WASCHUNGEN

WASCHUNGEN

„Ich wasche mich täglich unmittelbar nach dem Aufstehen vom Kopfe bis zu den Zehen, zuerst lau und dann kalt,“ sagte das wertvolle moderne Mädchen zu mir.

„Sehr gut,“ erwiderte ich, „aber ich glaube nicht, daß Jeanne d’Arc dazu immer Zeit hatte, als sie in die Schlacht mußte, um Frankreich zu erretten!“

Als ich sehr krank lag, nahm es mich immer „Wunder“, daß meine Geliebte, nach einer durchwachten und durchsorgten Nacht, noch immer die Energie fand, sich morgens vom Kopf bis zu den Zehen einzuseifen und abzuspülen.

Sie sagte zwar: „Das tue ich, um michfür dichfrisch zu erhalten!“

Aber, siehe, ich glaubte ihr das nicht.

Es war das „gottlose Weibchen“ in ihr, das trotz allem undunter allen Umständen, sich appetitlich erhalten wollte! Für wen?! Nun — — —für alle!


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