Gefunden

Gefunden

Ich ging im WaldeSo für mich hin,Und nichts zu suchen,Das war mein Sinn.Im Schatten sah ichEin Blümchen stehn,Wie Sterne leuchtend,Wie Äuglein schön.Ich wollt es brechen,Da sagt es fein:Soll ich zum WelkenGebrochen sein?Ich grub’s mit allenDen Würzlein aus,Zum Garten trug ich’sAm hübschen Haus.Und pflanzt es wiederAm stillen Ort;Nun zweigt es immerUnd blüht so fort.

Ich ging im WaldeSo für mich hin,Und nichts zu suchen,Das war mein Sinn.Im Schatten sah ichEin Blümchen stehn,Wie Sterne leuchtend,Wie Äuglein schön.Ich wollt es brechen,Da sagt es fein:Soll ich zum WelkenGebrochen sein?Ich grub’s mit allenDen Würzlein aus,Zum Garten trug ich’sAm hübschen Haus.Und pflanzt es wiederAm stillen Ort;Nun zweigt es immerUnd blüht so fort.

Ich ging im WaldeSo für mich hin,Und nichts zu suchen,Das war mein Sinn.

Ich ging im Walde

So für mich hin,

Und nichts zu suchen,

Das war mein Sinn.

Im Schatten sah ichEin Blümchen stehn,Wie Sterne leuchtend,Wie Äuglein schön.

Im Schatten sah ich

Ein Blümchen stehn,

Wie Sterne leuchtend,

Wie Äuglein schön.

Ich wollt es brechen,Da sagt es fein:Soll ich zum WelkenGebrochen sein?

Ich wollt es brechen,

Da sagt es fein:

Soll ich zum Welken

Gebrochen sein?

Ich grub’s mit allenDen Würzlein aus,Zum Garten trug ich’sAm hübschen Haus.

Ich grub’s mit allen

Den Würzlein aus,

Zum Garten trug ich’s

Am hübschen Haus.

Und pflanzt es wiederAm stillen Ort;Nun zweigt es immerUnd blüht so fort.

Und pflanzt es wieder

Am stillen Ort;

Nun zweigt es immer

Und blüht so fort.

Wolfgang von Goethe


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