The Project Gutenberg eBook ofArabische Pflanzennamen aus Aegypten, Algerien und JemenThis ebook is for the use of anyone anywhere in the United States and most other parts of the world at no cost and with almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included with this ebook or online atwww.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you will have to check the laws of the country where you are located before using this eBook.Title: Arabische Pflanzennamen aus Aegypten, Algerien und JemenAuthor: Georg August SchweinfurthRelease date: February 5, 2024 [eBook #72876]Most recently updated: September 7, 2024Language: GermanOriginal publication: Berlin: Dietrich Reimer (Ernst Vohsen), 1912Credits: Galo Flordelis (This file was produced from images generously made available by The Internet Archive)*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK ARABISCHE PFLANZENNAMEN AUS AEGYPTEN, ALGERIEN UND JEMEN ***
This ebook is for the use of anyone anywhere in the United States and most other parts of the world at no cost and with almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included with this ebook or online atwww.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you will have to check the laws of the country where you are located before using this eBook.
Title: Arabische Pflanzennamen aus Aegypten, Algerien und JemenAuthor: Georg August SchweinfurthRelease date: February 5, 2024 [eBook #72876]Most recently updated: September 7, 2024Language: GermanOriginal publication: Berlin: Dietrich Reimer (Ernst Vohsen), 1912Credits: Galo Flordelis (This file was produced from images generously made available by The Internet Archive)
Title: Arabische Pflanzennamen aus Aegypten, Algerien und Jemen
Author: Georg August Schweinfurth
Author: Georg August Schweinfurth
Release date: February 5, 2024 [eBook #72876]Most recently updated: September 7, 2024
Language: German
Original publication: Berlin: Dietrich Reimer (Ernst Vohsen), 1912
Credits: Galo Flordelis (This file was produced from images generously made available by The Internet Archive)
*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK ARABISCHE PFLANZENNAMEN AUS AEGYPTEN, ALGERIEN UND JEMEN ***
Einige Zeichensetzungsfehler und Zeichensetzungsinkonsistenzen wurden stillschweigend geändert.Weitere Korrekturen und Standardisierungen der Taxonnamen wurden vorgenommen. Weitere Einzelheiten finden Sie in denAnmerkungen zur Transkriptionam Ende. Einige wichtige Änderungen wurden markiert ¶ und auf die entsprechende Anmerkung verlinkt.
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Weitere Korrekturen und Standardisierungen der Taxonnamen wurden vorgenommen. Weitere Einzelheiten finden Sie in denAnmerkungen zur Transkriptionam Ende. Einige wichtige Änderungen wurden markiert ¶ und auf die entsprechende Anmerkung verlinkt.
ARABISCHE PFLANZENNAMENAUSAEGYPTEN, ALGERIEN UND JEMENVONG. SCHWEINFURTHBERLIN 1912DIETRICH REIMER (ERNST VOHSEN)
ARABISCHE PFLANZENNAMENAUSAEGYPTEN, ALGERIEN UND JEMEN
VONG. SCHWEINFURTH
BERLIN 1912DIETRICH REIMER (ERNST VOHSEN)
ARABISCHE PFLANZENNAMENAUSAEGYPTEN, ALGERIEN UND JEMENVONG. SCHWEINFURTHBERLIN 1912DIETRICH REIMER (ERNST VOHSEN)
VONG. SCHWEINFURTH
BERLIN 1912DIETRICH REIMER (ERNST VOHSEN)
ALLE RECHTE VORBEHALTENDRUCK VON J. J. AUGUSTIN IN GLÜCKSTADT
ALLE RECHTE VORBEHALTEN
DRUCK VON J. J. AUGUSTIN IN GLÜCKSTADT
Trotz langjähriger Erfahrung ist es ein überaus lückenhafter Versuch, den ich mit dieser Veröffentlichung dem Urteil der Fachmänner preisgebe. Mögen sie, um gerecht zu sein, nicht außer acht lassen, daß es die Arbeit des Botanikers ist, nicht die eines Sprachforschers. Und doch, nur der Botaniker war imstande sie mit einiger Aussicht auf allgemeine Nutzbarkeit zu leisten.
Diese in drei verschiedenen Gebieten der arabischen Welt zu Stande gebrachte Sammlung einheimischer Pflanzennamen soll nicht allein dem Dialektforscher zu Gute kommen, indem sie ihm sonst schwer zugängliche Teile des arabischen Sprachschatzes erschließt, sie bezweckt zugleich eine leichte Verständlichmachung aller die Pflanzenwelt betreffenden Ausdrücke, wie sie dem Reisenden in Aegypten, in Algerien und in Jemen auf Ackerland wie in der freien Natur beim Ausfragen der Eingeborenen entgegentreten, sich ihm aber auch im täglichen Verkehr auf Märkten, in Verkaufsläden, in Gärten beständig aufzudrängen pflegen. Der Naturforscher, wie der Kaufmann und Industrielle, der Landwirt vornehmlich und der Volkswirtschaftler werden das gleiche Interesse haben, zu erfahren, mit welchem botanischen Namen eine ihnen mit arabischer Bezeichnung vorgeführte Pflanze oder ein Pflanzenprodukt bei uns genannt werden muß.
Vermittelstder in den Listen dargebotenen botanischen Nomenklatur wird man im Stande sein, sich in geeigneten Nachschlagebüchern nähere Auskunft über diejenigen Pflanzen zu verschaffen, die ein besonderes Interesse in Anspruch nehmen. Andererseits wird der Nichtbotaniker, wenn er die Listen zur Hand nehmend bei den Eingeborenen Nachfrage hält, selbst in dem Falle, daß der betreffende Name ungenau umschrieben ist, meistens doch mit ziemlicher Sicherheit zur Bestimmung, wenn auch nicht immer der Art, so doch mindestens der Pflanzengattung geführt werden können.
Um von diesen Listen den richtigen Gebrauch zu machen, wird es sich empfehlen, beim Nachschlagen zum Auffinden eines arabischen Namens sich nicht mit dem einen mit seinem lateinischen Äquivalent angegebenen zu begnügen. Es müssen zugleich auch mit Hilfe des Alphabets der Lateinnamen die bei den botanischen Pflanzennamen aufgeführten arabischen Varianten und Synonyme mit in Vergleich gezogen werden.
Wenn Wiederholungen desselben arabischen Namens bei verschiedenen Pflanzenarten stattfinden, und umgekehrt, wenn dieselben botanischen Bezeichnungen für verschiedene arabische Pflanzennamen angegeben sind, bezeichnet ein ! denjenigen Namen, dem der beigefügte Begriff und umgekehrt denjenigen botanischen Begriff, dem ein arabischer Name vorzugsweise, bezw. von Rechts wegen alleinig gebührt. Es sollte durch das ! angedeutet werden, daß die übrigen Namen zwar gebräuchlich, aber sicherlich nur irrtümlich in Gebrauch sind. Indeskonnte das ! nur eine beschränkte und eigentlich nur in den Listen der Abteilung I gesicherte Verwendung finden, da in den übrigen Florengebieten für ein Urteil von entsprechender Bestimmtheit wie in Aegypten nicht die nötige Erfahrung zu Gebote stand.
Die arabischen Pflanzennamen sind fast stets als Kollektivbegriff wiedergegeben worden. Bei einigen ist die gehörte Form des Einheitsbegriffs beibehalten, da beide in gewissen Fällen nicht mit Sicherheit zu unterscheiden waren, die Bevorzugung des Einheitsbegriffs vielleicht auch, wie die Beibehaltung des in diesen Namenlisten sonst (d.h. bei den aus einfachen Worten bestehenden) weggelassenen Artikels für gewisse Namen charakteristisch, ja erforderlich sein möchte. Einen Grund für diese Erscheinung anzugeben, entzieht sich meiner Kompetenz. Sollte etwa durch den Artikel die Wohlbekanntheit und das überall Vorhandensein (Ubiquität), oder gar die besondere Bedeutung und Wichtigkeit einer Pflanze hervorgehoben werden?
Um eine richtige Wiedergabe der Namen zu ermöglichen, ist dasldes Artikelselüberall, wo es sich beim Aussprechen den Anlaut des zugehörigen Worts assimiliert, durch eine Wiederholung des betreffenden Konsonanten, d.h. des für ihn in meinem Alphabet der Umschreibung vorhandenen Äquivalents ersetzt.
Ferner mußten, um Irrungen zu vermeiden, ähnlich lautende, oft nur durch die Vokale voneinander abweichende Namen für verschiedenartige, oft auch nahe verwandte Pflanzen getrennt aufgeführt werden. Selbstverständlich werden solche Varianten späterhin zu vereinigen sein, wenn erst die richtige Schreibweise sicher festgestellt ist.
Beim Erfragen der einheimischen Pflanzennamen muß der Pflanzenkundige mit großer Umsicht verfahren und besonders in der Wahl der Auszufragenden hat er behutsam vorzugehen. In südlichen Ländern, wo die Städter seltener auf's Land kommen als bei uns, ist die Unkenntnis der Pflanzennamen bei diesen ganz allgemein und das wenige, was sie davon wissen, beschränkt sich fast ausschließlich auf die Gewächse des Gartenbaus und die auf den Märkten zum Verkauf gebrachten Erzeugnisse des Pflanzenreichs. Auch in dem so vorwiegend landwirtschaftlichen Aegypten ist es nicht viel anders. Aus dieser in allen Ländern des Orients vorhandenen Sachlage erklärt sich die Armut an identifizierten und identifizierbaren Pflanzennamen, die in den arabischen Wörtersammlungen der Schriftsprache enthalten sind. Die Identifizierung der meisten (d.h. vermittelst Beifügung der botanischen Artbezeichnung) wird durch die unbeholfene Definition und Ausdrucksweise der Lexikographen vereitelt.
Um richtige Pflanzennamen zu erhalten, hat man sich in allen Ländern zunächst an die Landleute, an Feldbauern und Hirten, an die Viehhüter, dann an Kräutersammler von Beruf, an die Brennmaterialien sammelnden Weiber, gelegentlich auch an Gärtner zu wenden. In den Wüstengebieten des Orients dürften diejenigen Bewohner, die eine nomadisierende Lebensweise führen, die sog. Beduinen, durchschnittlich als gute Kenner ihrer einheimischen wilden Flora gelten, dasie alle irgendwie durch ihre Eigenart hervorstechenden Gewächse wohl zu unterscheiden, auch durch bestimmte Bezeichnungen namhaft zu machen wissen und, vor allem, weil sehr viele Pflanzen für ihr Wirtschaftsleben von großer Bedeutung sind, als Futter für die Kamele und das Kleinvieh, als Arznei, als verwertbar für die eigene Speise, gelegentlich auch als Handelsware.
Bei allen Pflanzennamen wird es immer Pflicht des Lexikographen sein, den dialektischen Eigenheiten der unteren Volksschicht Rechnung zu tragen; denn nur diese ist im Vollbesitz der botanischen Nomenklatur ihrer Sprache, und sie ist es in ganz überwiegendem Maße bei den eines geregelten Volksunterrichts entbehrenden Bewohnern des mohammedanischen Orients. Selbstverständlich ist bei solchem Zurückgreifen in den Sprachschatz der Analphabeten das Innehalten gewisser Grenzen geboten. Bei Namen von ganz allgemeiner Verwendung, zum Teil auch bei solchen, die aus bekannten Wörtern zusammengesetzt sind, oder abgeleitete Formen dieser Wörter darstellen, wird die Orthographie nach den ihnen in der Schriftsprache zukommenden Buchstaben zu regeln sein. Es ist mein Bestreben gewesen diesem Grundsatz nach Kräften gerecht zu werden. Es war mir aber nur in denjenigen Fällen möglich, wo die Etymologie eines Pflanzennamens sicher und ohne irgend welchen Zweifel zuzulassen, festgestellt werden konnte.
Andererseits verfällt man beim Erratenwollen des etymologischen Wortskeletts nur zu leicht in den Fehler einer Zwangsdeutung solcher morphologischer Merkmale, die zur Charakterisierung einer Pflanze angerufen werden. Der Botaniker wird darüber zu entscheiden haben, ob gewisse Vergleiche zwischen den von einer Pflanzenart dargebotenen Gestaltungen und den Formen bekannter Dinge auch in der Natur der Pflanze begründet sind oder nicht. Dasselbe gilt von den übrigen Eigenschaften der Pflanzen und ihrer Beziehungen zum Menschen, wo Vergleiche stets eine große Vertrautheit mit der Flora des betreffenden Landes und der Lebensweise seiner Bewohner voraussetzen.
In jeder Sprache wird man bei Niederschrift der gehörten Pflanzennamen, die nur im Besitze des der Schrift unkundigen Teils der Bevölkerung sind, auf ähnliche Schwierigkeiten stoßen und vielleicht wären nur wenige Gewächse der freien Natur ausfindig zu machen, zu deren Bezeichnung alsdann die Schreibweise einwandsfrei feststände. Wenn ich den Versuch gemacht habe, für einige Gebiete arabisch sprechender Völker eine erhebliche Zahl von Beispielen dieser problematischer botanischer Nomenklatur zusammenzustellen, so muß ich es dem Kenner überlassen, künftighin das Endgültige an Ort und Stelle festzustellen. Es wird Aufgabe eines arabisch geschulten Philologen sein, wenn er dazu genügende Dialektstudien gemacht hat, für diese Namen die Einheitlichkeit der Schreibweise in vollkommenerer Weise herzustellen.
Abgesehen von dem unzureichend geübten Sprachgehör des Fremdländers, oft selbst des geschulten Arabisten, wird eine zutreffende Buchstaben wahl gelegentlich auchdurch die individuellen Eigenheiten des Gewährsmannes[1]beeinträchtigt.
Bei Ermittelung derjenigen Pflanzennamen, für die ich aus eigener Erfahrung Gewähr leisten kann, habe ich daher auch stets vermieden, mich mit den Aussagen einzelner Eingeborenen zu begnügen. Zur Gewißheit der Zuverlässigkeit eines Namens bin ich erst in dem Falle gelangt, wo zwei, oder drei, oder mehrere Personen in der nämlichen Gegend unabhängig voneinander mir den gleichen Namen für ein und dieselbe Pflanze wiederholten. Auch wenn der bereits früher anderswo gehörte Name in einem entfernten Lande einer ähnlichen oder einer gleichgeschlechtlichen Pflanzenart zuerteilt wurde, war Sicherheit geboten für die Zuverlässigkeit des Gewährsmannes. Vor allem sind einer derartigen Prüfung vermittelst wiederholter Aussagen diejenigen Bezeichnungen zu unterwerfen, deren Etymologie durch die Trivialität der Bedeutung den Verdacht einer „ad hoc“ zur Befriedigung des Fragestellers frei erfundenen Namengebung erregt, oder, im entgegengesetzten Falle, wenn die Etymologie durch phantastische Extravaganz zu dem gleichen Mißtrauen Veranlassung geben konnte.
Wenn man die etymologische Bedeutung eines Namens hat, ist im Arabischen sicher die richtige Schreibweise gegeben; das trifft aber nur zu unter der Voraussetzung, daß die Etymologie eine richtige ist. Zu Mißdeutung gelangt am ehesten der Sprachgelehrte, der nicht Naturforscher ist, wenn er daheim beim Ergrübeln des Sinnes durch Nachblättern im Wörterbuch die den fraglichen Namen zusammensetzenden Wurzeln aufgefunden zu haben vermeint. Aus diesem Grunde sind auch die nur mit lexikographischen Waffen gerüsteten Deuter unter sich so selten der gleichen Meinung. Dazu kommt noch, daß alle Araber, der gemeine Mann mit inbegriffen, eine große Vorliebe für Wortspiele und namentlich auch für etymologische Namendeutungen haben. Durch Befragen der eingeborenen Gewährsmänner an Ort und Stelle, und angesichts des Objekts, wird man also nur in dem Falle zu einem zuverlässigen Urteil gelangen, wenn die Übereinstimmung der gemachten Angaben mit den morphologischen Merkmalen und anderen Eigenschaften oder Beziehungen der Pflanze in unzweifelhafter Weise festgestellt werden kann. Die Volksetymologie hat auch hier ihre Gefahren wie bei uns, z.B. in den Fällen „Sündflut“, „Altona“ u. desgl.
Auch darf man nicht, um sich für die etymologische Bedeutung des betreffenden Namens eine seinsollende Erklärung zu verschaffen, hypothetisch, eigentlich willkürlich beliebige Konsonanten an die Stelle anderer setzen, auch wenn man sich dazu aus sprachlichen Gründen berechtigt glaubt. Daß man bei derartigen Verbesserungen in der Mehrzahl der Fälle einem Irrtum verfällt, steht erfahrungsmäßig auf Grund vieler Beispiele fest.
Bei Namen, deren Etymologie einwandfreifeststeht, schon aus Gründen der allgemeinen Logik keinem Zweifel unterliegen kann, ist also, wie erwähnt, die Buchstabenwahl von selbst gegeben. In häufigen Fällen aber bleibt die etymologische Erklärung eines Namens nur eine scheinbare, vornehmlich sich aus dem Gleichklang der Laute ergebende. Da wird sie für die Rechtschreibung, wenn Mißdeutung der Merkmale oder gänzliche Unkenntnis der Pflanze hinzutreten, zur trügerischen Falle. Bei von fremdsprachigen Namen abgeleiteten oder nur durch Alliteration ihnen nachgeformten Bezeichnungen versagt jede Deutung, falls man den Schlüssel zu des Rätsels Deutung nicht besitzt. So würde beispielsweise in Cairo ein des Türkischen Unkundiger im Namen„muschmolla“(fehlt S. 35 und 70, weil übersehen), dessen sich der arabische Gärtner häufig für die japanische Mispel bedient, gewiß nicht das„beschmēlek“von Konstantinopel erraten, ebensowenig im„kelletūss“der Algerier den Eucalyptus der Gärtner und der Botanik.
Aegypten, als das Land, das von jeher und von allen Seiten die verschiedenartigsten Kulturbeeinflussungen erfuhr, zeigt in seinem arabischen Wortschatz der Pflanzennamen in der Tat zahlreiche fremde Elemente, deren Schreibung nicht immer leicht ausfindig zu machen ist. Manche Namen haben sich in arabisierter Gestalt aus dem Altaegyptischen erhalten, namentlich aber sind es die Zier- und Nutzpflanzen der Gärten oder die Marktware liefernden Gewächse, von denen mehrere außer dem Türkischen auch dem Persischen und sogar dem Italienischen und Griechischen entlehnte Bezeichnungen erhielten.
In den südlichen Teilen des eigentlichen Aegypten treten Pflanzenarten auf, die ihr eigentliches Verbreitungsgebiet im anstoßenden Nubien oder im gesamten aegyptischen Sudan haben. Diesen sind häufig keine arabischen Namen eigen, sondern werden mit den bei den hamitischen Nachbarvölkern (Nuba, Bischarin und besonders bei den fast völlig arabisierten Ababde) gebräuchlichen Namen bezeichnet, die als dem arabischen Sprachschatz jener Gegend einverleibte angesehen werden müssen, namentlich wenn sie zugleich auch den echt arabischen Beduinen geläufig wurden.
Was nun die algerischen Pflanzennamen betrifft, so ist bei ihnen, namentlich innerhalb des Tel, des nördlichen Berglandes und der Küstenzone der Prozentsatz der fremdsprachlichen Beimengungen ein erheblicher, veranlaßt vornehmlich durch den in dieser Region überall gebotenen Kontakt mit den Berber-Dialekte sprechenden Kabylen. Indes laufen die beiden Sprachen zurzeit noch ziemlich unvermischt nebeneinander her und nur bei wenigen Namen ist der hamitische Ursprung nicht sofort nachweisbar. Im nördlichsten Saharagebiet, z.B. bei Biskra, haben sich ausschließlich echte arabische Pflanzennamen erhalten, die zugleich von der rasselichen Reinheit der arabischen Stämme Zeugnis ablegen. Die wenigen Ausnahmen beschränken sich dort auf einige Kulturpflanzen mit kabylischen Namen.
Wie in Aegypten griechische, so sind auch in Klein-Afrika heute noch einzelne Pflanzennamen aus vorarabischer Zeit erhalten geblieben, als das Latein noch allgemeine Umgangssprache war. Einige vondiesen nehmen sich aus wie Übersetzungen ins Arabische, z.B.ssēf-el-ghorāb(„Rabenschwert“) für Gladiolus,kalch(„Prügelstock“ oder „Rute“) für Ferula,meschtta-el-ghūl[2]) („Kamm der Hexe“) für Scandix pecten veneris L.
Andere Namen verraten deutlicher ihren römischen Ursprung, d.h. sie sind meist dem Griechischen entlehnt, weil griechische Pflanzennamen während der Kaiserzeit ganz allgemein in Verwendung kamen, fast wie heute bei uns die botanisch-lateinischen. Als Beispiele solcher Reliktnamen seien nur erwähnt:defla(daphne) für Nerium, das, weil auch Rhododaphne genannt, manchmal mit Laurus, der eigentlichen „daphne“ verwechselt wurde;merisuafür Melissa;frasijūnfür Marrubium, welchem ursprünglich lateinischen Namen die Römer später das griechische Prasium (nicht zu verw. mit dem botanischen P.) substituierten. Auch in Aegypten nennt man Marrubium„frasijūn“und beträchtlich erscheint die Zahl der dem Griechischen entlehnten Pflanzennamen, die dem gesamten mediterranen Nordafrika heutigen Tags gemeinschaftlich sind, wie z.B.ba'etherān(von Abrotonon),fleije,fileie(von Polium),kemūn(von Cuminum) usw.
Eine vortreffliche Methode zur Eruierung des ursprünglichen Wurzelskeletts der Vulgärnamen von Pflanzen, die nur dem Analphabeten geläufig sind, hat Professor J. J.Hess[3]befolgt, indem er aus dem innersten Zentralkern von Arabien, aus einem mit dem bezeichnenden Namen„Ssurret-en-Nedschd“(Nabel des Nedschd) versehenen Orte des Stammes der'Otēbi, sich einen intelligenten Beduinen namensMuhīqkommen ließ, den er in Cairo während der letzten Jahre fortgesetzt ausgefragt hat. Im Gegensatz zu dem gemeinen Mann im aegyptischen Niltal, der nicht weniger als sechs arabische Konsonanten in der Aussprache entweder gar nicht oder nur sehr undeutlich unterscheidet, bedienen sich die echtarabischen Wüstenbewohner des Landes einer weit genauer artikulierten Mundart. Aber vor allem sind es die im Herzen ihres Stammlandes hausenden Uraraber, die auch als Analphabeten sich im Vollbesitz des ausgesprochenen Alphabets befinden und man braucht nur den individuellen Eigenheiten ihrer Sprechweise Rechnung zu tragen, um jeden Konsonanten deutlich vernehmen und von den übrigen unterscheiden zu können. Da nun ein großer Teil der die Wüstenflora von Aegypten zusammensetzenden Pflanzenarten auch in den Wüsten von Zentralarabien zu Hause ist,vermochte Muhiq unter den Exemplaren, die ihm in Cairo aus verschiedenen Herbarien vorgelegt wurden, viele Arten wiederzuerkennen und zu benennen. Auf diese Weise konnten von etwa zweihundert Arten die in Zentralarabien gebräuchlichen Namen festgestellt und für viele gleichlautende, die bei den auf aegyptischem Gebiet befindlichen Araberstämmen erkundet worden waren, die richtigen Buchstaben eingetragen werden. Die Namenlisten meiner Abteilung I haben diesen sorgfältigen Nachforschungen von Prof.Hesseine große Anzahl von Korrekturen zu verdanken.
Die Umschreibung der arabischen Schriftzeichen mit Hilfe derjenigen unserer europäischen Lateinschrift hat bei Veröffentlichungen, die allgemein verständlich sein sollen, von jeher nicht leicht zu überwindende Schwierigkeiten bereitet. Da, wie gesagt, meine Namenlisten nicht allein dem Sprachforscher von Nutzen sein, andererseits auch dem Nichtbotaniker dazu dienen sollen, sich auf leichte Weise in der Pflanzenwelt der betreffenden Länder zu orientieren, bin ich von der in sprachwissenschaftlichen Werken gebräuchlichen Umschreibung abgewichen und glaube so das Trugbild einer wahrscheinlich gemachten Korrektheit vermieden zu haben. Die vermittelst diakritischer Zeichen zu Äquivalenten der arabischen gestempelten Buchstaben des Lateinalphabets werden nur von sprachwissenschaftlich geschulten Leuten verstanden. Beim eiligen Nachschlagen entgeht vielen die gewöhnlich auf der ersten Seite zu gebende Transkriptionsliste, ohne deren Benutzung unfehlbar eine durchaus falsche Auffassung der Laute erfolgt. Auch sollte ermöglicht werden, Pflanzennamen meinen Listen mit unveränderter Schreibung zu entlehnen, um sie in derselben Gestalt einem deutschgedruckten Text einfügen zu können, was bei den mit diakritischen Buchstaben versehenen meist unausführbar ist und zu häufigen Irrungen Veranlassung gibt.[4]Aber selbst unter den ohne solche Zeichen unverändert gebliebenen Lateinbuchstaben sind in der Transskription der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft einige übrig gelassen, die nur zu leicht Mißdeutungen erfahren; denn kein Deutscher, der nicht als Philologe auf seiner Hut ist, wird dazu zu bewegen sein, in einem deutschgedruckten Text das gelesenezwies, oder das einfacheswiessauszusprechen.[5]Um also meine Namenlisten auch für diejenigen bequem undleicht, auch mit möglichster Vermeidung allzu schlimmer Fehler benutzbar zu machen, die nicht mit der üblichen Transkription der Sprachforscher vertraut sind, habe ich eine eigene Schreibweise in Anwendung gebracht, die sich allein der Buchstaben des deutschen Alphabets bedient und, soweit es geht, in erster Linie auf ihre im richtigen Deutsch (Bühnendeutsch) gültige Aussprache Rücksicht nimmt. Es handelte sich dabei um ein dem deutschen Sprachgebrauch möglichst annäherndes Alphabet, das eine einigermaßen verständliche Aussprache der Worte zuläßt. Da wir in unserer Sprache von Hause aus einige Laute durch gehäufte Konsonanten zu bezeichnen gewohnt sind (zwei durch zwei, beichundss, und einen durch drei, beisch), ebenso einige griechische Buchstaben durch Doppelbuchstaben ganz allgemein wiederzugeben pflegen, genügte dieser Notbehelf, um die diakritischen Punkte bei sieben arabischen Konsonanten entbehrlich zu machen. Bei den übrigen bestanden keine Schwierigkeiten, weil unsere sprachlichen Äquivalente genügten. Allein der arabische Kehllaut'Ainعmußte durch ein eigenes Zeichen ', den sog. Spiritus asper ersetzt werden.
Am meisten Schwierigkeit verursachten bei der hier zum ersten Male versuchten Art der Umschreibung die vier emphatisch ausgesprochenen Gaumenlaute, mit Benutzung des Gaumens gesprochene Abarten unserer Lautess,d,tunds, die ich mittss,dd,ttunddswiedergegeben habe. Von diesen Umschreibungen ist jedenfalls die erste die am wenigsten gelungene, da in dem arabischen Lautصkeinerleitsteckt; ich fand aber keinen geeigneten Buchstaben, um mit seiner Einschaltung überhaupt die gewünschte Lautnachahmung auch nur annähernd zu ermöglichen.
Das uns aus dem Englischen so geläufige scharfethثwird als allgemein verständlich zu erachten sein, ebenso seine weichausgesprochene Modifikation, die ich mitdhذbezeichnet habe.
Das gutturalegoderr, alsghغgeschrieben, ist bekannt, sobald man es mit unserem uvularenrin Vergleich bringt, das, als ebenso fehlerhaft im Französischen wie im Deutschen geltend, dem sog. grasseyement dieser Sprache entspricht.
Der im Englischen durch daswbezeichnete Laut kann im Deutschen einfach durch unseruوersetzt werden.
Das in der Mehrzahl der Länder arabischer Zunge wie unser hartesgausgesprochenegimجist, wo sich die Gewährsmänner der entsprechenden Lautbildung bedienten, auch mitdschwiedergegeben worden.
Auf das durchqersetzte arabischeqāfق, das in Aegypten (wie auch z.T. in Syrien) nur durch eine Art Anlaut und Hiatus zur Aussprache gelangt, ist als zwischen den deutschen Lautengundkstehend kein besonderer Wert zu legen, wenn man sich doch nur notdürftig verständlich machen will.
Der arabische Silben- oder Stimmansatz (Anlaut) „Hamsa“ ist bei den Umschreibungen unberücksichtigt gelassen.
Es ist an und für sich eine mißliche Sache, arabische Worte nach der alphabetischen Folge unserer Vokale einordnen zu wollen. Die Vokale schwanken oft bei demselben Worte sowohl regionär, als auch individuell, je nach der Sprach weise des Gewährsmannes. Im allgemeinen kann man sagen, daß den Arabern überhaupt jedes Gefühl für den Unterschied zwischen den Vokalenoundu, sowie zwischeneundiabgeht. Ich konnte die Vokale nur in der Form eintragen, wie ich sie vernommen und vermied ein willkürliches Schema.
Hinsichtlich der Betonung der Silben ist es nicht möglich gewesen in den sechs Abteilungen dieser Veröffentlichung ein einheitliches Verfahren zu befolgen. In der Abteilung II hat Dr. E.Harder, der die Freundlichkeit hatte, mir bei der, was die vonForskålin arabischer Schrift eingetragenen Namen betrifft, sicher richtigen und bei den von diesem Forscher nur mit Lateinbuchstaben wiedergegebenen Namen wahrscheinlich richtigen Umschreibung seine Unterstützung zu leihen, die langen Vokale durch Horizontalstriche bezeichnet, ohne die nach Maßgabe derForskålschen Umschreibung nicht immer deutlich gemachte Betonung zu berücksichtigen. In den übrigen Abteilungen habe ich durchweg die kurze Betonung durch den Akzent ´, den langen, ausruhenden Ton aber durch einen Horizontalstrich — über dem Vokal bezeichnet, Sprechstärke und Stimmhöhe ununterschiedlich zum Ausdruck bringend. So wird der sprachlich Ungeschulte, dem die Regeln der Betonung von arabischen Worten nicht geläufig sind, hinreichend in den Stand gesetzt sein die Namen richtig auszusprechen. Falsch betonte Namen würden dem Eingeborenen dagegen fast durchweg unverständlich bleiben.
Für den Sprachforscher von Fach kann meine Methode, der Lautumschreibung, man mag von ihr halten was man will, keine Gefahr des Mißverständnisses in sich schließen, denn in jedem Falle wird ersichtlich sein, welche arabischen Buchstaben ich bei den angeführten Namen in Gebrauch wissen wollte. Das gleiche gilt für die nichtdeutschen Benutzer dieser Namenlisten, die sich an das umschriebene Alphabet auf der ersten Seite halten und die Aussprache der Konsonanten nach Maßgabe eines richtigen Deutsch regeln mögen.
Noch wären einige Erläuterungen zu den sechs Abteilungen dieser Veröffentlichung zu geben, um die bei der Herstellung der einzelnen Namenlisten innegehaltenen Gesichtspunkte klarzulegen:
(Arabische Pflanzennamen, die im eigentlichen Aegypten im Gebrauch sind).
In unserer 1887 in den Denkschriften des Institut Egyptien zu Cairo veröffentlichten „Illustration de la flore d’Egypte“ sind in Gemeinschaft mit P.Aschersonvon mir alle uns aus eigener Erfahrung sowie aus der uns zugänglichen, Aegypten behandelnden Literatur bekannt gewordenen arabischen Pflanzennamen, soweit sie für das eigentliche Aegypten Geltung hatten, eingetragen worden. Obgleich wir meist darauf bedacht waren,bei den nicht von uns selbst erkundeten Namen durch Angabe der Gewährsmänner, denen wir sie entlehnt hatten, eine Prüfung ihrer Zuverlässigkeit zu ermöglichen, so war doch nach Maßgabe unserer damaligen Kenntnis und Erfahrung eine durchgreifende Kritik aller Namen und ein gegenseitiges Abwägen ihres Wertes ausgeschlossen.
Die von älteren Autoren erkundeten Namen sind, mit Ausnahme des besonders zuverlässigenPeter Forskål(in Aegypten vom 26. September 1761 bis zum 8. Oktober 1762) nur in beschränktem Maße mit aufgeführt worden, aber in allen Fällen, wo sie die Richtigkeit der in neuerer Zeit festgestellten Bezeichnungen bestätigten.
Die vorliegende Aufzählung bietet eine nach eigenen Aufzeichnungen erheblich bereicherte und hinsichtlich der von anderen Besuchern Aegyptens herstammenden strenger gesichtete Liste. Häufige Verwechselung der Arten in Verbindung mit irrtümlicher Verwendung derselben Namen für verschiedene Arten, ferner kritiklose Wiedergabe hinsichtlich ihrer Etymologie mißdeuteter Bezeichnungen, schließlich Namen, die den Stempel ihrer „ad hoc“ zur Befriedigung des Fragestellers gemachten Angaben unverkennbar an sich trugen, mußten als unnützer Ballast ausgeschieden werden, wenn schon nicht in Abrede gestellt werden kann, daß neben dem als echt Erprobten immerhin noch vieles Unnütze und Ungehörige mit Aufnahme gefunden haben mag. Auf diesem schwierigen Gebiete, wo vielleicht kein Begriff feststeht, über den nicht ohne Ende hin und her gestritten werden könnte, erscheint es fast aussichtslos bei Lebezeiten eines Menschen zu gewünschter Volkommenheit zu gelangen.
Die hier zusammengestellten 1360 Namen von 670 Pflanzenarten beziehen sich z.T. auf Gewächse von sehr verschiedener Herkunft, es erscheint aber selbstverständlich, daß Pflanzen, die mit eigenen Namen unterschieden werden, im Leben der Bewohner eine gewisse Bedeutung zukommen muß. Es sind:
Die Namen der in den Städten Aegyptens und auf den Märkten feilgebotenen Drogen habe ich, außer den selbst in Erfahrung gezogenen, hauptsächlich der von A.Figari-Beyin seinen „Studj scientifici“ (Lucca 1864 Bd. II, S. 363-395) enthaltenen Materia medica und der vonForskål(den „Descriptiones animalium“, Havniae 1775, S. 141bis 164 vonCarsten Niebuhrbeigegeben) verfaßten „Materia medica kahirina“ entlehnt.
Viele in Europa längst außer Gebrauch gekommene pflanzliche Heilmittel haben in Aegypten immer noch große Bedeutung. Ihre dauernd eingebürgerten Namen machen daher, obgleich meist fremdsprachlichen Ursprungs, einen wichtigen Teil des heutigen Sprachguts der Aegypter aus und sie konnten daher nicht unberücksichtigt gelassen werden. Von einer Benutzung des reichen Drogenverzeichnisses vonBerggren(in „Guide français-arabe-vulgaire“ Upsala 1844), S. 826-833 hat Abstand genommen werden müssen, weil in diesem von Kennern wertgeschätzten Wörterbuch die in Cairo und in Damascus gebräuchlichen Namen nicht unterschiedlich bezeichnet worden sind.
Bei der alphabetisch geordneten Reihenfolge der Namen ist der arabische Artikelelmit seinen Assimilationen durchweg unberücksichtigt geblieben, desgleichen der arabische Konsonant'Ainع, weil durch ein eigenes Zeichen ' wiedergegeben und deshalb in der Reihenfolge nirgends unterzubringen.
Auf Seite 1 dieser Veröffentlichung ist die für alle 6 Abteilungen gültige Umschreibung der Schriftzeichen des arabischen Alphabets durch lateinische Buchstaben angegeben. Auf Seite 1 sind aber auch die nur für die Abteilung I und für die Namenliste von Aegypten bestimmten Abkürzungen von Namen der Gegenden und der Gewährsmänner abgedruckt, die eigentlich für sich getrennt auf Seite 3 zu suchen sein sollten.
Wie im Munde des Aegypters der durchqwiedergegebene Kehllautqāfقklingt, ist schon angedeutet worden. Hinsichtlich des wichtigengimجmuß hervorgehoben werden, daß es von allen Bewohnern des aegyptischen Niltals einfach wie unser hartesgausgesprochen wird, von den arabischen Beduinen der östlichen Wüstenregion dagegen vorwiegend wie ein gequetschtesg(ǵ) (mit unseren Buchstaben etwa durchgjwiederzugeben), wie das ja auch der bei der Mehrzahl der echten Araberstämme gebräuchlichen Lautbildung zu entsprechen scheint. Wiedschwird dasgimindes von einzelnen Araberstämmen der östlichen und namentlich der westlichen Wüstenregion gesprochen. Genauere Angaben hierüber zu machen würde den Bereich meiner Erfahrung überschreiten.
Was schließlich die Wiedergabe der emphatisch ausgesprochenen Konsonanten, namentlich der Gaumenlaute im Munde des Aegypters anbelangt, vor allem des Ackersmannes und einfachen Mannes in den Städten, so, glaube ich, wird selbst der geschulte Sprachforscher in große Verlegenheit geraten, da er die meisten gar nicht von den ihnen nahestehenden Zahnlautent,d,ssundszu unterscheiden imstande sein wird. Er wird, um gehörte Namen richtig niederzuschreiben, sich wohl immer an das Lexikon halten mögen. Wo dieses versagt, was bei so vielen Worten von unklarer Etymologie der Fall sein muß, hilft eben nur die von Professor J. J.Hess[6]) befolgte Methode, von der vorhindie Rede war. Auch die zu den aegyptischen Wüstengebieten gehörigen arabischen Beduinen unterscheiden in der Aussprache meist mit hinreichender Deutlichkeit diese Konsonanten. Als Paradigma eines aus verschiedenen Varianten auf seine ursprüngliche Fassung reduzierten besonders polymorphen Wortgebildes sei, auch als Ergänzung zu denS. 38und67aufgeführten Namen, für die nicht nur in den Wüstentälern, sondern auch im Kulturland des Niltals weitverbreitetePulicaria (Francoeuria) crispa Cass., folgende vonHessaufgestellte Formenreihe angeführt:
(Arabische Pflanzennamen aus der Flora von Jemen nachPeter Forskål.)
In den Ländern arabischer Zunge hat nie ein reisender Forscher so viel zur Bereicherung der arabischen Nomenklatur der Pflanzenwelt beigetragen wie der Kopenhagener ProfessorPeter Forskål, der nach gründlichen Forschungen in Aegypten eine ausgedehnte Reise durch Jemen machte, dort aber zu Jerim am 11. Juli 1768 infolge klimatischer Einflüsse seinen leider nur allzufrühen Tod fand. 758 arabische Namen, die sich auf 475 verschiedene Pflanzenarten beziehen, finden sich in den zwei Aufzählungen verzeichnet, die das vonCarsten Niebuhrmit bewundernswerter Sorgfalt nach den vonForskålhinterlassenen Papieren redigierten Werk „Flora aegyptiaco-arabica“ (Havniae 1775) enthält.
Bei der wenig übersichtlichen Anordnung desForskål’schen Werks, das noch dazu eines alphabetisch geordneten Registers entbehrt, war es nicht nur für den Botaniker mit erheblicher Mühe und mit Zeitaufwand verknüpft, bestimmte Pflanzennamen ausfindig zu machen. In höherem Grade mußte das der Fall sein, wenn ein Sprachforscher sich unter den 758 arabischen Pflanzennamen orientieren wollte, die allein für die Flora von Jemen Geltung haben.
Ich habe daher zum ersten Male[7]eineübersichtliche Zusammenstellung der botanischen Namen mit ihren arabischen Aequivalenten hergestellt. Zum Nutzen der Pflanzenkunde ist hier auch zum ersten Male eine, soweit es mir möglich war vollständige Richtigstellung der vonForskålfür die Flora von Jemen aufgeführten botanischen Namen (zwar nur der mit arabischen Namen versehenen) hergestellt, nach dem Stande der jetzigen systematischen Nomenklatur.
Die von mir 1888-89 unternommene Reise verfolgte diesen Zweck als eine ihrer Hauptaufgaben.
Zum leichteren Auffinden der botanischen Pflanzennamen war eine Einschaltung von Synonymen unerläßlich. Die endgültige Festsetzung der für die Flora von Jenem zweckmäßigen Nomenklatur hat indes noch nicht zu einem befriedigenden Abschluß gebracht werden können.
Die vonForskålfür das Vorkommen der verzeichneten Pflanzenarten angegebenen Örtlichkeiten und pflanzengeographischen Bezirke, wo für die nämliche Art oft verschieden lautende Namen erkundet wurden, sind in meinen Listen unerwähnt gelassen, statt dessen ist jedem Namen die betreffende Seitenzahl desForskål’schen Werks beigefügt, wodurch ein leichtes Auffinden der geographischen Angaben ermöglicht ist.
In Bezug auf den nach den arabischen Namen alphabetisch angeordneten Teil A der Abteilung II sei bemerkt, daß bei den vonForskålohne Beifügung der arabischen Schrift aufgeführten Namen ihre mit dem angenommenen Alphabet der Umschreibung in Einklang gebrachte Wiedergabe in der ersten Spalte nicht in jedem Falle einwandfrei sein dürfte, daForskåldie arabischen Laute nicht immer in folgerichtiger Weise umschrieben hat. Dr. E.Harderhat sich der Mühe unterzogen überall eine möglichste Übereinstimmung zwischen beiden Schreibweisen herzustellen. Was die Betonung der Silben betrifft, so ist ihre vonForskålmeist unterlassene Kenntlichmachung bereits erwähnt worden. In diesem Punkte unterscheidet sich demnach die Abteilung II von den übrigen.
Es ist schon vorhin darauf hingewiesen worden, und ich komme geflissentlich nochmals auf diesen Umstand zurück, daß in Ländern, wo der Gegensatz zwischen der Stadt- und der Landbevölkerung sich weit stärker ausprägt als im europäischen Norden, die Pflanzennamen oft nur den Dialektsprechenden und im vorliegenden fast ausschließlich den Analphabeten geläufig sind, die Gebildeten aber nur über eine armselige Zahl von pflanzlichen Ausdrücken verfügen. Das hat denn auch mittelbar zu dem ungerechten Vorwurf der Unzuverlässigkeit Veranlassung gegeben, den einige Sprachforscher[8]gegenForskålund die von ihm in Aegypten und in Jemen aufgezeichneten Pflanzennamen erhoben. Es war eine fast als naiv zu bezeichnende Vorstellung, diese Namen wie allgemein gültige, d.h. bei den Schriftkundigen aller arabischen und arabisierten Völker gebräuchliche Bestandteile der arabischen Schriftsprache bewertet wissen und in den Wörterbüchern auffinden zu wollen.
Bald nach der Entdeckung von Amerika traten unter den Humanisten Zweifler auf, die das Vorhandensein eines Neulandes in verhältnismäßig geringem Abstand von Europa in Abrede stellten, mit der einfachen Begründung, daß seiner in den Schriften der Alten mit keiner Silbe gedacht sei.
(Arabische Pflanzennamen aus der Flora von Jemen nach G.Schweinfurth.)
Die von mir auf meiner „in memoriam divi Forskalii“ ausgeführten Reise in Jemen notierten Pflanzennamen habe ich absichtlich für sich und unvermengt mit denForskål’schen zusammengestellt, damit beim Vergleichen der beiden manchmal zwar in denselben Distrikten, aber doch in einem so großen Zeitabstand voneinander gemachten Aufzeichnungen die Verwirrung vermieden werde, die immer entsteht, wenn die gleichen Namen mit veränderter Bezugnahme auf botanisch definierte Arten sich in den Listen wiederholen. Meine Aufzeichnungen können gewissermaßen zur Kontrolle derForskål’schen dienen, war ich doch nach 120 Jahren der erste Botaniker, der es sich in Jemen besonders angelegen sein ließ, überall die einheimischen Namen der Gewächse zu erfragen. Denn mein geehrter Freund A.Deflers, der im Jahr vorher (März-September 1887) eine sehr ausgedehnte und alle Landesteile berührende Reise ausführte, hat sich ungeachtet seiner sonstigen Erfolge mit dieser Aufgabe wenig befaßt.
Die Übereinstimmung, die sich beim Vergleich zwischen beiden Aufzählungen für so viele Namen ergibt, bezeugt ihre Zuverlässigkeit sowie die sonst wohl auch kaum bezweifelbare Sicherheit des botanischen Begriffs und die Dauerbeständigkeit der jemenischen Pflanzennamen. Abweichungen müssen aus dem Umstande erklärlich sein, daßForskål’s Itinerar nur im Bereich des Westabfalls des Berglandes die von mir besuchten Stätten berührte, andere Landesteile aber, namentlich die südlichen (Mocha, T'aēs, Ibb) nachForskål, wenn man von nicht botanischen Reisenden absieht, allein nur, und auch nur teilweise, vonBottaundDeflersbesucht worden sind.
Meine Jemen-Liste umfaßt 735 Pflanzennamen, die für 463 verschiedene Arten Geltung haben. Meine Gewährsmänner waren wiederholt (namentlich am Gebel Bura und am Gebel Melhan) Kräutersammler von Profession, die Arten und Gattungen wohl auseinander zu halten wußten. Auf den Wochenmärkten des Berglandes sind immer mehrere Verkaufsstände mit Blumen (zum Schmuck der Männer!) und aromatischen Kräutern anzutreffen, die nicht nur aus den Gärten entnommen, sondern auch auf den höchsten Bergen eigens eingesammelt werden. In anderen Fällen habe ich mich an die auf Äckern und in Pflanzungen angetroffenen Landleute gehalten. Statt die zahlreichen Gewährsmänner, stets echte Jemener, die mir oft unter Bekundung von eigenem Interesse und vielem Verständnis zu Gebote standen, mit Namen aufzuführen, habe ich, um die Herkunft der Namengebung zu belegen, nur die Hauptstationen meiner viermonatlichen Reise (1888 bis 89) bei jedem Namen angegeben. Einige an der arabischen Südküste bei Schugra und el-Hhami 1881 verzeichnete wichtige Pflanzennamen habe ich dem Verzeichnisse beigefügt.
Über die Eigentümlichkeiten der Aussprache des Jemendialekts bin ich außerstande philologisch verwertbare Angaben zu machen, ich muß aber hervorheben, daß im Munde der Bewohner des Berglandes von Jemen das arabischegimجüberall wie ein gequetschtesg(gj) klingt.
(Arabische Pflanzennamen aus der Flora von Biskra, nach G.Schweinfurth.)
Meine während zweier Winter und Frühjahre (1901 und 1910), jedesmal vier Monate lang, in der Umgegend von Biskra unternommenen botanischen Ausflüge gaben Gelegenheit, mir die aus dem Munde verschiedener einheimischer Begleiter vernommenen Pflanzennamen oft mehrfach wiederholen und bestätigen zu lassen. Ich habe von den zu 217 verschiedenen Spezies gehörigen arabischen Namen 292 bei den Bewohnern der Oase in Erfahrung gebracht und sie hier transkribiert in alphabetisch geordneten Listen zusammengestellt.
Beim Benutzen meiner Namenliste von Biskra wird auch die von Professor H.Fitting1912 in der Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (Bd. LXV, S. 336 bis 348) veröffentlichte Aufzählung von 110 aus derselben Region stammenden arabischen Pflanzennamen zu Rate gezogen werden müssen, da diese zugleich mit arabischer Schrift wiedergegeben ist, dort auch wichtige sprachliche Nachweise und Definitionen enthalten sind, die von Prof. E.Littmann, z.T. auch von Prof. G.Jacobder Arbeit beigefügt wurden. Prof.Fittinghatte die von ihm nach Aussagen eines Arabers vom Stamme der Schrāqa notierten Namen, wie er sagt, „durch einen der arabischen Schrift kundigen Araber, namens Mohhammed-ben-ssa'īd, dem auch die arabischen Pflanzennamen nicht unbekannt waren, nach dem Diktate niederschreiben lassen“; er fügt aber nicht hinzu, ob dies in Gegenwart des ursprünglichen Gewährsmannes und vermittelst wiederholter Aussprache der Namen seitens des Letzteren geschah. Daher mag sich bei der Niederschrift immerhin mancher Fehler eingeschlichen haben, die Umschreibungmithin nicht in allen Fällen zutreffen; denn in diesen Ländern pflegen die Schreibkundigen durch die Bank Städter zu sein, die nur selten ins Freie gelangen. Unter den von Prof.Fittingmitgeteilten 110 Namen stimmen 70 mit den meinigen überein; 29 von ihnen sind dagegen in meiner Liste nicht vorhanden. Von den übrigen erscheinen mir mehrere zweifelhaft.
Die bei den Arabern der Oase übliche Aussprache desgimجnach Art des französischj(inje, jamais, jeune=ž) verdient eigens hervorgehoben zu werden. Ich habe den Laut trotzdem, wie in den übrigen Abteilungen, einfach mit unseremgwiedergegeben.
Was die botanische Nomenklatur anbetrifft, so bin ich in dieser und in der folgenden Abteilung derjenigen gefolgt, dieBattandierundTrabutin ihrer „Flore analytique et synoptique de l’Algérie et de la Tunisie“ (1910) angenommen haben.
(Arabische Pflanzennamen aus der Flora von Nordost-Algerien, nach G.Schweinfurth.)
Bei Herstellung dieser Aufzählung bin ich durch HerrnEdmond Gouvionin Bona, gewesenem Regierungsdolmetsch und im Lande geboren, wesentlich unterstützt worden. HerrGouvion, der von Jugend auf mit allen Feinheiten der Aussprache und Sprechweise der algerischen Araber vertraut ist, hatte die Güte nach meinen Aufzeichnungen, meist auch an Ort und Stelle bei gemeinschaftlichen Ausflügen in der Umgegend von Bona, die Araber auszufragen, von denen mir die Pflanzennamen mitgeteilt worden waren, und diese alsdann mit den entsprechenden Lautwerten der arabischen Schrift aufzuschreiben. Für die arabischen Schriftproben dieser Abteilung kann daher Anspruch auf größtmögliche Genauigkeit erhoben werden. Es geschah leider nur bei Bona, während die von mir bei La Calle und im Berglande von Constantine bei Hhammam-Meskutīn verzeichneten Namen von mir nach dem Gehör wiedergegeben worden sind.
In Bona (1910) verdankte ich die meisten Namen einer sehr intelligenten arabischen Kräutersammlerin namens Scherīfa-ben-Mohhammed-el-Scherfe (شريفه بن حمد الشرفه؟), die auch der Kabylensprache mächtig, sehr wohl zwischen den Bezeichnungen verschiedener Herkunft zu unterscheiden wußte. Auch ein alter Krumirer namens Sussan (زوسان؟) war mir behülflich bei den Landleuten richtige Namen zu eruieren.
In La Calle (1908) gaben mir arabische Rinderhirten, die am Lac Oubira ihre Herden weideten, Auskunft, ferner ein arabischer Landwirt namens Ghāssem von der Ferme 'Amraui, dann ein arabischer Landmann 'Abdallah-ben-Beschīr, schließlich auch Kräutersammler, die in Körben große Mengen der Erythraea Centaurium zusammenbrachten, eine Pflanze, die als Fiebermittel frisch auf dem Markt von Marseille feilgeboten wird.
In Hhammam-Meskutīn und bei Roknia (1910) gaben mir verschiedene arabische Landleute Bescheid, vor allen Haïdscha-'Ammar-bel-Hhammed, vom Stamme der Bettam, und ein Arbeiter namens Isma'ïn.
Für ein Gebiet von der Ausdehnung Algeriens, von dessen Flora zurzeit über 3300 Arten phanerogamer Gewächse bekannt sind, bedeuten die in den Abteilungen IV und V aufgezählten Namen nicht vielmehr als eine Stichprobe und sie können natürlich nur einen kleinen Bruchteil ausmachen von der großen Zahl der im Lande gebräuchlichen Pflanzenbezeichnungen. Die Abt. V enthält 275 arabische Namen, die sich auf 212 botanische Pflanzennamen verteilen. Hierbei muß auf eine wenig verbreitete und wenig bekannte 127 Druckseiten in Quart umfassende Veröffentlichung hingewiesen werden, die als „Table alphabétique des noms arabes des principaux végétaux des Hauts plateaux et du Sahara Algériens“, dem großen vonTurlin,FlamandundAccardounter dem Titel „Pays du Mouton“ herausgegebenen Sammelwerke (Alger, publié par le Gouvernement général de l’Algérie, Imprimerie Giralt 1893) über das Hochland von Süd-Oran beigegeben ist und das weit über 1000 arabische Pflanzennamen in arabischer Schrift (untermischt mit einer größeren Anzahl von Berber-Namen) enthält, stets mit Angabe der ihnen zukommenden botanischen Artbezeichnung und der nach der Phonetik des französischen Alphabets wiedergegebenen Umschreibung.
Zusammengestellt wurde diese umfangreiche Namenliste vornehmlich nach dem gleichfalls wenig bekannten „Vocabulaire des noms synonymiques de A. Meyer, interprète militaire“ und nach den von M.Letourneuxpublizierten Namen. Es sind dort auch die in der Flore de l’Algérie vonBattandierundTrabutenthaltenen Namen aufgenommen worden. Die Benutzbarkeit dieser umfangreichen Aufzählung wird dadurch erschwert, daß nur die umschriebenen arabischen (bezw. Berber-) Namen nach dem Alphabet geordnet sind, nicht die botanischen Speziesnamen. Fachmänner beklagen die Unzuverlässigkeit der Schreibung sowohl der mit arabischer Schrift gegebenen als auch der transkribierten Namen. Viele Namen sind in dieser „Table alphabétique“ offenbar nach solchen Aufzeichnungen eingetragen worden, die bei ihrer Zusammenstellung nur in ungenau oder falsch mit lateinischen Lettern umschriebener Form vorlagen. Nicht nur sind oft ganz falsche französische Formen getreu ins Arabische zurücktranskribiert, sondern auch viele Formen angegeben, die auf falscher Lesung eines arabischen Worts beruhen.
Eine nicht minder umfangreiche Zusammenstellung von über 1200 arabischen Namen (inkl. Varianten), die für 740 Pflanzenspezies Geltung haben, hat der Sahara-Forscher F.Foureauin seinem „Essai de catalogue des noms arabes et berbères des quelques plantes, arbustes et arbres algériens et sahariens ou introduits et cultivés en Algérie“ (Paris 1896) auf 48 Quartseiten gegeben. Alle Namen sind aber ausschließlich in französischer, nicht immer konsequenter Transkription aufgeführt und man vermißt zum Auffinden der Pflanzen schmerzlichst eine alphabetisch angeordnete Wiederholung der botanischen Speziesnamen. Ferner sind in desselben Autors großem Expeditionswerk „Documents scientifiques de la mission Saharienne“ (Paris 1905) gleichfalls nur in transkribierter Gestalt eine Anzahl von arabischen Pflanzennamen aufgezählt.
(Arabische Nomenklatur der Dattelpalme in Aegypten und Algerien.)
Professor B.Moritzhatte sich seiner Zeit gütigst der Mühe unterzogen, diese von mir nach eigenen Erkundigungen zusammengestellte Wörterliste durchzusehen und für sie die literarisch gültige Schreibweise festzustellen. Er stieß dabei auf eine erhebliche Anzahl von solchen Ausdrücken, deren Schreibung nach den Lexicis nicht festzustellen war. Die hier dargebotenen Schreibungsformen mögen daher manches Problematische enthalten. Trotzalledem habe ich eigens darauf aufmerksam zu machen, daß sich unter den sprachlich nicht definierbaren Ausdrücken solche von weitester Verbreitung befinden, die sowohl bei den aegyptischen Dattelzüchtern als auch bei den arabischen Bewohnern des algerischen Sahara-Gebiets ganz allgemein in Gebrauch sind und überall mit den gleichen Lautwerten zum Ausdruck gelangen.
Viele hundert arabische Bezeichnungen sind in den aegyptischen und nordafrikanischen Gebieten für die verschiedenen Fruchtformen der Dattelpalme in Gebrauch und ich hätte allein aus Aegypten einige vierzig namhaft machen können, aber damit hätte ich die bei dieser Veröffentlichung verfolgte Aufgabe weit überschritten. Denn, um solche Namen verständlich zu machen, hätte bei jedem einzelnen auch eine ausführliche Definition der zur Unterscheidung der Fruchtformen erforderlichen Merkmale beigefügt werden müssen.