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Auf sie zu warten, wenn sie morgens frühZur Türe tritt – mit ihr den Kaffee nehmen,Wenn's geht im Zelt; darüber ohne MühZwei Stunden zu vertun; dann sich bequemen,Ins Bad zu steigen; wenn man fertig da,Im Garten auf sie wartend Platz zu nehmen,Und da man kaum vom Strand sie kommen sah,Vergnügt ihr wie ein Kind entgegenlaufen,Als wenn uns lang kein solches Glück geschah;Dann in das Dörfchen gehn, ihr Blumen kaufen;Zurückgekehrt die MittagstoiletteMit Kunst bewundern, dazu einen HaufenVerliebter Dinge sagen, gleich als hätteMan Wichtigeres niemals sich erstrebtUnd sei ein Mann modernster Etikette –Das heisst jetzt meine Arbeit! Davon lebtJetzt meine Seele, die vor kurzen ZeitenVor solchem Tändeln scheu zurückgebebt!Und lockt's nachmittags uns, sie zu begleiten,Weil gar zu herrlich Himmel, Wald und Feld,So will kein Atemzug dawider streiten.Dann geht man ihr zur Seite, sieht die WeltIm Sonnenglanze heiter lächelnd liegen –Schaut nach den Wölkchen hoch am Himmelszelt,Aufs blaue Meer, und wie die Möwen fliegen,Und fühlt beglückt, wenn man in Träumen steht,Sich leise eine Hand in unsre schmiegen.Glückliche Zeit! Ob auch die Stunde geht,Die nächste scheint nur Schön'res noch zu sendenUnd Lüfte bringen, was der Wind verweht …Auf heissersehnten Lippen, lieben HändenRuht Seligkeit, Entbehrung und Genuss,Und was beglückt, das können sie uns spenden –Ob all das wirklich einmal enden muss?

Auf sie zu warten, wenn sie morgens frühZur Türe tritt – mit ihr den Kaffee nehmen,Wenn's geht im Zelt; darüber ohne MühZwei Stunden zu vertun; dann sich bequemen,Ins Bad zu steigen; wenn man fertig da,Im Garten auf sie wartend Platz zu nehmen,Und da man kaum vom Strand sie kommen sah,Vergnügt ihr wie ein Kind entgegenlaufen,Als wenn uns lang kein solches Glück geschah;Dann in das Dörfchen gehn, ihr Blumen kaufen;Zurückgekehrt die MittagstoiletteMit Kunst bewundern, dazu einen HaufenVerliebter Dinge sagen, gleich als hätteMan Wichtigeres niemals sich erstrebtUnd sei ein Mann modernster Etikette –Das heisst jetzt meine Arbeit! Davon lebtJetzt meine Seele, die vor kurzen ZeitenVor solchem Tändeln scheu zurückgebebt!

Auf sie zu warten, wenn sie morgens frühZur Türe tritt – mit ihr den Kaffee nehmen,Wenn's geht im Zelt; darüber ohne Müh

Auf sie zu warten, wenn sie morgens früh

Zur Türe tritt – mit ihr den Kaffee nehmen,

Wenn's geht im Zelt; darüber ohne Müh

Zwei Stunden zu vertun; dann sich bequemen,Ins Bad zu steigen; wenn man fertig da,Im Garten auf sie wartend Platz zu nehmen,

Zwei Stunden zu vertun; dann sich bequemen,

Ins Bad zu steigen; wenn man fertig da,

Im Garten auf sie wartend Platz zu nehmen,

Und da man kaum vom Strand sie kommen sah,Vergnügt ihr wie ein Kind entgegenlaufen,Als wenn uns lang kein solches Glück geschah;

Und da man kaum vom Strand sie kommen sah,

Vergnügt ihr wie ein Kind entgegenlaufen,

Als wenn uns lang kein solches Glück geschah;

Dann in das Dörfchen gehn, ihr Blumen kaufen;Zurückgekehrt die MittagstoiletteMit Kunst bewundern, dazu einen Haufen

Dann in das Dörfchen gehn, ihr Blumen kaufen;

Zurückgekehrt die Mittagstoilette

Mit Kunst bewundern, dazu einen Haufen

Verliebter Dinge sagen, gleich als hätteMan Wichtigeres niemals sich erstrebtUnd sei ein Mann modernster Etikette –

Verliebter Dinge sagen, gleich als hätte

Man Wichtigeres niemals sich erstrebt

Und sei ein Mann modernster Etikette –

Das heisst jetzt meine Arbeit! Davon lebtJetzt meine Seele, die vor kurzen ZeitenVor solchem Tändeln scheu zurückgebebt!

Das heisst jetzt meine Arbeit! Davon lebt

Jetzt meine Seele, die vor kurzen Zeiten

Vor solchem Tändeln scheu zurückgebebt!

Und lockt's nachmittags uns, sie zu begleiten,Weil gar zu herrlich Himmel, Wald und Feld,So will kein Atemzug dawider streiten.Dann geht man ihr zur Seite, sieht die WeltIm Sonnenglanze heiter lächelnd liegen –Schaut nach den Wölkchen hoch am Himmelszelt,Aufs blaue Meer, und wie die Möwen fliegen,Und fühlt beglückt, wenn man in Träumen steht,Sich leise eine Hand in unsre schmiegen.Glückliche Zeit! Ob auch die Stunde geht,Die nächste scheint nur Schön'res noch zu sendenUnd Lüfte bringen, was der Wind verweht …Auf heissersehnten Lippen, lieben HändenRuht Seligkeit, Entbehrung und Genuss,Und was beglückt, das können sie uns spenden –Ob all das wirklich einmal enden muss?

Und lockt's nachmittags uns, sie zu begleiten,Weil gar zu herrlich Himmel, Wald und Feld,So will kein Atemzug dawider streiten.

Und lockt's nachmittags uns, sie zu begleiten,

Weil gar zu herrlich Himmel, Wald und Feld,

So will kein Atemzug dawider streiten.

Dann geht man ihr zur Seite, sieht die WeltIm Sonnenglanze heiter lächelnd liegen –Schaut nach den Wölkchen hoch am Himmelszelt,

Dann geht man ihr zur Seite, sieht die Welt

Im Sonnenglanze heiter lächelnd liegen –

Schaut nach den Wölkchen hoch am Himmelszelt,

Aufs blaue Meer, und wie die Möwen fliegen,Und fühlt beglückt, wenn man in Träumen steht,Sich leise eine Hand in unsre schmiegen.

Aufs blaue Meer, und wie die Möwen fliegen,

Und fühlt beglückt, wenn man in Träumen steht,

Sich leise eine Hand in unsre schmiegen.

Glückliche Zeit! Ob auch die Stunde geht,Die nächste scheint nur Schön'res noch zu sendenUnd Lüfte bringen, was der Wind verweht …

Glückliche Zeit! Ob auch die Stunde geht,

Die nächste scheint nur Schön'res noch zu senden

Und Lüfte bringen, was der Wind verweht …

Auf heissersehnten Lippen, lieben HändenRuht Seligkeit, Entbehrung und Genuss,Und was beglückt, das können sie uns spenden –

Auf heissersehnten Lippen, lieben Händen

Ruht Seligkeit, Entbehrung und Genuss,

Und was beglückt, das können sie uns spenden –

Ob all das wirklich einmal enden muss?

Ob all das wirklich einmal enden muss?


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