In einer Zeit wie der unsrigen

In einer Zeit wie der unsrigen

Keine eigentliche Apposition liegt vor, wenn man sagt:in einer Zeitwieder unsrigen, sondern hier hat ein kurzer Nebensatz, und zwar ein Attributsatz (wie die unsrige ist), sein Zeitwort eingebüßt, und das übrigbleibende Subjekt des Satzes ist dann unwillkürlich zu dem vorhergehenden Dativ gezogen, „attrahiert“ worden. Manche wollen von dieser Attraktion nichts wissen; sie ist aber sehr natürlich und liegt so nahe, daß es pedantisch wäre, sie zu vermeiden. Gegen Verbindungen wie: ineinem Buchewie dem vorliegenden, oder: es bedarfeines Reaktionsstoffeswiedes Natriums– ist nicht das geringste einzuwenden; es klingt sogar gesucht und hart, wenn jemand schreibt:vonPerioden wiedie jetzigekann man sagen – sie wollte ihren Sohnvoreinem ähnlichen Schicksal wiedasseines Vaters bewahren – wer die Jugendzueinem Berufe wieder ärztlichevorbereiten will –solchekleinere Sammlungen wurdeninWerken wiedie Weingartner Handschriftvereinigt.


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