BERGHOTEL-TERRASSE, SEMMERING

BERGHOTEL-TERRASSE, SEMMERING

Daß ich da bin, ist mir ein ewiges Rätsel — — —.

Ich war schon in der Gruft, durch Schuld der Ärzte!

Heimtückische Mörder ihr, nein, schrecklicher,Idioten!

Nun hab’ ich den Bergwald vor meinem Fenster,

und die Stimme der K. P. jauchzt und singt und spricht Gesänge; bloß wenn sie nur sagt, was alle Menschen sagen; Gewöhnlichstes wird zumewigen Ereignis. Wie man es sagt, ist alles,was, ist nichts!

Und die Komtesse schreitet, fliegt, schwebt, schlängelt sich über die Terrasse — — —.

Das süße Kindchen Sonja Dungyersky steht da in braunen Locken und ihre Beine sind dünn und braun wie von Gazellen — — —.

Daß ich noch bin, ist mir ein ewiges Rätsel. Gott, schütze mir die, deren Schönheit mich berauscht! An denen ich krank werde und gesund zugleich!

Berghotelterrasse aus Beton, mit deinen grellroten Tischen, Sesseln, ich war dein erster Morgengast, und ich begrüßte dich zärtlichst, du feuchte noch vom Morgentau! Im äußersten Ecke saß ich, oberhalb der Baumwipfel, und starrte in den weißen Mürztalnebel! Ich sah dich erstehen aus grauen nassen weichen Betonhaufen; ich wartete 21 Tage auf deine Marmorhärte; ich war dein erster Gast!


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