The Project Gutenberg eBook ofVersuch einer Ethnographie der PhilippinenThis ebook is for the use of anyone anywhere in the United States and most other parts of the world at no cost and with almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included with this ebook or online atwww.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you will have to check the laws of the country where you are located before using this eBook.Title: Versuch einer Ethnographie der PhilippinenAuthor: Ferdinand BlumentrittRelease date: September 26, 2012 [eBook #40867]Most recently updated: October 23, 2024Language: GermanCredits: Produced by Jeroen Hellingman and the Online DistributedProofreading Team at http://www.pgdp.net/ for ProjectGutenberg (This book was produced from scanned images ofpublic domain material from the Google Print project.)*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK VERSUCH EINER ETHNOGRAPHIE DER PHILIPPINEN ***
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Title: Versuch einer Ethnographie der PhilippinenAuthor: Ferdinand BlumentrittRelease date: September 26, 2012 [eBook #40867]Most recently updated: October 23, 2024Language: GermanCredits: Produced by Jeroen Hellingman and the Online DistributedProofreading Team at http://www.pgdp.net/ for ProjectGutenberg (This book was produced from scanned images ofpublic domain material from the Google Print project.)
Title: Versuch einer Ethnographie der Philippinen
Author: Ferdinand Blumentritt
Author: Ferdinand Blumentritt
Release date: September 26, 2012 [eBook #40867]Most recently updated: October 23, 2024
Language: German
Credits: Produced by Jeroen Hellingman and the Online DistributedProofreading Team at http://www.pgdp.net/ for ProjectGutenberg (This book was produced from scanned images ofpublic domain material from the Google Print project.)
*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK VERSUCH EINER ETHNOGRAPHIE DER PHILIPPINEN ***
Versuch einer Ethnographie der PhilippinenvonProf. Ferd. Blumentritt.Nebst einem Anhange:Die maritimen Entdeckungen der Spanier im Archipel der Philippinen.Mit einer Karte der Philippinen.(Ergänzungsheft No. 67 zu „Petermann’s Mittheilungen”.)Gotha: Justus Perthes.1882.Inhalt.SeiteEinleitung1I.Negritos3II.Malaien91.Tagalen92.Pampangos203.Zambalen (Zambales)204.Pangasinanen (Pangasinanes)215.Ilocanen (Ilocanos)226.Ibanags oder Cagayanen (Cagayanes)237.Igorroten (Igorrotes) mit Buriks und Busaos248.Altasanen (Altasanes) und Ilamuts329.Bujuanos3210.Panuipuyes3211.Isinays3212.Abacas3213.Italonen (Italones)3214.Ibilaos3315.Ilongoten (Ilongotes)3316.Mayoyaos nebst Quianganen, Pungianen und Silipanen3317.Ifugaos3418.Gaddanen (Gaddanes)3419.Itetapanen (Itetapanes)3520.Guinanen (Guinanes)3521.Calauas oder Itaves3522.Gamunangen und Bayabonanen3623.Dadayags3624.Nabayuganen (Nabayuganes)3625.Aripas3626.Calingas3627.Tinguianen (Tinguianes)3628.Adangs3829.Apayaos3930.Catalanganen3931.Irayas4132.Catubanganen (Catubanganes)4233.Vicols4234.Manguianen (Manguianes)4535.Mundos4536.Carolanen (Carolanos)4637.Visayer (Visayas)4638.Manobos4839.Mamanuas4940.Tagbalays4941.Bagobos5042.Guiangas5043.Vilanen (Vilanes)5044.Tagacaolos5045.Sanguils5046.Mandayas5047.Subanos5048.Manguangas5149.Sameacas5150.Guimbas5151.Die Piratenstämme von Mindanao und Sulu51III.Chinesen, chinesische Mestizen und Japanen551.Chinesen552.Chinesische Mestizen573.Japanen58IV.Weisse und andere Bevölkerungsbestandtheile581.Weisse und deren Mischlinge582.Sonstige Bevölkerungsbestandtheile59Anhang. Die maritimen Entdeckungen der Spanier im Archipel der Philippinen59Alphabetisches Register der Citat-Abkürzungen69Karten:Die Karten sind nicht im verfügbare Kopie vorhanden.Tafel: Karte der Philippinen zur Darstellung der Ethnographischen Verhältnisse, der administrativen Eintheilung und der gegenwärtigen geographischen Kenntniss. Maassstab 1:3 000 000.Nebenkarte: Skizze zur Entdeckungsgeschichte derPhilippinen. Maassstab 1:10 000 000.Druckfehler und Berichtigungen.Die Druckfehler sind im Text korrigiert worden.Seite3,Spalte2,Zeile4 v. u.liesbeim Monte Angalstattbei Angat.Seite6,Spalte2,Zeile10 v. u.liesIgorroten-Gottheitstatttagalische Gottheit.Seite6,Spalte2,Zeile1 v. u.liesDumagat-NegritosstattDumat-Negritos.Seite9,Spalte2,Zeile21 v. u.liesBuzetastattBuzela.Seite36,Spalte1,Zeile7 v. o.liessüdöstlichstattnordöstlich.Seite48,Spalte1,Zeile10 v. u.liesCoyuvosstattCalamianen.Seite48,Spalte2,Zeile11 v. u.liesöstlichenstattwestlichen.Seite49,Spalte2, unter 39. Mamanuas ist der Satz: „Ihre Wohnsitze sind &c. bis suchen” folgendermaassen umzuändern: „Ihre Wohnsitze sind zwischen Surigao und der Laguna Maïnit, ferner nordwestlich von Llangan zu suchen”.Seite50,Spalte1, ist in dem Artikel 44. Tagacaolos nach dem ersten Satz, der mit dem Worte Apo schliesst, noch folgender Satz einzuschalten: Tagacaolos wohnen auch als Nachbarn der Mandayas nördlich von der Balete-Bai.Seite50,Spalte2, ist unter dem Artikel 46. Mandayas der erste Satz wie folgt umzuändern: Die Mandayas wohnen am Rio Hijo, der in die Bucht von Davao mündet (Cavada II, 222), am Oberlaufe des Rio Agusan und des Rio Sahug, ebenso trifft man Mandayas in dem Hinterlande der Küstenorte Caraga, Santa Maria und Zatagoza (Dr. Montano y Rey).Den HerrenDr. A. B. Meyer und Dr. F. Jagorhochachtungsvoll gewidmetvomVerfasser.Einleitung.Die Urbevölkerung der Philippinen bilden die Negritos, welche jetzt nur noch in geringer Individuenzahl über den ganzen Archipel zerstreut sind. Die einwandernden Malaien verjagten die ehemaligen Herren in die unzugänglichen Bergwildnisse der Binnenlandschaften, nur der nördlichste Strich der Ostküste Luzons blieb von der malaiischen Invasion verschont, dort blieben die Negritos im Besitze der Meeresgestade. Die ersten eindringenden Malaien besetzten die Küsten und vermischten sich mit den Negritos zum Theile, indem sie die Weiber der von ihnen Besiegten und Erschlagenen in ihre Hütten aufnahmen. Wenn wir Luzon in Betracht ziehen — über die anderen Inseln liegt zu dürftiges Material vor —, so können als die Nachkommen der ersten malaiischen Einwanderer jene Stämme gelten, welche heute im Innern der grossen Insel wohnen, einst aber die Bewohner der Küsten waren, während die von ihnen gegenwärtig besiedelten Landstriche von Negritos noch eingenommen wurden. Von den meisten dieser Stämme wird oder wurde die Kopfjägerei geübt, wie von den Igorroten, Apayos, Zambalen, Abacas, Isinays, Italonen, Ibilaos, Ilongoten, Ifugaos, Mayoyaos, Guinanen und Calingas, diess ist constatirt; dieselbe Sitte scheint auch bei den Adangs, Gaddanen, Itetapanen, Aripas, Dadayags &c. ausgeübt zu werden oder wurde es in vergangener Zeit, nur von den Bergstämmen der Tinguianen, Catalanganen und Irayas wissen wir bestimmt, dass siekeineKopfjäger sind. Auch in ihren sonstigen Sitten haben diese Kopfjägerstämme viele Anklänge an die Dayaks von Borneo aufzuweisen. Für Mindanao nennen wir als Repräsentanten dieser Kopfjäger den Bergstamm der Manobos. Dass diese Stämme in einer Zeit eingewandert sein müssen, wo die Negritos viel zahlreicher waren als heute, darauf weist der Habitus so mancher derselben hin, in welchem sich eine sehr starke Dosis von Negritoblut deutlich offenbart, obwohl manche dieser Stämme in Gegenden wohnen, wo heute kein Negrito mehr existirt oder doch in so geringer Individuenzahl, dass eine Beimischung in moderner Zeit nicht im Stande gewesen wäre, den Typus des gesammten Stammes wesentlich und dauernd zu differiren. Diese Bergstämme wären also die Repräsentanten der ersten Periode der Malaieninvasion, und man würde nicht fehlgehen, wenn man die im Centrum Nord-Luzons wohnenden Völker als die Nachkommen der ersten Einwanderer betrachtete, so dass die heute in den Provinzen Nueva Vizcaya, Bontok und Isabela sesshaften Stämme zu denselben gerechnet werden müssten. Die Igorroten, Tinguianen, Apayos &c. sind demnach in einem späteren Zeitabschnitt auf Luzon angelangt, der aber noch in die erste Periode der malaiischen Invasion fällt. In diese zweite Hälfte der ersten Periode wäre jene Beimischung von chinesischem und japanesischem Blute zu verlegen, welche nach Semper u. A. die Igorroten, Tinguianen und Catalanganen in ihren Gesichtszügen documentiren. Später kann sie nämlich nicht erfolgt sein, da dann diese Stämme durch andere Malaien — mit Ausnahme der Zambalen — vom Meere getrennt wurden, und diese letzteren zwar mit Chinesen und Japanesen in Handelsbeziehungen traten, aber diese Berührung wurde durch eine geringe Individuenzahl jener beiden Mongolenstämme vermittelt, so dass sie nicht im Stande war, den Rassentypus zu verändern oder zu differiren.Dann kam die zweite Periode der malaiischen Invasion, welche jene Stämme nach den Philippinen brachte, welche bei der Ankunft der Spanier bereits im Besitze beinahe aller Küstenstriche des Archipels waren und einen etwas höheren Grad der Civilisation und mildere Sitten aufzuweisen hatten, als die Malaien der ersten Invasionsperiode. Diese Einwanderer (Tagalen, Pampangos, Visayer, Vicols, Ilocanen, Pangasinanen und Cagayanen) unterwarfen sich wie gesagt die Küstenstriche und zwangen die früheren Bewohner derselben sich in die Binnenlandschaften zurückzuziehen, wo sie noch heute wohnen. Es ist natürlich, dass die neuen Einwanderer sich auch in ähnlicher Weise mit zurückgebliebenen Malaien der ersten Invasionsperiode vermengten, wie es letztere mit den Negritos gethan. Diesem Umstande ist die Ähnlichkeit zuzuschreiben, welche in vielen Beziehungen hauptsächlich in der Religion1, ein gemeinsames Band um alle Malaien dieses Archipels schlingt. Je weiter wir nach dem Norden Luzons vorwärtsschreiten, desto mehr sehen wir die Küstenmalaien in Sitten und Bräuchen sich mehr denjenigen der Binnenlandstämme zuneigen, ein Beweis, dass die Zahl der Einwanderer der zweiten Periode nach dem Norden zu immer geringer wurde, diese daher nicht im Stande waren, die dort sesshaften Stämme vollständig zu vertreiben, sondern die friedlicheren Glieder derselben zahlreich als Heloten aufzunehmen und sich mit ihnen zu einem Volke allmählich zu verschmelzen, in welchem viele Züge des Volkslebens der früher eingewanderten Stämme sich erhielten. Dieser Vorgang ist auch ganz natürlich, denn da die Invasion von Süden her erfolgte, so nahm nach den nördlichen Breiten zu auch ihre Expansivkraft und Individuenzahl ab; hatte ja doch auch die Invasion der ersten Periode ihre Kraft bereits verbraucht, als sie das rechte Ufer des Rio grande de Cagayán überschritten hatte; die Küste von Casiguran-Paranan bis zum Cap Engaño blieb auch nach der zweiten Invasion im unbestrittenen Besitze der ursprünglichen Herren des Archipels, der Negritos! Daher auch die Erscheinung, dass im Süden der Philippinen, in dem Visayer-Archipel auf vielen Inseln die Nachkommen der Einwanderer der ersten Periode ganz in dem Stamm der neuen Ankömmlinge, der Visayer, aufgingen oder vernichtet wurden, welcher Vorgang auch bei den Vicols, vielleicht auch den Tagalen und Pampangos, Statt gefunden hat. Nur auf den grösseren Inseln — Mindoro (?) und Mindanao (hier unzweifelhaft) — gelang es, den erst Eingewanderten sich unabhängig zu erhalten. Auf Mindanao scheinen mir die Subanos und Caragas solche Mischlinge zu sein, bei ersteren prävaliren die Elemente der ersten, bei den letzteren jene der zweiten Invasionsperiode. Deshalb auch fanden die Spanier beijenen(nicht allen) Visayern und Vicols, welche die ersten Einwanderer nicht zu vertilgen oder zu verjagen vermocht und daher sich mit diesen vielfach gekreuzt hatten, vielfache Überbleibselin Tracht und Sitten vor, welche an die Bergstämme erinnerten, z. B. die auf Cebú Und Panay, wie auf den Catanduanes übliche Sitte des Tätowirens, während die Visayer jener Inseln, auf welchen die ersteingewanderten Malaien in die Binnenlandschaften gedrängt (wie auf Mindoro) oder vertilgt worden waren (wie auf Leyte, Sámar und Bóhol) diese Sitte nicht übten. Der spanische Katholicismus bringt jetzt eine bedeutende Änderung dieser Verhältnisse hervor, die verschiedenen Malaienstämme des Archipels verschmelzen langsam aber sicher zu einem einzigen Stamme2.Eine dritte malaiische Invasion wurde durch die Ankunft der Spanier unterbrochen und theilweise auch verhindert. Zu Anfang des XVI., vielleicht auch schon in der zweiten Hälfte des XV. Jahrhunderts begannen die Malaien des Reiches Brunai oder Borneo nach den westlichen Visayern sich zu wenden. Es war diess zugleich, wenigstens in der Zeit von 1521–1565, eine religiöse Conquista, denn die „Mauren3von Burney” verbreiteten auch den Islam unter den Indiern der Philippinen. Die Insel Palawan selbst wurde ein Bestandtheil des Reiches Burney oder Brunai (Borneo), während solche Einwanderer an der Bai von Manila und in den heutigen Provinzen Batangas und Tayabas sich neue Reiche gründeten. Camarínes, Mindoro, Panay, Negros, Cebú und die übrigen Visayer wurden vorläufig nur von Borneo-Kauffahrernbesucht. Gleichzeitig mit diesem Zuge von Borneo her, fand eine andere Immigration von den Molukken her Statt, welche sich auf Mindanao und den Sulu-Archipel erstreckte. Bei Palawan stiessen diese beiden Einwanderungsströme zusammen. Das Erscheinen der Spanier machte dieser dritten malaiischen und islamitischen Einwanderung ein Ende; auf Luzon und in den Visayern wurde der eben erst eingedrungene Islam durch das Christenthum unblutig verdrängt und so mussten die Einwanderer der dritten Periode sich mit dem Besitze von Süd-Palawan, den Sulu-Inseln und dem grösseren Theile der Mindanao-Küste begnügen. Es war ein grosses Glück für die Bewohner der Philippinen, dass die Spanier noch rechtzeitig genug kamen, ehe der Islam festen Fuss gefasst hatte, sonst wären sie für die europäisch-christliche Civilisation verloren.Auf Sulu scheinen noch andere Malaienstämme eingewandert zu sein: Malaien von Johore und Javanen im Mittelalter, doch bin ich nicht in der Lage gewesen, darüber Studien zu machen, da mir die nöthige Kenntniss des Holländischen vorläufig noch abgeht. Mangkassaren dienten zwar zahlreich in den Kriegen der Sulus gegen die Spanier von 1599–1646 als Söldner in den Heeren dieser Piraten, und haben gewiss auch im Lande Nachkommen hinterlassen, doch fällt diese Blutmengung hier nicht sehr in Betracht. Auch die Ansiedlungen katholischer Ternataner in Marigondon an der Bai von Manila, welche auf Betrieb der Jesuiten, bei der 1661 erfolgten Räumung Ternates durch die Spanier, entstand, ist zu unbedeutend, als dass sie irgend einen Einfluss auf die Tagalen hätte ausüben können.Nächst den Malaien verdienen die meiste Beachtung die Chinesen, welche besonders im Norden von Luzon sich stark mit den Malaien, insbesondere den Bergstämmen vermengt haben sollen, ob zwar manche und triftige Gründe dagegensprechen, dass vor der Ankunft der Spanier die Chinesen besonders zahlreich gewesen wären; im Gegentheile erst die Ankunft der edlen Castilianer lockte sie in grösseren Mengen nach den Philippinen, der Acapulco-Handel, der so viele chinesische Waaren mit dem in China so hochgeschätzten amerikanischen Silber baar bezahlte, war es, der die Chineseneinwanderung nach unserem Archipel lenkte. Die Spanier fanden bei ihrer Ankunft nirgends Chinesenansiedlungen vor, sondern nur einzelne chinesische Kauffahrer. Die Chinesen haben seit ihrer Niederlassung im Lande durch Erzeugung einer Mischlingsrasse, der Mestizos de Sangley, einen neuen Bevölkerungsbestandtheil den Philippinen zugebracht, der durch seine Intelligenz berufen ist, einst eine grosse Rolle zu spielen.Die Japanesen traten in ähnlicher Weise wie die Chinesen in dem Archipel auf; seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts aber, wo die letzten derselben Manila verliessen, kamen keine mehr nach den Philippinen.In den ersten Zeiten der Conquista wurden auch Neger- und Kaffer-Sclaven von portugiesischen Händlern eingeführt; die aber noch unter Philipp II. erfolgte Aufhebung der Sclaverei auf den Philippinen machte diesem Handel zum Glücke ein rasches Ende und ersparte den Indiern die Verseuchung durch Negerblut. Von diesen Schwarzen ist keine Spur mehr vorhanden.Von „kaukasischen” Völkern kommen zunächst die Spanier in Betracht, welche mit den Eingeborenen sich vermengten und so die Kaste der Mestizos españoles schufen. Portugiesen wanderten besonders im XVI. und Anfangs des XVII. Jahrhunderts ein, von ihnen haben sich keine Spuren mehr erhalten, sie gingen in die Spanier auf. Andere europäische Nationen kommen gar nicht in Betracht. Unbedeutend war auch die im XVII. und XVIII. Jahrhundert dann und wann Statt findende Einwanderung von Armeniern4, Klings und anderen Stämmen Südindiens, diese Einwanderung beschränkte sich übrigens nur auf Manila. Die wenigen Araber, welche als Proselytenmacher und Kaufleute nach Mindanao und Sulu kamen, waren auch nur Tropfen im Meere.Die Linientruppen, welche die Spanier im XVII. und XVIII. Jahrhundert in Manila und Zamboanga unterhielten, bestanden der Hauptmasse nach aus mejicanischen, zum Theile auch peruanischen Indianern und Mestizen, welche alle mit Tagalinnen sich verheiratheten. Für Manila bedeutet diese Blutmischung bei der geringen Anzahl der Truppen und der starken Bevölkerung so viel wie Nichts, für Zamboanga aber, welches früher eine nur unbedeutende Bevölkerung und eine verhältnissmässig starke Garnison besass, fällt diese Blutmischung stärker in die Wagschale.1Ich werde demnächst eine übersichtliche Darstellung der Religion der philippinischen Malaien veröffentlichen.2Vorläufig zu dreien: dem Ilocanischen im nördlichen, dem Tagalischen im mittleren und südlichen Luzon, dem Visaya-Stamm im Visayer-Archipel und Mindanao. Dem Tagalischen Stamme winkt der sichere Sieg über die beiden anderen.3Die Spanier theilen die Malaien der Philippinen ein in „Indios”, d. s. Christen, Infieles oder Igorrotes (auch Cimarrones, Montescos, Montaraces), d. s. Heiden und Moros, d. s. Mohammedaner.4Sind nicht unter diesen „Armenios” richtig Parsis zu verstehen?
Versuch einer Ethnographie der PhilippinenvonProf. Ferd. Blumentritt.Nebst einem Anhange:Die maritimen Entdeckungen der Spanier im Archipel der Philippinen.Mit einer Karte der Philippinen.(Ergänzungsheft No. 67 zu „Petermann’s Mittheilungen”.)Gotha: Justus Perthes.1882.
Versuch einer Ethnographie der Philippinen
Versuch einer Ethnographie der Philippinen
vonProf. Ferd. Blumentritt.
Nebst einem Anhange:Die maritimen Entdeckungen der Spanier im Archipel der Philippinen.Mit einer Karte der Philippinen.(Ergänzungsheft No. 67 zu „Petermann’s Mittheilungen”.)Gotha: Justus Perthes.1882.
Inhalt.SeiteEinleitung1I.Negritos3II.Malaien91.Tagalen92.Pampangos203.Zambalen (Zambales)204.Pangasinanen (Pangasinanes)215.Ilocanen (Ilocanos)226.Ibanags oder Cagayanen (Cagayanes)237.Igorroten (Igorrotes) mit Buriks und Busaos248.Altasanen (Altasanes) und Ilamuts329.Bujuanos3210.Panuipuyes3211.Isinays3212.Abacas3213.Italonen (Italones)3214.Ibilaos3315.Ilongoten (Ilongotes)3316.Mayoyaos nebst Quianganen, Pungianen und Silipanen3317.Ifugaos3418.Gaddanen (Gaddanes)3419.Itetapanen (Itetapanes)3520.Guinanen (Guinanes)3521.Calauas oder Itaves3522.Gamunangen und Bayabonanen3623.Dadayags3624.Nabayuganen (Nabayuganes)3625.Aripas3626.Calingas3627.Tinguianen (Tinguianes)3628.Adangs3829.Apayaos3930.Catalanganen3931.Irayas4132.Catubanganen (Catubanganes)4233.Vicols4234.Manguianen (Manguianes)4535.Mundos4536.Carolanen (Carolanos)4637.Visayer (Visayas)4638.Manobos4839.Mamanuas4940.Tagbalays4941.Bagobos5042.Guiangas5043.Vilanen (Vilanes)5044.Tagacaolos5045.Sanguils5046.Mandayas5047.Subanos5048.Manguangas5149.Sameacas5150.Guimbas5151.Die Piratenstämme von Mindanao und Sulu51III.Chinesen, chinesische Mestizen und Japanen551.Chinesen552.Chinesische Mestizen573.Japanen58IV.Weisse und andere Bevölkerungsbestandtheile581.Weisse und deren Mischlinge582.Sonstige Bevölkerungsbestandtheile59Anhang. Die maritimen Entdeckungen der Spanier im Archipel der Philippinen59Alphabetisches Register der Citat-Abkürzungen69Karten:Die Karten sind nicht im verfügbare Kopie vorhanden.Tafel: Karte der Philippinen zur Darstellung der Ethnographischen Verhältnisse, der administrativen Eintheilung und der gegenwärtigen geographischen Kenntniss. Maassstab 1:3 000 000.Nebenkarte: Skizze zur Entdeckungsgeschichte derPhilippinen. Maassstab 1:10 000 000.
Inhalt.SeiteEinleitung1I.Negritos3II.Malaien91.Tagalen92.Pampangos203.Zambalen (Zambales)204.Pangasinanen (Pangasinanes)215.Ilocanen (Ilocanos)226.Ibanags oder Cagayanen (Cagayanes)237.Igorroten (Igorrotes) mit Buriks und Busaos248.Altasanen (Altasanes) und Ilamuts329.Bujuanos3210.Panuipuyes3211.Isinays3212.Abacas3213.Italonen (Italones)3214.Ibilaos3315.Ilongoten (Ilongotes)3316.Mayoyaos nebst Quianganen, Pungianen und Silipanen3317.Ifugaos3418.Gaddanen (Gaddanes)3419.Itetapanen (Itetapanes)3520.Guinanen (Guinanes)3521.Calauas oder Itaves3522.Gamunangen und Bayabonanen3623.Dadayags3624.Nabayuganen (Nabayuganes)3625.Aripas3626.Calingas3627.Tinguianen (Tinguianes)3628.Adangs3829.Apayaos3930.Catalanganen3931.Irayas4132.Catubanganen (Catubanganes)4233.Vicols4234.Manguianen (Manguianes)4535.Mundos4536.Carolanen (Carolanos)4637.Visayer (Visayas)4638.Manobos4839.Mamanuas4940.Tagbalays4941.Bagobos5042.Guiangas5043.Vilanen (Vilanes)5044.Tagacaolos5045.Sanguils5046.Mandayas5047.Subanos5048.Manguangas5149.Sameacas5150.Guimbas5151.Die Piratenstämme von Mindanao und Sulu51III.Chinesen, chinesische Mestizen und Japanen551.Chinesen552.Chinesische Mestizen573.Japanen58IV.Weisse und andere Bevölkerungsbestandtheile581.Weisse und deren Mischlinge582.Sonstige Bevölkerungsbestandtheile59Anhang. Die maritimen Entdeckungen der Spanier im Archipel der Philippinen59Alphabetisches Register der Citat-Abkürzungen69Karten:Die Karten sind nicht im verfügbare Kopie vorhanden.Tafel: Karte der Philippinen zur Darstellung der Ethnographischen Verhältnisse, der administrativen Eintheilung und der gegenwärtigen geographischen Kenntniss. Maassstab 1:3 000 000.Nebenkarte: Skizze zur Entdeckungsgeschichte derPhilippinen. Maassstab 1:10 000 000.
Karten:Die Karten sind nicht im verfügbare Kopie vorhanden.Tafel: Karte der Philippinen zur Darstellung der Ethnographischen Verhältnisse, der administrativen Eintheilung und der gegenwärtigen geographischen Kenntniss. Maassstab 1:3 000 000.Nebenkarte: Skizze zur Entdeckungsgeschichte derPhilippinen. Maassstab 1:10 000 000.
Karten:
Die Karten sind nicht im verfügbare Kopie vorhanden.Tafel: Karte der Philippinen zur Darstellung der Ethnographischen Verhältnisse, der administrativen Eintheilung und der gegenwärtigen geographischen Kenntniss. Maassstab 1:3 000 000.Nebenkarte: Skizze zur Entdeckungsgeschichte derPhilippinen. Maassstab 1:10 000 000.
Die Karten sind nicht im verfügbare Kopie vorhanden.
Tafel: Karte der Philippinen zur Darstellung der Ethnographischen Verhältnisse, der administrativen Eintheilung und der gegenwärtigen geographischen Kenntniss. Maassstab 1:3 000 000.
Nebenkarte: Skizze zur Entdeckungsgeschichte derPhilippinen. Maassstab 1:10 000 000.
Druckfehler und Berichtigungen.Die Druckfehler sind im Text korrigiert worden.Seite3,Spalte2,Zeile4 v. u.liesbeim Monte Angalstattbei Angat.Seite6,Spalte2,Zeile10 v. u.liesIgorroten-Gottheitstatttagalische Gottheit.Seite6,Spalte2,Zeile1 v. u.liesDumagat-NegritosstattDumat-Negritos.Seite9,Spalte2,Zeile21 v. u.liesBuzetastattBuzela.Seite36,Spalte1,Zeile7 v. o.liessüdöstlichstattnordöstlich.Seite48,Spalte1,Zeile10 v. u.liesCoyuvosstattCalamianen.Seite48,Spalte2,Zeile11 v. u.liesöstlichenstattwestlichen.Seite49,Spalte2, unter 39. Mamanuas ist der Satz: „Ihre Wohnsitze sind &c. bis suchen” folgendermaassen umzuändern: „Ihre Wohnsitze sind zwischen Surigao und der Laguna Maïnit, ferner nordwestlich von Llangan zu suchen”.Seite50,Spalte1, ist in dem Artikel 44. Tagacaolos nach dem ersten Satz, der mit dem Worte Apo schliesst, noch folgender Satz einzuschalten: Tagacaolos wohnen auch als Nachbarn der Mandayas nördlich von der Balete-Bai.Seite50,Spalte2, ist unter dem Artikel 46. Mandayas der erste Satz wie folgt umzuändern: Die Mandayas wohnen am Rio Hijo, der in die Bucht von Davao mündet (Cavada II, 222), am Oberlaufe des Rio Agusan und des Rio Sahug, ebenso trifft man Mandayas in dem Hinterlande der Küstenorte Caraga, Santa Maria und Zatagoza (Dr. Montano y Rey).
Druckfehler und Berichtigungen.
Die Druckfehler sind im Text korrigiert worden.Seite3,Spalte2,Zeile4 v. u.liesbeim Monte Angalstattbei Angat.Seite6,Spalte2,Zeile10 v. u.liesIgorroten-Gottheitstatttagalische Gottheit.Seite6,Spalte2,Zeile1 v. u.liesDumagat-NegritosstattDumat-Negritos.Seite9,Spalte2,Zeile21 v. u.liesBuzetastattBuzela.Seite36,Spalte1,Zeile7 v. o.liessüdöstlichstattnordöstlich.Seite48,Spalte1,Zeile10 v. u.liesCoyuvosstattCalamianen.Seite48,Spalte2,Zeile11 v. u.liesöstlichenstattwestlichen.Seite49,Spalte2, unter 39. Mamanuas ist der Satz: „Ihre Wohnsitze sind &c. bis suchen” folgendermaassen umzuändern: „Ihre Wohnsitze sind zwischen Surigao und der Laguna Maïnit, ferner nordwestlich von Llangan zu suchen”.Seite50,Spalte1, ist in dem Artikel 44. Tagacaolos nach dem ersten Satz, der mit dem Worte Apo schliesst, noch folgender Satz einzuschalten: Tagacaolos wohnen auch als Nachbarn der Mandayas nördlich von der Balete-Bai.Seite50,Spalte2, ist unter dem Artikel 46. Mandayas der erste Satz wie folgt umzuändern: Die Mandayas wohnen am Rio Hijo, der in die Bucht von Davao mündet (Cavada II, 222), am Oberlaufe des Rio Agusan und des Rio Sahug, ebenso trifft man Mandayas in dem Hinterlande der Küstenorte Caraga, Santa Maria und Zatagoza (Dr. Montano y Rey).
Die Druckfehler sind im Text korrigiert worden.
Seite3,Spalte2,Zeile4 v. u.liesbeim Monte Angalstattbei Angat.Seite6,Spalte2,Zeile10 v. u.liesIgorroten-Gottheitstatttagalische Gottheit.Seite6,Spalte2,Zeile1 v. u.liesDumagat-NegritosstattDumat-Negritos.Seite9,Spalte2,Zeile21 v. u.liesBuzetastattBuzela.Seite36,Spalte1,Zeile7 v. o.liessüdöstlichstattnordöstlich.Seite48,Spalte1,Zeile10 v. u.liesCoyuvosstattCalamianen.Seite48,Spalte2,Zeile11 v. u.liesöstlichenstattwestlichen.Seite49,Spalte2, unter 39. Mamanuas ist der Satz: „Ihre Wohnsitze sind &c. bis suchen” folgendermaassen umzuändern: „Ihre Wohnsitze sind zwischen Surigao und der Laguna Maïnit, ferner nordwestlich von Llangan zu suchen”.Seite50,Spalte1, ist in dem Artikel 44. Tagacaolos nach dem ersten Satz, der mit dem Worte Apo schliesst, noch folgender Satz einzuschalten: Tagacaolos wohnen auch als Nachbarn der Mandayas nördlich von der Balete-Bai.Seite50,Spalte2, ist unter dem Artikel 46. Mandayas der erste Satz wie folgt umzuändern: Die Mandayas wohnen am Rio Hijo, der in die Bucht von Davao mündet (Cavada II, 222), am Oberlaufe des Rio Agusan und des Rio Sahug, ebenso trifft man Mandayas in dem Hinterlande der Küstenorte Caraga, Santa Maria und Zatagoza (Dr. Montano y Rey).
Den HerrenDr. A. B. Meyer und Dr. F. Jagorhochachtungsvoll gewidmetvomVerfasser.
Den HerrenDr. A. B. Meyer und Dr. F. Jagorhochachtungsvoll gewidmetvomVerfasser.
Den Herren
Dr. A. B. Meyer und Dr. F. Jagor
hochachtungsvoll gewidmetvomVerfasser.
Einleitung.Die Urbevölkerung der Philippinen bilden die Negritos, welche jetzt nur noch in geringer Individuenzahl über den ganzen Archipel zerstreut sind. Die einwandernden Malaien verjagten die ehemaligen Herren in die unzugänglichen Bergwildnisse der Binnenlandschaften, nur der nördlichste Strich der Ostküste Luzons blieb von der malaiischen Invasion verschont, dort blieben die Negritos im Besitze der Meeresgestade. Die ersten eindringenden Malaien besetzten die Küsten und vermischten sich mit den Negritos zum Theile, indem sie die Weiber der von ihnen Besiegten und Erschlagenen in ihre Hütten aufnahmen. Wenn wir Luzon in Betracht ziehen — über die anderen Inseln liegt zu dürftiges Material vor —, so können als die Nachkommen der ersten malaiischen Einwanderer jene Stämme gelten, welche heute im Innern der grossen Insel wohnen, einst aber die Bewohner der Küsten waren, während die von ihnen gegenwärtig besiedelten Landstriche von Negritos noch eingenommen wurden. Von den meisten dieser Stämme wird oder wurde die Kopfjägerei geübt, wie von den Igorroten, Apayos, Zambalen, Abacas, Isinays, Italonen, Ibilaos, Ilongoten, Ifugaos, Mayoyaos, Guinanen und Calingas, diess ist constatirt; dieselbe Sitte scheint auch bei den Adangs, Gaddanen, Itetapanen, Aripas, Dadayags &c. ausgeübt zu werden oder wurde es in vergangener Zeit, nur von den Bergstämmen der Tinguianen, Catalanganen und Irayas wissen wir bestimmt, dass siekeineKopfjäger sind. Auch in ihren sonstigen Sitten haben diese Kopfjägerstämme viele Anklänge an die Dayaks von Borneo aufzuweisen. Für Mindanao nennen wir als Repräsentanten dieser Kopfjäger den Bergstamm der Manobos. Dass diese Stämme in einer Zeit eingewandert sein müssen, wo die Negritos viel zahlreicher waren als heute, darauf weist der Habitus so mancher derselben hin, in welchem sich eine sehr starke Dosis von Negritoblut deutlich offenbart, obwohl manche dieser Stämme in Gegenden wohnen, wo heute kein Negrito mehr existirt oder doch in so geringer Individuenzahl, dass eine Beimischung in moderner Zeit nicht im Stande gewesen wäre, den Typus des gesammten Stammes wesentlich und dauernd zu differiren. Diese Bergstämme wären also die Repräsentanten der ersten Periode der Malaieninvasion, und man würde nicht fehlgehen, wenn man die im Centrum Nord-Luzons wohnenden Völker als die Nachkommen der ersten Einwanderer betrachtete, so dass die heute in den Provinzen Nueva Vizcaya, Bontok und Isabela sesshaften Stämme zu denselben gerechnet werden müssten. Die Igorroten, Tinguianen, Apayos &c. sind demnach in einem späteren Zeitabschnitt auf Luzon angelangt, der aber noch in die erste Periode der malaiischen Invasion fällt. In diese zweite Hälfte der ersten Periode wäre jene Beimischung von chinesischem und japanesischem Blute zu verlegen, welche nach Semper u. A. die Igorroten, Tinguianen und Catalanganen in ihren Gesichtszügen documentiren. Später kann sie nämlich nicht erfolgt sein, da dann diese Stämme durch andere Malaien — mit Ausnahme der Zambalen — vom Meere getrennt wurden, und diese letzteren zwar mit Chinesen und Japanesen in Handelsbeziehungen traten, aber diese Berührung wurde durch eine geringe Individuenzahl jener beiden Mongolenstämme vermittelt, so dass sie nicht im Stande war, den Rassentypus zu verändern oder zu differiren.Dann kam die zweite Periode der malaiischen Invasion, welche jene Stämme nach den Philippinen brachte, welche bei der Ankunft der Spanier bereits im Besitze beinahe aller Küstenstriche des Archipels waren und einen etwas höheren Grad der Civilisation und mildere Sitten aufzuweisen hatten, als die Malaien der ersten Invasionsperiode. Diese Einwanderer (Tagalen, Pampangos, Visayer, Vicols, Ilocanen, Pangasinanen und Cagayanen) unterwarfen sich wie gesagt die Küstenstriche und zwangen die früheren Bewohner derselben sich in die Binnenlandschaften zurückzuziehen, wo sie noch heute wohnen. Es ist natürlich, dass die neuen Einwanderer sich auch in ähnlicher Weise mit zurückgebliebenen Malaien der ersten Invasionsperiode vermengten, wie es letztere mit den Negritos gethan. Diesem Umstande ist die Ähnlichkeit zuzuschreiben, welche in vielen Beziehungen hauptsächlich in der Religion1, ein gemeinsames Band um alle Malaien dieses Archipels schlingt. Je weiter wir nach dem Norden Luzons vorwärtsschreiten, desto mehr sehen wir die Küstenmalaien in Sitten und Bräuchen sich mehr denjenigen der Binnenlandstämme zuneigen, ein Beweis, dass die Zahl der Einwanderer der zweiten Periode nach dem Norden zu immer geringer wurde, diese daher nicht im Stande waren, die dort sesshaften Stämme vollständig zu vertreiben, sondern die friedlicheren Glieder derselben zahlreich als Heloten aufzunehmen und sich mit ihnen zu einem Volke allmählich zu verschmelzen, in welchem viele Züge des Volkslebens der früher eingewanderten Stämme sich erhielten. Dieser Vorgang ist auch ganz natürlich, denn da die Invasion von Süden her erfolgte, so nahm nach den nördlichen Breiten zu auch ihre Expansivkraft und Individuenzahl ab; hatte ja doch auch die Invasion der ersten Periode ihre Kraft bereits verbraucht, als sie das rechte Ufer des Rio grande de Cagayán überschritten hatte; die Küste von Casiguran-Paranan bis zum Cap Engaño blieb auch nach der zweiten Invasion im unbestrittenen Besitze der ursprünglichen Herren des Archipels, der Negritos! Daher auch die Erscheinung, dass im Süden der Philippinen, in dem Visayer-Archipel auf vielen Inseln die Nachkommen der Einwanderer der ersten Periode ganz in dem Stamm der neuen Ankömmlinge, der Visayer, aufgingen oder vernichtet wurden, welcher Vorgang auch bei den Vicols, vielleicht auch den Tagalen und Pampangos, Statt gefunden hat. Nur auf den grösseren Inseln — Mindoro (?) und Mindanao (hier unzweifelhaft) — gelang es, den erst Eingewanderten sich unabhängig zu erhalten. Auf Mindanao scheinen mir die Subanos und Caragas solche Mischlinge zu sein, bei ersteren prävaliren die Elemente der ersten, bei den letzteren jene der zweiten Invasionsperiode. Deshalb auch fanden die Spanier beijenen(nicht allen) Visayern und Vicols, welche die ersten Einwanderer nicht zu vertilgen oder zu verjagen vermocht und daher sich mit diesen vielfach gekreuzt hatten, vielfache Überbleibselin Tracht und Sitten vor, welche an die Bergstämme erinnerten, z. B. die auf Cebú Und Panay, wie auf den Catanduanes übliche Sitte des Tätowirens, während die Visayer jener Inseln, auf welchen die ersteingewanderten Malaien in die Binnenlandschaften gedrängt (wie auf Mindoro) oder vertilgt worden waren (wie auf Leyte, Sámar und Bóhol) diese Sitte nicht übten. Der spanische Katholicismus bringt jetzt eine bedeutende Änderung dieser Verhältnisse hervor, die verschiedenen Malaienstämme des Archipels verschmelzen langsam aber sicher zu einem einzigen Stamme2.Eine dritte malaiische Invasion wurde durch die Ankunft der Spanier unterbrochen und theilweise auch verhindert. Zu Anfang des XVI., vielleicht auch schon in der zweiten Hälfte des XV. Jahrhunderts begannen die Malaien des Reiches Brunai oder Borneo nach den westlichen Visayern sich zu wenden. Es war diess zugleich, wenigstens in der Zeit von 1521–1565, eine religiöse Conquista, denn die „Mauren3von Burney” verbreiteten auch den Islam unter den Indiern der Philippinen. Die Insel Palawan selbst wurde ein Bestandtheil des Reiches Burney oder Brunai (Borneo), während solche Einwanderer an der Bai von Manila und in den heutigen Provinzen Batangas und Tayabas sich neue Reiche gründeten. Camarínes, Mindoro, Panay, Negros, Cebú und die übrigen Visayer wurden vorläufig nur von Borneo-Kauffahrernbesucht. Gleichzeitig mit diesem Zuge von Borneo her, fand eine andere Immigration von den Molukken her Statt, welche sich auf Mindanao und den Sulu-Archipel erstreckte. Bei Palawan stiessen diese beiden Einwanderungsströme zusammen. Das Erscheinen der Spanier machte dieser dritten malaiischen und islamitischen Einwanderung ein Ende; auf Luzon und in den Visayern wurde der eben erst eingedrungene Islam durch das Christenthum unblutig verdrängt und so mussten die Einwanderer der dritten Periode sich mit dem Besitze von Süd-Palawan, den Sulu-Inseln und dem grösseren Theile der Mindanao-Küste begnügen. Es war ein grosses Glück für die Bewohner der Philippinen, dass die Spanier noch rechtzeitig genug kamen, ehe der Islam festen Fuss gefasst hatte, sonst wären sie für die europäisch-christliche Civilisation verloren.Auf Sulu scheinen noch andere Malaienstämme eingewandert zu sein: Malaien von Johore und Javanen im Mittelalter, doch bin ich nicht in der Lage gewesen, darüber Studien zu machen, da mir die nöthige Kenntniss des Holländischen vorläufig noch abgeht. Mangkassaren dienten zwar zahlreich in den Kriegen der Sulus gegen die Spanier von 1599–1646 als Söldner in den Heeren dieser Piraten, und haben gewiss auch im Lande Nachkommen hinterlassen, doch fällt diese Blutmengung hier nicht sehr in Betracht. Auch die Ansiedlungen katholischer Ternataner in Marigondon an der Bai von Manila, welche auf Betrieb der Jesuiten, bei der 1661 erfolgten Räumung Ternates durch die Spanier, entstand, ist zu unbedeutend, als dass sie irgend einen Einfluss auf die Tagalen hätte ausüben können.Nächst den Malaien verdienen die meiste Beachtung die Chinesen, welche besonders im Norden von Luzon sich stark mit den Malaien, insbesondere den Bergstämmen vermengt haben sollen, ob zwar manche und triftige Gründe dagegensprechen, dass vor der Ankunft der Spanier die Chinesen besonders zahlreich gewesen wären; im Gegentheile erst die Ankunft der edlen Castilianer lockte sie in grösseren Mengen nach den Philippinen, der Acapulco-Handel, der so viele chinesische Waaren mit dem in China so hochgeschätzten amerikanischen Silber baar bezahlte, war es, der die Chineseneinwanderung nach unserem Archipel lenkte. Die Spanier fanden bei ihrer Ankunft nirgends Chinesenansiedlungen vor, sondern nur einzelne chinesische Kauffahrer. Die Chinesen haben seit ihrer Niederlassung im Lande durch Erzeugung einer Mischlingsrasse, der Mestizos de Sangley, einen neuen Bevölkerungsbestandtheil den Philippinen zugebracht, der durch seine Intelligenz berufen ist, einst eine grosse Rolle zu spielen.Die Japanesen traten in ähnlicher Weise wie die Chinesen in dem Archipel auf; seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts aber, wo die letzten derselben Manila verliessen, kamen keine mehr nach den Philippinen.In den ersten Zeiten der Conquista wurden auch Neger- und Kaffer-Sclaven von portugiesischen Händlern eingeführt; die aber noch unter Philipp II. erfolgte Aufhebung der Sclaverei auf den Philippinen machte diesem Handel zum Glücke ein rasches Ende und ersparte den Indiern die Verseuchung durch Negerblut. Von diesen Schwarzen ist keine Spur mehr vorhanden.Von „kaukasischen” Völkern kommen zunächst die Spanier in Betracht, welche mit den Eingeborenen sich vermengten und so die Kaste der Mestizos españoles schufen. Portugiesen wanderten besonders im XVI. und Anfangs des XVII. Jahrhunderts ein, von ihnen haben sich keine Spuren mehr erhalten, sie gingen in die Spanier auf. Andere europäische Nationen kommen gar nicht in Betracht. Unbedeutend war auch die im XVII. und XVIII. Jahrhundert dann und wann Statt findende Einwanderung von Armeniern4, Klings und anderen Stämmen Südindiens, diese Einwanderung beschränkte sich übrigens nur auf Manila. Die wenigen Araber, welche als Proselytenmacher und Kaufleute nach Mindanao und Sulu kamen, waren auch nur Tropfen im Meere.Die Linientruppen, welche die Spanier im XVII. und XVIII. Jahrhundert in Manila und Zamboanga unterhielten, bestanden der Hauptmasse nach aus mejicanischen, zum Theile auch peruanischen Indianern und Mestizen, welche alle mit Tagalinnen sich verheiratheten. Für Manila bedeutet diese Blutmischung bei der geringen Anzahl der Truppen und der starken Bevölkerung so viel wie Nichts, für Zamboanga aber, welches früher eine nur unbedeutende Bevölkerung und eine verhältnissmässig starke Garnison besass, fällt diese Blutmischung stärker in die Wagschale.1Ich werde demnächst eine übersichtliche Darstellung der Religion der philippinischen Malaien veröffentlichen.2Vorläufig zu dreien: dem Ilocanischen im nördlichen, dem Tagalischen im mittleren und südlichen Luzon, dem Visaya-Stamm im Visayer-Archipel und Mindanao. Dem Tagalischen Stamme winkt der sichere Sieg über die beiden anderen.3Die Spanier theilen die Malaien der Philippinen ein in „Indios”, d. s. Christen, Infieles oder Igorrotes (auch Cimarrones, Montescos, Montaraces), d. s. Heiden und Moros, d. s. Mohammedaner.4Sind nicht unter diesen „Armenios” richtig Parsis zu verstehen?
Einleitung.
Die Urbevölkerung der Philippinen bilden die Negritos, welche jetzt nur noch in geringer Individuenzahl über den ganzen Archipel zerstreut sind. Die einwandernden Malaien verjagten die ehemaligen Herren in die unzugänglichen Bergwildnisse der Binnenlandschaften, nur der nördlichste Strich der Ostküste Luzons blieb von der malaiischen Invasion verschont, dort blieben die Negritos im Besitze der Meeresgestade. Die ersten eindringenden Malaien besetzten die Küsten und vermischten sich mit den Negritos zum Theile, indem sie die Weiber der von ihnen Besiegten und Erschlagenen in ihre Hütten aufnahmen. Wenn wir Luzon in Betracht ziehen — über die anderen Inseln liegt zu dürftiges Material vor —, so können als die Nachkommen der ersten malaiischen Einwanderer jene Stämme gelten, welche heute im Innern der grossen Insel wohnen, einst aber die Bewohner der Küsten waren, während die von ihnen gegenwärtig besiedelten Landstriche von Negritos noch eingenommen wurden. Von den meisten dieser Stämme wird oder wurde die Kopfjägerei geübt, wie von den Igorroten, Apayos, Zambalen, Abacas, Isinays, Italonen, Ibilaos, Ilongoten, Ifugaos, Mayoyaos, Guinanen und Calingas, diess ist constatirt; dieselbe Sitte scheint auch bei den Adangs, Gaddanen, Itetapanen, Aripas, Dadayags &c. ausgeübt zu werden oder wurde es in vergangener Zeit, nur von den Bergstämmen der Tinguianen, Catalanganen und Irayas wissen wir bestimmt, dass siekeineKopfjäger sind. Auch in ihren sonstigen Sitten haben diese Kopfjägerstämme viele Anklänge an die Dayaks von Borneo aufzuweisen. Für Mindanao nennen wir als Repräsentanten dieser Kopfjäger den Bergstamm der Manobos. Dass diese Stämme in einer Zeit eingewandert sein müssen, wo die Negritos viel zahlreicher waren als heute, darauf weist der Habitus so mancher derselben hin, in welchem sich eine sehr starke Dosis von Negritoblut deutlich offenbart, obwohl manche dieser Stämme in Gegenden wohnen, wo heute kein Negrito mehr existirt oder doch in so geringer Individuenzahl, dass eine Beimischung in moderner Zeit nicht im Stande gewesen wäre, den Typus des gesammten Stammes wesentlich und dauernd zu differiren. Diese Bergstämme wären also die Repräsentanten der ersten Periode der Malaieninvasion, und man würde nicht fehlgehen, wenn man die im Centrum Nord-Luzons wohnenden Völker als die Nachkommen der ersten Einwanderer betrachtete, so dass die heute in den Provinzen Nueva Vizcaya, Bontok und Isabela sesshaften Stämme zu denselben gerechnet werden müssten. Die Igorroten, Tinguianen, Apayos &c. sind demnach in einem späteren Zeitabschnitt auf Luzon angelangt, der aber noch in die erste Periode der malaiischen Invasion fällt. In diese zweite Hälfte der ersten Periode wäre jene Beimischung von chinesischem und japanesischem Blute zu verlegen, welche nach Semper u. A. die Igorroten, Tinguianen und Catalanganen in ihren Gesichtszügen documentiren. Später kann sie nämlich nicht erfolgt sein, da dann diese Stämme durch andere Malaien — mit Ausnahme der Zambalen — vom Meere getrennt wurden, und diese letzteren zwar mit Chinesen und Japanesen in Handelsbeziehungen traten, aber diese Berührung wurde durch eine geringe Individuenzahl jener beiden Mongolenstämme vermittelt, so dass sie nicht im Stande war, den Rassentypus zu verändern oder zu differiren.Dann kam die zweite Periode der malaiischen Invasion, welche jene Stämme nach den Philippinen brachte, welche bei der Ankunft der Spanier bereits im Besitze beinahe aller Küstenstriche des Archipels waren und einen etwas höheren Grad der Civilisation und mildere Sitten aufzuweisen hatten, als die Malaien der ersten Invasionsperiode. Diese Einwanderer (Tagalen, Pampangos, Visayer, Vicols, Ilocanen, Pangasinanen und Cagayanen) unterwarfen sich wie gesagt die Küstenstriche und zwangen die früheren Bewohner derselben sich in die Binnenlandschaften zurückzuziehen, wo sie noch heute wohnen. Es ist natürlich, dass die neuen Einwanderer sich auch in ähnlicher Weise mit zurückgebliebenen Malaien der ersten Invasionsperiode vermengten, wie es letztere mit den Negritos gethan. Diesem Umstande ist die Ähnlichkeit zuzuschreiben, welche in vielen Beziehungen hauptsächlich in der Religion1, ein gemeinsames Band um alle Malaien dieses Archipels schlingt. Je weiter wir nach dem Norden Luzons vorwärtsschreiten, desto mehr sehen wir die Küstenmalaien in Sitten und Bräuchen sich mehr denjenigen der Binnenlandstämme zuneigen, ein Beweis, dass die Zahl der Einwanderer der zweiten Periode nach dem Norden zu immer geringer wurde, diese daher nicht im Stande waren, die dort sesshaften Stämme vollständig zu vertreiben, sondern die friedlicheren Glieder derselben zahlreich als Heloten aufzunehmen und sich mit ihnen zu einem Volke allmählich zu verschmelzen, in welchem viele Züge des Volkslebens der früher eingewanderten Stämme sich erhielten. Dieser Vorgang ist auch ganz natürlich, denn da die Invasion von Süden her erfolgte, so nahm nach den nördlichen Breiten zu auch ihre Expansivkraft und Individuenzahl ab; hatte ja doch auch die Invasion der ersten Periode ihre Kraft bereits verbraucht, als sie das rechte Ufer des Rio grande de Cagayán überschritten hatte; die Küste von Casiguran-Paranan bis zum Cap Engaño blieb auch nach der zweiten Invasion im unbestrittenen Besitze der ursprünglichen Herren des Archipels, der Negritos! Daher auch die Erscheinung, dass im Süden der Philippinen, in dem Visayer-Archipel auf vielen Inseln die Nachkommen der Einwanderer der ersten Periode ganz in dem Stamm der neuen Ankömmlinge, der Visayer, aufgingen oder vernichtet wurden, welcher Vorgang auch bei den Vicols, vielleicht auch den Tagalen und Pampangos, Statt gefunden hat. Nur auf den grösseren Inseln — Mindoro (?) und Mindanao (hier unzweifelhaft) — gelang es, den erst Eingewanderten sich unabhängig zu erhalten. Auf Mindanao scheinen mir die Subanos und Caragas solche Mischlinge zu sein, bei ersteren prävaliren die Elemente der ersten, bei den letzteren jene der zweiten Invasionsperiode. Deshalb auch fanden die Spanier beijenen(nicht allen) Visayern und Vicols, welche die ersten Einwanderer nicht zu vertilgen oder zu verjagen vermocht und daher sich mit diesen vielfach gekreuzt hatten, vielfache Überbleibselin Tracht und Sitten vor, welche an die Bergstämme erinnerten, z. B. die auf Cebú Und Panay, wie auf den Catanduanes übliche Sitte des Tätowirens, während die Visayer jener Inseln, auf welchen die ersteingewanderten Malaien in die Binnenlandschaften gedrängt (wie auf Mindoro) oder vertilgt worden waren (wie auf Leyte, Sámar und Bóhol) diese Sitte nicht übten. Der spanische Katholicismus bringt jetzt eine bedeutende Änderung dieser Verhältnisse hervor, die verschiedenen Malaienstämme des Archipels verschmelzen langsam aber sicher zu einem einzigen Stamme2.Eine dritte malaiische Invasion wurde durch die Ankunft der Spanier unterbrochen und theilweise auch verhindert. Zu Anfang des XVI., vielleicht auch schon in der zweiten Hälfte des XV. Jahrhunderts begannen die Malaien des Reiches Brunai oder Borneo nach den westlichen Visayern sich zu wenden. Es war diess zugleich, wenigstens in der Zeit von 1521–1565, eine religiöse Conquista, denn die „Mauren3von Burney” verbreiteten auch den Islam unter den Indiern der Philippinen. Die Insel Palawan selbst wurde ein Bestandtheil des Reiches Burney oder Brunai (Borneo), während solche Einwanderer an der Bai von Manila und in den heutigen Provinzen Batangas und Tayabas sich neue Reiche gründeten. Camarínes, Mindoro, Panay, Negros, Cebú und die übrigen Visayer wurden vorläufig nur von Borneo-Kauffahrernbesucht. Gleichzeitig mit diesem Zuge von Borneo her, fand eine andere Immigration von den Molukken her Statt, welche sich auf Mindanao und den Sulu-Archipel erstreckte. Bei Palawan stiessen diese beiden Einwanderungsströme zusammen. Das Erscheinen der Spanier machte dieser dritten malaiischen und islamitischen Einwanderung ein Ende; auf Luzon und in den Visayern wurde der eben erst eingedrungene Islam durch das Christenthum unblutig verdrängt und so mussten die Einwanderer der dritten Periode sich mit dem Besitze von Süd-Palawan, den Sulu-Inseln und dem grösseren Theile der Mindanao-Küste begnügen. Es war ein grosses Glück für die Bewohner der Philippinen, dass die Spanier noch rechtzeitig genug kamen, ehe der Islam festen Fuss gefasst hatte, sonst wären sie für die europäisch-christliche Civilisation verloren.Auf Sulu scheinen noch andere Malaienstämme eingewandert zu sein: Malaien von Johore und Javanen im Mittelalter, doch bin ich nicht in der Lage gewesen, darüber Studien zu machen, da mir die nöthige Kenntniss des Holländischen vorläufig noch abgeht. Mangkassaren dienten zwar zahlreich in den Kriegen der Sulus gegen die Spanier von 1599–1646 als Söldner in den Heeren dieser Piraten, und haben gewiss auch im Lande Nachkommen hinterlassen, doch fällt diese Blutmengung hier nicht sehr in Betracht. Auch die Ansiedlungen katholischer Ternataner in Marigondon an der Bai von Manila, welche auf Betrieb der Jesuiten, bei der 1661 erfolgten Räumung Ternates durch die Spanier, entstand, ist zu unbedeutend, als dass sie irgend einen Einfluss auf die Tagalen hätte ausüben können.Nächst den Malaien verdienen die meiste Beachtung die Chinesen, welche besonders im Norden von Luzon sich stark mit den Malaien, insbesondere den Bergstämmen vermengt haben sollen, ob zwar manche und triftige Gründe dagegensprechen, dass vor der Ankunft der Spanier die Chinesen besonders zahlreich gewesen wären; im Gegentheile erst die Ankunft der edlen Castilianer lockte sie in grösseren Mengen nach den Philippinen, der Acapulco-Handel, der so viele chinesische Waaren mit dem in China so hochgeschätzten amerikanischen Silber baar bezahlte, war es, der die Chineseneinwanderung nach unserem Archipel lenkte. Die Spanier fanden bei ihrer Ankunft nirgends Chinesenansiedlungen vor, sondern nur einzelne chinesische Kauffahrer. Die Chinesen haben seit ihrer Niederlassung im Lande durch Erzeugung einer Mischlingsrasse, der Mestizos de Sangley, einen neuen Bevölkerungsbestandtheil den Philippinen zugebracht, der durch seine Intelligenz berufen ist, einst eine grosse Rolle zu spielen.Die Japanesen traten in ähnlicher Weise wie die Chinesen in dem Archipel auf; seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts aber, wo die letzten derselben Manila verliessen, kamen keine mehr nach den Philippinen.In den ersten Zeiten der Conquista wurden auch Neger- und Kaffer-Sclaven von portugiesischen Händlern eingeführt; die aber noch unter Philipp II. erfolgte Aufhebung der Sclaverei auf den Philippinen machte diesem Handel zum Glücke ein rasches Ende und ersparte den Indiern die Verseuchung durch Negerblut. Von diesen Schwarzen ist keine Spur mehr vorhanden.Von „kaukasischen” Völkern kommen zunächst die Spanier in Betracht, welche mit den Eingeborenen sich vermengten und so die Kaste der Mestizos españoles schufen. Portugiesen wanderten besonders im XVI. und Anfangs des XVII. Jahrhunderts ein, von ihnen haben sich keine Spuren mehr erhalten, sie gingen in die Spanier auf. Andere europäische Nationen kommen gar nicht in Betracht. Unbedeutend war auch die im XVII. und XVIII. Jahrhundert dann und wann Statt findende Einwanderung von Armeniern4, Klings und anderen Stämmen Südindiens, diese Einwanderung beschränkte sich übrigens nur auf Manila. Die wenigen Araber, welche als Proselytenmacher und Kaufleute nach Mindanao und Sulu kamen, waren auch nur Tropfen im Meere.Die Linientruppen, welche die Spanier im XVII. und XVIII. Jahrhundert in Manila und Zamboanga unterhielten, bestanden der Hauptmasse nach aus mejicanischen, zum Theile auch peruanischen Indianern und Mestizen, welche alle mit Tagalinnen sich verheiratheten. Für Manila bedeutet diese Blutmischung bei der geringen Anzahl der Truppen und der starken Bevölkerung so viel wie Nichts, für Zamboanga aber, welches früher eine nur unbedeutende Bevölkerung und eine verhältnissmässig starke Garnison besass, fällt diese Blutmischung stärker in die Wagschale.
Die Urbevölkerung der Philippinen bilden die Negritos, welche jetzt nur noch in geringer Individuenzahl über den ganzen Archipel zerstreut sind. Die einwandernden Malaien verjagten die ehemaligen Herren in die unzugänglichen Bergwildnisse der Binnenlandschaften, nur der nördlichste Strich der Ostküste Luzons blieb von der malaiischen Invasion verschont, dort blieben die Negritos im Besitze der Meeresgestade. Die ersten eindringenden Malaien besetzten die Küsten und vermischten sich mit den Negritos zum Theile, indem sie die Weiber der von ihnen Besiegten und Erschlagenen in ihre Hütten aufnahmen. Wenn wir Luzon in Betracht ziehen — über die anderen Inseln liegt zu dürftiges Material vor —, so können als die Nachkommen der ersten malaiischen Einwanderer jene Stämme gelten, welche heute im Innern der grossen Insel wohnen, einst aber die Bewohner der Küsten waren, während die von ihnen gegenwärtig besiedelten Landstriche von Negritos noch eingenommen wurden. Von den meisten dieser Stämme wird oder wurde die Kopfjägerei geübt, wie von den Igorroten, Apayos, Zambalen, Abacas, Isinays, Italonen, Ibilaos, Ilongoten, Ifugaos, Mayoyaos, Guinanen und Calingas, diess ist constatirt; dieselbe Sitte scheint auch bei den Adangs, Gaddanen, Itetapanen, Aripas, Dadayags &c. ausgeübt zu werden oder wurde es in vergangener Zeit, nur von den Bergstämmen der Tinguianen, Catalanganen und Irayas wissen wir bestimmt, dass siekeineKopfjäger sind. Auch in ihren sonstigen Sitten haben diese Kopfjägerstämme viele Anklänge an die Dayaks von Borneo aufzuweisen. Für Mindanao nennen wir als Repräsentanten dieser Kopfjäger den Bergstamm der Manobos. Dass diese Stämme in einer Zeit eingewandert sein müssen, wo die Negritos viel zahlreicher waren als heute, darauf weist der Habitus so mancher derselben hin, in welchem sich eine sehr starke Dosis von Negritoblut deutlich offenbart, obwohl manche dieser Stämme in Gegenden wohnen, wo heute kein Negrito mehr existirt oder doch in so geringer Individuenzahl, dass eine Beimischung in moderner Zeit nicht im Stande gewesen wäre, den Typus des gesammten Stammes wesentlich und dauernd zu differiren. Diese Bergstämme wären also die Repräsentanten der ersten Periode der Malaieninvasion, und man würde nicht fehlgehen, wenn man die im Centrum Nord-Luzons wohnenden Völker als die Nachkommen der ersten Einwanderer betrachtete, so dass die heute in den Provinzen Nueva Vizcaya, Bontok und Isabela sesshaften Stämme zu denselben gerechnet werden müssten. Die Igorroten, Tinguianen, Apayos &c. sind demnach in einem späteren Zeitabschnitt auf Luzon angelangt, der aber noch in die erste Periode der malaiischen Invasion fällt. In diese zweite Hälfte der ersten Periode wäre jene Beimischung von chinesischem und japanesischem Blute zu verlegen, welche nach Semper u. A. die Igorroten, Tinguianen und Catalanganen in ihren Gesichtszügen documentiren. Später kann sie nämlich nicht erfolgt sein, da dann diese Stämme durch andere Malaien — mit Ausnahme der Zambalen — vom Meere getrennt wurden, und diese letzteren zwar mit Chinesen und Japanesen in Handelsbeziehungen traten, aber diese Berührung wurde durch eine geringe Individuenzahl jener beiden Mongolenstämme vermittelt, so dass sie nicht im Stande war, den Rassentypus zu verändern oder zu differiren.
Dann kam die zweite Periode der malaiischen Invasion, welche jene Stämme nach den Philippinen brachte, welche bei der Ankunft der Spanier bereits im Besitze beinahe aller Küstenstriche des Archipels waren und einen etwas höheren Grad der Civilisation und mildere Sitten aufzuweisen hatten, als die Malaien der ersten Invasionsperiode. Diese Einwanderer (Tagalen, Pampangos, Visayer, Vicols, Ilocanen, Pangasinanen und Cagayanen) unterwarfen sich wie gesagt die Küstenstriche und zwangen die früheren Bewohner derselben sich in die Binnenlandschaften zurückzuziehen, wo sie noch heute wohnen. Es ist natürlich, dass die neuen Einwanderer sich auch in ähnlicher Weise mit zurückgebliebenen Malaien der ersten Invasionsperiode vermengten, wie es letztere mit den Negritos gethan. Diesem Umstande ist die Ähnlichkeit zuzuschreiben, welche in vielen Beziehungen hauptsächlich in der Religion1, ein gemeinsames Band um alle Malaien dieses Archipels schlingt. Je weiter wir nach dem Norden Luzons vorwärtsschreiten, desto mehr sehen wir die Küstenmalaien in Sitten und Bräuchen sich mehr denjenigen der Binnenlandstämme zuneigen, ein Beweis, dass die Zahl der Einwanderer der zweiten Periode nach dem Norden zu immer geringer wurde, diese daher nicht im Stande waren, die dort sesshaften Stämme vollständig zu vertreiben, sondern die friedlicheren Glieder derselben zahlreich als Heloten aufzunehmen und sich mit ihnen zu einem Volke allmählich zu verschmelzen, in welchem viele Züge des Volkslebens der früher eingewanderten Stämme sich erhielten. Dieser Vorgang ist auch ganz natürlich, denn da die Invasion von Süden her erfolgte, so nahm nach den nördlichen Breiten zu auch ihre Expansivkraft und Individuenzahl ab; hatte ja doch auch die Invasion der ersten Periode ihre Kraft bereits verbraucht, als sie das rechte Ufer des Rio grande de Cagayán überschritten hatte; die Küste von Casiguran-Paranan bis zum Cap Engaño blieb auch nach der zweiten Invasion im unbestrittenen Besitze der ursprünglichen Herren des Archipels, der Negritos! Daher auch die Erscheinung, dass im Süden der Philippinen, in dem Visayer-Archipel auf vielen Inseln die Nachkommen der Einwanderer der ersten Periode ganz in dem Stamm der neuen Ankömmlinge, der Visayer, aufgingen oder vernichtet wurden, welcher Vorgang auch bei den Vicols, vielleicht auch den Tagalen und Pampangos, Statt gefunden hat. Nur auf den grösseren Inseln — Mindoro (?) und Mindanao (hier unzweifelhaft) — gelang es, den erst Eingewanderten sich unabhängig zu erhalten. Auf Mindanao scheinen mir die Subanos und Caragas solche Mischlinge zu sein, bei ersteren prävaliren die Elemente der ersten, bei den letzteren jene der zweiten Invasionsperiode. Deshalb auch fanden die Spanier beijenen(nicht allen) Visayern und Vicols, welche die ersten Einwanderer nicht zu vertilgen oder zu verjagen vermocht und daher sich mit diesen vielfach gekreuzt hatten, vielfache Überbleibselin Tracht und Sitten vor, welche an die Bergstämme erinnerten, z. B. die auf Cebú Und Panay, wie auf den Catanduanes übliche Sitte des Tätowirens, während die Visayer jener Inseln, auf welchen die ersteingewanderten Malaien in die Binnenlandschaften gedrängt (wie auf Mindoro) oder vertilgt worden waren (wie auf Leyte, Sámar und Bóhol) diese Sitte nicht übten. Der spanische Katholicismus bringt jetzt eine bedeutende Änderung dieser Verhältnisse hervor, die verschiedenen Malaienstämme des Archipels verschmelzen langsam aber sicher zu einem einzigen Stamme2.
Eine dritte malaiische Invasion wurde durch die Ankunft der Spanier unterbrochen und theilweise auch verhindert. Zu Anfang des XVI., vielleicht auch schon in der zweiten Hälfte des XV. Jahrhunderts begannen die Malaien des Reiches Brunai oder Borneo nach den westlichen Visayern sich zu wenden. Es war diess zugleich, wenigstens in der Zeit von 1521–1565, eine religiöse Conquista, denn die „Mauren3von Burney” verbreiteten auch den Islam unter den Indiern der Philippinen. Die Insel Palawan selbst wurde ein Bestandtheil des Reiches Burney oder Brunai (Borneo), während solche Einwanderer an der Bai von Manila und in den heutigen Provinzen Batangas und Tayabas sich neue Reiche gründeten. Camarínes, Mindoro, Panay, Negros, Cebú und die übrigen Visayer wurden vorläufig nur von Borneo-Kauffahrernbesucht. Gleichzeitig mit diesem Zuge von Borneo her, fand eine andere Immigration von den Molukken her Statt, welche sich auf Mindanao und den Sulu-Archipel erstreckte. Bei Palawan stiessen diese beiden Einwanderungsströme zusammen. Das Erscheinen der Spanier machte dieser dritten malaiischen und islamitischen Einwanderung ein Ende; auf Luzon und in den Visayern wurde der eben erst eingedrungene Islam durch das Christenthum unblutig verdrängt und so mussten die Einwanderer der dritten Periode sich mit dem Besitze von Süd-Palawan, den Sulu-Inseln und dem grösseren Theile der Mindanao-Küste begnügen. Es war ein grosses Glück für die Bewohner der Philippinen, dass die Spanier noch rechtzeitig genug kamen, ehe der Islam festen Fuss gefasst hatte, sonst wären sie für die europäisch-christliche Civilisation verloren.
Auf Sulu scheinen noch andere Malaienstämme eingewandert zu sein: Malaien von Johore und Javanen im Mittelalter, doch bin ich nicht in der Lage gewesen, darüber Studien zu machen, da mir die nöthige Kenntniss des Holländischen vorläufig noch abgeht. Mangkassaren dienten zwar zahlreich in den Kriegen der Sulus gegen die Spanier von 1599–1646 als Söldner in den Heeren dieser Piraten, und haben gewiss auch im Lande Nachkommen hinterlassen, doch fällt diese Blutmengung hier nicht sehr in Betracht. Auch die Ansiedlungen katholischer Ternataner in Marigondon an der Bai von Manila, welche auf Betrieb der Jesuiten, bei der 1661 erfolgten Räumung Ternates durch die Spanier, entstand, ist zu unbedeutend, als dass sie irgend einen Einfluss auf die Tagalen hätte ausüben können.
Nächst den Malaien verdienen die meiste Beachtung die Chinesen, welche besonders im Norden von Luzon sich stark mit den Malaien, insbesondere den Bergstämmen vermengt haben sollen, ob zwar manche und triftige Gründe dagegensprechen, dass vor der Ankunft der Spanier die Chinesen besonders zahlreich gewesen wären; im Gegentheile erst die Ankunft der edlen Castilianer lockte sie in grösseren Mengen nach den Philippinen, der Acapulco-Handel, der so viele chinesische Waaren mit dem in China so hochgeschätzten amerikanischen Silber baar bezahlte, war es, der die Chineseneinwanderung nach unserem Archipel lenkte. Die Spanier fanden bei ihrer Ankunft nirgends Chinesenansiedlungen vor, sondern nur einzelne chinesische Kauffahrer. Die Chinesen haben seit ihrer Niederlassung im Lande durch Erzeugung einer Mischlingsrasse, der Mestizos de Sangley, einen neuen Bevölkerungsbestandtheil den Philippinen zugebracht, der durch seine Intelligenz berufen ist, einst eine grosse Rolle zu spielen.
Die Japanesen traten in ähnlicher Weise wie die Chinesen in dem Archipel auf; seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts aber, wo die letzten derselben Manila verliessen, kamen keine mehr nach den Philippinen.
In den ersten Zeiten der Conquista wurden auch Neger- und Kaffer-Sclaven von portugiesischen Händlern eingeführt; die aber noch unter Philipp II. erfolgte Aufhebung der Sclaverei auf den Philippinen machte diesem Handel zum Glücke ein rasches Ende und ersparte den Indiern die Verseuchung durch Negerblut. Von diesen Schwarzen ist keine Spur mehr vorhanden.
Von „kaukasischen” Völkern kommen zunächst die Spanier in Betracht, welche mit den Eingeborenen sich vermengten und so die Kaste der Mestizos españoles schufen. Portugiesen wanderten besonders im XVI. und Anfangs des XVII. Jahrhunderts ein, von ihnen haben sich keine Spuren mehr erhalten, sie gingen in die Spanier auf. Andere europäische Nationen kommen gar nicht in Betracht. Unbedeutend war auch die im XVII. und XVIII. Jahrhundert dann und wann Statt findende Einwanderung von Armeniern4, Klings und anderen Stämmen Südindiens, diese Einwanderung beschränkte sich übrigens nur auf Manila. Die wenigen Araber, welche als Proselytenmacher und Kaufleute nach Mindanao und Sulu kamen, waren auch nur Tropfen im Meere.
Die Linientruppen, welche die Spanier im XVII. und XVIII. Jahrhundert in Manila und Zamboanga unterhielten, bestanden der Hauptmasse nach aus mejicanischen, zum Theile auch peruanischen Indianern und Mestizen, welche alle mit Tagalinnen sich verheiratheten. Für Manila bedeutet diese Blutmischung bei der geringen Anzahl der Truppen und der starken Bevölkerung so viel wie Nichts, für Zamboanga aber, welches früher eine nur unbedeutende Bevölkerung und eine verhältnissmässig starke Garnison besass, fällt diese Blutmischung stärker in die Wagschale.
1Ich werde demnächst eine übersichtliche Darstellung der Religion der philippinischen Malaien veröffentlichen.2Vorläufig zu dreien: dem Ilocanischen im nördlichen, dem Tagalischen im mittleren und südlichen Luzon, dem Visaya-Stamm im Visayer-Archipel und Mindanao. Dem Tagalischen Stamme winkt der sichere Sieg über die beiden anderen.3Die Spanier theilen die Malaien der Philippinen ein in „Indios”, d. s. Christen, Infieles oder Igorrotes (auch Cimarrones, Montescos, Montaraces), d. s. Heiden und Moros, d. s. Mohammedaner.4Sind nicht unter diesen „Armenios” richtig Parsis zu verstehen?
1Ich werde demnächst eine übersichtliche Darstellung der Religion der philippinischen Malaien veröffentlichen.
2Vorläufig zu dreien: dem Ilocanischen im nördlichen, dem Tagalischen im mittleren und südlichen Luzon, dem Visaya-Stamm im Visayer-Archipel und Mindanao. Dem Tagalischen Stamme winkt der sichere Sieg über die beiden anderen.
3Die Spanier theilen die Malaien der Philippinen ein in „Indios”, d. s. Christen, Infieles oder Igorrotes (auch Cimarrones, Montescos, Montaraces), d. s. Heiden und Moros, d. s. Mohammedaner.
4Sind nicht unter diesen „Armenios” richtig Parsis zu verstehen?