BETRACHTUNGEN
Der Schlitten war leicht wie eine Nußschale, aus braunem Stroh; die Landschaft prangte weiß in weiß, die roten Ebereschen und die bunten Gimpel, die schwarzen Krähen bemalten sie diskret und vornehm, fast nach japanischem Geschmacke. Ich sprach mit der edlen Dame über zarte Dinge des Lebens. Die edlen rehbraunen gedrungenen Pferde gaben die bekannten Verdauungsgeräusche von sich, schienen also nicht nach „Prodromos“ sich zu ernähren, sondern viel Unnötiges, Beschwerliches zu sich genommen zu haben, wie Hafer samt den Spelzen, fi donc!
Wir überhörten gleichsam diese Geräusche, und dennoch kam es wie „allgemeine Unzulänglichkeit“ der Lebewesen über uns, eventuell sogar fanatisch geliebter Damen. Ich liebte einst ein wunderbar schönes 13jähriges Schlossergesellentöchterchen, die mir einst sagte: „Behalten’s Ihre Briefe, es steht ja eh immer nur dasselbe drin, ich weiß schon, Sie haben wieder wegen mir die ganze Nacht geweint! Hab’ i Ihnen was angetan?! Na also, nur g’scheit sein! Kaufens mir lieber 1/2 Kilo Ringlotten, wann’s mich schon so gern haben!“ Bei einer solchen Gelegenheit ließ sie dann in der herzlichsten Weise kleine kurze fast piepsende Geräusche hören, infolge des Ringlottengenusses. Ich sagte: „No, no, was sind denn das für Liebeserklärungen?!“ Sie erwiderte: „Ah da schau’ her, wär’s Ihnen lieber, i sollt’s in mein Baucherl behalten, daß’s mich druckt?! A schöne Lieb’ is das!“