Einundderselbe

Einundderselbe

Der arge Mißbrauch, der mit dem Pronomenderselbegetrieben wird (daß man es fortwährend füreroderdiesergebraucht; vgl.S. 226), hat dazu geführt, daß man nuneinundderselbesagen zu müssen glaubt, wo manderselbemit seiner wirklichen Bedeutung meint. Diese überflüssige Zusammensetzung wird vollends schleppend, wenn man sie pedantisch dekliniert:eines und desselben,einem und demselben. Wer sie nicht entbehren zu können glaubt, der schreibe wenigstens: aneinunddemselben Tage, im LaufeeinunddesselbenJahres, ineinundderselbenHand. Dieselbe Freiheit nimmt man sich ja auch beiGrund und Boden: die Entwertung desGrund und Bodens(als ob beides nureinWort wäre), nicht desGrundes und Bodens; ebenso: ein Hut mitblau und weißemBand, wenn nicht zwei verschiedenfarbige Bänder gemeint sind, sondern ein zweifarbiges.


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