JALOUSIE

JALOUSIE

Eifersucht?!

Fraue, du steckst mir meineGrenzen?! Bisdahinund nicht weiter?!KindischeTörin!

Bin ich nicht eifersüchtig auf die Luft, die du in deinen geliebten warmen, feuchten Mund einatmest?!

Wie darf sie, ganz gefühllos, die weichen Innenwände deines Mundes spüren?!

Bin ich nicht eifersüchtig auf den Bissen, den du mit dem geliebten Speichel sanft umnässest?!

Von da zum Blick von Sympathie und Freude, zu einem lebendigen Mann, ist noch eine Welt!

Duwunderstdich, daß ichverzweifeltbin,

da ich demLöffeldoch schon deine Zungenichtgönne!

Ich trauere um alle Schätze, die du so vergeudest; dem Bette deine Ausdünstung, dem Glase deine Lippen!

Aber beim „lebendigen Mann“ ergreift mich der Irrsinn.

Weshalb stirbt er nicht momentan vor Glück, der feige Hund?!

An seiner Leiche würde ich weinen, ihn beneidend um seinen schönen Tod.

Jedoch, er gehtlebendhinweg, und denkt: „Die könnt’ ich haben!“

Fluch ihm, nein,dir!


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