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»Nun sei's zu Ende! Morgen soll ich fort,Mein Mann verlangt nach mir. Wir müssen scheiden.«›Nein, bitte nicht! Wenn du mich liebst, kein Wort!Du machst es dadurch schwerer nur uns beiden,Als schon es werden wird.‹ »Es muss nun sein!Doch soll's uns nicht das schöne Glück verleiden.Du weisst ja auch: ich bin auf ewig dein,Weisst, wie ich deinem Herzen ganz vertraut,Wie stolz ich bin, dass deine Seele mein,Wie lieb mir wurde deiner Stimme Laut,Und wie ich gern auf diesen schönen TagenNoch eine schönere Zukunft sähe auferbaut.Doch fühlst du selbst, wir durften es nicht wagen,Noch mehr zu fordern, als uns schon beschert;Denn zwischen uns und unsern Träumen lagenGewalten, die zu mächtig. Es gewährtDas Schicksal nie den Menschen ganz das Glück,Das es im Bilde anschaun sie gelehrt.An einer Grenze ruft es stets: zurück,Du hast genug! Mehr sollst du nicht empfangen!Noch ginge gern man wohl ein kleines Stück.Allein die Stimme ruft – und all VerlangenWird nicht gestillt. Da heisst es stolz zu schweigenUnd umzukehren ohne Hass und Bangen.So wollen wir auch uns nicht kleiner zeigen,Als uns das Schicksal fordert. Heut'ger TagIst unser noch. Will sich die Sonne neigenUnd kommt ein Morgen – komme, was da mag!«

»Nun sei's zu Ende! Morgen soll ich fort,Mein Mann verlangt nach mir. Wir müssen scheiden.«›Nein, bitte nicht! Wenn du mich liebst, kein Wort!Du machst es dadurch schwerer nur uns beiden,Als schon es werden wird.‹ »Es muss nun sein!Doch soll's uns nicht das schöne Glück verleiden.Du weisst ja auch: ich bin auf ewig dein,Weisst, wie ich deinem Herzen ganz vertraut,Wie stolz ich bin, dass deine Seele mein,Wie lieb mir wurde deiner Stimme Laut,Und wie ich gern auf diesen schönen TagenNoch eine schönere Zukunft sähe auferbaut.

»Nun sei's zu Ende! Morgen soll ich fort,Mein Mann verlangt nach mir. Wir müssen scheiden.«›Nein, bitte nicht! Wenn du mich liebst, kein Wort!

»Nun sei's zu Ende! Morgen soll ich fort,

Mein Mann verlangt nach mir. Wir müssen scheiden.«

›Nein, bitte nicht! Wenn du mich liebst, kein Wort!

Du machst es dadurch schwerer nur uns beiden,Als schon es werden wird.‹ »Es muss nun sein!Doch soll's uns nicht das schöne Glück verleiden.

Du machst es dadurch schwerer nur uns beiden,

Als schon es werden wird.‹ »Es muss nun sein!

Doch soll's uns nicht das schöne Glück verleiden.

Du weisst ja auch: ich bin auf ewig dein,Weisst, wie ich deinem Herzen ganz vertraut,Wie stolz ich bin, dass deine Seele mein,

Du weisst ja auch: ich bin auf ewig dein,

Weisst, wie ich deinem Herzen ganz vertraut,

Wie stolz ich bin, dass deine Seele mein,

Wie lieb mir wurde deiner Stimme Laut,Und wie ich gern auf diesen schönen TagenNoch eine schönere Zukunft sähe auferbaut.

Wie lieb mir wurde deiner Stimme Laut,

Und wie ich gern auf diesen schönen Tagen

Noch eine schönere Zukunft sähe auferbaut.

Doch fühlst du selbst, wir durften es nicht wagen,Noch mehr zu fordern, als uns schon beschert;Denn zwischen uns und unsern Träumen lagenGewalten, die zu mächtig. Es gewährtDas Schicksal nie den Menschen ganz das Glück,Das es im Bilde anschaun sie gelehrt.An einer Grenze ruft es stets: zurück,Du hast genug! Mehr sollst du nicht empfangen!Noch ginge gern man wohl ein kleines Stück.Allein die Stimme ruft – und all VerlangenWird nicht gestillt. Da heisst es stolz zu schweigenUnd umzukehren ohne Hass und Bangen.So wollen wir auch uns nicht kleiner zeigen,Als uns das Schicksal fordert. Heut'ger TagIst unser noch. Will sich die Sonne neigenUnd kommt ein Morgen – komme, was da mag!«

Doch fühlst du selbst, wir durften es nicht wagen,Noch mehr zu fordern, als uns schon beschert;Denn zwischen uns und unsern Träumen lagen

Doch fühlst du selbst, wir durften es nicht wagen,

Noch mehr zu fordern, als uns schon beschert;

Denn zwischen uns und unsern Träumen lagen

Gewalten, die zu mächtig. Es gewährtDas Schicksal nie den Menschen ganz das Glück,Das es im Bilde anschaun sie gelehrt.

Gewalten, die zu mächtig. Es gewährt

Das Schicksal nie den Menschen ganz das Glück,

Das es im Bilde anschaun sie gelehrt.

An einer Grenze ruft es stets: zurück,Du hast genug! Mehr sollst du nicht empfangen!Noch ginge gern man wohl ein kleines Stück.

An einer Grenze ruft es stets: zurück,

Du hast genug! Mehr sollst du nicht empfangen!

Noch ginge gern man wohl ein kleines Stück.

Allein die Stimme ruft – und all VerlangenWird nicht gestillt. Da heisst es stolz zu schweigenUnd umzukehren ohne Hass und Bangen.

Allein die Stimme ruft – und all Verlangen

Wird nicht gestillt. Da heisst es stolz zu schweigen

Und umzukehren ohne Hass und Bangen.

So wollen wir auch uns nicht kleiner zeigen,Als uns das Schicksal fordert. Heut'ger TagIst unser noch. Will sich die Sonne neigen

So wollen wir auch uns nicht kleiner zeigen,

Als uns das Schicksal fordert. Heut'ger Tag

Ist unser noch. Will sich die Sonne neigen

Und kommt ein Morgen – komme, was da mag!«

Und kommt ein Morgen – komme, was da mag!«


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