. Carquizano versuchte nach Cebú zu gelangen, widrige Winde hinderten ihn daran, und so begab er sich nach den Molukken, wo er mit seinen Leuten gegen die Portugiesen kämpfte. Salazar soll den Islas de Poniente zuerst den Namen „Philippinen” beigelegt haben, doch ist diess ein Irrthum. So war durch Loaisa’s Expedition nur die Ostküste von Mindanao entdeckt worden.Eine Expedition nach den Islas de Poniente und den Molukken sollte bald darauf Neu-Spanien verlassen. Auf Befehl Kaiser Karl’s V. rüstete der glorreiche Eroberer von Méjico D. Fernando Cortés in dem kleinen pacifischen Hafen Neu-Spaniens Zacatula oder Civatlanejo eine Flotte von drei Schiffen aus, welche unter der Führung des D. Alvaro de Saavedra am 31. October 1527 auslief. Da das Hauptziel dieser Expedition der Molukken-Archipel war, so berührte Saavedra nur flüchtig die Philippinen und zwar an der Ostküste von Mindanao, von wo er nach den Molukken aufbrach, so dass diese Expedition nicht in der Lage war, neue Entdeckungen in dem Archipel zu machen. Von den Molukken aus versuchte Saavedra zwei Mal ohne Erfolg durch das Stille Meer nach Méjico zurückzukehren, wobeiSuluvon den Spaniern wieder aufgesucht wurde.Durch den Vertrag von Zaragoza vom Jahre 1529 entsagte Kaiser Karl V. seinen Ansprüchen auf die Molukken, und da die Islas de Poniente nach den damaligen Anschauungen ziemlich werthlos erschienen, so hörten alle Versuche von spanischer Seite auf, sich mit der Entdeckung und Colonisation dieses Archipels zu befassen. Die Portugiesen selbst waren zu sehr mit den Molukken beschäftigt, als dass man in den Regierungskreisen an eine nähere Durchforschung des Archipels gedacht hätte, nachdem die Spanier aus diesen Theilen der Welt verdrängt waren. That auch der portugiesische Staat nichts, so versuchten es doch Privatleute, für ihren Glauben und die Herrschaft ihres Vaterlandes Propaganda zu machen. Ein portugiesischer Edelmann, Francisco de Castro, hatte bereits auf Mangcassar in Celebes als Missionär gewirkt, ohne selbst Priester zu sein. 1531 kam er nach der Insel Mindanao und bekehrte dort einige Fürsten, darunter den Radjah von Butuan, zum Christenthume3; es mögen auch noch andere Portugiesen auf dieser Insel geweilt haben, jedenfalls ist aber die Entdeckungsgeschichte der Philippinen durch sie nicht bereichert worden. Die Portugiesen machten sich bald darauf in Mindanao unmöglich, indem der portugiesische Capitän Pinto nach Abschluss eines Freundschaftsvertrages mit dem Radjah der Insel Surigao auf dessen Unterthanen Jagd machte, worauf die empörten Eingeborenen den verrätherischen Sclavenjäger zur schleunigen Heimkehr nöthigten. Die Jesuiten und Portugiesen behaupten, dass zu Anfang der vierziger Jahre des XVI. Saeculums der berühmte Apostel der Indier, Franciscus Xaverius auf Mindanao das Christenthum gepredigt hätte, was aber austriftigen Gründen bezweifelt wird4; jedenfalls hat er zur weiteren Aufdeckung Mindanao’s nichts beigetragen.Einer von den Officieren des Loaisa, der wackere baskische Capitän D. Andrés de Urdaneta kehrte erst 1536 nach Spanien von den Molukken zurück, wo er unter den Fahnen des Sultans von Tidore rühmlich gegen die Portugiesen gefochten hatte. Dieser tüchtige Seemann und Haudegen suchte dem Kaiser Karl die Wichtigkeit der halbvergessenen Islas de Poniente hervorzuheben, welche nach seiner Vorstellung die Spanier für die Cession der Molukken entschädigen sollten. Eingehend wies Urdaneta nach, dass die Islas de Poniente innerhalb des spanischen Weltantheils lägen, während die Portugiesen das Gegentheil behaupteten. Wenn auch Karl damals mit wichtigeren Angelegenheiten beschäftigt war, so versäumte er es nicht, dem Rathe von Indien eine genaue Prüfung der Vorschläge Urdaneta’s anzuempfehlen. Da der berühmte amerikanische Conquistador D. Pedro de Alvarado ohnehin sich mit dem Plane trug, einen Zug durch das Stille Meer nach China zu unternehmen, und dieser spanische Held über eine hinreichende Anzahl von Schiffen und Soldaten gebot, so gab der Kaiser ihm den Befehl, nach den Islas de Poniente aufzubrechen, jedoch sollte er unter keiner Bedingung die Molukken oder irgend welche andere Besitzung der portugiesischen Krone berühren, noch auch in die Streitigkeiten der eingeborenen Fürsten und Portugiesen sich mengen. Alvarado begann auch sogleich sich zu rüsten; schon schien Alles zum Auslaufen bereit, als die Indier der Provinz Jalisco sich empörten. Alvarado zog gegen sie zu Felde, aber ein Sturz vom Pferde machte seinem abenteuerlichen Leben ein Ende.Da das Geschwader segelfertig war, so beschloss der Vicekönig von Méjico, D. Antonio de Mendoza, es auch nach dem Tode des designirten Befehlshabers auslaufen zu lassen. Der Vicekönig trug das Commando zunächst dem in Méjico angelangten Urdaneta an, da aber dieser erklärte, die an die Führung der Expedition geknüpften Bedingungen und Vorschriften nicht annehmen zu können, so wurde der Oberbefehl einem Verwandten des Vicekönigs anvertraut, dem Ruy Lopez de Villalobos, von dem der alte Waffengefährte des Cortés, Bernal Diaz de Castillo, sagt: „que sabia mucho de alturas y del arte de navegacion”. Da, wie erwähnt, Alvarado seinen Zug bis nach China hatte ausdehnen wollen, so hatte er dementsprechend eine grosse Zahl von Schiffen zusammengebracht; der Vicekönig wollte das Ziel der Expedition auf die Islas de Poniente beschränken, und weil ohnediess der Aufstand in Jalisco der Flotte einen Theil der Besatzung entzog, so erhielt Villalobos den Befehl, sich nur die besten unter den Schiffen Alvarado’s auszusuchen, was denn auch geschah.Am 1. November 1542 verliess Villalobos den mejicanischen Hafen Navidad (Natividad) mit fünf Schiffen und 370 Mann. Am 2. Februar 1543 erreichte er die Ostküste Mindanao’s und landete in der Caraga-Bucht. Bernardo de la Torre, Commandant der Landtruppen der Expedition, gab Mindanao5den NamenCesareazu Ehren des Kaisers. Sein Versuch, auf den an der Südspitze Mindanao’s liegenden Sarangani-Inseln eine Niederlassung zu gründen, misslang wegen Mangel an Lebensmitteln. Die Portugiesen auf den Molukken erhielten hiervon Kunde und schickten einen Gesandten ab, welcher von Villalobos die sofortige Räumung des gesammten Archipels forderte, weil er zum portugiesischen Weltantheil gehöre. Der durch eine grosse Anzahl erhaltener Vorschriften in seinem freien Thun und Lassen behinderte Villalobos schickte hierauf ein Schiff nach Neu-Spanien zurück, um neue Instructionen zu holen, aber dasselbe musste durch widrige Winde genöthigt umkehren. Villalobos verliess in Folge der eintretenden Hungersnoth die Sarangani-Inseln und suchte nach Cebú zu gelangen. Jetzt begann eine wahre Odyssee für diese unglückliche Expedition, welche beständig mit widrigen Winden und Mangel an Lebensmitteln zu kämpfen hatte. Umsonst schickte Villalobos von Butuan aus Schiffe nach Bohol und anderen Inseln, die Spanier schwebten beständig in der Gefahr, den Hungertod zu erleiden. Zwei seiner Brigantinen gelangten nach der InselSámarund zwar an die Ostküste derselben, welche damalsIbabáogenannt wurde, während der westliche, gegen Leyte gewendete Theil den Namen Sámar schon führte, welcher heute der ganzen Insel zukommt, während der Name Ibabáo vollständig in Vergessenheit gerathen ist, obwohl im XVII. Jahrhundert dieganzeInsel auch Ibabáo genannt wurde. Die Spanier des Villalobos nannten die Insel nach dem Radjah von IbabáoTendaya(oder Tandaya), Villalobos gab ihr aber nach dem Infanten Don Felipe den NamenFilipina, ohne jedoch den Namen auf den ganzen Archipel auszudehnen, wie gewöhnlich angenommen wird. Noch am 15. Juli 1552 nennt Fray Nicolas de Witte in einem an den Kaiser selbst gerichteten Schreiben die von Magallanes entdeckten Inseln „Islas de Poniente”6, was er gewiss nicht gethan hätte, wenn jener Archipel nach dem Sohne und Thronerben des Kaisers benannt worden wäre. Die BezeichnungNeu-Castilien, welche Villalobos den heutigen Philippinen gab, gerieth ebenso schnell in Vergessenheit, wie der Name Islas de San Lazaro, den ihnen Magallanes verliehen hatte. DieUnmöglichkeit, Lebensmittel zu erlangen oder Cebú zu erreichen, zwangen schliesslich nach langen Irrfahrten den spanischen Admiral, mit dem Reste seiner Leute nach den Molukken aufzubrechen und den Portugiesen halbverhungert sich zu ergeben, nachdem ein Versuch misslungen war, ein Schiff in südlicheren Breiten (längs Neu-Guinea) nach Neu-Spanien um Succurs zu senden. Der Befehlshaber dieses Schiffes, der seekundige Mönch Fray Gerónimo de S. Estévan y Jimenez, gab angeblich Neu-Guinea den noch heute gebräuchlichen Namen. Die auf Sámar durch Schiffbruch zurückgebliebenen Spanier wurden durch Schiffe des Sultans von Tidore nach den Molukken gebracht.Nach dieser unglücklichen Expedition verlor Kaiser Karl V. alle Lust, sich weiter mit den Islas de Poniente zu beschäftigen, sie hatten ihn nur Blut und Geld gekostet, ohne auch nur einen Ersatz für die auf ihre Entdeckung verschwendeten Opfer zu bieten; erst als sein Sohn Philipp II. zur Regierung gelangte, begann man am spanischen Hofe sich wieder der Islas de Poniente zu erinnern. Es ist nur zu wahrscheinlich, dass Urdaneta es war, der den König auf jenen entlegenen Erdtheil aufmerksam machte. Philipp entschloss sich im Jahre 1558 nochmals, den Versuch zu unternehmen, die Islas de Poniente zu erobern, er richtete ein in den schmeichelhaftesten Ausdrücken verfasstes Schreiben7an Urdaneta, in welchem er ihm mittheilte, dass der Vicekönig von Neu-Spanien den Befehl erhalten hätte, nach den Islas de Poniente (also Philipp kennt den Namen Philippinen nicht) eine Expedition auszusenden, und dass es der Wunsch des Königs wäre, dass Urdaneta an diesem Zuge Theil nehme. Urdaneta war inzwischen Augustinermönch geworden, und aus seinem Kloster in der Stadt Méjico schickte er dem Könige als Antwort auf dessen Schreiben ein ausführliches Memorial über die Schifffahrt in der Südsee und den ihm bekannten ostasiatischen Gewässern. Der Vicekönig hatte gleichzeitig den Befehl zur Ausrüstung jener Expedition erhalten, es stand ihm die Auswahl der Befehlshaber, der Schiffe und Mannschaft frei; die Richtung und Ausdehnung der Fahrt aber, kurz die ganze Direction der Unternehmung sollte dem erfahrenen Fray Andrés Urdaneta überlassen bleiben, der den Titel eines „Protector de Indios” erhielt. Auf Vorschlag des Urdaneta wurde sein Landsmann, der Baske Don Miguel Lopez de Legazpi zum Chef der Expedition ernannt, auch die Mannschaft der aus fünf Schiffen bestehenden Flotte bestand grösstentheils aus seekundigen Basken.Am 21. November 1564 verliess die Expedition die Küste Neu-Spaniens; am 9. Januar 1565 wurden die Ladronen erreicht und am 13. Februar die erste Philippine, die kleine InselSuluan, südlich von Sámar, der Legazpi den NamenBuen Señal(das gute Omen) gab. Da es nicht in meiner Absicht liegt, eine Geschichte der spanischen Eroberung der Philippinen zu geben, sondern mich nur mit der kurzen Registrirung der Entdeckungen zu beschäftigen, so erwähne ich, dass Legazpi zunächst Sámar aufsuchte und zwar den südlichen Theil, er nennt die Insel: „Ibabáo”. Von dort wandte er sich nach Leyte und landete bei dem uns schon durch Magallanes bekannten Inselchen Panaon. Da die Expedition trotz aller freundlichen Bemühungen die in die Bergwildnisse sich flüchtenden Eingeborenen zur Lieferung von Lebensmitteln nicht bewegen konnte, so entschloss sich Legazpi, am 14. März nach Mindanao zu gehen, entweder nach Butuan oder der Insel Camiguin, widrige Winde verschlugen ihn aber nach dem damals sehr schwach bevölkerten8Bohol, so dass er auch hier keine Lebensmittel auftreiben konnte, zumal auch hier die Eingeborenen sich mit den Spaniern in keinen Verkehr setzten. Legazpi schickte nun das schnellste seiner Schiffe, den S. Juan, unter Capitän Isla nach Butuan, um mit dem Fürsten dieses Landes einen Freundschaftsvertrag abzuschliessen und Lebensmittel und Zimmt dort einzukaufen. Ehe noch Isla von seiner glücklichen Fahrt nach Butuan zurückgekehrt war, hatte Legazpi durch Vermittelung eines Steuermannes aus Borneo sich mit den Häuptlingen von Bohol befreundet und mit dem vornehmsten derselben Blutsfreundschaft (beide tranken gegenseitig ihr Blut) geschlossen. Legazpi schickte den Piloto Mayor der Flotte, Don Estévan Rodriguez, in Begleitung des borneanischen Steuermannes, mit geringer Bedeckung mit einem kleinen Fahrzeuge ab, um Cebú zu recognosciren und die Route dorthin sicherzustellen. Als dieses Schiff lange ausblieb, wurden zwei spanische Soldaten auf einem Boote der Eingeborenen dem ersteren nachgeschickt, sie kehrten mit der Nachricht zurück, dass von dem ersten Fahrzeuge nichts zu erblicken wäre, dagegen brachten sie die frohe Kunde, dass Cebú von Reichthümern strotze, bald darauf traf Rodriguez ein und bestätigte diese Nachrichten, auch Capitän Isla langte mit reicher Ladung an. Das kam zur rechten Zeit, denn schon hatten Hungersnoth und Enttäuschung (man fand nirgends Gold) die Leute unzufrieden gemacht und selbst unter dem Officierscorps den Wunsch nach einer Rückkehr nach Neu-Spanien hervorgerufen, Legazpi hatte sich genöthigt gesehen, einen Kriegsrath einzuberufen, der erst nach langen und stürmischen Debatten sich für das Bleiben entschied.Am 22. April verliess Legazpi Bohol, statt aber direct nach Cebú zu gelangen, wurde er nachDapitanan derNordküste von Mindanao verschlagen, wo ihm der Fürst desselben, Pagbuya, erst die Piloten gab, welche die Expedition glücklich nach dem Hauptorte Cebú’s brachten, wo Legazpi’s Schiffe am 27. April 1565 Anker warfen und zwar in der Ensenada de Mandave. Dort gründete Legazpi eine spanische Niederlassung, die er zuerst S. Miguel de Cebú nannte, deren Name er aber bald darauf in „Villa de Santísimo Nombre de Jesús” umänderte, als ein Soldat die Statue eines Jesuskindes fand, die wahrscheinlich von Magallanes’ Leuten zurückgelassen worden war. Fray Andrés de Urdaneta kehrte hierauf mit dem besten Schiffe nach Neu-Spanien zurück, um den Vicekönige den Bericht über den Stand der jungen Colonie zu erstatten und um Verstärkungen und Nachsendungen zu fordern9.Auch in Cebú litten die Spanier Mangel an Lebensmitteln, denn die Eingeborenen bauten nicht mehr als sie selbst brauchten, und das nach Neu-Spanien abgegangene Schiff hatte die wenigen Vorräthe vollständig erschöpft. Legazpi schickte den Capitän Goyti ab, um Lebensmittel aufzutreiben, Goyti wurde so der Entdecker von der Westküste von Cebú und den gegenüberliegenden Gestaden vonBuglás, das er nach seinen schwarzen Bewohnern dieIsla de Negros(Neger-Insel) nannte. Im folgenden Jahre (1566) gelangte der Oberst Mateo de Sauz bis nachPanay, als er Reis einkaufen wollte, bei dieser Gelegenheit besuchte er die Westküste von Negros. Derselbe Sauz (ebenfalls ein Baske) entdeckte noch in demselben Jahre die Nordküste der Isla de Baybay (Nord-Leyte), die Inseln Bilaran und Panamao, sowie den nördlich von der Juanico-Strasse gelegenen Theil von der Westküste Sámars. Der unermüdliche Sauz begab sich noch in demselben Jahre und zwar zum zweiten Male nach Butuan, und besuchte auch die Ostküste Mindanao’s, deren nördliche Strecke er Küste Coavit (nach dem heute Cavit geschriebenen Cap) benannte, dort stiess er aber mit einem portugiesischen Schiffe zusammen, denn die Portugiesen waren gekommen, um durch Güte oder Gewalt die Spanier zur Räumung der heutigen Philippinen zu zwingen. Die Portugiesen erschienen auch in der Nähe von Cebú, kehrten aber wieder nach den Molukken zurück, da sie die Spanier stärker vorfanden, als ihnen berichtet worden war. Im März 1567 wurde die Entdeckung von Panay durch den Capitän de la Haya vollendet.In demselben Jahre schickte Legazpi ein Schiff nach Neu-Spanien ab, welches einen genauen Bericht des spanischen Generals an seinen König zu überbringen hatte. In diesem Briefe nennt Legazpi den ganzen von ihm bisher entdeckten Archipel „Islas Filipinas”, welche Benennung noch heute allgemein üblich ist. Die Inselgruppe, welche Cebú, Bohol, Leyte, Sámar, Negros und Panay umfasst, also jenen Archipel, welchen die SpanierIslas Visayasheute nennen, bezeichnete er mit dem NamenIslas de Pintados, weil die Eingeborenen sich den Leib zu bemalen pflegten. Der Name Pintados für die Visayer10-Inseln und deren Bewohner erhielt sich bis in den Anfang des XVIII. Jahrhunderts. Das Jahr 1568 brachte wenig neue Entdeckungen, weil die Spanier, von einer portugiesischen Flotte in Cebú angegriffen, Mühe hatten, sich des plötzlichen Angriffes zu erwehren.Da Cebú zu wenig Lebensmittel producirte, so verlegte Anfang 1569 Legazpi sein Hauptquartier nach dem reichen Panay und zwar an die Nordküste dieser Insel, wo die heutige Provinz Capiz sich befindet, von da an jagt eine Entdeckung die andere. Der Sevillaner Edelmann D. Luis Henriquez de Guzman entdeckte und eroberte die InselnMasbate,BuríasundTicao, von dort gelangte er nach der LandschaftAlbay, dem südlichsten Theile Luzons, er war also der erste Spanier, welcher die grösste Insel der Philippinen betrat, und das betone ich ausdrücklich, weil man oft der Ansicht begegnet, die Entdecker Luzons wären Goyti und Salcedo gewesen11. Ihn begleitete auf diesen Zügen der Augustiner Fray Alonso Jiménez. Die vollständige Unterwerfung dieser Gebiete führte unmittelbar darauf der Capitän D. Andrés de Ibarra aus. Damals führte Albay den NamenIbalonoder wurde wenigstens so von den Spaniern genannt.Zur selben Zeit unternahm der heldenmüthige Enkel Legazpi’s, Don Juan de Salcedo, an der Spitze von 30 Spaniern und 500 Eingeborenen eine Expedition nach der den Spaniern noch unbekannten grossen InselMindoro, deren Küsten er befuhr; er entdeckte noch überdiess die InselLubangund kam auf diese Weise in die unmittelbarste Nähe der Bay von Manila.Inzwischen hatte Legazpi den Befehl vom König erhalten, den gesammten Archipel der Philippinen der spanischen Krone zu unterwerfen, deshalb trachtete er vor Allem darnach, Manila’s sich zu bemächtigen, dessen Kaufleute und Schiffe er in Mindanao wie den Pintados getroffen hatte und von dessen Reichthume sich die Spanier überschwengliche Vorstellungen machten. Während er sich mitden Rüstungen zu diesem Zuge und dem Aufbau seiner Befestigungen in dem zu einer Ciudad (kgl. Freistadt) erhobenen Cebú (Santísimo Nombre de Jesús) beschäftigte, wurden der Maestre de Campo (Oberst) Goyti und Juan Salcedo mit mehreren Schiffen und 120 spanischen Soldaten und zahlreichen „Pintados” abgeschickt, um Luzon, insbesondere Manila, zu recognosciren (1570).Die Expedition erreichteLuzonan den Küsten der heutigen ProvinzBatangas, welche damalsComintanagenannt wurde, hier trennten sich die beiden Führer, Goyti segelte nach Norden und wurde so der Entdecker der herrlichenBai von Manila, Salcedo aber entdeckte den grossen Binnensee vonBombon, in dessen Mitte auf einer kleinen Insel der niedrige aber unheilvolle Vulcan von Taal sich befindet. Damals war das kurze Flüsschen, welches die Laguna de Bombon mit dem Meere verbindet, tief genug, um den seichtgehenden Schiffen Salcedo’s das Einlaufen in den See zu gestatten. Als aber Salcedo mit den Umwohnern der Lagune in Kampf gerieth und selbst verwundet wurde, zog er sich zurück und vereinigte sich erst vor Manila mit Goyti. In Manila wurden die Spanier plötzlich überfallen, woran vielleicht portugiesische Wühlereien Schuld trugen, wenigstens fand man nach der Erstürmung des hölzernen Forts des Sultans von Manila einen Portugiesen, welcher die Artillerie befehligt hatte. Ich glaube, dass jener Portugiese kein Agent seines Vaterlandes gewesen ist, die dürftigen Nachrichten gestatten den Schluss, dass er ein Deserteur oder Renegat gewesen sei. Nach der Züchtigung der verrätherischen Eingeborenen kehrten Goyti und Salcedo nach Panay zurück.1571 erschien Legazpi in der Bai von Manila und gründete dort an der Mündung des Pasig die Hauptstadt der Philippinen, von welcher aus bald Expeditionen nach allen Seiten ausgingen, um Luzon oder Neu-Castilien, wie es Legazpi nannte, zu unterwerfen. Goyti drang in die LandschaftPampangavor und unterwarf sie der spanischen Krone, damals verstand man unter dem Namen Pampanga auch die heutigen Provinzen Bulucán, Nueva Écija und La Infanta, jedoch kam Goyti nicht bis an die Ostküste Luzons, das war Salcedo vorbehalten. Dieser kühne Conquistador segelte den Pasig hinauf und wurde so der Entdecker der wunderbar schönenLaguna de Bay, deren Gestade er seinem Könige zinspflichtig machte. An der Laguna erfuhr Salcedo, dass jenseits der Berge, welche im Osten und Südosten den See umgeben, Gold zu finden wäre. Salcedo brach sofort dahin auf, zwar missglückte sein erster Zug, er musste beim Vulcan Mahayhay oder Banahao wieder umkehren, aber mit frischen Verstärkungen versehen gelang es ihm, unter grossen Schwierigkeiten die Ostküste Luzons, die sogenannte Contracosta, zu erreichen, worauf er die Küsten vonCamarínes12bis zur Bai von S. Miguel befuhr und die Goldminen von Paracale und Mamburao entdeckte; beinahe gleichzeitig war die InselTablas, dann die luzonische LandschaftCalilaya(das heutigeTayabas) von spanischen Truppen unterworfen worden. Auch dieCuyos-undCalamianes-Inseln sowie das nördliche Palawan (Paragua) waren inzwischen entdeckt und unterworfen worden.1572 brach Salcedo mit einem kleinen Geschwader von malaiischen Fahrzeugen aus Manila auf, um die nördlichen Küsten Luzons und die Ausdehnung dieser Insel überhaupt kennen zu lernen. Salcedo umsegelte ganz Nord-Luzon, entdeckte die LandschaftenZambales,Pangasinán(Lingayen),IlócosundCagayánund gab den VorgebirgenBogeadorundEngañoihre noch heute üblichen Namen. Auf der Fahrt längs der Ostküste entdeckte er die InselPolillo. In der Bucht von Amanto endete diese abenteuerliche Expedition, Salcedo kehrte auf dem Landwege und über die Laguna de Bay nach Manila zurück, wo inzwischen sein Grossvater Legazpi im August 1572 gestorben war. Labezares, ebenfalls ein Baske, wurde jetzt Interims-Gouverneur, er schickte im Jahre 1573 den Salcedo nach Camarínes ab, um dieses von Salcedo selbst entdeckte Land der spanischen Krone zu unterwerfen, was ihm rasch gelang, wobei auch die gesammten westlichen Küsten von Camarínes entdeckt wurden (durch Cap. Chaves), so dass jetzt die Küste Luzons in ihrer gesammten Ausdehnung bekannt wurde, hauptsächlich durch Salcedo. Damit war die Aera der grossen Entdeckungen in den Philippinen zu Ende, es blieb nur die Nachlese übrig. Figueroa besuchte 1578 die einzelnen Inseln des Sulu-Archipels, und von Cagayán drangen die Spanier wenige Jahre später nach den Babuyanen vor. Damit war die Entdeckung der Philippinen abgeschlossen und weitere Forschungsreisen konnten sich nur mehr mit den Binnenlandschaften des Archipels befassen.Fassen wir kurz das oben Erwähnte zusammen, so gelangen wir zu folgenden Resultaten, wenn wir die einzelnen Theile der Philippinischen Inseln der Reihe nach durchnehmen.A. Surigao-Inseln:entdeckt vonMagallanes1521 und zwar die Insel Jomonjol, die Inseln Caburao, Siargao, Bucas und Dinagat von der Expedition unterVillalobos1543. Die Insel Suluan wurde schon von Magallanes entdeckt, aber erst 1565 von Legazpi näher erforscht. Legazpi verlieh ihr auch den Namen Buen Señal.B. Visayer-Inseln oder Islas de Pintados.1.Sámar: Ältere Namen sind Tendaya oder Tandaya, Achan, Camlaia, Filipina und Ibabáo. Letztere Benennungerhielt sich am längsten, wurde aber Anfangs auf den östlichen Theil der Insel beschränkt, während die westlichen Gestade Sámar oder Samal genannt werden. Im XVII. Jahrhundert dient als Gesammtbezeichnung für die Insel der Name Islas de Ibabáo, wohl zu unterscheiden von dem Ausdrucke Costa Ibabáo, womit nur die Ostküste in dieser Zeit bezeichnet wurde; im XVIII. Jahrhundert gewinnt erst der Name Sámar Oberhand, und heute ist selbst der Name Ibabáo vergessen, die anderen Namen haben nur eine Eintagsexistenz gehabt, in französischen Werken des XVII. Jahrhunderts nur fand ich den Namen Tendaya und Filipina noch lange Zeit hindurch erhalten. Obwohl es nicht unwahrscheinlich ist, dassMagallaneswenigstens von der Ferne die Südspitze von Sámar erblickte, so sind mit Sicherheit nur zwei Schiffe vonVillalobos’Expedition (1543) als die ersten europäischen Schiffe nachzuweisen, welche Sámar, und zwar die südlichen und östlichen Gestade besuchten. Die übrigen Küsten desselben wurden erst 1566–1570 von den Spaniern derLegazpi’schen Expedition aufgefunden; speciell der an der Bernardino-Strasse gelegene Theil und die benachbarte Insel Capul wurden erst 1570 vom CapitänIbarraaufgesucht und genau durchforscht.2.Leytemit Panaon, Limasaua, den Camotes, Bilaran, und Panamao. Pigafetta nennt den nördlichen Theil von Leyte Isla de Baybay, den südlichen Ceylon oder Seilani, weshalb noch in späteren nicht-spanischen Werken, welche ihre Kenntniss der Philippinen aus Pigafetta schöpften, die Insel Leyte den Namen Ceylon de Pigafetta führt, eine Benennung, die den spanischen Historikern selbst der älteren Zeit unbekannt ist.Magallanesbesuchte die südlichen Hälften der Ost- und Westküste. Der übrige Theil der Küste wurde vonSauz1566 besucht.Die kleine Insel Panaon wurde 1521 vonMagallanesentdeckt, desgleichen Limasaua, welches Mazava oder Massaua genannt und gelegentlich auch Dimasaua oder Dimausava (Dimasaba, Limasaba, Limasava) geschrieben wurde. Auch die Camotes-Gruppe, zwischen Leyte und Cebú, ist eine Entdeckung des Magallanes, während die nördlich gelegenen Inseln Bilaran und Panamao von dem BaskenSauzentdeckt worden sind.3.Bohol(oder Bojol geschrieben, weil die Eingeborenen das spanische j mit dem h-Laute oft verwechseln). Bohol wurde von den ersten Conquistadoren auch Pohol oder Pool genannt. Bohol wurde von der Expedition desMagallanesin seinen westlichen und östlichen Theilen entdeckt. Die Südküste wurde erst von den Schiffen desVillalobosgenauer untersucht (1543), und der mittlere Theil der Nordküste 1565 vonLegazpi’sLeuten betreten.4.Siquijoroder Fuego. Die Westküste dieses Eilandes wurde vonCarvalho1521 gesehen, die übrigen Theile unterLegazpi1565 und 1566.5.Cebúmit Mactan. Cebú wird von den ersten Entdeckern Zubu, Çubu, Subu, auch mit t am Ende: Zubut &c. geschrieben, bei den Eingeborenen führte es den Namen Sogbu. Im XVII. und XVIII. Jahrhundert finden wir die Orthographie Zebu oder Çebu. Der grösste Theil der Westküste wurde vonMagallanesselbst und nach seinem Tode von Carvalho entdeckt. Eine andere Strecke der westlichen Gestade entdeckteLegazpi1565 selbst, den Rest sowie die Ostküste seine Officiere, insbesondereGoyti.6.Negros.Negros wurde von den Visayern Buglás genannt, der spanische Name hat jedoch den eingeborenen vollständig verdrängt. Der südlichste Theil mit der Punta Bombonon wurde jedenfalls schon vonCarvalho1521 gesehen, doch lässt sich diess nicht mit voller Sicherheit behaupten. Die Ostküste wurde 1565 vonGoyti, die Westküste vonSauzund anderen spanischen Officieren desLegazpi1566 entdeckt.7.Guimaras.1566 entdeckt, damals wurde es Ymaras genannt.8.Panay.Ihr alter Name ist Isla de Oton, später heisst der nördliche Theil (das heutige Capíz) Isla de Panay, der südliche Isla de Oton (Otong, Octong). Die Insel wurde 1566 vonSauzentdeckt und ihre Gestade waren bis 1568 durchweg bekannt, 1569 sogar schon vollständig den Spaniern unterworfen.9. DieCagayanes(zwischen Negros und Palawan) waren schon 1521Carvalhobekannt, doch fällt ihre eigentliche Entdeckung erst in die Jahre 1569–71, wo diese Inselgruppe von den Spaniern nach und nach entdeckt und in Besitz genommen wurde.10. DieCuyos-Gruppewurde in derselben Zeit wie die Cagayanes entdeckt und unterworfen.11.Masbate,TicaoundBuríaswurden 1569 vonGuzmanentdeckt, der CapitänIbarrahatte bei diesen Entdeckungen sich ebenfalls Verdienste erworben.12.Tablas,Romblon,SibuyanundMarinduque. Die Westküste von Tablas war 1569 durchDon Juan de Salcedoentdeckt worden, die Ostküste sowie Romblon, Sibuyan und Marinduque wurden etwas später von anderen Officieren desLegazpientdeckt und unterworfen.13.MindoroundLubang. Diese beiden Inseln wurden vonSalcedo1569 aufgefunden und erobert13, desgleichen die zwischen Mindoro und Panay liegende Insel Semerara. Mindoro wurde in der ältesten Zeit Mait genannt.C. Palawan und die Calamianes.Palawan wird von den Spaniern Paragua genannt, ältere Bezeichnungen sind Palaon, Palauan. Der südliche Theil von Palawan wurde bereits 1521 von Magallanes’ Leuten unterCarvalhoentdeckt, der nördliche Theil dieser Insel wurde zwar unterLegazpi’sRegierung, und zwar 1570–72 entdeckt und dem spanischen Könige tributpflichtig gemacht, doch haben die Spanier sich wenig um diese grosse Insel gekümmert, deren grössere Südhälfte erst in den letzten Jahren von den Spaniern occupirt wurde, obwohl mit unberechtigter Hartnäckigkeit selbst neuere deutsche Karten es mit derselben Farbe coloriren wie Sulu. Der südliche Westtheil dieser Insel wurde vielleicht erst um 1577 oder 1578 von den Spaniern genauer untersucht. Die einst zu Borneo, dann zu Sulu und heute zu Spanien gehörige Insel Balabac wurde 1521 entdeckt.Die Calamianes wurden in der Zeit von 1570–1572 von spanischen Mönchen und Soldaten besucht.D. Luzon.Der ältere Name Luzons lautet Lusong, wie ihn noch heute die Chinesen gebrauchen. Legazpi gab dieser grössten Insel der Philippinen den Namen Neu-Castilien, doch gerieth dieser Name in Kürze vollständig in Vergessenheit. Nach der wichtigsten Stadt, nicht nur Luzons, sondern auch der Philippinen überhaupt, nach Manila14nämlich, wurde auch Luzon Manila genannt, aber nur von den Portugiesen und Franzosen, welche auch die gesammten Philippinen Manila-Inseln nannten, daher auch in einigen deutschen Werken des vorigen Jahrhunderts unser Archipel die Bezeichnung „die Manillen” führt, doch ist zum Glück diese geschmacklose Benennung von den deutschen Karten verschwunden. Zur Zeit der Conquista zerfiel Luzon in folgende Landschaften: Albay oder Ibalon, Camarínes oder Nebuy, Talyabas oder Calilaya, Batangas oder Comintana, Manila mit Tondo, Laguna de Bay, Pampanga, Pangasinan, Ilócos und Cagayan.Unter der LandschaftIbalonoderAlbayder Conquista ist der südlichste Theil Luzons zu verstehen, und zwar kann man als nördliche Grenzscheide die tiefe Einsenkung zwischen den beiden Vulcanen, dem (übrigens erloschenen) Mazaraga und Máyon (besser bekannt als „Vulcan von Albay”) annehmen. DieseLandschaftAlbay ist wohl zu unterscheiden von der späterenProvinzAlbay, zu welcher auch die Inseln Masbáte und Ticáo gehörten. Ibalon wurde 1569 durchGuzmanentdeckt und diese Entdeckung unmittelbar vonIbarrafortgesetzt, insbesondere an der Ostküste.Die LandschaftNebuyoderCamaríneshatte als nordwestliche Grenze die beiden Flüsse Rio Tabagon und Rio Cabibijan, von denen der erstere in die Bucht von Sogod an der Contracosta, der letztere in die Bucht von Guinayangan oder Ragay sich ergiesst. Von der Landschaft Albay ist Camarínes durch die obenerwähnte Einsenkung zwischen dem Mazaraga und Máyon getrennt. Der Entdecker von Camarínes istDon Juan de Salcedo, den nördlichen Theil entdeckte er bereits 1571, den Rest 1573. Die Catanduanes-Inseln an der Ostküste von Camarínes sind aber nicht von ihm, sondern vom CapitänChaves(1573) besucht worden, ebenso die Küstenstrecken in der Bucht von Ragay.CalilayaoderTayábasumfasste den schmalen isthmusartigen Landstrich Luzons, welcher vom Vulcane Mahayhay bis zu der von mir oben erwähnten Nordwestgrenze von Camarínes reichte. Die nördlichen Gestade (an der Contracosta) wurden vonSalcedo1571 entdeckt, die südlichen zur selben Zeit vom CapitänIbarra, ein Theil der an der Bucht von Ragay liegenden Gestade wurde erst 1573 vonChavesbetreten.Die LandschaftComintanaoderBatangaswurde auch nach ihrer grössten Stadt: Taal oder nach ihrem Binnensee, der Laguna de Bombon, Bombon genannt. Sie umfasste die heutige Provinz Batangas und den südlichen Theil der Provinz Cavite. Ihre Gestade wurden vonGoytiundSalcedo1570 entdeckt und diese Entdeckungen 1571 durchIbarravervollständigt. Die Laguna de Bombon wurde vonSalcedo1570 entdeckt, die nördlichen Ufer derselben wurden von ihm nur von der Ferne gesehen, da er nur im südlichen Theile des Sees an’s Land trat.Die LandschaftenManilaundTondoumfassten die heutige Provinz Tondo-Manila ganz, ferner den nördlichen Theil der Provinz Cavite und Theile der Provinz Bulacán. Ihre Küste wurde vonGoyti1570 entdeckt, wie denn dieser ungemein tüchtige Baske der Entdecker der Bai von Manila ist und nicht Salcedo. Die am Pasig gelegenen Theile wurden 1571 vonSalcedoentdeckt und unterworfen.Die LandschaftLagunaumfasste die ganzen Ufergebiete der Laguna de Bay (früher auch „Bahi” genannt) und wurde 1571 vonSalcedoentdeckt und tributpflichtig gemacht.UnterPampangaverstand man in den Zeiten der Conquista nicht allein die heutige Provinz gleichen Namens, sondern auch den nördlichen Theil von Bulacán, die südliche grössere Hälfte des heutigen Zambales, den südwestlichen Theil von Nueva Vizcaya und das ganze heutige Nueva Écija, La Infanta und Bataán. Die an der Bai von Manila gelegenen Theile, die Corregidor-Insel (damals Marivelez genannt), entdeckte 1571Goyti, alle übrigen Gestadelandschaften des alten Pampanga’s wurden 1572 von dem Cortés der Philippinen, dem ritterlichenDon Juan de Salcedo,auf seiner Umseglung Nord-Luzons entdeckt. Salcedo liess keine Bucht undurchforscht.Pangasinánumfasste die Küstenlande des Golfs von Lingayen (Lingayan), weshalb es auch Lingayen genannt wird. Die Halbinsel, welche zwischen dem Golf von Lingayen und der Bucht von Bazol liegt und mit dem Cap Bolinao endigt, gehörte damals zu Pangasinán, ebenso der südlichste Theil der heutigen Provinz Union. Pangasinán wurde vonSalcedo1572 entdeckt.Ilócosumfasste den ganzen langgestreckten aber schmalen Küstensaum, welcher vom Golf von Lingayen, und zwar vom Monte Sto. Tomas sich bis über das Cap Bogeador ausdehnt.Ilócoswurde ebenfalls 1572 vonSalcedoentdeckt und unterworfen.Cagayánwar das Land an der Nordküste Luzons und an den Ufern des Rio Grande de Cagayán (dem Rio Tago älterer Werke). Auch hier begegnen wir dem NamenSalcedo’swieder, der das Land entdeckte, aber nicht unterwarf (1572).Die nördlich von Luzon gelegenenBabuyanes-Inseln wurden in der Zeit zwischen 1581–85 entdeckt, von wem? ist nach dem mir vorliegenden Quellenmaterial nicht zu sagen. Ich vermuthe, dass CapitänCarrionsie entdeckte, als er eine japanische Piraten-Niederlassung an der Küste Cagayáns (in der Nähe des heutigen Aparri) verhinderte und seine Schiffe den japanischen Flüchtlingen nachsetzten. 1585 zählte Philipp II. auf diesen Inseln bereits 1000 Unterthanen. Die nördlich von den Babuyanes gelegenen Batanes oder Bashee-Inseln waren den Spaniern lange vor der angeblichen Entdeckung Dampier’s bekannt. So kehrte die Mannschaft des 1596 an der japanischen Küste gescheiterten spanischen Schiffes S. Francisco über die Batanes nach Manila zurück, ohne dass diese Schiffbrüchigen als Entdecker dieser Inselgruppe bezeichnet werden, es müssen also die Batanes schon vor 1596 den Spaniern bekannt gewesen sein. Erst in der Zeit des nordamerikanischen Unabhängigkeits-Krieges wurden diese Inseln von den Spaniern militärisch besetzt.E. Mindanao mit dem Sulu-Archipel.Es ist sehr schwer, die Entdeckungsgeschichte dieser Insel mit apodiktischer Sicherheit wiederzugeben, denn nirgends waren die ersten spanischen Seefahrer so freigebig mit Namensbezeichnungen, die sich selten localisiren lassen, als hier.In der ersten Zeit besass diese zweitgrösste Insel der Philippinen gar keine Gesammtbezeichnung, sondern nur die Namen der einzelnen Districte, denen das Wort Isla (Insel) vorgesetzt wurde, so dass man glauben konnte, einen ganzen Archipel, statt einer einzigen grossen Insel vor sich zu haben. Noch im Anfange des XVII. Jahrhunderts finden wir Bezeichnungen wie: Isla de Caraga, Isla de Butuan &c. vor. Auf diese Weise entstand die nie existirende Insel San Juan auf den alten Karten im Nordosten von Mindanao, welche, nebenbei gesagt, noch in Spruner’s historischem Handatlas ihre mysteriöse Existenz ungestört weiterfristet. Der Name Mindanao war auf das Mündungsgebiet des Rio Grande de Mindanao beschränkt, wo das mächtige Sultanat gleichen Namens sich bildete. Als durch die Jesuiten der Name Mindanao bald zur Gesammtbezeichnung der ganzen Insel wurde, entstanden grössere Confusionen selbst bei minder oberflächlichen Schriftstellern, indem die Landschaft Mindanao, das gleichnamige Sultanat (welches in seiner Blüthezeit die ganze Westküste des Eilandes umfasste) und die gesammten Inseln miteinander verwechselt wurden. Bei Benutzung alter Werke ist daher grosse Vorsicht nöthig, wenn man in denselben auf den Namen Mindanao stösst, selbst wenn dort „Isla de Mindanao” sich findet, ist oft nur das Mündungsgebiet des obenerwähnten Flusses gemeint. Nur wenn wir auf den Namen La Isla Grande (de Mindanao) stossen, ist jeder Zweifel überflüssig. Die Variante Magindanao wurde von spanischen Schriftstellern nur selten gebraucht. Der gediegenste Historiker der Insel der selbst lange Jahre auf ihr zugebracht hatte (Mitte des XVII. Jahrhunderts), P. Combes, schreibt stets Mindanao. Die Leute Magallanes’ nannten die Nordküste der vom Panguil-Busen sich vom Hauptkörper abtrennenden westlichen Halbinsel Mindanao’s Quipit oder Quepindo, eine Bezeichnung, die sehr rasch in Vergessenheit gerieth. Die Ost-Küste von Mindanao wurde schon damals nach ihrem Hauptorte Costa de Caraga (bei Pigafetta: Calagan) genannt. Bernardo de la Torre gab 1543 der ganzen Insel15den Namen Cesarea, doch ist auch diese Bezeichnung vollständig in Vergessenheit gerathen. Der nördliche Theil dieser Caraga-Küste hiess hier zur Zeit Legazpi’s vorübergehend nach einem Vorgebirge Costa de Cauit (Coauit). Zu Ende des XVI. und Anfang des XVII. Jahrhunderts zerfiel Mindanao in folgende (geographische) Landschaften, welche zum Theile sich mit den gleichnamigen politischen Gebieten deckten: 1.Mindanao(das Mündungsgebiet des Rio Grande de Mindanao und das zwischen diesem Flusse und dem südlichen Theile der Cordillera de Sugut oder Sujut liegende Territorium). 2.Buhayen, auch Buhayan, Boayhan &c. genannt (das Land zwischen dem Rio Grande und der Bahia de Sarangani, den Oberlauf des mehrgenannten Flusses mit einbegriffen). 3.Caragaumfasste die ganze Ostküste Mindanao’s bis zum südlichsten Punkte der Insel, der Punta Tinaca; auch das ganze Gebiet des Flusses Agusan, der bei Butuan mündet, wurde zu Caraga gerechnet. 4.Iligan(die Küste zwischen Iligan und der Insel Camiguin). 5. Das Land derIllanosundMalanao(das Territorium zwischen der Illanos-Bai16und dem Panguil-Busen mit dem See von Malanao). 6.Sibugueymit Zamboanga17, die langgestreckte Halbinsel umfassend, welche, von dem Isthmus zwischen dem Panguil-Busen und der Illanos-Bai beginnend, sich gegen Westen und Südwesten ausdehnt und bei Zamboanga ihr Ende findet. Zamboanga hiess damals Sampoangan.Nach dieser kurzen Beschreibung der alten Eintheilung Mindanao’s will ich zur Registrirung der Entdeckung seiner Küsten übergehen, wobei ich von dem Princip ausgehe, nur jene Entdeckungen zu melden, welche sich aus den Quellen ohne jede mir verhasste Hypothesenreiterei erweisen lassen.Beginnen wir bei der Nordküste: DieBai von Butuansowie dieSurigao-HalbinselentdeckteMagallanes1521. Schwieriger ist es, die Entdeckung der InselCamiguinund der zwischen dem Panguil-Busen und dieser Insel gelegenen Küstenstriche festzustellen. Gründlich untersucht wurde dieses Gebiet durch die Expeditionen, welcheLegazpivon Cebú aus 1565–1569 nach Mindanao unterSauz,GoytiundIslaabschickte, weshalb ich auf meiner Kartenskizze es mit der Farbe der Legazpi-Entdeckungen colorire, obwohl bereits die Expedition desVillaloboseinzelne Theile dieses Landes gesehen hat (Villalobos selbst nicht, aber von ihm auf Lebensmittelrequisition abgeschickte Schiffe). Der Panguil-Busen wurde wegen der Gefährlichkeit seines Fahrwassers, der Unwirthbarkeit seiner Gestade und der Feindseligkeit seiner Umwohner von den ersten Conquistadoren nur an seiner breiten Mündung besucht; vollständig wurden seine Gestade erst in den Jahren 1639 und 1640 erforscht, als der kühne Gobernador der Philippinen,Corcuera, systematisch von allen Seiten den Angriff auf die unabhängigen Malaien Mindanao’s eröffnete, um Spanien den Besitz der ganzen Insel zu sichern. Bei dieser Gelegenheit wurde auch derSee von Malanaodurch eine von Iligan abgehende Expedition entdeckt und seine Gestade für kurze Zeit Spanien zinspflichtig gemacht. Die ganze UmgebungDapitanswurde erst 1565 vonDon Miguel Lopez de Legazpientdeckt. Es darf nicht verschwiegen werden, dass Dapitan wahrscheinlich in der Zeit von 1531–1562 von Portugiesen besucht worden war, da wir aber hierüber keine sicheren Nachrichten besitzen, und Legazpi selbst von den Eingeborenen Nichts über eine frühere Ankunft oder Anwesenheit von Europäern erfuhr, so belassen wir den Spaniern den Ruhm der ersten Entdeckung. Die Küste um das Cap Quipit wurde im Jahre 1521 vonCarvalhoentdeckt. Die langgestreckte Halbinsel, an deren südlichem Ende Zamboanga liegt, wurde erst unterLegazpinäher erforscht, als die Spanier, unterstützt von den Fürsten von Dapitan, jenes Land der Krone Castiliens unterwarfen, doch ist auch hier mehr als wahrscheinlich, dass die Leute des Magallanes die ersten waren, welche dieses Land gesehen hatten. Die Entdeckung des Mündungsgebietes des Rio Grande de Mindanao gebührt ohne alle Frage den Portugiesen, ebenso nach meiner Vermuthung die Entdeckung der Punta Flecha. Die Südküste Mindanao’s, sowie die Sarangani-Inseln entdeckten die Leute des Magallanes auf ihrer Fahrt nach den Molukken.DasCap S. Augustin, sowie die gesammte Ostküste Mindanao’s entdeckte der Führer der Loaysa-Expedition,Toribio Alonso de Salazar, 1526. DieDavao-Baiwurde erst 1578 durchFigueróain ihrem gesammten Gebiete durchforscht.Schwieriger ist, die Entdeckung derSulu-InselnSchritt für Schritt zu verfolgen. Die Sulu-Inseln wurden von den Spaniern Xoló (nach der neuen Orthographie: Joló) genannt und zu ihnen natürlich auch Basilan gerechnet, welches damals nach einem seiner Küstenorte Taguima genannt wurde.Magallanessegelte mitten durch den Archipel, Albo nennt hiebei Sulu: Soló oder Soolou, Basilan aber: Jaguima (offenbar hat Navarrete in letzterem Worte J für T gelesen), später wurde die Hauptinsel einige Mal von einzelnen Spaniern aus den Molukken aufgesucht, unterSaavedra(1529) hielt sich ein spanisches Schiff einige Zeit in Sulu auf. Basilans Nordküsten wurden noch unterLegazpiin der Zeit 1566–1571 von den Spaniern betreten, die südlichen Gestade erst 1578 vonFigueróagenau untersucht, der dasselbe bei der Hauptinsel that. Figueróa sah zwar auch Tawitawi, betrat aber dessen Boden nicht, das geschah erst in den Zeiten Corcuera’s, als dessen tapfere SeeheldenAlmonte,UgaldeundMonforteden nach Tawitawi geflüchteten Sultan von Sulu zeitweilig belagerten.So können wir aus dem Gesagten ersehen, dass, ungeschmälert die unsterblichen Verdienste des Magallanes, Don Juan de Salcedo es war, dem die Krone unter den Entdeckern und Conquistadoren der Philippinen gebührt. Das Innere der meisten Inseln ist noch heut’ zu Tage eine terra incognita, erst in der jüngsten Zeit begann man das Versäumte nachzuholen, und unter diesen wissenschaftlichen Conquistadoren begegnen wir auch deutschen Namen: Dr. F. Jagor, Dr. A. B. Meyer, Prof. C. Semper und Dr. Ritter von Drasche. Am wenigsten durchforscht sind Mindanao, Mindoro und Palawan, obwohl der tapfere spanische Marine-Officier und Kartograph Don Claudio Montero y Gay zur näheren Kenntniss der erstgenannten Insel sehr viel beigetragen hat.

Fernando Magallanes erreichte am 16. März 1521 die InselJomonjolin derSurigao-Gruppe und wurde so der Entdecker der Philippinen, denen er den NamenS. Lazarus-Archipel verlieh, doch hat diese Benennung wenig Anklang gefunden, und wir werden sehen, dass diese so reiche Inselgruppe bis zum Empfange des heutigen Namens von den Spaniern gewöhnlich „Islas de Poniente” genannt wurde, d. h. die Inseln des Westens, während sie die Portugiesen die „Islas del Oriente”, d. h. die Inseln des Ostens, hiessen. Magallanes trat mit den Bewohnern Jomonjols in freundlichen Verkehr, setzte aber, sobald seine Kranken sich ein wenig erholt hatten, seine Reise fort, auf welcher er die grosse InselLeyteund zwar die Südostküste entdeckte, zwischen welcher und der kleinen InselPanaoner zu dem InselchenLimasaua1gelangte, deren Radjah ihn freundlich aufnahm. Von dort begab er sich nachButuanan der Nordküste vonMindanao. In Butuan zog er genaue Erkundigungen über die grosse Insel ein, insbesondere über die Ostküste derselben, deren NamenCaragasein Chronist Pigafetta in Calagan verzerrte. Da aber in Mindanao keine Lebensmittel aufzutreiben waren, so kehrte Magallanes nach Limasaua zurück, deren Radjah sich ihm selbst als Lootsen erbot, um die Spanier nach dem Centrum der Visayer-Inseln, nach Cebú zu führen. Die Expedition brach also unter der Führung des Radjahs auf und segelte zunächst nach Norden, entlang den Gestaden Leyte’s. Diese grosse Insel führt bei Pigafetta zwei Namen, der südliche Theil wird dortCeylon, der nördliche nach einem Orte der WestküsteBaybaygenannt. Von Baybay wandte sich die Expedition nach Westen, erreichte die kleine Inselgruppe derCamotes, segelte dann Südwest und gelangte so zur InselCebú2und nach Passirung des Canales, welcher Cebú vonder InselMactántrennt, nach der wichtigsten Stadt jener grossen Insel, welche ebenfalls Cebú hiess.

Da es nicht meine Aufgabe ist, eine Geschichte der Fahrt Magallane’s zu geben, sondern nur die auf die Philippinen bezüglichen Entdeckungen kurz zu registriren, so sei erwähnt, dass nach dem unglücklichen Ende des kühnen Magallanes seine Expedition sich nach der Westküste vonBoholwandte und von dort zwischen der Südspitze vonNegrosund der InselSiquijorihre Richtung gegen Südwesten nahm. Die Spanier entdeckten einen neuen Theil der Mindanaoküste und zwar jenen, welcher westlich von Dapitan beginnt und ungefähr bei der Punta Gorda endigt. Nach dem im Osten der Punta Gorda befindlichen Cap Quipit nannten sie die ganze Strecke, die sie vielleicht für eine besondere Insel ansahen,Isla de Quipit ó Quepindo. Dann folgte die Entdeckung vonPalawan, welches von den SpaniernParaguagenannt wird; die Spanier entdeckten ferner auf ihrer abenteuerlichen Flucht von BorneoSulu(Hauptinsel), die Südküste von Mindanao und dieSerangani-Inseln, von wo aus sich die Reste der Magallanes-Expedition nach den Molukken wandten und somit das Gebiet der Philippinen verliessen.

Durch diese spanische Expedition wurden die Portugiesen auf die Philippinen aufmerksam, sie schickten einzelne Schiffe dahin ab, welche aber keine neuen Entdeckungen machten. In Spanien hatte man sich inzwischen entschlossen, eine neue Expedition nach den Molukken auslaufen zu lassen, nachdem ein in Elvas und Badajóz tagender Congress spanischer und portugiesischer Geographen und Seefahrer resultatlos auseinandergegangen war; der Congress hatte über die Frage entscheiden sollen, ob die Molukken zum spanischen oder zum portugiesischen Weltantheil gehörten. Die neue Expedition bestand aus sieben baskischen Schiffen, welche unter dem Befehle des Johanniters Don Fray García Jofre de Loaisa standen, zu dessen eventuellem Nachfolger der erste Weltumsegler Don Juan Sebastian de Elcano bestimmt war. Nach schweren Verlusten erreichte die Expedition die Südsee, wo rasch hintereinander Loaisa und Elcano starben; den Oberbefehl übernahm nun Toribio Alonso de Salazar, welcher, nach kurzem Aufenthalte in den Ladronen, am 8. October 1526 die Islas de Poniente erreichte und zwar an der Ostküste vonMindanao. Salazar wurde so der Entdecker derCaraga-Küste. Er lief in den Hafen von Liangan ein, starb aber bald, worauf der muthige Baske Martin Iñiguez (Yañez) de Carquizano Chef der Expedition wurde. Carquizano versuchte nach Cebú zu gelangen, widrige Winde hinderten ihn daran, und so begab er sich nach den Molukken, wo er mit seinen Leuten gegen die Portugiesen kämpfte. Salazar soll den Islas de Poniente zuerst den Namen „Philippinen” beigelegt haben, doch ist diess ein Irrthum. So war durch Loaisa’s Expedition nur die Ostküste von Mindanao entdeckt worden.

Eine Expedition nach den Islas de Poniente und den Molukken sollte bald darauf Neu-Spanien verlassen. Auf Befehl Kaiser Karl’s V. rüstete der glorreiche Eroberer von Méjico D. Fernando Cortés in dem kleinen pacifischen Hafen Neu-Spaniens Zacatula oder Civatlanejo eine Flotte von drei Schiffen aus, welche unter der Führung des D. Alvaro de Saavedra am 31. October 1527 auslief. Da das Hauptziel dieser Expedition der Molukken-Archipel war, so berührte Saavedra nur flüchtig die Philippinen und zwar an der Ostküste von Mindanao, von wo er nach den Molukken aufbrach, so dass diese Expedition nicht in der Lage war, neue Entdeckungen in dem Archipel zu machen. Von den Molukken aus versuchte Saavedra zwei Mal ohne Erfolg durch das Stille Meer nach Méjico zurückzukehren, wobeiSuluvon den Spaniern wieder aufgesucht wurde.

Durch den Vertrag von Zaragoza vom Jahre 1529 entsagte Kaiser Karl V. seinen Ansprüchen auf die Molukken, und da die Islas de Poniente nach den damaligen Anschauungen ziemlich werthlos erschienen, so hörten alle Versuche von spanischer Seite auf, sich mit der Entdeckung und Colonisation dieses Archipels zu befassen. Die Portugiesen selbst waren zu sehr mit den Molukken beschäftigt, als dass man in den Regierungskreisen an eine nähere Durchforschung des Archipels gedacht hätte, nachdem die Spanier aus diesen Theilen der Welt verdrängt waren. That auch der portugiesische Staat nichts, so versuchten es doch Privatleute, für ihren Glauben und die Herrschaft ihres Vaterlandes Propaganda zu machen. Ein portugiesischer Edelmann, Francisco de Castro, hatte bereits auf Mangcassar in Celebes als Missionär gewirkt, ohne selbst Priester zu sein. 1531 kam er nach der Insel Mindanao und bekehrte dort einige Fürsten, darunter den Radjah von Butuan, zum Christenthume3; es mögen auch noch andere Portugiesen auf dieser Insel geweilt haben, jedenfalls ist aber die Entdeckungsgeschichte der Philippinen durch sie nicht bereichert worden. Die Portugiesen machten sich bald darauf in Mindanao unmöglich, indem der portugiesische Capitän Pinto nach Abschluss eines Freundschaftsvertrages mit dem Radjah der Insel Surigao auf dessen Unterthanen Jagd machte, worauf die empörten Eingeborenen den verrätherischen Sclavenjäger zur schleunigen Heimkehr nöthigten. Die Jesuiten und Portugiesen behaupten, dass zu Anfang der vierziger Jahre des XVI. Saeculums der berühmte Apostel der Indier, Franciscus Xaverius auf Mindanao das Christenthum gepredigt hätte, was aber austriftigen Gründen bezweifelt wird4; jedenfalls hat er zur weiteren Aufdeckung Mindanao’s nichts beigetragen.

Einer von den Officieren des Loaisa, der wackere baskische Capitän D. Andrés de Urdaneta kehrte erst 1536 nach Spanien von den Molukken zurück, wo er unter den Fahnen des Sultans von Tidore rühmlich gegen die Portugiesen gefochten hatte. Dieser tüchtige Seemann und Haudegen suchte dem Kaiser Karl die Wichtigkeit der halbvergessenen Islas de Poniente hervorzuheben, welche nach seiner Vorstellung die Spanier für die Cession der Molukken entschädigen sollten. Eingehend wies Urdaneta nach, dass die Islas de Poniente innerhalb des spanischen Weltantheils lägen, während die Portugiesen das Gegentheil behaupteten. Wenn auch Karl damals mit wichtigeren Angelegenheiten beschäftigt war, so versäumte er es nicht, dem Rathe von Indien eine genaue Prüfung der Vorschläge Urdaneta’s anzuempfehlen. Da der berühmte amerikanische Conquistador D. Pedro de Alvarado ohnehin sich mit dem Plane trug, einen Zug durch das Stille Meer nach China zu unternehmen, und dieser spanische Held über eine hinreichende Anzahl von Schiffen und Soldaten gebot, so gab der Kaiser ihm den Befehl, nach den Islas de Poniente aufzubrechen, jedoch sollte er unter keiner Bedingung die Molukken oder irgend welche andere Besitzung der portugiesischen Krone berühren, noch auch in die Streitigkeiten der eingeborenen Fürsten und Portugiesen sich mengen. Alvarado begann auch sogleich sich zu rüsten; schon schien Alles zum Auslaufen bereit, als die Indier der Provinz Jalisco sich empörten. Alvarado zog gegen sie zu Felde, aber ein Sturz vom Pferde machte seinem abenteuerlichen Leben ein Ende.

Da das Geschwader segelfertig war, so beschloss der Vicekönig von Méjico, D. Antonio de Mendoza, es auch nach dem Tode des designirten Befehlshabers auslaufen zu lassen. Der Vicekönig trug das Commando zunächst dem in Méjico angelangten Urdaneta an, da aber dieser erklärte, die an die Führung der Expedition geknüpften Bedingungen und Vorschriften nicht annehmen zu können, so wurde der Oberbefehl einem Verwandten des Vicekönigs anvertraut, dem Ruy Lopez de Villalobos, von dem der alte Waffengefährte des Cortés, Bernal Diaz de Castillo, sagt: „que sabia mucho de alturas y del arte de navegacion”. Da, wie erwähnt, Alvarado seinen Zug bis nach China hatte ausdehnen wollen, so hatte er dementsprechend eine grosse Zahl von Schiffen zusammengebracht; der Vicekönig wollte das Ziel der Expedition auf die Islas de Poniente beschränken, und weil ohnediess der Aufstand in Jalisco der Flotte einen Theil der Besatzung entzog, so erhielt Villalobos den Befehl, sich nur die besten unter den Schiffen Alvarado’s auszusuchen, was denn auch geschah.

Am 1. November 1542 verliess Villalobos den mejicanischen Hafen Navidad (Natividad) mit fünf Schiffen und 370 Mann. Am 2. Februar 1543 erreichte er die Ostküste Mindanao’s und landete in der Caraga-Bucht. Bernardo de la Torre, Commandant der Landtruppen der Expedition, gab Mindanao5den NamenCesareazu Ehren des Kaisers. Sein Versuch, auf den an der Südspitze Mindanao’s liegenden Sarangani-Inseln eine Niederlassung zu gründen, misslang wegen Mangel an Lebensmitteln. Die Portugiesen auf den Molukken erhielten hiervon Kunde und schickten einen Gesandten ab, welcher von Villalobos die sofortige Räumung des gesammten Archipels forderte, weil er zum portugiesischen Weltantheil gehöre. Der durch eine grosse Anzahl erhaltener Vorschriften in seinem freien Thun und Lassen behinderte Villalobos schickte hierauf ein Schiff nach Neu-Spanien zurück, um neue Instructionen zu holen, aber dasselbe musste durch widrige Winde genöthigt umkehren. Villalobos verliess in Folge der eintretenden Hungersnoth die Sarangani-Inseln und suchte nach Cebú zu gelangen. Jetzt begann eine wahre Odyssee für diese unglückliche Expedition, welche beständig mit widrigen Winden und Mangel an Lebensmitteln zu kämpfen hatte. Umsonst schickte Villalobos von Butuan aus Schiffe nach Bohol und anderen Inseln, die Spanier schwebten beständig in der Gefahr, den Hungertod zu erleiden. Zwei seiner Brigantinen gelangten nach der InselSámarund zwar an die Ostküste derselben, welche damalsIbabáogenannt wurde, während der westliche, gegen Leyte gewendete Theil den Namen Sámar schon führte, welcher heute der ganzen Insel zukommt, während der Name Ibabáo vollständig in Vergessenheit gerathen ist, obwohl im XVII. Jahrhundert dieganzeInsel auch Ibabáo genannt wurde. Die Spanier des Villalobos nannten die Insel nach dem Radjah von IbabáoTendaya(oder Tandaya), Villalobos gab ihr aber nach dem Infanten Don Felipe den NamenFilipina, ohne jedoch den Namen auf den ganzen Archipel auszudehnen, wie gewöhnlich angenommen wird. Noch am 15. Juli 1552 nennt Fray Nicolas de Witte in einem an den Kaiser selbst gerichteten Schreiben die von Magallanes entdeckten Inseln „Islas de Poniente”6, was er gewiss nicht gethan hätte, wenn jener Archipel nach dem Sohne und Thronerben des Kaisers benannt worden wäre. Die BezeichnungNeu-Castilien, welche Villalobos den heutigen Philippinen gab, gerieth ebenso schnell in Vergessenheit, wie der Name Islas de San Lazaro, den ihnen Magallanes verliehen hatte. DieUnmöglichkeit, Lebensmittel zu erlangen oder Cebú zu erreichen, zwangen schliesslich nach langen Irrfahrten den spanischen Admiral, mit dem Reste seiner Leute nach den Molukken aufzubrechen und den Portugiesen halbverhungert sich zu ergeben, nachdem ein Versuch misslungen war, ein Schiff in südlicheren Breiten (längs Neu-Guinea) nach Neu-Spanien um Succurs zu senden. Der Befehlshaber dieses Schiffes, der seekundige Mönch Fray Gerónimo de S. Estévan y Jimenez, gab angeblich Neu-Guinea den noch heute gebräuchlichen Namen. Die auf Sámar durch Schiffbruch zurückgebliebenen Spanier wurden durch Schiffe des Sultans von Tidore nach den Molukken gebracht.

Nach dieser unglücklichen Expedition verlor Kaiser Karl V. alle Lust, sich weiter mit den Islas de Poniente zu beschäftigen, sie hatten ihn nur Blut und Geld gekostet, ohne auch nur einen Ersatz für die auf ihre Entdeckung verschwendeten Opfer zu bieten; erst als sein Sohn Philipp II. zur Regierung gelangte, begann man am spanischen Hofe sich wieder der Islas de Poniente zu erinnern. Es ist nur zu wahrscheinlich, dass Urdaneta es war, der den König auf jenen entlegenen Erdtheil aufmerksam machte. Philipp entschloss sich im Jahre 1558 nochmals, den Versuch zu unternehmen, die Islas de Poniente zu erobern, er richtete ein in den schmeichelhaftesten Ausdrücken verfasstes Schreiben7an Urdaneta, in welchem er ihm mittheilte, dass der Vicekönig von Neu-Spanien den Befehl erhalten hätte, nach den Islas de Poniente (also Philipp kennt den Namen Philippinen nicht) eine Expedition auszusenden, und dass es der Wunsch des Königs wäre, dass Urdaneta an diesem Zuge Theil nehme. Urdaneta war inzwischen Augustinermönch geworden, und aus seinem Kloster in der Stadt Méjico schickte er dem Könige als Antwort auf dessen Schreiben ein ausführliches Memorial über die Schifffahrt in der Südsee und den ihm bekannten ostasiatischen Gewässern. Der Vicekönig hatte gleichzeitig den Befehl zur Ausrüstung jener Expedition erhalten, es stand ihm die Auswahl der Befehlshaber, der Schiffe und Mannschaft frei; die Richtung und Ausdehnung der Fahrt aber, kurz die ganze Direction der Unternehmung sollte dem erfahrenen Fray Andrés Urdaneta überlassen bleiben, der den Titel eines „Protector de Indios” erhielt. Auf Vorschlag des Urdaneta wurde sein Landsmann, der Baske Don Miguel Lopez de Legazpi zum Chef der Expedition ernannt, auch die Mannschaft der aus fünf Schiffen bestehenden Flotte bestand grösstentheils aus seekundigen Basken.

Am 21. November 1564 verliess die Expedition die Küste Neu-Spaniens; am 9. Januar 1565 wurden die Ladronen erreicht und am 13. Februar die erste Philippine, die kleine InselSuluan, südlich von Sámar, der Legazpi den NamenBuen Señal(das gute Omen) gab. Da es nicht in meiner Absicht liegt, eine Geschichte der spanischen Eroberung der Philippinen zu geben, sondern mich nur mit der kurzen Registrirung der Entdeckungen zu beschäftigen, so erwähne ich, dass Legazpi zunächst Sámar aufsuchte und zwar den südlichen Theil, er nennt die Insel: „Ibabáo”. Von dort wandte er sich nach Leyte und landete bei dem uns schon durch Magallanes bekannten Inselchen Panaon. Da die Expedition trotz aller freundlichen Bemühungen die in die Bergwildnisse sich flüchtenden Eingeborenen zur Lieferung von Lebensmitteln nicht bewegen konnte, so entschloss sich Legazpi, am 14. März nach Mindanao zu gehen, entweder nach Butuan oder der Insel Camiguin, widrige Winde verschlugen ihn aber nach dem damals sehr schwach bevölkerten8Bohol, so dass er auch hier keine Lebensmittel auftreiben konnte, zumal auch hier die Eingeborenen sich mit den Spaniern in keinen Verkehr setzten. Legazpi schickte nun das schnellste seiner Schiffe, den S. Juan, unter Capitän Isla nach Butuan, um mit dem Fürsten dieses Landes einen Freundschaftsvertrag abzuschliessen und Lebensmittel und Zimmt dort einzukaufen. Ehe noch Isla von seiner glücklichen Fahrt nach Butuan zurückgekehrt war, hatte Legazpi durch Vermittelung eines Steuermannes aus Borneo sich mit den Häuptlingen von Bohol befreundet und mit dem vornehmsten derselben Blutsfreundschaft (beide tranken gegenseitig ihr Blut) geschlossen. Legazpi schickte den Piloto Mayor der Flotte, Don Estévan Rodriguez, in Begleitung des borneanischen Steuermannes, mit geringer Bedeckung mit einem kleinen Fahrzeuge ab, um Cebú zu recognosciren und die Route dorthin sicherzustellen. Als dieses Schiff lange ausblieb, wurden zwei spanische Soldaten auf einem Boote der Eingeborenen dem ersteren nachgeschickt, sie kehrten mit der Nachricht zurück, dass von dem ersten Fahrzeuge nichts zu erblicken wäre, dagegen brachten sie die frohe Kunde, dass Cebú von Reichthümern strotze, bald darauf traf Rodriguez ein und bestätigte diese Nachrichten, auch Capitän Isla langte mit reicher Ladung an. Das kam zur rechten Zeit, denn schon hatten Hungersnoth und Enttäuschung (man fand nirgends Gold) die Leute unzufrieden gemacht und selbst unter dem Officierscorps den Wunsch nach einer Rückkehr nach Neu-Spanien hervorgerufen, Legazpi hatte sich genöthigt gesehen, einen Kriegsrath einzuberufen, der erst nach langen und stürmischen Debatten sich für das Bleiben entschied.

Am 22. April verliess Legazpi Bohol, statt aber direct nach Cebú zu gelangen, wurde er nachDapitanan derNordküste von Mindanao verschlagen, wo ihm der Fürst desselben, Pagbuya, erst die Piloten gab, welche die Expedition glücklich nach dem Hauptorte Cebú’s brachten, wo Legazpi’s Schiffe am 27. April 1565 Anker warfen und zwar in der Ensenada de Mandave. Dort gründete Legazpi eine spanische Niederlassung, die er zuerst S. Miguel de Cebú nannte, deren Name er aber bald darauf in „Villa de Santísimo Nombre de Jesús” umänderte, als ein Soldat die Statue eines Jesuskindes fand, die wahrscheinlich von Magallanes’ Leuten zurückgelassen worden war. Fray Andrés de Urdaneta kehrte hierauf mit dem besten Schiffe nach Neu-Spanien zurück, um den Vicekönige den Bericht über den Stand der jungen Colonie zu erstatten und um Verstärkungen und Nachsendungen zu fordern9.

Auch in Cebú litten die Spanier Mangel an Lebensmitteln, denn die Eingeborenen bauten nicht mehr als sie selbst brauchten, und das nach Neu-Spanien abgegangene Schiff hatte die wenigen Vorräthe vollständig erschöpft. Legazpi schickte den Capitän Goyti ab, um Lebensmittel aufzutreiben, Goyti wurde so der Entdecker von der Westküste von Cebú und den gegenüberliegenden Gestaden vonBuglás, das er nach seinen schwarzen Bewohnern dieIsla de Negros(Neger-Insel) nannte. Im folgenden Jahre (1566) gelangte der Oberst Mateo de Sauz bis nachPanay, als er Reis einkaufen wollte, bei dieser Gelegenheit besuchte er die Westküste von Negros. Derselbe Sauz (ebenfalls ein Baske) entdeckte noch in demselben Jahre die Nordküste der Isla de Baybay (Nord-Leyte), die Inseln Bilaran und Panamao, sowie den nördlich von der Juanico-Strasse gelegenen Theil von der Westküste Sámars. Der unermüdliche Sauz begab sich noch in demselben Jahre und zwar zum zweiten Male nach Butuan, und besuchte auch die Ostküste Mindanao’s, deren nördliche Strecke er Küste Coavit (nach dem heute Cavit geschriebenen Cap) benannte, dort stiess er aber mit einem portugiesischen Schiffe zusammen, denn die Portugiesen waren gekommen, um durch Güte oder Gewalt die Spanier zur Räumung der heutigen Philippinen zu zwingen. Die Portugiesen erschienen auch in der Nähe von Cebú, kehrten aber wieder nach den Molukken zurück, da sie die Spanier stärker vorfanden, als ihnen berichtet worden war. Im März 1567 wurde die Entdeckung von Panay durch den Capitän de la Haya vollendet.

In demselben Jahre schickte Legazpi ein Schiff nach Neu-Spanien ab, welches einen genauen Bericht des spanischen Generals an seinen König zu überbringen hatte. In diesem Briefe nennt Legazpi den ganzen von ihm bisher entdeckten Archipel „Islas Filipinas”, welche Benennung noch heute allgemein üblich ist. Die Inselgruppe, welche Cebú, Bohol, Leyte, Sámar, Negros und Panay umfasst, also jenen Archipel, welchen die SpanierIslas Visayasheute nennen, bezeichnete er mit dem NamenIslas de Pintados, weil die Eingeborenen sich den Leib zu bemalen pflegten. Der Name Pintados für die Visayer10-Inseln und deren Bewohner erhielt sich bis in den Anfang des XVIII. Jahrhunderts. Das Jahr 1568 brachte wenig neue Entdeckungen, weil die Spanier, von einer portugiesischen Flotte in Cebú angegriffen, Mühe hatten, sich des plötzlichen Angriffes zu erwehren.

Da Cebú zu wenig Lebensmittel producirte, so verlegte Anfang 1569 Legazpi sein Hauptquartier nach dem reichen Panay und zwar an die Nordküste dieser Insel, wo die heutige Provinz Capiz sich befindet, von da an jagt eine Entdeckung die andere. Der Sevillaner Edelmann D. Luis Henriquez de Guzman entdeckte und eroberte die InselnMasbate,BuríasundTicao, von dort gelangte er nach der LandschaftAlbay, dem südlichsten Theile Luzons, er war also der erste Spanier, welcher die grösste Insel der Philippinen betrat, und das betone ich ausdrücklich, weil man oft der Ansicht begegnet, die Entdecker Luzons wären Goyti und Salcedo gewesen11. Ihn begleitete auf diesen Zügen der Augustiner Fray Alonso Jiménez. Die vollständige Unterwerfung dieser Gebiete führte unmittelbar darauf der Capitän D. Andrés de Ibarra aus. Damals führte Albay den NamenIbalonoder wurde wenigstens so von den Spaniern genannt.

Zur selben Zeit unternahm der heldenmüthige Enkel Legazpi’s, Don Juan de Salcedo, an der Spitze von 30 Spaniern und 500 Eingeborenen eine Expedition nach der den Spaniern noch unbekannten grossen InselMindoro, deren Küsten er befuhr; er entdeckte noch überdiess die InselLubangund kam auf diese Weise in die unmittelbarste Nähe der Bay von Manila.

Inzwischen hatte Legazpi den Befehl vom König erhalten, den gesammten Archipel der Philippinen der spanischen Krone zu unterwerfen, deshalb trachtete er vor Allem darnach, Manila’s sich zu bemächtigen, dessen Kaufleute und Schiffe er in Mindanao wie den Pintados getroffen hatte und von dessen Reichthume sich die Spanier überschwengliche Vorstellungen machten. Während er sich mitden Rüstungen zu diesem Zuge und dem Aufbau seiner Befestigungen in dem zu einer Ciudad (kgl. Freistadt) erhobenen Cebú (Santísimo Nombre de Jesús) beschäftigte, wurden der Maestre de Campo (Oberst) Goyti und Juan Salcedo mit mehreren Schiffen und 120 spanischen Soldaten und zahlreichen „Pintados” abgeschickt, um Luzon, insbesondere Manila, zu recognosciren (1570).

Die Expedition erreichteLuzonan den Küsten der heutigen ProvinzBatangas, welche damalsComintanagenannt wurde, hier trennten sich die beiden Führer, Goyti segelte nach Norden und wurde so der Entdecker der herrlichenBai von Manila, Salcedo aber entdeckte den grossen Binnensee vonBombon, in dessen Mitte auf einer kleinen Insel der niedrige aber unheilvolle Vulcan von Taal sich befindet. Damals war das kurze Flüsschen, welches die Laguna de Bombon mit dem Meere verbindet, tief genug, um den seichtgehenden Schiffen Salcedo’s das Einlaufen in den See zu gestatten. Als aber Salcedo mit den Umwohnern der Lagune in Kampf gerieth und selbst verwundet wurde, zog er sich zurück und vereinigte sich erst vor Manila mit Goyti. In Manila wurden die Spanier plötzlich überfallen, woran vielleicht portugiesische Wühlereien Schuld trugen, wenigstens fand man nach der Erstürmung des hölzernen Forts des Sultans von Manila einen Portugiesen, welcher die Artillerie befehligt hatte. Ich glaube, dass jener Portugiese kein Agent seines Vaterlandes gewesen ist, die dürftigen Nachrichten gestatten den Schluss, dass er ein Deserteur oder Renegat gewesen sei. Nach der Züchtigung der verrätherischen Eingeborenen kehrten Goyti und Salcedo nach Panay zurück.

1571 erschien Legazpi in der Bai von Manila und gründete dort an der Mündung des Pasig die Hauptstadt der Philippinen, von welcher aus bald Expeditionen nach allen Seiten ausgingen, um Luzon oder Neu-Castilien, wie es Legazpi nannte, zu unterwerfen. Goyti drang in die LandschaftPampangavor und unterwarf sie der spanischen Krone, damals verstand man unter dem Namen Pampanga auch die heutigen Provinzen Bulucán, Nueva Écija und La Infanta, jedoch kam Goyti nicht bis an die Ostküste Luzons, das war Salcedo vorbehalten. Dieser kühne Conquistador segelte den Pasig hinauf und wurde so der Entdecker der wunderbar schönenLaguna de Bay, deren Gestade er seinem Könige zinspflichtig machte. An der Laguna erfuhr Salcedo, dass jenseits der Berge, welche im Osten und Südosten den See umgeben, Gold zu finden wäre. Salcedo brach sofort dahin auf, zwar missglückte sein erster Zug, er musste beim Vulcan Mahayhay oder Banahao wieder umkehren, aber mit frischen Verstärkungen versehen gelang es ihm, unter grossen Schwierigkeiten die Ostküste Luzons, die sogenannte Contracosta, zu erreichen, worauf er die Küsten vonCamarínes12bis zur Bai von S. Miguel befuhr und die Goldminen von Paracale und Mamburao entdeckte; beinahe gleichzeitig war die InselTablas, dann die luzonische LandschaftCalilaya(das heutigeTayabas) von spanischen Truppen unterworfen worden. Auch dieCuyos-undCalamianes-Inseln sowie das nördliche Palawan (Paragua) waren inzwischen entdeckt und unterworfen worden.

1572 brach Salcedo mit einem kleinen Geschwader von malaiischen Fahrzeugen aus Manila auf, um die nördlichen Küsten Luzons und die Ausdehnung dieser Insel überhaupt kennen zu lernen. Salcedo umsegelte ganz Nord-Luzon, entdeckte die LandschaftenZambales,Pangasinán(Lingayen),IlócosundCagayánund gab den VorgebirgenBogeadorundEngañoihre noch heute üblichen Namen. Auf der Fahrt längs der Ostküste entdeckte er die InselPolillo. In der Bucht von Amanto endete diese abenteuerliche Expedition, Salcedo kehrte auf dem Landwege und über die Laguna de Bay nach Manila zurück, wo inzwischen sein Grossvater Legazpi im August 1572 gestorben war. Labezares, ebenfalls ein Baske, wurde jetzt Interims-Gouverneur, er schickte im Jahre 1573 den Salcedo nach Camarínes ab, um dieses von Salcedo selbst entdeckte Land der spanischen Krone zu unterwerfen, was ihm rasch gelang, wobei auch die gesammten westlichen Küsten von Camarínes entdeckt wurden (durch Cap. Chaves), so dass jetzt die Küste Luzons in ihrer gesammten Ausdehnung bekannt wurde, hauptsächlich durch Salcedo. Damit war die Aera der grossen Entdeckungen in den Philippinen zu Ende, es blieb nur die Nachlese übrig. Figueroa besuchte 1578 die einzelnen Inseln des Sulu-Archipels, und von Cagayán drangen die Spanier wenige Jahre später nach den Babuyanen vor. Damit war die Entdeckung der Philippinen abgeschlossen und weitere Forschungsreisen konnten sich nur mehr mit den Binnenlandschaften des Archipels befassen.

Fassen wir kurz das oben Erwähnte zusammen, so gelangen wir zu folgenden Resultaten, wenn wir die einzelnen Theile der Philippinischen Inseln der Reihe nach durchnehmen.

A. Surigao-Inseln:entdeckt vonMagallanes1521 und zwar die Insel Jomonjol, die Inseln Caburao, Siargao, Bucas und Dinagat von der Expedition unterVillalobos1543. Die Insel Suluan wurde schon von Magallanes entdeckt, aber erst 1565 von Legazpi näher erforscht. Legazpi verlieh ihr auch den Namen Buen Señal.

A. Surigao-Inseln:

entdeckt vonMagallanes1521 und zwar die Insel Jomonjol, die Inseln Caburao, Siargao, Bucas und Dinagat von der Expedition unterVillalobos1543. Die Insel Suluan wurde schon von Magallanes entdeckt, aber erst 1565 von Legazpi näher erforscht. Legazpi verlieh ihr auch den Namen Buen Señal.

entdeckt vonMagallanes1521 und zwar die Insel Jomonjol, die Inseln Caburao, Siargao, Bucas und Dinagat von der Expedition unterVillalobos1543. Die Insel Suluan wurde schon von Magallanes entdeckt, aber erst 1565 von Legazpi näher erforscht. Legazpi verlieh ihr auch den Namen Buen Señal.

B. Visayer-Inseln oder Islas de Pintados.1.Sámar: Ältere Namen sind Tendaya oder Tandaya, Achan, Camlaia, Filipina und Ibabáo. Letztere Benennungerhielt sich am längsten, wurde aber Anfangs auf den östlichen Theil der Insel beschränkt, während die westlichen Gestade Sámar oder Samal genannt werden. Im XVII. Jahrhundert dient als Gesammtbezeichnung für die Insel der Name Islas de Ibabáo, wohl zu unterscheiden von dem Ausdrucke Costa Ibabáo, womit nur die Ostküste in dieser Zeit bezeichnet wurde; im XVIII. Jahrhundert gewinnt erst der Name Sámar Oberhand, und heute ist selbst der Name Ibabáo vergessen, die anderen Namen haben nur eine Eintagsexistenz gehabt, in französischen Werken des XVII. Jahrhunderts nur fand ich den Namen Tendaya und Filipina noch lange Zeit hindurch erhalten. Obwohl es nicht unwahrscheinlich ist, dassMagallaneswenigstens von der Ferne die Südspitze von Sámar erblickte, so sind mit Sicherheit nur zwei Schiffe vonVillalobos’Expedition (1543) als die ersten europäischen Schiffe nachzuweisen, welche Sámar, und zwar die südlichen und östlichen Gestade besuchten. Die übrigen Küsten desselben wurden erst 1566–1570 von den Spaniern derLegazpi’schen Expedition aufgefunden; speciell der an der Bernardino-Strasse gelegene Theil und die benachbarte Insel Capul wurden erst 1570 vom CapitänIbarraaufgesucht und genau durchforscht.2.Leytemit Panaon, Limasaua, den Camotes, Bilaran, und Panamao. Pigafetta nennt den nördlichen Theil von Leyte Isla de Baybay, den südlichen Ceylon oder Seilani, weshalb noch in späteren nicht-spanischen Werken, welche ihre Kenntniss der Philippinen aus Pigafetta schöpften, die Insel Leyte den Namen Ceylon de Pigafetta führt, eine Benennung, die den spanischen Historikern selbst der älteren Zeit unbekannt ist.Magallanesbesuchte die südlichen Hälften der Ost- und Westküste. Der übrige Theil der Küste wurde vonSauz1566 besucht.Die kleine Insel Panaon wurde 1521 vonMagallanesentdeckt, desgleichen Limasaua, welches Mazava oder Massaua genannt und gelegentlich auch Dimasaua oder Dimausava (Dimasaba, Limasaba, Limasava) geschrieben wurde. Auch die Camotes-Gruppe, zwischen Leyte und Cebú, ist eine Entdeckung des Magallanes, während die nördlich gelegenen Inseln Bilaran und Panamao von dem BaskenSauzentdeckt worden sind.3.Bohol(oder Bojol geschrieben, weil die Eingeborenen das spanische j mit dem h-Laute oft verwechseln). Bohol wurde von den ersten Conquistadoren auch Pohol oder Pool genannt. Bohol wurde von der Expedition desMagallanesin seinen westlichen und östlichen Theilen entdeckt. Die Südküste wurde erst von den Schiffen desVillalobosgenauer untersucht (1543), und der mittlere Theil der Nordküste 1565 vonLegazpi’sLeuten betreten.4.Siquijoroder Fuego. Die Westküste dieses Eilandes wurde vonCarvalho1521 gesehen, die übrigen Theile unterLegazpi1565 und 1566.5.Cebúmit Mactan. Cebú wird von den ersten Entdeckern Zubu, Çubu, Subu, auch mit t am Ende: Zubut &c. geschrieben, bei den Eingeborenen führte es den Namen Sogbu. Im XVII. und XVIII. Jahrhundert finden wir die Orthographie Zebu oder Çebu. Der grösste Theil der Westküste wurde vonMagallanesselbst und nach seinem Tode von Carvalho entdeckt. Eine andere Strecke der westlichen Gestade entdeckteLegazpi1565 selbst, den Rest sowie die Ostküste seine Officiere, insbesondereGoyti.6.Negros.Negros wurde von den Visayern Buglás genannt, der spanische Name hat jedoch den eingeborenen vollständig verdrängt. Der südlichste Theil mit der Punta Bombonon wurde jedenfalls schon vonCarvalho1521 gesehen, doch lässt sich diess nicht mit voller Sicherheit behaupten. Die Ostküste wurde 1565 vonGoyti, die Westküste vonSauzund anderen spanischen Officieren desLegazpi1566 entdeckt.7.Guimaras.1566 entdeckt, damals wurde es Ymaras genannt.8.Panay.Ihr alter Name ist Isla de Oton, später heisst der nördliche Theil (das heutige Capíz) Isla de Panay, der südliche Isla de Oton (Otong, Octong). Die Insel wurde 1566 vonSauzentdeckt und ihre Gestade waren bis 1568 durchweg bekannt, 1569 sogar schon vollständig den Spaniern unterworfen.9. DieCagayanes(zwischen Negros und Palawan) waren schon 1521Carvalhobekannt, doch fällt ihre eigentliche Entdeckung erst in die Jahre 1569–71, wo diese Inselgruppe von den Spaniern nach und nach entdeckt und in Besitz genommen wurde.10. DieCuyos-Gruppewurde in derselben Zeit wie die Cagayanes entdeckt und unterworfen.11.Masbate,TicaoundBuríaswurden 1569 vonGuzmanentdeckt, der CapitänIbarrahatte bei diesen Entdeckungen sich ebenfalls Verdienste erworben.12.Tablas,Romblon,SibuyanundMarinduque. Die Westküste von Tablas war 1569 durchDon Juan de Salcedoentdeckt worden, die Ostküste sowie Romblon, Sibuyan und Marinduque wurden etwas später von anderen Officieren desLegazpientdeckt und unterworfen.13.MindoroundLubang. Diese beiden Inseln wurden vonSalcedo1569 aufgefunden und erobert13, desgleichen die zwischen Mindoro und Panay liegende Insel Semerara. Mindoro wurde in der ältesten Zeit Mait genannt.

B. Visayer-Inseln oder Islas de Pintados.

1.Sámar: Ältere Namen sind Tendaya oder Tandaya, Achan, Camlaia, Filipina und Ibabáo. Letztere Benennungerhielt sich am längsten, wurde aber Anfangs auf den östlichen Theil der Insel beschränkt, während die westlichen Gestade Sámar oder Samal genannt werden. Im XVII. Jahrhundert dient als Gesammtbezeichnung für die Insel der Name Islas de Ibabáo, wohl zu unterscheiden von dem Ausdrucke Costa Ibabáo, womit nur die Ostküste in dieser Zeit bezeichnet wurde; im XVIII. Jahrhundert gewinnt erst der Name Sámar Oberhand, und heute ist selbst der Name Ibabáo vergessen, die anderen Namen haben nur eine Eintagsexistenz gehabt, in französischen Werken des XVII. Jahrhunderts nur fand ich den Namen Tendaya und Filipina noch lange Zeit hindurch erhalten. Obwohl es nicht unwahrscheinlich ist, dassMagallaneswenigstens von der Ferne die Südspitze von Sámar erblickte, so sind mit Sicherheit nur zwei Schiffe vonVillalobos’Expedition (1543) als die ersten europäischen Schiffe nachzuweisen, welche Sámar, und zwar die südlichen und östlichen Gestade besuchten. Die übrigen Küsten desselben wurden erst 1566–1570 von den Spaniern derLegazpi’schen Expedition aufgefunden; speciell der an der Bernardino-Strasse gelegene Theil und die benachbarte Insel Capul wurden erst 1570 vom CapitänIbarraaufgesucht und genau durchforscht.2.Leytemit Panaon, Limasaua, den Camotes, Bilaran, und Panamao. Pigafetta nennt den nördlichen Theil von Leyte Isla de Baybay, den südlichen Ceylon oder Seilani, weshalb noch in späteren nicht-spanischen Werken, welche ihre Kenntniss der Philippinen aus Pigafetta schöpften, die Insel Leyte den Namen Ceylon de Pigafetta führt, eine Benennung, die den spanischen Historikern selbst der älteren Zeit unbekannt ist.Magallanesbesuchte die südlichen Hälften der Ost- und Westküste. Der übrige Theil der Küste wurde vonSauz1566 besucht.Die kleine Insel Panaon wurde 1521 vonMagallanesentdeckt, desgleichen Limasaua, welches Mazava oder Massaua genannt und gelegentlich auch Dimasaua oder Dimausava (Dimasaba, Limasaba, Limasava) geschrieben wurde. Auch die Camotes-Gruppe, zwischen Leyte und Cebú, ist eine Entdeckung des Magallanes, während die nördlich gelegenen Inseln Bilaran und Panamao von dem BaskenSauzentdeckt worden sind.3.Bohol(oder Bojol geschrieben, weil die Eingeborenen das spanische j mit dem h-Laute oft verwechseln). Bohol wurde von den ersten Conquistadoren auch Pohol oder Pool genannt. Bohol wurde von der Expedition desMagallanesin seinen westlichen und östlichen Theilen entdeckt. Die Südküste wurde erst von den Schiffen desVillalobosgenauer untersucht (1543), und der mittlere Theil der Nordküste 1565 vonLegazpi’sLeuten betreten.4.Siquijoroder Fuego. Die Westküste dieses Eilandes wurde vonCarvalho1521 gesehen, die übrigen Theile unterLegazpi1565 und 1566.5.Cebúmit Mactan. Cebú wird von den ersten Entdeckern Zubu, Çubu, Subu, auch mit t am Ende: Zubut &c. geschrieben, bei den Eingeborenen führte es den Namen Sogbu. Im XVII. und XVIII. Jahrhundert finden wir die Orthographie Zebu oder Çebu. Der grösste Theil der Westküste wurde vonMagallanesselbst und nach seinem Tode von Carvalho entdeckt. Eine andere Strecke der westlichen Gestade entdeckteLegazpi1565 selbst, den Rest sowie die Ostküste seine Officiere, insbesondereGoyti.6.Negros.Negros wurde von den Visayern Buglás genannt, der spanische Name hat jedoch den eingeborenen vollständig verdrängt. Der südlichste Theil mit der Punta Bombonon wurde jedenfalls schon vonCarvalho1521 gesehen, doch lässt sich diess nicht mit voller Sicherheit behaupten. Die Ostküste wurde 1565 vonGoyti, die Westküste vonSauzund anderen spanischen Officieren desLegazpi1566 entdeckt.7.Guimaras.1566 entdeckt, damals wurde es Ymaras genannt.8.Panay.Ihr alter Name ist Isla de Oton, später heisst der nördliche Theil (das heutige Capíz) Isla de Panay, der südliche Isla de Oton (Otong, Octong). Die Insel wurde 1566 vonSauzentdeckt und ihre Gestade waren bis 1568 durchweg bekannt, 1569 sogar schon vollständig den Spaniern unterworfen.9. DieCagayanes(zwischen Negros und Palawan) waren schon 1521Carvalhobekannt, doch fällt ihre eigentliche Entdeckung erst in die Jahre 1569–71, wo diese Inselgruppe von den Spaniern nach und nach entdeckt und in Besitz genommen wurde.10. DieCuyos-Gruppewurde in derselben Zeit wie die Cagayanes entdeckt und unterworfen.11.Masbate,TicaoundBuríaswurden 1569 vonGuzmanentdeckt, der CapitänIbarrahatte bei diesen Entdeckungen sich ebenfalls Verdienste erworben.12.Tablas,Romblon,SibuyanundMarinduque. Die Westküste von Tablas war 1569 durchDon Juan de Salcedoentdeckt worden, die Ostküste sowie Romblon, Sibuyan und Marinduque wurden etwas später von anderen Officieren desLegazpientdeckt und unterworfen.13.MindoroundLubang. Diese beiden Inseln wurden vonSalcedo1569 aufgefunden und erobert13, desgleichen die zwischen Mindoro und Panay liegende Insel Semerara. Mindoro wurde in der ältesten Zeit Mait genannt.

1.Sámar: Ältere Namen sind Tendaya oder Tandaya, Achan, Camlaia, Filipina und Ibabáo. Letztere Benennungerhielt sich am längsten, wurde aber Anfangs auf den östlichen Theil der Insel beschränkt, während die westlichen Gestade Sámar oder Samal genannt werden. Im XVII. Jahrhundert dient als Gesammtbezeichnung für die Insel der Name Islas de Ibabáo, wohl zu unterscheiden von dem Ausdrucke Costa Ibabáo, womit nur die Ostküste in dieser Zeit bezeichnet wurde; im XVIII. Jahrhundert gewinnt erst der Name Sámar Oberhand, und heute ist selbst der Name Ibabáo vergessen, die anderen Namen haben nur eine Eintagsexistenz gehabt, in französischen Werken des XVII. Jahrhunderts nur fand ich den Namen Tendaya und Filipina noch lange Zeit hindurch erhalten. Obwohl es nicht unwahrscheinlich ist, dassMagallaneswenigstens von der Ferne die Südspitze von Sámar erblickte, so sind mit Sicherheit nur zwei Schiffe vonVillalobos’Expedition (1543) als die ersten europäischen Schiffe nachzuweisen, welche Sámar, und zwar die südlichen und östlichen Gestade besuchten. Die übrigen Küsten desselben wurden erst 1566–1570 von den Spaniern derLegazpi’schen Expedition aufgefunden; speciell der an der Bernardino-Strasse gelegene Theil und die benachbarte Insel Capul wurden erst 1570 vom CapitänIbarraaufgesucht und genau durchforscht.

2.Leytemit Panaon, Limasaua, den Camotes, Bilaran, und Panamao. Pigafetta nennt den nördlichen Theil von Leyte Isla de Baybay, den südlichen Ceylon oder Seilani, weshalb noch in späteren nicht-spanischen Werken, welche ihre Kenntniss der Philippinen aus Pigafetta schöpften, die Insel Leyte den Namen Ceylon de Pigafetta führt, eine Benennung, die den spanischen Historikern selbst der älteren Zeit unbekannt ist.Magallanesbesuchte die südlichen Hälften der Ost- und Westküste. Der übrige Theil der Küste wurde vonSauz1566 besucht.

Die kleine Insel Panaon wurde 1521 vonMagallanesentdeckt, desgleichen Limasaua, welches Mazava oder Massaua genannt und gelegentlich auch Dimasaua oder Dimausava (Dimasaba, Limasaba, Limasava) geschrieben wurde. Auch die Camotes-Gruppe, zwischen Leyte und Cebú, ist eine Entdeckung des Magallanes, während die nördlich gelegenen Inseln Bilaran und Panamao von dem BaskenSauzentdeckt worden sind.

3.Bohol(oder Bojol geschrieben, weil die Eingeborenen das spanische j mit dem h-Laute oft verwechseln). Bohol wurde von den ersten Conquistadoren auch Pohol oder Pool genannt. Bohol wurde von der Expedition desMagallanesin seinen westlichen und östlichen Theilen entdeckt. Die Südküste wurde erst von den Schiffen desVillalobosgenauer untersucht (1543), und der mittlere Theil der Nordküste 1565 vonLegazpi’sLeuten betreten.

4.Siquijoroder Fuego. Die Westküste dieses Eilandes wurde vonCarvalho1521 gesehen, die übrigen Theile unterLegazpi1565 und 1566.

5.Cebúmit Mactan. Cebú wird von den ersten Entdeckern Zubu, Çubu, Subu, auch mit t am Ende: Zubut &c. geschrieben, bei den Eingeborenen führte es den Namen Sogbu. Im XVII. und XVIII. Jahrhundert finden wir die Orthographie Zebu oder Çebu. Der grösste Theil der Westküste wurde vonMagallanesselbst und nach seinem Tode von Carvalho entdeckt. Eine andere Strecke der westlichen Gestade entdeckteLegazpi1565 selbst, den Rest sowie die Ostküste seine Officiere, insbesondereGoyti.

6.Negros.Negros wurde von den Visayern Buglás genannt, der spanische Name hat jedoch den eingeborenen vollständig verdrängt. Der südlichste Theil mit der Punta Bombonon wurde jedenfalls schon vonCarvalho1521 gesehen, doch lässt sich diess nicht mit voller Sicherheit behaupten. Die Ostküste wurde 1565 vonGoyti, die Westküste vonSauzund anderen spanischen Officieren desLegazpi1566 entdeckt.

7.Guimaras.1566 entdeckt, damals wurde es Ymaras genannt.

8.Panay.Ihr alter Name ist Isla de Oton, später heisst der nördliche Theil (das heutige Capíz) Isla de Panay, der südliche Isla de Oton (Otong, Octong). Die Insel wurde 1566 vonSauzentdeckt und ihre Gestade waren bis 1568 durchweg bekannt, 1569 sogar schon vollständig den Spaniern unterworfen.

9. DieCagayanes(zwischen Negros und Palawan) waren schon 1521Carvalhobekannt, doch fällt ihre eigentliche Entdeckung erst in die Jahre 1569–71, wo diese Inselgruppe von den Spaniern nach und nach entdeckt und in Besitz genommen wurde.

10. DieCuyos-Gruppewurde in derselben Zeit wie die Cagayanes entdeckt und unterworfen.

11.Masbate,TicaoundBuríaswurden 1569 vonGuzmanentdeckt, der CapitänIbarrahatte bei diesen Entdeckungen sich ebenfalls Verdienste erworben.

12.Tablas,Romblon,SibuyanundMarinduque. Die Westküste von Tablas war 1569 durchDon Juan de Salcedoentdeckt worden, die Ostküste sowie Romblon, Sibuyan und Marinduque wurden etwas später von anderen Officieren desLegazpientdeckt und unterworfen.

13.MindoroundLubang. Diese beiden Inseln wurden vonSalcedo1569 aufgefunden und erobert13, desgleichen die zwischen Mindoro und Panay liegende Insel Semerara. Mindoro wurde in der ältesten Zeit Mait genannt.

C. Palawan und die Calamianes.Palawan wird von den Spaniern Paragua genannt, ältere Bezeichnungen sind Palaon, Palauan. Der südliche Theil von Palawan wurde bereits 1521 von Magallanes’ Leuten unterCarvalhoentdeckt, der nördliche Theil dieser Insel wurde zwar unterLegazpi’sRegierung, und zwar 1570–72 entdeckt und dem spanischen Könige tributpflichtig gemacht, doch haben die Spanier sich wenig um diese grosse Insel gekümmert, deren grössere Südhälfte erst in den letzten Jahren von den Spaniern occupirt wurde, obwohl mit unberechtigter Hartnäckigkeit selbst neuere deutsche Karten es mit derselben Farbe coloriren wie Sulu. Der südliche Westtheil dieser Insel wurde vielleicht erst um 1577 oder 1578 von den Spaniern genauer untersucht. Die einst zu Borneo, dann zu Sulu und heute zu Spanien gehörige Insel Balabac wurde 1521 entdeckt.Die Calamianes wurden in der Zeit von 1570–1572 von spanischen Mönchen und Soldaten besucht.

C. Palawan und die Calamianes.

Palawan wird von den Spaniern Paragua genannt, ältere Bezeichnungen sind Palaon, Palauan. Der südliche Theil von Palawan wurde bereits 1521 von Magallanes’ Leuten unterCarvalhoentdeckt, der nördliche Theil dieser Insel wurde zwar unterLegazpi’sRegierung, und zwar 1570–72 entdeckt und dem spanischen Könige tributpflichtig gemacht, doch haben die Spanier sich wenig um diese grosse Insel gekümmert, deren grössere Südhälfte erst in den letzten Jahren von den Spaniern occupirt wurde, obwohl mit unberechtigter Hartnäckigkeit selbst neuere deutsche Karten es mit derselben Farbe coloriren wie Sulu. Der südliche Westtheil dieser Insel wurde vielleicht erst um 1577 oder 1578 von den Spaniern genauer untersucht. Die einst zu Borneo, dann zu Sulu und heute zu Spanien gehörige Insel Balabac wurde 1521 entdeckt.Die Calamianes wurden in der Zeit von 1570–1572 von spanischen Mönchen und Soldaten besucht.

Palawan wird von den Spaniern Paragua genannt, ältere Bezeichnungen sind Palaon, Palauan. Der südliche Theil von Palawan wurde bereits 1521 von Magallanes’ Leuten unterCarvalhoentdeckt, der nördliche Theil dieser Insel wurde zwar unterLegazpi’sRegierung, und zwar 1570–72 entdeckt und dem spanischen Könige tributpflichtig gemacht, doch haben die Spanier sich wenig um diese grosse Insel gekümmert, deren grössere Südhälfte erst in den letzten Jahren von den Spaniern occupirt wurde, obwohl mit unberechtigter Hartnäckigkeit selbst neuere deutsche Karten es mit derselben Farbe coloriren wie Sulu. Der südliche Westtheil dieser Insel wurde vielleicht erst um 1577 oder 1578 von den Spaniern genauer untersucht. Die einst zu Borneo, dann zu Sulu und heute zu Spanien gehörige Insel Balabac wurde 1521 entdeckt.

Die Calamianes wurden in der Zeit von 1570–1572 von spanischen Mönchen und Soldaten besucht.

D. Luzon.Der ältere Name Luzons lautet Lusong, wie ihn noch heute die Chinesen gebrauchen. Legazpi gab dieser grössten Insel der Philippinen den Namen Neu-Castilien, doch gerieth dieser Name in Kürze vollständig in Vergessenheit. Nach der wichtigsten Stadt, nicht nur Luzons, sondern auch der Philippinen überhaupt, nach Manila14nämlich, wurde auch Luzon Manila genannt, aber nur von den Portugiesen und Franzosen, welche auch die gesammten Philippinen Manila-Inseln nannten, daher auch in einigen deutschen Werken des vorigen Jahrhunderts unser Archipel die Bezeichnung „die Manillen” führt, doch ist zum Glück diese geschmacklose Benennung von den deutschen Karten verschwunden. Zur Zeit der Conquista zerfiel Luzon in folgende Landschaften: Albay oder Ibalon, Camarínes oder Nebuy, Talyabas oder Calilaya, Batangas oder Comintana, Manila mit Tondo, Laguna de Bay, Pampanga, Pangasinan, Ilócos und Cagayan.Unter der LandschaftIbalonoderAlbayder Conquista ist der südlichste Theil Luzons zu verstehen, und zwar kann man als nördliche Grenzscheide die tiefe Einsenkung zwischen den beiden Vulcanen, dem (übrigens erloschenen) Mazaraga und Máyon (besser bekannt als „Vulcan von Albay”) annehmen. DieseLandschaftAlbay ist wohl zu unterscheiden von der späterenProvinzAlbay, zu welcher auch die Inseln Masbáte und Ticáo gehörten. Ibalon wurde 1569 durchGuzmanentdeckt und diese Entdeckung unmittelbar vonIbarrafortgesetzt, insbesondere an der Ostküste.Die LandschaftNebuyoderCamaríneshatte als nordwestliche Grenze die beiden Flüsse Rio Tabagon und Rio Cabibijan, von denen der erstere in die Bucht von Sogod an der Contracosta, der letztere in die Bucht von Guinayangan oder Ragay sich ergiesst. Von der Landschaft Albay ist Camarínes durch die obenerwähnte Einsenkung zwischen dem Mazaraga und Máyon getrennt. Der Entdecker von Camarínes istDon Juan de Salcedo, den nördlichen Theil entdeckte er bereits 1571, den Rest 1573. Die Catanduanes-Inseln an der Ostküste von Camarínes sind aber nicht von ihm, sondern vom CapitänChaves(1573) besucht worden, ebenso die Küstenstrecken in der Bucht von Ragay.CalilayaoderTayábasumfasste den schmalen isthmusartigen Landstrich Luzons, welcher vom Vulcane Mahayhay bis zu der von mir oben erwähnten Nordwestgrenze von Camarínes reichte. Die nördlichen Gestade (an der Contracosta) wurden vonSalcedo1571 entdeckt, die südlichen zur selben Zeit vom CapitänIbarra, ein Theil der an der Bucht von Ragay liegenden Gestade wurde erst 1573 vonChavesbetreten.Die LandschaftComintanaoderBatangaswurde auch nach ihrer grössten Stadt: Taal oder nach ihrem Binnensee, der Laguna de Bombon, Bombon genannt. Sie umfasste die heutige Provinz Batangas und den südlichen Theil der Provinz Cavite. Ihre Gestade wurden vonGoytiundSalcedo1570 entdeckt und diese Entdeckungen 1571 durchIbarravervollständigt. Die Laguna de Bombon wurde vonSalcedo1570 entdeckt, die nördlichen Ufer derselben wurden von ihm nur von der Ferne gesehen, da er nur im südlichen Theile des Sees an’s Land trat.Die LandschaftenManilaundTondoumfassten die heutige Provinz Tondo-Manila ganz, ferner den nördlichen Theil der Provinz Cavite und Theile der Provinz Bulacán. Ihre Küste wurde vonGoyti1570 entdeckt, wie denn dieser ungemein tüchtige Baske der Entdecker der Bai von Manila ist und nicht Salcedo. Die am Pasig gelegenen Theile wurden 1571 vonSalcedoentdeckt und unterworfen.Die LandschaftLagunaumfasste die ganzen Ufergebiete der Laguna de Bay (früher auch „Bahi” genannt) und wurde 1571 vonSalcedoentdeckt und tributpflichtig gemacht.UnterPampangaverstand man in den Zeiten der Conquista nicht allein die heutige Provinz gleichen Namens, sondern auch den nördlichen Theil von Bulacán, die südliche grössere Hälfte des heutigen Zambales, den südwestlichen Theil von Nueva Vizcaya und das ganze heutige Nueva Écija, La Infanta und Bataán. Die an der Bai von Manila gelegenen Theile, die Corregidor-Insel (damals Marivelez genannt), entdeckte 1571Goyti, alle übrigen Gestadelandschaften des alten Pampanga’s wurden 1572 von dem Cortés der Philippinen, dem ritterlichenDon Juan de Salcedo,auf seiner Umseglung Nord-Luzons entdeckt. Salcedo liess keine Bucht undurchforscht.Pangasinánumfasste die Küstenlande des Golfs von Lingayen (Lingayan), weshalb es auch Lingayen genannt wird. Die Halbinsel, welche zwischen dem Golf von Lingayen und der Bucht von Bazol liegt und mit dem Cap Bolinao endigt, gehörte damals zu Pangasinán, ebenso der südlichste Theil der heutigen Provinz Union. Pangasinán wurde vonSalcedo1572 entdeckt.Ilócosumfasste den ganzen langgestreckten aber schmalen Küstensaum, welcher vom Golf von Lingayen, und zwar vom Monte Sto. Tomas sich bis über das Cap Bogeador ausdehnt.Ilócoswurde ebenfalls 1572 vonSalcedoentdeckt und unterworfen.Cagayánwar das Land an der Nordküste Luzons und an den Ufern des Rio Grande de Cagayán (dem Rio Tago älterer Werke). Auch hier begegnen wir dem NamenSalcedo’swieder, der das Land entdeckte, aber nicht unterwarf (1572).Die nördlich von Luzon gelegenenBabuyanes-Inseln wurden in der Zeit zwischen 1581–85 entdeckt, von wem? ist nach dem mir vorliegenden Quellenmaterial nicht zu sagen. Ich vermuthe, dass CapitänCarrionsie entdeckte, als er eine japanische Piraten-Niederlassung an der Küste Cagayáns (in der Nähe des heutigen Aparri) verhinderte und seine Schiffe den japanischen Flüchtlingen nachsetzten. 1585 zählte Philipp II. auf diesen Inseln bereits 1000 Unterthanen. Die nördlich von den Babuyanes gelegenen Batanes oder Bashee-Inseln waren den Spaniern lange vor der angeblichen Entdeckung Dampier’s bekannt. So kehrte die Mannschaft des 1596 an der japanischen Küste gescheiterten spanischen Schiffes S. Francisco über die Batanes nach Manila zurück, ohne dass diese Schiffbrüchigen als Entdecker dieser Inselgruppe bezeichnet werden, es müssen also die Batanes schon vor 1596 den Spaniern bekannt gewesen sein. Erst in der Zeit des nordamerikanischen Unabhängigkeits-Krieges wurden diese Inseln von den Spaniern militärisch besetzt.

D. Luzon.

Der ältere Name Luzons lautet Lusong, wie ihn noch heute die Chinesen gebrauchen. Legazpi gab dieser grössten Insel der Philippinen den Namen Neu-Castilien, doch gerieth dieser Name in Kürze vollständig in Vergessenheit. Nach der wichtigsten Stadt, nicht nur Luzons, sondern auch der Philippinen überhaupt, nach Manila14nämlich, wurde auch Luzon Manila genannt, aber nur von den Portugiesen und Franzosen, welche auch die gesammten Philippinen Manila-Inseln nannten, daher auch in einigen deutschen Werken des vorigen Jahrhunderts unser Archipel die Bezeichnung „die Manillen” führt, doch ist zum Glück diese geschmacklose Benennung von den deutschen Karten verschwunden. Zur Zeit der Conquista zerfiel Luzon in folgende Landschaften: Albay oder Ibalon, Camarínes oder Nebuy, Talyabas oder Calilaya, Batangas oder Comintana, Manila mit Tondo, Laguna de Bay, Pampanga, Pangasinan, Ilócos und Cagayan.Unter der LandschaftIbalonoderAlbayder Conquista ist der südlichste Theil Luzons zu verstehen, und zwar kann man als nördliche Grenzscheide die tiefe Einsenkung zwischen den beiden Vulcanen, dem (übrigens erloschenen) Mazaraga und Máyon (besser bekannt als „Vulcan von Albay”) annehmen. DieseLandschaftAlbay ist wohl zu unterscheiden von der späterenProvinzAlbay, zu welcher auch die Inseln Masbáte und Ticáo gehörten. Ibalon wurde 1569 durchGuzmanentdeckt und diese Entdeckung unmittelbar vonIbarrafortgesetzt, insbesondere an der Ostküste.Die LandschaftNebuyoderCamaríneshatte als nordwestliche Grenze die beiden Flüsse Rio Tabagon und Rio Cabibijan, von denen der erstere in die Bucht von Sogod an der Contracosta, der letztere in die Bucht von Guinayangan oder Ragay sich ergiesst. Von der Landschaft Albay ist Camarínes durch die obenerwähnte Einsenkung zwischen dem Mazaraga und Máyon getrennt. Der Entdecker von Camarínes istDon Juan de Salcedo, den nördlichen Theil entdeckte er bereits 1571, den Rest 1573. Die Catanduanes-Inseln an der Ostküste von Camarínes sind aber nicht von ihm, sondern vom CapitänChaves(1573) besucht worden, ebenso die Küstenstrecken in der Bucht von Ragay.CalilayaoderTayábasumfasste den schmalen isthmusartigen Landstrich Luzons, welcher vom Vulcane Mahayhay bis zu der von mir oben erwähnten Nordwestgrenze von Camarínes reichte. Die nördlichen Gestade (an der Contracosta) wurden vonSalcedo1571 entdeckt, die südlichen zur selben Zeit vom CapitänIbarra, ein Theil der an der Bucht von Ragay liegenden Gestade wurde erst 1573 vonChavesbetreten.Die LandschaftComintanaoderBatangaswurde auch nach ihrer grössten Stadt: Taal oder nach ihrem Binnensee, der Laguna de Bombon, Bombon genannt. Sie umfasste die heutige Provinz Batangas und den südlichen Theil der Provinz Cavite. Ihre Gestade wurden vonGoytiundSalcedo1570 entdeckt und diese Entdeckungen 1571 durchIbarravervollständigt. Die Laguna de Bombon wurde vonSalcedo1570 entdeckt, die nördlichen Ufer derselben wurden von ihm nur von der Ferne gesehen, da er nur im südlichen Theile des Sees an’s Land trat.Die LandschaftenManilaundTondoumfassten die heutige Provinz Tondo-Manila ganz, ferner den nördlichen Theil der Provinz Cavite und Theile der Provinz Bulacán. Ihre Küste wurde vonGoyti1570 entdeckt, wie denn dieser ungemein tüchtige Baske der Entdecker der Bai von Manila ist und nicht Salcedo. Die am Pasig gelegenen Theile wurden 1571 vonSalcedoentdeckt und unterworfen.Die LandschaftLagunaumfasste die ganzen Ufergebiete der Laguna de Bay (früher auch „Bahi” genannt) und wurde 1571 vonSalcedoentdeckt und tributpflichtig gemacht.UnterPampangaverstand man in den Zeiten der Conquista nicht allein die heutige Provinz gleichen Namens, sondern auch den nördlichen Theil von Bulacán, die südliche grössere Hälfte des heutigen Zambales, den südwestlichen Theil von Nueva Vizcaya und das ganze heutige Nueva Écija, La Infanta und Bataán. Die an der Bai von Manila gelegenen Theile, die Corregidor-Insel (damals Marivelez genannt), entdeckte 1571Goyti, alle übrigen Gestadelandschaften des alten Pampanga’s wurden 1572 von dem Cortés der Philippinen, dem ritterlichenDon Juan de Salcedo,auf seiner Umseglung Nord-Luzons entdeckt. Salcedo liess keine Bucht undurchforscht.Pangasinánumfasste die Küstenlande des Golfs von Lingayen (Lingayan), weshalb es auch Lingayen genannt wird. Die Halbinsel, welche zwischen dem Golf von Lingayen und der Bucht von Bazol liegt und mit dem Cap Bolinao endigt, gehörte damals zu Pangasinán, ebenso der südlichste Theil der heutigen Provinz Union. Pangasinán wurde vonSalcedo1572 entdeckt.Ilócosumfasste den ganzen langgestreckten aber schmalen Küstensaum, welcher vom Golf von Lingayen, und zwar vom Monte Sto. Tomas sich bis über das Cap Bogeador ausdehnt.Ilócoswurde ebenfalls 1572 vonSalcedoentdeckt und unterworfen.Cagayánwar das Land an der Nordküste Luzons und an den Ufern des Rio Grande de Cagayán (dem Rio Tago älterer Werke). Auch hier begegnen wir dem NamenSalcedo’swieder, der das Land entdeckte, aber nicht unterwarf (1572).Die nördlich von Luzon gelegenenBabuyanes-Inseln wurden in der Zeit zwischen 1581–85 entdeckt, von wem? ist nach dem mir vorliegenden Quellenmaterial nicht zu sagen. Ich vermuthe, dass CapitänCarrionsie entdeckte, als er eine japanische Piraten-Niederlassung an der Küste Cagayáns (in der Nähe des heutigen Aparri) verhinderte und seine Schiffe den japanischen Flüchtlingen nachsetzten. 1585 zählte Philipp II. auf diesen Inseln bereits 1000 Unterthanen. Die nördlich von den Babuyanes gelegenen Batanes oder Bashee-Inseln waren den Spaniern lange vor der angeblichen Entdeckung Dampier’s bekannt. So kehrte die Mannschaft des 1596 an der japanischen Küste gescheiterten spanischen Schiffes S. Francisco über die Batanes nach Manila zurück, ohne dass diese Schiffbrüchigen als Entdecker dieser Inselgruppe bezeichnet werden, es müssen also die Batanes schon vor 1596 den Spaniern bekannt gewesen sein. Erst in der Zeit des nordamerikanischen Unabhängigkeits-Krieges wurden diese Inseln von den Spaniern militärisch besetzt.

Der ältere Name Luzons lautet Lusong, wie ihn noch heute die Chinesen gebrauchen. Legazpi gab dieser grössten Insel der Philippinen den Namen Neu-Castilien, doch gerieth dieser Name in Kürze vollständig in Vergessenheit. Nach der wichtigsten Stadt, nicht nur Luzons, sondern auch der Philippinen überhaupt, nach Manila14nämlich, wurde auch Luzon Manila genannt, aber nur von den Portugiesen und Franzosen, welche auch die gesammten Philippinen Manila-Inseln nannten, daher auch in einigen deutschen Werken des vorigen Jahrhunderts unser Archipel die Bezeichnung „die Manillen” führt, doch ist zum Glück diese geschmacklose Benennung von den deutschen Karten verschwunden. Zur Zeit der Conquista zerfiel Luzon in folgende Landschaften: Albay oder Ibalon, Camarínes oder Nebuy, Talyabas oder Calilaya, Batangas oder Comintana, Manila mit Tondo, Laguna de Bay, Pampanga, Pangasinan, Ilócos und Cagayan.

Unter der LandschaftIbalonoderAlbayder Conquista ist der südlichste Theil Luzons zu verstehen, und zwar kann man als nördliche Grenzscheide die tiefe Einsenkung zwischen den beiden Vulcanen, dem (übrigens erloschenen) Mazaraga und Máyon (besser bekannt als „Vulcan von Albay”) annehmen. DieseLandschaftAlbay ist wohl zu unterscheiden von der späterenProvinzAlbay, zu welcher auch die Inseln Masbáte und Ticáo gehörten. Ibalon wurde 1569 durchGuzmanentdeckt und diese Entdeckung unmittelbar vonIbarrafortgesetzt, insbesondere an der Ostküste.

Die LandschaftNebuyoderCamaríneshatte als nordwestliche Grenze die beiden Flüsse Rio Tabagon und Rio Cabibijan, von denen der erstere in die Bucht von Sogod an der Contracosta, der letztere in die Bucht von Guinayangan oder Ragay sich ergiesst. Von der Landschaft Albay ist Camarínes durch die obenerwähnte Einsenkung zwischen dem Mazaraga und Máyon getrennt. Der Entdecker von Camarínes istDon Juan de Salcedo, den nördlichen Theil entdeckte er bereits 1571, den Rest 1573. Die Catanduanes-Inseln an der Ostküste von Camarínes sind aber nicht von ihm, sondern vom CapitänChaves(1573) besucht worden, ebenso die Küstenstrecken in der Bucht von Ragay.

CalilayaoderTayábasumfasste den schmalen isthmusartigen Landstrich Luzons, welcher vom Vulcane Mahayhay bis zu der von mir oben erwähnten Nordwestgrenze von Camarínes reichte. Die nördlichen Gestade (an der Contracosta) wurden vonSalcedo1571 entdeckt, die südlichen zur selben Zeit vom CapitänIbarra, ein Theil der an der Bucht von Ragay liegenden Gestade wurde erst 1573 vonChavesbetreten.

Die LandschaftComintanaoderBatangaswurde auch nach ihrer grössten Stadt: Taal oder nach ihrem Binnensee, der Laguna de Bombon, Bombon genannt. Sie umfasste die heutige Provinz Batangas und den südlichen Theil der Provinz Cavite. Ihre Gestade wurden vonGoytiundSalcedo1570 entdeckt und diese Entdeckungen 1571 durchIbarravervollständigt. Die Laguna de Bombon wurde vonSalcedo1570 entdeckt, die nördlichen Ufer derselben wurden von ihm nur von der Ferne gesehen, da er nur im südlichen Theile des Sees an’s Land trat.

Die LandschaftenManilaundTondoumfassten die heutige Provinz Tondo-Manila ganz, ferner den nördlichen Theil der Provinz Cavite und Theile der Provinz Bulacán. Ihre Küste wurde vonGoyti1570 entdeckt, wie denn dieser ungemein tüchtige Baske der Entdecker der Bai von Manila ist und nicht Salcedo. Die am Pasig gelegenen Theile wurden 1571 vonSalcedoentdeckt und unterworfen.

Die LandschaftLagunaumfasste die ganzen Ufergebiete der Laguna de Bay (früher auch „Bahi” genannt) und wurde 1571 vonSalcedoentdeckt und tributpflichtig gemacht.

UnterPampangaverstand man in den Zeiten der Conquista nicht allein die heutige Provinz gleichen Namens, sondern auch den nördlichen Theil von Bulacán, die südliche grössere Hälfte des heutigen Zambales, den südwestlichen Theil von Nueva Vizcaya und das ganze heutige Nueva Écija, La Infanta und Bataán. Die an der Bai von Manila gelegenen Theile, die Corregidor-Insel (damals Marivelez genannt), entdeckte 1571Goyti, alle übrigen Gestadelandschaften des alten Pampanga’s wurden 1572 von dem Cortés der Philippinen, dem ritterlichenDon Juan de Salcedo,auf seiner Umseglung Nord-Luzons entdeckt. Salcedo liess keine Bucht undurchforscht.

Pangasinánumfasste die Küstenlande des Golfs von Lingayen (Lingayan), weshalb es auch Lingayen genannt wird. Die Halbinsel, welche zwischen dem Golf von Lingayen und der Bucht von Bazol liegt und mit dem Cap Bolinao endigt, gehörte damals zu Pangasinán, ebenso der südlichste Theil der heutigen Provinz Union. Pangasinán wurde vonSalcedo1572 entdeckt.

Ilócosumfasste den ganzen langgestreckten aber schmalen Küstensaum, welcher vom Golf von Lingayen, und zwar vom Monte Sto. Tomas sich bis über das Cap Bogeador ausdehnt.Ilócoswurde ebenfalls 1572 vonSalcedoentdeckt und unterworfen.

Cagayánwar das Land an der Nordküste Luzons und an den Ufern des Rio Grande de Cagayán (dem Rio Tago älterer Werke). Auch hier begegnen wir dem NamenSalcedo’swieder, der das Land entdeckte, aber nicht unterwarf (1572).

Die nördlich von Luzon gelegenenBabuyanes-Inseln wurden in der Zeit zwischen 1581–85 entdeckt, von wem? ist nach dem mir vorliegenden Quellenmaterial nicht zu sagen. Ich vermuthe, dass CapitänCarrionsie entdeckte, als er eine japanische Piraten-Niederlassung an der Küste Cagayáns (in der Nähe des heutigen Aparri) verhinderte und seine Schiffe den japanischen Flüchtlingen nachsetzten. 1585 zählte Philipp II. auf diesen Inseln bereits 1000 Unterthanen. Die nördlich von den Babuyanes gelegenen Batanes oder Bashee-Inseln waren den Spaniern lange vor der angeblichen Entdeckung Dampier’s bekannt. So kehrte die Mannschaft des 1596 an der japanischen Küste gescheiterten spanischen Schiffes S. Francisco über die Batanes nach Manila zurück, ohne dass diese Schiffbrüchigen als Entdecker dieser Inselgruppe bezeichnet werden, es müssen also die Batanes schon vor 1596 den Spaniern bekannt gewesen sein. Erst in der Zeit des nordamerikanischen Unabhängigkeits-Krieges wurden diese Inseln von den Spaniern militärisch besetzt.

E. Mindanao mit dem Sulu-Archipel.Es ist sehr schwer, die Entdeckungsgeschichte dieser Insel mit apodiktischer Sicherheit wiederzugeben, denn nirgends waren die ersten spanischen Seefahrer so freigebig mit Namensbezeichnungen, die sich selten localisiren lassen, als hier.In der ersten Zeit besass diese zweitgrösste Insel der Philippinen gar keine Gesammtbezeichnung, sondern nur die Namen der einzelnen Districte, denen das Wort Isla (Insel) vorgesetzt wurde, so dass man glauben konnte, einen ganzen Archipel, statt einer einzigen grossen Insel vor sich zu haben. Noch im Anfange des XVII. Jahrhunderts finden wir Bezeichnungen wie: Isla de Caraga, Isla de Butuan &c. vor. Auf diese Weise entstand die nie existirende Insel San Juan auf den alten Karten im Nordosten von Mindanao, welche, nebenbei gesagt, noch in Spruner’s historischem Handatlas ihre mysteriöse Existenz ungestört weiterfristet. Der Name Mindanao war auf das Mündungsgebiet des Rio Grande de Mindanao beschränkt, wo das mächtige Sultanat gleichen Namens sich bildete. Als durch die Jesuiten der Name Mindanao bald zur Gesammtbezeichnung der ganzen Insel wurde, entstanden grössere Confusionen selbst bei minder oberflächlichen Schriftstellern, indem die Landschaft Mindanao, das gleichnamige Sultanat (welches in seiner Blüthezeit die ganze Westküste des Eilandes umfasste) und die gesammten Inseln miteinander verwechselt wurden. Bei Benutzung alter Werke ist daher grosse Vorsicht nöthig, wenn man in denselben auf den Namen Mindanao stösst, selbst wenn dort „Isla de Mindanao” sich findet, ist oft nur das Mündungsgebiet des obenerwähnten Flusses gemeint. Nur wenn wir auf den Namen La Isla Grande (de Mindanao) stossen, ist jeder Zweifel überflüssig. Die Variante Magindanao wurde von spanischen Schriftstellern nur selten gebraucht. Der gediegenste Historiker der Insel der selbst lange Jahre auf ihr zugebracht hatte (Mitte des XVII. Jahrhunderts), P. Combes, schreibt stets Mindanao. Die Leute Magallanes’ nannten die Nordküste der vom Panguil-Busen sich vom Hauptkörper abtrennenden westlichen Halbinsel Mindanao’s Quipit oder Quepindo, eine Bezeichnung, die sehr rasch in Vergessenheit gerieth. Die Ost-Küste von Mindanao wurde schon damals nach ihrem Hauptorte Costa de Caraga (bei Pigafetta: Calagan) genannt. Bernardo de la Torre gab 1543 der ganzen Insel15den Namen Cesarea, doch ist auch diese Bezeichnung vollständig in Vergessenheit gerathen. Der nördliche Theil dieser Caraga-Küste hiess hier zur Zeit Legazpi’s vorübergehend nach einem Vorgebirge Costa de Cauit (Coauit). Zu Ende des XVI. und Anfang des XVII. Jahrhunderts zerfiel Mindanao in folgende (geographische) Landschaften, welche zum Theile sich mit den gleichnamigen politischen Gebieten deckten: 1.Mindanao(das Mündungsgebiet des Rio Grande de Mindanao und das zwischen diesem Flusse und dem südlichen Theile der Cordillera de Sugut oder Sujut liegende Territorium). 2.Buhayen, auch Buhayan, Boayhan &c. genannt (das Land zwischen dem Rio Grande und der Bahia de Sarangani, den Oberlauf des mehrgenannten Flusses mit einbegriffen). 3.Caragaumfasste die ganze Ostküste Mindanao’s bis zum südlichsten Punkte der Insel, der Punta Tinaca; auch das ganze Gebiet des Flusses Agusan, der bei Butuan mündet, wurde zu Caraga gerechnet. 4.Iligan(die Küste zwischen Iligan und der Insel Camiguin). 5. Das Land derIllanosundMalanao(das Territorium zwischen der Illanos-Bai16und dem Panguil-Busen mit dem See von Malanao). 6.Sibugueymit Zamboanga17, die langgestreckte Halbinsel umfassend, welche, von dem Isthmus zwischen dem Panguil-Busen und der Illanos-Bai beginnend, sich gegen Westen und Südwesten ausdehnt und bei Zamboanga ihr Ende findet. Zamboanga hiess damals Sampoangan.Nach dieser kurzen Beschreibung der alten Eintheilung Mindanao’s will ich zur Registrirung der Entdeckung seiner Küsten übergehen, wobei ich von dem Princip ausgehe, nur jene Entdeckungen zu melden, welche sich aus den Quellen ohne jede mir verhasste Hypothesenreiterei erweisen lassen.Beginnen wir bei der Nordküste: DieBai von Butuansowie dieSurigao-HalbinselentdeckteMagallanes1521. Schwieriger ist es, die Entdeckung der InselCamiguinund der zwischen dem Panguil-Busen und dieser Insel gelegenen Küstenstriche festzustellen. Gründlich untersucht wurde dieses Gebiet durch die Expeditionen, welcheLegazpivon Cebú aus 1565–1569 nach Mindanao unterSauz,GoytiundIslaabschickte, weshalb ich auf meiner Kartenskizze es mit der Farbe der Legazpi-Entdeckungen colorire, obwohl bereits die Expedition desVillaloboseinzelne Theile dieses Landes gesehen hat (Villalobos selbst nicht, aber von ihm auf Lebensmittelrequisition abgeschickte Schiffe). Der Panguil-Busen wurde wegen der Gefährlichkeit seines Fahrwassers, der Unwirthbarkeit seiner Gestade und der Feindseligkeit seiner Umwohner von den ersten Conquistadoren nur an seiner breiten Mündung besucht; vollständig wurden seine Gestade erst in den Jahren 1639 und 1640 erforscht, als der kühne Gobernador der Philippinen,Corcuera, systematisch von allen Seiten den Angriff auf die unabhängigen Malaien Mindanao’s eröffnete, um Spanien den Besitz der ganzen Insel zu sichern. Bei dieser Gelegenheit wurde auch derSee von Malanaodurch eine von Iligan abgehende Expedition entdeckt und seine Gestade für kurze Zeit Spanien zinspflichtig gemacht. Die ganze UmgebungDapitanswurde erst 1565 vonDon Miguel Lopez de Legazpientdeckt. Es darf nicht verschwiegen werden, dass Dapitan wahrscheinlich in der Zeit von 1531–1562 von Portugiesen besucht worden war, da wir aber hierüber keine sicheren Nachrichten besitzen, und Legazpi selbst von den Eingeborenen Nichts über eine frühere Ankunft oder Anwesenheit von Europäern erfuhr, so belassen wir den Spaniern den Ruhm der ersten Entdeckung. Die Küste um das Cap Quipit wurde im Jahre 1521 vonCarvalhoentdeckt. Die langgestreckte Halbinsel, an deren südlichem Ende Zamboanga liegt, wurde erst unterLegazpinäher erforscht, als die Spanier, unterstützt von den Fürsten von Dapitan, jenes Land der Krone Castiliens unterwarfen, doch ist auch hier mehr als wahrscheinlich, dass die Leute des Magallanes die ersten waren, welche dieses Land gesehen hatten. Die Entdeckung des Mündungsgebietes des Rio Grande de Mindanao gebührt ohne alle Frage den Portugiesen, ebenso nach meiner Vermuthung die Entdeckung der Punta Flecha. Die Südküste Mindanao’s, sowie die Sarangani-Inseln entdeckten die Leute des Magallanes auf ihrer Fahrt nach den Molukken.DasCap S. Augustin, sowie die gesammte Ostküste Mindanao’s entdeckte der Führer der Loaysa-Expedition,Toribio Alonso de Salazar, 1526. DieDavao-Baiwurde erst 1578 durchFigueróain ihrem gesammten Gebiete durchforscht.Schwieriger ist, die Entdeckung derSulu-InselnSchritt für Schritt zu verfolgen. Die Sulu-Inseln wurden von den Spaniern Xoló (nach der neuen Orthographie: Joló) genannt und zu ihnen natürlich auch Basilan gerechnet, welches damals nach einem seiner Küstenorte Taguima genannt wurde.Magallanessegelte mitten durch den Archipel, Albo nennt hiebei Sulu: Soló oder Soolou, Basilan aber: Jaguima (offenbar hat Navarrete in letzterem Worte J für T gelesen), später wurde die Hauptinsel einige Mal von einzelnen Spaniern aus den Molukken aufgesucht, unterSaavedra(1529) hielt sich ein spanisches Schiff einige Zeit in Sulu auf. Basilans Nordküsten wurden noch unterLegazpiin der Zeit 1566–1571 von den Spaniern betreten, die südlichen Gestade erst 1578 vonFigueróagenau untersucht, der dasselbe bei der Hauptinsel that. Figueróa sah zwar auch Tawitawi, betrat aber dessen Boden nicht, das geschah erst in den Zeiten Corcuera’s, als dessen tapfere SeeheldenAlmonte,UgaldeundMonforteden nach Tawitawi geflüchteten Sultan von Sulu zeitweilig belagerten.So können wir aus dem Gesagten ersehen, dass, ungeschmälert die unsterblichen Verdienste des Magallanes, Don Juan de Salcedo es war, dem die Krone unter den Entdeckern und Conquistadoren der Philippinen gebührt. Das Innere der meisten Inseln ist noch heut’ zu Tage eine terra incognita, erst in der jüngsten Zeit begann man das Versäumte nachzuholen, und unter diesen wissenschaftlichen Conquistadoren begegnen wir auch deutschen Namen: Dr. F. Jagor, Dr. A. B. Meyer, Prof. C. Semper und Dr. Ritter von Drasche. Am wenigsten durchforscht sind Mindanao, Mindoro und Palawan, obwohl der tapfere spanische Marine-Officier und Kartograph Don Claudio Montero y Gay zur näheren Kenntniss der erstgenannten Insel sehr viel beigetragen hat.

E. Mindanao mit dem Sulu-Archipel.

Es ist sehr schwer, die Entdeckungsgeschichte dieser Insel mit apodiktischer Sicherheit wiederzugeben, denn nirgends waren die ersten spanischen Seefahrer so freigebig mit Namensbezeichnungen, die sich selten localisiren lassen, als hier.In der ersten Zeit besass diese zweitgrösste Insel der Philippinen gar keine Gesammtbezeichnung, sondern nur die Namen der einzelnen Districte, denen das Wort Isla (Insel) vorgesetzt wurde, so dass man glauben konnte, einen ganzen Archipel, statt einer einzigen grossen Insel vor sich zu haben. Noch im Anfange des XVII. Jahrhunderts finden wir Bezeichnungen wie: Isla de Caraga, Isla de Butuan &c. vor. Auf diese Weise entstand die nie existirende Insel San Juan auf den alten Karten im Nordosten von Mindanao, welche, nebenbei gesagt, noch in Spruner’s historischem Handatlas ihre mysteriöse Existenz ungestört weiterfristet. Der Name Mindanao war auf das Mündungsgebiet des Rio Grande de Mindanao beschränkt, wo das mächtige Sultanat gleichen Namens sich bildete. Als durch die Jesuiten der Name Mindanao bald zur Gesammtbezeichnung der ganzen Insel wurde, entstanden grössere Confusionen selbst bei minder oberflächlichen Schriftstellern, indem die Landschaft Mindanao, das gleichnamige Sultanat (welches in seiner Blüthezeit die ganze Westküste des Eilandes umfasste) und die gesammten Inseln miteinander verwechselt wurden. Bei Benutzung alter Werke ist daher grosse Vorsicht nöthig, wenn man in denselben auf den Namen Mindanao stösst, selbst wenn dort „Isla de Mindanao” sich findet, ist oft nur das Mündungsgebiet des obenerwähnten Flusses gemeint. Nur wenn wir auf den Namen La Isla Grande (de Mindanao) stossen, ist jeder Zweifel überflüssig. Die Variante Magindanao wurde von spanischen Schriftstellern nur selten gebraucht. Der gediegenste Historiker der Insel der selbst lange Jahre auf ihr zugebracht hatte (Mitte des XVII. Jahrhunderts), P. Combes, schreibt stets Mindanao. Die Leute Magallanes’ nannten die Nordküste der vom Panguil-Busen sich vom Hauptkörper abtrennenden westlichen Halbinsel Mindanao’s Quipit oder Quepindo, eine Bezeichnung, die sehr rasch in Vergessenheit gerieth. Die Ost-Küste von Mindanao wurde schon damals nach ihrem Hauptorte Costa de Caraga (bei Pigafetta: Calagan) genannt. Bernardo de la Torre gab 1543 der ganzen Insel15den Namen Cesarea, doch ist auch diese Bezeichnung vollständig in Vergessenheit gerathen. Der nördliche Theil dieser Caraga-Küste hiess hier zur Zeit Legazpi’s vorübergehend nach einem Vorgebirge Costa de Cauit (Coauit). Zu Ende des XVI. und Anfang des XVII. Jahrhunderts zerfiel Mindanao in folgende (geographische) Landschaften, welche zum Theile sich mit den gleichnamigen politischen Gebieten deckten: 1.Mindanao(das Mündungsgebiet des Rio Grande de Mindanao und das zwischen diesem Flusse und dem südlichen Theile der Cordillera de Sugut oder Sujut liegende Territorium). 2.Buhayen, auch Buhayan, Boayhan &c. genannt (das Land zwischen dem Rio Grande und der Bahia de Sarangani, den Oberlauf des mehrgenannten Flusses mit einbegriffen). 3.Caragaumfasste die ganze Ostküste Mindanao’s bis zum südlichsten Punkte der Insel, der Punta Tinaca; auch das ganze Gebiet des Flusses Agusan, der bei Butuan mündet, wurde zu Caraga gerechnet. 4.Iligan(die Küste zwischen Iligan und der Insel Camiguin). 5. Das Land derIllanosundMalanao(das Territorium zwischen der Illanos-Bai16und dem Panguil-Busen mit dem See von Malanao). 6.Sibugueymit Zamboanga17, die langgestreckte Halbinsel umfassend, welche, von dem Isthmus zwischen dem Panguil-Busen und der Illanos-Bai beginnend, sich gegen Westen und Südwesten ausdehnt und bei Zamboanga ihr Ende findet. Zamboanga hiess damals Sampoangan.Nach dieser kurzen Beschreibung der alten Eintheilung Mindanao’s will ich zur Registrirung der Entdeckung seiner Küsten übergehen, wobei ich von dem Princip ausgehe, nur jene Entdeckungen zu melden, welche sich aus den Quellen ohne jede mir verhasste Hypothesenreiterei erweisen lassen.Beginnen wir bei der Nordküste: DieBai von Butuansowie dieSurigao-HalbinselentdeckteMagallanes1521. Schwieriger ist es, die Entdeckung der InselCamiguinund der zwischen dem Panguil-Busen und dieser Insel gelegenen Küstenstriche festzustellen. Gründlich untersucht wurde dieses Gebiet durch die Expeditionen, welcheLegazpivon Cebú aus 1565–1569 nach Mindanao unterSauz,GoytiundIslaabschickte, weshalb ich auf meiner Kartenskizze es mit der Farbe der Legazpi-Entdeckungen colorire, obwohl bereits die Expedition desVillaloboseinzelne Theile dieses Landes gesehen hat (Villalobos selbst nicht, aber von ihm auf Lebensmittelrequisition abgeschickte Schiffe). Der Panguil-Busen wurde wegen der Gefährlichkeit seines Fahrwassers, der Unwirthbarkeit seiner Gestade und der Feindseligkeit seiner Umwohner von den ersten Conquistadoren nur an seiner breiten Mündung besucht; vollständig wurden seine Gestade erst in den Jahren 1639 und 1640 erforscht, als der kühne Gobernador der Philippinen,Corcuera, systematisch von allen Seiten den Angriff auf die unabhängigen Malaien Mindanao’s eröffnete, um Spanien den Besitz der ganzen Insel zu sichern. Bei dieser Gelegenheit wurde auch derSee von Malanaodurch eine von Iligan abgehende Expedition entdeckt und seine Gestade für kurze Zeit Spanien zinspflichtig gemacht. Die ganze UmgebungDapitanswurde erst 1565 vonDon Miguel Lopez de Legazpientdeckt. Es darf nicht verschwiegen werden, dass Dapitan wahrscheinlich in der Zeit von 1531–1562 von Portugiesen besucht worden war, da wir aber hierüber keine sicheren Nachrichten besitzen, und Legazpi selbst von den Eingeborenen Nichts über eine frühere Ankunft oder Anwesenheit von Europäern erfuhr, so belassen wir den Spaniern den Ruhm der ersten Entdeckung. Die Küste um das Cap Quipit wurde im Jahre 1521 vonCarvalhoentdeckt. Die langgestreckte Halbinsel, an deren südlichem Ende Zamboanga liegt, wurde erst unterLegazpinäher erforscht, als die Spanier, unterstützt von den Fürsten von Dapitan, jenes Land der Krone Castiliens unterwarfen, doch ist auch hier mehr als wahrscheinlich, dass die Leute des Magallanes die ersten waren, welche dieses Land gesehen hatten. Die Entdeckung des Mündungsgebietes des Rio Grande de Mindanao gebührt ohne alle Frage den Portugiesen, ebenso nach meiner Vermuthung die Entdeckung der Punta Flecha. Die Südküste Mindanao’s, sowie die Sarangani-Inseln entdeckten die Leute des Magallanes auf ihrer Fahrt nach den Molukken.DasCap S. Augustin, sowie die gesammte Ostküste Mindanao’s entdeckte der Führer der Loaysa-Expedition,Toribio Alonso de Salazar, 1526. DieDavao-Baiwurde erst 1578 durchFigueróain ihrem gesammten Gebiete durchforscht.Schwieriger ist, die Entdeckung derSulu-InselnSchritt für Schritt zu verfolgen. Die Sulu-Inseln wurden von den Spaniern Xoló (nach der neuen Orthographie: Joló) genannt und zu ihnen natürlich auch Basilan gerechnet, welches damals nach einem seiner Küstenorte Taguima genannt wurde.Magallanessegelte mitten durch den Archipel, Albo nennt hiebei Sulu: Soló oder Soolou, Basilan aber: Jaguima (offenbar hat Navarrete in letzterem Worte J für T gelesen), später wurde die Hauptinsel einige Mal von einzelnen Spaniern aus den Molukken aufgesucht, unterSaavedra(1529) hielt sich ein spanisches Schiff einige Zeit in Sulu auf. Basilans Nordküsten wurden noch unterLegazpiin der Zeit 1566–1571 von den Spaniern betreten, die südlichen Gestade erst 1578 vonFigueróagenau untersucht, der dasselbe bei der Hauptinsel that. Figueróa sah zwar auch Tawitawi, betrat aber dessen Boden nicht, das geschah erst in den Zeiten Corcuera’s, als dessen tapfere SeeheldenAlmonte,UgaldeundMonforteden nach Tawitawi geflüchteten Sultan von Sulu zeitweilig belagerten.So können wir aus dem Gesagten ersehen, dass, ungeschmälert die unsterblichen Verdienste des Magallanes, Don Juan de Salcedo es war, dem die Krone unter den Entdeckern und Conquistadoren der Philippinen gebührt. Das Innere der meisten Inseln ist noch heut’ zu Tage eine terra incognita, erst in der jüngsten Zeit begann man das Versäumte nachzuholen, und unter diesen wissenschaftlichen Conquistadoren begegnen wir auch deutschen Namen: Dr. F. Jagor, Dr. A. B. Meyer, Prof. C. Semper und Dr. Ritter von Drasche. Am wenigsten durchforscht sind Mindanao, Mindoro und Palawan, obwohl der tapfere spanische Marine-Officier und Kartograph Don Claudio Montero y Gay zur näheren Kenntniss der erstgenannten Insel sehr viel beigetragen hat.

Es ist sehr schwer, die Entdeckungsgeschichte dieser Insel mit apodiktischer Sicherheit wiederzugeben, denn nirgends waren die ersten spanischen Seefahrer so freigebig mit Namensbezeichnungen, die sich selten localisiren lassen, als hier.

In der ersten Zeit besass diese zweitgrösste Insel der Philippinen gar keine Gesammtbezeichnung, sondern nur die Namen der einzelnen Districte, denen das Wort Isla (Insel) vorgesetzt wurde, so dass man glauben konnte, einen ganzen Archipel, statt einer einzigen grossen Insel vor sich zu haben. Noch im Anfange des XVII. Jahrhunderts finden wir Bezeichnungen wie: Isla de Caraga, Isla de Butuan &c. vor. Auf diese Weise entstand die nie existirende Insel San Juan auf den alten Karten im Nordosten von Mindanao, welche, nebenbei gesagt, noch in Spruner’s historischem Handatlas ihre mysteriöse Existenz ungestört weiterfristet. Der Name Mindanao war auf das Mündungsgebiet des Rio Grande de Mindanao beschränkt, wo das mächtige Sultanat gleichen Namens sich bildete. Als durch die Jesuiten der Name Mindanao bald zur Gesammtbezeichnung der ganzen Insel wurde, entstanden grössere Confusionen selbst bei minder oberflächlichen Schriftstellern, indem die Landschaft Mindanao, das gleichnamige Sultanat (welches in seiner Blüthezeit die ganze Westküste des Eilandes umfasste) und die gesammten Inseln miteinander verwechselt wurden. Bei Benutzung alter Werke ist daher grosse Vorsicht nöthig, wenn man in denselben auf den Namen Mindanao stösst, selbst wenn dort „Isla de Mindanao” sich findet, ist oft nur das Mündungsgebiet des obenerwähnten Flusses gemeint. Nur wenn wir auf den Namen La Isla Grande (de Mindanao) stossen, ist jeder Zweifel überflüssig. Die Variante Magindanao wurde von spanischen Schriftstellern nur selten gebraucht. Der gediegenste Historiker der Insel der selbst lange Jahre auf ihr zugebracht hatte (Mitte des XVII. Jahrhunderts), P. Combes, schreibt stets Mindanao. Die Leute Magallanes’ nannten die Nordküste der vom Panguil-Busen sich vom Hauptkörper abtrennenden westlichen Halbinsel Mindanao’s Quipit oder Quepindo, eine Bezeichnung, die sehr rasch in Vergessenheit gerieth. Die Ost-Küste von Mindanao wurde schon damals nach ihrem Hauptorte Costa de Caraga (bei Pigafetta: Calagan) genannt. Bernardo de la Torre gab 1543 der ganzen Insel15den Namen Cesarea, doch ist auch diese Bezeichnung vollständig in Vergessenheit gerathen. Der nördliche Theil dieser Caraga-Küste hiess hier zur Zeit Legazpi’s vorübergehend nach einem Vorgebirge Costa de Cauit (Coauit). Zu Ende des XVI. und Anfang des XVII. Jahrhunderts zerfiel Mindanao in folgende (geographische) Landschaften, welche zum Theile sich mit den gleichnamigen politischen Gebieten deckten: 1.Mindanao(das Mündungsgebiet des Rio Grande de Mindanao und das zwischen diesem Flusse und dem südlichen Theile der Cordillera de Sugut oder Sujut liegende Territorium). 2.Buhayen, auch Buhayan, Boayhan &c. genannt (das Land zwischen dem Rio Grande und der Bahia de Sarangani, den Oberlauf des mehrgenannten Flusses mit einbegriffen). 3.Caragaumfasste die ganze Ostküste Mindanao’s bis zum südlichsten Punkte der Insel, der Punta Tinaca; auch das ganze Gebiet des Flusses Agusan, der bei Butuan mündet, wurde zu Caraga gerechnet. 4.Iligan(die Küste zwischen Iligan und der Insel Camiguin). 5. Das Land derIllanosundMalanao(das Territorium zwischen der Illanos-Bai16und dem Panguil-Busen mit dem See von Malanao). 6.Sibugueymit Zamboanga17, die langgestreckte Halbinsel umfassend, welche, von dem Isthmus zwischen dem Panguil-Busen und der Illanos-Bai beginnend, sich gegen Westen und Südwesten ausdehnt und bei Zamboanga ihr Ende findet. Zamboanga hiess damals Sampoangan.

Nach dieser kurzen Beschreibung der alten Eintheilung Mindanao’s will ich zur Registrirung der Entdeckung seiner Küsten übergehen, wobei ich von dem Princip ausgehe, nur jene Entdeckungen zu melden, welche sich aus den Quellen ohne jede mir verhasste Hypothesenreiterei erweisen lassen.

Beginnen wir bei der Nordküste: DieBai von Butuansowie dieSurigao-HalbinselentdeckteMagallanes1521. Schwieriger ist es, die Entdeckung der InselCamiguinund der zwischen dem Panguil-Busen und dieser Insel gelegenen Küstenstriche festzustellen. Gründlich untersucht wurde dieses Gebiet durch die Expeditionen, welcheLegazpivon Cebú aus 1565–1569 nach Mindanao unterSauz,GoytiundIslaabschickte, weshalb ich auf meiner Kartenskizze es mit der Farbe der Legazpi-Entdeckungen colorire, obwohl bereits die Expedition desVillaloboseinzelne Theile dieses Landes gesehen hat (Villalobos selbst nicht, aber von ihm auf Lebensmittelrequisition abgeschickte Schiffe). Der Panguil-Busen wurde wegen der Gefährlichkeit seines Fahrwassers, der Unwirthbarkeit seiner Gestade und der Feindseligkeit seiner Umwohner von den ersten Conquistadoren nur an seiner breiten Mündung besucht; vollständig wurden seine Gestade erst in den Jahren 1639 und 1640 erforscht, als der kühne Gobernador der Philippinen,Corcuera, systematisch von allen Seiten den Angriff auf die unabhängigen Malaien Mindanao’s eröffnete, um Spanien den Besitz der ganzen Insel zu sichern. Bei dieser Gelegenheit wurde auch derSee von Malanaodurch eine von Iligan abgehende Expedition entdeckt und seine Gestade für kurze Zeit Spanien zinspflichtig gemacht. Die ganze UmgebungDapitanswurde erst 1565 vonDon Miguel Lopez de Legazpientdeckt. Es darf nicht verschwiegen werden, dass Dapitan wahrscheinlich in der Zeit von 1531–1562 von Portugiesen besucht worden war, da wir aber hierüber keine sicheren Nachrichten besitzen, und Legazpi selbst von den Eingeborenen Nichts über eine frühere Ankunft oder Anwesenheit von Europäern erfuhr, so belassen wir den Spaniern den Ruhm der ersten Entdeckung. Die Küste um das Cap Quipit wurde im Jahre 1521 vonCarvalhoentdeckt. Die langgestreckte Halbinsel, an deren südlichem Ende Zamboanga liegt, wurde erst unterLegazpinäher erforscht, als die Spanier, unterstützt von den Fürsten von Dapitan, jenes Land der Krone Castiliens unterwarfen, doch ist auch hier mehr als wahrscheinlich, dass die Leute des Magallanes die ersten waren, welche dieses Land gesehen hatten. Die Entdeckung des Mündungsgebietes des Rio Grande de Mindanao gebührt ohne alle Frage den Portugiesen, ebenso nach meiner Vermuthung die Entdeckung der Punta Flecha. Die Südküste Mindanao’s, sowie die Sarangani-Inseln entdeckten die Leute des Magallanes auf ihrer Fahrt nach den Molukken.

DasCap S. Augustin, sowie die gesammte Ostküste Mindanao’s entdeckte der Führer der Loaysa-Expedition,Toribio Alonso de Salazar, 1526. DieDavao-Baiwurde erst 1578 durchFigueróain ihrem gesammten Gebiete durchforscht.

Schwieriger ist, die Entdeckung derSulu-InselnSchritt für Schritt zu verfolgen. Die Sulu-Inseln wurden von den Spaniern Xoló (nach der neuen Orthographie: Joló) genannt und zu ihnen natürlich auch Basilan gerechnet, welches damals nach einem seiner Küstenorte Taguima genannt wurde.Magallanessegelte mitten durch den Archipel, Albo nennt hiebei Sulu: Soló oder Soolou, Basilan aber: Jaguima (offenbar hat Navarrete in letzterem Worte J für T gelesen), später wurde die Hauptinsel einige Mal von einzelnen Spaniern aus den Molukken aufgesucht, unterSaavedra(1529) hielt sich ein spanisches Schiff einige Zeit in Sulu auf. Basilans Nordküsten wurden noch unterLegazpiin der Zeit 1566–1571 von den Spaniern betreten, die südlichen Gestade erst 1578 vonFigueróagenau untersucht, der dasselbe bei der Hauptinsel that. Figueróa sah zwar auch Tawitawi, betrat aber dessen Boden nicht, das geschah erst in den Zeiten Corcuera’s, als dessen tapfere SeeheldenAlmonte,UgaldeundMonforteden nach Tawitawi geflüchteten Sultan von Sulu zeitweilig belagerten.

So können wir aus dem Gesagten ersehen, dass, ungeschmälert die unsterblichen Verdienste des Magallanes, Don Juan de Salcedo es war, dem die Krone unter den Entdeckern und Conquistadoren der Philippinen gebührt. Das Innere der meisten Inseln ist noch heut’ zu Tage eine terra incognita, erst in der jüngsten Zeit begann man das Versäumte nachzuholen, und unter diesen wissenschaftlichen Conquistadoren begegnen wir auch deutschen Namen: Dr. F. Jagor, Dr. A. B. Meyer, Prof. C. Semper und Dr. Ritter von Drasche. Am wenigsten durchforscht sind Mindanao, Mindoro und Palawan, obwohl der tapfere spanische Marine-Officier und Kartograph Don Claudio Montero y Gay zur näheren Kenntniss der erstgenannten Insel sehr viel beigetragen hat.

1Magallanes’ Chronisten schreiben: Masava, Massana; andere Varianten sind: Dimasana, Limasana, Limasaba.2Sógbu, Zubu, Zubuth mit Varianten wie: Çubu &c.3P. Francisco Combes. Historia de las islas de Mindanao, Joló y sus adyacentes. Madrid 1667, p. 74.4Man vgl. darüber: Fray Juan de la Concepcion. Historia general de Philipinas. Sampaloc (Manila) 1788–92. Bd. V, p. 378.5Oder nur der Caragalandschaft?6Cartas de Indias. Madrid 1878, fol. 119.7Das Datum ist vom 24. September 1559.8Fray Gaspar de San Augustin. Conquista de las Islas Philipinas, Madrid 1698, p. 91.9Urdaneta wird als der erste genannt, welcher die Südsee von West nach Ost durchschiffte; eigentlich gebührt dieser Ruhm einem anderen Officiere des Legazpi, dem Capitän Arellano, welcher auf dem Wege nach den Philippinen desertirte und noch früher mit seinem von einem Mulatten gesteuerten Schiffe nach Méjico gelangte als Urdaneta. Er hatte diess gethan, um den Preis zu gewinnen, den der König auf die erste Durchkreuzung der Südsee von West nach Ost ausgeschrieben hatte.10Die Schreibweise Bisayer ist unrichtig.11Man vgl. darüber: Fray Gaspar de S. Augustin, a. a. 0., p. 214 u. 515.—Fray Juan de la Concepcion. a. a. O., Bd. VIII, p. 137.—Rafael Diaz Arenas, p. 30.—Buzeta y Bravo. Diccionario geográfico, estadístico, histórico de las Islas Filipinas, Madrid 1850, Bd. I, p. 285; Bd. II, p. 311.—M. C. Sprengel, Geschichte und Beschreibung der Philippinischen Inseln (in Forster’s und Sprengel’s Beiträgen zur Länder- und Völkerkunde, Leipzig 1782), S. 30.12Damals auchNebuygenannt.13Unter den „Eroberungen” in den Visayern ist immer nur die Unterwerfung der Küstenorte zu verstehen, denn die schwach bevölkerten Binnenlandschaften sind zumeist noch heute unabhängig.14Diese Schreibweise mit Il „Manilla” ist ganz falsch, sie findet sich leider in vielen Lehrbüchern der Geographie.15Vielleicht nur der Caraga-Küste (?).16In deutschen Karten findet man: Illana-Bai, das ist entschieden falsch, denn in dem spanischen Worte Bahia Illana ist das letztere Wort ein Adjectiv, hergeleitet von dem Substantiv Illano. Die Illanos sind nämlich die Küstenbewohner jener Bai; es kann daher im Deutschen nur richtig lauten: Illanos-Bai, Bai der Illanos oder Illanische Bai, aber nie Illana-Bai.17Das Gebiet von Zamboanga wurde auch „Land der Subanos” (Çubanos) genannt.

1Magallanes’ Chronisten schreiben: Masava, Massana; andere Varianten sind: Dimasana, Limasana, Limasaba.

2Sógbu, Zubu, Zubuth mit Varianten wie: Çubu &c.

3P. Francisco Combes. Historia de las islas de Mindanao, Joló y sus adyacentes. Madrid 1667, p. 74.

4Man vgl. darüber: Fray Juan de la Concepcion. Historia general de Philipinas. Sampaloc (Manila) 1788–92. Bd. V, p. 378.

5Oder nur der Caragalandschaft?

6Cartas de Indias. Madrid 1878, fol. 119.

7Das Datum ist vom 24. September 1559.

8Fray Gaspar de San Augustin. Conquista de las Islas Philipinas, Madrid 1698, p. 91.

9Urdaneta wird als der erste genannt, welcher die Südsee von West nach Ost durchschiffte; eigentlich gebührt dieser Ruhm einem anderen Officiere des Legazpi, dem Capitän Arellano, welcher auf dem Wege nach den Philippinen desertirte und noch früher mit seinem von einem Mulatten gesteuerten Schiffe nach Méjico gelangte als Urdaneta. Er hatte diess gethan, um den Preis zu gewinnen, den der König auf die erste Durchkreuzung der Südsee von West nach Ost ausgeschrieben hatte.

10Die Schreibweise Bisayer ist unrichtig.

11Man vgl. darüber: Fray Gaspar de S. Augustin, a. a. 0., p. 214 u. 515.—Fray Juan de la Concepcion. a. a. O., Bd. VIII, p. 137.—Rafael Diaz Arenas, p. 30.—Buzeta y Bravo. Diccionario geográfico, estadístico, histórico de las Islas Filipinas, Madrid 1850, Bd. I, p. 285; Bd. II, p. 311.—M. C. Sprengel, Geschichte und Beschreibung der Philippinischen Inseln (in Forster’s und Sprengel’s Beiträgen zur Länder- und Völkerkunde, Leipzig 1782), S. 30.

12Damals auchNebuygenannt.

13Unter den „Eroberungen” in den Visayern ist immer nur die Unterwerfung der Küstenorte zu verstehen, denn die schwach bevölkerten Binnenlandschaften sind zumeist noch heute unabhängig.

14Diese Schreibweise mit Il „Manilla” ist ganz falsch, sie findet sich leider in vielen Lehrbüchern der Geographie.

15Vielleicht nur der Caraga-Küste (?).

16In deutschen Karten findet man: Illana-Bai, das ist entschieden falsch, denn in dem spanischen Worte Bahia Illana ist das letztere Wort ein Adjectiv, hergeleitet von dem Substantiv Illano. Die Illanos sind nämlich die Küstenbewohner jener Bai; es kann daher im Deutschen nur richtig lauten: Illanos-Bai, Bai der Illanos oder Illanische Bai, aber nie Illana-Bai.

17Das Gebiet von Zamboanga wurde auch „Land der Subanos” (Çubanos) genannt.

Alphabetisches Register der Citatabkürzungen.Allg. Hist. d. Reis.—Allgemeine Historie der Reisen in Wasser und zu Lande. Leipzig 1748.Argensola—Bartolomé Leonardo de Argensola. Conquista de las Islas Malucas. Madrid 1609.Ausland—Das Ausland.Barrantes—D. Vicente Barrantes. Guerras piráticas de filipinas contra mindanaos y joloanos. Madrid 1878.Bastian Reisen—A. Bastian. Die Völker des östl. Asien. Leipzig 1866–71.Boletines—Boletines de la Sociedad geográfica de Madrid.Bowring—Sir John Bowring. Una visita á las Islas filipinas. Manila 1877.Buzeta—Buzeta y Bravo. Diccionario geográfico, estadístico, histórico de las Islas Filipinas. Madrid 1850.*Calayag—P. Fel. Calayag y Clemente. Vida de las Aitas ó Negritos y las circunstancias de sus personas. Bosoboso 1877.Cañamaque fil.—Francisco Cañamaque. Las Islas filipinas. Madrid 1880.Cañamaque recuerdos—Francisco Cañamaque. Recuerdos de Filipinas. Madrid 1877.Carletti—Viaggi. Ragionamenti di Francesco Carletti. Firenze 1701.Cartas de Ind.—Cartas de Indias. Madrid 1877.Cavada—D. Agustin de la Cavada Mendes de Vigo. Historia geográfica, geológica y estadística de Filipinas. Manila 1876–77.Chamisso—Ad. v. Chamisso. Reise um die Welt mit der Romanzoffischen Entdeckungs-Expedition. Berlin 1856.Combez—P. Combez. Historia de las Islas de Mindanao, Joló y sus Adyacentes. Madrid 1667.*Crawfurd—Crawfurd. History of the Indian Archipelago. Edinburg 1820. Crawfurd. Descriptive Dictionary of the Indian Islands. London 1856.*Dalrymple—Alex. Dalrymple.Oriental Repertory. London 1793.Ich konnte nur Auszüge in der „Neuen Sammlung der Reisebeschreibungen” und in Sprengel’s „Auswahl der besten ausl. geogr. u. stat. Nachrichten zur Aufklär. der Völker- und Länderkunde” benutzen.Dampier—Wilh. Dampier. Neue Reise um die Welt. Leipzig 1708.Deguignes—Deguignes. Reisen nach Peking, Manila und Isle de France. Leipzig 1810.Diaz Arenas—D. Rafael Diaz Arenas. Memórias históricas y estadísticas de Filipinas. Manila 1850.Drasche—Dr. Richard von Drasche. Fragmente zu einer Geologie der Insel Luzon. Wien 1878.Erdk.—Zeitschrift für allgemeine Erdkunde, Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin.Forrest—Th. Forrest. A voyage to New Guinea and the Moluccas. London 1779.Forster—J. R. Forster. Nachrichten von Balambangan, den Sulu-Inseln, wie auch dem nördlichen Theile von Borneo (in Forster und Sprengel’s Beiträgen zur Länder- und Völkerkunde).Fr. Gaspar de S. Aug.—Fray Gaspar de San Augustin. Conquista de las Islas Philipinas. Madrid 1698.Fr. Juan de la Concep.—Fray Juan de la Concepcion. Historia general de Philipinas. Sampaloc 1788.Garín—D. Arturo Garín, Memoria sobre el Archipiélago de Joló (in denBolet. d. l. Soc. geogr. de Madrid).Gemelli—Careri—Gemelli Careri. A voyage round the world. London 1704 (in ChurchillsCollection of travels).Globus—Globus.Hügel—K. Freiherr v. Hügel. Der Stille Ocean und die spanischen Besitzungen im ostindischen Archipel. Wien 1860.*Hunt—Ein Artikel Hunt’s über den Zustand Sulu’s im Jahre 1815, citirt von Sinibaldo Mas in seinem Informe &c.Ilustracion—La Ilustracion filipina.Ilustr. del Oriente—La Ilustracion del Oriente.Jagor Phil. (oder Reisen)—F. Jagor. Reisen in den Philippinen. Berlin 1873.Jagor, Skizzen—F. Jagor, Reiseskizzen. Berlin 1866.*Journal—Asiatic Journal. London 1829–1835.Koner—W. Koner. Der Sulu-Archipel (in der Zeitschr. der Ges. f. Erdk. zu Berlin).Kossak—Kossak. Prof. Hildebrandt’s Reise um die Welt. Berlin 1870.Lillo—D. Maximino Lillo de Gracia. Filipinas. Distrito de Lepanto. Manila 1877.Mallat—Mallat. Les Philippines. Paris 1846.Mas hist.od.dom.od.pobl.Die entsprechenden Abschnitte in dem von Don Sinibaldo Mas anonym herausgegebenen: Informe sobre el estado de las Islas Filipinas en 1842. Madrid 1843.Meyer, Negritos—Dr. A. B. Meyer. Über die Negritos oder Aëtas der Philippinen. Dresden 1878. Überdiess von demselben Autor: die Aufsätze über Negritos in der Zeitschr. f. Ethn., Bd. V, S. 90 f.; B. VI, S. 225 f.; Bd. VII, S. 47 f., und in Petermann’s Mittheilungen 1871, S. 17 f.Miklucho-Maclay.—Die Papuas der Insel Luzon in Petermann’s Mitth.Montero—D. Cláudio Montero y Gay. Conferencias sobre las Islas Filipinas (in den Bol. d. l. soc. geogr. de Madrid).*Morga—Dr. Ant. Morga. Sucesos de las Islas Filipinas. Méjico 1609.Morga-Stanley—The Philippine Islands, Moluccas, Siam, Cambodia, Japan and China at the Close of the sixteenth Century by Antonio de Morga. Translated from theSpanishby the Hon. Henry E. J. Stanley. London 1868.Mozo—Fray Antonio Mozo. Missiones de Philippinas de la Orden de nuestro Padre San Agustin. Madrid 1763.Mundt-Lauff—Dr. Mundt-Lauff. Die Negritos der Philippinen (in den Bremer Geogr. Blättern).Mundt-Lauff. Natur—Die schwarze Urbevölkerung des Philippinen- und Moluccen-Archipels &c. in der „Natur”.Murillo—P. Pedro Murillo Velarde. Historia de la provincia de Philipinas de la Compañia de Jesus. Manila 1749.Novara-Reise—siehe Scherzer.Novara-Reise, ethnogr. Theil—Novara-Reise, ethnogr. Theil. Wien 1868.Oriente—La Ilustracion del Oriente.Pazos—D. Pio A. de Pazos y Vela-Hidalgo. Joló. Burgos. 1879.Petermann—Petermann’s Mitth.*Santos—Informe sobre las minas de cobre. Manila 1862.Schadenberg—Dr. Alex. Schadenberg. Über die Negritos der Philippinen (Zeitschr. f. Ethn.).Scheidnagel—Manuel Scheidnagel. Las Colonias españolas de Asia, Islas Filipinas. Madrid 1880.Semper, Erdk.—Semper’s Aufsätze über die Irayas und Igorroten in der Berl. Zeitschr. f. allgem. Erdkunde.Semper, Palau—Dr. C. Semper. Die Palau-Inseln im Stillen Ocean. Leipzig 1873.Semper, Skizzen—Prof. Dr. C. Semper. Die Philippinen und ihre Bewohner. Sechs Skizzen. Würzburg 1869.*Serrano—Valentin Gonzales Serrano. Compendio de la historia de Filipinas. Manila 1875.Sprengel, Gesch.—M. C. Sprengel. Geschichte und Beschreibung der Philippinischen Inseln. (In den Beiträgen zur Länder- und Völkerkunde, 1782.)Sprengel, Mind.—M. C. Sprengel. Nachrichten von Magindanao. (In denselben „Beiträge &c.”.)St. Croix—Renouard de St. Croix. Reise nach Ostindien, den Philippinischen Inseln und China. Berlin 1811.Tanner—P. Math. Tanner. Die Gesellschaft Jesu bis zur Vergiessung ihres Blutes wider den Götzendienst, Unglauben und Laster. Prag 1683.*Thevenot—M. Thevenot. Relation de divers voyages curieux, qui n’ont point estée publiées, &c. Paris 1663–72.Vila—Francisco Vila. Filipinas. Madrid 1880.Virchow—R. Virchow über Negrito-Schädel und Skelette von Dr. Meyer. Corr. Blatt. d. Ges. f. Anthropol.Waitz—Dr. Th. Waitz. Anthropologie der Naturvölker. Leipzig 1865.Zuñiga—Martinez de Zuñiga. Historia de Philipinas. Sampaloc 1803.* Die mit einem Sternchen versehenen Werke habe ich nur aus zweiter Hand benutzt.

Alphabetisches Register der Citatabkürzungen.

Allg. Hist. d. Reis.—Allgemeine Historie der Reisen in Wasser und zu Lande. Leipzig 1748.Argensola—Bartolomé Leonardo de Argensola. Conquista de las Islas Malucas. Madrid 1609.Ausland—Das Ausland.Barrantes—D. Vicente Barrantes. Guerras piráticas de filipinas contra mindanaos y joloanos. Madrid 1878.Bastian Reisen—A. Bastian. Die Völker des östl. Asien. Leipzig 1866–71.Boletines—Boletines de la Sociedad geográfica de Madrid.Bowring—Sir John Bowring. Una visita á las Islas filipinas. Manila 1877.Buzeta—Buzeta y Bravo. Diccionario geográfico, estadístico, histórico de las Islas Filipinas. Madrid 1850.*Calayag—P. Fel. Calayag y Clemente. Vida de las Aitas ó Negritos y las circunstancias de sus personas. Bosoboso 1877.Cañamaque fil.—Francisco Cañamaque. Las Islas filipinas. Madrid 1880.Cañamaque recuerdos—Francisco Cañamaque. Recuerdos de Filipinas. Madrid 1877.Carletti—Viaggi. Ragionamenti di Francesco Carletti. Firenze 1701.Cartas de Ind.—Cartas de Indias. Madrid 1877.Cavada—D. Agustin de la Cavada Mendes de Vigo. Historia geográfica, geológica y estadística de Filipinas. Manila 1876–77.Chamisso—Ad. v. Chamisso. Reise um die Welt mit der Romanzoffischen Entdeckungs-Expedition. Berlin 1856.Combez—P. Combez. Historia de las Islas de Mindanao, Joló y sus Adyacentes. Madrid 1667.*Crawfurd—Crawfurd. History of the Indian Archipelago. Edinburg 1820. Crawfurd. Descriptive Dictionary of the Indian Islands. London 1856.*Dalrymple—Alex. Dalrymple.Oriental Repertory. London 1793.Ich konnte nur Auszüge in der „Neuen Sammlung der Reisebeschreibungen” und in Sprengel’s „Auswahl der besten ausl. geogr. u. stat. Nachrichten zur Aufklär. der Völker- und Länderkunde” benutzen.Dampier—Wilh. Dampier. Neue Reise um die Welt. Leipzig 1708.Deguignes—Deguignes. Reisen nach Peking, Manila und Isle de France. Leipzig 1810.Diaz Arenas—D. Rafael Diaz Arenas. Memórias históricas y estadísticas de Filipinas. Manila 1850.Drasche—Dr. Richard von Drasche. Fragmente zu einer Geologie der Insel Luzon. Wien 1878.Erdk.—Zeitschrift für allgemeine Erdkunde, Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin.Forrest—Th. Forrest. A voyage to New Guinea and the Moluccas. London 1779.Forster—J. R. Forster. Nachrichten von Balambangan, den Sulu-Inseln, wie auch dem nördlichen Theile von Borneo (in Forster und Sprengel’s Beiträgen zur Länder- und Völkerkunde).Fr. Gaspar de S. Aug.—Fray Gaspar de San Augustin. Conquista de las Islas Philipinas. Madrid 1698.Fr. Juan de la Concep.—Fray Juan de la Concepcion. Historia general de Philipinas. Sampaloc 1788.Garín—D. Arturo Garín, Memoria sobre el Archipiélago de Joló (in denBolet. d. l. Soc. geogr. de Madrid).Gemelli—Careri—Gemelli Careri. A voyage round the world. London 1704 (in ChurchillsCollection of travels).Globus—Globus.Hügel—K. Freiherr v. Hügel. Der Stille Ocean und die spanischen Besitzungen im ostindischen Archipel. Wien 1860.*Hunt—Ein Artikel Hunt’s über den Zustand Sulu’s im Jahre 1815, citirt von Sinibaldo Mas in seinem Informe &c.Ilustracion—La Ilustracion filipina.Ilustr. del Oriente—La Ilustracion del Oriente.Jagor Phil. (oder Reisen)—F. Jagor. Reisen in den Philippinen. Berlin 1873.Jagor, Skizzen—F. Jagor, Reiseskizzen. Berlin 1866.*Journal—Asiatic Journal. London 1829–1835.Koner—W. Koner. Der Sulu-Archipel (in der Zeitschr. der Ges. f. Erdk. zu Berlin).Kossak—Kossak. Prof. Hildebrandt’s Reise um die Welt. Berlin 1870.Lillo—D. Maximino Lillo de Gracia. Filipinas. Distrito de Lepanto. Manila 1877.Mallat—Mallat. Les Philippines. Paris 1846.Mas hist.od.dom.od.pobl.Die entsprechenden Abschnitte in dem von Don Sinibaldo Mas anonym herausgegebenen: Informe sobre el estado de las Islas Filipinas en 1842. Madrid 1843.Meyer, Negritos—Dr. A. B. Meyer. Über die Negritos oder Aëtas der Philippinen. Dresden 1878. Überdiess von demselben Autor: die Aufsätze über Negritos in der Zeitschr. f. Ethn., Bd. V, S. 90 f.; B. VI, S. 225 f.; Bd. VII, S. 47 f., und in Petermann’s Mittheilungen 1871, S. 17 f.Miklucho-Maclay.—Die Papuas der Insel Luzon in Petermann’s Mitth.Montero—D. Cláudio Montero y Gay. Conferencias sobre las Islas Filipinas (in den Bol. d. l. soc. geogr. de Madrid).*Morga—Dr. Ant. Morga. Sucesos de las Islas Filipinas. Méjico 1609.Morga-Stanley—The Philippine Islands, Moluccas, Siam, Cambodia, Japan and China at the Close of the sixteenth Century by Antonio de Morga. Translated from theSpanishby the Hon. Henry E. J. Stanley. London 1868.Mozo—Fray Antonio Mozo. Missiones de Philippinas de la Orden de nuestro Padre San Agustin. Madrid 1763.Mundt-Lauff—Dr. Mundt-Lauff. Die Negritos der Philippinen (in den Bremer Geogr. Blättern).Mundt-Lauff. Natur—Die schwarze Urbevölkerung des Philippinen- und Moluccen-Archipels &c. in der „Natur”.Murillo—P. Pedro Murillo Velarde. Historia de la provincia de Philipinas de la Compañia de Jesus. Manila 1749.Novara-Reise—siehe Scherzer.Novara-Reise, ethnogr. Theil—Novara-Reise, ethnogr. Theil. Wien 1868.Oriente—La Ilustracion del Oriente.Pazos—D. Pio A. de Pazos y Vela-Hidalgo. Joló. Burgos. 1879.Petermann—Petermann’s Mitth.*Santos—Informe sobre las minas de cobre. Manila 1862.Schadenberg—Dr. Alex. Schadenberg. Über die Negritos der Philippinen (Zeitschr. f. Ethn.).Scheidnagel—Manuel Scheidnagel. Las Colonias españolas de Asia, Islas Filipinas. Madrid 1880.Semper, Erdk.—Semper’s Aufsätze über die Irayas und Igorroten in der Berl. Zeitschr. f. allgem. Erdkunde.Semper, Palau—Dr. C. Semper. Die Palau-Inseln im Stillen Ocean. Leipzig 1873.Semper, Skizzen—Prof. Dr. C. Semper. Die Philippinen und ihre Bewohner. Sechs Skizzen. Würzburg 1869.*Serrano—Valentin Gonzales Serrano. Compendio de la historia de Filipinas. Manila 1875.Sprengel, Gesch.—M. C. Sprengel. Geschichte und Beschreibung der Philippinischen Inseln. (In den Beiträgen zur Länder- und Völkerkunde, 1782.)Sprengel, Mind.—M. 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Argensola—Bartolomé Leonardo de Argensola. Conquista de las Islas Malucas. Madrid 1609.

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*Hunt—Ein Artikel Hunt’s über den Zustand Sulu’s im Jahre 1815, citirt von Sinibaldo Mas in seinem Informe &c.

Ilustracion—La Ilustracion filipina.

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*Journal—Asiatic Journal. London 1829–1835.

Koner—W. Koner. Der Sulu-Archipel (in der Zeitschr. der Ges. f. Erdk. zu Berlin).

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Mallat—Mallat. Les Philippines. Paris 1846.

Mas hist.od.dom.od.pobl.Die entsprechenden Abschnitte in dem von Don Sinibaldo Mas anonym herausgegebenen: Informe sobre el estado de las Islas Filipinas en 1842. Madrid 1843.

Meyer, Negritos—Dr. A. B. Meyer. Über die Negritos oder Aëtas der Philippinen. Dresden 1878. Überdiess von demselben Autor: die Aufsätze über Negritos in der Zeitschr. f. Ethn., Bd. V, S. 90 f.; B. VI, S. 225 f.; Bd. VII, S. 47 f., und in Petermann’s Mittheilungen 1871, S. 17 f.

Miklucho-Maclay.—Die Papuas der Insel Luzon in Petermann’s Mitth.

Montero—D. Cláudio Montero y Gay. Conferencias sobre las Islas Filipinas (in den Bol. d. l. soc. geogr. de Madrid).

*Morga—Dr. Ant. Morga. Sucesos de las Islas Filipinas. Méjico 1609.

Morga-Stanley—The Philippine Islands, Moluccas, Siam, Cambodia, Japan and China at the Close of the sixteenth Century by Antonio de Morga. Translated from theSpanishby the Hon. Henry E. J. Stanley. London 1868.

Mozo—Fray Antonio Mozo. Missiones de Philippinas de la Orden de nuestro Padre San Agustin. Madrid 1763.

Mundt-Lauff—Dr. Mundt-Lauff. Die Negritos der Philippinen (in den Bremer Geogr. Blättern).

Mundt-Lauff. Natur—Die schwarze Urbevölkerung des Philippinen- und Moluccen-Archipels &c. in der „Natur”.

Murillo—P. Pedro Murillo Velarde. Historia de la provincia de Philipinas de la Compañia de Jesus. Manila 1749.

Novara-Reise—siehe Scherzer.

Novara-Reise, ethnogr. Theil—Novara-Reise, ethnogr. Theil. Wien 1868.

Oriente—La Ilustracion del Oriente.

Pazos—D. Pio A. de Pazos y Vela-Hidalgo. Joló. Burgos. 1879.

Petermann—Petermann’s Mitth.

*Santos—Informe sobre las minas de cobre. Manila 1862.

Schadenberg—Dr. Alex. Schadenberg. Über die Negritos der Philippinen (Zeitschr. f. Ethn.).

Scheidnagel—Manuel Scheidnagel. Las Colonias españolas de Asia, Islas Filipinas. Madrid 1880.

Semper, Erdk.—Semper’s Aufsätze über die Irayas und Igorroten in der Berl. Zeitschr. f. allgem. Erdkunde.

Semper, Palau—Dr. C. Semper. Die Palau-Inseln im Stillen Ocean. Leipzig 1873.

Semper, Skizzen—Prof. Dr. C. Semper. Die Philippinen und ihre Bewohner. Sechs Skizzen. Würzburg 1869.

*Serrano—Valentin Gonzales Serrano. Compendio de la historia de Filipinas. Manila 1875.

Sprengel, Gesch.—M. C. Sprengel. Geschichte und Beschreibung der Philippinischen Inseln. (In den Beiträgen zur Länder- und Völkerkunde, 1782.)

Sprengel, Mind.—M. C. Sprengel. Nachrichten von Magindanao. (In denselben „Beiträge &c.”.)

St. Croix—Renouard de St. Croix. Reise nach Ostindien, den Philippinischen Inseln und China. Berlin 1811.

Tanner—P. Math. Tanner. Die Gesellschaft Jesu bis zur Vergiessung ihres Blutes wider den Götzendienst, Unglauben und Laster. Prag 1683.

*Thevenot—M. Thevenot. Relation de divers voyages curieux, qui n’ont point estée publiées, &c. Paris 1663–72.

Vila—Francisco Vila. Filipinas. Madrid 1880.

Virchow—R. Virchow über Negrito-Schädel und Skelette von Dr. Meyer. Corr. Blatt. d. Ges. f. Anthropol.

Waitz—Dr. Th. Waitz. Anthropologie der Naturvölker. Leipzig 1865.

Zuñiga—Martinez de Zuñiga. Historia de Philipinas. Sampaloc 1803.

* Die mit einem Sternchen versehenen Werke habe ich nur aus zweiter Hand benutzt.

Druck der Engelhard-Reyher’schen Hofbuchdruckerei in Gotha.

Druck der Engelhard-Reyher’schen Hofbuchdruckerei in Gotha.

Druck der Engelhard-Reyher’schen Hofbuchdruckerei in Gotha.

KolophonKorrekturenDie folgenden Korrekturen sind am Text angewendet worden:SeiteQuelleKorrektur2PilippinenPhilippinen3bei Angatbeim Monte Angal5ihre reigenenihrer eigenen6tagalische GottheitIgorroten-Gottheit6Dumat-NegritosDumagat-Negritos9BuzelaBuzeta12,53[Nicht in der Quelle]”13,.15aufgehobenausgehoben17,30,30,69[Nicht in der Quelle].19[Nicht in der Quelle],22AnchauungenAnschauungen23rettunglosrettungslos25..26.,28”??”29Asite asAsiteras31SchurfgebietSchürfgebiet36nordöstlichsüdöstlich41ProgrammspunktProgrammpunkt44IsarogIsaróg48CalamianenCoyuvos48westlichenöstlichen49in der Nähe Butuans, von dort bis an die Ostküste Mindanao’szwischen Surigao und der Laguna Maïnit, ferner nordwestlich von Llangan50[Nicht in der Quelle]Tagacaolos wohnen auch als Nachbarn der Mandayas nördlich von der Balete-Bai.50ebenso in den (südlichen) Districten der Provinz Surigao (Cavada II, 206)am Oberlaufe des Rio Agusan und des Rio Sahug, ebenso trifft man Mandayas in dem Hinterlande der Küstenorte Caraga, Santa Maria und Zatagoza (Dr. Montano y Rey).69CrawfurCrawfurd69spanishSpanish

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