9. Capitel.
Der heilige Krieg — Habsüchtige Priester (= Ulamas) — Abstammung der Atjeer — Abstammung der Niasser von einem Hunde — Schwanzmenschen — Die Kunst bei den Atjeern — Die Dichtkunst der Atjeer — Derwische — Abschied von Lambaro — Mit meiner Frau im Kugelregen — Ein heikler Auftrag — „Gross-Atjeh“.
Wenn ich von den Bewohnern Atjehs ausführliche Beschreibungen bringe, mich mit ihren Sitten und Gebräuchen beschäftige, wenn ich das Gebiet der Ethnographie nicht nur streife, sondern alles mittheile, was mir während meines zweijährigen Aufenthaltes in dieser Provinz Sumatras bekannt wurde und selbst die Lücken des eigenen Wissens, mit den Beobachtungen des Gelehrten Snouck Hurgronje ausfülle, werde ich durch zwei Thatsachen dazu veranlasst. In einem Buche über Sumatra kann ja unmöglich die Ethnographie der malaiischen Völker, welche diese Insel bewohnen, gänzlich vernachlässigt werden; über die Sitten und Gebräuche der Battaken ist in deutscher Sprache schon vom Freiherrn von Brenner ausführlich gesprochen worden; auch Carthaus beschäftigt sich, wenn auch nicht gründlich, mit den Malaien dieser Insel; aber über die Atjeer sind, soweit mir bekannt ist, in deutscher Sprache noch nicht ausführliche ethnographische Beschreibungen in die grosse Menge des Volkes gedrungen. Die Atjeer sind aber das bedeutendste malaiische Volk dieser Insel und führen seit dem Jahre 1873 den Vertheidigungskrieg ihrer Freiheit gegen die Holländer; seit 28 Jahren kämpfen sie also für ihre Freiheit, und wenn es ihnen auch momentan schlecht geht, und wenn die europäischen Waffen seit drei Jahren thatsächlich eines bedeutenden Erfolges sich erfreuen, so müssen wir ihnen unsere Bewunderung ob ihrer Tapferkeit und ob ihres Muthes rückhaltlos aussprechen; sie kämpfen aber auch für ihre Religion.
Der »heilige Krieg« wird von den mohamedanischen Priestern (= den Ulamas) zu jeder Stunde in jedem Dorfe gepredigt, weilsie dadurch in den Besitz der »heiligen Kriegskasse« kommen und sie ihren eigenen Unterhalt daraus hinreichend bestreiten können, ohne arbeiten zu müssen; das »Sabil-Geld« hört auf, in die Kriegskasse zu strömen, wenn keine »Kafirs« zu bekämpfen sind. Die Atjeer sind ein ackerbautreibendes Volk (Fig. 21) und lieben den Frieden; die Ulamas aber wollen herrschen, wollen Einfluss, Macht und Geld erwerben, und dazu bietet ihnen der heilige Krieg reichlich Gelegenheit; denn die Fürsten, die Ulèëbalangs haben nur in ihrem eigenen Lande Macht über ihre Unterthanen, und die Erfüllung der Unterthanenpflicht bringt nur irdische Ruhe und Friede; Gehorsam gegen den Priester schafft aber auch himmlische Freuden und ewige Seligkeit. Sowie auf Java und auf den übrigen Inseln des indischen Archipels die grosse Menge des Volkes nicht nur den Frieden, sondern auch die Oberherrschaft der holländischen Regierung zu erreichen oder zu erhalten wünscht, weil es unter ihrem Scepter der persönlichen Sicherheit sich erfreuen kann, und für seinen Büffel, für seine Frau und seine Tochter nichts zu fürchten hat, während sein eigener Fürst Despot ist und bleibt, so sind es in Atjeh neben den Fürsten auch die Priester, welche das Volk unter allen möglichen und unmöglichen Vorwänden aussaugen. Dazu kommt noch, dass die grosse Masse der Atjeer nur durch die Suggestion der Ulamas strenggläubig ist und als Mohamedaner[77]jeden Andersgläubigen als Kaphe = Kafir verachten, verfolgen und vertilgen muss. Dies ist der grosse Motor, welcher einen 25jährigen Guerillakrieg möglich machte. Die Strategie kennt der Atjeer ebensowenig als der Javane, der Dajaker oder der Alfure; sie legen keine Magazine an und, nur um ein Beispiel anzuführen, können niemals 1000 Mann länger als 14 Tage beisammen bleiben; den Reis, den sie selbst mitnehmen, haben sie in einigen Tagen aufgegessen; die Vorräthe des Landes sind für eine plötzliche Zunahme der Bevölkerung von 1000 Mann nicht berechnet — der Hunger zwingt sie wieder nach Hause zu gehen; der kleine Krieg jedoch befriedigt den religiösen Hass der Zeloten, giebt den ruhelosen Faulenzern, den durch Spiel, durch die Päderastie und durch den Genussdes Opiums verarmte Bauern nicht nur Gelegenheit, durch Raub und Mord im Lande des Feindes Gut zu erobern, sondern auch Ruhm und Ehre durch den Kampf gegen die Kafirs zu gewinnen.
Fig. 22. Niasser auf dem Marsche.(Vide Seite 176.)
Fig. 22. Niasser auf dem Marsche.
(Vide Seite 176.)
Andererseits trägt aber auch Holland grosse Schuld an diesem langwierigen Guerillakriege; das ewige und ewige Schwanken in der Politik und in der Art der Kriegführung zieht wie ein rother Faden durch die Geschichte dieses Krieges. Holland muss Herr von Atjeh werden und will es sein, weil nur dann Frieden und Ruhe unter den zahlreichen Fürsten des Landes herrschen, die Priesterherrschaft gebrochen werden, Wohlfahrt ins Land kommen und der Seeraub in der Strasse von Malacca und im ganzen Archipel für immer und ewig beseitigt bleiben kann. Dazu gehört aber auch der gute Wille, dem Guerillakrieg ein Ende zu machen, und dieses ist nur dann möglich, wenn Holland sich zu einer grossen That aufrafft.
Die Urbewohner der Insel Sumatra sowie auch der Provinz Atjeh sind unbekannt; als im vierten Jahrhundert die grosse Völkerwanderung von Indien sich über die Inseln des indischen Archipels ergoss, haben wahrscheinlich die Hindus sich auch in Sumatra angesiedelt.
Nach Müller war ja den Chinesen Sumatra schon im neunten Jahrhundert bekannt und schon im zwölften Jahrhundert besuchten arabische Kaufleute diese Insel und zwar die Ostküste von Atjeh. Beim Diamantencap befand sich damals der Kampong Samudra (5° 15′ N. B.), und die ersten arabischen Seefahrer nannten ihn Schamatra und nach ihm die ganze Insel Sumatra, und als 1290 Marco Polo als erster Europäer dort landete, nahm er den Namen an, ohne dass die Eingeborenen selbst jemals und ich glaube auch heute noch nicht einen Namen für die ganze Insel kennen. (Einem russischen Bauern wird der Collectivname Europa auch nicht sehr geläufig sein.)
Ob die eingewanderten Hindus Urbewohner gefunden und sich mit ihnen vermischt haben, ob diese verdrängt wurden oder überhaupt vielleicht nicht einmal sich dort befunden haben, lässt sich bei dem heutigen Stande der Wissenschaft noch nicht behaupten; sofort werden wir sehen, dass die Atjeer keine reine Rasse bilden; aber wenn man sie auch der malaiischen Rasse unterordnen muss, so haben sie dennoch Anspruch auf eine eigene Klasse in dieser Menschenfamilie; sie sind grösser und stärker als die übrigen Malaien dieser Inselgruppe. Schon während meines Aufenthaltes in Seruway, also an der S.-O.-Grenze von Gross-Atjeh, fiel mir der Unterschied zwischen den Atjeern undden Bewohnern der »Ostküste« auf. Natürlich ist ihnen die braune Iris und Hautfarbe, das glatte Haar, der stark ausgebildete Oberkiefer und das hervorstehende Jochbein eigen; aber sie sind durch ihren schlanken Wuchs, durch ihre kräftige Musculatur, durch ihr sicheres und selbstbewusstes Auftreten mehr den heutigen Klingalesen als den Malaien ähnlich, ohne jedoch ein so schön geformtes Gesicht wie jene (Klingalesen) zu haben. Die Klingalesen sind übrigens noch heute ein bedeutender Bestandtheil dieses Volkes; vielfach haben sich auch Perser und Araber, Malaien und Javanen, Buginesen (aus den Molukken) hin und wieder im Laufe der Jahrhunderte dort angesiedelt und sich mit ihnen vermischt. Häufig wurden von der Insel Nias die durch ihre Schönheit berühmten Frauen als Sklavinnen nach Atjeh gebracht und haben als Kebsweiber die atjeeische Rasse geradezu verschönert. Die Sklaven, welche von den Battakern abstammten, waren zahlreich genug, um ebenfalls Einfluss auf die Rasseeigenthümlichkeiten des atjeeischen Volkes genommen zu haben. Sein nationaler Stolz sah freilich in diesen beiden Stämmen Menschen von inferiorer Rasse, und sie lassen die Niasser bald von einem männlichen, bald von einem weiblichen Hunde abstammen. (Auch auf Java erzählt die Sage, dass eine Fürstin eines Tages ihren Knäuel fallen liess und das Gelübde that, jenen zum Manne zu nehmen, der ihr den Knäuel aufheben werde; dies that ein Hund, und sie nahm ihn zum Ehegemahl an.)
Ich muss noch bemerken, dass auch von Singapore chinesische Frauen und von Mekka arabische Frauen als Sklaven importirt wurden, um natürlich im Laufe der Zeit zu einem, wenn auch kleinen Bestandtheil der atjeeischen Bevölkerung sich zu entwickeln.
Jene Fürstin jedoch, welche auf Nias von einem Hund einen Sohn erhielt, der der Stammvater der Bewohner dieser Insel gewesen sein soll, war von Atjeh wegen einer garstigen Hautkrankheit dahin verbannt worden. Sie war das einzige menschliche Wesen dieser Insel, und als ihr Sohn erwachsen war, wollte er heirathen. Sie gab ihm also einen Ring und liess ihn auf die Wanderung gehen; die Frau, welcher der Ring passen würde, sollte seine Ehegenossin werden; nach langer Wanderung hatte er niemand gefunden, dem dieser Ring gepasst hätte, als seine Mutter. Er heirathete sie, und aus dieser Ehe sollen die Bewohner von Nias abstammen.
Auch die Battaker stehen bei den Atjeern nicht hoch angeschrieben, denn sie werden von ihnen »Schwanzmenschen« genannt; dies wird wohl die Ursache sein, dass auch auf Sumatra (wie aufJava und Borneo) die Existenz von »Schwanzmenschen« angenommen wurde. Wenn selbst die Anatomen und Physiologen (ich will nicht von den Anthropologen und Ethnographen sprechen) sich mit den Schwanzmenschen wissenschaftlich beschäftigen und Erklärung und Beschreibungen dieser Menschen bringen, so kann nur diese Verschwendung von Zeit und Mühe bedauert werden;die Schwanzmenschen als Rasse oder als Volksstamm existiren auf keiner der drei genannten Inseln. Einzelne Individuen, welche ein Hauthorn (cornu cutaneum) am Ende der Wirbelsäule haben, mögen natürlich überall gefunden werden, ich selbst[78]sah ja einen javanischen Soldaten mit einem solchen Gebilde der Haut am Ende des Steissbeines; es besass aber keinen Wirbel und musste daher als einfaches Hauthorn diagnosticirt werden. Ja noch mehr. Mehr als 120 Fälle von»Schwänzen« wurden von Bartels, Schäfer, Virchow, Henning, Räuber, Fleischmann, Gerlach u. s. w. beschrieben, bei denen die betreffenden Gebilde entweder keine Schwänze sein konnten, weil ihnen die wichtigsten und charakteristischen Bestandtheile eines Schwanzes fehlten, oder — wie der zweite Fall bei Virchow, wo das betreffende Individuum selbst zwischen den Schulterblättern ein zweites ähnliches Gebilde besass — entsprachen durch den Sitz des Auswuchses nicht dem Wesen eines Schwanzes.[79]Ich kann natürlich an dieser Stelle die Beweise für diese Behauptungen der Anatomen Zuckerkandl und Zernoff nicht wiederholen; aber ich weiss, dass auf den drei grossen Sundainseln das Wort »Schwanzmensch« als Schimpfwort für die primitiven Gebirgsbewohner gebraucht wird, dass dieses Schimpfwort die erste Ursache von der Annahme der Existenz solcher primitiven Menschen war, und ich kann heute mit aller Bestimmtheit behaupten: Die Existenz der Schwanzmenschen als Volksstamm auf Sumatra, Java und Borneo muss in’s Reich der Fabeln und Legenden verwiesen werden.
Die Atjeer sind, wie wir sahen, Mohamedaner; daher ist die Kunst gewiss nicht ihr Schoosskind; ich kann mich aber nicht dem Ausspruch des holländischen Gelehrten Snouck Hurgronje anschliessen, dass »ihr Kunstsinn sehr gering oder bis jetzt beinahe ganz latent sei«.[80]Offenbar legt dieser grosse Kenner des atjeeischen Volkes einen europäischen Maassstab oder den des continentalen Indien diesem Ausspruchezu Grunde. Unter den Bewohnern des indischen Archipels nehmen sie in der Kunst einen hervorragenden Rang ein. Ich sah in den Haaren der atjeeischen Frauen in Filigran gearbeitete Haarnadeln, welche jede Modedame zu besitzen wünschen würde; ich besitze Broschen und Nadeln für Kabajen, welche meiner Frau ein ebenso willkommener Schmuck waren, als ob sie von dem ersten Goldschmiede Wiens geliefert worden wären. Ihre Sarongs, aus Seide und mit Goldfäden durchzogen, sind geradezu kostbare Webestücke.
Ich besass einen Dolch (röntjong), dessen Handgriff aus Horn geschnitzt und mit Gold und Silber reichlich verziert war. Ich sah genug solche Waffen, um mir das Urtheil zu erlauben: Die Atjeer sind Künstler im Verfertigen dieser Waffen.
In der Steinhauerei zeigen sie thatsächlich Kunstsinn; wenigstens die Grabsteine haben hübsche Figuren auf der oberen Seite, und die ganze Form ist eine regelmässige, selbst edle zu nennen; es sind Prismen von 4–6–8 Flächen, welche an der Basis schmaler als an der Spitze sind; der europäische Geschmack kann diese Form vielleicht als »nicht schön« verurtheilen; aber »Kunstsinn« darf diesen Arbeitern nicht abgesprochen werden. Hinter dem Kraton steht ein eigenthümliches Gebäude, welches von den Atjeern Tanam = »Lusthof« genannt wird; man könnte es seiner Form nach einen künstlichen Berg nennen; schön ist es gewiss nach europäischer Aesthetik nicht zu nennen; aber es verkündet mit lauter Stimme, dass die Atjeer Kunstsinn haben oder wenigstens hatten.
Die Musik wird von ihnen ebenfalls gepflegt und gehegt; man darf natürlich keinen europäischen Maassstab bei der Beurtheilung ihrer Musik anlegen; aber ich kann es aus eigener Erfahrung behaupten, dass sie ihrer Haröbab (= Violine) so wehmüthige Klänge zu entlocken wissen, als der Zigeuner seiner Violine; ich erinnere mich einer Theatervorstellung auf Java, bei welcher der unglückliche Fischer dem erschienenen Fürsten der Unterwelt sein Leid klagte, dass alle seine Arbeit ohne Erfolg bleibe; die malaiische râbab begleitete hinter den Coulissen sein Flehen und Bitten um reichlicheren Fischfang; es waren wirklich rührende und ergreifende Töne, welche an mein Ohr drangen (videAnhang). Die Zahl der Musikinstrumente (videSeite 157) ist ja gross genug, um damit kleine Kapellen zusammenzustellen, wie es thatsächlich ihre Barden täglich thun.
Die Malerei hat bei den Atjeern bis jetzt ganz brach gelegen, wie überhaupt alle malaiischen Stämme diese Kunst nur in ihrenprimitivsten Elementen ausüben. Der javanische Maler Rhaden Salem[81]ist und bleibt vorläufig eine Ausnahme.
Die Dichtkunst steht bei den Atjeern ziemlich hoch, obzwar viele Dichtungen nur mündlich sich fortpflanzen und erst durch äussere Veranlassungen zu Papier gebracht werden; viele sind in malaiischer und vielleicht ebenso viele in arabischer Sprache und nur einige in der Sprache des Landes verfasst. Die zahlreichen Märchen und Erzählungen (= hababs) werden wie die zahlreichen Sagen und Legenden, wie z. B. »der kleine Hirsch oder der Eulenspiegel« (nach dem arabischen Chodjah Naçr addin) oder der Fürst Beo (die indische Elster) oder »der gespaltene Stein« bei dem Scheine einer Damar oder einer kleinen Petroleumlampe ebenso häufig erzählt, als der Hausvater den Inhalt von malaiischen oder arabischen Erzählungen oder grösseren Heldengedichten als Selbsterlebtes und Selbstgesehenes seinen Kindern mittheilt.
Die Zahl der Gedichte ist jedoch sehr gross; in erster Reihe stehen die Minnelieder = Pantons, welche sich nur wenig von den im ganzen Archipel üblichen malaiischen Liebesliedern unterscheiden. Die Hikajats sind grössere Gedichte mit lyrischem Charakter, in welchen oft genug auch kleine Erzählungen eingeschlossen sind, und sie fangen immer mit einem Loblied auf Gott und seinen Propheten an; selbst den Humor findet man nicht selten in einem Hikajat vertreten, z. B. in der Pferdesage (Hikajat guda). Ein altes Pferd wird geschlachtet und unter Bekannte vertheilt; jeder benutzt seinen Theil nach Belieben. Der Schweif wird zu einem Chignon verarbeitet; der andere macht aus der Rippe ein Schwert, und eine alte Frau erhält den Penis, den sie sich vergebens bemüht, durch Kochen gar zu bekommen. Es giebt auch viele rein epische Hikajats, welche geradezu einen hohen literarischen Werth haben, so z. B. das Epos »Malém Dagang«, welches die Eroberung Malaccas unter Alexander dem Jüngeren im 17. Jahrhundert behandelt. In dem Heldengedichte Hikajat Prang Kompöni sehen wir das Entstehen und die Entwicklung eines nationalen Epos im Volke der Atjeer, und es giebt uns vielleicht ein lehrreiches Beispiel für die Entstehung der Iliade, Odyssee und Aeneide. Ihr Freiheitskrieg gegen die Holländer wird in einem Gedicht von Abdulkarim besungen, der nicht einmal lesen oder schreiben konnte, und mündlich pflanzt dasGedicht sich fort und wird immer und immer verändert; nur wenige Bruchstücke werden zu Papier gebracht, und erst dem holländischen Gelehrten Snouck Hurgronje blieb es vorbehalten, das ganze Gedicht durch den Druck der Nachwelt zu erhalten.
Natürlich giebt auch das Leben der Heroen und Götter der indischen Mythenwelt einen reichlichen Stoff zu zahlreichen Hikajats, so wie auch die Thierfabeln eine grosse Rolle in der atjeeischen Literatur einnehmen; zur Zeit Thoelojmans (= Salomon) haben ja die Thiere die Sprache besessen, so dass dieser Prophet sehr leicht ihre Sprache verstehen konnte.
Die dramatische Kunst hat in Atjeh gar keine Vertretung, es sei denn, dass man analog den Mysterien, Officien, Moralitäten, Passionsspielen u. s. w. des mittelalterlichen Europas gewisse Spiele der Atjeer als gleichwerthige Anfänge eines zukünftigen Dramas ansehen will. Diese Spiele, Ratébs genannt, werden von Snouck Hurgronje »nicht mehr oder weniger als Parodien auf gewisse religiöse Uebungen« genannt. Laut werden einzelne Dogmen unter forcirten Bewegungen des Körpers ausgerufen, und in den Pausen werden einige profane Liebeslieder (= Nathib) gesungen. Aus diesen religiösen ratébs entwickelten sich im Laufe der Zeiten die ratébs tädatti, welche einen schon mehr prononcirten dramatischen Charakter tragen. Zwei junge Knaben werden in die schönsten Frauenkleider gehüllt (Fig. 20) und treten mit ihren Brodgebern, den »älteren Brüdern« (auf jeder Seite 15–20 Mann) auf, um im Zwiegesang und unter anmuthigen Bewegungen des Körpers einen Wettstreit zu halten. In Fragen und Antworten besprechen sie religiöse, politische, sociale, alltägliche und wissenschaftliche Fragen, und wer die anmuthigsten, gut einstudirten Bewegungen zeigt und den besten Rhythmus im Gesange hält, ist Sieger im Ratéb, und wer die besten Erzählungen und die besten Witze in den Pausen bringt, ist Sieger im Nathib.
Dazu gehören gewiss auch die Vorstellungen der Derwische, welche, wie Snouck Hurgronje ausführlich beschreibt, jeden Freitag stattfinden. Die »Brüder« stellen sich in zwei Reihen auf und begrüssen ehrerbietig den Gurée, d. i. den Leiter der Aufführung. Dieser beginnt mit dem Vaterunser der Mohamedaner (Fa Tihah) und fährt mit einigen Ratébs fort, welche in einem eigenthümlichen Tone unter Begleitung eines Orchesters (rapai) und unter leichten Bewegungen des Körpers aller Derwische gesungen werden. Diese Bewegungen werden nach und nach stärker, die Stimmen lauter, die Tamburins werden stärker undstärker geschlagen und geschüttelt; wenn die ganze Schaar beinahe eine rasende Heerde geworden ist, springt einer auf, fasst eine Waffe oder eine glühende Kette und schwingt sie nach allen Seiten und trifft bald diesen oder jenen Theil seines Körpers; hin und wieder zeigt eine Wunde mit dem herabströmenden Blute, dass diese Derwische nicht so unverwundbar seien, als sie gewöhnlich behaupten, es zu sein.
Nur ungern verlasse ich dies Thema, weil die Dichtungen im Volke der Atjeer den Ethnographen eine reiche Quelle für ihre vergleichenden Studien bieten. Wer den Einfluss der Araber und der Hindus auf die Sitten und Gebräuche aller malaiischen Völker des indischen Archipels studiren will, kann und darf die Literatur dieses Volksstammes nicht vernachlässigen, von welchem Snouck Hurgronje (geboren 8. Februar 1857 in Oosterhout) in seinem grossen Werke »Die Atjeers« eine ausführliche ethnographische Beschreibung gebracht hat.
In der ersten Woche des Monats August 1888 erhielt ich von befreundeter Seite in Kuta-radja die officiöse Nachricht, dass ich mit »erster Gelegenheit« Atjeh verlassen müsse, weil ich bereits zwei Jahre in dieser Garnison verweilt habe, ohne dass ich den »Wunsch geäussert hätte, in Atjeh zu bleiben«. Es sind nur wenige Officiere, welche sich dazu entschliessen, um eine Verlängerung ihres Aufenthaltes in dieser Garnison zu ersuchen. Die reglementär festgesetzte Dauer war damals für ledige Officiere und für Strohwittwer vierzehn Monate und für verheirathete Officiere zwei Jahre. Abgesehen von den günstigen pecuniären Verhältnissen fesselte damals nur weniges den Officier an die Garnisonsplätze Atjehs.
Der Ehrgeiz, in einer grossen Feldschlacht sich auszeichnen zu können und den Wilhelmsorden zu erhalten, fand nur selten Gelegenheit, befriedigt zu werden; im »kleinen Kriege« wird diese schöne Auszeichnung selbstverständlich nur wenigen zu Theil und dann nur — wenn sie sich der Protection zu erfreuen wussten; ich hatte zwei Mal »im Feuer verbunden«, ohne dass ich nur ein anerkennendes Wort dafür erhalten habe. Nun ist es richtig, dass die Statuten dieses Ordens auch eine persönliche Bewerbung unter Anhörung von Zeugen seiner Heldenthat gestatten; da ich jedoch mir bewusst gewesen war, meine Pflicht und nichts als meine Pflicht gethan zu haben, kam mir der Gedanke, mich um diesen Orden zu bewerben, nicht einmal in den Sinn und — der Landessanitätschef hat aus eigener Initiative auch nichts gethan.
Was die günstigen pecuniären Verhältnisse betrifft, waren sie ja für den Militärarzt von untergeordneter Bedeutung. Ich erhielt nämlich 1200 Fl. jährlich Quartiergeld, ohne für die Wohnung etwas bezahlen zu müssen; aber ich hatte (wenigstens auf Lambaro) keine Civilpraxis, während in den meisten übrigen Garnisonen des indischen Archipels der Militärarzt Gelegenheit hat, oft das Drei- bis Vierfache pro Jahr durch die Civilpraxis zu verdienen. Diese Triebfeder, auf Atjeh zu bleiben, bestand für mich also nicht.
Im übrigen waren ja die äusseren Verhältnisse so ungünstig als möglich. Das Leben in den Tropen mit allen seinen Entbehrungen, mit allen seinen Gefahren für meine und meiner Frau Gesundheit, das Leben in einem kleinen Fort mit allen seinen Beschränkungen im täglichen Leben, mit allen seinen Aufregungen, mit allen seinen Gefahren und mit seiner Monotonie forderte von meinen Nerven so viel, dass das Gefühl der Erleichterung mich bei der Nachricht beseelte,endlichAtjeh verlassen zu können.
Noch bei meiner Abreise von Lambaro sollten ich und meine Frau in unangenehmer Weise ein uns zugedachtes Andenken erhalten.
Mein Nachfolger war mit dem Morgenzug von Kuta-radja angekommen, hatte meine Möbel übernommen, und um 11 Uhr begab ich mich, begleitet von dem »Liniencommandant«, dem damaligen Major Schneider, zum Bahnhofe. Wir hatten noch keine 25 Schritte zurückgelegt, als aus dem nahegelegenen Schilfrohr ein Kugelregen uns überfiel; wir mussten uns in die Cantine flüchten. Endlich stellte der Feind seine Schiessübungen ein, ohne nur einen von uns getroffen zu haben, und wir eilten so rasch als möglich zum Bahnhofe und bestiegen sofort die Waggons, welche mit dicken Panzern gegen die feindlichen Kugeln geschützt waren.
Denselben Abend gab der Landessanitätschef in Kuta-radja uns beiden zu Ehren ein Abschiedsfest, und den anderen Morgen verliessen wir mit dem »General Pel« diese Garnison, und jene Gespenster, welche bei unserer Ankunft ihr graues Haupt über den Rand des Horizontes uns drohend zugewendet hatten, sanken trostlos in die Tiefe der glatten und ruhigen See. Mit heiler Haut waren wir den meisten Gefahren entronnen, welche uns während des zweijährigen Aufenthaltes in Atjeh bedroht hatten. Nur die Beri-Beri hatte mich ergriffen. Beim Verlassen der Insel war jedoch nur die Herzaffection zurückgeblieben; jede körperliche oder geistige Anstrengung brachte meinen Puls auf 120–130 Schläge in der Minute.
Unsere Reisegesellschaft war nicht gross; der »General Pel« war ein alter Dampfer, welcher uns auf der Reise noch manche unangenehme Augenblicke verschaffen sollte.
Zunächst hatte ich in Analabu[82]eine heikle Aufgabe zu lösen.
Hier lag eine Compagnie Soldaten unter dem Commando eines Hauptmanns in Garnison. Da dieser Küstenplatz mitten im Sumpfe lag, war die Garnison immer und immer vom Fieber heimgesucht, und ein steter Wechsel der Bemannung war dringend nöthig; die Officiere wurden reglementär nach 3 Monaten von dort abgelöst; natürlich konnte im Nothfalle mit jedem Schiffe, welches zwei mal im Monat dort landete, eine Evacuation stattfinden. Uebrigens lag ein Kriegsschiff im Hafen, welches in der Zwischenzeit in aussergewöhnlichen Fällen von Kuta-radja Hülfe holen konnte.
Der Oberarzt war seit vier Wochen dieser Compagnie zugetheilt und hatte sofort nach seiner Ankunft das Wechselfieber bekommen und mit erster Gelegenheit den Landessanitätschef in Kuta-radja per Brief ersucht, ihn von Analabu ablösen zu lassen. Warum der Oberstabsarzt Y. nicht sofort einen Arzt dahin schickte — und wäre es nur um diesen Collegen behandeln zu können —, dies war mir nicht bekannt; auch überraschte mich nicht wenig der geheime Auftrag, den ich von ihm bei meiner Abreise erhielt. Ich sollte in Analabu an das Land gehen und den dortigen Garnisonsdoctor X. untersuchen. Nach meinem Ermessen sollte ich dann entweder den Befehl zurücklassen, mit nächster Gelegenheit Dr. X. nach der Hauptstadt zu evacuiren, oder aber den Oberarzt B. zurücksenden, welcher mir mitgegeben wurde, um eventuell den Dienst vom Garnisonsdoctor X. zu übernehmen.
Den 21. August erschien unser Dampfer in dem Hafen von Analabu, und ein Boot des Kriegsschiffes brachte die ganze Reisegesellschaft an das Land. Sofort liess Dr. X. sein Gepäck auf unsern Dampfer bringen. Ich habe selten so ungünstige sanitäre Zustände gesehen als damals zu Analabu. Alle Soldatenfrauen, welche mir entgegenkamen, waren kachektisch mit einem Stich ins gelbliche. Die Soldaten selbst sahen weniger ungünstig aus, wenn auch nur wenige sich einer vollkommenen Gesundheit erfreuten. Der besten Gesundheit erfreute sich — Dr. X. Er theilte mir mit, dass die Fieberanfälle sich jeden Morgen um 6 Uhr einstellen. Bei meiner Untersuchung fand ich eine Körpertemperatur von 37.2; die Leber war nicht vergrössert,die Milz war unter dem Rippenbogen palpabel; aber für ein periculum in mora fand ich kein Symptom. Wir blieben drei Stunden in Analabu, während welcher Zeit in seinem Zustande keine Veränderung eintrat. Meine Instruction lautete, nur imNothfalleDr. X. zu evacuiren. Dieser lag nicht vor. Späterhin habe ich mir sehr oft darüber die schwersten Selbstvorwürfe gemacht; wenn durch einen unglücklichen Zufall das Wechselfieber diesen jungen Collegen in Analabu dahingerafft hätte, wäre ich vielleicht zur Verantwortung gezogen worden. Es ist glücklicher Weise anders gekommen; Dr. X. blieb drei Monate in Analabu, und drei Jahre später wurde er nach Tjilatjap, dem grössten Fieberherde Javas, geschickt, ummichzu evacuiren, weil ich nach einem Aufenthalte von einem Jahre der Malaria zu erliegen drohte.
Als ich in Analabu die Garnison so fürchterlich von der Malaria heimgesucht sah, dass mit Ausnahme einiger Soldaten alle übrigen wie Gespenster mir entgegentraten, wandte ich mich an den Commandanten des Forts, der gleichzeitig mit der Leitung der »politischen Agenden« betraut war, mit der Frage, ob es denn gerechtfertigt sei, in eine solche Pesthöhle eine Garnison zu legen und zu erhalten und die Gesundheit und das Leben so vieler Menschen dem Moloch Malaria jährlich zu opfern!
»Ja der Besitz von Colonien heischt Opfer, viele Opfer,« erwiderte mir dieser Hauptmann, der schon vier Jahre, sage vier Jahre hintereinander in dieser Mördergrube gelebt hatte und dabei einer ziemlich guten Gesundheit sich erfreute; »aber sie sind unvermeidlich. Wie lange ist es her, dass in nächster Nähe ein dänischer Schiffscapitän mit seiner Frau von den atjeeischen Seeräubern gefangen wurde und ein Lösegeld von 30000 Dollars bezahlt werden musste. Dieser Betrag soll nun von Bewohnern der betreffenden Küstenplätze zurückerstattet werden; dies muss geschehen, weil sie sonst glauben würden, in Zukunft ungestraft solche Raubzüge ausführen zu können. Um diesen Betrag jedoch erhalten zu können, wurde ein Ausfuhrzoll auf Pfeffer und auf die andern Exportartikel des Landes gelegt. Das Land ist ja reich; die üppige Tropennatur spendet reichlich ihre Gaben; hier an der Küste ist allerdings eine Sumpfvegetation; aber schon wenige Paalen (1 Paal = 1½ km) hinter dem Fort erhebt sich das Terrain zu sanft aufsteigenden Bergen mit einem sanften herrlichen Klima; Pfeffer, Reis, Tabak, Kapok, Kampfer, Guttapercha, reiches Bauholz, Rottang, Betelnuss, Bambus, Seide, Goldstaub, Benzoe, Salz, Schwefel, Damar (Harz), Pferde, Büffel, Ziegen und Fische können unter dem friedlichenScepter der holländischen Regierung für die Bewohner des Landes eine ergiebige Quelle zur Schaffung eines nationalen Reichthums werden. Dazu gehört aber in erster Reihe Sicherheit des Lebens und des Eigenthums der Ansiedler und jener Atjeer, welche dem Handel oder dem Ackerbau sich widmen wollen. Dafür ist aber eine bewaffnete Macht unerlässlich. Vorläufig kann diese nur an der Küste ihren Sitz haben; im Laufe einiger Jahrzehnte werden die Bergbewohner und vielleicht sogar die im Innern des Landes hausenden »Gajustämme« den Vortheil erkennen, welchen die holländische Regierung mit Bezug auf Sicherheit des Lebens und Eigenthums schafft; sie werden uns um Schutz und Hülfe bitten, sie werden aus ihrer isolirten Lage herabsteigen, sie werden ihr Land d. h. das Innere Atjehs uns eröffnen, und ich zweifle nicht, dass am Ende des 20. Jahrhunderts Atjeh ebenso blühend, ebenso reich bevölkert und ebenso civilisirt sein wird als irgend eine Residentie der Insel Java oder sogar als irgend eine Provinz des heutigen grossen Moffrika.«[83]
Die Dampfpfeife gab das Signal zur Abreise, und mit den Worten Amin, Amin! besiegelte ich den frommen Wunsch und dankte ihm für die instructiven Mittheilungen und für seine gastfreundschaftliche Bewirthung und bestieg das Boot, welches mich wieder auf den »General Pel« brachte.
Den nächsten Morgen passirten wir die Schweinsinsel (Pulu Babi) und die äusserste Spitze der Westküste von »Atjeh und Vasallenstaaten«[84](onderhoorigheden). Diese Provinz ist 9666 ☐Meilen gross und hat ungefähr 540000 Einwohner, worunter sich 328 Europäer und 3933 Chinesen befinden (im Jahre 1897). Das eigentliche Atjeh, oder, wie es officiell genannt wird, »Gross-Atjeh«, hat seine Grenzen in einem Dreiecke (= Tiga Sagi), welches die Atjeer selbst mit einer Futterschwinge vergleichen. Die Basis dieses Dreieckes durchzieht den Norden Sumatras in einer Linie, welche an der Ostküste bei Pedir beginnt und an der Westküste bei 4° 50′ N. B. bei Pulu radja (= Königsinsel) endigt. Die ganze »Residentie Atjeh und Vasallenstaaten« hat ebenfalls eine dreieckige Form, deren Basis von der Mündung des Tamiangflusses an der Ostküste bis zum Vorgebirge Tjalo Batóe in einer krummen Linie zieht. Das Innere dieser Provinz wird von Wilden bewohnt, welche als Bewohner der Gaju-Länder und der Alaï-Länder bis vor kurzem nur dem Namen nach bekannt waren. Vonihren Sitten und Gebräuchen oder von ihrem socialen und gesellschaftlichen Leben ist bis jetzt so wenig zur Kenntniss der Fachleute gelangt, dass ihr Gebiet noch eine terra incognita genannt werden muss.
»Gross-Atjeh« soll im Jahre 1205 (601 der Hedschra) von einem Araber gegründet worden sein, der nach Sumatra kam, um den Islam zu predigen, in Atjeh heirathete und als Sultan Djohan Schah 30 Jahre über Atjeh regierte. Erst im Jahre 1599 (21. Juni) landeten hier zum ersten Male holländische Kaufleute unter Cornelis und Frederik de Houtman, und schon zwei Jahre später (1601) gingen zwei atjeeische Fürsten nach Holland, um dem Prinzen Mauritz zu huldigen. Im Jahre 1616 zwang der Sultan Iskander (= Alexander) Muda die Holländer, die Factory abzubrechen und vertrieb sie sogar von Padang. Im Jahre 1641 eroberten sie Malacca, und nach dem Tode des Sultans Iskander Tsami kamen vier weibliche Sultane an die Spitze des atjeeischen Reiches, und eine derselben mit dem Namen Tadju-l-alam wollte einen Holländer heirathen und zum Mitregenten annehmen.
Alle seefahrenden Nationen haben seit dem Bestehen des Reiches abwechselnd ihr Glück hier gesucht, bis endlich 1824 England definitiv seinen Besitz an Holland abtrat. Am 30. März 1857 schloss Holland mit dem Sultan von Atjeh einen Vertrag auf dem Fusse der meistbegünstigten Bundesgenossen, und als trotz wiederholter Ermahnungen dieser Vertrag nicht gehalten wurde, erklärte am 26. März 1873 Holland den Krieg an Atjeh, welches, wie wir schon sahen, nominelleinenSultan hatte, der zur Zeit meiner Anwesenheit Sultan Alaédin Muhamat Dawot Tjah hiess und in Kamala als Flüchtling lebte.