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Sie tippte mit dem Zeigefinger leiseMir auf die Stirn und sagte: »Wüsst' ich nur,Was hinter dieser Stirn da alles kreise.«›Und wenn das kluge Köpfchen es erfuhr …?‹»Dann wüsst' ich auch mir leichter klar zu machen,Ob Sie so – stark sind wirklich von Natur.«›Und warum sonst?‹ Sie schwieg und liess mit LachenIhr Sonnenschirmchen Striche ziehn im Sand:»Je nun – man sagt nicht eben alle Sachen!«›Zumal, wenn man mit seiner lieben HandDen armen Frager schon von Sinnen brachteUnd ihn so schwach wie jeden andern fand!‹Sie atmete erregt. Es war, als wachteIn ihrem Innern eine Ahnung auf,Die sie auf einmal völlig haltlos machte.Denn wie ich ihren Händen nun den KnaufDes Sonnenschirms entwand und die befreitenLangsam zu meinen Lippen zog hinauf,Da sah sie irren Blicks mich an: Ein StreitenVon Hass und Liebe war's, Furcht und Verlangen.Ich aber wartete auf keinen zweiten,An meinem Herzen hielt ich sie gefangen.
Sie tippte mit dem Zeigefinger leiseMir auf die Stirn und sagte: »Wüsst' ich nur,Was hinter dieser Stirn da alles kreise.«›Und wenn das kluge Köpfchen es erfuhr …?‹»Dann wüsst' ich auch mir leichter klar zu machen,Ob Sie so – stark sind wirklich von Natur.«›Und warum sonst?‹ Sie schwieg und liess mit LachenIhr Sonnenschirmchen Striche ziehn im Sand:»Je nun – man sagt nicht eben alle Sachen!«›Zumal, wenn man mit seiner lieben HandDen armen Frager schon von Sinnen brachteUnd ihn so schwach wie jeden andern fand!‹
Sie tippte mit dem Zeigefinger leiseMir auf die Stirn und sagte: »Wüsst' ich nur,Was hinter dieser Stirn da alles kreise.«
Sie tippte mit dem Zeigefinger leise
Mir auf die Stirn und sagte: »Wüsst' ich nur,
Was hinter dieser Stirn da alles kreise.«
›Und wenn das kluge Köpfchen es erfuhr …?‹»Dann wüsst' ich auch mir leichter klar zu machen,Ob Sie so – stark sind wirklich von Natur.«
›Und wenn das kluge Köpfchen es erfuhr …?‹
»Dann wüsst' ich auch mir leichter klar zu machen,
Ob Sie so – stark sind wirklich von Natur.«
›Und warum sonst?‹ Sie schwieg und liess mit LachenIhr Sonnenschirmchen Striche ziehn im Sand:»Je nun – man sagt nicht eben alle Sachen!«
›Und warum sonst?‹ Sie schwieg und liess mit Lachen
Ihr Sonnenschirmchen Striche ziehn im Sand:
»Je nun – man sagt nicht eben alle Sachen!«
›Zumal, wenn man mit seiner lieben HandDen armen Frager schon von Sinnen brachteUnd ihn so schwach wie jeden andern fand!‹
›Zumal, wenn man mit seiner lieben Hand
Den armen Frager schon von Sinnen brachte
Und ihn so schwach wie jeden andern fand!‹
Sie atmete erregt. Es war, als wachteIn ihrem Innern eine Ahnung auf,Die sie auf einmal völlig haltlos machte.Denn wie ich ihren Händen nun den KnaufDes Sonnenschirms entwand und die befreitenLangsam zu meinen Lippen zog hinauf,Da sah sie irren Blicks mich an: Ein StreitenVon Hass und Liebe war's, Furcht und Verlangen.Ich aber wartete auf keinen zweiten,An meinem Herzen hielt ich sie gefangen.
Sie atmete erregt. Es war, als wachteIn ihrem Innern eine Ahnung auf,Die sie auf einmal völlig haltlos machte.
Sie atmete erregt. Es war, als wachte
In ihrem Innern eine Ahnung auf,
Die sie auf einmal völlig haltlos machte.
Denn wie ich ihren Händen nun den KnaufDes Sonnenschirms entwand und die befreitenLangsam zu meinen Lippen zog hinauf,
Denn wie ich ihren Händen nun den Knauf
Des Sonnenschirms entwand und die befreiten
Langsam zu meinen Lippen zog hinauf,
Da sah sie irren Blicks mich an: Ein StreitenVon Hass und Liebe war's, Furcht und Verlangen.Ich aber wartete auf keinen zweiten,
Da sah sie irren Blicks mich an: Ein Streiten
Von Hass und Liebe war's, Furcht und Verlangen.
Ich aber wartete auf keinen zweiten,
An meinem Herzen hielt ich sie gefangen.
An meinem Herzen hielt ich sie gefangen.