Atterbom, Peter Daniel Amadeus.

Schwedischer Dichter, gedanken- und phantasiereich, geb. d. 19. Jan. 1790 im Kirchsprengel Asbo in Ostgothland, Hauptvertreter der idealistischen gegen die alternde Akademie kämpfenden Richtung. Eine von ihm redigirte Zeitschrift Phosphorus (1810–1813) galt gewissermaßen für das Organ dieser Bestrebungen. Im Jahre 1822 ernannte man ihn zum Docenten und Professor an der Universität Upsala, und 1839 nahm man ihn gar als Mitglied in die Akademie auf, gegen die er so lange gestritten.Der poetische Kalender (1812–1822) — die Insel der Glückseligkeit (1831–1833) — Samla de Dikter (1836–1837) — und andere historische und philosophische Schriften.Die drei hier von ihm vorgefundenen Briefchen, so kurz und unbedeutend sie sein mögen, wurden abgedruckt, wie Alles abgedruckt werden soll, was Zeugniß giebt von Ludwig Tieck’s Bedeutung im Auslande. Wen die Guten und Edlen fremder Nationen huldigend anerkennen, den dürfen wir mit zweifacher Berechtigung zu den Besten der unsrigen zählen.

Schwedischer Dichter, gedanken- und phantasiereich, geb. d. 19. Jan. 1790 im Kirchsprengel Asbo in Ostgothland, Hauptvertreter der idealistischen gegen die alternde Akademie kämpfenden Richtung. Eine von ihm redigirte Zeitschrift Phosphorus (1810–1813) galt gewissermaßen für das Organ dieser Bestrebungen. Im Jahre 1822 ernannte man ihn zum Docenten und Professor an der Universität Upsala, und 1839 nahm man ihn gar als Mitglied in die Akademie auf, gegen die er so lange gestritten.

Der poetische Kalender (1812–1822) — die Insel der Glückseligkeit (1831–1833) — Samla de Dikter (1836–1837) — und andere historische und philosophische Schriften.

Die drei hier von ihm vorgefundenen Briefchen, so kurz und unbedeutend sie sein mögen, wurden abgedruckt, wie Alles abgedruckt werden soll, was Zeugniß giebt von Ludwig Tieck’s Bedeutung im Auslande. Wen die Guten und Edlen fremder Nationen huldigend anerkennen, den dürfen wir mit zweifacher Berechtigung zu den Besten der unsrigen zählen.

Upsala, den 25. Jun. 1835.

Verehrter Meister!

Der Ueberbringer dieser Zeilen ist ein junger mir sehr theurer Freund, Docens in der Ethik und Amanuens bei der hiesigen Bibliothek, MagisterBöttiger; unter den jüngeren Dichtern meines Vaterlandes einer der vorzüglichsten. Wenn mein Nahme nicht Ihrem Gedächtniß entschwunden ist, wage ich den reisenden Freund, der nach Italien geht, hiemit Ihrem Wohlwollen zu empfehlen. Und da er, was mich und meine Unternehmungen betrifft, den Dienst eineslebendigenBriefes leisten kann: so hab’ ich für jetzt nichts mehr hinzuzusetzen, als mich mit der innigsten Bewunderung und Liebe zu unterzeichnen

Ihr treu ergebensterP. D. A. Atterbom.

Ihr treu ergebenster

P. D. A. Atterbom.

Upsala, d. 20. Mai 1838.

Gewiß entschuldigen Sie, mein hochverehrter Meister, die Dreistigkeit, mit der ich die jetzt sich darbietende Gelegenheit ergreife, nicht nur einen jungen Freund,Dr.Sredbomv. Upsala, zu gütiger Aufnahme, sondern auch mich selbst zu gütiger Erinnerung zu empfehlen. In Ihren Schriften seit meiner frühesten Jugend, beinahe täglich lebend und webend, wie glücklich wäre ich, wenn zu diesem Band geistiger Vereinigung auch das Zusammenseyn, die räumliche NähepersönlicherGegenwart sich gesellen dürfte! Da mir aber dies versagt ist, und ich Sie nur mit meinem Dankgefühl, meiner Sehnsucht, meiner Liebe, meiner Ehrfurcht umfassen kann, so muß ich freilich mich damit begnügen, daß hin und wieder ein reisender Freund, als mein Stellvertreter, ausführlicher dasjenige ausspricht, was diese armen Zeilen nur dürftig und scheu andeuten. —

Daß Sie die schwedische Sprache kennen und schwedische Dichter lesen, haben mir mehrere, z. B. der BuchhändlerBonnier, erzählt; ich werde Ihnen also, wenn Gott Leben und Gesundheit giebt, im künftigen Frühjahr mit ein paar größeren Dichtungen, die mich jetzt beschäftigen, aufwarten. Die zwei herausgegebnen Bände meiner gesammelten Gedichte (diemeistenmeinerlyrischenVersuche enthaltend) haben Sie vielleicht schon durch den Bonnier. Im dritten, vierten und fünften werden die größeren Compositionen folgen. So ist mein Plan; aberhomo proponit, Deus disponit. — Mehreres von mir, von der schwed. Litteratur, und von dem aufblühenden trefflichen Finnischen DichterRuneberg, wird Ihnen Sredbom erzählen. — Gott mit Ihnen.

Ihr treusterAtterbom.

Ihr treuster

Atterbom.

Ballstad(in der Nähe von Upsala), d. 15. Juny 1844.

Hochverehrter Meister und Freund!

Der Ueberbringer dieser Zeilen,Josephson, Doctor der Philosophie, wünscht sehnlich, Ihnen sich vorstellen zu dürfen. Er ist ein junger Mann von dichterischem Gemüth und ästhetischer Bildung; ein talentvoller Musiker und genialer Componist, der auch selbst die Worte zu seinen Liedern setzt; übrigens mein Freund, dem ich vom Herzen gern bei Ihnen, wenn mein Nahme nicht schon längst Ihrem Gedächtniß entfallen ist eine gütige Aufnahme erbitte.

Ihrtreu-ergebensterAtterbom.

Ihr

treu-ergebenster

Atterbom.


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